2024-06-28_TAB_KG475 (SG).pdf

Sanitär-, Heizungs- und Kälteanlagen für den Modulbau Digitale Pathologie

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 12.09.2026, 21:35 (Europe/Berlin)

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Technische Anschlussbedingungen KG 475

Doc-IDGT-TD16953Ersetzt DokumentTAB-SG-00001_C
Erstellt am21.06.2024Nächste Revision31.12.2024
Freigabe letzte Vollversion am28.06.2024Version & Freigabestatus2.0 genehmigt
SchutzklasseinternAnhängeAnlage 1-9
Dokumentenerstellung/-überarbeitungDipl. Ing. Jürgen Peters Funktion: Bereichsleitung
Funktionale Prüfung
Formale Prüfung
ProzessverantwortungGrell, Peter Funktion: Leitung GB GT
Betroffene Organisationseinheiten
GB GT
Zweck
Dieses Dokument beschreibt die technischen Anforderungen und Bedingungen für den Anschluss von Anlagen oder Geräten an das Versorgungsnetz des UKA. Die TAB beschreibt bspw. die Art des Anschlusses, die erforderlichen Schutzmaßnahmen, die Qualitätsanforderungen und andere technische Spezifikationen.
Geltungsbereich
Relevant und damit zu lesen ist dieses Dokument für die folgenden Gruppen von Mitarbeitenden: Alle Mitarbeitenden des GB GT-SG, ukafacilities, Fachplaner, Bauleiter, Fremdfirmen

Dieses Dokument ist exklusives geistiges Eigentum der Uniklinik RWTH Aachen. Es ist gemäß der festgelegten Schutzklasse zu behandeln und darf weder ganz noch teilweise ohne schriftliche Einverständniserklärung verändert oder an Dritte weitergegeben werden. Darüber hinaus gilt die vorliegende Vollversion durch den maschinellen Genehmigungsprozess als freigegeben und ist dadurch ohne Unterschrift gültig.

Technische Anschlussbedingungen KG 475
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Inhalt

Inhalt ................................................................................................................................ 2

1 Zweck ........................................................................................................................ 4

2 Geltungsbereich ........................................................................................................ 4

3 Verantwortlichkeiten .................................................................................................. 4

4 Grundlagen ............................................................................................................... 4 4.1 Anwendung ............................................................................................................... 4 4.2 Vorschriften ............................................................................................................... 4 4.3 Systembindung ......................................................................................................... 5 4.4 Erforderliche Qualifikationen für Arbeiten an der Wassernebel-Sprinkleranlage im UKA ........................................................................................................................... 5 4.5 Planung von Wassernebel-Sprinkleranlagen und -installationen .............................. 5 4.6 Errichtung von Wassernebel-Sprinkleranlagen ......................................................... 5 4.7 Betreiben von Wassernebel-Sprinkleranlagen .......................................................... 5 4.8 Eingriff in betriebenen Anlagen ................................................................................. 6 4.9 Anzeige von Arbeiten ................................................................................................ 6 4.10 Arbeits- und Anlagenschutz .................................................................................. 6 4.11 Bohrarbeiten ......................................................................................................... 6 4.12 Druckproben ......................................................................................................... 6 4.13 Entwurfs-/, Ausführungs- und Montageplanung .................................................... 7 4.14 Revisions-, Bestands- und Wartungsanweisungen ............................................... 7 4.15 Dämmung ............................................................................................................. 8 4.16 Arbeitsschutz ........................................................................................................ 8 4.17 Abnahme ............................................................................................................... 8

5 Funktionsbeschreibung ............................................................................................. 9 5.1 Kühlung ..................................................................................................................... 9 5.2 Verdrängung von Sauerstoff (Inertisisierung) ............................................................ 9 5.3 Abschirmung von Hitzestrahlung ............................................................................... 9

6 Grundlegende Systembeschreibung ....................................................................... 10 6.1 Funktionsbeschreibung ........................................................................................... 12 6.2 Risikoeinstufung ...................................................................................................... 13 6.3 Sprinklerkennwerte .................................................................................................. 13 6.4 Rohrnetz .................................................................................................................. 14 6.5 Rohrverbindungen ................................................................................................... 14

