06-1_Anlage 1F _ Allgem. Schnittstellenbeschreibung VIS.SAX.pdf

Seminarverwaltungssoftware mit Online-Plattform und Systemservice

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.09.2026, 10:11 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.evergabe.sachsen.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

Technische Schnittstellen zu VIS.SAX

Allgemeine Beschreibung

Allgemeines Gemäß Sächsisches E-Government-Gesetz mit Durchführungsverordnung ist das Verfahren eVA.SAX als eine der vom Freistaat Sachsen zentral bereitgestellten und betriebenen E- Government-Basiskomponenten von den Behörden der Staatsverwaltung verpflichtend zu nutzen. Die zu verwendende Verfahrenssoftware VIS Suite der Herstellerfirma PDV GmbH, Haarbergstraße 73, 99097 Erfurt wird in Sachsen mit einem sachsenspezifischen Addon als VIS.SAX betrieben. VIS.SAX dient sowohl als Ablagesystem für die eAkte als auch für die elektronische Vorgangsbearbeitung, sprich der Umsetzung der Geschäftsprozesse der Verwaltung in durchgehenden elektronischen Workflows und der Dokumentation des Verwaltungshandelns im elektronischen Medium. Die mit dem Verfahren und der Software zusammenhängende Server- Infrastruktur (u.a. Datenbank- und Applikationsserver) und erforderlichen Dienste werden vom Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) in entsprechenden Rechenzentren zentral betrieben. Mit lokaler Client-Installation kommt der sogenannte VIS-SmartClient als Hauptnutzungs- Client in den Nutzerbehörden als Nutzeroberfläche zum Einsatz.

Grundsätzliche Möglichkeiten der technischen Anbindung von VIS.SAX

  1. Anbindung über VAPI Der Hersteller, PDV GmbH in Erfurt bietet die softwarespezifische VAPI-Schnittstelle an. VAPI steht für Verwaltungs Application Programming Interface und stellt eine universelle Verwaltungs- API für die Fernsteuerung von VIS-Funktionalitäten bereit. Es handelt sich dabei um eine freigegebene Schnittstelle zur Automation und Integration. Sie kann verwendet werden, um komplexe Operationen auszuführen oder verwaltungsspezifische Fachapplikationen anzubinden. Das Abstraktionsniveau wird auf die Ebene der Anwendungsschicht gehoben, wo die geltenden VIS- Geschäftsregeln für die Einhaltung der VIS-Geschäftslogik sorgen. Somit wird sichergestellt, dass nur transaktionssichere Operationen ausgeführt werden. In der Anlage 1 wird auf die aktuelle Dokumentation zur VIS-VAPI Konfiguration verwiesen. Diese kann an potenzielle Fachverfahrenshersteller zur Entwicklung einer prozessspezifischen technischen Schnittstelle übermittelt werden.

  2. Anbindung über CMIS Als Alternative steht der offene und herstellerunabhängiger Standard CMIS (Content Management Interoperability Services) zur Verfügung. Dieser kann zur Herstellung einer Verbindung zu Content- und Dokumentenmanagementsystemen durch die Nutzung von Webprotokollen u.a. durch Entwicklung und Integration eines CMIS-Plugins genutzt. Es werden standardisierte Dienste für den Zugriff auf Dokumente im ECM-System und deren Bearbeitung bereitgestellt. Diese Dienste ermöglichen es, Verwaltungstätigkeiten wie das Erstellen, Anzeigen, Aktualisieren, Löschen, Versionieren und die Rechtvergabe von Content jeglicher Art einheitlich über den Standard durchzuführen, ohne direkt mit dem jeweiligen ECM-System arbeiten zu müssen. Da die CMIS- Dienste auf Standards basieren, müssen nicht erst noch projektspezifische bzw. herstellerspezifische Schnittstellen entwickelt werden. Finanzielle Risiken bei der Einführung eines neuen ECM-Systems reduzieren sich und die Verwaltung der Softwaresysteme wird vereinfacht. Standardmäßig werden über CMIS drei Möglichkeiten der Anbindung angeboten: AtomPub- Anbindung, SOAP Webservice-Anbindung, Browser-Anbindung (JSON). In der Anlage 2 wird auf die aktuelle VIS-spezifische Dokumentation zur Konfiguration einer CMIS-Schnittstelle verwiesen. Diese kann an potenzielle Fachverfahrenshersteller zur Entwicklung einer prozessspezifischen technischen Schnittstelle übermittelt werden.

Zur Klärung von prozessspezifischen Detailfragen zur Herstellung technischer Schnittstellen zwischen VIS.SAX und IT-Fachverfahren bzw. Einbindung weiterer vom Freistaat Sachsen zentral bereitgestellter E-Government-Basiskomponenten kann sich an die eVA.SAX- Verfahrensverantwortlichen im LfULG unter VIS.SAX.LFULG@smul.sachsen.de gewandt werden.

Referat 11 – Organisation, Sachgebiet Verwaltungsdigitalisierung Seite 1 / 1, Stand: 03.05.2024

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung