20260526 G-CAP Konzept Termine PORR.pdf

Projektmanagement, BIM-Management und Objektüberwachung für das Bundeswehr‑Infrastrukturprogramm G‑CAP in NRW

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 14:45 (Europe/Berlin)

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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“

Qualifizierter Bauzeitenplan

Planung: Abruf Basisplanung 60KT, Folgeabrufe 30 KT

Fiktives Kenntnisgabeverfahren: 4 Wo

Bausequenz: 210 KT

Erdbau inkl. Gründung Streifenfundamente und Bodenplatte → 6 Wo

Rohbau Fertigteilmontage inkl. Dach → 6 Wo

Innenausbau inkl. TGA Installation → 18 Wo

Inbetriebnahme und Probebetrieb → 3 Wo

Bauablauf und Taktung wurden auf Basis der Lean-Prinzipien optimiert. Jedem Gewerkezug im

Bauablauf wird 1 Halbwochen-Takt zugrunde gelegt. Die Taktung ermöglicht Überlappungen der

Hauptgewerke, das zu einer effizienteren Nutzung der Zeitressourcen führt. Durch parallele Abläufe

kann die Gesamtbauzeit von 210 KT einschließlich Pufferzeiten eingehalten werden. Der detaillierte

Bauzeitenplan ist dem Dokument „Exemplarischer Bauzeitenplan Typ1 - UKuFG 240“ zu entnehmen.

Abbildung 1: Vereinfachter Projektphasenplan eines Abrufs

Der Erstabruf je Los startet mit der einmaligen Basisplanung von 60 KT, 30 KT Kenntnisgabeverfahren,

210 KT Bauausführung. Die Planung des 2. Abrufs ist 15 KT nach Genehmigung der

Planungsunterlagen des Erstabrufes vorzulegen. Ab dem 3. Abruf muss der AN in der Lage sein, alle

30 KT einen Einzelabruf zu beginnen. Die Laufzeiten der weiteren Projektphasen bleiben unverändert.

Abbildung 2: Darstellung der ersten 3 Abrufe

Abbildung 3: Gewerkezüge und beispielhafter Baulogistikplan Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7

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W o c h furbaleipsieB

oche e 1 2 3 4 5 6 7 8 9

A bruf

P la n u n g - 3 0 K T K e n n tn is - n a h m e v .

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

B asisplanung - 60 K T K enntnis- nahm ev.

B asisplanung 1 0

E rd

13 1 1 1 2

a rb e ite n

14 15 16 1 3

17 1 4 1 5 1 6 1 7 1 8

F e rtig te ila rb e ite n O rtb e to n a rb e ite n

18 19 20 21 22 23 24 1 9

25 2 0

26

B 2 1 2 2 2 3

B A U

In n e n a u

27 28 29 30

A U - 210 K T 2 4 2 5 2 6

  • 2 1 0 K T

s b a u in k l. T G

31 32 33 34 2 7 2 8 2

A In s ta lla

35 36 37 9

tio

38 3 0

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39 3 1

40 3

41 2 3

42 3

43 3 4

44 3 5

In b

45 3 6

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46 47 3 7

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48 3 8

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49 3 9

50

fu rb A .1

fu rb A .2 fu rb A .3

  1. Abruf

P E rdarbeiten Fertigteilarbeiten O rtbetonarbeiten

Planung15 KT nach 1. Genehm igung

lanung 30 K T K enntnis- nahm ev.

3.Abruf (Abruflogik 30 Tage startet)

P lanung 30 K T K enntnis- nahm ev. Innenausbau inkl. TG A Installationen

B A U - 210 K T

B A U - 210 K T Inbetriebnahm e

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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“

Übergeordnete Termin und Kapazitätsplanung

Rahmenbedingungen und Lose

Die Bietergemeinschaft PORR Rheinmetall bewirbt sich auf Los 1 KompZ München, Los 2 KompZ

Hannover, Los 3 KompZ Strausberg, Los 5 KompZ Düsseldorf, Los 6 KompZ Stuttgart sowie Los 7

KompZ Wiesbaden der Ausschreibung G-CAP Inland.

Für die Konzepterstellung werden die Lose 1 bis 3 herangezogen. Die Jahreslast für die

Bietergemeinschaft PORR Rheinmetall wird wie folgt berechnet:

(Los 1 69 Gebäude + Los 2 66 Gebäude + Los 3 47 Gebäude) / 4 / 2 = 22,75 → 23 Gebäude

Anzahl paralleler Projekte und deren zeitliche

Staffelung

Die Jahreslast und die zeitliche lineare Verteilung der

Projekte über die 4 Jahre der Rahmenvereinbarung

ergibt eine Abruftakt in Los 1 und 2 von 30 Tagen. In Los

1 und Los 2 laufen 9 Projekte parallel, wobei sich jeweils

pro Los 1 Projekt in Planung, eines in Genehmigung, 6

in Bau und 1 in der Inbetriebnahme befinden.

In Los 3 ergibt sich ein Abruftakt von ca. 41 Tagen,

6 Projekte laufen parallel, wobei davon maximal 4 in Bau

und sich je ein Projekt in Planung, Genehmigung und

Inbetriebnahme befinden wird.

Bei Zuschlag auf 3 Lose sind somit insgesamt 24 Projekte gleichzeitig zu bearbeiten. Abbildung 4: Staffelung paralleler Projekte

Bauweise, Hauptwerkstoff und Produktionsbedarf

Die Umsetzung erfolgt in standardisierter System- und Stahlbetonfertigteilbauweise. Der Gebäudetyp

Typ 1 (UKuFG 240) dient als Referenz für Termin- und Kapazitätsplanung. Hauptwerkstoff ist das

Stahlbetonfertigteil. Insgesamt sind für den Typ 1 904 Fertigteilelemente notwendig.

904 Fertigteile über 6 Wochen verteilt ergeben einen Produktionsbedarf von 151 Stück pro Woche.

Durch die Parallelität der Projekte kommt es zu Überlappungen im Ablauf. Dadurch ist im 2-Wochentakt

eine Maximallast von 301 Fertigteile pro Woche zu gewährleisten.

Fertigteilelemente Gebäudetyp 1
Außenwand Hohlwand 20cm175 Stk.
Innenwand Hohlwand 18cm185 Stk.
VSE (vorgespannte Elementdecke) 12cm +10 cm Aufbeton464 Stk.
Elementdecke 5cm + 15cm Aufbeton80 Stk.
GESAMT904 Stk.

Abbildung 5: Fertigteilelemente Gebäudetyp 1 (UKuFG 240)

Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7

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Abbildung 6: Parallelität der Projekte und daraus resultierender Überlappung des Fertigteilbedarfs

Produktionsbedarf Stahlbetonfertigteile pro Woche anhand Gebäudetyp 1
123456789101112
Wandelemente606012012060601201206060120120
Deckenelemente919118118191911811819191181181
GESAMT151151301301151151301301151151301301
Stahlbetonfertigteile gesamt pro Woche 400 300 200 100 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Abbildung 7: Produktionsbedarf der Stahlbetonfertigteile im Zweiwochentakt

Bei den eingesetzten Stahlbetonfertigteilen handelt es sich um Bauteile, die dem gängigen

Produktportfolio des Fertigteilbaus entsprechen. Hohlwände, Elementdecken und vorgespannte

Deckensysteme werden von einer Vielzahl mittelständischer Fertigteilwerke in Deutschland in

industriellen Stückzahlen gefertigt. Es sind keine Sonderzulassungen, Geometrien oder

außergewöhnliche Eigenschaften erforderlich. Dies bildet die wesentliche Grundlage für eine breite

Beschaffungsstrategie und eine stabile Lieferkette.

Sicherstellung der Lieferfähigkeit

Anstelle einer zentralen Vergabe an einen einzelnen Hauptlieferanten verfolgt PORR eine bewusst

dezentrale, regional strukturierte Beschaffungsstrategie. Grundprinzip ist die Aufteilung des

Gesamtbedarfs in die Lose, innerhalb derer jeweils mehrere Produzenten parallel beauftragt werden.

Regional ansässige Fertigteilwerke werden angesprochen, was Transportwege minimiert, die

Versorgungssicherheit durch lokale Redundanz erhöht und den deutschen Mittelstand gezielt fördert.

Mit leistungsfähigen und zuverlässigen Fertigteilherstellern werden projektbegleitende

Rahmenvereinbarungen über die gesamte Projektlaufzeit abgeschlossen. Diese Vereinbarungen

sichern Produktionskapazitäten verbindlich ab, schaffen Planungssicherheit für beide Seiten und

ermöglichen eine vorausschauende Produktionssteuerung auf Basis des bekannten Wochenbedarfs je

Gebäudetyp. Die serielle Wiederholung und Skalierung der Gebäudetypen erleichtert dabei die Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7

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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“ Produktionsplanung der Werke erheblich, da Schalungen und Prozesse einmalig eingerichtet. Je nach

Losgröße werden mehrere Fertigteillieferanten eingesetzt, um auch Ausfälle eines Werks zu

kompensieren. Durch die Mehrproduzenten-Strategie entsteht ein natürlicher Wettbewerb innerhalb der

Lose, der Qualität, Termintreue und Preisstabilität über die gesamte Projektlaufzeit fördert.

LOSJahreslast / LosAnzahl an FertigteillieferantenGebäude / Produzent & Jahr
Los 1 – München9 Gebäude2-33-5
Los 2 – Hannover9 Gebäude2-33-5
Los 3 - Strausberg6 Gebäude23

Abbildung 8: Benötigte Fertigteilproduzenten je Los

Die Beschaffung wird durch den zentralen Einkauf der PORR unterstützt in Abstimmung mit den Los-

Projektleitern und der Gesamtprojektleitung. Dieser verfügt über etablierte Lieferantenbeziehungen im

deutschen und europäischen Fertigteilmarkt sowie über die Erfahrung aus vergleichbaren

Serienprojekten. So werden geeignete Partnerwerke auf Basis eines bestehenden, auditieren und

geprüften Lieferantennetzwerks schnell eingebunden. Eine Prüfung der Produktionskapazität eines

langfristiger Schlüssel-Partners und Fertigteilproduzenten hat ergeben, dass bei voller Auslastung und

Übernahme der gesamten Produktion von Los 1 die Produktion mit ca. 62 % ausgelastet wäre.

Umgang mit Störungsszenarien

Umgang mit Störungsszenarien in einem Abruf

Der Bauablauf ist durch ineinander verzahnte Gewerke-Züge getaktet und in zwei Bauabschnitten

gegliedert. Der Taktplan ist wochenbasiert aufgebaut und sieht pro Woche 1 fest eingeplanten Puffertag

vor. Dieser dient der Kompensation von Bauablaufstörungen innerhalb der laufenden Woche und der

Sicherstellung eines stabilen Folgetakts. Der Leistungsfortschritt unterliegt einer wöchentlichen

Evaluierung. Störfälle werden dadurch bereits im Vorfeld frühzeitig erkannt und vermieden. Bei einem

schwerwiegendem Störfall kann ab Woche 10, mit Beendigung der Fertigteilarbeiten, das

Baustellenpersonal aufgestockt und Gewerke-Züge parallel gefahren werden. Durch diese Maßnahmen

können Rückstände kompensiert werden.

Woche 10

Abbildung 9: Szenario Störfall in einem Abruf

Umgang mit Störungsszenario „Ausfall in der Lieferkette des Hauptwerkstoffes“

Die Beschaffungsstrategie, den kritischen Werkstoff an Stahlbetonfertigteilen auf mehrere Lieferanten

zu verteilen, eröffnet die Möglichkeit bei Kapazitätsauslastungen auf andere Partnerwerke

auszuweichen. Kein einzelner Produzent trägt das Risiko, seine Kapazität kritisch zu beanspruchen.

Sollte es während der Rahmenvereinbarung zu größeren Engpässen oder einem Ausfall in der

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100-25-00102 Vergabeverfahren G-CAP Inland Konzeptvorlage Unterkriterium 1 „Terminplanung inkl. qualifiziertem Bauzeitenplan“ Lieferkette kommen, kann auch hier durch einfache Methoden entgegengesteuert werden. Geht man

von 2 Fertigteillieferanten pro Los aus, wird die Wochenlast auf zwei Produzenten aufgeteilt. Die

Fertigteile eines Gebäudes kommen immer vom gleichen Hersteller, um Risiken im Ablauf und der

Qualität zu minimieren. Dadurch haben die Hersteller nach 6 Wochen Produktion eine 2 wöchige Pause

und somit Produktionspeaks. Kommt es nun kurzfristig zu einem Störungsszenario, kann dies durch

kürzere Abrufzeiten kompensiert werden. Die Abrufzeit kann auf 15 KT reduziert werden, ohne dass die

Produktionskapazität der Lieferanten überschritten wird. Dies ergibt eine Glättung der

Produktionsganglinien ergeben.

Ein Ausfall eines Produzenten kann kurzfristig durch den zentral gesteuerten Projekteinkauf und den

bestehenden Rahmenvereinbarungen mit anderen Lieferanten ausgeglichen werden.

Abbildung 10: Geforderte Produktionskapazität vor und nach einem Störszenario

Abbildung 11: Glättung der Produktionsganglinie nach Reduktion der Abrufzeit von 30 KT auf 15 KT

Abbildung 12: Überlappung der Fertigteilproduktion bei Reduktion der Abrufzeit auf 15 KT (siehe im Vergleich Abbildung 6)

Bieter: PORR-RhPS angebotene Lose: 1,2,3,5,6,7

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