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SANIERUNG GEBÄUDE I, 1.BA
für das Fraunhofer-Institut für Schicht- und
Oberflächentechnik in Braunschweig
Projektbeschreibung
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. Abteilung B 10 - Forschungsbau
Projektnummer: 70-00601-2460
München,13.08.2026
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Inhalt
1 Anlass und Ziel 4
2 Die Fraunhofer-Gesellschaft 5
3 Institut 7 3.1 Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik 7
4 Vorgaben / Anforderungen 8 4.1 Projekthistorie 8 4.2 Städtebauliche und architektonische Zielsetzung 8 4.3 Architektonische Anforderung 8 4.4 Raumprogramm 10 4.5 Budget 10 4.6 Zeitplan 11 4.7 Beteiligte Planungsdisziplinen 11
5 Grundstück 12 5.1 Lage 12 5.2 Eigentumsverhältnisse / Nachbarn 12
6 Projektorganisation, Planungsgrundlagen 13 6.1 Projektteam und - Kommunikation 13 6.2 Kosten- und Terminplanung 13 6.3 Vergabestelle Bau 13 6.4 Rechnungsprüfung 13 6.5 Verbindliche Vorgaben Nachhaltigkeit 14 6.5.1 Nachhaltigkeitsstandards für Lieferanten der Fraunhofer-Gesellschaft 14 6.5.2 Leitfaden Nachhaltiger Einkauf der Fraunhofer-Gesellschaft 14
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7 Aufgabenstellungen (Leistungsbild) an die beteiligten Planer 15 7.1 [A] Objektplanung Gebäude incl. Objektüberwachung 15 7.2 [B] Brandschutzplanung 15 7.3 [C] Tragwerksplanung 16 7.4 Fachplanung Technische Ausrüstung (TA) 16 7.4.1 [D] Fachplanung Technische Ausrüstung – Anlagengruppen (AG) 1,2,3,7, 8 HLSK + GA 16 7.4.2 [E] Fachplanung Technische Ausrüstung – Anlagengruppen (AG)4,5 ELT 17
8 Anlagen 19
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Anlass und Ziel
1 Anlass und Ziel
Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig betreibt Spitzenforschung in den Bereichen Oberflächenbehandlung, Schichtcharakterisierung und innovative Produktionstechnologien. Das 1994 bezogene Bestandsgebäude I ist wesentlicher Standort dieser Aktivitäten.
Da die bestehende technische Infrastruktur (insbesondere Lüftung, Kälte-/Wärmenetz, Trinkwasser, EDV) veraltet und teilweise ausfallgefährdet ist, ist die dauerhafte Arbeitsfähigkeit des Instituts gefährdet. Die Sanierung ist notwendig, um moderne Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte (z.B. Dünnschichttechnik, Sensorik, Wasserstofftechnologien, Digitalisierung) zu ermöglichen, zukünftigen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden, sowie die Nutzung und Flexibilität der Flächen zu erhöhen.
Ziel ist die umfassende Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung und die brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes. Schwerpunkt der Sanierung liegt auf der Haustechnik (Technische Gebäudeausrüstung, TGA), insbesondere der Modernisierung der zentralen Infrastruktur: zentrale Lüftungs- und RLT-Anlagen, Wärme- und Kältenetz, Trinkwassersystem, Druckluft-/Stickstoffversorgung, EDV/Netze, sowie die Mediensysteme.
Darüber hinaus soll realisiert werden: Dauerhafte Arbeitsfähigkeit, Anpassung an zukünftige Forschungsfelder, Steigerung von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Flächenflexibilität. Diese Fokussierung soll die langfristige Betriebsfähigkeit sichern und die Instandhaltungskosten minimieren.
Die Sanierungsmaßnahme ist in drei Bauabschnitte unterteilt und entsprechend ihrer Dringlichkeit priorisiert. Die vorliegende Projektbeschreibung bezieht sich ausschließlich auf den 1. Bauabschnitt. Die Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb. Für jeden Bauabschnitt wird der betroffene Gebäudeteil vorab vollständig leergeräumt. Die übrigen Bereiche werden während der Bauarbeiten weiter genutzt. Interimsmaßnahmen und Umzüge sind zu berücksichtigen.
