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Anhang D „Fachliche Erhebungsbedarfe und Leitfragen“
Die im Folgenden dargestellten Erhebungsbedarfe sind zu berücksichtigen. Die Leitfragen zur Zielerreichungskontrolle, Wirkungs- und Wirtschaftlichkeitskontrolle dienen als inhaltliche Orientierung und sind zu beachten und ggf. miteinzubeziehen. Der Auftragnehmer hat die relevanten Fragestellungen für die Evaluation der Richtlinie für Zuwendungen zu einem klimaangepassten Waldmanagement vom 28. Oktober 2022 (im Folgenden: Förderrichtlinie) vorzuschlagen und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Fachliche Erhebungsbedarfe bei den Zuwendungsempfängern
- Ausgangslage Betriebe (Größe, Baumartenverteilung, Struktur, Kalamitäts-betroffenheit, durchschnittliche verkaufte Holzmenge pro Jahr vor und während des Zuwendungszeitraums
- Allgemeine Einschätzung zur Förderrichtlinie: Gründe für die Inanspruchnahme, Einschätzungen zur Wirkung des Programms (Klimaschutz-/Biodiversitätsleistungen), Auswirkungen auf den konkreten Betrieb (Veränderungen)
- Verwendung von Informationsquellen zu Förderrichtlinie (Glossar, FAQs FNR, PEFC, FSC, Landesforsten) sowie Bedarf an Quantität, Qualität der Informationen; Ansprechpartner für Rückfragen und Austausch
- Umsetzung der Förderkriterien: Planung der Waldbewirtschaftung, Änderung der Waldbewirtschaftung, konkrete Ergebnisse in der Fläche durch Umsetzung der Förderrichtlinie (gilt für alle 12 Kriterien gemäß Anhang C)
- Bewertung der Förderkriterien: positive Effekte/Herausforderungen (gilt für alle 12 Kriterien gemäß Anhang C)
- Wirtschaftliche Bewertung von allen 12 Förderkriterien (zusätzliche Kosten/ entgangene Erlöse) im Verhältnis zur Höhe der Zuwendung
- Kriterien (möglichst konkrete Daten/Fakten zur Umsetzung; Frage nach konkreten Maßnahmen zur Umsetzung jeden Kriteriums) a. Kriterium 1, 2, 3, 5 Verjüngungskriterien: Baumartenwechsel, Baumartendiversität, Durchmischung der Waldbestände, Struktur der Waldbestände, Nutzen von Naturverjüngung, Vorausverjüngung Flächen (ha/% der Betriebsfläche); Veränderung der Jagd (i. V. m. PEFC Standard 4.11) b. Kriterium 4 Sukzession: Flächen (ha/% der Betriebsfläche) c. Kriterium 6 Kahlschläge: Umgang mit Kalamitäten und Belassen von Derbholz; Umgang mit Bewirtschaftung von Lichtbaumarten d. Kriterium 7 Erhöhung Totholzanteil: Quantität, Qualität e. Kriterium 8: Anzahl geschützter Habitatbäume sowie Herangehensweise bei Qualität und Verteilung der Habitatbäume f. Kriterium 9 Rückegassenabstände: Neuanlage von Rückegassen (wie viele Bestände, ha/% der Betriebsfläche), gewählte Rückegassenabstände; Umstellung der Ernte-/ Durchforstungsverfahren g. Kriterium 10: Bedarf Pflanzenschutzmittel (Ausnahmetatbestände); Einsatz von Kalkung
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h. Kriterium 11 Wasserrückhaltemaßnahmen: Umsetzung und Benennung konkreter Maßnahmen sowie Anzahl der Maßnahmen, (wie viele pro 100 ha bzw. Einschätzung auf wie viele ha wirken sich die Maßnahmen aus?) i. Kriterium 12: Natürliche Waldentwicklung (NWE), Anzahl NWE-Flächen (Quantität, Qualität der Fläche/des Bestandes, Flächenverteilung; Herausforderungen bei der Ausweisung)
Zielerreichungskontrolle 8. Wurden die Förderziele umgesetzt und erreicht? 9. Sind die Ziele vollständig erreicht bzw. zu welchem Grad wurden die Ziele erreicht? 10. Gibt es Zielabweichungen oder neue Ziele? 11. Können/müssen bestimmte Ziele angepasst werden (begleitende Erfolgskontrolle)? 12. Wurden die Ziele aufgrund der 11 bzw. 12 Kriterien erreicht und welchen Einfluss haben die 11 bzw. 12 Kriterien? 13. Wurden die Maßnahmen der Waldbewirtschaftung angepasst/verändert? 14. Wurde die Zielgruppe (private und kommunale Waldeigentümer bzw. - bewirtschafter) erreicht und gibt es die notwendige Wirkung in die Fläche? 15. Ist das Kontrollsystem (durch die Zertifizierungsorganisationen) geeignet, um die Einhaltung von Förderrichtlinie zu überprüfen? 16. Welche Faktoren sind für einen erfolgreichen Verlauf von Bedeutung, welche Faktoren waren für einen nicht erfolgreichen Verlauf relevant? 17. Erfolgte auf Ebene der Förderrichtlinie sowie der Projekte ein wirtschaftlicher Mitteleinsatz? Stehen die Erfolge in einem angemessenen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln?
Wirkungskontrolle 18. Welche Wirkungen erzielt die Maßnahme hinsichtlich der maßnahmenspezifischen Outcome-/Impact-Ziele sowie der Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz -Ziele (THG-Minderung, Schutz der Biodiversität, Resilienzsteigerung und weiteren Synergien)? 19. Welche Wirkungen werden voraussichtlich erreicht? Wie ist der Beitrag der Maßnahme zu bewerten? 20. Ist die Kausalkette zwischen Maßnahme und Wirkung schlüssig? 21. Inwieweit ist die Maßnahme relevant für die Zielgruppe(n)? 22. Insbesondere Überprüfung, ob beim Zuwendungsempfänger ein Bewusstsein für ein klimaangepasstes Waldmanagement vorliegt. 23. Hat sich bei den Zuwendungsempfängern ein Bewusstsein für ein klimaangepasstes Waldmanagement entwickelt und gibt es Verhaltensänderungen (Anreizeffekt)? 24. Gab es eine konkrete Verhaltens- bzw. Bewirtschaftungsänderung bei den Zuwendungsempfänger aufgrund der Teilnahme an der Förderrichtlinie (als Beleg, dass kein Mitnahmeeffekt maßgeblich war)? 25. Wurden die Planungen der Waldbewirtschaftung angepasst/verändert? 26. Welche Gründe erklären die Güte der Umsetzung und der Wirkungen (z. B. mit Blick auf Wissen, finanzielle Ressourcen, Vernetzung/lokale Verankerung der beteiligten Akteure, Art und Umfang der begleitenden Aktivitäten)?
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- Welche externen Faktoren hindern oder fördern die Maßnahmenumsetzung und Zielerreichung (z. B. mit Blick auf Bekanntheit und Bewusstsein bei den potenziellen Zuwendungsempfängern, Flächenkonkurrenz, rechtliche Auflagen)?
- Welche nicht intendierten Wirkungen entstehen durch die Umsetzung der Maßnahmen?
Wirtschaftlichkeitskontrolle 29. Wurden die zur Verfügung stehenden Ressourcen (finanziell, personell, materiell) effizient eingesetzt um die Förderprogrammziele zu erreichen? 30. Stehen die erzielten Ergebnisse und Wirkungen in einem angemessenen Verhältnis zu den dafür aufgebrachten Ressourcen? 31. Hätten Handlungsalternativen günstiger zum Ziel bzw. zur Wirkung geführt? 32. Was hat zu einer eingeschränkten Wirtschaftlichkeit geführt?