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Peters
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6.6 Wasserversorgung .................................................................................................. 14 6.7 Überwachung .......................................................................................................... 14 6.7.1 Schieberüberwachung .................................................................................................................... 14 6.7.2 Blitzleuchte und Hupe ..................................................................................................................... 15

7 Definitionen und Abkürzungen ................................................................................ 16

8 Querverweise .......................................................................................................... 17

9 Anhänge .................................................................................................................. 17 9.1 Anhang 1 Ab- und Zuschaltantrag ........................................................................... 18 9.2 Anhang 2 Gebäudeübersicht UBFT/ PF/ ZBW/ VER............................................... 20 9.3 Anhang 3 Ordnerstruktur Revisionsunterlagen ....................................................... 21 9.4 Anhang 4 Übersicht Ringleitung, Etage -3 .............................................................. 22 9.5 Anhang 5 Wassernebel-Sprinklerzentrale, UBFT Etage -3 am C2 .......................... 23 9.6 Anhang 6 Datenblatt Sprinkler ................................................................................ 24 9.7 Anhang 7 Datenblatt Rohr ....................................................................................... 25 9.8 Anhang 8 Datenblatt Bereichsventil ........................................................................ 26 9.9 Anhang 9 Datenblatt Kugelhahn ............................................................................. 27

10 Dokumentenhistorie ................................................................................................ 28

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1 Zweck

Dieses Dokument beschreibt die technischen Anforderungen und Bedingungen für den Anschluss von Anlagen oder Geräten an das Versorgungsnetz des UKA. Die TAB beschreibt bspw. die Art des Anschlusses, die erforderlichen Schutzmaßnahmen, die Qualitätsanforderungen und andere technische Spezifikationen.

2 Geltungsbereich

Relevant und damit zu lesen ist dieses Dokument für die folgenden Gruppe: Alle Mitarbeitenden des GB GT-SG, ukafacilities, Fachplaner, Bauleiter, Fremdfirmen

3 Verantwortlichkeiten

Spezielle Verantwortlichkeiten für den in diesem Dokument beschriebenen Prozess/Themenbereich sind wie folgt definiert:

Funktion / RolleAktivität
Alle Mitarbeitenden des GB GT-SG, ukafacilities, Fachplaner, Bauleiter, Fremdfirmen

4 Grundlagen

4.1 Anwendung

Die Technischen Anschlussbedingung (TAB) gilt für alle Neu- Um- und Erweiterungsbauten sowie bei den Instandhaltungsarbeiten die direkt oder indirekt mit dem Hauptgebäude (UBFT) der Uniklinik Aachen baulich in Verbindung stehen. Der Systemaufbau für Neubauten ist entsprechend der vorliegenden Beschreibung zum UBFT aufzubauen

4.2 Vorschriften

Neben den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Uniklinikum RWTH Aachen gelten die öffentlich- rechtlichen Vorschriften und Verordnungen, Richtlinien und Vorgaben wie VdS, DIN, VDI, im jeweils neuesten Stand, sowie den allgemein anerkannten Regeln der Technik.

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4.3 Systembindung

An die VdS zugelassenen Zentralkomponenten der Firma Marioff, können nur Sprinklerkomponenten

dieses Herstellers installiert werden. Eine Systemmischung mit Komponenten anderer Hersteller ist gem.

VdS nicht zugelassen.

4.4 Erforderliche Qualifikationen für Arbeiten an der Wassernebel-

Sprinkleranlage im UKA

Grundsätzlich sind Sprinkler-Installationen gemäß VdS 3188 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, errichten und zu betreiben. Die komplexen Anlagenzusammenhänge erfordern daher, dass von allen Beteiligten ein besonderes Maß an Qualifikation um die Betriebsbereitschaft der Wassernebel-Sprinkleranlage zu gewährleisten.

4.5 Planung von Wassernebel-Sprinkleranlagen und -installationen

Die Planung ist von fachkundigen Personen auszuführen. Als fachkundig gilt, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, seiner Kenntnisse und Erfahrungen sowie seiner Kenntnisse der einschlägigen Bestimmungen einschließlich der allgemein anerkannten Regeln der Technik die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann. Es ist vor Beauftragung schriftlich nachzuweisen, dass der beauftragte Planer Anlagenkenntnisse zum System Hi Fog (Marioff) besitzt.

