Automatisiertes Messsystem zur Schadstoffüberwachung in den Polargebieten

Status
Offen
Angebotsfrist
07.10.2026, 10:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Auftragswert
Nicht angegeben
Lose
1
Auftraggeber
Umweltbundesamt
Erfüllungsregion
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Verfahren
Verfahrensart unbekannt
Auftragsart
Nicht angegeben
Veröffentlicht
17.08.2026
Bekanntmachungsnummer
cf6b8e61-295d-44cf-aa60-2b4b9ef4bf76
Verfahrensnummer
87fc526a-9146-47a9-9026-b103909a02c7
CPV-Codes (KI-Zuordnung)
38000000 · Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser); 51000000 · Installation (außer Software); 73000000 · Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung; 90000000 · Abwasser- und Abfallbeseitigungs-, Reinigungs- und UmweltschutzdiensteMehr anzeigen

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Kurzbeschreibung

Das Umweltbundesamt beabsichtigt, ein automatisiertes Messsystem zur langfristigen Überwachung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten aufzubauen. Untersucht werden bestehende technische Systeme an deutschen Forschungsstationen sowie auf Forschungs- und Expeditionsschiffen und deren Automatisierung für Messungen in Luft- und Meerwasser, unter Einsatz datengetriebener Verfahren und künstlicher Intelligenz. Die Ergebnisse sollen der internationalen Umweltüberwachung dienen; die Frist endet am 7. Oktober 2026 um 08:00 Uhr UTC.

KI-Zusammenfassung · Maßgeblich ist die Originalbekanntmachung.

Leistungsbeschreibung

Refoplan 2025: „Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten“ Die Polargebiete sind trotz ihrer Abgeschiedenheit zunehmend von Schadstoffbelastungen betroffen, die sich seit vielen Jahren über Luft und Wasser global verbreiten und in den Nahrungsketten anreichern. Besonders problematisch sind persistente Stoffe wie POPs und neuere Verbindungen wie PFAS, die über weite Strecken oder durch menschliche Aktivitäten bis in die Polargebiete gelangen. Dort fehlen bislang langfristige Monitoringstrukturen, obwohl bereits diverse Schadstoffe in Schnee, Eis, Gewässern und in den empfindlichen Organismen der polaren Ökosysteme nachgewiesen wurden. Eine kontinuierliche und langfristige Umweltüberwachung ist daher dringend erforderlich. Nur so lassen sich Belastungstrends erkennen und Gegenmaßnahmen wirksam gestalten. Der wissenschaftliche Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) hat die Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags aufgefordert, ihre nationalen chemischen Überwachungsprogramme auf ihre antarktischen Forschungsstationen und Gebiete auszuweiten. Priorisiert wurde dabei die permanente und automatisierte Schadstoffmessung in Luft- und Meerwasserproben als Komponente des Stockholmer Übereinkommens. Das Schadstoffmonitoring soll soweit wie möglich an das bestehende Arktische Monitoring und Bewertungsprogramm (AMAP) angelehnt werden. Im Projekt soll daher untersucht werden, welche technischen Messsysteme zur Schadstoffmessung in den deutschen Forschungsstationen und der Logistik wie z.B. der Forschungsschiffe, Expeditionsschiffe, bereits existieren und wie diese automatisiert werden können. Die Automatisierung durch datengetriebene Algorithmen und KI-Methoden soll ermöglichen, den Prozessaufbau zu optimieren und die Datenerhebung und -schnittstellen zukunftsfähig zu gestalten. Die regelmäßige Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten in der Antarktis obliegt dem Umweltbundesamt (§ 14 AUG). Das Umweltbundesamt als Deutsche Kontaktstelle des Ausschusses für Umweltschutz (CEP) beabsichtigt, die Ergebnisse des Vorhabens dem CEP und der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) zur Verfügung zu stellen und somit zur Weiterentwicklung des internationalen Umweltschutzes beizutragen. Zudem sollen die Ergebnisse auch eine Diskussionsgrundlage für die globale Regulierung weiterer umweltrelevanter persistenter Schadstoffe, wie langkettige per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im Rahmen der Stockholm-Konvention sowie für einen strategischen Ansatz eines internationalen Chemikalienmanagements (SAICM) bieten.

Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0000 · FKZ 3725 18 201 0 - Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten

    Refoplan 2025: „Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten“ Die Polargebiete sind trotz ihrer Abgeschiedenheit zunehmend von Schadstoffbelastungen betroffen, die sich seit vielen Jahren über Luft und Wasser global verbreiten und in den Nahrungsketten anreichern. Besonders problematisch sind persistente Stoffe wie POPs und neuere Verbindungen wie PFAS, die über weite Strecken oder durch menschliche Aktivitäten bis in die Polargebiete gelangen. Dort fehlen bislang langfristige Monitoringstrukturen, obwohl bereits diverse Schadstoffe in Schnee, Eis, Gewässern und in den empfindlichen Organismen der polaren Ökosysteme nachgewiesen wurden. Eine kontinuierliche und langfristige Umweltüberwachung ist daher dringend erforderlich. Nur so lassen sich Belastungstrends erkennen und Gegenmaßnahmen wirksam gestalten. Der wissenschaftliche Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) hat die Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags aufgefordert, ihre nationalen chemischen Überwachungsprogramme auf ihre antarktischen Forschungsstationen und Gebiete auszuweiten. Priorisiert wurde dabei die permanente und automatisierte Schadstoffmessung in Luft- und Meerwasserproben als Komponente des Stockholmer Übereinkommens. Das Schadstoffmonitoring soll soweit wie möglich an das bestehende Arktische Monitoring und Bewertungsprogramm (AMAP) angelehnt werden. Im Projekt soll daher untersucht werden, welche technischen Messsysteme zur Schadstoffmessung in den deutschen Forschungsstationen und der Logistik wie z.B. der Forschungsschiffe, Expeditionsschiffe, bereits existieren und wie diese automatisiert werden können. Die Automatisierung durch datengetriebene Algorithmen und KI-Methoden soll ermöglichen, den Prozessaufbau zu optimieren und die Datenerhebung und -schnittstellen zukunftsfähig zu gestalten. Die regelmäßige Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten in der Antarktis obliegt dem Umweltbundesamt (§ 14 AUG). Das Umweltbundesamt als Deutsche Kontaktstelle des Ausschusses für Umweltschutz (CEP) beabsichtigt, die Ergebnisse des Vorhabens dem CEP und der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) zur Verfügung zu stellen und somit zur Weiterentwicklung des internationalen Umweltschutzes beizutragen. Zudem sollen die Ergebnisse auch eine Diskussionsgrundlage für die globale Regulierung weiterer umweltrelevanter persistenter Schadstoffe, wie langkettige per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im Rahmen der Stockholm-Konvention sowie für einen strategischen Ansatz eines internationalen Chemikalienmanagements (SAICM) bieten.

    Frist: 07.10.2026, 02:00 (Europe/Berlin)

Vergabeunterlagen

10 Dateien laut Portal · Stand 08.09.2026
Angebotsvordruck_3725 18 201 0.pdfFormular716 KB
Bewerbungsbedingungen_3725 18 201 0.pdfAnschreiben156 KB
Checkliste_einzureichender_Unterlagen_3725 18 201 0.pdfSonstiges182 KB
Eigenerklärung_3725 18 201 0.pdfFormular3 MB
Erklärung Bietergemeinschaft_3725 18 201 0.pdfFormular1,7 MB
FuE_Vertragsbedingungen_3725 18 201 0.pdfVertragsbedingungen208 KB
Kalkulation Preisblatt_3725 18 201 0.xlsxSonstiges22 KB
Leistungsbeschreibung_3725 18 201 0.pdfLVLeistungsverzeichnis242 KB
Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer_3725 18 201 0.pdfFormular1,5 MB
_Hinweise von der e-Vergabe.txtSonstiges1 KB

Änderungen und Bieterfragen

3 Einträge
  1. 11.09.2026BekanntmachungBekanntmachung cf6b8e61-295d-44cf-aa60-2b4b9ef4bf76
  2. 24.08.2026BekanntmachungBekanntmachung cf6b8e61-295d-44cf-aa60-2b4b9ef4bf76
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    28.05.2026noch 30 Monate31.03.2029
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    251 Tsd. €
    08.12.2025noch 39 Monate31.12.2029
    Neuausschreibung erwartet ca. Q3 2029 · Ende vsl., aus dem geplanten Zeitraum abgeleitet
  • Rahmenvertrag für Rohrleitungsbau, Montage-, Demontage- und Schweißarbeiten an KühlsystemenLauer Industrieservice GmbHFAIR - Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbHDarmstadt, Deutschland
    2 Mio. €
    07.09.2026noch 48 Monate07.09.2030
    Neuausschreibung erwartet ca. Q1 2030 · Ende vsl., aus dem geplanten Zeitraum abgeleitet

Umweltbundesamt

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Ø Auftragswertgeschätzt, laut Bekanntmachung
VergebenVerfahren mit Zuschlag
RahmenverträgeAnteil an Verfahren
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Bisherige Auftragnehmer

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Laufende Rahmenverträge

nach voraussichtlichem Vertragsende

Keine laufenden Rahmenverträge dieses Auftraggebers bekannt.

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