260326_FIAST_GLW_MUS_AIA_PDF.pdf

Projektsteuerungsleistungen für den Neubau Finanzamt Staßfurt

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 11:42 (Europe/Berlin)

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BIM-AIA zum Vertrag Neubau Finanzamt Staßfurt

BIM-

AUFTRAGGEBER-

INFORMATIONS-

ANFORDERUNGEN (BIM-AIA)

Neubau Finanzamt Staßfurt

Version: 1.0

Datum: 26.03.2026

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Dokumenteninformationen

TitelBIM-Auftraggeberinformationsanforderungen (BIM-AIA) Neubau Finanzamt Staßfurt
GeltungsbereichLeistungsphase 1-9 HOAI
AnsprechpartnerJohannes Höber
KontaktJohannes Höber, hoeber@ips-lsa.de

Revisionshistorie:

Rev. / Vers.DatumÄnderungsbeschreibung
V1.026.03.2026Entwurf für Ausschreibung Projektsteuerung
V1.1

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung .................................................................................... 5

1.1 Geltungsbereich des Dokuments .............................................................. 5

1.1.1 Auftraggeber-Informationsanforderungen ................................................................... 5

1.1.2 Dokumentenstruktur .................................................................................................. 6

1.2 Projektübersicht ...................................................................................... 6

1.3 Bereitgestellte Grundlagen ....................................................................... 8

2 BIM-Ziele und -Anwendungsfälle .................................................. 10

2.1 BIM-Ziele .............................................................................................. 10

2.2 BIM-Anwendungsfälle und digitale Liefergegenstände ............................. 11

3 Organisation und Rollen ............................................................... 24

3.1 Projektorganisation ............................................................................... 24

3.2 BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten ...................................................... 25

3.3 Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten .............................................. 27

4 Strategie der Zusammenarbeit ..................................................... 28

4.1 BIM-Workshop ...................................................................................... 28

4.2 BIM-Testphase (Proof of Concept) ......................................................... 28

4.3 BIM-Managementmeetings .................................................................... 29

4.4 BIM-Koordinationsmeetings ................................................................... 30

4.5 Data Drops ........................................................................................... 31

4.6 BIM-Koordination .................................................................................. 32

4.6.1 Vorgaben Koordinationsmodell ................................................................................. 32

4.6.2 Modellbasiertes Aufgabenmanagement ..................................................................... 32

5 Modellstruktur und Modellinhalte .................................................. 33

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5.1 Modellierungsvorgaben ......................................................................... 33

5.2 Koordinationssysteme ........................................................................... 34

5.3 Informationsbedarf ............................................................................... 35

5.3.1 Projekt- und Modellstruktur ...................................................................................... 35

5.3.2 Level of Development (LOD) .................................................................................... 36

5.3.3 Klassifikation ........................................................................................................... 39

5.3.4 Dateinamenskonvention ........................................................................................... 39

6 Qualitätssicherung ....................................................................... 40

6.1 Gesamtprozess der Qualitätssicherung ................................................... 40

6.1.1 Kollisionsprüfung ..................................................................................................... 41

6.1.2 Prüfung auf Einhaltung der Anforderungen aus AIA und BAP ..................................... 42

6.2 Qualitätsprüfung der Fachmodelle .......................................................... 43

6.3 Qualitätsprüfung der Koordinationsmodelle ............................................. 44

6.4 Workflow BIM Collaboration Format (BCF) .............................................. 45

6.5 Überprüfung und Freigabe ..................................................................... 45

7 Technologien .............................................................................. 46

7.1 Gemeinsame Datenumgebung ............................................................... 46

7.2 Softwarewerkzeuge und Lizenzen .......................................................... 48

7.3 Datenschutz und Datensicherheit ........................................................... 48

8 Geltende Normen und Richtlinien ................................................. 49

9 Anlagen ...................................................................................... 50

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1 Einleitung

1.1 Geltungsbereich des Dokuments

1.1.1 Auftraggeber-Informationsanforderungen Die Auftraggeber-Informationsanforderungen beschreiben gemäß VDI 2252 Blatt 10 „die Anfor- derungen des Auftraggebers an die Informationslieferungen des Auftragnehmers zur Erreichung der definierten BIM-Ziele und -Anwendungsfälle. Dazu gehört, dass die Informationen zum fest- gelegten Zeitpunkt in der geforderten Quantität und Qualität zur gemeinschaftlichen Nutzung vor- liegen.“ Die AIA beschreiben die Leistungen, die mit der Zuordnung zu Leistungsbildern im Ver- trag zu schließen sind. Die AIA unterscheiden nicht die einzelnen Grundleistungen und besonde- ren Leistungen. Sie beschreiben ebenfalls nicht, wie die geforderten Informationslieferungen er- stellt werden. Diese werden Bestandteil des BIM-Abwicklungsplans (BAP).

Der BIM-Abwicklungsplan dokumentiert gemäß VDI 2252 Blatt 10 „die nach Vertragsschluss ge- meinsam von der Auftragnehmerseite erarbeitete und mit dem Auftraggeber abgestimmte Vorge- hensweise zur Lieferung von Informationen und Daten und zur Erfüllung der vertraglich verein- barten AIA.“ Der BAP gilt für alle Projektbeteiligten und ist unter Verantwortung des in der Rolle der BIM-Gesamtkoordination tätigen Auftragnehmers unter Mitwirkung der Fachplaner in Abstim- mung mit dem BIM-Management zu erstellen. Der BAP ist i. d. R. ein dynamisches Dokument und wird während des Planungsprozesses fortgeschrieben.

Bei der Erstellung und Bearbeitung des BAP durch den Auftragnehmer ist der IPS-Standard zu verwenden. Dieser wird sodann vorausgefüllt von der IPS dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt. Der BAP ist folglich durch den Auftragnehmer zu komplettieren. Anschließend erfolgt in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess durch den AG mit den Auftragnehmern die Finalisie- rung des BAP.

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1.1.2 Dokumentenstruktur Die folgende Grafik (Abbildung 1) stellt die vorgesehene inhaltliche Aufteilung der BIM relevan- ten Dokumente dar.

Der AIA gilt grundsätzlich vorrangig des BAP.

Abbildung 1: Dokumentenstruktur

1.2 Projektübersicht

MaßnahmenbezeichnungNeubau Finanzamt Staßfurt
ProjektkürzelFIAST
Liegenschafts-AdresseSchlachthofstraße, 39418 Staßfurt
Art der MaßnahmeNeubau
AuftraggeberImmobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt
mbH (IPS)
Ansprechpartner IPSHr. Mathias Wuttke, Hr. Johannes Höber

Tabelle 1: Projektangaben

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Der vorliegende Stand AIA wird im Rahmen der Vergabe von Projektsteuerungsleistungen veröf-

fentlicht und dient in diesem Zusammenhang der Einordnung der projektspezifischen Anforde-

rungen an die Anwendung der BIM-Methodik.

Aufgrund des aktuellen Projektstandes sind einzelne Inhalte und Festlegungen noch nicht ab-

schließend definiert und werden im weiteren Projektverlauf fortgeschrieben und konkretisiert. Die

AIA bilden in ihrer fortgeschriebenen Fassung die Grundlage für die Vergabe und Leistungser-

bringung der Fachplanungsdisziplinen bis einschließlich Leistungsphase 4 sowie gleichermaßen

für die Definition der BIM-bezogenen Anforderungen an den Generalunternehmer ab Leistungs-

phase 5.

Die grundsätzlich vorgesehenen Fachplanungsdisziplinen orientieren sich am Bauherrenstan-

dard und sind in der nachfolgenden Tabelle 2 dargestellt. Die Tabelle bildet die vom Auftraggeber

grundsätzlich vorgesehenen Fachplanungsbereiche ab und dient als Orientierung für die Struktur

der Planungsleistungen innerhalb des Projekts. Die projektspezifische Festlegung der tatsächlich

auszuschreibenden Fachplanungsdisziplinen sowie deren konkrete Abgrenzung und Zuordnung

erfolgt im weiteren Projektverlauf in Abstimmung mit der Projektsteuerung und wird im Zuge der

Fortschreibung der Auftraggeber-Informationsanforderungen entsprechend konkretisiert.

Fachdisziplin/ Leistungsbilder FachplanungAbkürzung
Objektplanung – Gebäude und InnenräumeOPL-ARC
Objektplanung – IngenieurbauwerkeOPL-IB
Fachplanung – TragwerksplanungTWP
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 1 (Abwasser-, Wasser-TGA-AG1
oder Gasanlagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 2 (Wärmeversor-TGA-AG2
gungsanlagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 3 (Lufttechnische An-TGA-AG3
lagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 4 (Starkstromanlagen)TGA-AG4

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Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 5 (Fernmelde- oder in-TGA-AG5
formationstechnische Anlagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 6 (Förderanlagen)TGA-AG6
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 7.1 (Nutzungsspezifi-TGA-AG7.1
sche Anlagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 7.2 (Verfahrenstechni-TGA-AG7.2
sche Anlagen)
Fachplanung – Techn. Gebäudeausrüstung Anlagengruppe 8 (Gebäudeautoma-TGA-AG8
tion)
Fachplanung – Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung)BPW
Fachplanung – Bauphysik (Bauakustik (Schallschutz))BPS
Fachplanung – Bauphysik (Raumakustik)BPR
Brandschutzplanung gemäß AHOBS
BIM - GesamtkoordinationBIM-GK

Tabelle 2: Beteiligte Fachdisziplinen

1.3 Bereitgestellte Grundlagen

Für die Leistungserbringung und Umsetzung der BIM-Anwendungsfälle werden vom Auftragge-

ber folgende Grundlagen zur Verfügung gestellt:

GrundlagenBeschreibungDatenformatZeitpunkt der Bereitstellung
Projektbeschrei-Übersicht zum aktuellen/ vor-XLSX, PDFMit Aufforderung zur Ange- botsabgabe
bung/ vorläufi-läufigen nutzerseitigen
ger BedarfRaumbedarf
Nutzungsbe-Zusammenstellung der nut-PDFMit Aufforderung zur Ange-
darfskonzeptzerseitigen Anforderungenbotsabgabe

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RaumcodierungVorgaben zur Benennung,XLSX, PDFMit Aufforderung zur Ange- botsabgabe
Nummerierung und Codie-
rung der Räume nach Nut-
zer- und Betreibervorgabe
Tür- und Fens- tercodierungVorgaben zur Benennung,XLSX, PDFMit Vertragsunterzeichnung
Nummerierung und Codie-
rung der Türen und Fenster
nach Nutzer und Betreiber-
vorgabe
Benutzeradres-Übergeordnete Struktur fürXLSX, PDFMit Aufforderung zur Ange- botsabgabe
sierungssystemdas Anlagensystem gem.
IPS (BAS)Standard IPS
Liegenschaftsin- formationsanfor- derungen (LIA)Übergeordnete Zusammen-PDFMit Aufforderung zur Ange- botsabgabe
fassung der zu berücksichti-
genden Anforderungen für
den Gebäudebetrieb
Nutzungsord-Festlegung zur Nutzung CDEPDFMit Aufforderung zur Ange-
nung CDEbotsabgabe
CDE-Hand-Grundlagen zur Nutzung desPDFMit Aufforderung zur Ange-
lungsanweisungCDEbotsabgabe
AuftraggeberÜbersicht der zu erstellenden Bestands- und Revisionsun- terlagenPDFMit Aufforderung zur Ange-
Anforderungenbotsabgabe
an die Doku-
mentation
Koppla Hand-Grundlagen zur Nutzung der TerminplanungssoftwarePDFMit Aufforderung zur Ange- botsabgabe
lungsanweise-
ung

Tabelle 3: Zusammenstellung von Grundlagen für modellbasierte Planung seitens des Auftraggebers

Die weiteren, in dem Vertrag beigefügten Anlagen und Verweise etc. sind gleichermaßen zu be- rücksichtigen.

Verweis auf HOAI: Ortsbesichtigungen und Bestandsaufnahmen zum Abgleich der realen Situa-

tion sind grundlegend durch den Auftragnehmer auszuführen, um die Pläne analog der Ist-Situa-

tion abgleichen zu können.

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2 BIM-Ziele und -Anwendungsfälle

2.1 BIM-Ziele

Bei der Anwendung von BIM werden primär die folgenden projektspezifischen BIM-Ziele seitens des Auftraggebers sowie die daraus abgeleiteten BIM-Anwendungsfälle (AWF) fokussiert:

Nr.BIM-ProjektzieleBeschreibung der BIM-Projektziele
01Erhöhte PlanungsqualitätMöglichkeiten der regelbasierten und (teilweise)
automatisierten Prüfung von Daten und Geomet-
rien vereinfachen die Erkennung von geometri-
schen und nichtgeometrischen Inkonsistenzen
und die Überprüfung von Anforderungen an die
Planung.
02Transparente Öffentlichkeitsar- beitDurch Visualisierungen der Modelle und von Ab-
läufen können Projektstände transparent im Pro-
jektteam und in der Öffentlichkeit dargestellt wer-
den. Dies stärkt das Vertrauen der Öffentlichkeit
und fördert den offenen Dialog mit allen Beteilig-
ten.
03Verbesserung der Nachhaltig- keit / RessourceneffizienzEine ganzheitliche Planung, die auf nachhaltige
und ressourcenschonende Prozesse setzt, redu-
ziert den Verbrauch von Rohstoffen und mini-
miert Umweltauswirkungen. Der Fokus liegt da-
rauf, den gesamten Lebenszyklus des Projekts
ökologisch und effizient zu gestalten
04Kommunikation und Koopera- tionDurch die Qualitätsanforderungen an die Liefer-
gegenstände und strategische Zusammenarbeit
aller Disziplinen an einem Koordinationsmodell
kann eine verbesserte Koordination und Verant-
wortungsregelung sowie verbesserte Kommuni-
kation zwischen Projektbeteiligten erzielt werden.
05Erhöhte TerminsicherheitDurch die Verknüpfung von Modellelementen mit
Vorgängen und Terminen können verlässliche
Terminpläne generiert werden und Termine koor-
diniert werden darüber hinaus wird Koppla als
kollaborative Terminplanungssoftware genutzt.
06Erhöhte KostensicherheitDurch die Ableitung von Mengen aus den Model- len und die Verknüpfung mit aktuellen Kosten können über die gesamte Planungs- und Bau- phase hinweg Kostenermittlungen erstellt wer- den, deren Verlässlichkeit der jeweiligen Pla- nungstiefe entspricht.