4.6 Errichtung von Wassernebel-Sprinkleranlagen

Mit der Errichtung dürfen, gemäß VdS 3188 nur Firmen beauftragt werden die über eine entsprechende VdS-Zertifizierung verfügen.

4.7 Betreiben von Wassernebel-Sprinkleranlagen

Das Betreiberpersonal muss mit den Aufgaben und Funktionen der Wassernebel-Sprinkleranlage und deren Einzelkomponenten vertraut sein. Mit dem kontinuierlichen Fortschreiten der anerkannten Regeln der Technik ist auch eine ständige Weiterbildung des Personals sicherzustellen. Insbesondere Fachpersonal ist in der Lage, die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen und gegebenenfalls Änderungen im Betrieb oder andere Mängel zu erkennen und deren Auswirkungen abzuschätzen Die nötige Fachkunde wird erworben durch eine einschlägige Berufsausbildung und zeitnahe berufliche Erfahrungen, sowie fortlaufende Weiterbildungen beim VdS. Technische Eingriffe des Betreiberpersonals sind gemäß VdS nur eingeschränkt möglich.

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4.8 Eingriff in betriebenen Anlagen

Arbeiten an in Betrieb befindlichen Anlagen oder Rohrnetzen dürfen nur nach vorheriger Absprache, Genehmigung und Terminierung mit dem Geschäftsbereich Gebäudetechnik, Bereich Sanitär- und Gasversorgung (GB-GT-SG) durchgeführt werden. Die Freigabe für die Arbeiten erfolgt ausschließlich in schriftlicher Form gemäß Anhang 1. Dieser ist mit mindestens zwei Wochen Vorlauf im Bereich GB-GT- SG einzureichen. Nachgeschaltete Versorgungseinrichtungen sind hierbei mit zu bewerten. Absperrmaßnahmen, Außer- und Inbetriebnahmen von Anlagen und Anlagenteilen sowie Rohrnetzen werden ausschließlich durch den Betreiber GB-GT-SG vorgenommen. Die gesperrten Anlagen und Nutzungsbereiche sind durch eine entsprechende Beschilderung örtlich durch die ausführende Firma zu kennzeichnen. Des Weiteren wird auf das Arbeitsschutz-Merkblatt in der Fremdfirmenrichtlinie der Uniklinik RWTH Aachen verwiesen.

4.9 Anzeige von Arbeiten

Jeder Eingriff in die Wassernebel-Sprinkleranlage muss bei der Bauüberwachungsbehörde der Stadt Aachen angezeigt und genehmigt werden. Die Meldung erfolgt ausschließlich über den GB-GT-SG. Hierzu sind entsprechende Kompensationsmaßnahmen vorzusehen. Dieser Prozess benötigt einen entsprechend großen Vorlauf und ist im Bauablauf einzuplanen.

4.10 Arbeits- und Anlagenschutz

Gemäß gültiger Vorschriften ist das Absichern der Arbeitsplätze bzw. der Montageorte gegen elektrische Überspannung unbedingt erforderlich. Beim Trennen bzw. der Demontage von Rohrleitungen, ist der zwingend erforderliche Potentialausgleich nachweislich zu erhalten. Nach Abschluss der Maßnahme ist der endgültige Potentialausgleich wiederherzustellen. Der Potentialausgleich muss "Fest" am Reparatur- bzw. Montageort installiert werden. Der Nachweis über die Durchführung ist schriftlich unaufgefordert zur Abnahme vorzulegen und in die Dokumentation aufzunehmen.

4.11 Bohrarbeiten

Alle Bohrarbeiten sind grundsätzlich im Nassbohrverfahren gemäß dem TRGS BT-30 Verfahren auszuführen.

4.12 Druckproben

Die erforderlichen Druckproben mit dem Prüfmedium Druckluft oder Inertgas sind zeitnah nach Fertigstellung der Installation durchzuführen, entsprechend der erforderlichen Betriebsdrücke der VdS 3188.

Von allen Druckprüfungen sind Protokolle zu erstellen und zu übergeben. Vor der Erstbefüllung mit Trinkwasser ist die Zustimmung des Bereich GB-GT-SG einzuholen. Druckproben sind dem GB-GT-SG frühzeitig anzuzeigen.

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4.13 Entwurfs-/, Ausführungs- und Montageplanung

Vollständig abgeschlossene Leistungsphasen werden dem GB-GT-SG in digitaler Form vorgelegt. Die von dem ausführenden Unternehmen erstellte Montageplanung wird seitens der Fachplanung gemäß VDI 6026 Blatt 1 geprüft und freigegeben. Planers und die freigegebenen Montagepläne des Auftragnehmers gemäß VDI 6026 Blatt 1 vorzulegen. Die Unterlagen bestehen u.a. aus: die betreffenden Grundrisse, Schnitte, Schachtpläne, Detailpläne, Schemata, sowie die zugehörigen Berechnungsunterlagen.

4.14 Revisions-, Bestands- und Wartungsanweisungen

Die Übergabe der Revisionsunterlagen an den Auftraggeber muss spätestens 3 Wochen vor VOB – Abnahme und spätestens 2 Wochen vor Einweisung des GB-GT-SG erfolgen. Eine fehlende Übergabe von Revisionsunterlagen stellt einen wesentlichen Mangel dar und stellt keine Abnahmereife dar. Die Revisions-, Bestands- und Wartungsanweisungen sind zweifach in Papierform (farbig) und einfach auf Datenträger zu übergeben. Die Revisionspläne sind gemäß dem jeweils gültigen Pflichtenheft für das rechnergestützte Erstellen von CAD- Dokumentationen der UNIKLINIK RWTH Aachen zu erstellen und vorzulegen. Als Grundlage zur Erstellung der Revisionsunterlagen sind nur die jeweils aktuellen Bestandspläne der UNIKLINIK RWTH Aachen zulässig. Diese sind vom Auftragnehmer rechtzeitig vor Erstellung der Revisionsunterlagen eigenverantwortlich beim Auftraggeber anzufordern. Alle Pläne sind grundsätzlich, gemäß dem UKA-Pflichtenheft in Nord-Süd-Richtung auszurichten. siehe auch Anhang 2 Die Berechnungsunterlagen sind als Original Berechnungsdatei zu übergeben. Weiterhin sind alle Einbau- Komponenten, Prüfbescheinigungen, Spül- und Druckprüfprotokolle, Fachbauleiterbescheinigungen im pdf-Format auf einem separaten Datenträger zu übergeben. Die Ordnerstruktur ist gemäß beiliegendem Anhang 3 aufzubauen. Die Revisionsunterlagen sind spätestens 6 Wochen vor der förmlichen Schlussabnahme dem Auftraggeber zur Vorprüfung zu übergeben. Hierzu sind die gesamten Revisionsunterlagen entsprechend der Ordnerstruktur und im pdf-Format dem Auftraggeber als Zip-Datei(en) zu übermitteln. Die Revisionspläne sind wie im CAD-Pflichtenheft beschrieben, zur Vorprüfung und Freigabe an die E-Mail: cad@ukaachen.de zu senden. Gleiches gilt für Revisionszeichnungen die Schaltschränke, elektr. Anlagenteile o.ä. betreffen, hier ist das ECS-CAD - Pflichtenheft zu beachten. Die Vorprüfung erfolgt rein digital, hierfür sind keine Ordner mit Papierunterlagen zu erstellen.

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4.15 Dämmung

Gemäß gültigem Brandschutzmerkblatt der Uniklinik Aachen darf nur Material mit der Brandschutzklasse A verwendet werden. Die Dämmschichtdicke beträgt generell 100%.

4.16 Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz ist in allen Bereichen gemäß den gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Bei Arbeiten in Nutzungsbereichen ist ein erhöhtes Maß an Hygiene zu gewährleisten. Bei Arbeiten an sind die technischen Regeln für Gefahrenstoffe TRGS 519/01-2007 zu beachten und gemäß Absatz 15 auszuführen, einschließlich aller erforderlichen Hilfs- und Arbeitsschutzmittel und Arbeitskleidung. Die Entsorgung ist im verpackten Zustand vorzunehmen einschl. der Beschriftung "Asbest-Material" und in separaten Containern mit Entsorgungsnachweis zu entsorgen. Sinngemäß gelten diese Vorgaben auch für alle anderen Schadstoffbelasteten Materialien z.B. KMF-haltige Dämmstoffe, Brandschutzmaterialien in Revisionsklappen, Brandschutzdurchführungen etc. Hier sind die jeweiligen Vorgaben und Vorschriften rechtzeitig und eigenverantwortlich vor Beginn der Arbeiten einzuholen und anzuwenden.

4.17 Abnahme

Vor dem Verschließen von Decken und Wänden müssen alle Leitungen die im Anschluss nicht mehr einsehbar sind, durch die GB-GT-SG in Augenschein werden. Diese Vorabnahme erfolgt vor den Dämmarbeiten, um eine fachtechnisch korrekte Installation nachvollziehen zu können. Vor dem Verschließen der Wände ist eine Fotodokumentation der Installation zu erstellen und den Revisionsunterlagen beizufügen. Nach Fertigstellung der Gesamtleistung und vor der abschließenden VOB-Abnahme erfolgt eine Vorabnahme durch die Projektleitung und dem GB-GT-SG. Die Vorabnahme ist so zu terminieren, dass evtl. vorgefundene Mängel bis zur VOB-Abnahme beseitigt werden könne

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5 Funktionsbeschreibung

Eine Wassernebel-Sprinkleranlage ist eine automatische Feuerlöschanlage, die als Löschmittel

Wassernebel nutzt. Der Betriebsdruck muss dabei größer als 35 bar sein. Die Wassernebel-

Sprinkleranlage löscht und unterdrückt Brände durch die Nutzung von drei physikalischen

Grundmechanismen:

5.1 Kühlung

Die absolut wichtigste Eigenschaft von Wasser als Wirkstoff zur Brandbekämpfung ist seine Kühlfähigkeit.

Wasser kann bei der Verdampfung über 2 MJ/kg Energie absorbieren.

5.2 Verdrängung von Sauerstoff (Inertisisierung)

Die schlagartige Verdampfung inertisiert lokal die Atmosphäre. Bei der Verdampfung dehnt sich das

Wasser auf etwa das 1700-fach des ursprünglichen Volumens aus.

5.3 Abschirmung von Hitzestrahlung

Der dritte Grundmechanismus der Brandbekämpfung stützt sich auf die große Dichte kleinster Tropfen,

welche die Hitzestrahlung absorbieren.

Das eingesetzte Löschmedium „Hochdruck-Wassernebel“ ist absolut ungefährlich für Personen,

umweltfreundlich und hat aufgrund seiner enormen großen Reaktionsoberflächen eine hervorragende

Löscheigenschaft. Der Wassernebel verteilt sich gleichmäßig, nahezu

3-dimensional.

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6 Grundlegende Systembeschreibung

Die Wassernebel-Sprinkleranlage dient zum flächendeckenden Schutz des Hauptgebäudes der Uniklinik

RWTH Aachen (weiter als UBFT bezeichnet). Ausgenommen hiervon sind die Treppenhäuser, die

Aufzugsschächte, sowie alle Versorgungsschächte.

Die Auslegung der Anlage erfolgt gemäß Brandschutzkonzept und VdS 3188 nach Brandgefahrenklasse

in OH1 für Krankenhäuser. Die Hydraulik des Rohrleitungssystems ist nach OH2 ausgelegt. Die

Auslösetemperatur an den Wassernebel-Sprinkler beträgt 57 °C. Die derzeitige Anlage ist auf eine

Betriebszeit von 40 Minuten ausgelegt.

Generell basiert die Auslegung der Wassernebel-Sprinkleranlage nach den VdS-Richtlinien für

Wassernebel-Sprinkleranlagen, VdS 3188: 2015-05. Planungen sind in der jeweils gültigen Fassung

auszuführen.

Alle eingesetzten Bauteile sind VdS zugelassene Anlagen- und Bauteile. Bei den Zentralkomponenten

(Hochdruckpumpeinheit, Druckhaltepumpe usw.) handelt es sich um Anlagenteile des Herstellers Marioff.

Die provisorische Sprinklerzentrale inkl. aller Hauptkomponenten befindet sich im UBFT (100.00) auf der

Etage -3 am Treppenkern C2, siehe Anhang 5. Im Endausbau soll die Wassernebel-Sprinklerzentrale

(240.04), mit Fertigstellung der Baumaßnahme Operative-Intensiv-Pflege, kurz OIP, zwischen der jetzigen

Sprinklerzentrale und der OIP gebaut und in Betrieb genommen werden. Auch das Gebäude ZOP (115.00)

soll aus dieser neuen Zentrale versorgt werden. Nach Fertigstellung des Endausbaus bleibt die jetzige

provisorische Zentrale erhalten, da diese Aufrgund der in der VdS-Richtlinie definierten maximalen

Quadratmeterzahl die Zentralen versorgen dürfen noch benötigt wird.

Die Räumlichkeiten sind in F90 Qualität ausgeführt und durch Wassernebel-Sprinklerdüsen geschützt. Die

elektrische Stromversorgung der Anlage ist über eine E90 Kabelzuleitung gewährleistet.

Das gesamte zentrale Rohrleitungsnetz besteht aus einer „Ringleitung“ in der Etage -3, sowie jeweils zwei

Steigestränge in 12 Schächten.

Die Ringleitung verläuft parallel mit der Kernzone B auf der Südseite und der Kernzone C auf der Nordseite,

unterhalb der Decke der Etage -3.

An jedem Treppenkern B1 bis B6 und C1 bis C6 ist eine Stranganbindung, in doppelter Ausführung, zur

Versorgung der darüber liegenden Schutzbereiche vorgerichtet.

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Die Hochdruckpumpeneinheit besteht aus zwei einzelnen, mit einander verbundenen Pumpeneinheiten.

Die gesamt Einheit besteht aus 6 Motoren mit einer Nennleistung von 162 kW, einer max. Fördermenge

von 585 l/min und einem max. Förderdruck von 140 bar.

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Die Ringleitung in der Etage -3, siehe Anhang 4, ist in einem nichtgeschützten Bereich verlegt und als

Kompensation mit einer Brandschutzbekleidung in R90 ausgestattet. Die Steigleitungen in den Schächten

sind ebenfalls mit einer R90 Brandschutzbekleidung ausgestattet.

Die Anlagenkonzeption sieht eine flächendeckende Wassernebelsprinkleranlage bis zur Etage 9 (max. 45m

Förderhöhe) vor. Sofern abweichende Erfordernisse bestehen, muss dies in einem entsprechenden

Brandschutzkonzept beschrieben werden und ist mit dem Anlagenerrichter, dem VdS und dem GB-GT-SG

abzustimmen.

6.1 Funktionsbeschreibung

In Betriebsbereitschaft steht das Rohrnetz bis zu den Sprinklerdüsen (Nasssystem) unter einem Vordruck

von 25 bar. Eine Druckhaltepumpe gleicht geringe Druckschwankungen aus.

Kommt es im Schutzbereich zu einem Temperaturanstieg größer 57 °C, öffnet das Glasfaß am

Wassernebel-Sprinkler und gibt Wasser in Form von Nebel frei. Im Rohrnetz fällt der Ruhedruck von 25

bar ab.

Dieser Druckabfall kann durch die Druckhaltepumpe nicht mehr kompensiert werden, so dass die

Hochdruckpumpeneinheit bei einem Druckabfall im Rohrnetz zwischen 19 - 17 bar automatisch gestartet

wird.

Jedem Schutzbereich (Brandabschnitt) ist mindestens ein Bereichsventil, Anhang 8, zugeordnet. Vor und

nach jedem Bereichsventil ist ein Kugelhahn, Anhang 9, zu Wartungszwecken angeordnet. Für

Zwischenböden und –decken ist jeweils ein eigenes Bereichsventil vorgesehen, gem. aktuellem

Brandschutz-Merkblatt der Uniklinik RWTH Aachen des Brandschutzbeauftragen der Uniklinik.

Das Bereichsventi ist permanent geöffnet und spricht auf Druckabfall bzw. Drucksteigerung an. Dies wird

jedoch lediglich als Meldung weitergeleitet, damit zu erkennen ist, wo welcher Löschbereich ausgelöst hat.

Der Druckschalter leitet diese Meldung an die Brandmeldezentrale und Feuerwehr weiter. Die Feuerwehr

erhält eine entsprechende Information wie z.B. „Bereichsventil XY, Brandbereich 325, Etage 5 –

Nutzgeschoss“.

Um die Bereichsventile gemäß VdS-Richtlinie regelmäßig auf Funktion testen zu können, ist es erforderlich neben der Steigleitung eine Leckwasserleitung zu installieren, um das anfallende Wasser dort gezielt ableiten zu können.

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Technisch gesehen hat jeder Wassernebel-Sprinkler im Nasssystem eine direkte Verbindung über den

Wasserdruck zur Hochdruckpumpeinheit. Dies bedeutet, dass die Druckhaltepumpe so ausgelegt ist, dass

diese die Flussmenge des kleinsten Sprinklers im System nicht durch die Druckhaltepumpe ausgeglichen

werden kann und demzufolge zur Auslösung der Hochdruckpumpeinheit führt.

Sobald die Hochdruckpumpeneinheit startet, wird Wasser mit einem Druck von bis zu 140 bar in das

Rohrnetz gedrückt und über die Wassernebel-Sprinkler im Schutzbereich aerosolartig vernebelt.

Sollte der Löschvorgang unterbrochen werden müssen, oder der Löschvorgang beendet sein, erfolgt dies

von der der Feuerwehr an den Bereichsventile, welche sich in den jeweiligen Steigschacht befinden. Die

Hochdruckpumpenheit wird ausschl. durch den Bereich GB-GT-SG außer Betreib genommen. Die erneute

Inbetriebnahme der Anlage wird dann durch den Kundendienst des Herstellers erfolgen.

6.2 Risikoeinstufung

SchutzbereichRisiko
Hydraulik des RohrleitungssystemOH2
Nutzbereiche gem. BrandschutzkonzeptOH1

6.3 Sprinklerkennwerte

Mindestdruck an der Düse: 70 bar

Wasserrate pro Sprinkler: 36,7 l/min

Max. Sprinklerabstand: 5,00 m (bis zu… in Abhängigkeit der Raumhöhe)

Max. Schutzfläche: 25 m² (bis zu … in Abhängigkeit der Raumhöhe)

Diese Werte ergeben sich aus dem Errichterhandbuch der Fa. Marioff.

Die Düse ist mit einem Filter 300 µm versehen und vom VdS zugelassen, Anhang 6

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6.4 Rohrnetz

Das Rohrnetz besteht aus Edelstahlrohr 1.4404 nach DIN 17457 (geschweißte kreisförmige Rohre aus

austenitischen nichtrostenden Stählen für besondere Anforderungen), in geschweißter Ausführung,

Anhang 7

6.5 Rohrverbindungen

Die Rohrverbindungen sind mit Schneidringverschraubungen ausgeführt. Hier handelt es sich um den Typ

„Ermeto“ – schwere Ausführung. Die Überwurfmuttern sind ebenfalls aus Edelstahl oder aus legierten

Stählen die gemeinsam mit Edelstahl verwendet werden können.

Ab der Rohrdimension AD 60,3 mm sind die Rohrverbindungen mit Bördelflanschverbindungen versehen.

6.6 Wasserversorgung

Die Wasserversorgung besteht aus 6 Vorratsbehältern mit jeweils 4.000 Liter Inhalt, inkl. automatischer

Nachspeisevorrichtung (200 l/min) zur Nachfüllung der Vorratsbehälter. Die automatische

Nachspeisevorrichtung ist an das Trinkwassernetz angeschlossen und über einen Systemtrenner

abgesichert.

6.7 Überwachung

6.7.1 Schieberüberwachung

Um alle Absperrarmaturen vor unbefugter Bedienung zu sichern, sind grundsätzlich alle eingebauten

Absperrarmaturen überwacht. Zusätzlich ist Aufgrund der Netzgröße eine Sicherung mittels Schloss und

Riemen vom VdS gefordert

Jeder Absperrkugelhahn ist mit einem entsprechenden Kontaktschalter ausgestattet, welcher bei

Bedienung eine Sammelstörmeldung generiert. Die Schieberüberwachungszentrale ist in Etage -2, Gang

C, Raum 05 verortet.

Die Meldung wird zur Sprinklerzentrale gesendet und ist dort an der dortigen

Schieberüberwachungszentrale im Klartext abzulesen. Jede Störmeldung kann hier abgelesen werden, so

dass jeder betroffene Kugelhahn exakt zu lokalisieren ist.

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Parallel läuft eine Sammelstörmeldung bei der hausinterne ZLT-Leitwarte auf, die den Fachbereich über

die Störung informiert.

Die Bereichsventile für die zu schützenden Brandabschnitte im UBFT-Gebäude sind und werden auf den jeweiligen Etagen innerhalb der Steigeschächte verortet.

6.7.2 Blitzleuchte und Hupe

Je Bereichsventil ist eine Blitzleuchte zur optischen Anzeige vorzusehen. Die Blitzleuchte wird im Schacht am entsprechenden Bereichsventil platziert und dient bei Auslösung zur optischen Anzeige. Auf der Etage-3 wird zusätzlich am Schieberkreuz der jeweiligen Steigleitung eine optisch und akustische Alarmierung vorgesehen. Die Ansteuerung erfolgt über einen zweiten Alarmdruckschalter des entsprechenden Bereichsventils. Gem. VdS 3188 müssen im Abstand von nicht mehr als 7 Tagen die Alarmierungseinrichtungen (Bereichsventile) durch den Betreiber geprüft werden. Da im UBFT Gebäude je Brandabschnitt (max. ca. 800m²) jeweils ein eigenes Bereichsventil zum Einsatz kommt, werden die maximal zulässigen Abschnittsgrößen für ein Bereichsventil (5.000m²) deutlich unterschritten.

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7 Definitionen und Abkürzungen

AbkürzungErläuterung
Gebäudebezeichnung
UKAUniversitätsklinikum Aachen AöR, Liegenschaft
UBFTGebäudeteil: Untersuchung, Behandlung, Forschung und
PFPflegebereich
VERVersorgungsgebäude
ZBWZwischenbauwerk
MTIMedizintheoretische Institute I u. II
OPOperationsabteilung
NSPNeustrukturierung Pflegebereich
Gebäudespezifisch UBFT
A1-A6Treppenkern, siehe Systemzeichnung, (siehe Anhang 1)
B1-B6wie vor,
C1-C6wie vor,
D1-D6wie vor,
Kernzonesiehe Systemzeichnung
Feldzonesiehe Systemzeichnung
EbeneEtagenbezeichnung aus der Bauzeit
EtageEtagenbezeichnung
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AbkürzungErläuterung
I-GeschossInstallationsgeschoss
Gewerke-spezifisch
GB-GT-SGGeschäftsbereich Gebäudetechnik, Bereich Sanitär- und Gasversorgung
TABTechnische Anschlussbedingung

8 Querverweise

9 Anhänge

Die folgenden Formulare, Anträge und Protokolle sind beispielhaft dargestellt und müssen bei Bedarf, jeweils in der neusten Ausführung, vom Auftraggeber angefordert werden

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9.1 Anhang 1 Ab- und Zuschaltantrag

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9.2 Anhang 2 Gebäudeübersicht UBFT/ PF/ ZBW/ VER

So wie in früheren Beschreibungen wird auch die Bezeichnung Kernzone 1,2,3,4 und Feldzone 1,2,3, beibehalten. Achsenangaben erfolgen in Nord-Süd-Richtung mit dem Buchstaben „N“, in Ost-West- Richtung mit „O“. Das Achsenraster ist 1,2m in den Feldzonen. Alle Pläne sind grundsätzlich einzunorden. Das Raster in den Kernzonen beträgt 1,80m x1,20m.

Quelle: *Weber, Brand & Partner Architekten-Ingenieure Aachen

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9.3 Anhang 3 Ordnerstruktur Revisionsunterlagen

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9.4 Anhang 4 Übersicht Ringleitung, Etage -3

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9.5 Anhang 5 Wassernebel-Sprinklerzentrale, UBFT Etage -3 am C2

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9.6 Anhang 6 Datenblatt Sprinkler

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9.7 Anhang 7 Datenblatt Rohr

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9.8 Anhang 8 Datenblatt Bereichsventil

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9.9 Anhang 9 Datenblatt Kugelhahn

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10 Dokumentenhistorie

VersionVeränderungenGenehmigungs- datumDokumenten-
erstellung/-
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2.0Anpassung Formatierung Anpassung Doc-ID21.06.2024Evertz
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