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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“
Qualifizierter Bauzeitenplan
Planung: Abruf Basisplanung 60KT, Folgeabrufe 30 KT
Fiktives Kenntnisgabeverfahren: 4 Wo
Bausequenz: 210 KT
Erdbau inkl. Gründung Streifenfundamente und Bodenplatte → 6 Wo
Rohbau Fertigteilmontage inkl. Dach → 6 Wo
Innenausbau inkl. TGA Installation → 18 Wo
Inbetriebnahme und Probebetrieb → 3 Wo
Bauablauf und Taktung wurden auf Basis der Lean-Prinzipien optimiert. Jedem Gewerkezug im
Bauablauf wird 1 Halbwochen-Takt zugrunde gelegt. Die Taktung ermöglicht Überlappungen der
Hauptgewerke, das zu einer effizienteren Nutzung der Zeitressourcen führt. Durch parallele Abläufe
kann die Gesamtbauzeit von 210 KT einschließlich Pufferzeiten eingehalten werden. Der detaillierte
Bauzeitenplan ist dem Dokument „Exemplarischer Bauzeitenplan Typ1 - UKuFG 240“ zu entnehmen.
Abbildung 1: Vereinfachter Projektphasenplan eines Abrufs
Der Erstabruf je Los startet mit der einmaligen Basisplanung von 60 KT, 30 KT Kenntnisgabeverfahren,
210 KT Bauausführung. Die Planung des 2. Abrufs ist 15 KT nach Genehmigung der
Planungsunterlagen des Erstabrufes vorzulegen. Ab dem 3. Abruf muss der AN in der Lage sein, alle
30 KT einen Einzelabruf zu beginnen. Die Laufzeiten der weiteren Projektphasen bleiben unverändert.
Abbildung 2: Darstellung der ersten 3 Abrufe
Abbildung 3: Gewerkezüge und beispielhafter Baulogistikplan Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7
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oche e 1 2 3 4 5 6 7 8 9
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P la n u n g - 3 0 K T K e n n tn is - n a h m e v .
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
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B asisplanung 1 0
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13 1 1 1 2
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14 15 16 1 3
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18 19 20 21 22 23 24 1 9
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27 28 29 30
A U - 210 K T 2 4 2 5 2 6
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31 32 33 34 2 7 2 8 2
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35 36 37 9
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fu rb A .2 fu rb A .3
- Abruf
P E rdarbeiten Fertigteilarbeiten O rtbetonarbeiten
Planung15 KT nach 1. Genehm igung
lanung 30 K T K enntnis- nahm ev.
3.Abruf (Abruflogik 30 Tage startet)
P lanung 30 K T K enntnis- nahm ev. Innenausbau inkl. TG A Installationen
B A U - 210 K T
B A U - 210 K T Inbetriebnahm e
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Übergeordnete Termin und Kapazitätsplanung
Rahmenbedingungen und Lose
Die Bietergemeinschaft PORR Rheinmetall bewirbt sich auf Los 1 KompZ München, Los 2 KompZ
Hannover, Los 3 KompZ Strausberg, Los 5 KompZ Düsseldorf, Los 6 KompZ Stuttgart sowie Los 7
KompZ Wiesbaden der Ausschreibung G-CAP Inland.
Für die Konzepterstellung werden die Lose 1 bis 3 herangezogen. Die Jahreslast für die
Bietergemeinschaft PORR Rheinmetall wird wie folgt berechnet:
(Los 1 69 Gebäude + Los 2 66 Gebäude + Los 3 47 Gebäude) / 4 / 2 = 22,75 → 23 Gebäude
Anzahl paralleler Projekte und deren zeitliche
Staffelung
Die Jahreslast und die zeitliche lineare Verteilung der
Projekte über die 4 Jahre der Rahmenvereinbarung
ergibt eine Abruftakt in Los 1 und 2 von 30 Tagen. In Los
1 und Los 2 laufen 9 Projekte parallel, wobei sich jeweils
pro Los 1 Projekt in Planung, eines in Genehmigung, 6
in Bau und 1 in der Inbetriebnahme befinden.
In Los 3 ergibt sich ein Abruftakt von ca. 41 Tagen,
6 Projekte laufen parallel, wobei davon maximal 4 in Bau
und sich je ein Projekt in Planung, Genehmigung und
Inbetriebnahme befinden wird.
