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Potenzialanalysen für Führungskräfte im Personalentwicklungsprogramm PEKA

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 15:20 (Europe/Berlin)

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

Muster-Vordruck Stand 05/2026

Besondere Bewerbungsbedingungen

zum Offenen Verfahren zur Erbringung der folgenden Leistung

Potenzialanalyse im Rahmen des Personalentwicklungsprogramms PEKA für das Bundes- ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

(Zum Verbleib beim Bieter bestimmt, nicht mit dem Angebot einzureichen)

Aktenzeichen:

04513-9/4(2026)

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

Inhalt:

1 ALLGEMEINE HINWEISE ZUM VERGABEVERFAHREN ............................... 3 1.1 ZIELSETZUNG DIESER UNTERLAGE ............................................................................... 3 1.2 DARSTELLUNG DES AUFTRAGSGEGENSTANDES ........................................................... 3 1.3 AUFTRAGGEBER .......................................................................................................... 5 1.4 VERTRAGSLAUFZEIT ..................................................................................................... 5

2 VERFAHRENSABLAUF ........................................................................... 5

3 ÜBERSICHT EINZUREICHENDE ANGEBOTSUNTERLAGEN ........................ 6

4 AUSSCHLUSSGRÜNDE, EIGNUNGSKRITERIEN UND BELEG DER EIGNUNG 7 4.1 AUSSCHLUSSGRÜNDE, §§ 123, 124 GWB I. V. M. § 42 VGV SOWIE § 19 ABS. 1 MILOG, § 21 AENTG, § 21 SCHWARZARBG, § 98C AUFENTHG, § 22 LKSG UND ART. 5K SANKTIONS-VO ........................................................................................................... 7 4.2 ANGABEN ZUR TECHNISCHEN UND BERUFLICHEN LEISTUNGSFÄHIGKEIT, § 46 VGV ....... 7

5 ZUSCHLAGSKRITERIEN UND BELEG DER WIRTSCHAFTLICHKEIT ............ 8 5.1 KONZEPT ..................................................................................................................... 8

6 WERTUNG DER ANGEBOTE ................................................................... 10 6.1 ERMITTLUNG DER LEISTUNGSPUNKTZAHL (L) ............................................................. 10 6.2 ERMITTLUNG DES PREISES (P) ................................................................................... 14

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

1 Allgemeine Hinweise zum Vergabeverfahren

1.1 Zielsetzung dieser Unterlage

Diese besonderen Bewerbungsbedingungen ergänzen und konkretisieren die in der Auftragsbekanntmachung genannten Festlegungen und Vorgaben, fassen die Erklä- rungen und Unterlagen zusammen, die ein Bieter seinem Angebot beizufügen hat und erläutern die individuellen Vorgaben für das vorliegende Vergabeverfahren. Re- gelungen zum Verfahrensablauf, die für alle Offenen Verfahren des BMFTR einheit- lich geregelt sind, finden Sie in dem Dokument „Allgemeine Bewerbungsbedingun- gen“. Bei Abweichungen gehen diese besonderen Bewerbungsbedingungen den all- gemeinen Bewerbungsbedingungen vor.

Die Bieter sind aufgefordert, die Festlegungen und Vorgaben einzuhalten. Eine Miss- achtung kann zum Ausschluss vom Verfahren führen.

Sofern die vorliegenden Unterlagen nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmen, sind mit „Bieter“ sowohl einzelne Unternehmen als auch Bietergemeinschaften ge- meint.

