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Restauratorische Sicherungs- und Begleitmaßnahmen am Westflügel von Schloss Friedenstein

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 09:08 (Europe/Berlin)

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Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten 07.09.2026 Seite 1 von 33

Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis

VE12.1 Restauratorische Begleitung

Bauvorhaben

Gotha, Schloss Friedenstein

Konservierung/Restaurierung Schlossplatz 1

99867 Gotha

Auftraggeber

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Schloss Heidecksburg, Schlossbezirk 1

z. H. Frau Voigt

07407 Rudolstadt

Bieter ............................................................................................................ Unterschrift, Datum

............................................................................................................ Name (Firmenstempel), Adresse, Telefon

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Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026 VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 2 von 33

Inhaltsverzeichnis

LV VE12.1 Restauratorische Begleitung 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt) 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ALLGEMEINE UND TECHNISCHE VORBEMERKUNGEN 11 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ANLAGEN 13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 01 Titel Baustelleneinrichtung 14 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 02 Titel Putz- und Stucksicherung 16 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen 21 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 04 Titel Demontage und Umlagerung Leuchter (Nachunternehmerleistung) 26 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 05 Titel Dokumentation Leistungen aus Titel 2 und 3 28 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 06 Titel Restauratorische Baubegleitung 30 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... Zusammenfassung der Gliederungspunkte (Letzte Seite: 33) 33 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

  1. Allgemein / Besonderheiten des Objektes Schloss Friedenstein mitsamt seinen baulichen Anlagen und Freiflächen mit Parkanlage und Kleinarchitekturen steht unter Denkmalschutz. Alle Arbeiten sind mit größter Sorgfalt, Vorsicht und größtmöglicher Schonung der Originalsubstanz durchzuführen. Beschädigungen derselben sind auszuschließen. Alle Arbeiten sind so auszuführen, dass keine unnötigen Erschütterungen in das Bauwerk eingetragen werden. Die bestehende Substanz ist unaufgefordert vor Beschädigungen zu schützen. Zur Bearbeitung vorgesehene Verfahren und Technologien sind unter der Prämisse maximaler Erhaltung der vorhandenen Substanz zu wählen.

In den kommenden Jahren soll die Grundinstandsetzung des Westflügels erfolgen. Aufgrund starker Schäden am Tragwerk müssen für die nachfolgenden Ertüchtigungen vorbereitende Maßnahmen erfolgen. Das vorliegende Inhaltsverzeichnis beinhaltet Leistungen zur Putz- und Stucksicherung sowie die Konservierung, Demontage und Einlagerung von Ausstattungselementen (Leuchter und Spiegel mit vergoldeten Rahmungen). Weiterhin sind konservatorische/restauratorische Leistungen zur Begleitung des Baubetriebs im Westflügel Bestandteil der Ausführung. Die Baubegleitung dient zum Schutz der historischen Substanz während tragwerkstechnischer Untersuchungen und Baumaßnahmen.

  1. Objektbesichtigung vor Angebotsabgabe Dem Bieter steht die Möglichkeit zur Besichtigung des Objektes frei. Forderungen des Bieters, die sich aus der Unterlassung dieser Empfehlung ergeben, werden ausgeschlossen.

Ansprechpartner für örtliche Begehungen/Besichtigungen: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten; Bauverwaltung Sabine Jeschke Tel.: 03621 / 5129335 M.: 0162 / 4470846 Jeschke-s@thueringerschloesser.de

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten; Schlossverwaltung Sandra Seeber Tel.: 03621 / 5129334 M.: 0176/22233371 Schlossverwaltung@schlossfriedenstein.de

  1. Qualifikation, Haftung, Denkmalschutzrechtliche Belange Da es die besondere Eigenart der Baumaßnahme erfordert, kommen im Sinne des § 14 ThDSchG (2) für die Ausführung nur denkmalfachlich geeignete Firmen und Personen in Betracht, die sich für die Ausführung der Maßnahmen nachweislich qualifiziert haben und Erfahrungen im Bereich Restaurierung von Putz/Stuck/Raumausstattung im Denkmalbestand haben.

Der Nachweis für die erforderlichen Berufserfahrungen erfolgt über das beiliegende Formblatt mit Benennung von Referenzobjekten.

Der Bieter versichert: · nur qualifiziertes Personal einzusetzen · Kenntnis über die speziellen Vorschriften und ggf. einschlägigen

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

DIN-Normen und EN-Normen zu besitzen · über ausreichende Erfahrung, insbesondere mit der Sicherung von Putz und Stuck, zu verfügen Der Leiter der Baustelle darf während der gesamten Ausführungszeit nicht gewechselt werden. Er sollte möglichst täglich an den Arbeiten vor Ort beteiligt sein, ebenso bei Baustellenterminen mit der Bauleitung. Der verantwortliche Baustellenleiter muss außerordentliche Qualifikationen und Erfahrung in seinem Gewerk vorweisen.

  1. Preise Sämtliche Preise sind Nettopreise in Euro. Die Mehrwertsteuer wird gesondert aufgeführt. Die angebotenen Einheitspreise verstehen sich inklusive aller notwendigen Leistungen und Nebenleistungen (Lohnstundensätze, Materialpreise, Beschaffungs-, Anlieferungs-, Herstellungs- und Maschinenkosten, Schutt beseitigen, einschl. Aufladen, Abtransport und Deponiegebühren), sofern in den Positionen nicht anders beschrieben ist. Der Bieter bestätigt, dass die aufgeführten Einheitspreise vollständig sind, d. h. die Lohnstundensätze unter Beachtung der preislichen Vorschriften der üblichen Berechnungsmerkmale ermittelt wurden, Materialpreise und Beschaffungskosten enthalten sind und Maschinenkosten in Anlehnung an die gültige Baugeräteliste (BGL) erfolgten. Der Auftragnehmer übernimmt die Verpflichtung der Vollständigkeit der angebotenen Leistungen. Leistungen und Nebenleistungen, die sich zwangsläufig ergeben, sind im LV berücksichtigt. Nebenleistungen sind vom Bieter auch dann einzukalkulieren, wenn sie im LV nicht ausdrücklich erwähnt werden. Die zum Nachweis ausgeschriebenen Arbeitsstunden sind als Höchstsatz zu verstehen und werden nur nach vorheriger Freigabe durch die Bauherrin freigegeben. Mehraufwendungen und Massenüberschreitungen sind im Voraus schriftlich zu begründen und der Bauleitung zu übergeben. Erst nach Prüfung, Zustimmung und Beauftragung durch den AG bzw. die Bauleitung des AG dürfen die Arbeiten ggf. weitergeführt werden.

  2. Baustellentagebuch, Unterlagen Der Auftragnehmer muss ein Baustellentagebuch führen, aus dem der Personal-, Geräte- und Materialeinsatz sowie lückenlos der Stand und Fortschritt der Arbeiten mit allen bemerkenswerten, den Bau betreffenden Ereignissen (Bauabläufen) hervorgeht, ebenso Arbeits- und Witterungsbedingungen. Es muss auf Verlangen jederzeit (mindestens jedoch zu den Bauberatungen) vorgelegt werden können. Das Bautagebuch ist nach Abschluss der Maßnahme dem Auftraggeber zu übergeben. Die Aufwendungen zur Führung des Baustellentagebuches sind in die Einheitspreise des Angebotes einzukalkulieren. Zu den auf der Baustelle vorzuhaltenden Ausführungsunterlagen zählt neben den Plänen auch eine Ausfertigung der Leistungsbeschreibung.

  3. Schadens- und Unfallverhütung, Versicherung Der Auftragnehmer hat für seine Leistungen alle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Personal- und Sachschäden, auch bei Transportleistungen, abzuwenden.

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

Die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossen- schaften und die Bestimmungen des Arbeitsschutzes liegen in der alleinigen Verantwortung des Auftragnehmers. Sollte kein Koordinator für den Sicherheit- und Gesundheitsschutz auf Baustellen nach der Baustellenverordnung beauftragt werden, so bleibt die Verantwortung für die Einhaltung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen allein beim Auftragnehmer. Der Auftragnehmer stellt dem Bauherrn sowie die örtliche und fachliche Bauleitung ausdrücklich frei von Schadensersatz- ansprüchen, die er im Zusammenhang mit seinen Leistungen oder Lieferungen zu vertreten hat. Dem Auftragnehmer obliegt der Schutz seiner Leistungen, auch gegen Wasser-, Frost-, Sturm- und Winterschäden, sowie gegen Beschädigungen, Korrosion und Verschmutzung, Beseitigung von Eis und Schnee, kostenfrei. Die Verkehrssicherungspflicht obliegt allein dem Unternehmer. Schutzvorrichtungen zur Gefahrenabwehr sind täglich zu kontrollieren, Mängel sofort zu beseitigen. Der Auftragnehmer hat eine Haftpflichtversicherung, bezogen auf den Einzelauftrag, durch Vorlage der Versicherungspolice nachzuweisen.

Versicherungsgesellschaft ............................................

Deckungssumme max. ............................................

Personenschäden ............................................

Sachschäden ............................................

(vom Bieter einzutragen)

  1. Bauleitung und Abstimmungen Das Anordnungsrecht als Vertreter der Bauherrin liegt beim Architekten bzw. dessen Bauleitung und der zuständigen Fachbauleitung. Alle zur Ausführung gelangenden Arbeiten müssen mit diesen abgestimmt werden, die zur fachlichen Abstimmung Sonderfachleute heranziehen können. Bei evtl. auftretenden Unstimmigkeiten in Bezug auf Anwendungs- und Verarbeitungshinweise hat der Auftragnehmer die Bauleitung sofort zu informieren, die darauf eine Entscheidung unter Einschaltung der Fachbehörden trifft. Bei der Bauanlaufberatung erfolgt eine Einweisung durch die örtliche Bauleitung. Zum Einweisungstermin müssen alle Gewerke anwesend sein. Während der Bauausführungszeit hat der Auftragnehmer zu den wöchentlich stattfindenden Bauberatungen den Bauleiter bzw. im Krankheits- oder Urlaubsfall einen bevollmächtigten Vertreter zu entsenden. Unentschuldigtes Fernbleiben an den Bauberatungen wird als nicht erbrachte Leistung angesehen, was Sanktionen nach sich ziehen kann, worüber die Bauherrin entscheidet.

  2. Bauablauf Es ist mit der Konservierung, Demontage und Einlagerung der Ausstattungselemente im 2. OG zu beginnen. Anschließend erfolgen Putz- und Stucksicherungen im 1. OG.

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

Es ist zu beachten und einzukalkulieren, dass mehrere Gewerke gleichzeitig im Westflügel und in weiteren Bereichen des Schlossareals tätig sind. Die Baustelleneinrichtung wird gemeinsam von allen Firmen genutzt. Notwendige Abstimmungen sind einzukalkulieren.

Das Gebäude wird museal und für Veranstaltungen genutzt. Diese Nutzung muss bei der Arbeitsgestaltung z. B. bei der Lärm- und Staubbelastung berücksichtigt werden.

  1. Termine und Baufristen Voraussichtlicher Arbeitsbeginn vor Ort: nach Auftragsvergabe und 4 Wochen Vorlauf im Januar 2027 Ziel Fertigstellung Demontage/Einlagerung Ausstattungselemente sowie Putz- und Stucksicherungen: Mai 2027 Baubegleitende, sporadische, unvorhergesehene Maßnahmen: bis voraussichtlich Mai 2028

Der Auftragnehmer hat vor Beginn der Arbeiten einen Baufristenplan über seine vertraglichen Leistungen mit Angabe der geplanten personellen Baustellenbesetzung zu erstellen, anhand dessen die Einhaltung der Vertragsfristen nachgewiesen und überwacht werden kann. Der Plan ist mit der Bauleitung abzustimmen. Die Festlegungen des Auftraggebers, z. B. zur baufachlichen oder terminlichen Koordinierung mit den übrigen Leistungsbereichen, sind zu berücksichtigen. Bei Änderungen der Vertragsfristen oder bei erheblichen Abweichungen von sonstigen Festlegungen ist der Plan durch den Auftragnehmer unverzüglich fortzuschreiben. Der Plan ist dem Auftraggeber 15 Werktage nach Auftragserteilung, bei Überarbeitungen unverzüglich jeweils in 2 Fertigungen zu übergeben. Die Erstellung des Bauzeitenplanes wird nicht gesondert vergütet.

  1. Materialien Die Materialkosten verstehen sich einschl. aller Zuschläge, frei Verwendungsstelle. Alle Einheitspreise beinhalten die komplette Leistung nach der Leistungsbeschreibung, einschl. aller Nebenleistungen, die zur sach- und fachgerechten Durchführung erforderlich sind, einschl. aller Fahrtkosten, Auslösungen und sonstigen Nebenkosten. Nicht im Angebot erfasste Materialien werden zum ortsüblichen Preis abgerechnet. Sollten aus Sicht des Bieters andere Materialien oder Fabrikate als im LV ausgeschrieben verwendet werden, so ist deren Gleichwertigkeit zu den angegebenen Materialien durch Prüfberichte zu belegen und durch die Bauleitung zu bestätigen. Grundsätzlich sind, wenn nicht anders beschrieben, die folgenden Leistungen in die Positionen einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet: Koordinierung und Lieferung, Vorhaltung und Verbrauch aller benötigten Kleingeräte und Werkzeuge, Kleinmaterialien, Verbrauchsmaterial, Verpackungsmaterial, Arbeitsplatzbeleuchtung, ggf. wiederholtes Einrichten und Räumen der Lager- und Arbeitsplätze einschl. aller Transport-, Auf- und Abladekosten, Vorhaltungen, Wiederherstellung der Arbeitsstelle einschl. Entfernen von Verunreinigungen, Schutz gegen Diebstahl.

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

  1. Schutzmaßnahmen Angrenzende und nicht zu bearbeitende Bauteile sind in geeigneter Form vor Beginn und während der Arbeiten so zu schützen, dass keine Verunreinigungen oder Schäden auftreten können. Soweit diese Leistungen nicht im LV näher beschrieben sind, sind diese Leistungen mit in den Einheitspreisen einzukalkulieren.

  2. Aufmaß und Abrechnung Sämtliche Maße sind eigenverantwortlich durch den Auftragnehmer am Bau zu überprüfen. Für eine rechtzeitige Terminanmeldung ist der Auftragnehmer verantwortlich. Für Leistungen, die später nicht mehr quantitativ erfassbar sind, müssen vor der Weiterführung der Arbeiten Zwischenabnahmen sowie ein Aufmaß der Mengen erfolgen. Die nachträgliche Abrechnung nicht mehr sichtbarer Leistungen kann möglicherweise nicht mehr anerkannt werden. Rechnungen, auch Teilrechnungen, werden nur mit prüffähigen, durch die Bauleitung bestätigten Aufmaßen entsprechend den Vereinbarungen entgegengenommen. Es werden nur die tatsächlich erbrachten Mengen abgerechnet.

12.1. Aufmaß anhand der Ausführungspläne Eine Ausführungskartierung wurde nicht erstellt.

12.2. Aufmaß nicht kartierter Maßnahmen Der AN erstellt für die Abrechnung vor Ort entsprechende Aufmaßlisten. Abgerechnet werden alle tatsächlich bearbeiteten Flächen und Längen. Aufmaß in den Einheiten der jeweiligen Positionen (Stk., m, m2 etc.).

12.3. Hinweise zur Nachkartierung Die Leistungen zur Putz- und Stucksicherung sind vom AN durch ein Aufmaß nachzuweisen. Das Kartierungsaufmaß wird vergütet. Hierfür sind vom AN Kartierungsgrundlagen (Zeichnung oder Fotoplan) zu erstellen. Dem AN steht frei:

a) Mengennachweis über nicht maßstabsgerechten Fotoplan mit Farbkartierung (analog o. digital) zur Verortung mit ergänzendem Handaufmaß oder

b) Mengennachweis über selbst entzerrten, maßstabsgerechtem Fotoplan mit Mengenauswertung.

Es wird dem AN freigestellt die Nachkartierung alternativ auch digital über ein vektorbasiertes Programm (Vectorworks, AutoCAD, Metigo o.ä.) vorzunehmen.

Die Kartierung ist bei Rechnungsstellungen zum Mengennachweis vorzulegen.

12.4. Mehrleistungen Mehrleistungen (Stk., m, m2, h etc.), welche die ausgeschriebenen Mengen übersteigen, sind vor der Ausführung anzumelden und erst nach Freigabe durch die Bauleitung zu bearbeiten.

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

  1. Musterflächen/Ausführungsproben Es zum Nachweis der Tauglichkeit für die Putz- und Stucksicherungen sowie für die Konservierung der Vergoldungen Arbeitsproben anzulegen. Erst nach Freigabe durch die Bauherrin bzw. die Fachbauleitung kann die weitere Ausführung erfolgen.

  2. Baustrom, Bauwasser Baustrom wird bauseits gestellt. Die Stromverteilung zum Arbeitsplatz obliegt dem AN und wird nicht gesondert vergütet. Bauwasser wird bauseits gestellt.

  3. Lage der Baustelle, Baustellenzugänglichkeit mit Baustelleneinrichtung (BE) Die Schlossanlage ist von der südlich verlaufenden Parkallee über einen öffentlichen Parkplatz zu erreichen. Der Zugang zur Baustelle (Westflügel) erfolgt über den Hof. Das temporäre Parken auf dem Schlosshof zum Zweck des Be- und Entladens ist nur nach Voranmeldung bei der Schlossverwaltung und außerhalb von Veranstaltungen möglich. Parkmöglichkeiten stehen auf der BE im Westgarten bereit. Personalräume können bauseits bereitgestellt werden. Auf dem Hof wird aufgrund von Veranstaltungen keine BE-Fläche zur Verfügung gestellt.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Fußgänger Vorrang vor den Baufahrzeugen haben, bzw. dass die StVO gilt. Die öffentlichen Grundstücke sind freizuhalten von jeglichen Ablagerungen bzw. Verstellungen und sind täglich besenrein zu verlassen.

  1. Ordnung und Sauberkeit, Abfallbeseitigung Die Baustelle mit Baustelleneinrichtung ist stets ordentlich und sauber zu halten. Anfallendes Verpackungsmaterial sowie anfallender Bauschutt sind als Eigentum des Auftragnehmers sofort zu entfernen und nach den gültigen Umweltschutzbestimmungen zu entsorgen. Der Auftragnehmer hat seine Abfälle, Abbruchmassen und Bauschutt selbst zu entsorgen. Die Entsorgung von Abfällen, Abbruchmassen und Bauschutt umfasst die Verwertung entsprechend den Vorschriften und behördlichen Auflagen. Der Entsorgungsnachweis ist auf Verlangen vorzulegen. Bauherrin mit ihrer Schlossverwaltung und Bauleitung sind berechtigt, bei Nichtentsorgung aufgetretene Abfälle nach kurzer Fristsetzung diese auf Kosten des Verursachers zu entsorgen bzw. die Baustelle reinigen zu lassen.

  2. Gewährleistung von Sicherheit und Brandschutz Während der Bauausführungszeit muss sich der Auftragnehmer mit Arbeitsbeginn an jedem Tag an der Wache unter Benennung der Anzahl der Arbeitskräfte anmelden und nach Arbeitsschluss dort wieder abmelden. Es besteht keine Schlüsselberechtigung.

  3. Arbeits- und Sicherheitsschutz Der AN achtet auf angemessene PSA bei der Ausführung. Teilflächen weisen Hausschwammbefall auf, auch können kontaminierte Hölzer durch ältere Holzschutzmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Es sind Liegestäube vorhanden.

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

  1. Hebewerkzeuge Hebewerkzeuge für den Ausbau und Transport sind, wenn im LV nicht anders beschrieben, durch den AN in die Einheitspreise einzukalkulieren.

  2. Beweissicherung Vor dem Ausbau der Spiegel und des Leuchters wird der Zustand fotografisch und ggf. grafisch dokumentiert.

  3. Grundlagen der Ausführung · Grundlage dieses Angebotes ist die VOB in ihrer aktuell gültigen Fassung. Einheitspreise sind Festpreise, spätere Lohn- und Materialpreiserhöhungen bleiben unberücksichtigt. · Durch Unterzeichnung dieses Leistungsverzeichnisses erklärt der Bieter, dass er sich über alle örtlichen und sachlichen Verhältnisse vor Abgabe des Angebotes unterrichtet hat. Die Angebotsabgabe ist für die Bauherrin kostenlos und unverbindlich. · Abweichungen von der Leistungsbeschreibung, Nachträge, wesentliche Massenveränderungen sind nur nach Nachtragsangebot und entsprechendem Auftrag durchzuführen. Für Leistungen, für die kein Auftrag und keine Preisvereinbarung vorliegen, hat der Auftragnehmer (AN) keinen Anspruch auf Vergütung. Gleiches gilt für das Anfallen von Stundenlohnarbeiten. · Bei Bedenken bauseitiger Leistungen hat der AN eine sofortige schriftliche Mitteilung zu machen. Die Gewährleistung bleibt bestehen, wenn Mängel der Leistungen nicht schriftlich mitgeteilt werden. Nacharbeiten gehen zu Lasten des AN´s. · Der Bieter ist verpflichtet, die vorliegenden Unterlagen zu prüfen. Einwände sind schriftlich vorzutragen und zu begründen. · Das Vorhalten von Geräten, Gerüsten, Materialien und Transportmitteln/-hilfen für die Ausführung der eigenen Arbeit sind in die Einheitspreise des Angebotes einzukalkulieren. · In die Einheitspreise des Angebotes sind alle weiteren, nicht näher beschriebenen, aber lt. VOB zu erbringenden sowie in den Vorbemerkungen beschriebenen Nebenleistungen einzurechnen. · Die zum Abladen, Aufstellen oder Verheben erforderlichen Hebefahrzeuge/ -geräte sind für die eigenen Arbeiten vorzuhalten. Ungenügende Befestigung und schlechte Witterungseinflüsse berechtigen nicht zum Aufschub der Leistung. Die etwaigen entstandenen Mehrkosten gehen zu Lasten des AN´s.

  4. Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen (ZTV) Bei der Ausführung sind zu beachten: · VOB Teil B

  5. Erklärung des Auftragnehmers Hiermit bestätige ich als Auftragnehmer oder als Arbeitsgemeinschaft rechtsverbindlich, dass die Einheitspreise so kalkuliert sind, dass die Bestimmungen der Bauaufsicht, der Gerüstordnung, des Arbeitsschutzes, der Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften eingehalten werden können. Ich erkläre, dass vom Auftragnehmer im Zuschlagsfall das geforderte Personal eingesetzt wird, die mit den oben genannten Vorschriften vertraut sind und auch die Gewähr bieten kann diese umzusetzen. Ich übernehme rechtsverbindlich die Haftung für alle Schäden, die dem

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TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN (gekürzt)

Bauherrn, seinen Beauftragten oder einem sonstigen Dritten infolge Nichtbeachtung der Vorschriften durch mich selbst oder durch meine Erfüllungsgehilfen zugefügt werden.

Der Bieter bestätigt mit seiner Unterschrift, dass keine wesentlichen Unklarheiten zur Bauausführung bestehen.

Mit der Unterschrift erkennt der Bieter die Technischen Vertragsbedingungen uneingeschränkt an.

......................, den..................