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07Verbessertes RisikomanagementObjektorientierte BIM-Modelle schaffen eine bes- sere Informationsgrundlage für das Erkennen, Analysieren, Bewerten, Überwachen und Steuern von Projektrisiken.
08Erhöhtes VerständnisDurch Visualisierungen der Modelle und Abläu- fen können Projektstände transparent im Projekt- team t dargestellt werden.
09Konsolidierte Daten (Single Source of Truth)Die Dokumentation einer Planungsdisziplin (Pläne, Modelle etc.) und die Daten (Alphanume- rik, Raumbuch, Türlisten etc.) erfolgen aus einer Quelle. Damit werden redundante Informationen vermieden, Fehlerquellen minimiert und eine er- höhte Datenqualität erzielt.
10Optimierte Übergabe für einen ressourceneffizienten BetriebKlare Informationsanforderungen und Verantwort- lichkeiten ermöglichen eine reibungslose Über- gabe in den Betrieb. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Gebäudedaten vollständig, kon- sistent und digital verfügbar sind, um einen nach- haltigen, wirtschaftlichen und effizienten Betrieb zu unterstützen.

Tabelle 4: Projektspezifische BIM-Ziele

2.2 BIM-Anwendungsfälle und digitale Liefergegenstände

Um die spezifischen BIM-Projektziele zu erreichen, müssen BIM-Anwendungsfälle definiert wer- den, die durch spezifische BIM-Anforderungen gekennzeichnet sind. Durch die Einhaltung der BIM-Anforderungen innerhalb der BIM-Modelle können die BIM-Anwendungsfälle umgesetzt und die BIM-Projektziele erreicht werden. Im Folgenden wird definiert, welche

  • BIM-Anwendungsfälle (z.B. 000 Grundsätzliches)
  • Liefergegenstände (z.B. Teil- und Fachmodelle)
  • Lieferturnus
  • Datenformat

im vorliegenden Projekt wann durchgeführt werden müssen, um die definierten BIM-Ziele zu er- reichen. Die Konkretisierung erfolgt im Zusammenhang mit einer Abstimmung des BAP zwischen Auftraggeber und den Auftragnehmern.

Die konkreten Verantwortlichkeiten für die BIM-Anwendungsfälle und die damit korrespondieren- den digitalen Liefergegenständen werden in Zusammenarbeit zwischen IPS, Projektsteuerung und BIM-Management festgelegt und sukzessive fortgeschrieben.

000GrundsätzlichesLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
1123456789B
Die Grundparameter stellen die Grundlagen für das BIM-Projekt dar. Die Planung soll anhand parametri- sierter 3D-Modelle erfolgen. Alle Projektdateien, unabhängig vom Status der Fertigstellung inkl. der BIM-

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Modelle, werden auf dem CDE (Common Data Environment) abgelegt und verwaltet. Sämtliche Kommu- nikation und Kollaboration zum Projekt und dessen Planungsaufgaben sollen über das CDE erfolgen, um die Anzahl der Kommunikationskanäle zu reduzieren und eine spätere Nachverfolgung für die Projektdo- kumentation zu ermöglichen. Gleichermaßen ist angedacht ein Microsoft Teams Team, das von der IPS erstellt und geteilt wird, für die Bearbeitung von Dokumenten in Arbeitsständen zu verwenden. Darüber hinaus wird Koppla als kollaborative Terminplanungssoftware zur Verfügung gestellt.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
BIM-Abwicklungsplan (BAP)WordDer erste BAP ist 4 Wochen nach Erhalt der Vorlage-BAP- Datei zu übermitteln. Fortschreibungen des BAP für eine neue LPH sind zu Beginn der LPH vor- zulegen.
Der BAP ist durch den Auftragnehmer auszufüllen und über das CDE an die IPS und an das BIM-Ma- nagement zu übergeben. Als Vorlage wird dem Auftragnehmer ein vorausgefüllter BAP (im IPS-Format) übergeben. Der erste BAP ist innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt der BAP-Vorlage-Datei durch den Auf- tragnehmer zu vervollständigen und über das CDE bereitzustellen. Es ist vorgesehen, den BAP für jede neue Leistungsphase (LPH) und bedarfsweise nach Erfordernis fortzuschreiben. Demnach ist direkt zu Beginn einer (neuen) LPH durch den Auftragnehmer der fortgeschriebene BAP für min. diese LPH zu übermitteln. Es ist vorgesehen innerhalb von 2 Wochen den BAP abzustimmen und zu finalisieren. Die Abstimmungen zu den BAPs erfolgen in gemeinsamen Workshops mit Auftragnehmer, BIM-Management und IPS.
Teil- und Fachmodelle GesamtmodelleIFC und nativAnalog der im BAP definierten Data Drops, mindestens jedoch monatlich
Die Teil- und Fachmodelle sowie das Gesamtmodell, insbesondere die jeweiligen Arbeitsstände, sind in regelmäßigen Abständen über das CDE zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich sind sämtliche digitalen Liefergegenstände in das CDE abzulegen, zu verteilen und zu verwalten etc. Das Gesamtmodell, beste- hend aus allen Fachdisziplinen, ist ebenfalls zu übergeben. Detaillierte Abstimmung zu den Fachmodel- len, die in das Gesamtmodell zu überführen sind (z. B. soll Architektur und/oder Tragwerksmodell Be- standteil des Gesamtmodells sein), werden bei Erstellung des BAP mit der IPS geführt.
As-Planned-ModellIFC und nativMit Fertigstellung der Entwurfs- und Ausführungsplanung (Ende Leistungs- phase 3 und 5)
Die schlusskoordinierte Entwurfs- und Ausführungsplanung ist als As-Planned-Modell zu übergeben. Hierfür sind sämtliche Fachmodelle und das Gesamtmodell zu übergeben. Die Modelle sind wider- spruchs- und kollisionsfrei unter Einhaltung der Modellqualität gemäß dem LOD in das CDE einzustellen. Die Modelle werden als kollisionsfrei bezeichnet, sofern keine Kollisionen gemäß der vorgegebenen Re- geln und Toleranzen vorliegen.
010PlanungsvariantenvergleichLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
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Erstellung von Planungsvarianten als BIM-Modell zur Vereinfachung der Analyse und Bewertung hin- sichtlich Kosten, Terminen, baulich-konstruktiver Gestaltung bzw. Qualitäten. Im Rahmen der Varian- tenuntersuchung sind Planungsvarianten durch den Auftragnehmer in Form von digitalen Modellen zu erstellen. Die Anzahl der Variantenuntersuchungen sowie der jeweilige Untersuchungsumfang werden in Abstimmung zwischen IPS, Projektsteuerung und BIM-Management festgelegt und bei Bedarf fort- geschrieben. Die digitalen Modelle sind eine wesentliche Basis für die Bewertung der später für den

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Betrieb relevanten Parameter in Bezug auf die wirtschaftliche und energetische Nutzung des Bau- werks. Für den Vergleich der Varianten sind aus den Modellen abgeleitete Pläne sowie eine energeti- sche Simulation für die betriebliche Betrachtung zur Verfügung zu stellen. Zudem sind die in den Mo- dellen erfassten Mengen als nachvollziehbare Grundlage für die Ermittlung von Kosten (nach DIN 276 von 12/2018) zu verwenden. Im Fokus steht dabei die wirtschaftliche und energetische Untersuchung von Varianten für die Energie- und Wärmeversorgung zur Ermittlung des Primärenergiebedarfs nach DIN 18599 unter Beachtung der Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
VariantenuntersuchungXLSX, PDF und nativAuf Abruf
Die Fach- und Teilmodelle sind für jede zu untersuchende Variante jeweils durch Objekte bzw. Volu- menkörper mit Anzahl, Abmessung, Form, Lage und Orientierung zu modellieren sowie mit allen leis- tungsphasenspezifischen und betriebsrelevanten Parametern zu attribuieren, um eine energetische Simulation durchzuführen und zu bewerten. Basierend auf den durchgeführten Untersuchungen sind für den AG Entscheidungsvorlagen auszuarbeiten.
020VisualisierungLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
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Bedarfsgerechte Visualisierung auf Grundlage der BIM-Modelle als Basis für Projektbesprechungen im Zuge der Planung und Ausführung sowie für die Öffentlichkeitsarbeit. Auf Basis der digitalen Gelände- und Gebäudemodelle sind für die Kommunikation mit allen Projektbeteiligten sowie für die Öffentlich- keit Visualisierungen zu erstellen. Hierfür werden fotorealistische Bilder bzw. Videos ausgewählter An- sichten und Inhalten der Modelle erzeugt. Zudem werden die Modelle als Grundlage für die Anwen- dung von Virtual Reality genutzt. D ie Sichtgrenzen für die folgenden Liefergegenstände sind durch den AG zu definieren.
Digitale LiefergegenständeDateifor-Turnus
mat
VisualisierungsmodellIFC 4.0 mit Tex- turen (auch als einzelne Textur- bzw. Bildda- tei) und nativ, EXE-Da- tei/Link (für be- gehbare 360°-Pa- nora- men)1-mal im Rahmen der Grundlagenermittlung (LPH1), 1-mal im Rah- men der Vorplanung (LPH2), 1-mal im Rah- men der Entwurfspla- nung (LPH3), 2-mal im Rahmen der Ausführungsplanung (LPH5), davon 1-mal auf Abruf, 1-mal mit Finali- sierung der Ausfüh- rungsplanung (LPH5)
Für den Einsatz von Virtual Reality sind die Oberflächen der BIM-Modelle, die Lichtverhältnisse etc. für die gesamte Liegenschaft entsprechend zu designen. Ziel ist eine möglichst detailreiche und realitäts- nahe Abbildung der ausgewählten Bereiche. Auf Basis dieser Modelle sind 360°-Panoramen, die selbstständig und ohne zusätzliche Software (z. B. als ausführbare Datei oder mittels Webexplorer) digital durchlaufen werden können, zu erstellen. Folgende Anforderungen sind dabei zu berücksichtigen:  Detaillierung gem. LOG der jeweiligen Leistungsphase (siehe Kap. 5.3.2)  Integration aller projektspezifischer Fachmodelle  Aufbereitung / Nachbearbeitung der Fachmodelle anderer an der Planung Beteiligter mit Tex- turen und Materialien

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 Voreinstellung der Beleuchtung, Materialien, Kameras, Standpunkte auf abgestimmten Pfaden und Rundgängen
RenderingsNativ, Bildfor- mat SVG und PNG oder TIFF1-mal im Rahmen der Grundlagenermittlung (LPH1), 1-mal im Rah- men der Vorplanung (LPH2), 1-mal im Rah- men der Entwurfspla- nung (LPH3), 2-mal im Rahmen der Ausführungsplanung (LPH5), davon 1-mal auf Abruf, 1-mal mit Finali- sierung der Ausfüh- rungsplanung (LPH5)
Auf Basis des Visualisierungsmodells sind für die Projektbeteiligten und für weitere Zwecke (z. B. für die Öffentlichkeit) bedarfsgerechte Visualisierungen in Form von Renderings zu erstellen. Für die Liegenschaft sind je folgende Bereiche als gerenderte Perspektive darzustellen:  2 bis 3 repräsentative Außenperspektiven, die Darstellung der Sichtgrenzen und Bestandsbe- bauung ist mit dem AG abzustimmen  2 repräsentative Innenperspektiven je Bereich entsprechend Raumprogramm (I. Büro/ Home- base; II. Zentrale Sonderflächen; Außen- und ergänzende Aufenthaltsflächen)  1 repräsentative Innenperspektive je Raummodul Der genaue Darstellungsumfang sowie weitere erforderliche Sichtpunkte werden in Zusammenarbeit zwischen IPS, Projektsteuerung und BIM-Management festgelegt und fortgeschrieben. Folgende Anforderungen sind dabei grundsätzlich zu berücksichtigen: - Auflösung 3840 x 2160 Pixel (4K) - Realistische Texturen und Materialien - Hochwertige Beleuchtung und Schatten Ziel ist eine möglichst detailreiche und realitätsnahe Abbildung der ausgewählten Bereiche.
Videos (z.B. Walkthroughs)Nativ, Vi- deodatei MP4 (MPEG- 4)1-mal im Rahmen der Grundlagenermittlung (LPH1), 1-mal im Rah- men der Vorplanung (LPH2), 1-mal im Rah- men der Entwurfspla- nung (LPH3), 2-mal im Rahmen der Ausführungsplanung (LPH5), davon 1-mal auf Abruf, 1-mal mit Finali- sierung der Ausfüh- rungsplanung (LPH5)
Auf Basis des Visualisierungsmodells sind für die Projektbeteiligten und für weitere Zwecke (z. B. für die Öffentlichkeit) bedarfsgerechte Visualisierungen in Form von Videos (z. B. Walkthroughs) zu er- stellen. Für die durch den AG festgelegten Bereiche (siehe “Renderings”) sind je Bereich ein Video als Walkthrough zu erstellen. Die konkreten Pfade und Perspektiven sind vorher mit dem AG abzustim- men. Die Videos sind in einer Auflösung von mind. Full-HD 1080p, 30fps zu übergeben.

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030Koordination der FachgewerkeLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
123456789B
Regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle in einem Koordinationsmodell mit anschließender au- tomatisierter Kollisionsprüfung, systematischer Konfliktbehebung und Prüfung weiterer Qualitätskriterien. Alle Fach- und Koordinationsmodelle sind auf dem CDE (Common Data Environment) abzulegen. Sämtli- che Kommunikation und Kollaboration zum Projekt und insbesondere bezüglich der Modellkoordination und -prüfung sowie daraus abgeleitete Aufgaben sollen über das CDE erfolgen, um die Anzahl der Kom- munikationskanäle zu reduzieren und eine spätere Nachverfolgung für die Projektdokumentation zu er- möglichen.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
KoordinationsmodellIFC und nativNach jedem im BAP definierten Data Drop, min- destens jedoch monatlich
Die Fachmodelle der verschiedenen Disziplinen sind kontinuierlich in einem Koordinationsmodell zusam- menzuführen. Eine korrekte (georeferenzierte) Lagebeziehung der Modelle ist sicherzustellen.
Ergebnis der Modellprüfung (BCF)BCF, PDFNach jeder durch- geführten Modell- prüfung
Nach jeder Modellprüfung ist die Dokumentation in Form einer BCF-Datei auf dem CDE hochzuladen. Gleichermaßen ist diese im Modell-Modul der CDE zu importieren, sodass das Aufgabenmanagement transparent für die Projektbeteiligten nachverfolgt werden kann. Hierfür ist eine Dokumentation sämtlicher Prüfregeln als Übersicht zu übergeben (PDF-Format). Im Rahmen des BAP sind die Prüfregeln gemein- sam mit dem BIM-Management abzustimmen.
QualitätsberichtePDF, XLSXNach jeder durch- geführten Modell- prüfung
Zur Dokumentation der durchgeführten Modellprüfung sind mindestens folgende Qualitätsberichte zu lie- fern: - Modelllieferlisten mit Lieferdatum, Kennung, kurze Beschreibung der Entwicklung zum vorherigen Stand - Issue-Übersicht mit Darstellung der Issue-Entwicklung und Prognose neuer, offener und gelöster Issues - Qualitätsbericht mit Bewertung der Fachmodelle zum Stand der Modellierung, Attribuierung und übergeordneter Modellqualität (Qualitätsbericht ist jeweils am Ende der Leistungsphase zu über- geben)
040Bemessung und Nachweisführung BNBLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
Nachhaltigkeitszertifizierung123456789B
Nutzung des BIM-Modells für die Bemessung und Nachweisführung zur Nachhaltigkeitszertifizierung. Im Rahmen des Projekts steht die Bewertung, Bemessung und Nachweisführung der Nachhaltigkeit auf Basis des Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesbauten (BNB) im Fokus. Hierfür sind durch den Auftragnehmer zunächst entsprechende Annahmen bei der Attribuierung zu treffen (siehe MEM) und anschließend mit der IPS abzustimmen. Der Auftragnehmer unterstützt bei der Festlegung relevanter Attri- bute zur BNB-Zertifizierung und ist verpflichtet die abstimmten zertifizierungsrelevanten Attribute in den Fachmodellen einzubinden.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
Teil- und FachmodelleIFC und nativ, Auswertung in Wordformat (z. B. XLSX)1-mal in jeder Leis- tungsphase entspre- chend des Zertifizie- rungsprozesses und - konzepts

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Die Teil- und Fachmodelle sind mit den bemessungsrelevanten Attributen für die Zertifizierung gemäß des Zertifizierungskonzeptes zu hinterlegen. Für die Nachhaltigkeitszertifizierung werden die relevanten Attribute aus den Modellen genutzt, um die Nachweisführung basierend auf dem aktuellen Planungsstand durchzuführen. Die Ergebnisse der Zertifi- zierungsprüfung, z. B. Anpassungen in Qualitäten, Materialien etc., sind im Anschluss modellbasiert zu- rückzuführen. Ziel ist es, diese Informationen strukturiert in den BIM-Modellen abzubilden, um eine kon- sistente Datenbasis für die Zertifizierungsdokumentation und den späteren Gebäudebetrieb sicherzustel- len. Für die Attribuierung der Modelle hinsichtlich nachhaltigkeitsspezifischer Informationen im Kontext der BNB-Zertifizierung soll ein Konzept des Auftragnehmers in Zusammenarbeit mit dem Fachplaner er- stellt werden, das die beschriebene Informationsnutzung für den Zertifizierungsprozess abbildet. Das Er- gebnis der modellbasierten BNB-Bemessung ist der in geeigneter Form (z. B. als Excel-Tabelle) zur Ver- fügung zu stellen. Übergeordneter Prozess für AWF 040

050Ableitung von PlanungsunterlagenLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
und Listen
051Vorplanung123456789B
052Entwurfsplanung123456789B
053Genehmigungsplanung123456789B
054Ausführungsplanung123456789B
055Materiallisten123456789B
056Tür- und Fensterlisten123456789B
057aAnlagenlisten aller wartungspflichtigen baulichen Anlagen der KG 300Anlagen aller technischer Anlagen der KG 400 so- wie der technischen Anlagen in den Au- ßenanlagen der KG 500 gemäß “Auftrag- geber Anforderungen für den zukünftigen Betrieb für das Leistungsbild des Auftrag- nehmers”1233445566778899B
057bTabellarische Zusammenstellung der Flächen aus dem Raumbuch, aufgelistet nach gleichartigen Merkmalen wie Bo- denbelägen, Fliesenspiegel usw. und123456789B

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technischen Anlagen gemäß “Auftragge- ber Anforderungen für den zukünftigen Betrieb für das Leistungsbild des Auftrag- nehmers”
057cTabellarische Zusammenstellung von gleichartigen Flächen nach ihrer Funktion (Verkehrsflächen, allgemeine Technik- räume, Laborräume usw.) gemäß “Auf- traggeber Anforderungen für den zukünf- tigen Betrieb für das Leistungsbild des Auftragnehmers”123456789B
057dTabellarische Zusammenstellung Ein- zelflächen Dach und Fach nach gleichar- tigen Merkmalen (Fenster öffenbar, Fest- verglasungen, unterschiedliche Dach- oberflächen; Rinnen, Dacheinläufe usw.) gemäß “Auftraggeber Anforderungen für den zukünftigen Betrieb für das Leis- tungsbild des Auftragnehmers”123456789B
058Benutzeradressierungssystem (BAS)123456789B
059Revisionsunterlagen gem. As-Built- Modell123456789B
Erzeugen der 2D Vorentwurfs-, Entwurfs -, Genehmigungs- und Ausführungsplänen und (nutzerspezifi- schen) Listen auf Basis der Bauwerksinformationsmodelle.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
Abgeleitete PlanunterlagenDWG, PDF, nativAm Ende der LPH 2, 3, 4, 5, 8, 9 sowie zu- sätzlich 2-mal pro LPH 2, 3 und 5 inner- halb von 2 Wochen nach Abruf
Die Erstellung von 2D- und 3D-Planunterlagen erfolgt über die Ableitung aus den 3D-Modellen heraus.
Abgeleitete ListenXLSX, PDFAm Ende jeder LPH sowie 2- mal pro Leis- tungsphase in- nerhalb von 2 Wochen nach Abruf
Die Erstellung von (bauteilbezogenen) Listen sowie weiteren nutzerspezifischen Listen und das BAS- System erfolgt über die Ableitung aus den 3D-Modellen heraus. Listenelemente, die nicht über das Mo- dell ermittelt werden, sind gesondert zu kennzeichnen. Grundsätzlich sind alle Projektinformationen gemäß gefordertem Inhalt der Listen - unabhängig, davon, ob diese im Modell modelliert/erfasst sind – in den Listen aufzuführen.
060RaumbuchLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
11245678899B
Die Räumlichkeiten sind anhand digitaler Repräsentationen (z.B. durch digitalisierte Aufstellung einer Bedarfsplanung) modellbasiert abzubilden. Darauf fußend ist ein digitales Raumbuch zu führen und fortzuschreiben. Die diesbezüglichen Informationen (Abmessungen, Funktionen, Ausstattungen etc.), insbesondere geometrischer Natur, sind generisch aus dem Modell heraus abzuleiten. Weiterhin sind

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geschossweise 2D-Pläne zu generieren, in denen die Grundflächen und Rauminhalte gemäß DIN 277 erfasst und dargestellt werden.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
Digitales RaumbuchNativ, XLSX, PDFAm Ende der Leistungsphasen 1, 2, 3, 5 und 8 sowie nach Übergabe des FM-Modells
Die Raumbedarfe des Nutzers sind mittels 3D-Räume bzw. Volumenkörper in den BIM-Modellen (der Objektplanung) abzubilden. Sodann sind diese, dem Projektstand entsprechend, kontinuierlich fortzu- schreiben. Dies betrifft sowohl die Geometrie als auch die Alphanumerik. Ab LPH 3 müssen die digita- len Räume bzw. das digitale Raumbuch insbesondere sämtliche Raumnummern beinhalten (u. a. die Raumcodes des Nutzers und aus der Planung). Über den Modellexport sind die digitalen Raumbücher in Übersichtslisten zur Verfügung zu stellen.
RaumflächenübersichtspläneDWG, PDFDie Am Ende der Leistungs- phasen 3, 5 und 8 sowie nach Übergabe des FM-Modells
Auf Grundlage der BIM-Modelle mit den darin eingepflegten Räumen sind je Geschoss 2D-Pläne abzu- leiten, in denen raumweise die jeweiligen Grundflächen und Rauminhalte gemäß DIN 277 angegeben werden. Die Räume sind mit dem jeweiligen Raumstempel zu versehen und entsprechend der Flä- chenart in Anlehnung an DIN 277 farblich zu kennzeichnen. Der Raumstempel beinhaltet - IPS-Raumcode - Angaben der Flächenzahl zu Brutto-Grundfläche (BGF), Konstruktions-Grundfläche (KGF), Netto-Raumfläche (NRF) mit Unterteilung in Nutzungsfläche (NUF 1 bis 13), Technikfläche (TF) und Verkehrsfläche (VF) Die Flächen sind gemäß nachfolgender Vorgabe farblich zu kennzeichnen: In Anleh- nung DIN 277 Farbcodierung NUF Nutzungsfläche Microsoft Hex-Code NUF 1 A Wohnen und Aufenthalt #FF9999 NUF 2 B Büroarbeit #FFC000 Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Forschung und NUF 3 E Entwicklung #CC9900 NUF 4 L Lagern, Verteilen und Verkaufen #B2B2B2 NUF 5 U Bildung, Unterricht und Kultur #CC99FF NUF 6 H Heilen und Pflegen #99CC00 NUF 7 S Sonstige Nutzungen #33CCCC NUF 8 T Technikfläche #BDD7EE NUF 9 V Verkehrsfläche #FFFF00 NUF 10 G Grünanlagen #CCFF99 NUF 11 D Dach #FF5050 NUF 12 F Fassade #0099FF NUF 13 R Grau (befestigte Außenfläche) #D9D9D9
070Mengen- und KostenermittlungLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
071Mengenermittlung123456789B
072Kostenschätzung123456789B

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073Kostenberechnung123456789B
Ermittlung strukturierter und bauteilbezogener Mengen (Volumen, Flächen, Längen, Stückzahlen) an- hand des BIM-Modells als Basis für die Kostenermittlung nach üblichen Kostengliederungen (DIN 276, etc.). Die Mengen für die Massen- und Kostenermittlung werden regelbasiert aus BIM-Modellen abge- leitet. Die bauteilbezogenen Mengen (Volumen, Flächen, Längen, Stückzahlen etc.) sind anhand der Bauteilgeometrien, Objektmerkmalen und Attributen nachvollziehbar abzuleiten. Durch die Verknüp- fung von Modellelementen und Mengen mit Kosten ist eine Kostenermittlung möglich. Die erforderliche Genauigkeit einer Mengen- und Kostenermittlung orientiert sich an der entsprechenden Leistungs- phase bzw. dem Verwendungszweck.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus
Mengen- und KostenermittlungNativ, XLSX, PDFJeweils zur Übergabe der Kostenermittlun- gen
Die mit dem Modell generisch erzeugten Mengen sind zur Erstellung von Kostenermittlungen nach DIN 276 heranzuziehen. Mengen, die nicht über das Modell ermittelt werden, sind gesondert zu kenn- zeichnen. Grundsätzlich sind alle Mengen und Kosten, unabhängig davon, ob diese in den Modellen modelliert/erfasst sind, zu erfassen. Die Mengen- und Kostenermittlung sind tabellarisch, strukturiert, vollständig und mit allen erforderli- chen Angaben zu erstellen. Dazu gehören mindestens: - Gebäude - Bauteil - Geschoss - GUID bzw. Kennzeichnung „nicht modellbasiert“ - Klassifizierung nach Kostengruppe DIN 276 - Einheit - Menge - Kosten EP und GP Die Tabelle ist filterbar zu erstellen und zu übergeben und soll jedes Bauteil sowie mögliche Gruppie- rungen umfassen.
100Mängel- und AbnahmemanagementLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
123456789B
Nutzung von Aconex zur digitalen Erfassung, Verortung und Dokumentation von Ausführungsmängeln und deren Nachverfolgung zur Behebung sowie zu klärende Punkte als Grundlage für eine digitale-refe- renzierte Durchführung von Abnahmen.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus/Datum
MängelübersichtPDF, XLSXKontinuierlich in LPH 8
Mängel sind digital zu über das Aconex Field Modul fortlaufend zu führen und in die Planung zu referen- zieren. Dafür ist ein geeigneter Prozess im Acone Field Modul vorzuschlagen und mit dem AG abzustim- men. Die bereits über Aconex durch den AG zur Verfügung gestellte Funktion „Field“ ist vorrangig zu be- trachten. Prozess und Softwarelösung sind durch den AG freizugeben. Die technologische Lösung muss die referenzierte Verfolgung des Mängelmanagementsystems abbilden. Der Bauherr, die Projektsteue- rung und das BIM-Management haben dauerhaft und vollständigen Zugriff inkl. Sicht- und Schreibrechte auf die erstellen Mängel in Aconex Field. Folglich sind Erfassung, Abarbeitungsstand und Dokumenta- tion etc. der Mängel in Übersichten zu listen. Im Ergebnis sind regelmäßig Übersichtslisten mit dem aktu- ellen Bearbeitungstand des Mangels aus dem Aconex Field Modul zu generieren, aus denen insbeson- dere die Verortung, Zeitdaten (wann wurde der Mangel festgestellt, abgearbeitet, abgenommen etc.) die Verantwortlichkeiten, Klassifizierung und Priorisierung sowie der Status eines Mangels hervorgehen. Des Weiteren sind die Mängel mit Fotos und ggf. zusammenhängenden Dokumenten zu hinterlegen.
AbnahmeprotokollPDFNach jeder Abnahmebe- gehung

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Nach jeder formellen Abnahme der geschuldeten Leistung der Unternehmen ist ein Abnahmeprotokoll mit den offenen Punkten und der Auflistung aller Mängel mit Referenzierung auf das Objekt zu erstellen und auf der CDE bereitzustellen.

180InbetriebnahmemanagementLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
123456789B
Digitale, modellbasierte Unterstützung der Aufgaben des Inbetriebnahmemanagements von der Pla- nungsphase, über die Bauausführung bis zur Übergabe in den Betrieb. Ein Fokus liegt hierbei v. a. auf der TGA oder der Leit- und Steuerungstechnik.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus/Datum
InbetriebnahmeprotokollPDFNach jeder Inbe- triebnahme
Nach jeder formellen Inbetriebnahme der geschuldeten Leistung der Unternehmen ist ein Inbetriebnah- meprotokoll mit Referenzierung auf das Modell zu erstellen und auf der CDE bereitzustellen.
110Projekt- und Bauwerksdokumentation (As-built)Leistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
123456789B
Erstellung eines "As-Built-Modells" als "digitale Bauwerksakte“ mit detaillierten Informationen zur Ausfüh- rung, z. B. verwendete Materialien und Produkte sowie ggf. Verweise auf Prüfprotokolle und weitere Do- kumente. Die Anforderungen an die zu erfassenden und zu dokumentierenden Informationen ergeben sich aus den Anforderungen an die Baudokumentation und an die Bestandsdokumentation sowie den in den AIA definierten Anforderungen. Anforderungen an Inhalt und Genauigkeit des Dokumentationsmo- dells sind der AIA, MEM und LOD zu entnehmen.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus/Datum
As-Built-ModellIFC und nativ, BCF2 Monate nach baulicher Fertigstellung der Ge- samtbaumaßnahme (mit bauordnungsrechtlicher Abnahme)
Der tatsächlich gebaute Zustand ist in das Modell, das As-Built-Modell, zu überführen. Hierfür sind die Bauteile insbesondere hinsichtlich deren Lage genauestens zu erfassen. Es ist vorgesehen, das As- Built-Modell als Basis für den Gebäudebetrieb bzw. für das FM-Modell zu verwenden. Der tatsächlich gebaute Zustand ist sukzessive zu erfassen (Aufnahme Rohbau inkl. TGA/KG 400, z.B. vor Schließung von Installationsschächten, abgehängten Decken, etc. sowie weiteren Bauzuständen zur Dokumentation des gebauten Zustands) und in das As-Built-Modell zu überführen. Hierfür sind die Bau- teile insbesondere hinsichtlich deren Lage analog LOA zu erfassen. Die Attribuierung erfolgt kontinuier- lich gemäß Modellelementmatrix (MEM) und muss zum Zeitpunkt der Übergabe aktuell sein! Das As- Built-Modell setzt sich aus sämtlichen Teil- und Fachmodellen zusammen, die zu übergeben sind. Dies umfasst inhaltlich: - die Modellierung der Informationen zu baulichen Anlagen auf dem Baugrundstück in ein Modell inkl. der erforderlichen Attribuierung durch den Auftragnehmer - Alle Fachmodelle sämtlicher Disziplinen - die Modelle zur Versorgungsinfrastruktur - die Modelle aller weiteren baulichen Anlagen Das As-Built-Modell ist als Gesamtmodell sowie die einzelnen Fachmodelle zu übergeben. Das As-Built- Modell stellt das Bau-Ist dar. Weiterhin ist die Dokumentation der festgestellten Abweichungen gemäß Anforderungen im BCF zu übergeben.

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LOA: Alle Bauteile sind raumscharf und entsprechend der vorgegebenen Toleranzen, definiert im LOD, zu verorten.

Die geometrischen Abweichungen gemäß LOA müssen vor den jeweiligen Decken- oder Wandschlie- ßungen auf der Baustelle erfasst und in die As-Built-Modelle übertragen und angepasst werden. Änderungen aufgrund zusätzlicher oder geänderter Leistungen müssen zusätzlich abgestimmt werden. Die Attribute werden gemäß MEM LOI 400 im Modell attribuiert. Die bereits im LOI 300 geforderten Attri- bute sind im Modell zu aktualisieren.

Die Erstellung des As-Built-Modells erfolgt eigenverantwortlich durch den Auftragnehmer. Gemäß dem dargestellten Prozess ist der Auftragnehmer verantwortlich für die Modellierung und Attribuierung.

Demnach ist es alleinige Aufgabe des Auftragnehmers, den tatsächlich gebauten Zustand gemäß LOD bzw. LOA, LOG (300) und LOI zu erfassen und in das (As-Built-)Modell zu überführen. Hierfür bietet sich an, das As-Planned-Modell als Basis für die Erfassung bzw. Überführung und Kontrolle des Gebaut-Zu- stands zu nutzen. Etwaiger Änderungen von Geometrien im Rahmen des LOG 300 (z. B. Konkretisie- rung eines KGR 400 Bauteils durch Fabrikat gegenüber der herstellerneutralen Planung) liegt im Verant- wortungsbereich des Auftragnehmers. Im Ergebnis muss der Auftragnehmer den As-Built-Zustand (geo- metrisch) erfassen, daraufhin das As-Built-Modell erstellen und um die Attribute gemäß LOI 400 anrei- chen bzw. aktualisieren, sofern inhaltlich eine Fortschreibung erfolgt. Sämtliche Aufwände und Vergü- tungsansprüche gelten mit Einreichung des Angebots als abgegolten.

120Nutzung für Betrieb und ErhaltungLeistungsphase (HOAI 2021)/Betrieb
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Auf Basis des As-Built-Modells soll ein Modell nach formalen, geometrischen und alphanumerischen An- forderungen des Betriebs erstellt bzw. weiterentwickelt werden. Ziel der Erstellung des FM-Modells ist, dass relevante Informationen für den Bauwerksbetrieb in einem digitalen Abbild gesammelt und gepflegt werden. Darüber hinaus ist eine Attribuierung betriebsrelevanter Daten und Referenzierung von Doku- menten zur Verknüpfung mit einem CAFM-System nach Vorgaben des AG vorzusehen. Das FM-Modell bzw. die FM-Modelle werden sodann in das CAFM-System der IPS integriert, zur Unterstützung eines digitalisierten Betriebs des Gebäudes. - Übernahme von Daten aus dem As-Built-Modell in entsprechende Systeme des Erhaltungsma- nagements, Darstellung und ggf. Bewertung des Bauwerkszustandes im BIM-Modell sowie Aktu- alisierung des BIM-Modells im Falle von Instandhaltungsmaßnahmen. - Übernahme von Daten aus dem FM-Modell mit Angabe aller wartungs-, inspektions- und in- standsetzungsrelevanter Bauteile in bestehende Systeme zur Ermittlung eines vorausschauen- den Wartungs- Inspektions- und Instandsetzungsbedarfs, z.B. Heizungs- und Klimaanlagenwar- tungen, um die Funktionalität und Sicherheit der Liegenschaft zu gewährleisten. Verwaltung von Daten für Dienstleistungen der Reinigung von Innen- sowie Außenflächen mit Verknüp- fung vordefinierten Attributen aus dem FM-Modell (z.B. Raumtyp, Nutzung, Flächengröße) und zusätzli- che nutzerspezifische Kriterien und Zusammenhänge (z.B. Reinigungsintervalle zu Raum/Nutzung) für einen effizienten Betrieb. Berücksichtigung von Räumen, Dachflächen und Außenflächen.
Digitale LiefergegenständeDateiformatTurnus/Datum
FM-ModellNativ und IFC3 Monate nach Ab- schluss LPH 5 (Test-Mo- dell) sowie final 3 Mo- nate nach Übergabe des As-built-Modells
Hinweis: Der Begriff “Modell” bezieht sich immer auf alle zum jeweiligen Zweck relevante Teilmodelle (siehe zu übergebende Modelle gemäß As-Built-Modell) und berücksichtigt mit Blick auf Prozess und Aufgaben alle Ersteller und Verantwortlichen dieser.

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Die Attribuierung des FM-Modells erfolgt kontinuierlich gemäß Modellelementmatrix (MEM) und muss zum Zeitpunkt der Übergabe des FM-Modells aktuell sein (LOI 500). Durch die IPS wird eine Reduzie- rung der Attribute des FM-Modells angestrebt. Demnach wird dem Auftragnehmer durch die IPS noch mitgeteilt, welche Attribute für den späteren Betrieb nicht relevant und somit zu entfernen sind. Dies ist im Rahmen der Erstellung des BAP zu dokumentieren. Gemäß dargestelltem Prozess sind darüber hin- aus CAFM-konforme FM-Modelle an die IPS zu übergeben. Zur Sicherstellung einer CAFM-konformen Implementierung des FM-Modells, d. h. im CAFM-System können die FM-Modelle importiert, integriert und ausgewertet werden, sind bereits erste mit dem AG ab- zustimmende Testmodelle während der Leistungsphase 5 zu übergeben, um die CAFM-Schnittstellen frühzeitig zu prüfen und notwendige Anpassungen vorzunehmen. Ziel des Testlaufs zur CAFM-Integra- tion ist der Prozess und dessen Stabilität sowie die Funktion aller IT-Tools und Schnittstellen innerhalb des Prozesses. Dazu erfolgt die geometrische Darstellung und beispielhafte Attribuierung gemäß LOI 500 der MEM von ausgewählten Gebäudebereiche bzw. Räumen. Sofern reale Daten noch nicht vorlie- gen, sind für die Prüfung fiktive, jedoch plausible Werte, z. B. zur Wartungsrelevanz, Wartungsintervallen oder Herstellerangaben, unter Verwendung vorgegebener Einheiten und Datentypen anzusetzen. Die Auswahl der Bereiche berücksichtigt die Abdeckung der verschiedenen Raumtypen und Nutzungsflä- chen (siehe NUF gemäß Raumbuch). Die konkrete Festlegung der zu untersuchenden Räume als Teil des Testmodells erfolgt frühzeitig in Abstimmung zwischen IPS, Projektsteuerung und Auftragnehmer. Dieser iterative Prozess gilt als Vorbereitung für die spätere Integration des FM-Modells in das CAFM und erst dann als abgeschlossen, wenn diese Modelle durch den AG freigegeben werden. Die Freigabe wird erreicht, sofern alle Abläufe und Schnittstellen innerhalb bzw. zum CAFM funktionieren. In dem Zug findet bei Bedarf auch eine Abstimmung mit dem CAFM-Anbieter statt, welche in das Ergebnis einfließt. Damit wird eine aktive Mitwirkung des Auftragnehmers zur Sicherstellung der Schnittstelle zwischen BIM-Modellen und der CAFM erforderlich Sämtliche Aufwände und Vergütungsansprüche hinsichtlich des BIM AWF “Nutzung für Betrieb und Erhaltung" gelten mit Einreichung des Angebots als abgegolten. Das FM-Modell ist vollständig, endkoordiniert und bereinigt ohne Kollisionen, Konflikte, Widersprüche etc. CAFM-konform zu übergeben. Das FM-Modell ist um sämtliche Räume zu ergänzen bzw. zu aktualisieren (siehe digitales Raumbuch). Alle Räume sind um die jeweiligen Raumnummern bzw. Codes zu ergänzen. Das FM-Modell ist als Ge- samtmodell sowie mit den einzelnen Fachmodelle zu übergeben. Das FM-Modell stellt das Bau-Ist inkl. der vorgenannten Anforderungen dar und ist durch den AG freizugeben. Als Ergänzung zu diesen projektbezogenen AIA enthalten die Liegenschafts-Informations-Anforderungen (LIA) detaillierte Vorgaben für die Nutzung des FM-Modells in der Betriebsphase. Die LIA dienen im Pro- jektkontext dem Verständnis der geforderten Informationsgehalte für das FM-Modell und sind entspre- chend zu berücksichtigen, da dieses die Datenbasis für wesentliche digitale Anwendungsfälle der BIM- Methodik und des CAFM-Systems im Gebäudebetrieb liefert.
Übergeordneter Prozess für AWF 120
Ergänzende Angaben zur Testphase des FM-Modells

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Tabelle 5: BIM-Anwendungsfälle mit Kurzbeschreibung und Digitalen Liefergegenständen

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3 Organisation und Rollen

3.1 Projektorganisation

In der Projektabwicklung mit der BIM-Methode übernehmen Projektbeteiligte auf Auftraggeber- und auf Auftragnehmerseite BIM-spezifische Rollen. Die Arbeitsbeziehung der Projektbeteiligen bzw. der vorgesehenen BIM-Rollen wird anhand der folgenden projektspezifischen Grafik (Abbil- dung 2) dargestellt und im Folgekapitel näher beschrieben. Das BIM-Management ist auf Auf- traggeberseite angesiedelt. Die BIM-Gesamtkoordination, die BIM-Fachkoordination sowie die BIM-Autoren auf Auftragnehmerseite. Projektspezifische Organisationsstrukturen und BIM-Rol- len sind im BAP zu detaillieren. Zudem ist im BAP eine laufend zu aktualisierende Liste der BIM- Projektbeteiligten zu führen.

