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Planungsleistungen für Kabeltiefbau am Koppenplatz

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 08:23 (Europe/Berlin)

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BVG

Postanschrift: Dienstsitz: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Unternehmensbereich Infrastruktur Anstalt öffentlichen Rechts Fahrleitungsanlagen Straßenbahn Holzmarktstr. 15 - 17 BI-EA 31 -  15220 10179 Berlin Siegfriedstraße 30-44, 10365 Berlin Telefon: (030) 256 30103/104 Telefax-Nr.: (030) 256 30620

Berlin, den 30.06.2026

Bauvorhaben: GW 101 Planung Kabeltiefbau

INF1-0405-2026 - GW 101 Koppenplatz - Planung Ingenieurbauwerke gemäß HOAI 2021

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Bauvorhaben: GW 101 Koppenplatz - Kabelneuverlegung

Gegenstand: Ingenieurleistungen gem. HOAI 2021, Teil 3 Abschnitt 2, § 41 ff, Lph 2 – 6 und besondere Leistungen

Leistungszeitraum: 23.11.2026 – 11.06.2027

  1. Aufgabenstellung

Gegenstand dieser Planung sind die Arbeiten zur Neuverlegung von Bahnstromkabel und derer Kabelwege. Das geplante Bauvorhaben erstreckt sich räumlich von der Auguststraße im Ortsteil Berlin-Mitte bis in den Bereich des Hackeschen Marktes sowie der Oranienburger Straße. Das Projektgebiet liegt in einem stark urban geprägten Umfeld und ist charakterisiert durch eine dichte innerstädtische Bebauung mit überwiegend mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern. Aufgrund der zentralen Lage und der hohen Nutzungsdichte des Gebietes sind die baulichen Maßnahmen unter Berücksichtigung beengter Platzverhältnisse sowie der bestehenden Infrastruktur durchzuführen. Zu berücksichtigen ist zudem die Nähe zu zentralen Verkehrsknotenpunkten, insbesondere zum Hackeschen Markt, der eine hohe Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gewährleistet.

Auf Grundlage der oben genannten örtlichen Rahmenbedingungen sind ausgehend vom Gleichrichterwerk 101 in der Auguststraße 54 zwei Trassenwege vorgesehen, die sich in verschiedene Richtungen erstrecken:

    1. Trasse (Auguststraße – Große Hamburger Straße – Hackescher Markt)

Die erste Trasse beginnt auf Höhe der Hausnummer 54 der Auguststraße und verläuft in südlicher Richtung. Sie führt zunächst in die Große Hamburger Straße, welche als wichtige Verbindungsachse zwischen der Auguststraße und den südlich gelegenen Bereichen fungiert. Im weiteren Verlauf verläuft die Neutrasse entlang der Hamburger Straße bis hinter die Haltestelle Monbijouplatz und weiter bis zur Dreiecksinsel auf Höhe der Oranienburger Straße 14. In gegenläufiger Richtung ausgehend von der Kreuzung Hamburger Straße / Oranienburger Straße setzt sich die Trasse außerdem bis in den Bereich des Hackeschen Marktes fort, genauer bis Höhe An der Spandauer Brücke 14. Dieser Abschnitt stellt aufgrund der hohen Passantenfrequenz, touristischen Nutzung sowie der Anbindung an S- Bahn- und Straßenbahnlinien einen besonders sensiblen Planungsraum dar (vgl. 1., 5., 6. und 7. BA – Anhang).

    1. Trasse (Auguststraße – Tucholskystraße - Oranienburger Straße)

Die zweite Trasse beginnt im Bereich der Auguststraße 54, verläuft zunächst gemeinsam mit der ersten Trasse bis zur Kreuzung Auguststraße / Große Hamburger Str. und führt anschließend separat in westlicher Richtung weiter. Im weiteren Verlauf führt die Trasse über die Tucholskystraße, eine Verkehrsstraße mit überwiegend geschlossener Randbebauung. Von dort setzt sie ihren Verlauf kontinuierlich bis zur Oranienburger Straße 54 fort (vgl. 1., 2., 3. und 4. BA – Anhang).