Stempel + rechtsverbindliche Unterschrift

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ALLGEMEINE UND TECHNISCHE VORBEMERKUNGEN

  1. Baugeschichte Schloss Friedenstein Schloss Friedenstein ist der erste Barockbau nördlich der Alpen, der noch vor Ende des Dreißigjährigen Krieges unter Herzog Ernst I., dem Frommen, von Sachsen-Gotha an der Stelle der 1567 zerstörten Burg „Grimmenstein“ als Dreiflügelanlage durch die Baumeister Casper Vogell und Andreas Rudolff errichtet wurde. 1643 erfolge die Grundsteinlegung, beginnend an der Nordostecke mit dem Nordflügel (Corps de Logis) als gewaltiger Riegel gegen die Altstadt. Nachfolgend entstanden gen Süden der 30-achsige Westflügel (mit ehem. Marstall) und der 30-achsige Ostflügel (mit ehem. Zeughaus). Beide schließen mit einem weit ausladenden, turmartigen, viergeschossigen, 6x6achsigen Pavillonbau (Turm) nach Süden ab. Die Gesamtanlage war im Wesentlichen in ihrer äußeren Gestalt bis 1655 fertiggestellt. 1683 erfolgte der Einbau eines Theaters mit Kulissenbühne und Bühnentechnik im Westpavillon (Westturm), welches 1774/75 unter Leitung Conrad Ekhofs nochmals umgestaltet wurde.

  2. Baugeschichte Westflügel Der Westflügel wurde im Kern bis 1648/49 errichtet. Der Innenausbau mit Einfügen von Querwänden und Einwölbungen im Erdgeschoss erfolgte erst in den darauffolgenden Jahren bis 1658. Das als Marstall genutzte Erdgeschoss besteht aus einem dreischiffigen, 12-jochigen Raum mit Kreuzgewölben auf schlanken toskanischen Säulen (um 1650), mittiger gewölbter Torfahrt zwischen Schlosshof und Außenraum (Garten) und hofseitig flachgedecktem Arkadengang. Der Marstall wird temporär als Zwischenlager dienen.

Gemächer im 2. Obergeschoss des Westflügels: Ab 1800 entstand im zweiten Obergeschoss des Westflügels das neue Erbprinzenappartement mit klassizistisch gestalteten Wohnräumen. Das Raumprogramm wurde von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg anlässlich der Eheschließung seines Sohnes Prinz Emil August (1772-1822) mit der Prinzessin Louise Charlotte zu Mecklenburg-Schwerin in Auftrag gegeben. Der Erhalt dieses einzigartigen Ensembles von großer historischer Bedeutung steht im Fokus der denkmalpflegerischen Bemühungen, dennoch bedarf es auch einer neuen Strategie, um die Raumkompositionen mit ihren historischen Ausstattungen in eine zeitgemäße und nachhaltige museale Präsentation zu überführen. Die Gemächer werden von einer langen, hofseitigen Galerie erschlossen, der sog. Weimarischen Galerie.

Erstes Obergeschoss: Das 1. Obergeschoss im Westflügel diente seit der Bauzeit als Verwaltungsbereich mit Kammern und Stuben. Die Nutzung wurde bis in das 19. Jh. beibehalten. Im 20. Jh. wurden die Räume vom Staatsarchiv genutzt. Das 1. Obergeschoss zeigt Oberflächen aus verschiedenen Bauphasen.

  1. Bestand und Zustand Die Gemächer im 2. Obergeschoss wurden museal genutzt. Sie zeigen wertvolle Ausstattung und Raumoberflächen. Zuletzt erfolgten Sondierungsöffnungen und Teilrückbauten im Zuge der Planung. Die Räume im 1. Obergeschoss sind durch starke Umbauten des 19. Jh.

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ALLGEMEINE UND TECHNISCHE VORBEMERKUNGEN

sowie den jüngsten Rückbauten geprägt. Nach großflächigen Sondierungen und Freilegungen zeigen viele Decken und Wände einen Rohbauzustand. Im Rahmen dieser Maßnahmen traten mitunter historische Oberflächen in Form von Putz, Stuck, Malerei und Tapete aus dem 18. - 19. Jh. zu Tage. Die historischen Flächen sind teilweise instabil und sollen vor der statischen Ertüchtigung gesichert werden.

  1. Konservierungs-/Restaurierungskonzept Schwerpunkt der Maßnahmen vorliegender Ausschreibung sind konservatorische Sicherungen zum Substanzerhalt. Langfristiges Ziel sind für das 2. Obergeschoss die Restaurierung der Raumschale nach statischer Ertüchtigung und für das 1. Obergeschoss eine Wiederherstellung der Raumflucht des 18. Jh. für Ausstellungszwecke.

  2. Kennzeichnungssystem Sämtliche zu erhaltene Ausbauelemente werden während der Baumaßnahmen für den späteren, positionsgenauen Wiedereinbau eingelagert. Dafür sind die einzelnen Elemente verwechslungsfrei zu kennzeichnen. Das Beschriftungssystem muss die eindeutige Zuordnung jedes durch den AN ausgebauten Elementes gewährleisten. Zusätzlich sind bei der Verpackung zusammengefasste Pakete bzw. Paletten von außen eindeutig zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung eines Elements bzw. Bauteils erfolgt gut sichtbar und in entsprechender Größe entweder auf der Unterseite durch getackerte, zu beschriftende Etiketten, die auch mit Schnur an den Objekten und Transporteinheiten zu befestigen sind. Sichtflächen dürfen nicht direkt beschriftet oder getackert werden.

Die Kennzeichnung enthält mindestens folgende Angaben:
·Gebäudeflügel (WF)
·Gebäudeebene (OG1, OG2)
·Raumnummer (R2.27 etc.)
·fortlaufendeNummer für die exakte Verortung (z. B. ein System mit
Zahlen und Buchstaben zur Kennzeichnung von Reihen (1A, 1B, 1C etc.).
Ergänzend dazu erfolgt die Dokumentation/Kartierungauf selbst
angefertigten Plangrundlagen

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ANLAGEN

Anlagen:

  1. Fotodokumentation

  2. Gebäudegrundrisse

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N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

01 Titel Baustelleneinrichtung

Hinweistext Baustelleneinrichtung In den Räumen des 1. Obergeschosses wurden die Bodenbeläge entfernt, sodass die Balkendecke mit Lehmstaken freiliegt. Die partielle Sicherung von Deckenputz und Stuck bis ca. 4,5 m Höhe erfordert Steighilfen. Dem AN wird freigestellt die Putzsicherung von einer Leiter mit lastverteilender Unterlage auszuführen oder ein Arbeitsgerüst zu errichten. Die Verwendung der Leiter ist in die Baustelleneinrichtung einzukalkulieren. Die Errichtung eines Gerüstes sowie eines befahrbaren Bodenbelages wird separat vergütet.

01.1 Baustelle einrichten und räumen Position

Baustelle für sämtliche in der Leistungsbeschreibung aufgeführten Leistungen einrichten und räumen.

60 v.H. der Pauschale werden nach dem Einrichten, 40 v.H. nach dem Räumen vergütet.

Das Vorhalten der Baustelleneinrichtung für die Dauer der Ausführung gilt als Nebenleistung und ist in die Einheitspreise einzurechnen.

1 psch EP ........................ GP ........................

01.2 Alu-Rollgerüst, Arbeitshöhe bis 4,5 m Position

Fahrgerüst, gemäß DIN EN 1004, inkl. aller notwendigen Aussteifungen, horizontalen und vertikalen Verbände aufbauen, abbauen sowie mehrfach umsetzen.

Ausführung: Konstruktionsart: wahlweise mit Fahrbalken oder Auslegern und Lenkrollen mit Feststeller. Arbeitsebene mit Seitenschutz. Arbeitshöhe: ca. bis 4,5 m Standfläche: eben, normal belastbar; teils nur Balkenlage, die zu überbrücken ist Verwendungszweck: Arbeitsgerüst

1 St EP ........................ GP ........................

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

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N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

01 Titel Baustelleneinrichtung

01.3 Alu-Rollgerüst, Arbeitshöhe bis 4,5 m, Gebrauchsüberlassung Position

Verlängerung Gerüst aus der Vorposition.

6 StWo EP ........................ GP ........................

01.4 Fußbodenausgleich Position

Zielstellung: Bedarfsmäßiges Herstellen eines befahrbaren Fußbodens in Räumen des 1. OG für die Ausführung eigener Arbeiten und ggf. die Aufstellung des Gerüstes aus der Vorposition in Räumen mit freiliegenden Holzbalkendecken. Für die Ausführung von Putzsicherung an der Decke von Raum 1.52 und 1.40.

Arbeitsinhalt: Herstellen eines befahrbaren Belages durch das Aufbringen von tragfähigen Bodenplatten (z. B. OSB). Zuschnitt der Platten in Abhängigkeit der Balkenabstände. Nach Bedarf erfolgt die einmalige Auskleidung der Gesamtfläche oder das stückweise Verlegen/Aufnehmen im Pilgerschrittverfahren. Die Platten sind gegen das Verrutschen im Deckenbalken zu verschrauben. Das Gerüst darf nicht auf die Lehmstaken gestellt werden. Die Platten sind abschließend wieder zu entfernen.

100 m² EP ........................ GP ........................

Titel 01 Baustelleneinrichtung ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

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Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 16 von 33

N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

02 Titel Putz- und Stucksicherung

Hinweistext Putz- und Stucksicherung Nachhaltige Konservierung an verschiedenartigen Putz- und Stuckflächen im Westflügel als vorgezogene Sicherung für die Zeit der Balkensanierung und statischer Ertüchtigungen. Die überwiegend im 1. Obergeschoss sichtbaren Ablösungen dünnlagiger Kalkputze resultieren i.d.R. aus der schwachen Haftung auf dem darunterliegenden Lehmgefache, verstärkt durch baudynamische Bewegungen. Geschätzte Mengen sind zur Rechnungsstellung mit einem Aufmaß zu untersetzen. Deckenhöhe ca. 4 m.

Ausführung in Raumzeile 1. OG Westflügel Ausführung an Schadstelle im TH 2. OG Westturm

02.1 Sicherung Putzkante, Randanböschung Position

Zielstellung: K onservierung einzelner Putzschollen (Glattputz) durch umlaufende Randanböschung mit Kalkmörtel. Ausführung an Decke und Wand. Untergrund: Lehm-Stroh-Putz auf Lehmwickeln oder Lehmgefachen. Putzart: Reinkalkputz, 17-19. Jh.

Arbeitsinhalt: Ausführung an verschieden großen Putzschollen, auf der Fläche verteilt. Vorbereitendes Reinigen, Entfernen loser Verschmutzungen und Stäube. Festigen des stark saugenden Lehmes und Kalkmörtels mit mineralischem Putzfestiger auf Basis von verdünntem Kieselsäureester oder Kieselsol. Umlaufende Kantensicherung durch Randanböschung mit einem faserarmierten Reinkalkmörtel, welcher in Struktur und Zuschlägen dem Bestandsmörtel angepasst wird. Antragung im Winkel von ca. 45° mit aufgerauter Oberfläche, sodass ein späterer Verputz der angrenzenden Flächen möglich ist. Deformierte, abgängige Putze sind während der Maßnahme zurückzuführen bzw. anzudrücken.

Je nach Bestandsituation erfolgt die Randanböschung vor dem Einbringen des Injektionsmörtels zur Verhinderung des Herauslaufens oder die Injektion vor der Randanböschung für die Rückführung deformierter Putzblasen.

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VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 17 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 02.1 - 02 Titel Putz- und Stucksicherung

Mengen geschätzt. Ausgeführte Mengen sind als Aufmaß nachzuweisen. Kalkulativer Ansatz:

WF Raum 1.52: Gesamt Decke ca. 57 m2 (70% Bestand) Gesamt Nord- + Südwand: ca. 80 m2 (70% Bestand) Decke + Wand: ca. 137 m2 Mengenansatz = 1 m/m2 Mengenansatz = 137 m

WF Raumgruppe 1.40/42/43: Gesamt Decke: ca. 60 m2 (20% Bestand) Mengenansatz = 0,5 m/m2 Mengenansatz = 30 m

WF Raum 1.27: ca.1 m2 Historischer Deckenstuck, exemplarisch erhalten, 2x 0,5 m2. Mengenansatz = 4 m

WT Raum 2.07: ca.3 m2 Historischer Wandputz unter demontierter Steigleitung, (0,6 x 5 m) 3 m2. Mengenansatz = 1 m

172 m EP ........................ GP ........................

02.2 Hohllageninjektion Putz Position

Zielstellung: K onservierung einzelner Putzschollen (Glattputz) durch das Einbringen von Injektionsmörtel. Ausführung an Decke und Wand. Untergrund: Lehm-Stroh-Putz auf Lehmwickeln oder Lehmgefachen. Putzart: Reinkalkputz, 17-19. Jh.

Arbeitsinhalt: Ausführung an verschieden großen Putzschollen, auf der Fläche verteilt. Vorbereitendes Reinigen, Entfernen loser Verschmutzungen und Stäube. Festigen des stark saugenden Lehmes und Kalkmörtels durch Injektion eines mineralischen Putzfestigers auf Basis von verdünntem Kieselsäureester oder Kieselsol. Hohllageninjektion mit einem konfektionierten, für die

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VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 18 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 02.2 - 02 Titel Putz- und Stucksicherung

Festigung von Kalkputzen ausgelegten Injektionsmörtels mittels Spritze und Kanüle über Fehlstellenränder oder Bohrungen. Deformierte, abgängige Putze sind während der Maßnahme zurückzuführen bzw. anzudrücken. Bei geschlossenen Hohllagen ist der Injektionsmörtel für eine gute Verteilung mit Druck einzubringen und die Injektionsöffnung mit Watte o. ä. temporär abzudichten. Überschüssiges Material ist sofort abzunehmen.

In Abwägung zur Bestandsituation erfolgt die Randanböschung vor dem Einbringen des Injektionsmörtels zur Verhinderung des Herauslaufens oder die Injektion vor der Randanböschung für die Rückführung deformierter Putzblasen.

Mengen geschätzt. Ausgeführte Mengen sind als Aufmaß nachzuweisen. Kalkulativer Ansatz:

WF Raum 1.52: Gesamt Decke ca. 57 m2 (70% Bestand) Gesamt Nord- + Südwand: ca. 80 m2 (70% Bestand) Bestand ca. 96 m2. Mengenansatz 30% Hohllageninjektion Mengenansatz = 28,8 m2

WF Raumgruppe 1.40/42/43: Gesamt Decke: ca. 60 m2 (20% Bestand) Bestand ca. 12 m2. Mengenansatz = 30% Hohllageninjektion Mengenansatz = 3,6 m2

WF Raum 1.27: ca.1 m2 Historischer Deckenstuck, exemplarisch erhalten, 2 x 0,5 m2. Mengenansatz = 0,6 m2

WT Raum 2.07: ca.3 m2 Historischer Wandputz unter demontierter Steigleitung,(0,6 x 5 m) 3 m2. Mengenansatz = 1 m2

34 m² EP ........................ GP ........................

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VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 19 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

02 Titel Putz- und Stucksicherung

02.3 Vernadeln Putz Position

Zielstellung: Sicherung von Putz- und Stuck durch Vernadelung, sofern eine Hohllageninjektion nicht wirksam ist. Ausführung an Decke und Wand. Untergrund: Lehm-Stroh-Putz auf Lehmwickeln oder Lehmgefachen. Putzart: Reinkalkputz, 17-19. Jh.

Arbeitsinhalt: Verwendung von korrosionsfreien Nadeln aus Edelstahl oder Glasfaser. Verklebung mit 2-K-Epoxidharz. An der Decke können alternativ Edelstahlschrauben verwendet werden. Alternative Materialien in Abstimmung mit BL. Die Bohrlochgröße ist kleinstmöglich zu halten, in Abhängigkeit des zu sichernden Putzgefüges.

Wand: Erschütterungsarme Bohrung im 45-Grad-Winkel entgegen der Fallrichtung, Ausblasen des Bohrloches, Einbringen des Klebers, Einbringen der zuvor unter Niveau zugeschnittenen Nadeln, Verschluss der Öffnung mit Kalkmörtel.

Decke: Erschütterungsarme Bohrung, Ausblasen des Bohrloches, Einkleben der Nadel mittels Epoxidharz oder der Edelstahlschraube, Verschluss der Öffnung.

Menge geschätzt. Geplante Ausführung in: WF Raum 1.52 WF Raumgruppe 1.40/42/43 WF Raum 1.27 WT Raum 2.07

15 St EP ........................ GP ........................

02.4 Sicherung Deckenputzfragment mit Deckenschalung (Kombi) R 1.31 Position

Zielstellung: S icherung eines Putzfragmentes einschließlich frei hängender, instabiler Deckenschalung aus Holz an einer Befundachse in Raum 1.31.

Arbeitsinhalt:

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VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 20 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 02.4 - 02 Titel Putz- und Stucksicherung

Das betreffende Putzfragment befindet sich in einer Wand-Befundachse mit Tapetengestaltungen. Nach Abbruch der Deckenverkleidung wurde ein ca. 0,25 m2 großes Fragment der Holzbekleidung mit Putz erhalten. Durch additive, aussteifende Holzbauteile und Leisten soll der Holzträger mit der Deckenkonstruktion verbunden und stabilisiert werden. Der Schilfrohrputz auf dem Holzträger ist gemäß der vorhergehenden Ausführungsbeschreibungen mit Injektionen, Antragungen und ggf. Nadeln zu stabilisieren.

Fotos siehe Anlage.

1 psch EP ........................ GP ........................

Titel 02 Putz- und Stucksicherung ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

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VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 21 von 33

N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen

Hinweistext Baufreimachung und Bauteilschutz Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen den Schutz sowie die Demontage und Auslagerung gefährdeter Ausstattungselemente vor der geplanten Balkensanierung in verschiedenen Geschossen des Westflügels. Das Bauteillager befindet sich im Erdgeschoss des Westflügels und ist über das breite Nordwesttreppenhaus erreichbar. Wege über die 100 Meter lange Galerie und Treppenhäuser sind einzuplanen.

03.1 Schutzverkleidung Nische mit arsenhaltigem Anstrich, R 1.41 Position

Zielstellung: Verkleidung einer bemalten Rundbogennische (ca. 1,35 x 1,40 m) mit OSB in Raum 1.41 zum Schutz vor Schäden während der Baumaßnahme.

Arbeitsinhalt:
Achtung: die grüne Malerei innerhalb der Nische enthält
das giftige, arsenhaltigeSchweinfurter Grün
Die runde Türöffnung wird mit einer OSB-Platte
bekleidet. Die Platte kann in Übergröße rechteckig auf
die Putzwand in 1.41 aufgesetzt und im Mauerwer
verschraubt werden.
Zu verblendende Nischengröße: ca. 1,35 x 1,40 m

Inklusive notwendiger PSA.

1 psch EP ........................ GP ........................

03.2 Konservierung Vergoldung Spiegelrahmen Position

Zielstellung: K onservierung abgängiger Vergoldungen auf hölzernen Schnitzrahmen mit Grundierung und Polimentvergoldung vor Ausbau und Einlagerung der Spiegel in den Räumen 2.39, 2,44 und 2.50. Größere Schadbereiche mit starken Abhebungen wurden bislang nur an den beiden Spiegelrahmen im Raum 2.39 erkannt.

t

Diemuss nur in dem Umfang durchgeführ
werden, sodass ein Transport bzw. die Einlagerung im E
schadensfrei gewährleistet werden kann. Falls die

Spiegelgläser für den Transport demontiert werden, sind eventuell unterstützend auch abgepolsterte Bandagen um die Holzrahmen bzw. die Vergoldungen möglich.

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Alle Einzelbeträge Netto in EUR

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Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 22 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 03.2 - 03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen

Arbeitsinhalt: Konservierung der abblätternden Kreidegrundierung mit Vergoldung vom Holzrahmen mit Hausenblasenleim (Warmleim), Pinsel und Spritze. Wenn nötig erfolgt das Hinterspritzen von hohlen Bereichen mit Kreidegrund. Ausführung vor Ort.

Abrechnung auf Nachweisstunden einschließlich Material.

32 h EP ........................ GP ........................

03.3 Demontage und Einlagerung Spiegel R 2.39 Position

Zielstellung: D emontage und Einlagerung zweier großformatiger, rechteckiger Wandspiegel mit Schmuckrahmen im Raum 2.39 zum Schutz vor der anstehenden Balkensanierung. Die zwei Spiegel sind derzeit mit OSB geschützt, Größe ca. 2,8 x 1 m. Der OSB-Schutz wird bauseits entfernt.

t

Arbeitsinhalt:
Profilierter Holzrahmen mit Vergoldung und mehrteilige
Spiegelverglasung.Die vorherige Konservierung der
Polimentvergoldung an den Spiegelrahmen wird separ
vergütet.
- Zustandsdokumentation
- Grobe Reinigung mit Staubsauger vor dem Verpacke
  • Entfernung der Wandbefestigung und Abnahme des Spiegels im Ganzen

  • Reversible Beschriftung mit Objekt, Herkunft, Datum, Firma (Bedarfsmäßiger Bau einer Sandwich-Transportsicherung aus beidseitig angebrachten Hartschaumplatten (d = 6 cm) zum Schutz lockerer Spiegelgläser, leichtes Verspannen mit Spanngurten einschl. Kantenschutz, separat vergütet in Zulageposition)

  • hausinterner Transport vom 2. OG in das Bauteillager EG Westflügel händisch über ein Treppenhaus (Nordwesttreppenhaus). Es sind Stufen zu überwinden. Einschließlich notwendiger Transportgeräte.

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Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 23]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 23 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 03.3 - 03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen

  • Entfernen Transportsicherung, Liefern eines weichen Kantenschutzes aus Schaumstoff mit Tyvek-Zwischenlage für die stehende Lagerung, Abhängen mit Tyvek

Pauschale für Ausführung an 2 Spiegeln.

1 psch EP ........................ GP ........................

03.4 Demontage und Einlagerung Spiegel R 2.44 Position

Wie Position 03.3 (Seite 22) jedoch:

In Raum 2.44, Rundbogige Spiegel mit Schmuckrahmen (ca. 2,8 x 1 m)

Pauschale für Ausführung an 2 Spiegeln.

1 psch EP ........................ GP ........................

03.5 Zulage Transportkonstruktion R 2.39, R. 2.44 Position

Zulage zur Vorposition für die Erstellung einer Sandwich-Transportsicherung aus beidseitig angebrachten Hartschaumplatten (d = 6 cm) zum Schutz lockerer Spiegelgläser bei großformatigen Spiegeln (2.39, 2.44), leichtes Verspannen mit Spanngurten einschl. Kantenschutz. Mehrfache Verwendung möglich.

Abrechnung pro Stück Spiegel.

4 St EP ........................ GP ........................

03.6 Demontage und Einlagerung Spiegel R 2.50 Position

Wie Position 03.3 (Seite 22) jedoch:

In Raum 2.50, Rechteckige Spiegel mit Schmuckrahmen (ca. 1,7 x 0,92)

Pauschale für Ausführung an 2 Spiegeln.

1 psch EP ........................ GP ........................

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 24]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 24 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen

03.7 Demontage und Einlagerung Spiegel R 2.47 Position

Zielstellung: Demontage von zwei in die Wand integrierten Spiegelscheiben im Pompejanischen Zimmer ohne Schmuckrahmen. Einlagerung der Elemente im Bauteillager im Erdgeschoss.

Arbeitsinhalt: Ausbau zweier Wandspiegel aus Glas (ca. 1,8 x 0,9) durch Abnahme der Befestigungsleisten. Beschriftung mit Herkunft, Objektart, Datum, Firma. Hausinterner Transport vom 2. OG in das Bauteillager EG Westflügel händisch über ein Treppenhaus (Nordwesttreppenhaus). Es sind Stufen zu überwinden. Einschließlich notwendiger Transportgeräte. Liefern eines weichen Kantenschutzes aus Schaumstoff mit Tyvek-Zwischenlage für die stehende Lagerung, Abhängen mit Tyvek.

Pauschale für Ausführung an 2 Spiegeln.

1 psch EP ........................ GP ........................

03.8 Demontage und Einlagerung Verkleidung Oberlichter R 2.47 Position

Zielstellung: D emontage von Holzplatten, die als Verkleidung von vormals offenen Oberlichtern verbaut wurden. Einlagerung der Elemente im Bauteillager im Erdgeschoss. Es sind vor Beginn terminliche Abstimmungen mit der FBL des AG erforderlich, da von der Rückseite her bauseitige, vorbereitende Demontagen von Textilbespannungen notwendig werden.

Arbeitsinhalt: Ausbau von drei bzw. sechs Platten (beidseitig der Nischen der Oberlichter) aus Holzwerkstoff (jeweils ca. 1,2 x 1,2 m, unregelmäßige Formen, teils mit Rundungen). Deckleisten/Viertelstäbe und eine mittige Verblendung sind für den Ausbau zu demontieren. Viertelstäbe sind mit einzulagern; die Verblendung ist wieder zu befestigen. Beschriftung mit Herkunft, Objektart, Datum, Firma.

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Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 25]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 25 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 03.8 - 03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen

Hausinterner Transport vom 2. OG in das Bauteillager EG Westflügel händisch über ein Treppenhaus (Nordwesttreppenhaus). Es sind Stufen zu überwinden. Einschließlich notwendiger Transportgeräte. Liefern eines weichen Kantenschutzes aus Schaumstoff mit Tyvek-Zwischenlage für die stehende Lagerung, Abhängen mit Tyvek.

Pauschale für Ausführung an drei Oberlichtern.

1 psch EP ........................ GP ........................

Titel 03 Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 26]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 26 von 33

N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

04 Titel Demontage und Umlagerung Leuchter (Nachunternehmerleist...

Vorbemerkung zum Leuchter Großer, klassizistischer Leuchter mit 24 Brennstellen und reichem Glasbehang (Foto siehe Anlage zum LV). Aufgrund seiner Gesamtbreite kann der Leuchter nicht im derzeitigen Zustand aus dem 2. OG in das EG überführt werden. Zwangspunkt ist die Türöffnung zum Zwischenlager mit ca. 0,90 m Breite.

Die Leistung ist aufgrund der spezifischen Anforderungen von einem Fachspezialisten für Beleuchtungskörper auszuführen. Der AN überträgt die Leistung einem Nachunternehmer, sofern er nicht selber nachweislich für Leuchterrestaurierungen qualifiziert ist.

Die Anforderungen an den Nachunternehmer ergeben sich aus der Aufgabenstellung: Restaurator für Beleuchtungskörper.

Für Teildemontage, Verpackung und Transport wurde der Aufwand geschätzt. Die Schätzwerte sind durch den Bieter zu übernehmen. Nach späterer Angebotseinholung erfolgt Abrechnung auf Basis des durch den AG freizugebenen Angebots auf Nachweis.

Der AG behält sich vor, vom AN weitere Angebote einholen zu lassen.

04.1 Leuchter: Teildemontage, Dokumentation, Verpackung, Transport (hausintern) Position

Der Leuchter soll im unteren Bereich mit Kerzenarmen u nd langen Armen inkl. dem Behang demontiert werden. Eine exakte Dokumentation der hierfür abzunehmenden Einzelteile und Ketten ist als Grundlage für die später folgende Restaurierung zwingend erforderlich. Sämtliche Details sind zu dokumentieren, z. B. in welchen der oberen Reihen die Perlen auf durchgehenden Drähten aufgereiht sind bzw. ab welcher Reihe Einzeldrähte zwischen den Bügeln verlaufen. Sämtliche demontierte Teile sind verwechslungsfrei zu kennzeichnen und in PE-Kisten zu verpacken. Die Teildemontage muss nur in dem Umfang durchgeführt werden, sodass ein Transport bzw. die Einlagerung im EG gewährleistet werden kann. Transport des verbleibenden Teils des hängenden Leuchters sowie der in PE-Kisten verpackten, demontierten Leuchterelemente in das Erdgeschoss vom Nordflügel. Der Leuchter wird in ein Lagergestell (Gerüstkonstruktion) eingehangen. Die Kisten sind

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Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 27]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 27 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 04.1 - 04 Titel Demontage und Umlagerung Leuchter (Nachunternehmerleist...

unterhalb des Leuchters zu lagern. Der Transport vom 2. OG zum EG erfolgt über einen Aufzug im Ostflügel oder händisch über ein Treppenhaus (Nordwesttreppenhaus). Es sind Stufen zu überwinden. Einschließlich notwendiger Transportgeräte.

Es sind seitens des AN Angebote einzuholen, die vom AG und der FBL vor Beauftragung des Nachunternehmers freizugeben sind.

Die Position umfasst die Einholung von Angeboten, die Beauftragung und Koordinierung durch den AN.

Die Leitungen vom Restaurator für Beleuchtungskörper sind zum Nachweis abzurechnen und bei Rechnungslegung durch die Beifügung der Originalbelege nachzuweisen. Zum derzeitigen Stand wird der Kostenanteil für die Ausführung auf 3.600 EUR netto geschätzt.

Vom Bieter ist ein Prozentsatz für die Angebotseinholung, Beauftragung und Koordination der Leistungen (Koordinierungszuschlag) festzulegen und in folgende Strichfolge einzutragen:

_ _ _ _ _ _ %

Die vom AG kalkulativ geschätzten Ausführungskosten zuzüglich des Koordinierungszuschlags sind durch den Bieter in die Spalte Preis und Gesamt einzutragen.

1 psch EP ........................ GP ........................

Titel 04 Demontage und Umlagerung Leuchter (Nachunternehmerleistung) ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 28]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 28 von 33

N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

05 Titel Dokumentation Leistungen aus Titel 2 und 3

05.1 Dokumentation in Wort, Bild und Kartierung Position

Dokumentation der ausgeführten Leistung A lle Maßnahmen und Veränderungen an denkmalgeschützten Bauten und Objekten sind dokumentationspflichtig. Aufgabenstellung der Baudokumentation ist es, einer nicht mit dem Gebäude vertrauten Person die Art, den Umfang und die Besonderheiten der jeweiligen Baumaßnahme eindeutig und erschöpfend darzustellen. Ebenso sollen bauliche Besonderheiten dokumentiert werden.

Mindestanforderung an die Dokumentation Die gesamte Dokumentation ist in Kapiteln zu gliedern, mit einem Inhaltsverzeichnis zu versehen. Folgender Vorschlag der Gliederung ist zu berücksichtigen:

  1. Objektdaten
  2. Objektbeschreibung
  3. Vorzustand
  4. Konzept
  5. Durchgeführte Maßnahmen
  6. Untersuchungen
  7. Hinweise zum Umgang mit dem Objekt
  8. verwendete Materialien / Datenblätter
  9. Ausführungskartierung
  10. Bautagebuch

In der Regel sind die durchgeführten Maßnahmen beispielhaft in ihrem Vor-, Zwischen- und Endzustand fotografisch zu dokumentieren. Damit sich dem Betrachter Grund und Ziel der Maßnahme erschließt, müssen die jeweiligen Zustände im selben Bildausschnitt dargestellt werden. Gegebenenfalls sind zusätzliche Makro- bzw. Detail oder Überblickaufnahmen notwendig. Die Fotos sind als Fotodokumentation anzufügen und mit kurzen Erläuterungstexten zu versehen.

Die Dokumentation dient dem späteren Wiedereinbau der ausgebauten Elemente am originalen Ausbauort und ist mit entsprechender Genauigkeit auszuführen.

Form der Übergabe: Die Dokumentation ist in analoger (a) und digitaler (b) Form dem Auftraggeber zu übergeben.

a) Die Dokumentation ist in ungebundener Form, gelocht in Ordnern oder Schnellheftern, abzugeben. Die fotografischen Aufnahmen sind in der Größe 9 x 13 cm als analoge Belichtung oder in 10 x13 als digitale Belichtung (in hoher Bildqualität!), der Dokumentation auf A4-Blättern beizufügen.

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Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 29]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 29 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 05.1 - 05 Titel Dokumentation Leistungen aus Titel 2 und 3

Diese Dokumentation ist dem Auftraggeber in 2-facher Ausfertigung zu übergeben.

b) Die Dokumentation mit Kartierung sowie die verwendeten Abbildungen sind in dem Hauptexemplar in digitaler Form anzufügen. Bildgröße für digitale Bilder 10 x 13 cm mit mindestens 300 dpi Auflösung, gespeichert. 1 psch EP ........................ GP ........................

05.2 Kartierungsaufmaß Position

Vereinfachte Aufmaßkartierung für die Abrechnung von Nachweisleistungen (z. B. Putzsicherung) auf selbst erstellten Plangrundlagen.

Mengennachweis über nicht maßstabsgerechte Fotopläne mit Farbkartierungen (analog o. digital) zur Verortung mit ergänzendem Handaufmaß oder Mengennachweis über selbst entzerrte, maßstabsgerechte Fotopläne mit Mengenauswertung.

1 psch EP ........................ GP ........................

Titel 05 Dokumentation Leistungen aus Titel 2 und 3 ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 30]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 30 von 33

N r. Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

06 Titel Restauratorische Baubegleitung

Vorbemerkung Baubegleitung zum Stundennachweis Stundenlohnarbeiten sind durch Arbeitskräfte des Auftragnehmers auf Anordnung des AG auszuführen. Anzubieten ist für die jeweilige Arbeitskraft der Verrechnungssatz, der sämtliche Aufwendungen sowie den tatsächlichen Lohn enthält.

Ausführung von baubegleitenden Leistungen wie Sicherungen, Bauteildemontagen etc. je nach Erfordernis inkl. notwendigem Werkzeug. Materialkosten und Dokumentationsleistungen werden gesondert vergütet.

Ein bei Bedarf sehr kurzfristiges Erscheinen des AN auf der Baustelle wird vorausgesetzt und ist über die Bauphase zu gewährleisten.

Reisekosten werden nicht gesondert vergütet und sind einzukalkulieren. Die Arbeitszeit beginnt und endet grundsätzlich auf der Baustelle.

06.1 Restaurator (Hauptausführender) Position

Ausführung von Stundenlohnarbeiten durch den Hauptausführenden Restaurator aus dem Fachbereich Wand/Stein. Ausführung der Arbeiten nach Freigabe durch den AG. 40 h EP ........................ GP ........................

06.2 Restaurator (Mitarbeiter) Position

Ausführung von Stundenlohnarbeiten durch einen Restaurator als Mitarbeiter. Ausführung der Arbeiten nach Freigabe durch den AG.

40 h EP ........................ GP ........................

06.3 Helfer/ Praktikant Position

Ausführung von Stundenlohnarbeiten durch einen Helfer/ Praktikanten. Ausführung der Arbeiten nach Freigabe durch den AG.

10 h EP ........................ GP ........................

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 31]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 31 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

06 Titel Restauratorische Baubegleitung

06.4 Materialkosten Position

Alle Materialkosten, die bei zum Stundennachweis ausgeführten Leistungen anfallen, sind zum Nachweis abzurechnen und bei Rechnungslegung durch die Beifügung der Originalbelege nachzuweisen. Zum derzeitigen Stand wird der Materialkostenanteil auf 400,00 EUR netto geschätzt.

Vom Bieter ist ein Prozentsatz für die Angebotseinholung und die Koordination (Koordinierungszuschlag) festzulegen und in folgende Strichfolge einzutragen: _ _ _ _%

Der vom AG kalkulativ geschätzte Kostenanteil zuzüglich Koordinierungszuschlag ist durch den Bieter in die Punktfolge einzutragen.

1 psch EP ........................ GP ........................

06.5 Dokumentation in Wort, Bild und Kartierung (Baubegleitung) Position

Dokumentation der ausgeführten Leistung A lle Maßnahmen und Veränderungen an denkmalgeschützten Bauten und Objekten sind dokumentationspflichtig. Aufgabenstellung der Baudokumentation ist es, einer nicht mit dem Gebäude vertrauten Person die Art, den Umfang und die Besonderheiten der jeweiligen Baumaßnahme eindeutig und erschöpfend darzustellen. Ebenso sollen bauliche Besonderheiten dokumentiert werden.

Mindestanforderung an die Dokumentation Die gesamte Dokumentation ist in Kapiteln zu gliedern, mit einem Inhaltsverzeichnis zu versehen. Folgender Vorschlag der Gliederung ist zu berücksichtigen:

  1. Objektdaten
  2. Objektbeschreibung
  3. Vorzustand
  4. Konzept
  5. Durchgeführte Maßnahmen
  6. Untersuchungen
  7. Hinweise zum Umgang mit dem Objekt
  8. verwendete Materialien / Datenblätter
  9. Ausführungskartierung
  • Fortsetzung auf nächster Seite -

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 32]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026

VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 32 von 33

N r . Menge / Einheit Einheitspreis in € Gesamtpreis in €

  • Fortsetzung von Eintrag 06.5 - 06 Titel Restauratorische Baubegleitung
  1. Bautagebuch

In der Regel sind die durchgeführten Maßnahmen beispielhaft in ihrem Vor-, Zwischen- und Endzustand fotografisch zu dokumentieren. Damit sich dem Betrachter Grund und Ziel der Maßnahme erschließt, müssen die jeweiligen Zustände im selben Bildausschnitt dargestellt werden. Gegebenenfalls sind zusätzliche Makro- bzw. Detail oder Überblickaufnahmen notwendig. Die Fotos sind als Fotodokumentation anzufügen und mit kurzen Erläuterungstexten zu versehen.

Die Dokumentation dient dem späteren Wiedereinbau der ausgebauten Elemente am originalen Ausbauort und ist mit entsprechender Genauigkeit auszuführen.

Form der Übergabe: Die Dokumentation ist in analoger (a) und digitaler (b) Form dem Auftraggeber zu übergeben.

a) Die Dokumentation ist in ungebundener Form, gelocht in Ordnern oder Schnellheftern, abzugeben. Die fotografischen Aufnahmen sind in der Größe 9 x 13 cm als analoge Belichtung oder in 10 x13 als digitale Belichtung (in hoher Bildqualität!), der Dokumentation auf A4-Blättern beizufügen. Diese Dokumentation ist dem Auftraggeber in 2-facher Ausfertigung zu übergeben.

b) Die Dokumentation mit Kartierung sowie die verwendeten Abbildungen sind in dem Hauptexemplar in digitaler Form anzufügen. Bildgröße für digitale Bilder 10 x 13 cm mit mindestens 300 dpi Auflösung, gespeichert. 20 h EP ........................ GP ........................

Titel 06 Restauratorische Baubegleitung ..................................

LV-Gesamtaufstellung: Seite 33.

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

[Seite 33]

Gotha, Schloss Friedenstein 07.09.2026 VE12.1 Restauratorische Begleitung Seite 33 von 33

Zusammenfassung der Gliederungspunkte

N r. Art Bezeichnung der Leistungsverzeichnisebene Gesamt in EUR

01 Titel Baustelleneinrichtung ..................................

02 Titel Putz- und Stucksicherung ..................................

03 Titel Baufreimachung, Bauteilschutz, Konservierung Vergoldungen ..................................

04 Titel Demontage und Umlagerung Leuchter (Nachunternehmerlei... ..................................

05 Titel Dokumentation Leistungen aus Titel 2 und 3 ..................................

06 Titel Restauratorische Baubegleitung ..................................

Gesamtsumme ..................................

MWSt. 19,0 % ..................................

Gesamtsumme inkl. MWSt. ..................................

Alle Einzelbeträge Netto in EUR

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