Abbildung 2: Projektspezifisches Organigramm

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3.2 BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten

Seitens des Auftraggebers werden folgende BIM-Rollen im Rahmen des Projektes vorgesehen:

BIM-RolleStandardisierte Rollenbeschreibung
BIM- Management Ansprechpartner für die BIM-Methode auf Seite des Bauherrn
 Definiert Informationsbedürfnisse und Modellanforderungen
 Freigabe BIM-bezogener Entscheidungen
 Überwachung der qualitätsgesicherten Umsetzung der vereinbar-
ten BIM-Ziele und Anwendungsfälle
 Überprüfung der übergebenen BIM-Lieferobjekte im Sinne einer
bauherrenseitigen Qualitätssicherung
 Unterstützung der BIM-basierten Koordinationsprozesse
 Überwachung der qualitätsgesicherten
Umsetzung der vereinbarten BIM-Anwendungsfälle und Ziele
 Ansprechpartner für die BIM-spezifischen Anforderungen an das
CDE (Gemeinsame Datenumgebung)
BIM-Projekt- steuerung Abgleich Verträge und Projektdokumente mit BIM-spezifischen An-
forderungen und Festlegungen, Harmonisierung BIM-Inhalte
 Steuerung der Terminplanung, Plausibilisierung von BIM-Terminen
und BIM-Meilensteinen
 Unterstützung der qualitätsgesicherten Umsetzung der vereinbar-
ten BIM-Anwendungsfälle und Ziele
 Überprüfung fristgerechte und vollständige Übermittlung der BIM-
Liefergegenstände
 Überprüfung der modelbasierten Kostenermittlung und Kostenver-
folgung
 Prüfung der ordnungsgemäßen Nutzung der CDE
 Vorbereitung, Organisation und Moderation von BIM-Terminen
 Dokumentation von Festlegungen zu BIM (z. B. Protokolle)
 Prüfung und Nachhaltung der Umsetzung von Festlegungen zu
BIM
 Steuerung und Optimierung des BIM-Prozesses
 Überwacht Einhaltung von AIA und BAP
 siehe weiterführend Vertragsunterlagen Projektsteuerung

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BIM-RolleStandardisierte Rollenbeschreibung
BIM-Gesamtko- ordination Verantwortlich für BAP  Gesamtkoordination der BIM-Fachkoordinatoren  Regelmäßige Zusammenführung der Fachmodelle zu einem Koor- dinationsmodell  Modellprüfung (u. a. Einhaltung der Vorgaben aus den AIA/ BAP, Kollisionen)  Kommunikation der Ergebnisse der Modellprüfung  Nachverfolgung der Behebung von Fehlern und Kollisionen im Modell  Organisation der Planungs- und Baubesprechungen
BIM-Fachkoor- dination Mitwirkung der Erstellung und Fortschreibung des BAP unter Be- rücksichtigung spezifischer Anforderungen der vertretenen Fach- disziplin  Koordination der Erarbeitung der Fachmodelle sowie des Pla- nungsteams der eigenen Fachdisziplin  Prüfung und Dokumentation der vertraglich vereinbarten Qualität des eigenen Fachmodells
BIM-Autorinnen und -Autoren Erstellung und Fortschreibung fachspezifischer Bauwerks-/ Teilmo- delle gemäß den definierten Anforderungen (AIA, Modellierungs- richtlinien, Informationsbedarfstiefe),  Ableitung von Planunterlagen aus Modellen  Mitarbeit im Team des BIM-Fachkoordinators

Tabelle 6: Auswahl und Beschreibung der BIM-Rollen

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3.3 Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten

-MIBTNEMEGANAM-EUETSTKEJORP-MIBGNUR-ANIDROOKTMASEG-MIBNOITNOITANIDROOKHCAF-MIBNEROTUA-MIBREZTUN-MIB
Leistungsbild / Aufgaben
Erstellung AIA (inkl. Anlagen)VIIIII
Erstellung und Fortschreibung BAP (inkl. Anlagen)FMVMII
Durchführung BIM-TestphaseMMVMMI
Durchführung BIM-KoordinationstermineMMVIII
Durchführung Bauherren Jour-FixeMVMMII
Bereitstellung Fach- und TeilmodelleIIFVII
Durchführung KollisionsprüfungFMVMII
Administration der eigenen Organisation im CDE AconexVVVVMM
Prüfung der ordnungsgemäßen Nutzung der CDEMVMMMM

F=Freigabe V = Verantwortlich M = Mitwirkung I = Informiert

Tabelle 7: Verantwortlichkeiten der Dokumente

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4 Strategie der Zusammenarbeit

4.1 BIM-Workshop

Durch das BIM-Management und der BIM-Projektsteuerung wird ein BIM-Workshop (Dauer: max. 1 Tag) mit den erforderlichen Beteiligten des Auftragnehmers (Fachplanung, Fachkoordination und ausführenden Unternehmen) durchgeführt. Dabei werden die theoretischen Grundlagen der BIM-Methode erläutert.

Ziel des BIM-Workshops ist der Aufbau eines gemeinsamen BIM-Verständnisses und die Defini- tion der technischen Anforderungen für den Datenaustausch und die Kollaboration innerhalb des Projektes.

Im Rahmen des BIM-Prozesses nach der Projektinitialisierung (siehe Abbildung 3) überprüft die BIM-Gesamtkoordination die bereitgestellten Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) ein- schließlich der Anlagen. Anschließend erfolgt eine Abstimmung mit der BIM-Fachkoordination hinsichtlich der Modellelementmatrix (MEM). Der BIM-Workshop dient dabei als zentrale Abstim- mungsrunde für BAP, AIA, MEM und die BIM-Prozesse. Auf Basis der Ergebnisse wird der BAP fortgeschrieben und gegebenenfalls die MEM überarbeitet. Nach der finalen Freigabe durch das BIM-Management und BIM-Projektsteuerung erfolgt schließlich der Freeze der MEM.

Abbildung 3: BIM-Prozess nach der Projektinitialisierung

4.2 BIM-Testphase (Proof of Concept)

Im Anschluss an den BIM-Workshop wird durch die BIM-Gesamtkoordination des Auftragneh- mers in Abstimmung mit dem BIM-Management eine BIM-Testphase initiiert. Während der Test- phase erstellen die jeweiligen Fachplaner*innen Testmodelle, welche im weiteren Verlauf durch die BIM-Gesamtkoordination koordiniert und ausgetauscht werden sollen. Dazu werden zunächst ein Achsraster und der Projektnullpunkt abgestimmt. Durch die Testphase sollen mögliche Ein-

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schränkungen und Probleme im Vorfeld erkannt und gelöst werden. Dadurch soll eine reibungs- lose Projektzusammenarbeit im weiteren Projektverlauf gewährleistet werden. Während der Test- phase sollen folgende Leistungen berücksichtigt werden:  Nutzung gemeinsamer georeferenzierter Ursprungskoordinaten

 Nutzung eines gemeinsamen Achsrasters

 Erstellung der Testmodelle nach vorgegebenen LOD-Standards

 Export der Testmodelle über die vereinbarte IFC-Schnittstelle im IFC4 und Upload auf den

CDE (Aconex - Oracle)

 Zusammenführen der Fachmodelle innerhalb einer Model-Checker-Software (Aufgabe:

BIM-Gesamtkoordination)

 Kollisionsprüfung und Qualitätsprüfung innerhalb der Model-Checker-Software (Aufgabe:

BIM-Gesamtkoordination)

 Kollaborationsworkflow über die BCF-Schnittstelle in Aconex

 Upload des Qualitätsberichts auf die CDE durch die BIM-Gesamtkoordination

 Abstimmung der BIM-Gesamtkoordination mit dem BIM-Management und BIM-Projekt-

steuerung mit anschließender Freigabe

Die Testmodelle enthalten die zuvor vereinbarten Achsraster und Ursprungskoordinaten. Darüber hinaus müssen die Testmodelle die fachspezifischen Bauteile und die zugehörigen Informationen enthalten. Über die Modelprüfungs -Software werden die ersten Ansichten sowie mögliche Kolli- sionspunkte im BCF-Format an die verantwortlichen Projektbeteiligten übermittelt. Die BIM-Test- phase erfolgt auf Basis der AIA im Anschluss an den BIM-Workshop. Die Teilnahme des Auftrag- nehmers, der Planungsbeteiligten und der BIM-Gesamtkoordination, der BIM-Projektsteuerung und des BIM-Managements an der Testphase ist verpflichtend.

4.3 BIM-Managementmeetings

Während des Projekts werden BIM-Managementmeetings abgehalten, um technische und orga- nisatorische Fragen sowie Anmerkungen zur BIM-Methode mit dem Planungsteam und der BIM- Gesamtkoordination zu diskutieren. Der Zyklus ist festzulegen, sollte aber vier Wochen nicht überschreiten. Zu Beginn einer neuen Leistungsphase finden die BIM-Managementmeetings alle 2 Wochen statt. Die BIM-Projektsteuerung protokolliert alle Abstimmungen und verteilt diese über die CDE an die Projektbeteiligten. Teilnehmerinnen sind die BIM-Projektsteuerung, das BIM- Management, die BIM-Gesamtkoordinatoren und die BIM-Fachkoordinatorinnen bzw. BIM-Au- tor*innen der jeweiligen Fachdisziplinen.

Darüber hinaus berichtet das BIM-Management mit der BIM-Projektsteuerung in einem vier-wö- chigen Turnus sämtliche BIM-bezogenen Themen an den Auftraggeber in Form eines BIM-Ma- nagementmeetings mit dem AG und einer Zusammenfassung des aktuellen Projektstatus.

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4.4 BIM-Koordinationsmeetings

Während der Projektlaufzeit finden regelmäßig BIM-Koordinationsmeetings statt, in denen Kolli- sionen anhand des Koordinationsmodells besprochen werden. Außerdem finden Abstimmungen sowohl für das Koordinationsmodell als auch für die einzelnen Teil-/Fachmodelle statt.

Die Teilnahme der BIM-Gesamtkoordination und der BIM-Fachkoordinatoren*innen aus den ein- zelnen Fachdisziplinen ist obligatorisch, damit Kollisionen besprochen und Lösungen vereinbart werden können. Es gibt keine Fachdisziplin, die Vorrang vor den anderen hat, was bedeutet, dass es eine TEAM-Anstrengung ist, die es zu bewältigen gilt. Das BIM-Management wird zur Unter- stützung der BIM-Gesamtkoordination zu BIM-Koordinationsmeeting sowie weiteren Planungs- besprechungen hinzugezogen.

Die Abbildung 4 zeigt den BIM-Gesamtkoordinationsprozess zwischen zwei festgelegten Data Drops (siehe Kapitel 4.5. Bei einem Data Drop werden die Fachmodelle auf die CDE hochgela- den. Die BIM-Gesamtkoordination führt daraufhin eine Qualitäts- und Kollisionsprüfung durch. Identifizierte Issues werden in einem BIM-Koordinationsmeeting besprochen und anschließend von der BIM-Fachkoordination eingearbeitet. Danach erfolgt ein erneuter Upload der überarbei- teten Modelle. Dieser Prozess wird in einem festgelegten Turnus bis zum nächsten Data Drop wiederholt. Der Zyklus der Meetings sollte zwei Wochen nicht überschreiten, die jeweiligen Zyklen sind im BAP festzuhalten. Gegebenenfalls können spezifische BIM-Koordinationsmeetings nach Bedarf definiert werden.

Die BIM-Gesamtkoordination protokolliert sämtliche Abstimmungen und verteilt diese über die CDE an die Projektbeteiligten inkl. des BIM-Managements und BIM-Projektsteuerung.

Abbildung 4: BIM-Gesamtkoordinationsprozess

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4.5 Data Drops

Der Prozess der Erweiterung von Projekt- und Objektinformationen basiert auf der Norm ISO- 19650. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu fördern und den Aufbau eines strukturierten Informati- onsbestandes zu gewährleisten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Zeitpunkt der Datenübergabe der in Kapitel 2.2 definierten digitalen Liefergegenständen. Die Übergabe erfolgt über die CDE (Aconex - Oracle) und wird der BIM-Koordination sowie dem BIM-Management und der BIM- Projektsteuerung zur Verfügung gestellt.

Jede Projektphase wird mit einer Informationsübergabe, dem sogenannten Data Drop, abge- schlossen. Demnach haben die hier aufgeführten Data Drops den Charakter von BIM-Meilenstei- nen, die auch im Zusammenhang mit der Rechnungslegung stehen werden. Insofern können die Data-Drops als Leistungsnachweis für die Rechnungslegung herangezogen werden. Die Data Drops ersetzen nicht die digitale Lieferung der Arbeitsstände gemäß dem angegebenen Turnus der einzelnen BIM-Anwendungsfälle, z.B. der Übergabe der Fachmodelle alle vier Wochen.

Die nachstehende Tabelle zu den Data Drops hat aktuell einen symbolischen Charakter und ist im Rahmen des BAP zu vervollständigen. Demnach soll eine Informationskongruenz über sämt- liche, zu übergebende Liefergegenstände zu einem Zeitpunkt (Data Drop) hergestellt werden. Dies bedeutet, dass bspw. mit einem Data Drop nicht lediglich einzelne Modellstände zu überge- ben sind, sondern vielmehr harmonisierte Planungs- und Datenstände hinsichtlich der o. a. Lie- fergegenstände. So sind bspw. die zu einem Modellstand dazugehörigen abgeleiteten Pläne, Lis- ten, Raumbücher etc. zu übergeben.

Data DropLeistungsphaseDateiformate
Nr.nach HOAInativIFC2D Pläne (PDF/DWG)CAFM
Data Drop 1LPH 1 – 100% fertigxxx
Data Drop 2LPH 2 - 100% fertigxxx
Data Drop 3LPH 3 - 50% fertigxx
Data Drop 4LPH 3 - 75% fertigxx
Data Drop 5LPH 3 - 100% fertigxxx
Data Drop 6LPH 4 - 100% fertigxxx
Data Drop 7LPH 5 - 50% fertigxx
Data Drop 8LPH 5 - 75% fertigxx
Data Drop 9LPH 5 - 100% fertigxxx
Data Drop 10As-builtxxxx
Data Drop 11FM-Modellxxx

Tabelle 8: Data Drops

Die genauen Termine und Inhalte zu den Data Drops sind im BAP unter Berücksichtigung der

Terminplanung festzulegen.

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4.6 BIM-Koordination

4.6.1 Vorgaben Koordinationsmodell Die Basis der modellgestützten Koordination ist das Koordinationsmodell. Verantwortlich für die Zusammenstellung des Koordinationsmodells ist die BIM-Gesamtkoordination. Es dürfen nur qualitätsgesicherte digitale Liefergegenstände (siehe Kap. 6 Qualitätssicherung) für den Aufbau von Koordinationsmodellen verwendet werden.

Für die Qualitätssicherung der Fachmodelle ist die jeweilige BIM-Fachkoordination verantwort- lich. Durch den Auftragnehmer ist genau zu dokumentieren, welche digitalen Liefergegenstände in welcher Version für ein bestimmtes Koordinationsmodell für welchen Zweck zusammengeführt wurden. Die einzelnen Liefergegenstände, die ein Koordinationsmodell definieren, sind zu archi- vieren.

4.6.2 Modellbasiertes Aufgabenmanagement Die während des Prüfprozesses dokumentierten Konflikte sind anhand des Koordinationsmodells zwischen der BIM-Gesamtkoordination und der BIM-Fachkoordination zu besprechen. Die Auf- gabe der Beseitigung des Konfliktes wird der für das Fachmodell zuständigen Person modellba- siert protokolliert zugewiesen. Für das Einpflegen, Einlesen, Überprüfen und Nachverfolgen von modellbasierten Aufgaben, Aktualisierungen bei Planungsänderungen, Modellkoordinierungs- kommentaren und Konflikten auf Basis von Koordinationsmodellen ist ein modellbasiertes Aufga- benmanagementsystem aufzusetzen, welches über eine BCF-Schnittstelle verfügt (siehe Kap. 6.4 Workflow BIM Collaboration Format (BCF)). Zur Unterstützung des BIM-Koordinationsprozes- ses erhält der Auftraggeber, der BIM-Projektsteuerer sowie das BIM-Management Zugriff auf die softwareseitige Koordinations- und Kollaborationsumgebung und das Aufgabenmanagementsys- tem. Gleiches gilt ebenso für die Nutzung aller weiterer entsprechender Softwarelösung.

SystemBeschreibungZuständigkeit
Oracle AconexDurch die IPS wird den Projektbeteiligten ein CDE zur Projektabwicklung zur Verfügung gestellt. Sämtliche digitalen Liefergegen- stände sind über das CDE zu verteilen und zu verwalten. Der Upload und der Zugriff auf die Liefergegenstände ist dementsprechend selbstständig durch die Projektbeteiligten vorzunehmen. Die diesbezüglichen Regeln des CDE sind zu berücksichtigen. Es ist vor- gesehen, ebenso digitale Workflows über das CDE abzubilden.IPS

Tabelle 9: Bereitstellung eines Aufgabenmanagementsystems

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5 Modellstruktur und Modellinhalte

Der Auftragnehmer hat, die in den Folgekapiteln definierten, spezifizierten Vorgaben zur Model- lierung der digitalen Liefergegenstände (u.a. Namensgebung, Klassifizierung, Aufbau und Struk- turierung der digitalen Modelle) zu gewährleisten.

Der Auftragnehmende kann zusätzliche Anforderungen an die Modellierung, Strukturierung und Attribuierung vorschlagen, die für die Erbringung seiner Leistung erforderlich sind, jedoch nicht im Widerspruch zu den Anforderungen des Auftraggebers stehen dürfen. Die zusätzlichen Anfor- derungen des Auftragnehmers zur Modellstruktur und den Modellinhalten werden in Abstimmung mit den weiteren Projektbeteiligten im BAP festgehalten.

5.1 Modellierungsvorgaben

Die Modellierung der Fachmodelle muss die Einhaltung der in den einzelnen BIM-Anwendungs- fällen festgelegten Ziele und Vorgaben für die Datenanforderungen sichern. Es sind folgende generelle Modellierungsgrundsätze zu beachten:

 Die vereinbarte und vorgegebene Strukturierung der Fachmodelle soll eingehalten wer- den (siehe Kap. 5.3.2).

 Die Dateigrößen einzelner Modelle sind möglichst gering zu halten. Sofern sinnvoll, sind die Modelle aufzuteilen. Modellaufteilungen sind mit dem Auftraggeber abzustimmen und im BAP zu dokumentieren.

 Modellelemente sollten die angeforderten und notwendigen Details (siehe Kap. 5.3.3) enthalten. Modellelemente sind vor der Übermittlung an den Auftraggeber gegebenen- falls zu bereinigen.

 Die Funktionen und Bezeichnungen der Bauteile müssen aus diesen eindeutig hervor- gehen.

 Modellelemente (auch Abzugskörper) sind als geschlossene Volumenkörper zu erstel- len. Ausnahmen bilden Gelände- oder Bodenschichten, Trassierungslinien und Geoda- ten.

 Modellelemente in einem Fachmodell sind überschneidungsfrei zu erstellen. Falls Über- schneidungen nicht zu vermeiden sind, müssen diese entsprechend dokumentiert wer- den.

 Modelle sollten grundsätzlich immer als einzelne Dokumente je Gewerk geliefert wer- den.

 Modellelemente sind in einer Objekthierarchie nach den Vorgaben des Auftraggebers zur Modellstrukturierung zu erstellen.

 Jedes Modellelement besitzt eine global eindeutige Bezeichnung (GUID), die nicht ver- ändert werden darf. Die vorgegebene Namenskonvention für Dateinamen und Inhalte der Modelle sowie die Benennung von Bauwerken und Bauabschnitten sollen eingehal- ten werden (siehe 5.3.4).

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 Es sollen vereinbarte und vorgegebene Maßeinheiten eingehalten werden (wird im BAP festgelegt)

 Ein gemeinsam mit dem Auftraggeber abgestimmtes Koordinatenreferenzsystem (Lage- system, Höhensystem) und eine abgestimmte Positionierung des Modells zu dem Koor- dinatensystem ist zu verwenden (siehe Kap. 5.2).

 Frei- und Sperrräume, Bewegungs- oder Wartungsräume (z. B. zur Erreichung/Wartung eines Bauteils/einer Anlage) oder Bewegungsräumen von Bauteilen (z. B. Aufschläge Tü- ren, Fenster, Klappen sind mit Volumenkörpern zu modellieren. Diese Elemente sind ein- deutig als solche zu bezeichnen und ggf. in ein Platzhalter- / Vorgabenmodell zu organi- sieren.

 Die abgeleiteten Pläne müssen mit den digitalen Modellen übereinstimmen.

 Die alphanumerischen Informationen müssen dem jeweiligen Teil- und Fachmodell ent- sprechen (siehe Kap. 5.3.2 bzw. LOD-Anlage und Modellelementmatrix).

 Die Klassifikationen (siehe Kap. 5.3.3) sind einzuhalten.

 Die Bauteile sind grundsätzlich, gem. LOD-Anhang, mehrschichtig zu modellieren, dabei muss jedoch sichergestellt werden, dass die insbesondere für den Betrieb relevanten raumbezogenen (Flächen-)Informationen, bspw. zur Flächenermittlung von u. a. Fliesen- spiegeln, Bodenbelägen und Glaswänden aus dem Modell abgeleitet werden können.

 Alle Bauteile sind georeferenziert zu modellieren.

Neben den aufgeführten Modellierungsgrundsätzen sind folgende Vorgaben zu beachten:

KategorieProjektspezifische Modellierungsvorgaben
Gebäudeweise StrukturierungTeil- und Fachmodelle sind grundsätzlich gebäudeweise zu erstellen bzw. zu
übergeben. Teil- und Fachmodelle sowie das Gesamtmodell eines Gebäudes
sind einzeln je Gebäude (im nativen und herstellerneutralen Datenformat) sepa-
rat bereitzustellen. Abweichungen davon sind nach Absprache möglich.
GeschossweisesBauteile müssen einem Geschoss zugeordnet sein. Einheitliche Benennung der
ArbeitenGeschosse gem. Objekt- und Anlagenkennzeichnung.
RaumgliederungRaumgliederungRäume müssen einem Geschoss zugeordnet sein. Einheitliche Benennung der
Räume gem. Raumkennzeichnung (Raumnummern, IPS-Kodierung).
BauteilgliederungBauteile müssen einem Gebäude oder ggf. einem Bauabschnitt zugeordnet sein.Bauteile müssen einem Gebäude oder ggf. einem Bauabschnitt zugeordnet sein.

Tabelle 10: Projektspezifische Modellierungsvorgaben

5.2 Koordinationssysteme

Ein georeferenzierter Projektnullpunkt, die Nordrichtung und ein führendes Koordinatensystem werden im Projektverlauf festgelegt und sind für alle Leistungsphase gültig. Damit wird sicherge- stellt, dass alle zu liefernden digitalen Objekte lagerichtig und im gleichen geodätischen Bezugs- system modelliert sind. Die Projektpositionen und Koordinaten sind einheitlich zu gestalten. Alle

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zu liefernden digitalen Modelle müssen den nachstehenden festgelegten Projektnullpunkt in Welt- koordinaten und die festgelegte Nordrichtung im Modell kennzeichnen und darstellen. Der Pro- jektnullpunkt ist durch die BIM-Gesamtkoordination zu bestimmen und mit der IPS sowie dem BIM-Management abzustimmen. Sodann können die Weltkoordinaten des Projektnullpunktes im BAP dokumentiert werden.

KoordinatensystemUTM-KoordinatenUTM-Zone 32 U
HöhensystemDHHN2016
Projektnullpunkt in WeltkoordinatenProjektnullpunkt inOstwert / Rechtswert [x]Nordwert / Hochwert [y]Höhe [z]
x,xxxy.yyyz.zzz

Tabelle 11: Koordinatensystem

5.3 Informationsbedarf

5.3.1 Projekt- und Modellstruktur Im Rahmen des BIM-Prozesses werden unterschiedliche BIM-Modellarten in der jeweiligen BIM- Software erstellt. Folgende BIM-Modelle sind im Rahmen des Projektes anzuwenden:

Verantwortliche/ModellartZweck
Fachdisziplin
BIM-Gesamtkoor-KoordinationsmodellKollisionsprüfung, Bildung von
dinationGesamtansichten
BIM-Mengen- und MassenmodellErmittlung von MaterialquantitätenErmittlung von Materialquantitäten
Koordination
BIM-FachmodelleGesamte Erfassung einer Fachpla- nung/Objektplanung
Koordination
BIM-AutorenBIM-AutorenTeilmodelleErfassung einer der Fach-/ Objektpla-
nung zugehörigen Teildisziplin

Tabelle 12: Zusammenstellung von BIM-Modellen für das Projekt

Für die Abbildung der gewählten Projekt- oder Modellstruktur sind möglichst IFC-Klassen anzu- wenden.

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5.3.2 Level of Development (LOD) Der Informationsbedarf wird anhand des Level of Development (LOD) beschrieben. Das LOD setzt sich zusammen aus:

 dem Level of Geometry (LOG - geometrischer Detaillierungsgrad),  dem Level of Information (LOI, alphanumerischer Detaillierungsgrad) und  dem Level of Accuracy (LOA, Detaillierung des Genauigkeitsgrad).

Das LOG beschreibt den geometrischen und das LOI den alphanumerischen Detaillierungs- und Ausarbeitungsgrad der Modelle. Ergänzend wird durch das LOA die Lagegenauigkeit (Toleran- zen) von Modellelementen definiert.

In der Anlage 1 (Level of Development) wird der umzusetzende LOD spezifiziert.

Die in den Fachmodellen bauteilspezifisch einzubindenden Informationen sind Anhang 2 (Mo- dellelementmatrix) zu entnehmen und gelten vorranging.

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Geometrische Informationen

LOGBeschreibungAbbildung1
100Das Modell wird als einfaches Modell mit wesentlichen groben
Bauwerksparametern (Fläche, Länge, Breite, Höhe, Lage und Po-
sition) erstellt und muss noch nicht zwingend alle einzelnen Mo-
dellelemente enthalten. Es dient der Ausarbeitung eines Lösungs-
konzeptes für das Bauwerk, der städtebaulichen Einordnung und
der Kommunikation mit dem Auftraggeber. Der jeweiligen Fach-
modelle werden auch Vorentwurfsmodelle genannt. Der Detailie-
rungsgrad des BIM-Modells entspricht einem 1:100- oder 1:200-
Vorentwurfsplan. Der Leistungsumfang entspricht fachlich inhalt-
lich den Grundleistungen der HOAI.
200Die wesentlichen Modellelemente werden im Modell typgerecht
als Bauteile oder Bauteilgruppen mit Angaben zu Dimension,
Form, Lage, geografischer Referenz und Mengen sowie den er-
forderlichen alphanumerischen Informationen modelliert. Die
Kostenermittlung und eine funktionale Ausschreibung können
auf dieser Basis unterstützt werden. Die jeweiligen Fachmodelle
werden auch Entwurfsmodelle genannt. Der Detaillierungsgrad
des BIM-Modells entspricht einem 1:100-Entwurfsplan. Der Leis-
tungsumfang entspricht fachlich inhaltlich den Grundleistungen
nach HOAI.
300Die Modellelemente werden im Modell typengerecht und ausfüh-
rungsreif als Bauteile oder Bauteilgruppen mit präzisen Angaben
zu Dimension, Form, Lage, geografischer Referenz und Mengen
modelliert. Zur Vorbereitung der Vergabe kann eine Ableitung
der Mengen aus dem Modell für die Leistungsverzeichnisse er-
folgen. Die jeweiligen Fachmodelle werden auch Ausführungs-
modelle genannt. Der Detailierungsgrad des BIM-Modells ent-
spricht einem 1:50-Ausführungsplan. Details, z.B. Maßstab 1:20
und höher, können als 2D-Plan erstellt werden und müssen nicht
zwingend 3D-modelliert werden. Der Leistungsumfang entspricht
fachlich inhaltlich den Grundleistungen nach HOAI.
400Die Modellelemente werden im Modell typegerecht und ausfüh-
rungsreif als Bauteile oder Bauteilgruppen mit präzisen Angaben
zu Dimension, Form, Lage, geografischer Referenz und Mengen
sowie relevanten Montage- und Dimension, Form, Lage, geogra-
fischer Referenz und Mengen sowie relevanten Montage- und
Installationsdetails modelliert. Die jeweiligen Fachmodelle wer-
den auch Bau- und Montagemodelle genannt.
500Die Modellelemente entsprechen je nach Notwendigkeit LOG
300 oder 400, entsprechen jedoch in ihrer Dimension, Form und
Lage dem gebauten Zustand. Gegebenenfalls ist eine symboli-
sche Darstellung ausreichend. Die Modelle werden auch “Wie
gebaut“- (oder „As-Built“-) Modelle genannt und sind Grundlage
für die Bauwerksdokumentation.

Tabelle 13: Allgemeine Übersicht zu den geometrischen Informationen (LOG)

1 Abbildungen des LOG am Beispiel einer Stahlbetonwand gemäß der BIM LOIN-Definition von Bauen Digital Schweiz

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Im Zusammenhang mit dem LOI ist insbesondere Anlage 2 (Modellelementmatrix) zu berücksich- tigen. Die Modellelementmatrix (MEM) definiert Modellinhalte, die zu einem festgelegten Zeit- punkt in einer definierten Form durch eine bestimmte Rolle (Akteur) zur Verfügung gestellt wer- den. Benannte Zeitpunkte beziehen sich auf die Leistungsphasen der HOAI und dienen als Ori- entierung.

BeschreibungLeistungsphase
Abk.Abk.ModelltypModelltyp1–23–45–789
LOGLOGLOGLOGLOG
Allgemein100200300300300

Tabelle 14: Generelle Anforderungen an die geometrische Detaillierung

Alphanumerische Informationen

Jedes Modellelement verfügt über alphanumerische Merkmale. Die diesbezüglichen Anforderun- gen werden in den Modellelementmatrix (MEM) definieren.

Informationsanforderung

Die umzusetzenden Anforderungen an das LOD bzw. an das LOI, LOG und LOA sind gewerke- weise vorgegeben bzw. orientieren sich an den zu übergebenden Data Drops/Leistungsphasen. In der nachfolgenden Tabelle sind die Anforderungen des LOD im Projekt aufgeführt.

LPHBeschreibung LiefergegenstandLOILOGLOA
LPH 5As-Planned Modell300300-
LPH 8As-Built Modell400300Siehe LOD
LPH 9Facility-Management-Modell500300Siehe LOD

Tabelle 15: Anforderungen an das LOD

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5.3.3 Klassifikation Zur Klassifikation eines Objektes können verschiedene Klassifikationssysteme verwendet wer- den. Der Auftragnehmer muss die folgende Klassifikation(en) umsetzen.

Klassifikations systemBeschreibung und AnwendungModelle/ Objekte
Kostengruppe nach DIN 276Ermittlung und Gliederung von Kosten nach DIN 276. Die Gliederung setzt sich aus drei Ebenen mit zunehmendem Detaillierungs- grad zusammen. Für die entsprechenden Objekte wird ein eigener Eigenschaftswert definiert:  Name: DIN276  Wert: dreistellige ganze Zahl nach DIN 276Gilt für alle digitalen Modelle, die Objekte enthalten, wel- che nach Kostengruppen ge- gliedert werden können.
Raumflächen nach DIN 277Die Flächen bzw. die modellbasierten Räume sind gemäß DIN 277 zu klassifizie- ren. Für die entsprechenden Objekte wer- den eigene Eigenschaftswerte definiert:  Name1: DIN277 Fläche  Wert1a: Zeichenkette nach DIN 277 (z. B. „KGF“)  Wert1b: generisch ermittelte Zahl  Name2: DIN277 Volumen  Wert2a: Zeichenkette nach DIN 277 (z. B. BRI) Wert2b: generisch ermittelte ZahlGilt für Raumflächen und Raumkörper
BauteiltypenEinheitliche Definition der Bauteiltypen an- hand definierter Klassen und Merkmale. Mit dem BAP sind die Vorgaben zu konkretisie- ren, bspw. auf Basis von DIN EN ISO 16739-1, VDI 2552 Blatt 9 und/oder DIN EN ISO 12006-2.Gilt für alle Bauteile

Tabelle 16: Zusammenstellung von Klassifikationssystemen

5.3.4 Dateinamenskonvention Die digitalen Liefergegenstände werden vom Auftraggeber gemäß dem folgenden Schema (ge- mäß CDE-Handlungsanweisung) benannt:

Nomenklatur
Projektcode_Verfasser_Gewerk/Disziplin_Projektphase_Titel_Verortung_Detaillierung_Darstellung_Planart_Plan- status_Plannummer_Blattnummer_Revision_Freitext

Tabelle 17: Nomenklatur für die Plan- und Modellkodierung

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Für die Benennung der digitalen Liefergegenstände und weiterer Projektdokumente ist der vom Auftraggeber bereitgestellte Dateinamensgenerator von allen Projektbeteiligten zu verwenden.

6 Qualitätssicherung

6.1 Gesamtprozess der Qualitätssicherung

Der Gesamtprozess der Qualitätssicherung besteht grundsätzlich aus den folgenden Schritten:

 eine interne Qualitätsprüfung der Fachmodelle seitens der Fachkoordination,  die Qualitätsprüfung der Gesamtplanung seitens der Gesamtkoordination und  die stichprobenartige Prüfung der Liefergegenstände auf die Einhaltung der AIA/ BAP seitens des Auftraggebers (BIM-Management und BIM-Projektsteuerung).  die Freigabe der Liefergegenstände durch das BIM-Management

Die Qualitätssicherung der angeforderten digitalen Liefergegenstände ist im BAP entsprechend den vertraglichen Vorgaben in den AIA zu konkretisieren. Die Qualitätssicherung ist keine fach- liche Prüfung der einzelnen Leistungen. Es handelt sich um die Revision der Informationsanfor- derungen der digitalen Liefergegenstände. Dabei wird das Augenmerk vor allem auf die Voll- ständigkeit, Redundanzfreiheit, Widerspruchsfreiheit und Einheitlichkeit der geometrischen und alphanumerischen Informationen gelegt.

Mithilfe von Abbildung 5 werden der gesamte Qualitätssicherungsablauf und die Nutzung des BIM-Koordinationsmodells skizzenhaft dargestellt.

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Abbildung 5: Qualitätssicherungsprozess

6.1.1 Kollisionsprüfung Im Rahmen der Kollisionsprüfung wird die Einhaltung der Kollisionsfreiheit der Zwischenständen sowie der Liefergegenstände am Ende der jeweiligen Projektphase innerhalb der vereinbarten Toleranzen geprüft. Die Kollisionsprüfung wird anhand von Koordinationsmodellen durch die BIM- Gesamtkoordination durchgeführt.

Mithilfe einer Kollisionsprüfung können u.a. folgende Konflikte identifiziert werden:

 geometrische Kollisionen zwischen Fachmodellen (sowie zwischen Fachmodellen und dem Bestand),  doppelte oder fehlerhafte Erfassung von Elementen,  Erfassung von Objekten, die nicht Gegenstand der Planung sind (z. B. Bestandsgebäude und allgemein Objekte) und  Elemente, die nicht miteinander interagieren (z. B. Kollision durch Aufschlagrichtung einer Tür). Für die Durchführung der Kollisionsprüfung sollen möglichst BIM-Prüfungstools verwendet wer- den. Die Kriterien der Auswahl der entsprechenden Software sind im Kapitel 7.2 aufgelistet.

Die Kommunikation der erforderlichen Änderungen hat im BCF-Format mit der Zuweisung der Verantwortlichkeit zu erfolgen. Folgenden Inhalte sollen in der BCF-Nachricht abgebildet werden:

 Bearbeiter, Verantwortlichkeit, Objekt, Problem, Lösung, Status, Fälligkeit;  Ansichtspunkt, möglichst mit der direkten Anzeige und Verortung des zu lösenden Kon- flikts im Modell.

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Kollisionen werden bei der Prüfung wie folgt ermittelt:

Interne Kollisionsprüfungen:  Harte Kollisionen – Architektur oder Tragwerksplanung: Kollisionen mit einer Toleranz < 1 cm, die eine Mengenabweichung verursachen (z.B. Stütze kollidiert mit Geschossde- cke).  Harte Kollisionen TGA: Mindestens zwei Bauelemente (z.B. Lüftungskanal und Rohrlei- tung) überschneiden sich bzw. nehmen den gleichen Platz ein (Toleranz 0 cm).  Nichtgeometrische Information: Prüfung der nichtgeometrischen Informationen hinsicht- lich der Parameterinformationen und Werte zwecks Prüfung der Planungsqualität.

Fachübergreifende Kollisionsprüfungen:  Harte Kollisionen - fachübergreifend: Mindestens zwei Bauelemente (z.B. ein Unterzug und eine Lüftungsleitung) überschneiden sich, bzw. nehmen den gleichen Platz ein bei einer Toleranz < 1 cm.  Weiche Kollisionen: Zeigt an, dass ein Bauelement zusätzliche räumliche/ geometrische Toleranzen und Puffer insbesondere für Isolierung, Wartung und Platzbedarf für Mon- tage-, Isolier- und Wartungsarbeiten benötigt.  Funktionsüberprüfungen: Die Überprüfung stellt sicher, dass die Anforderungen der Bauelementfunktionen nicht durch naheliegende Bauelemente beeinträchtigt werden (z.B. eine Tür lässt sich nicht zu 90 Grad öffnen).  Nichtgeometrische Information: Prüfung der nichtgeometrischen Informationen hinsichtlich der Parameterinformationen und Werte zwecks Prüfung der Planungsquali- tät.

6.1.2 Prüfung auf Einhaltung der Anforderungen aus AIA und BAP Die Prüfung auf Einhaltung der Anforderungen aus AIA und BAP wird anhand des Koordinations- modells durch die BIM-Gesamtkoordination sowie exemplarisch durch das BIM-Management und BIM-Projektsteuerung durchgeführt. Es handelt sich dabei um die Analyse einer potenziell feh- lenden Übereinstimmung von Informationen mit Richtlinien der Objekte, Modelle und Dokumen- tationen. Es wird primär geprüft, ob:

 die Modellierungskriterien (z. B. Anforderungen an die Strukturierung des Modells) erfüllt sind,  die in den AIA/ BAP geforderten Informationen, wie z. B. Merkmale oder Bauteile, im Bauwerksmodell in der vereinbarten Informationsbedarf (LOD) enthalten sind,  die im LOD-Anhang vorgegebene Klassifizierung der Modellelemente eingehalten ist,  die vorgegebenen Dateinamenskonventionen, Datenformate und ggf. die maximale Da- teigröße eingehalten werden und  die abgeleiteten Pläne mit den digitalen Modellen übereinstimmen.

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6.2 Qualitätsprüfung der Fachmodelle

Die Qualitätssicherung der BIM-Fachmodelle ist von der BIM-Fachkoordination durchzuführen. Im Rahmen der Qualitätssicherung sind Prüfregeln und -ergebnisse entsprechend zu dokumentieren. Die Qualitätsberichte sind für die einzelnen digita- len Liefergegenstände unabhängig zu erstellen und in der gemeinsamen Datenumgebung abzu- legen. Die Berichte müssen so erstellt sein, dass die Qualität der digitalen Liefergegenstände stichpunktartig kontrolliert werden kann.

Die Schwerpunkte und Zeitpunkte der Qualitätssicherung der Fachmodelle werden in der folgen- den Tabelle aufgelistet.

Schwerpunkte der Qualitätsprüfung (Fachmodelle)Zeitpunkt/ Häufigkeit
KoordinationsprüfungZu jedem Koordinationsmee- ting (siehe 4.4) und vertieft am Ende einer Leistungsphase
 Einhaltung der vereinbarten Namens- und Benennungs-
konventionen
 Projektposition und Koordinaten korrekt
 Projektstrukturierung korrekt
 Gliederung der Teilmodelle richtig
 Inhaltliche Vollständigkeit
 Einhaltung von Modellierungsvorgaben
 Korrekte Geschossbezeichnungen und -höhen
KollisionsprüfungKoordinationsmeeting (siehe 4.4) und vertieft am Ende ei- ner Leistungsphase
 Geometrischer Detaillierungsgrad adäquat
 Prüfung auf doppelte und ineinanderlegende Elemente
 Überschneidungen innerhalb des Fachmodells bzw. Be-
stand (außerhalb Toleranz)
Alphanumerische PrüfungKoordinationsmeeting (siehe 4.4) und vertieft am Ende ei- ner Leistungsphase
 Fachmodell enthält geforderte Modellelemente
 IFC Mapping
 Geforderte Attribute für Modellelemente enthalten

Tabelle 18: Qualitätsprüfung der Fachmodelle im Projekt

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6.3 Qualitätsprüfung der Koordinationsmodelle

Die Qualitätssicherung der Koordinationsmodelle ist durch die BIM-Gesamtkoordination durchzu- führen. Die Anforderungen an die Dokumentation der Qualitätsprüfung aus Kapitel 6.2 gelten analog. Im Wesentlichen entsprechen die Punkte der Qualitätsprüfung denen der BIM-Koordina- tion. Hinzu kommt die fachübergreifende Kollisionsfreiheit. Die Schwerpunkte und Zeitpunkte der Qualitätssicherung der Koordinationsmodelle werden in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Schwerpunkte der Qualitätsprüfung (Koordinationsmodelle)Zeitpunkt/ Häufigkeit
KoordinationsprüfungZu angegebenen Data Drop
 Einhaltung der vereinbarten Namens- und Benennungs-
konventionen
 Projektposition und Koordinaten korrekt
 Projektstrukturierung korrekt
 Gliederung der Teilmodelle richtig
 Inhaltliche Vollständigkeit
 Einhaltung von Modellierungsvorgaben
 Korrekte Geschossbezeichnungen und -höhen
KollisionsprüfungZu angegebenen Data Drop
 Geometrischer Detaillierungsgrad adäquat
 Prüfung auf doppelte und ineinanderlegende Elemente
 Überschneidungen innerhalb des Fachmodells bzw. Be-
stand (außerhalb Toleranz)
 Überschneidungen zwischen den Fachmodellen bzw.
Bestand (außerhalb Toleranz)
 Prüfung auf doppelte und ineinanderlegende Elemente
mit anderen Fachmodellen
Alphanumerische PrüfungZu angegebenen Data Drop
 Fachmodell enthält geforderte Modellelemente
 IFC Mapping
 Geforderte Attribute für Modellelemente enthalten

Tabelle 19: Qualitätsprüfung der Koordinationsmodelle im Projekt

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6.4 Workflow BIM Collaboration Format (BCF)

Im Rahmen der Kollisionsprüfung wird von der BIM-Gesamtkoordination ein Bericht erstellt, in dem die Kollisionen und Probleme einzeln beschrieben werden. Jedes Problem und jede Kollision werden mit einem Schnappschuss respektive einer 3D-Ansicht festgehalten. Weiterhin wird das Problem von der BIM-Gesamtkoordination beschrieben und Verantwortlichkeiten festgelegt. Zu- dem gibt die BIM-Gesamtkoordination vor, bis zu welchem Termin das Problem durch die Fach- planerinnen gelöst werden muss. Die BIM-Gesamtkoordination erstellt für jedes Problem oder jede Kollision eine entsprechende Ansicht mit den zugehörigen Informationen. Sobald alle Prob- leme und Kollisionen innerhalb des Berichts dargelegt sind, wird dieser mittels einer BCF-Datei über die Kollaborationsplattform an die verantwortlichen Fachplanerinnen übermittelt. Diese kön- nen die BCF-Datei in ihrer Autorensoftware öffnen und sich die Problemstellen anschauen, be- werten und in Zusammenarbeit mit möglichen weiteren verantwortlichen Fachplanerinnen eru- ieren, wer das Problem lösen muss. Der Vorteil liegt darin, dass die Fachplanerinnen den Bericht mit den einzelnen Problemstellen nutzen können, um die Problemstellen direkt angezeigt zu be- kommen.

Für den modellbasierten Qualitätsmanagement-Workflow wird die Kollaborationsplattform A- conex von Oracle zur Verfügung gestellt, die von dem Auftragnehmer verpflichteten genutzt wer- den muss. Der Auftraggeber, der Projektsteuerer sowie das BIM-Management erhalten darauf Zugriff.

Die Behebung von Problemen, Kollisionen etc. hat innerhalb von max. 3 Arbeitstagen zu erfolgen. Die genauen Fristen werden im BAP definiert. Die Abarbeitung hat nach Priorität der Probleme und Kollisionen erfolgen.

6.5 Überprüfung und Freigabe

Erst nach erfolgter Qualitätssicherung durch den Auftragnehmer und exemplarischer Überprü- fung durch den Auftraggeber (BIM-Management) werden die geforderten digitalen Liefergegen- stände (siehe Kapitel 2.2) durch den Auftraggeber freigegeben. Ergebnisse der Überprüfung wer- den in einem Überprüfungsprotokoll dokumentiert. Die Freigabe ist nicht mit der rechtsgeschäft- lichen Abnahme der Leistung gleichzusetzen.

Die Schwerpunkte und Zeitpunkte der Qualitätsüberprüfung werden in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Schwerpunkte der QualitätsprüfungZeitpunkt/ Häufigkeit
 Strukturierung der Modelleam Ende einer Leistungs- phase
 Strukturierung innerhalb der Modelle
 Korrekte Referenzierung von erforderlichen Dateien
 Einhaltung der vereinbarten Namens- und Benennungs-
konventionen
 Vollständigkeit der Modellinformationen
 Kollisionsfreiheit (außerhalb Toleranz)
 Bereinigung von überflüssigen Informationen, Referen-
zen und 2D-Elementen ohne konkrete Zuordnung zu ei-
nem 3D-Element

Tabelle 20: Qualitätsüberprüfung der Fach- und Koordinationsmodelle im Projekt

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7 Technologien

7.1 Gemeinsame Datenumgebung

Die fachlichen Abstimmungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und die Zusammenar- beit zwischen den verschiedenen Auftragnehmern untereinander erfolgen anhand der digitalen Lieferobjekte, die in der gemeinsamen Datenumgebung (CDE) abzulegen sind. Im Projekt wird die folgende gemeinsame Datenumgebung zur zentralen Verwaltung der digitalen Liefergegen- stände verwendet.

Als zentrale Datenumgebung stellt der Auftraggeber Aconex zur Verfügung. Die Übergabe aller digitalen Liefergegenstände und Dokumente, die an den Auftraggeber, BIM-Management und Projektsteuerung zu übergeben sind, müssen über diese CDE erfolgen.

Falls die BIM-Gesamtkoordination für die interne Kommunikation mit der Fachkoordination und den BIM-Autor*innen eine andere CDE nutzen möchte, ist diese im BAP ebenfalls aufzulisten.

SystemBeschreibungZuständigkeit
Oracle AconexDurch die IPS wird den Projektbeteiligten ein CDEIPS
zur Projektabwicklung zur Verfügung gestellt.
Sämtliche digitalen Liefergegenstände sind über
das CDE zu verteilen und zu verwalten. Der Up-
load und der Zugriff auf die Liefergegenstände ist
dementsprechend selbstständig durch die Projekt-
beteiligten vorzunehmen. Die diesbezüglichen Re-
geln des CDE sind zu berücksichtigen. Es ist vor-
gesehen, ebenso digitale Workflows über das CDE
abzubilden.
KopplaDurch die IPS wird den Projektbeteiligten eine kol-IPS
laborative Terminplanungssoftware zur Projektab-
wicklung zur Verfügung gestellt. Die aktive Mitwir-
kung des Auftragnehmers ist erforderlich.
Microsoft TeamsDurch die IPS wird den Projektbeteiligten einIPS
Microsoft Teams Team zur nicht vertragsrelevan-
ten Kommunikation und kollaborativen Zusam-
menarbeit zur Verfügung gestellt.

Tabelle 21: Ausgewählte gemeinsame Datenumgebung

Die gemeinsame Datenumgebung orientiert sich an der DIN EN ISO 19650-1 und der VDI-Richt- linie 2552 Blatt 5 und erfüllt v. a. die folgenden grundlegenden Funktionalitäten:

 Management aller Dateitypen (Modelle, Berichte, Pläne etc.) und verlinkter Daten

 Protokoll- und Aufgabenverteilung

 Hohe Datensicherheit mit einer cloudbasierten Lösung

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 Nutzerverwaltung, Gruppen-, Rechte- und Rollenzuweisung mit der entsprechenden Zu- gangsverwaltung

 Workflowdefinition, Kollaborations- und Freigabeprozesse gemäß ISO 19650

 Visualisierung und Koordination von Bauwerksdatenmodellen

 Dateiversionierung

Für die einzelnen Projektbeteiligten werden rollenbasiert individuelle Benutzer eingerichtet. Eine Weitergabe der Zugangsdaten ist nicht zulässig. Alle Zugriffe auf die gemeinsame Datenumge- bung werden protokolliert und unter Einhaltung des Datenschutzes gespeichert. Einmal übertra- gende Daten können nicht mehr gelöscht werden. Der Auftragnehmer muss sicherstellen, dass die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über grundlegende Kompetenzen zur Verwen- dung einer gemeinsamen Datenumgebung und über ausreichende Kenntnisse im Bereich Daten- sicherheit und Datenschutz verfügen.

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7.2 Softwarewerkzeuge und Lizenzen

Der Auftragnehmer ist frei in der Wahl seiner Softwarewerkzeuge zur Umsetzung der einzelnen BIM-Leistungen. Der Auftragnehmer muss sicherstellen, dass die eingesetzten Softwarewerk- zeuge die digitalen Liefergegenstände in den geforderten Datenformaten erstellen bzw. exportie- ren können. Die Anforderungen an die Software (Planungstools, BIM-Visualisierungs- bzw. Prüfsoftware, etc.) und Hardware ergeben sich aus der geforderten Qualität der Lieferleistungen. Es wird empfohlen, dass der Auftragnehmer nur Softwarewerkzeuge einsetzt, die für die gefor- derten Datenformate zertifiziert sind. Die vertraglich festgelegten Sicherheitsstandards sind ein- zuhalten.

7.3 Datenschutz und Datensicherheit

Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben sind seitens des Auftraggebers zu formulieren, die Konzeptentwicklung zu initiieren und im gesamten Projektverlauf umzusetzen. Die hierfür rele- vanten und einzuhaltenden Normen und Standards werden im nächsten Kapitel zusammenge- stellt. Alle Projektdaten sind vertraulich. Mit der Bereitstellung der Daten übergibt der Auftragneh- mer seine Nutzungsrechte an den Auftraggeber. Genauere Informationen zum Thema Vertrau- lichkeit, Datenschutz und Datensicherheit befinden sich im Vertrag sowie der Vertragsanlage „Vertraulichkeitsvereinbarung“. Sollten darüber hinaus für Projektinhalte im Projektverlauf besonderen Vertraulichkeiten (hinsicht- lich der Handhabung bezüglich der Daten und Informationen) festgelegt werden (z. B. VS-NfD), sind diese Anforderungen sowohl technologisch als auch organisatorisch durch alle Auftragneh- mer entsprechend umzusetzen.

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BIM-AIA zum Vertrag Neubau Finanzamt Staßfurt

8 Geltende Normen und Richtlinien

Die im Zusammenhang mit der Anwendung der BIM-Methode auf Projekt- und Unternehmens- ebene geltenden Normen und Richtlinien sind zwingend zu beachten. Insbesondere die VDI 2552 “Building Information Modeling“ in der jeweils gültigen Fassung bildet auf nationaler Ebene einen umfänglichen Normungssatz und ist bei der Bearbeitung von Projekten zu berücksichtigen.

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9 Anlagen

LoD

Modellelementmatrix (MEM)

LIA

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