Insgesamt sind die baulichen Rahmenbedingungen durch enge Straßenquerschnitte, eine vorhandene Leitungsinfrastruktur im Untergrund sowie denkmalgeschützte Gebäude geprägt. Die Planung muss daher gezielt auf diese beengten Verhältnisse und die bestehenden Verkehrsströme abgestimmt werden, um Staus und sonstige Verkehrsstörungen bestmöglich zu vermeiden. Sämtliche Bauaktivitäten sind so zu

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konzipieren und zu koordinieren, dass der Straßenbahnbetrieb jederzeit uneingeschränkt aufrechterhalten bleibt. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Verkehrsverhältnisse: Die Verfügbarkeit und Nutzungsmöglichkeit öffentlicher Verkehrswege und -flächen sowie freizuhaltende Flächen müssen berücksichtigt werden, z.B. durch Einrichten temporärer Umleitungen, um den Verkehrsfluss während der Bauarbeiten aufrechtzuhalten.
  • Zugänglichkeit: Die uneingeschränkte Zugänglichkeit aller Wege für Fußgänger und Fahrzeuge ist sicherzustellen, insbesondere für Lieferverkehr zu den umliegenden Geschäften.

Die erforderlichen Maßnahmen bedürfen eine präzise Abstimmung mit dem AG, um den reibungslosen Ablauf des Straßenbahnverkehrs sicherzustellen.

Ein zusätzlicher Faktor, der die Platzverhältnisse weiter einschränkt, ist der hohe Tourismus- und Fußgängerverkehr in der Innenstadt. Diese Bereiche sind oft stark frequentiert, insbesondere in der Nähe von Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten. Daher müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit und den Komfort der Fußgänger zu

ist
es unerlässlich, Maßnahmen zur Reduzierung von Bau- und Verkehrslärm zu ergreifen. Dies
umfasst den Einsatz von lärmmindernden Baumaschinen und -methoden sowie die
Einrichtung von Schallschutzwänden und -vorhängen und ist entsprechend bei der Erstellung
des Leistungsverzeichnisses zu berücksichtigen. Auch die Bauzeiten müssen so geplant
werden, dass sie die Lärmbelästigung für Anwohner und Gewerbetreibende minimieren, zum
Beispiel durch die Begrenzung lauter Arbeiten auf Tageszeiten mit geringerem Publikum.

Leistungsumfang dieser Anfrage beinhaltet die Fachplanung einer Kabeltiefbaumaßnahme für die Kabelneuverlegung von Bahnstromkabel und Leerrohrtrassen der Straßenbahn.

Der Baubereich erstreckt auf mehrere Bauabschnitte und beinhaltet die Verlegung von:

  • 8 Bahnstromkabel vom GW 101 in der Auguststraße 54 entlang des Gehwegs, über den Rückleiterpunkt 110.R7 und Speisepunkt 101.14-1 bis zum Speisepunkt 101.13-1 in der Oranienburger Straße 54, einschließlich Straßenquerungen.

  • 6 Bahnstromkabel vom GW 101 in der Auguststraße 54 entlang des Gehwegs über den vorhandenen Rückleiterpunkt 110.R2 bis zum Speisepunkt 101.16-1 in der Oranienburger Straße und in gegenläufiger Richtung bis zum Speisepunkt 101.15-1 an der Spandauer Brücke.

Die neuen Kabel sind in die jeweiligen Schaltschränke einzuführen bzw. mit den vorhandenen zu muffen.

Nachfolgend sind die Standorte der Speise- und Rückleiterpunkte aufgeführt:

Sp. 101.13 – Höhe Oranienburger Str. 54 Sp. 101.14 – Höhe Oranienburger Str. 42 Sp. 101.15 – Höhe An der Spandauer Brücke 14 Sp. 101.16 – Höhe Oranienburger Straße 14 101.R2 – Höhe Große Hamburger Str. 24 101.R7 – Höhe Oranienburger Str. 36

Die weiteren Details entnehmen Sie den beigefügten Unterlagen.

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Grundsätzlich sind bei der Trassenplanung und -findung alle Leitungsbetriebe zu berücksichtigen und in die Lagepläne als koordinierte Planungskartengrundlage einzuarbeiten. Die Planung aller geforderten Leistungsphasen erfolgt auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Bestandsgleis- und Trassenplänen.

Bestandteile der Planunterlagen sind Erläuterungsbericht, Grobtrassen-, Detail-, Standortpläne, Lagepläne mit Verlegequerschnitten, Straßenschnitte quer/längs, Protokolle zu Abstimmungen mit anderen Leitungsbetrieben bzw. Behörden etc.

Die Topografie der Bestandsdokumentation entspricht nicht immer dem aktuellen Bebauungszustand. Dieser ist (inkl. Gleisanlagen der Straßenbahn) im Rahmen der planungsrelevanten Informationen zu aktualisieren und zu ergänzen.

Für die Erstellung des fertigen LVs muss der gesamte Leistungsumfang vor Ort aufgenommen werden; eine ausschließlich digitale Vermessung ist dafür nicht ausreichend. Das ausgearbeitete Ergebnis ist in einem RIB-ARRIBA-kompatiblen Format an den Auftraggeber zu übergeben.

Wir bitten Sie, uns ein Angebot für die Leistungen gemäß HOAI der Leistungsphasen 2-6 zu übersenden.

Beigestellte Unterlagen:

Übersichtsplan der Bauabschnitte 1-7

Die Unterlagen werden digital bereitgestellt.

Ansprechpartner für technische Rückfragen:

TI.IN-IE-C1, Herrn Lam Tel.: 0151/17176973 ducthien.lam@bvg.de

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  1. Projekttermin- und Arbeitsplan

Vorplanung (LPh 2)

  • Start der Vorplanung
  • Erarbeitung von Lösungsvorschlägen und Variantenuntersuchung
  • Abstimmung mit Behörden und anderen beteiligten Stellen
  • Kostenrahmen und Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Vorstellung der Vorplanung beim Auftraggeber
  • Anpassung der Vorplanung nach Feedback
  • Abschluss und Abgabe der Vorplanung Leistungszeitraum: 5 Wochen (KW48 – KW52)

Entwurfsplanung (LPh 3)

  • Start der Entwurfsplanung
  • Ausarbeitung der Entwurfsplanung inkl. technischer Details
  • Detaillierte Kostenschätzung
  • Abstimmung der Entwurfsplanung mit dem Auftraggeber
  • Überarbeitung und Anpassung nach Rückmeldung
  • Abschluss und Abgabe der Entwurfsplanung Leistungszeitraum: 8 Wochen (KW53 – KW7)

Genehmigungsplanung (LPh 4)

  • Start der Genehmigungsplanung
  • Erstellung der Genehmigungsunterlagen
  • Einreichung der Unterlagen bei Genehmigungsbehörden
  • Begleitung des Genehmigungsverfahrens und Klärung von Rückfragen
  • Anpassung der Planung nach behördlichen Anforderungen
  • Abschluss und Abgabe der Genehmigungsplanung Leistungszeitraum: 4 Wochen (KW8 – KW11)

Ausführungsplanung (LPh 5)

  • Start der Ausführungsplanung
  • Erstellung detaillierter Ausführungspläne
  • Detailabstimmung mit Fachplanern und beteiligten Gewerken
  • Überprüfung und Sicherstellung der Planungsqualität
  • Detaillierte Kostenberechnung
  • Abschluss und Abgabe der Ausführungsplanung Leistungszeitraum: 6 Wochen (KW12 – KW17)

Vorbereitung der Vergabe (LPh 6)

  • Start der Vorbereitung der Vergabe
  • Erstellung der Leistungsbeschreibung
  • Mengen- und Massenermittlung
  • Zusammenstellung der Vergabeunterlagen
  • Abstimmung der Vergabeunterlagen
  • Abschluss der Vergabevorbereitung Leistungszeitraum: 6 Wochen (KW18 – KW23)

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Hinweise

Von AN sind zu liefern: A) Die Entwurfsplanung im Maßstab 1:500 je Bauabschnitt in

  • Papierversionen: 4x farbig alle Versorger,

  • Digitalversionen: 1x pdf-Datei alle Versorger, 1x dwg-/dxf-Datei, B) Die Ausführungsplanung im Maßstab 1:250 je Bauabschnitt in

  • Papierversionen: 3x farbig mit allen Versorgern, 2x schwarz/weiß nur BVG-Trassen (geplante und Bestand),

  • Digitalversionen: 1x pdf-Datei, farbig mit allen Versorgern, 1x pdf-Datei, schwarz/weiß nur BVG-Trassen (geplante und Bestand), 1x dwg-/dxf-Datei, C) Das Leistungsverzeichnis mit Leistungsbeschreibung je Bauabschnitt in

  • Papierversionen: 2x LV+LB

  • Digitalversionen: 1x pdf-Datei LV+LB 1x d81-Datei (RIB-ARRIBA-kompatibles Format)

  • Regelmäßige Projektmeetings: Alle 4 Wochen sollten Projektmeetings wahlweise digital oder in Präsenz stattfinden, um den Fortschritt zu überwachen, offene Fragen zu klären und Probleme frühzeitig zu identifizieren.

  • Für den Projekterfolg ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, Behörden und anderen Beteiligten entscheidend. Zudem ist die Anpassungsfähigkeit in der Planung wichtig, um auf unvorhergesehene Ereignisse und Änderungen reagieren zu können.

Diese detaillierte Planung dient als Leitfaden und sollte entsprechend den spezifischen Anforderungen und Bedingungen des Projekts angepasst werden. Der vollständige Leistungsumfang und die Zuständigkeiten sind in der Leistungsbeschreibung festgelegt.

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung