Vergabeunterlagen
für das Vergabeverfahren
„Sicherungsdienstleistungen im Maßregelvollzug - Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll“
Unterlage „Vordruck_Reaktionszeiten und Reaktionskonzept“
Anforderungen und Bewertung:
Mindestanforderung
Die verbindliche maximale Reaktionszeit beträgt vier Stunden.
Die Mindestanforderung gilt für alle nachfolgend beschriebenen Situationen. Eine angebotene Reaktionszeit von mehr als vier Stunden, eine unverbindliche Zeitangabe oder das Fehlen einer Zeitangabe erfüllt die Mindestanforderung nicht und führt zum Ausschluss des Angebots.
Definition der Reaktionszeit
Reaktionszeit ist der Zeitraum zwischen dem nachweisbaren Eingang einer Anforderung bei der vom Auftragnehmer benannten, ständig erreichbaren Meldestelle und dem Zeitpunkt, zu dem die angeforderte, vollständig einsatzbereite und vertragsgemäß qualifizierte Person am Einsatzort zur Verfügung steht.
Sofern der Bieter unterschiedliche Reaktionszeiten nach Tageszeit, Wochentag oder Feiertag anbietet, ist für die Wertung die längste angebotene Reaktionszeit maßgeblich.
Der Bieter hat für folgende Situationen jeweils eine verbindliche maximale Reaktionszeit in Minuten anzugeben:
- Sonderbewachung: kurzfristiger, besonderer Bedarf an zusätzlichem, vertragsgemäß qualifiziertem Bewachungspersonal insbesondere für sicherheitsrelevante Transporte und Vorführdienste (vgl. auch Ziff. 1 der Leistungsbeschreibung)
- Zusatzpersonal: kurzfristiger besonderer Bedarf an zusätzlichem, vertragsgemäß qualifiziertem Bewachungspersonal über die reguläre Besetzung hinaus (vgl. auch Ziff. 1 der Leistungsbeschreibung)
Bewertung der angebotenen Reaktionszeiten
Die Reaktionszeiten für die benannten Situationen werden gleich gewichtet. Für jede Einsatzsituation werden zwischen 0 und 10 Punkte vergeben.
Eine Reaktionszeit von 240 Minuten erhält 0 Punkte. Um Spekulationen und unrealistischen Angaben zu begegnen, erhält eine Reaktionszeit von 120 Minuten die vollen 10 Punkte. Reaktionszeiten zwischen 120 Minuten und 240 Minuten werden linear interpoliert.
- Bewertung des Reaktionskonzepts
Das Reaktionskonzept wird auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten bewertet:
- 9 bis 10 Punkte: vollständig, konkret, besonders plausibel und belastbar; die zugesagten Reaktionszeiten sind auch bei Ausfällen und parallelen Anforderungen überzeugend abgesichert
- 7 bis 8 Punkte: weitgehend vollständig, konkret und sehr gut umsetzbar; nur geringfügige Schwächen
- 5 bis 6 Punkte: schlüssig und grundsätzlich belastbar; einzelne Aspekte bleiben allgemein oder weisen begrenzte Risiken auf
- 3 bis 4 Punkte: noch nachvollziehbar und grundsätzlich geeignet; mehrere Aspekte bleiben unkonkret oder nur eingeschränkt belastbar
- 1 bis 2 Punkte: erhebliche Lücken, Widersprüche oder Umsetzungsrisiken
- 0 Punkte: kein verwertbares Konzept oder keine nachvollziehbare Absicherung der zugesagten Zeiten
- Gesamtwertung
Innerhalb dieses Zuschlagskriteriums werden gewichtet:
- angebotene Reaktionszeiten: 50 %
- Reaktionskonzept: 50 %
Die so ermittelte Punktzahl wird sodann mit der Gewichtung von 10 % multipliziert und fließt als gewichteter Wert in die Gesamtwertung (Matrix aus Preis und Qualität) ein.
| Angabe der Reaktionszeiten | |
| Reaktionszeit für Sonderbewachung * kurzfristiger, besonderer Bedarf an zusätzlichem, vertragsgemäß qualifiziertem Bewachungspersonal insbesondere für sicherheitsrelevante Transporte und Vorführdienste (vgl. auch Ziff. 1 der Leistungsbeschreibung | |
| Reaktionszeit für Zusatzpersonal * kurzfristiger besonderer Bedarf an zusätzlichem, vertragsgemäß qualifiziertem Bewachungspersonal über die reguläre Besetzung hinaus (vgl. auch Ziff. 1 der Leistungsbeschreibung) |
Angaben zum Reaktionskonzept:
(Das Reaktionskonzept ist im folgenden Eintragungsfeld darzustellen)