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Seminare und Bildungsformate zur Zusammenarbeit im Wandel

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 11.09.2026, 22:58 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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Stabsstelle Bildung und Leistungsbeschreibung: Wissensmanagement Formen der Zusammenarbeit im im Multiprojekt Wandel rvEvolution

Ausgangssituation

rvEvolution - Das Multiprojekt für die Zukunft der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

Deutschland wird digitaler, die Gesellschaft wird älter, der Arbeitsmarkt wird knapper, die Arbeitswelt flexibler. Wie kann die DRV in dieser Welt sowohl ein guter Arbeitgeber als auch eine kundenorientierte Institution des Sozialstaats bleiben?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde 2020 das Multiprojekt rvEvolution gestartet. Mit dem Projekt wird das Kernsystem der Deutschen Rentenversicherung modernisiert und neu entwickelt, um Effizienz, Qualität und Nutzenden-Zufriedenheit zu erhöhen. Das Projektteam

 konzipiert und implementiert einheitliche, digitale, durchgängige und so weit wie möglich automatisierte Geschäftsprozesse für das Leistungsportfolio der Deutschen Rentenversicherung,

 entwickelt eine leistungsfähige und zukunftsfähige Softwarearchitektur, die mit den Vorgaben der Unternehmensarchitektur der Deutschen Rentenversicherung abgestimmt ist,

 entwickelt Anwendungen und Softwarekomponenten nach dem Stand der Technik und unter Beachtung aller relevanten Anforderungen,

 bindet intensiv und stetig die Fachbereiche und Nutzende ein und

 begleitet aktiv die entstehenden Veränderungen.

Zukunftsbild DRV-IT rvSystem (2030)

Bereits seit dem vergangenen Jahr intensivieren das Multiprojekt rvEvolution (rvSystem:modern) und das DRV-IT Softwarehaus als die „zugehörige Linienorganisation“ (rvSystem:Bestand) ihre Zusammenarbeit unter dem Dach eines Querschnittsbereichs kontinuierlich. Getreu dem Motto „Zusammen.Wachsen.Umsetzen“ haben sich beide Lieferorganisationen zunächst einander angenähert und Brücken gebaut. Nun gilt es, die zwei getrennten Lieferorganisationen zu vereinen. Das Zukunftsbild ist ein integriertes Zusammenarbeitsmodell ohne strukturelle Barrieren und Silos.

Formen der Zusammenarbeit im Wandel – DRV-IT rvSystem

In DRV-IT rvSystem treffen zwei Organisationseinheiten mit sich stark unterscheidenden Arbeitsweisen zusammen und müssen sich „vereinen“. Während die Beschäftigten in rvSystem:Bestand „klassisch“ in hierarchischen Strukturen (Wasserfallmodell) zusammen arbeiten wurde rvSystem :modern von Beginn an agil aufgesetzt. Dort erfolgt die Zusammenarbeit nach den Regeln des Scaled Agile Framework (SAFe).

Eine Umstellung der Zusammenarbeit ist für rvSystem:Bestand nicht verpflichtend vorgesehen. Das (zukünftige) Organisationsmodell in DRV-IT rvSystem folgt jedoch klaren Prinzipien, die für

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alle (also auch rvSystem:Bestand) gelten werden und einzuhalten sind:

 Agilität ist die Grundidee der Zusammenarbeit.  Ein gemeinsamer Arbeits- und Liefertakt ist gesetzt.  Offene Kultur, Wertschätzung und Transparenz prägen die Arbeit.  Selbstorganisation und Lösungsorientierung ist gewollt und wird gesteuert.  Klassische Berichtsstruktur schafft Transparenz.

Produktentwicklerteams in rvSystem:Bestand (beispielhaft) haben somit die Chance, unter Beachtung der oben genannten Prinzipien eigene Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, welche eigene Rahmenbedingungen und Bedürfnisse berücksichtigen.

Formen der Zusammenarbeit im Wandel – DRV allgemein

Ein agiles Mindset, agile Werte und Prinzipien gewinnen in allen Bereichen der DRV zunehmend an Bedeutung – in den Produktionsbereichen als Kerngeschäft der DRV bis in die Führungsebenen. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen sind diese bei den Beschäftigten unterschiedlich stark ausgeprägt und haben mal mehr und mal weniger Einfluss auf deren konkreten Arbeitsalltag.

Mit Qualifizierungsmaßnahmen aus diesem Rahmenvertrag möchten wir Teams, Mitarbeitende und Führungskräfte in die Lage versetzen,

 sich mit den Merkmalen und Unterschieden klassischer und agiler Zusammenarbeit auseinanderzusetzen,  beide Formen der Zusammenarbeit in ihren Chancen und Herausforderungen anzuerkennen und wertzuschätzen,  Chancen für Synergien zu erkennen und dadurch  die Herausforderungen ihres eigenen Arbeitsalltags in einem zunehmend komplexeren Umfeld erfolgreich zu meistern.

A) Leistungsgegenstand Das Leistungspaket umfasst verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen unterschiedlicher Formate zum Themengebiet „Formen der Zusammenarbeit im Wandel“, die wir in der Zusammenarbeit mit Ihnen bedarfsgerecht ausgestalten wollen.

Perspektivisch soll selbstgesteuertes, eigenverantwortliches Lernen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Zielgruppe Teams, Mitarbeitende, (laterale) Führungskräfte der Deutschen Rentenversicherung

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Ziele Die Teilnehmenden können entsprechend der jeweils abgestimmten Qualifizierungsinhalte zum genannten Themengebiet Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse (weiter)entwickeln und in den eigenen Arbeitsalltag übertragen.

Inhalte Als Inhalte kommen beispielhaft in Betracht:

 Grundsätze der Zusammenarbeit in „klassischen“ Strukturen (Wasserfallmodell) – wer? was? wie? warum?

 Grundsätze der Zusammenarbeit in agilen Strukturen – wer? was? wie? warum?

 Führung in „klassischen“ Strukturen (im hierarchischen Kontext)

 Laterale Führung (Führung ohne direkte Weisungsbefugnis)

 Führung in „agilen“ Strukturen

 Agiles Mindset, agile Werte und Prinzipien, agile Arbeitsmethoden – insbesondere im unmittelbaren Transfer in den konkreten Arbeitsalltag

 Rollenvielfalt - Flexibilität ermöglichen und fördern

 Kulturwandel gemeinsam gestalten

 Transformationsbegleitung  Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zur Steigerung von Effizienz und Wirksamkeit

Veranstaltungsformat

Nach Bedarf und Absprache (insbesondere Seminare, Trainings, Workshops, ausnahmsweise Coaching, Beratung)

Veranstaltungsdauer

Nach Bedarf; der zeitliche Umfang pro Veranstaltung wird vorab im Rahmen des jeweiligen Einzelabrufs gemeinsam mit demder Auftragnehmerin abgestimmt.

Veranstaltungen grundsätzlich vom Kurzformat bis maximal 4 Veranstaltungstagen möglich.

In der Regel starten und enden Präsenzveranstaltungen mit halben Tagen, wobei diese dann auch nur halb abgerechnet werden können. Beispiel für die Durchführung einer 2-tägigen Präsenzveranstaltung:

  1. Tag: 14:00 -17:30 Uhr
  2. Tag: 08:30 -16:30 Uhr
  3. Tag: 08:30 -12:30 Uhr

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Veranstaltungstermine und -orte

Konkrete Termine für die gesamte Vertragslaufzeit nach Vereinbarung.

Das Leistungspaket umfasst sowohl Online- als auch Präsenzveranstaltungen. Letztere werden bundesweit durchgeführt.

Anzahl der Teilnehmenden:

Grundsätzlich ist die maximale Teilnehmeranzahl auf 14 Personen je Veranstaltung begrenzt. Im Einzelfall und nach Abstimmung mit dem Auftragnehmer kann diese Vorgabe individuell angepasst werden.

B) Zielbeschreibung exemplarischer Veranstaltungen im Leistungspaket (nur zu Ihrer Information)

Während der Vertragslaufzeit werden sich Inhalte, Schwerpunkte und Themen gemäß den sich wandelnden Erfordernissen verändern. Gemeinsam mit Ihnen wird unsere Angebotspalette bedarfsgerecht ausgestaltet. Die folgenden Bildungsmaßnahmen sind momentan als Teil des Leistungspakets angedacht:

Zusammenarbeit weiterdenken – für ein starkes Kerngeschäft

Ziel ist es, Teams nachhaltig bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei ausdrücklich keine personellen Aspekte. Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sowie dem gezielten Einsatz agiler Methoden, um Effizienz und Wirksamkeit in der täglichen Arbeit nachhaltig zu steigern.

Kurzworkshop, 2 Stunden

Laterale Führung (Linienorganisation)

Die Teilnehmenden kennen die wesentlichen Erfolgsfaktoren lateraler Führung. Sie reflektieren ihr Umfeld sowie die Wirkungsweise ihres eigenen Handelns und erweitern ihre Handlungskompetenz in lateralen Führungssituationen.

Seminar, 2 Tage

Lean Agile Leadership (Projektumfeld)

Die Teilnehmenden erweitern ihre Handlungskompetenz in der lateralen Führung im agilen Umfeld. Sie wissen, wie sie im Wandel Orientierung geben, Kultur gestalten sowie Selbstorganisation und Verantwortungsübernahme fördern können. Sie lernen neue Werkzeuge zur Steigerung von Zufriedenheit und Motivation in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld/Team kennen.

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Seminar, 2 Tage

Konzepterstellung

Zur qualitativen Auswertung übermitteln Sie uns bitten für die nachfolgend beschriebene fiktive Ausgangslage das Feinkonzept. Das Konzept sollte Ihre Vorüberlegungen und Ihr Vorgehen in der Begleitung des Teams erläutern sowie detaillierte Angaben zu Zielen und Inhalten, der methodischen Vorgehensweise und den jeweiligen Zeitansätzen der Teamveranstaltung(en) enthalten, sodass deren Ablauf gut nachvollziehbar ist. Zur Darstellung des Konzeptes nutzen Sie eine möglichst tabellarische Darstellung. Das Konzept soll einen Gesamtumfang von maximal 8 DIN A4-Seiten (Schriftart Arial, Schriftgröße 11, 1,5 Zeilenabstand) nicht überschreiten und muss als gesonderte Anlage als PDF-Datei mit dem Angebot eingereicht werden.

Hinweis: Bei Überschreiten der vorgegebenen Seitenanzahl werden die darüber hinausgehenden Seiten nicht bewertet.

Zielgruppe Team „Baxter“, insgesamt 10 Personen, verantwortet die Entwicklung des Rentenprodukts „Y“ in rvSystem:Bestand

 Herr Maier, IT’ler, langjähriger Teamleiter in diesem Team, hat dadurch auch bedingt fachliche Kenntnisse zum Rentenprodukt „Y“  Herr Schmidt, LeadDeveloper, erfahrener IT’ler, seit Anfang Mai 2026 neu bei der DRV, vorher bei einem großen IT-Dienstleister angestellt  Sechs Softwareentwicklerinnen ohne Fachexpertise; 2 dieser Kolleginnen haben erst im Herbst 2025 die 3-jährige IT-Ausbildung bei der DRV beendet und sind seither in diesem Team im Einsatz  Zwei in der DRV im Rentenrecht ausgebildete Fachexpertinnen mit langjähriger Erfahrung im aktuellen Tätigkeitsfeld, die für die Entwickler*innen die fachlichen Anforderungen formulieren, sie rechtlich in der Phase der Produktentwicklung begleiten und die Prototypen und Produkte testen

Ausgangssituation Das Rentenprodukt „Y“ wird ab dem im November 2026 beginnenden Program Implement (PI) in rvSystem:modern in die dortige Entwicklung einbezogen und zukunftsfähig neu entwickelt. Aufgrund der komplexen Einbindung des Produkts „Y“ in andere rentenrechtliche Produkte wird Team „Baxter“ jedoch noch lange benötigt. Die Gesetzgebung erfordert sogar aktuell die Weiterentwicklung des Produkts „Y“ (alt). Es scheint jedoch absehbar, dass man sich „wegen Fachkräftemangels“ die beiden Fachexpertinnen zumindest teilweise mit dem dann für Produkt „Y“ (neu) entstehenden Projektteam in rvSystem:modern wird teilen müssen.

Herr Maier möchte sein Team optimal auf die anstehende Veränderung vorbereiten. Vermutlich wird man künftig nicht nur personell sondern auch fachlich Schnittstellen mit den Kolleg*innen

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von rvSystem:modern haben. Ihm ist bekannt, dass man dort agil nach SAFe arbeitet, ohne dass er dies verstehen/einordnen kann. Über die gemeinsamen Prinzipien im Zukunftsbild der DRV-IT rvSystem hat er kürzlich einen Vortrag gehört.

Team „Baxter“ steht in diesem Jahr noch ein Zeitkontingent von maximal zwei Innovations-/ Teamtagen zu, welches man bisher nicht in Anspruch genommen hat. Herr Maier weiß, dass zum Themengebiet Agilität und über SAFe in der DRV sowohl Web Based Trainings als auch Seminare angeboten werden. Er bevorzugt jedoch für die Annäherung an das agile Arbeiten und die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen für sein Team die Nutzung der Innovationstage, sodass sich im Team alle gleichermaßen mit dem Thema beschäftigen. Im Hinblick auf das Zukunftsbild erhofft er sich mittels externer Unterstützung Anregungen zur Zusammenarbeit im Team, um den dort genannten Prinzipien gerecht zu werden.

Ziele Die Teilnehmenden kennen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der klassischen und der agilen Zusammenarbeit. Dadurch reflektieren sie nicht nur die eigene Zusammenarbeit sondern sind auch in der Lage, dem künftige Partnerteam von rvSystem:modern auf Augenhöhe zu begegnen, dessen Umfeld und „Sprache“ zu verstehen. Die Teilnehmenden können die Prinzipien im Zukunftsbild DRV-IT rvSystem einordnen. Sie wissen, wo sie als Team diesbezüglich stehen und wie sie sich diesem annähern können.

Veranstaltungszeiten: Ganztags: 08:30 – 16:30 Uhr Halbtags: 14:00 – 17:30 Uhr // 08:30 – 12:30 Uhr

Hinweis: Nach Zuschlagserteilung erfolgt zeitnah ein persönliches Gespräch in Berlin als Grundlage für die Feinkonzeptionen sämtlicher Veranstaltungen.

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