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Die Fraunhofer-Gesellschaft
2 Die Fraunhofer-Gesellschaft
Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist eine der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Im Innovationsprozess spielt sie eine zentrale Rolle – mit Forschungsschwerpunkten in zukunftsrelevanten Schlüsseltechnologien und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts und zum Wohle unserer Gesellschaft.
Als wichtige Kundengruppe nutzen insbesondere mittelständische Unternehmen die Expertise und Ressourcen von Fraunhofer, um neue Technologien zu entwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verstetigen. Seit Jahren zählt Fraunhofer zu den aktivsten Patentanmeldern in Deutschland und Europa. Dazu entwickelt die Forschungsorganisation ein umfangreiches, internationales Patentportfolio in verschiedenen Technologiebereichen, vor allem als Grundlage für den Transfer von Technologien durch Forschungsprojekte, Ausgründungen und Lizenzierung. Fraunhofer-Fachkräfte begleiten die Industriepartner dabei von der Idee bis zur
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Die Fraunhofer-Gesellschaft Hoch motivierte Mitarbeitende stellen für Fraunhofer den wichtigsten Erfolgsfaktor dar. Daher öffnet die Wissenschaftsorganisation Raum für selbstständiges, gestaltendes und zielorientiertes Arbeiten. Fraunhofer fördert die fachliche und persönliche Entwicklung, um Aufstiegschancen für ihre Mitarbeitenden in Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen.
Namensgeber der als gemeinnützig anerkannten Fraunhofer-Gesellschaft ist der Münchner Gelehrte Joseph von Fraunhofer (1787–1826). Er war als Forscher, Erfinder und Unternehmer gleichermaßen erfolgreich.
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Institut
3 Institut
3.1 Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik
Das Fraunhofer IST entwickelt innovative Lösungen für Oberflächen, Beschichtungen und deren Anwendung, mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und neue Fertigungsprozesse. Die Modernisierung des Gebäudes ist entscheidend für die strategische Weiterentwicklung des Instituts, insbesondere für die Umsetzung neuer Forschungsfelder sowie die nachhaltige Reduktion des Energieverbrauchs und der CO₂- Emissionen.
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Vorgaben / Anforderungen
4 Vorgaben / Anforderungen
4.1 Projekthistorie
Das Gebäude wurde 1994 bezogen. In den letzten Jahren wurden einzelne Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt (z.B. Sanierung Flure, Medientechnik, Teile der Labore). Eine grundlegende Sanierung der gesamten technischen Infrastruktur fand jedoch bisher nicht statt.
Zertifizierungspflicht Eine Befreiung von der Zertifizierungspflicht Mindeststandard„BNB-Silber“ wurde vom BMFTR erteilt. Trotzdem sind einige Steckbriefe bei der Planung zu beachten:
- aus der Hauptkriteriengruppe „Soziokulturellen und funktionalen Qualität“ (Nutzerzufriedenheit ist da das Hauptaugenmerk mit den Steckbrief 3.1.1 bis 3.2.5)
- die verwendeten Materialien für den neuen Innenausbau (Steckbrief 1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt) und
- die Systematische Inbetriebnahme (Steckbrief 5.2.3) der Haustechnik
In den Jahren 2010–2011 wurden im Rahmen des Konjunkturpakets II bereits energetische und technische Modernisierungen (u.a. Austausch der Verglasungen von Fenstern und Pfosten-Riegel-Fassaden, Modernisierung einzelner haustechnischer Anlagen) durchgeführt. Darüber hinaus wurden einzelne Bereiche wie ausgewählte Labore, Flure, Teeküchen und die Galvanik saniert. Diese unterschiedlichen Ausbaustandards sind bei der Planung zu berücksichtigen. Eine energetische Fassaden- bzw. Fenstersanierung ist nicht vorgesehen.
Ob und in welchem Umfang alternative Büro- und Arbeitswelten umzusetzen sind, ist noch nicht entschieden und im Rahmen der Planung mit dem Nutzer abzustimmen.
4.2 Städtebauliche und architektonische Zielsetzung
Die Maßnahme konzentriert sich auf den Erhalt und die Modernisierung des Bestandsgebäudes. Die Fassade und Fenster bleiben bestehen (Fenster erneuert 2008), die Gebäudehülle bleibt weitgehend erhalten. Ziel ist die Optimierung der Flächennutzung (z.B. optimierte Laborflächen, evtl. weniger Reinräume, flexible Raumaufteilung), die Verbesserung der Synergien zwischen den Forschungsgruppen und die Nutzung moderner Gebäudetechnik zur Energieeinsparung.
4.3 Architektonische Anforderung
Im Zuge der Sanierung werden Wände und Decken geöffnet und erneuert, Bodenbeläge sowie Türen ersetzt. Trockenbauwände werden entfernt und ggf. neu aufgebaut; die künftige Raumaufteilung (z. B. Großraumbüros, Unterteilung der Labore) ist noch offen. Brandschutztechnische Ertüchtigung und statische Anpassungen bei baulichen Eingriffen sind erforderlich. Die zukünftige Nutzung gruppiert gleiche Funktionen (Labore, Messräume, Büros) zur besseren Flächenauslastung und gemeinsamen Nutzung.
Die Sanierung fokussiert sich auf die Haustechnik und deren Integration in die Gebäudestruktur.
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Vorgaben / Anforderungen Zentrale Maßnahmen sind:
- Ersatz der RLT-Anlagen und Modernisierung der Klima-/Kälteversorgung; Erneuerung der Wasserversorgung (Wasser/Heizung) und der elektrischen Anlagen inkl. Datennetz.
- Zentralisierung der Medienversorgung durch Sammelschächte statt vieler Einzelstränge; zentrale Bereitstellung von Medienanschlüssen in Labors.
- Nutzung regenerativer Energieressourcen (z. B. adiabate Kühlung, Wärmerückgewinnung) sowie bedarfsgerechte Regelung (Einzelraumluftregelung, LEDs mit Tageslichtsteuerung, Präsenzmelder).
- Implementierung eines Gebäudemanagementsystems nach EN ISO 50001 inkl. Energie- und Mengenzähler sowie Anbindung an ein Campus- oder Nutzer- SCADA-Gebäudemanagementsystem.
- Erhöhung der Ausfallsicherheit durch Teil-Redundanzen (z. B. Kälte-/ Lüftungsversorgung), zentrale USV, frühzeitige Planung der Netzerweiterungen sowie eine energieeffiziente Gebäudetechnik.
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Vorgaben / Anforderungen
4.4 Raumprogramm
Das Raumprogramm folgt dem Stellen- und Raumbedarfsplan, mit Fokus auf eine gruppenübergreifende Nutzung gleicher Funktionen (z. B. Analyse-, chemische Labore, Messräume). Die zentrale Medienversorgung wird entsprechend der TGA- Anforderungen geplant (zentrale Medienverteilstränge, EDV-Räume, Verteilerschränke). Technische Räume, Putz- und Abstellkammern bleiben nach den Technischen Regeln für Arbeitsstätten zu berücksichtigen; EDV-/Verteilsysteme sowie Verkehrsflächen werden wirtschaftlich dimensioniert.
Das Raumprogramm des 1.BA gliedert sich gemäß DIN 277 in folgende Nutzflächen:
NF Bezeichnung
1 Wohnen und Aufenthalt 76,00 m²
2 Büroarbeit 439,00 m²
3 Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, 690,00 m² Experimente
4 Lagern, Verteilen und Verkaufen 106,00 m²
5 Bildung, Unterricht und Kultur 205,00 m²
6 Heilen und Pflegen 0,00 m²
Gesamtsumme NUF 1-6 1516,00 m²
Nebennutzflächen 7 (ehemals Nebennutzflächen) wie Umkleiden und Toiletten u. ä. sind nach Anforderung der Technischen Regeln für Arbeitsstätten nachzuweisen.
Geschossweise sind EDV-Räume, Etagenverteiler und Putz- und Abstellkammern nachzuweisen. Technikflächen – sind konzeptabhängig und in ausreichendem Maß vorzusehen. Verkehrsflächen sind in wirtschaftlichem Umfang zu planen. Auch hier sind neben den bauordnungsrechtlichen Vorgaben die Technischen Regeln für Arbeitsstätten zu berücksichtigen. Es wird ein wirtschaftliches Verhältnis von BGF / NF und von BRI / NF erwartet.
4.5 Budget
Für die Umsetzung des ersten Bauabschnittes ist ein Gesamtbudget KG 200 - KG 700 10,8 Mio. € netto vorgesehen.
Die Finanzierung erfolgt zu je 50 % durch das Land Niedersachsen und den Bund. Es sind die Anforderungen aus der RZBau (Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen) zu berücksichtigen.
Baumaßnahmen im Zuwendungsbau dürfen nur unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (§ 7 BHO) veranschlagt und durchgeführt werden. Unabhängig von der Beachtung der Projektziele sind diese Grundsätze nicht nur in Bezug auf die Baukosten, sondern auch im Hinblick auf den Betrieb des Gebäudes zu beachten. Unter Wahrung der Vorgaben sind die künftigen Bau- und Nutzungskosten möglichst gering zu halten. Baukosten dürfen nicht mit der Folge eingespart werden,
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Vorgaben / Anforderungen dass die Einsparungen durch absehbare höhere Nutzungskosten (insbesondere Betriebs- und Instandsetzungskosten) aufgezehrt werden.
4.6 Zeitplan
Die Sanierung erfolgt abschnittsweise, sodass Teilbereiche des Gebäudes jeweils während der Bauphase geräumt werden.
Während der Sanierung wird der Forschungs- und Institutsbetrieb in den jeweils nicht betroffenen Bauabschnitten fortgeführt. Das Fraunhofer IST sorgt dafür, dass die für einen Bauabschnitt vorgesehenen Bauteile/Geschossbereiche vor Beginn der Arbeiten vollständig geräumt sind. Das Planungsteam hat ein Bauphasen- und Logistikkonzept zu erarbeiten, das die abschnittsweise Räumung, Umzüge, Interimsflächen,
provisorische Medienversorgung sowie die Aufrechterhaltung von Flucht- und
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Grundstück
5 Grundstück
5.1 Lage
Das Bestandsgebäude liegt auf dem Institutsareal des Fraunhofer IST in Braunschweig. Der L-förmige Gebäudekomplex ist in drei Bauteile gegliedert, teilunterkellert, mit dem Dachgeschoss als Technikfläche.
Riedenkamp 2, 38108 Braunschweig
5.2 Eigentumsverhältnisse / Nachbarn
Das zu sanierende Gebäude I befindet sich am gemeinsamen Campus Riedenkamp des Fraunhofer IST mit dem Fraunhofer WKI. Das Grundstück des gesamten Campus Riedenkamp ist Eigentum der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und steht der Fraunhofer-Gesellschaft in Form eines Erbbaurechtsvertrages zur Verfügung. Der bestehende Erbbaurechtsvertrag hat eine Laufzeit bis 2059.
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Projektorganisation,
6 Projektorganisation, Planungsgrundlagen
Planungsgrundlagen
6.1 Projektteam und - Kommunikation
Die Rolle des Bauherrn übernimmt die Projektleitung aus der Abteilung B10 Forschungsbau der Fraunhofer-Zentrale in München. Vergaben über gewissen Schwellenwerten werden federführend über die Vergabestelle B12 abgewickelt. Das Fraunhofer-IST als Nutzer wird im Projektteam durch die Rolle des Baubeauftragten vertreten. Die Fachplaner und Gutachter werden einzeln beauftragt.
Der Bauherrn-Jour-Fixe findet in der Regel vierwöchentlich je nach Bedarf entweder in Braunschweig am IST oder per Videokonferenz statt, und wird vom Objektplaner Gebäude protokolliert.
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Projektorganisation, Die Reihenfolge des Dokuments ist wie folgt: Planungsgrundlagen
| 1. Anweisungsformular für Zahlungen (Formular Fraunhofer), vollständig | |
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| ausgefüllt, unterzeichnet und gescannt | |
| 2. Originalrechnung, geprüft (mit Prüfvermerk versehen + unterzeichnet) und | |
| gescannt | |
| 3. Ggfs. Freistellungsbescheinigung | |
| 4. Geprüftes Aufmaß | |
| 5. Soll-Ist-Vergleich der LV-Positionen (zwingend erforderlich) | |
| 6. Ggfs. weitere Anhänge wie Anschreiben, Nachträge, Abnahmeformular etc. |
6.5 Verbindliche Vorgaben Nachhaltigkeit
6.5.1 Nachhaltigkeitsstandards für Lieferanten der Fraunhofer-Gesellschaft
Für die Lieferanten (ausführende Firmen) gelten die Nachhaltigkeitsstandards der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat die Möglichkeit, jederzeit die Standards vor Ort prüfen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung wird bei den Vergabeunterlagen von der Vergabestelle beigefügt.
6.5.2 Leitfaden Nachhaltiger Einkauf der Fraunhofer-Gesellschaft
Bei der Planung des Objektes ist der Leitfaden »Nachhaltiger Einkauf« der Fraunhofer- Gesellschaft von allen Planungsbeteiligten zu beachten. Dabei wird besonders auf das Kapitel 3.2 Negativbeschlüsse verwiesen, in dem Baustoffe / Geräte aufgelistet sind, welche nicht verwendet werden dürfen. Ausnahmen zu dieser Liste sind im Planungsprozess ausführlich zu begründen. Ausnahmen müssen von der Projektleitung der Fraunhofer-Gesellschaft freigegeben werden. Der Leitfaden liegt als Anlage bei.
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Aufgabenstellungen
7 Aufgabenstellungen (Leistungsbild) an die
(Leistungsbild) an die beteiligten
beteiligten Planer Planer
Folgende Planungsleistungen werden separat vergeben, es besteht die Möglichkeit sich für mehrere Planungsleistungen zu bewerben.
Im Rahmen der Leistungsphase 2 ist die Sanierung des Gesamtgebäudes planerisch zu betrachten und als Gesamtkonzept zu entwickeln. Darauf aufbauend wird in der Leistungsphase 3 jedoch ausschließlich der 1. Bauabschnitt auf Grundlage des unter Ziffer 4.5 beschriebenen Budgets vertieft bearbeitet. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die übergeordneten fachlichen, funktionalen und technischen Grundlagen für eine sachgerechte und wirtschaftliche Planung des 1. Bauabschnitts zu schaffen. Eine isolierte Betrachtung des 1. Bauabschnitts ist aufgrund der funktionalen, baulichen und technischen Zusammenhänge mit den weiteren Maßnahmen des Gesamtvorhabens
nicht sinnvoll.
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Aufgabenstellungen (Leistungsbild) an die beteiligten Planer
7.3 [C] Tragwerksplanung
Vergütung gemäß HOAI - Basishonorarsatz, Verträge gemäß RB-Bau, siehe Mustervertrag. Schnittstellenliste ist Vertragsbestandteil. Projektspezifische Anforderungen sind dieser Aufgabenstellung zu entnehmen.
7.4 Fachplanung Technische Ausrüstung (TA)
Die Planungsleitungen für die TA sind wie folgend beschrieben aufgeteilt und werden jeweils separat vergeben. Eine Bewerbung auf mehrere Lose ist möglich. Vergütung gemäß HOAI - Mindestsatz, Verträge gemäß RB-Bau.
Grundsätzlich ist in sämtlichen Schächten für die TA eine Platzreserve von 30% für Nachinstallationen vorzusehen. In den Schaltschränken ist eine Platzreserve von 30% vorzusehen. Ein Weiterbetrieb des Gebäudes in Teilbereichen während der Sanierung soll ermöglicht werden. Notwendige Provisorien sind zu beplanen.
In allen Anlagen sind Zähleinrichtungen einzuplanen, um ein Energiemanagement nach EN ISO 50001 mit Aufschaltung auf die Nutzer-SCADA zu ermöglichen.
7.4.1 [D] Fachplanung Technische Ausrüstung – Anlagengruppen (AG) 1,2,3,7, 8 HLSK + GA
AG 1 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
• Erneuerung der außenliegenden Dachentwässerung. • Teilweise Anpassung von Schmutzwasserleitungen im Sanierungsbereich. • Im Bestand wird das gesamte Laborabwasser zu einer Neutralisationsanlage geführt. Die Notwendigkeit ist zu prüfen und mit dem Nutzer abzustimmen. • Erneuerung des gesamten Trinkwassernetzes inkl. Umstellung von zentraler Warmwasserbereitung auf dezentrale Warmwasserbereitung und aller zum Betrieb notwendigen Anlagen u.a. Trennanlagen, Wasseraufbereitung, Hygieneanlagen, Not- und Augenduschen • Das bestehende zentrale Gasnetz muss angepasst werden.
AG 2 Wärmeversorgungsanlagen
• Erneuerung der Heizungsverteilung zur Herstellung der Voraussetzungen für einen normen- und GEG-konformen hydraulischen Abgleich. Das bestehende Heizungsverteilnetz ist als Tichelmann-System ausgeführt. Infolge mehrerer baulicher Umbauten und betrieblicher Anpassungen ist die ursprünglich systeminhärente hydraulische Symmetrie nicht mehr gegeben, sodass ein ordnungsgemäßer hydraulischer Abgleich nicht mehr durchführbar ist. Im Zuge der Sanierung soll das Verteilnetz auf ein konventionelles Zweirohrsystem umgeplant werden. Gleichzeitig sind defekte Armaturen sowie ggf. nicht mehr funktionsfähige Pumpen am Heizungsverteiler zu erneuern. • Der bestehende Anschluss an das Wärmenetz des Campus ist funktionsfähig und kann bestehen bleiben. • Die bestehenden Heizflächen sind, wenn möglich wiederzuverwenden und auf eine Einzelraumregelung umzurüsten.
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Aufgabenstellungen AG 3 Lufttechnische / Kältetechnische Anlagen (Leistungsbild) an die beteiligten Planer • Erneuerung der Raumlufttechnischen Anlagen inkl. Ermittlung der notwendigen Luftmengen und Einbindung 24h-Abluft in ein KVS. Anlagen können ATEX-Anforderung haben. • Erneuerung des Luftkanalnetzes und Neuaufteilung in den Schächten • Erneuerung der Brandschutzklappen, VSR und Luftauslässe • Eine Weiter- und Wiederverwendung von Anlagenteilen und Luftkanälen ist im Zuge der Planung zu Prüfen. • Der bestehende Anschluss an das Kältenetz des Campus ist funktionsfähig und kann bestehen bleiben. • Armaturen und Dämmung ist ggfls. zu erneuern. • Alle notwendigen Maßnahmen am Kälteverteilnetz, um einen hydraulischen Abgleich zu ermöglichen. • Anpassen des Kältenetzes auf den neuen Bedarf.
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| • Neue Automationsstationen für alle neu geplanten technischen Anlagen | |
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| • Aufschalten von TGA-Komponenten | |
| • Integration auf die bestehenden Sauter-GLT | |
| • Einzelraumreglung Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung, Sonnenschutz, | |
| Laborautomation |
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Aufgabenstellungen
Aufgabenstellungen (Leistungsbild) an die beteiligten Planer
| • Anbindung neuer Anlagen an den Potentialausgleich. | |
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| AG 5 Schwachstrom |
Planung aller Fernmelde- und informationstechnischer Anlagen welche für das Betreiben des Gebäudekomplexes notwendig sind, u.a.:
• Komplette Sanierung des Datennetzes und der Datendosen inkl. Sanierung des Serverraumes • Lücken in der WLAN-Versorgung schließen • Die bestehende BMA soll weiterverwendet werden. Notwendige Anpassungen aufgrund von Nutzungsänderungen sind zu beplanen.
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Anlagen
8 Anlagen
Im Rahmen des Verfahrens (Stufe 1) werden den Teilnehmern folgende Unterlagen digital zur Verfügung gestellt:
- Stellen- und Raumbedarfsplan
- Pläne
- 250826_Sanierung Gebäude I_Kurzbeschreibung Sanierung
- Mustervertrag gemäß RBBau
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