1.2 Darstellung des Auftragsgegenstandes

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, Auftraggeber

/ AG) mit seinen Dienstsitzen in Bonn und Berlin ist in einem kontinuierlichen Verbesse-

rungsprozess dabei, sein Personalmanagement bzw. seine Personalentwicklung (PE) den

aktuellen Gegebenheiten und Standards anzupassen. Oberstes Ziel ist es dabei, unter Be-

achtung der für den öffentlichen Dienst bestehenden Rahmenbedingungen, die bestmögli-

chen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass qualifiziertes Personal gewonnen und vor-

handenes Personal gehalten und gezielt weiterentwickelt werden kann. Den Führungskräf-

ten kommt dabei in der heutigen Arbeitswelt, die von hohen Anforderungen und unter-

schiedlichen anspruchsvollen Spannungsfeldern geprägt ist, eine besondere Bedeutung

zu. Die Führungskräfte des BMFTR sahen sich zuletzt neben den grundsätzlichen Heraus-

forderungen zusätzlich mit einem umfassenden Veränderungsprozess konfrontiert: Wäh-

rend die komplette Abteilung Bildung in das Bundesministerium für Bildung, Familie, Seni-

oren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wechselte und somit zahlreiche Mitarbeitende das

BMFTR verließen, nahmen eine Reihe neuer Mitarbeitender aus anderen Ressorts dauer-

haft ihre Tätigkeit im BMFTR auf. Es entstanden neue Referate und neue Abteilungszu-

schnitte. Dabei ging die Umstrukturierung weit über das übliche Maß hinaus, so dass der

Bedarf an Austausch, Vernetzung und Qualifizierung - aufgrund der hohen Anzahl neuer

Führungskräfte - nach wie vor sehr hoch ist.

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

Bereits in den „Eckpunkten zur Personalentwicklung des BMFTR“ (Anlage 1) ist festgehal- ten, dass die Wahrnehmung von Führungsaufgaben besondere Fähigkeiten und Kompe-

tenzen erfordert. Kommunikative und integrative Fähigkeiten, soziale und strategische

Kompetenzen müssen hierfür gleichermaßen entwickelt sein. Das Auswahlverfahren des

BMFTR für Referatsleitungen ist darauf ausgelegt, das Führungsprofil des BMFTR vor dem

Hintergrund der Herausforderungen einer dynamischen Arbeitswelt zu schärfen. Gerade in

Zeiten des Wandels braucht es Führungskräfte, die Orientierung geben, innovative Lösun-

gen fördern und ein starkes Team leiten können. Das Verfahren baut auf den Führungs-

und Kooperationsleitlinien (Anlage 2), die die Grundlage bilden für die Zusammenarbeit und

für ein gemeinsames Führungsverständnis, sowie den „Anforderungsdimensionen Refe- ratsleitungen - Führungskompetenzen im BMFTR“ (Anlage 3) auf. Beide sind sämtlichen Personalmaßnahmen für Führungskräfte und damit auch dem Personalentwicklungspro- gramm PEKA (PotenzialEntwicklung – KompetenzAusbau) sowie der Kompetenz-Übun- gen-Matrix zugrunde zu legen. Da zurzeit an einem ressortübergreifenden Anforderungs-

und Kompetenzprofil gearbeitet wird, ist gleichzeitig nicht auszuschließen, dass es inner-

halb der Laufzeit der Rahmenvereinbarung zu Anpassungen bzw. Änderungen an den zu-

grundeliegenden Kompetenzen und daraus resultierend an der Kompetenz-Übungen-Mat-

rix kommt. Der Auftragnehmer (AN) sollte eine solche ggf. erforderliche Anpassung berück-

sichtigen.

Auf der Grundlage der beschriebenen Vorgaben wurden in den Jahren 2021, 2022, 2024

und 2025 vier Durchläufe des Personalentwicklungsprogramms PEKA durchgeführt. Wei-

tere Durchläufe sind nun in den Jahren 2027-2030 über die Vergabe einer Rahmenverein-

barung geplant. Bei dem Programm handelt es sich um ein fakultatives Angebot, das von

den Führungskräften auf Referatsleitungsebene des BMFTR gut angenommen wird. Pro Durchlauf ist (je nach Interessentenlage) mit 10 – 25 Personen zu rechnen. Ein Durchlauf findet höchstens einmal pro Jahr statt. Inhaltlich liegt der Fokus dabei auf der Weiterent-

wicklung der (Führungs-)Persönlichkeit, der Reflexionsfähigkeit und der Entwicklung über-

fachlicher Kompetenzen sowie einem Abgleich des jeweiligen Selbst- und Fremdbildes. Ein

weiterer Aspekt ist, dass die teilnehmenden Referatsleitungen durch die Teilnahme an dem

Programm bestmöglich auf die nächste Funktionsebene der Unterabteilungsleitung (UAL)

vorbereitet werden. Es wird also auch von einigen Teilnehmenden als Trainingsmaßnahme

für den nächsten Karriereschritt verstanden.

Auch wenn die Teilnahme am Programm PEKA freiwillig ist, beinhaltet PEKA für die Teil-

nehmenden einen verbindlichen Aufbau der drei nachfolgenden Bausteine:

  1. Potenzialanalyse,

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

  1. Individuelles Coaching, das sich an den Entwicklungsfeldern, die die Potenzialana-

lyse aufgezeigt hat, orientiert bzw. dort ansetzt,

  1. Flankierende Workshopreihe zu relevanten Führungsthemen.

Nachfolgend geht es ausschließlich um die Auftragsvergabe im Wege einer Rahmen-

vereinbarung für Baustein 1, die Potenzialanalyse. Die beiden weiteren Bausteine

sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung bzw. dieses Vergabeverfahrens.

Die Potenzialanalyse soll folgende Ziele im Fokus haben:

 Den Teilnehmenden wird ein Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild sowie

das Erkennen von Stärken und Entwicklungsfeldern ermöglicht.

 Selbstreflexion wird angeregt.

 Persönlichkeit und überfachliche Kompetenzen werden weiterentwickelt.

 Insbesondere Frauen werden auf einen nächsten Karriereschritt vorbereitet.

1.3 Auftraggeber

Auftraggeber des Verfahrens ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dienstsitz Bonn, Hei- nemannstraße 2, 53175 Bonn.

1.4 Vertragslaufzeit

Der Vertrag wird mit Zuschlag wirksam geschlossen. Die Leistungszeit ist vom 01.01.2027 bis zum 31.12.2028 vorgesehen. Es besteht zweimalig die Option einer Verlängerung des Vertrages durch den Auftraggeber um jeweils 1 Jahr, bis längstens zum 31.12.2030.

2 Verfahrensablauf

Nach aktueller Planung soll das gegenständliche Vergabeverfahren folgendem Ter- minplan folgen:

 Frist für Rückfragen: 26.08.2026, 12:00 Uhr  Beantwortung der Fragen: 02.09.2026, 14:00 Uhr  Ende der Angebotsfrist: 17.09.2026, 11:00 Uhr  Bekanntgabe der beabsichtigten Zuschlagsentscheidung (Information an un- terlegene Bieter gem. § 134 GWB): voraussichtlich 19.11.2026  Zuschlagserteilung: voraussichtlich 30.11.2026  Angebotsbindefrist: 31.01.2027

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Besondere Bewerbungsbedingungen (Offenes Verfahren) EU BMFTR

Der Auftraggeber behält sich vor, den vorstehenden Termin- und Ablaufplan bei Be- darf zu modifizieren. Entsprechende Änderungen werden über die e-Vergabeplatt- form des Bundes kommuniziert. Die Bieter sind verpflichtet, sich auf der e-Vergabe- plattform des Bundes regelmäßig über Anpassungen des Terminplans zu informieren.

3 Übersicht einzureichende Angebotsunterlagen

Die Bieter haben ihren elektronisch eingereichten Angeboten die folgenden Doku- mente und Erklärungen in Textform nach § 126b BGB beizufügen. Entsprechende Vordrucke werden den Bietern vom Auftraggeber über die e-Vergabeplattform des Bundes in elektronischer Form zur Verfügung gestellt.

  1. Angebotsschreiben (ausgefüllt und unterschrieben in Textform gemäß § 126b BGB)
  2. Bieterbogen (ausgefüllt, s. nachfolgende Ziffern 2.1 bis 2.6) 2.1. Angaben zum Bieter, Ziffer I des Bieterbogens (ausgefüllt) 2.2. Ggf. Erklärung zum Einsatz von Unterauftragnehmern, Ziffer II des Bieterbogens (ausgefüllt) 2.3. Ggf. Verpflichtungserklärung im Rahmen der Eignungsleihe, Ziffer III des Bieterbo- gens (ausgefüllt); zusätzlich ist die Erklärung zur technischen und beruflichen Leis- tungsfähigkeit (Bieterbogen, Ziffer VI) sowie die Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB i. V. m. § 42 VgV sowie § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 AEntG, § 21 SchwarzArbG, § 98c AufenthG, § 22 LkSG (Bieterbogen, Ziffer V) durch das sich verpflichtende Unternehmen auszufüllen 2.4. Ggf. Erklärung der Bietergemeinschaft, Ziffer IV des Bieterbogens (ausgefüllt) 2.5. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB i. V. m. § 42 VgV sowie § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 AEntG, § 21 SchwarzArbG, § 98c AufenthG, § 22 LkSG Ziffer V des Bieterbogens (ausgefüllt) 2.6. Angaben zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit, Ziffer VI des Bieter- bogens (ausgefüllt)
  3. Verpflichtungserklärung Scientology Schutzklausel (ausgefüllt)
  4. Eigenerklärung Umsetzung des 5. EU-Sanktionspakets (ausgefüllt); auch für einen möglichen Unterauftragnehmer bzw. Unternehmen, deren Kapazitäten möglicher- weise im Rahmen der Eignungsleihe in Anspruch genommen werden, einzureichen, sofern dieser mehr als 10 % des Auftragsvolumens umsetzt (Art. 5k Sanktions-VO)
  5. Eigenerklärung zur Einhaltung des Tariftreueversprechens gemäß § 3 BTTG
  6. Insgesamt zwei Abschlusszertifikate zum Nachweis eines abgeschlossenen post- gradualen Studiums (Master) im Bereich Psychologie – für eine weibliche leitende Mitarbeiterin und einen weiteren Mitarbeitenden.
  7. Konzept
  8. Preisblatt (ausgefüllt)

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4 Ausschlussgründe, Eignungskriterien und Beleg der Eignung

Zur Abfrage etwaiger Ausschlussgründe sowie zum Beleg der Eignung wird von den Bietern die Vorlage folgender Erklärungen und Dokumente erwartet.

4.1 Ausschlussgründe, §§ 123, 124 GWB i. V. m. § 42 VgV sowie § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 AEntG, § 21 SchwarzArbG, § 98c AufenthG, § 22 LkSG und Art. 5k Sankti- ons-VO

  1. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB i. V. m. § 42 VgV sowie § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 AEntG, § 21 SchwarzArbG, § 98c AufenthG, § 22 LkSG (Angabe im Bieterbogen Ziffer V), Erklärung zum Nichtvorliegen des Ausschlussgrundes nach Art. 5k Sanktions-VO (Eigenerklärung „Umsetzung des 5. EU-Sanktionspakets“), Eigenerklärung zur Einhaltung des Tariftreueversprechens ge- mäß § 3, § 4 Absatz 1, 3, § 9 BTTG und ggfs. Eigenerklärung zum Nachweis der Zu- verlässigkeit trotz Vorliegens von Ausschlussgründen – Selbstreinigung nach § 125 GWB.

4.2 Angaben zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit, § 46 VgV

  1. Es wird eine Mindestmitarbeiterzahl von 5 Mitarbeitern gefordert. Dies ist nachzuwei- sen durch: Erklärung, aus der die Beschäftigtenzahl des Unternehmens und die Beschäftigten- zahl im projektrelevanten Umfeld hervorgehen (Angabe im Bieterbogen Ziffer VI.1)
  2. Vorlage geeigneter Referenzen über früher ausgeführte Aufträge innerhalb der letz- ten drei Jahre (maßgeblich für die Berechnung ist der Tag, an dem die Angebotsfrist endet) mit Angabe des Kunden, des Auftragsgegenstandes, des Auftragswerts und des Zeitraums der Leistungserbringung (Angaben im Bieterbogen Ziffer VI.2). Geeig- net sind Referenzen, die folgende Gesichtspunkte nachweisen: • Erfahrung in der Konzeption von eignungsdiagnostischen Verfahren und • Erfahrung in der Durchführung von eignungsdiagnostischen Verfahren und • Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern (insbesondere Bundes-, Landes- o- der Kommunalverwaltung)

Eine Referenz kann mehrere Erfahrungsbereiche abdecken. Es ist jedoch insgesamt mindestens eine Referenz zu benennen.

  1. Angaben zu den Qualifikationen und den fachbezogenen Erfahrungen der zum Ein- satz gelangenden verantwortlichen bzw. leitenden Mitarbeiter/innen (Angaben im Bie- terbogen Ziffer VI.3 / Qualifikationsprofil).

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Zu 4: Verantwortliche bzw. leitende Mitarbeiter/innen Ausführliche Darstellung der Qualifikationen und fachbezogenen Erfahrungen der für die Leistungserbringung vorgesehenen verantwortlichen bzw. leitenden Mitarbei- ter/innen des Bieters. Für die vorgesehenen verantwortlichen bzw. leitenden Mitar- beiter/innen müssen folgende Qualifikationen anhand der Qualifikationsprofile jeder bzw. jedes einzelnen der einzusetzenden Mitarbeiter/innen nachgewiesen werden, wobei für jede der im Folgenden genannten Qualifikationen Referenzen vorzulegen sind: • Für eine leitende weibliche Mitarbeiterin der Nachweis eines abgeschlossenen post-gradualen Studiums (Master) im Bereich Psychologie (Abschlusszertifi- kat). • Für einen weiteren leitenden Mitarbeitenden der Nachweis eines abgeschlos- senen postgradualen Studiums (Master) im Bereich Psychologie (Ab- schlusszertifikat).

5 Zuschlagskriterien und Beleg der Wirtschaftlichkeit

Zuschlagskriterien für die Beauftragung der ausgeschriebenen Leistungen ist das in der Folge abgefragte Konzept sowie der im gesamten veranschlagte Angebotspreis.

5.1 Konzept

Die Bieter sind aufgefordert, ein Konzept zu folgenden Leistungsbereichen vorzule- gen (Zahlenangaben in Klammern beziehen sich auf die Leistungsbeschreibung):

a) Vorschlag für die Ablaufplanung der Potenzialanalysen (u.a. Dauer, Zeitpla- nung, Übungsabfolge) (s. Ziff. 3.1 der LB). b) Vorschlag für eine Planung der vorbereitenden Aktivitäten für die Potenzial- analyse (Überblick über sämtliche vorbereitenden Aufgaben (to do Liste), Vor- lage von mindestens zwei beispielhaften Textentwürfen für die Kommunikation mit Teilnehmenden) (s. Ziff. 3.1 sowie Ziff. 3.2.1. der LB). c) Vorschlag für die Durchführung der Potenzialanalysen: Konkrete Beschreibung der Übungen, die eingesetzt werden sollen unter Bezugnahme auf die inhalt- lich-konzeptionellen Rahmenbedingungen (s. Ziff. 2. sowie Ziff. 3.1 und Ziff. 3.2.2. der LB).

  • Psychometrische Testverfahren: Hier sollen die vom AN empfohlenen standardisierten Testverfahren benannt und beschrieben werden. Ein Ein- blick in die Testverfahren erfolgt pro Testsequenz über 2 – 3 ausgewählte Beispielfragen bzw. -thesen. Die empfohlene Anzahl der Fragen pro Se- quenz sowie die durchschnittliche Bearbeitungsdauer pro Sequenz wird genannt.

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  • Selbstpräsentation und Twenty Statements Test (TST): Jeweils Vor- schlag für eine Instruktion.
  • Fallstudie „Rückschau auf ein Projekt, eine Aufgabe oder eine Herausfor- derung“: Vorschlag für eine Instruktion für die Teilnehmenden.
  • Lebenslauf- und anforderungsorientiertes/biografisches Interview: Darge- stellt werden der Aufbau bzw. die Struktur des Interviews sowie 3 – 5 aus- gewählte Beispielfragen.
  • Mündliches Feedback-Gespräch: Beschreibung des Durchführungspro- zesses/Ablaufes. Darüber hinaus wird das Vorgehen in Bezug auf die Transparenz/Verständlichkeit/Einfühlsamkeit während der mündlichen Feedback-Gespräche beschrieben. d) Vorschlag für einen schriftlichen Entwicklungsbericht: Aufbau und Inhalte des schriftlichen Entwicklungsberichts werden dargestellt und beschrieben (s. Ziff. 3.2.3. sowie Ziff. 6.1. der LB). e) Vorschlag für eine regelmäßige Evaluation des Auftrags: Hier werden Inhalte und Ablauf der regelmäßigen Evaluation beschrieben sowie ein entsprechen- des digitales und webbasiertes Tool vorgeschlagen. Darüber hinaus werden Vorschläge unterbreitet für die Einschätzungsbögen für die Beobachtenden der Potenzialanalyse zu den vier Themenbereichen: 1. Organisatorisches/Zeit- plan 2. Methoden/Elemente 3. Feedback-Gespräche mit den Teilnehmenden
  1. schriftlicher Entwicklungsbericht (s. Ziff. 3.3.1. der LB). f) Vorschlag für eine einmalige übergreifende Abschlussevaluation: Vorschlag zur Vorgehensweise im Hinblick auf die gewünschte Einschätzung zur Zweck- mäßigkeit und Zielerreichung der Maßnahme (s. Ziff. 3.3.2. der LB).

Formelle Hinweise: Das Konzept ist in deutscher Sprache abzufassen und soll mög- lichst klar erkennen lassen, wie bzw. in welcher Qualität die Bieter die betreffenden Aufgaben im Falle der Zuschlagserteilung bewältigen werden. Insbesondere muss der Bieter eindeutig zu verstehen geben, sich im Falle der Zuschlagserteilung zur Einhaltung des dargestellten Qualitätsniveaus und zu den dargestellten Arbeitsschrit- ten bzw. Verhaltensweisen zu verpflichten. Die Vergabestelle bittet die Bieter daher, besonders darauf zu achten, eindeutige Formulierungen zu verwenden. Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters.

Die Darstellungen des Konzeptes sollte einen Umfang von max. 30 DIN A4-Seiten, Schriftart Arial, Schriftgröße 12, Zeilenabstand einfach nicht überschreiten. Darstel- lungen, die über die vorgegebene Seitenzahl hinausgehen, können nach pflichtge- mäßem Ermessen der Vergabestelle unberücksichtigt bleiben oder – soweit dies für den Bieter günstiger erscheint - mit einem Punktabzug versehen werden. Anlagen sollen den Darstellungen nicht beigefügt werden. Solche Anlagen bleiben bei der Wertung unberücksichtigt.

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6 Wertung der Angebote

Zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots wird das Verhältnis von Preis und Leis- tung als Quotient zu einer Kennzahl „Z“ errechnet. Hieraus ergibt sich die folgende Formel:

Z = L (Leistung) / P (Preis)

Die Formelparameter werden wie folgt definiert:

Z = Kennzahl für Preis-Leistungsverhältnis L = Leistungspunktzahl P= Preis

Die so ermittelte Kennzahl wird mit dem Faktor 1.000.000 skaliert und auf zwei Nach- kommastellen kaufmännisch gerundet.

Das Angebot mit der höchsten Kennzahl Z hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und ist somit das wirtschaftlichste Angebot und für den Zuschlag vorgesehen.

6.1 Ermittlung der Leistungspunktzahl (L)

Die Ermittlung der Leistungspunktzahl (L) erfolgt auf Grundlage folgender Kriterien und Unterkriterien sowie deren Gewichtung:

(Qualitäts-)KriterienUnterkriterien (UK)Gewichtung
K1. Qualität des Konzep- tes (s. Ziff. 3.1 der LB) Mindestanforderung: Das Konzept des Bieters muss in Bezug auf dieses Krite- rium mindestens 2 Punkte erreichen.-100 %
UK 1.1Vorschlag für eine Ablaufplanung der Potenzialanalyse unter Berücksichtigung der inhaltlich- konzeptionellen Rahmenbed- ingungen (s. Ziff. 3.1 der LB) und der in der Leistungsbeschreibung definierten Ausführungszeiten. Zusätzlich sind bei der Konzepter- stellung die unter Punkt 5.1 der be- sonderen Bewerbungs-10 %

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bedingungen genannten Punkte zu berücksichtigen.
UK 1.2Vorschlag für eine Planung der vorbereitenden Aktivitäten für die Potenzialanalyse (u.a. Vorlage beispielhafter Textentwürfe für Kommunikation mit Teilneh- menden) (s. Ziff. 3.1 sowie Ziff. 3.2.1 der LB). Zusätzlich sind bei der Konzepterstellung die unter Punkt 5.1 der besonderen Bewer- bungsbedingungen genannten Punkte zu berücksichtigen.10 %
UK 1.3Vorschlag für die Durchführung der Potenzialanalysen unter Be- rücksichtigung der Anforderungen aus der LB (s. Ziff. 3.1 sowie Ziff. 3.2.2 der LB). Zusätzlich sind bei der Konzepterstellung die unter Punkt 5.1 der besonderen Bewer- bungsbedingungen genannten Punkte zu berücksichtigen.50 %
UK 1.4Vorschlag für den Aufbau und die Inhalte des schriftlichen Entwicklungsberichts unter Berücksichtigung der Anforder- ungen aus der LB (s. Ziff. 3.1 und Ziff. 3.2.3 der LB). Zusätzlich sind bei der Konzepterstellung die un- ter Punkt 5.1 der besonderen Bewerbungsbedingungen genan- nten Punkte zu berücksichtigen.10 %

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UK 1.5Vorschlag für den Ablauf, die Konzeption und die Durchführung der regelmäßigen Evaluation nach jedem Durchlauf mit an- schließender Präsentation der Ergebnisse in einer Videokonfer- enz (drittes Quartal eines jeden Durchführungsjahres) (s. Ziff. 3.3.1. der LB). Zusätzlich sind bei der Konzepterstellung die unter Punkt 5.1 der besonderen Bewer- bungsbedingungen genannten Punkte zu berücksichtigen.10 %
UK 1.6Vorschlag für den Ablauf, die Konzeption und die Durchführung der einmaligen übergreifenden Abschlussevaluation nach Ab- schluss der Leistungen des letz- ten Durchlaufs der Rahmen- vereinbarung (s. Ziff. 3.3.2. der LB). Zusätzlich sind bei der Konzepterstellung die unter Punkt 5.1 der besonderen Bewerbungs- bedingungen genannten Punkte zu berücksichtigen.10 %

Die Konzepte werden in Bezug auf jedes Unterkriterium (UK) anhand des folgenden Wertungssystems bewertet:

0 Punkte: Das Konzept des Bieters entspricht hinsichtlich dieses Unterkriteriums nicht den Anforderungen. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 0 Punkten bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen nicht erfüllt sind oder die Herangehens- weise des Bieters inhaltlich nicht schlüssig dargestellt wurde. Dies gilt auch, wenn die Anforderungen bzw. Erwartungen lediglich stichpunktartig ohne weitere Ausführungen wiederholt werden.

1 Punkt: Das Konzept des Bieters entspricht hinsichtlich dieses Unterkriteriums nur mit erheblichen Einschränkungen den Anforderungen. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 1 Punkt bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen nur mit erheblichen Einschränkungen erfüllt sind und die Herangehensweise des Bieters inhaltliche Unschärfen

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aufweist, das Konzept in Bezug auf das Unterkriterium also nur eine un- zureichende Durchführung der Leistungen erwarten lässt.

2 Punkte: Das Konzept des Bieters entspricht hinsichtlich dieses Unterkriteriums mit Einschränkungen den Anforderungen. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 2 Punkten bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen mit Einschränkungen erfüllt sind und die Herangehensweise des Bieters inhaltlich größtenteils schlüssig dar- gestellt ist sowie im Hinblick auf die Zielsetzung der Maßnahme eine zu- mindest ausreichende Umsetzung verspricht.

3 Punkte: Das Konzept des Bieters entspricht hinsichtlich dieses Unterkriteriums im Wesentlichen den Anforderungen. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 3 Punkten bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen im Wesentlichen erfüllt sind und die Herangehensweise des Bieters inhaltlich schlüssig dargestellt ist sowie im Hinblick auf die Zielsetzung der Maßnahme lediglich mit kleinen Ein- schränkungen Erfolg verspricht.

4 Punkte: Das Konzept des Bieters entspricht hinsichtlich dieses Unterkriteriums vollumfänglich den Anforderungen. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 4 Punkten bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen vollumfänglich erfüllt sind und die Her- angehensweise des Bieters in jeder Hinsicht schlüssig dargestellt ist so- wie im Hinblick auf die Zielsetzung der Maßnahme Erfolg verspricht.

5 Punkte: Das Konzept des Bieters ist hinsichtlich dieses Unterkriteriums der Ziel- erreichung in besonderer Weise dienlich. Ein Konzept wird in Bezug auf das Unterkriterium mit 5 Punkten bewertet, wenn die unter Ziffer 5.1 und 6.1 genannten und in Bezug genommenen Anforderungen bzw. Erwartungen vollumfänglich erfüllt sind und die Her- angehensweise des Bieters der Zielerreichung in besonderer Weise (z.B. kreative Ideen) dienlich ist und dies in dem Konzept in jeder Hinsicht schlüssig dargestellt ist und daher eine über den Erwartungen liegende Leistungserfüllung verspricht.

Die bei einem Unterkriterium erreichte Punktzahl wird mit der Gewichtung des jewei- ligen Unterkriteriums multipliziert. Die so ermittelten Punktzahlen bei den einzelnen Unterkriterien werden addiert und ergeben eine Punktzahl für das Konzept (Qualitäts- kriterium K1).

Hieraus ergeben sich folgende Formeln:

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K1 = (0,1 x UK1.1) + (0,1 x UK1.2) + (0,5 x UK1.3) + (0,1 x UK1.4) + (0,1 x UK1.5) + (0,1 x UK1.6)

Leistungspunktzahl = K1

Mindestanforderung: Angebote, die bei einem Konzept (Qualitätskriterium K1) weniger als 2 Punkte erhalten, kommen für den Zuschlag nicht in Betracht und werden ausge- schlossen.

6.2 Ermittlung des Preises (P)

Rahmenvereinbarung mit Vertragsverlängerungsoption

Der Preis (P) ergibt sich aus der Summe der Einheitspreise bezogen auf die mittlere Abrufmenge.

Hieraus ergibt sich folgende Formel:

Preis = 1 x E1 + 45 x E2 + 3 x E3 + 1 x E4 + 1 x E5 + 1 x E6 + 1 x E7 + 3 x E8 + 2 x E9

Dabei sind:

E 1 – 9 Einheitspreise pro Einheit

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