Bei Zuschlag auf 3 Lose sind somit insgesamt 24 Projekte gleichzeitig zu bearbeiten. Abbildung 4: Staffelung paralleler Projekte
Bauweise, Hauptwerkstoff und Produktionsbedarf
Die Umsetzung erfolgt in standardisierter System- und Stahlbetonfertigteilbauweise. Der Gebäudetyp
Typ 1 (UKuFG 240) dient als Referenz für Termin- und Kapazitätsplanung. Hauptwerkstoff ist das
Stahlbetonfertigteil. Insgesamt sind für den Typ 1 904 Fertigteilelemente notwendig.
904 Fertigteile über 6 Wochen verteilt ergeben einen Produktionsbedarf von 151 Stück pro Woche.
Durch die Parallelität der Projekte kommt es zu Überlappungen im Ablauf. Dadurch ist im 2-Wochentakt
eine Maximallast von 301 Fertigteile pro Woche zu gewährleisten.
| Fertigteilelemente Gebäudetyp 1 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Außenwand Hohlwand 20cm | 175 Stk. | |||
| Innenwand Hohlwand 18cm | 185 Stk. | |||
| VSE (vorgespannte Elementdecke) 12cm +10 cm Aufbeton | 464 Stk. | |||
| Elementdecke 5cm + 15cm Aufbeton | 80 Stk. | |||
| GESAMT | 904 Stk. |
Abbildung 5: Fertigteilelemente Gebäudetyp 1 (UKuFG 240)
Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7
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Abbildung 6: Parallelität der Projekte und daraus resultierender Überlappung des Fertigteilbedarfs
| Produktionsbedarf Stahlbetonfertigteile pro Woche anhand Gebäudetyp 1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | |||||||||||||||||||||||||||
| Wandelemente | 60 | 60 | 120 | 120 | 60 | 60 | 120 | 120 | 60 | 60 | 120 | 120 | ||||||||||||||||||||||||||
| Deckenelemente | 91 | 91 | 181 | 181 | 91 | 91 | 181 | 181 | 91 | 91 | 181 | 181 | ||||||||||||||||||||||||||
| GESAMT | 151 | 151 | 301 | 301 | 151 | 151 | 301 | 301 | 151 | 151 | 301 | 301 | ||||||||||||||||||||||||||
| Stahlbetonfertigteile gesamt pro Woche 400 300 200 100 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 |
Abbildung 7: Produktionsbedarf der Stahlbetonfertigteile im Zweiwochentakt
Bei den eingesetzten Stahlbetonfertigteilen handelt es sich um Bauteile, die dem gängigen
Produktportfolio des Fertigteilbaus entsprechen. Hohlwände, Elementdecken und vorgespannte
Deckensysteme werden von einer Vielzahl mittelständischer Fertigteilwerke in Deutschland in
industriellen Stückzahlen gefertigt. Es sind keine Sonderzulassungen, Geometrien oder
außergewöhnliche Eigenschaften erforderlich. Dies bildet die wesentliche Grundlage für eine breite
Beschaffungsstrategie und eine stabile Lieferkette.
Sicherstellung der Lieferfähigkeit
Anstelle einer zentralen Vergabe an einen einzelnen Hauptlieferanten verfolgt PORR eine bewusst
dezentrale, regional strukturierte Beschaffungsstrategie. Grundprinzip ist die Aufteilung des
Gesamtbedarfs in die Lose, innerhalb derer jeweils mehrere Produzenten parallel beauftragt werden.
Regional ansässige Fertigteilwerke werden angesprochen, was Transportwege minimiert, die
Versorgungssicherheit durch lokale Redundanz erhöht und den deutschen Mittelstand gezielt fördert.
Mit leistungsfähigen und zuverlässigen Fertigteilherstellern werden projektbegleitende
Rahmenvereinbarungen über die gesamte Projektlaufzeit abgeschlossen. Diese Vereinbarungen
sichern Produktionskapazitäten verbindlich ab, schaffen Planungssicherheit für beide Seiten und
ermöglichen eine vorausschauende Produktionssteuerung auf Basis des bekannten Wochenbedarfs je
Gebäudetyp. Die serielle Wiederholung und Skalierung der Gebäudetypen erleichtert dabei die Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7
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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“ Produktionsplanung der Werke erheblich, da Schalungen und Prozesse einmalig eingerichtet. Je nach
Losgröße werden mehrere Fertigteillieferanten eingesetzt, um auch Ausfälle eines Werks zu
kompensieren. Durch die Mehrproduzenten-Strategie entsteht ein natürlicher Wettbewerb innerhalb der
Lose, der Qualität, Termintreue und Preisstabilität über die gesamte Projektlaufzeit fördert.
| LOS | Jahreslast / Los | Anzahl an Fertigteillieferanten | Gebäude / Produzent & Jahr | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Los 1 – München | 9 Gebäude | 2-3 | 3-5 | ||||||||||||
| Los 2 – Hannover | 9 Gebäude | 2-3 | 3-5 | ||||||||||||
| Los 3 - Strausberg | 6 Gebäude | 2 | 3 |
Abbildung 8: Benötigte Fertigteilproduzenten je Los
Die Beschaffung wird durch den zentralen Einkauf der PORR unterstützt in Abstimmung mit den Los-
Projektleitern und der Gesamtprojektleitung. Dieser verfügt über etablierte Lieferantenbeziehungen im
deutschen und europäischen Fertigteilmarkt sowie über die Erfahrung aus vergleichbaren
Serienprojekten. So werden geeignete Partnerwerke auf Basis eines bestehenden, auditieren und
geprüften Lieferantennetzwerks schnell eingebunden. Eine Prüfung der Produktionskapazität eines
langfristiger Schlüssel-Partners und Fertigteilproduzenten hat ergeben, dass bei voller Auslastung und
Übernahme der gesamten Produktion von Los 1 die Produktion mit ca. 62 % ausgelastet wäre.
Umgang mit Störungsszenarien
Umgang mit Störungsszenarien in einem Abruf
Der Bauablauf ist durch ineinander verzahnte Gewerke-Züge getaktet und in zwei Bauabschnitten
gegliedert. Der Taktplan ist wochenbasiert aufgebaut und sieht pro Woche 1 fest eingeplanten Puffertag
vor. Dieser dient der Kompensation von Bauablaufstörungen innerhalb der laufenden Woche und der
Sicherstellung eines stabilen Folgetakts. Der Leistungsfortschritt unterliegt einer wöchentlichen
Evaluierung. Störfälle werden dadurch bereits im Vorfeld frühzeitig erkannt und vermieden. Bei einem
schwerwiegendem Störfall kann ab Woche 10, mit Beendigung der Fertigteilarbeiten, das
Baustellenpersonal aufgestockt und Gewerke-Züge parallel gefahren werden. Durch diese Maßnahmen
können Rückstände kompensiert werden.
Woche 10
Abbildung 9: Szenario Störfall in einem Abruf
Umgang mit Störungsszenario „Ausfall in der Lieferkette des Hauptwerkstoffes“
Die Beschaffungsstrategie, den kritischen Werkstoff an Stahlbetonfertigteilen auf mehrere Lieferanten
zu verteilen, eröffnet die Möglichkeit bei Kapazitätsauslastungen auf andere Partnerwerke
auszuweichen. Kein einzelner Produzent trägt das Risiko, seine Kapazität kritisch zu beanspruchen.
Sollte es während der Rahmenvereinbarung zu größeren Engpässen oder einem Ausfall in der
Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7
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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“ Lieferkette kommen, kann auch hier durch einfache Methoden entgegengesteuert werden. Geht man
von 2 Fertigteillieferanten pro Los aus, wird die Wochenlast auf zwei Produzenten aufgeteilt. Die
Fertigteile eines Gebäudes kommen immer vom gleichen Hersteller, um Risiken im Ablauf und der
Qualität zu minimieren. Dadurch haben die Hersteller nach 6 Wochen Produktion eine 2 wöchige Pause
und somit Produktionspeaks. Kommt es nun kurzfristig zu einem Störungsszenario, kann dies durch
kürzere Abrufzeiten kompensiert werden. Die Abrufzeit kann auf 15 KT reduziert werden, ohne dass die
Produktionskapazität der Lieferanten überschritten wird. Dies ergibt eine Glättung der
Produktionsganglinien ergeben.
Ein Ausfall eines Produzenten kann kurzfristig durch den zentral gesteuerten Projekteinkauf und den
bestehenden Rahmenvereinbarungen mit anderen Lieferanten ausgeglichen werden.
Abbildung 10: Geforderte Produktionskapazität vor und nach einem Störszenario
Abbildung 11: Glättung der Produktionsganglinie nach Reduktion der Abrufzeit von 30 KT auf 15 KT
Abbildung 12: Überlappung der Fertigteilproduktion bei Reduktion der Abrufzeit auf 15 KT (siehe im Vergleich Abbildung 6)
Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7
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