[Seite 1]
Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz
im Verhandlungsverfahren
mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung (SektVO)
IEP-Vergabebezeichnung: Planung Energiezentralen Verteilnetz
Stand: 22.06.2026
Innovative Energie Pullach (IEP)
[Seite 2]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis .......................................................................................................................... 2
- Projektbeschreibung ...................................................................................................................... 3
- Gegenstand des Verfahrens und Leistungsbeschreibung .............................................................. 4
- Auftraggeber, Vergabestelle, Vergabeplattform ........................................................................... 5 3.1. Auftraggeber, Vergabestelle ...................................................................................................... 5 3.2. Vergabeplattform Deutsche eVergabe ...................................................................................... 5 3.3. Bieterfragen und -kommunikation, ergänzende Unterlagen ..................................................... 6
- Beschreibung des Vergabeverfahrens ........................................................................................... 6 4.1. Beschreibung Phase 1: Teilnahmewettbewerb ......................................................................... 6 4.2. Beschreibung Phase 2: Angebote .............................................................................................. 7 4.3. Zeitplan des Vergabeverfahrens ................................................................................................ 8
- Generelle Bedingungen und Hinweise zum Teilnahmeantrag ....................................................... 8
- Eignung der Bewerber und Eigenerklärungen ............................................................................... 9
- Nachprüfung von Vergabeverfahren ............................................................................................. 9
- Anlagen im Vergabeverfahren ...................................................................................................... 9
Seite 2 von 10
[Seite 3]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP) betreibt seit 2005 die Fernwärme-Versorgung der Gemeinde Pullach im Isartal durch Wärmegewinnung aus Tiefengeothermie, sowie in Pullach den Ausbau und Betrieb eines Verteilnetzwerkes zur Lieferung der Wärme an Haushalte, Gemeinde- und Gewerbebetriebe. Aktuell sind ca. 1.400 Haushalte und Betriebe an das Netz angeschlossen.
Im Mai 2025 haben die Arbeiten für bis zu zehn weitere Förder- und Injektionsbohrungen begonnen. Neben der Absicherung des Pullacher Netzes sollen auch neue Absatzmärkte im Südwesten Münchens erschlossen werden. Bis zu 10.000 Haushalten sowie Gewerbebetrieben und Unternehmen soll dadurch der Zugang zu erneuerbarer Wärme aus Tiefengeothermie ermöglicht werden.
1. Projektbeschreibung
Die IEP errichtet im Zeitraum 2027 bis 2033 ein Wärmenetz zur Versorgung der im Süden und Südwesten von München gelegenen Gemeinden Baierbrunn, Schorn, Starnberg, Neuried, Martinsried, Planegg und Gräfelfing. Die Versorgungsleitungen innerhalb der Gemeinden für den Anschluss der Haushalte und Gewerbeunternehmen werden weitgehend durch die Gemeinden selbst errichtet.
Die Verbindung zwischen dem Wärmenetz der IEP und den Verteilnetzen der Gemeinden sollen lokale Energiezentralen übernehmen, in denen die Unterbringung und Betriebsführung von Wärmetauschern, Druckhaltungen, Pumpen, Kälteanlagen und weiteren technischen Einrichtungen sichergestellt werden muss.
Im Weiteren wird der nördliche Bereich des Wärmenetzes ab Neuried nach Martinsried, Gräfelfing und Planegg (Steinkirchen) betrachtet. In diesem Bereich sollen drei Energiezentralen errichtet werden, die durch Fernwärmewasser aus der Transportleitung gespeist werden. Die Größenordnung der zu übertragenden Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:
| Netz | Subnetz | TVL | P Verbraucher | Kälte 5/15°C | Wärme für Kälte |
|---|---|---|---|---|---|
| Neuried | Ja | 85 °C | 15 MW | ||
| Martinsried Bestand | Ja | 105 °C | 20 MW | 11 MW | 27,2 MW |
| Martinsried Neubau | Ja | 85 °C | 20 MW | ||
| Planegg | Ja | 85 °C | 25 MW | 5,5 MW | 13,6 MW |
| Gräfelfing | nein | 120 °C | 10 MW | ||
| Summe | 90 MW | 16,5 MW | 41 MW |
Die Planung dieser Projekte wird in einem zweistufigen Vergabeverfahren (Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb) nach Sektorenverordnung (kurz SektVO) ausgeschrieben. Mit der Auftragsbekanntmachung, diesem Dokument sowie den weiteren Vergabeunterlagen und Anlagen werden die Details zum Vergabeverfahren mitgeteilt und interessierte Wirtschaftsteilnehmer (gleichbedeutend auch „Bewerber“ oder „Bieter“ genannt) aufgefordert, sich um die Teilnahme am Verfahren zu bewerben.
Seite 3 von 10
[Seite 4]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
2. Gegenstand des Verfahrens und Leistungsbeschreibung
Gegenstand der Ausschreibung ist der Abschluss eines Vertrages, welcher die Gesamtplanung von bis zu drei lokalen Energiezentralen für und in den Gemeinden Neuried, Martinsried und Planegg/Steinkirchen mit folgenden Leistungen umfasst.
• Anlagenseitig gem. HOAI, Leistungsbild TGA, LP2-9 • Gebäudeseitig gem. HOAI, Leistungsbild Objektplanung, LP1-9 • Als Gesamtplaner die Organisation weiterer Fachplaner • Integration zweier als „black box“ geplanter Kälteanlagen
2.1 Geschätzter Gesamtauftragswert Der geschätzte Auftragswert liegt in der Größenordnung von 2,5 Mio. €.
2.2 Planungsumfang Neuried • Planung eines Anlagengebäudes zur Aufnahme der Anlagentechnik einschließlich Koordination aller Ingenieurleistungen, z.B. Statik, Brandschutz, Schallschutz, Gebäude-TGA, Umwelt- und Naturschutz etc. • Trassierung im Gebäude • Auslegung/Aufstellung von Druckerhöhungspumpen für die Fernwärmeleitungen im Vor- und Rücklauf und deren hydraulische und elektrische Einbindung • Übergabestation für ein von der Gemeinde Neuried zu errichtendes örtliches Wärmenetz • MSR-Technik • Vorbereitung der übergeordneten Kommunikation
2.3 Planungsumfang Martinsried • Planung eines Anlagengebäudes zur Aufnahme der Anlagentechnik mit Reservoir eines Eisspeichers einschließlich Koordination aller Ingenieurleistungen, z.B. Statik, Brandschutz, Schallschutz, Gebäude-TGA, Umwelt- und Naturschutz etc. • Planung der Wärmeversorgungstechnik für zwei Wärmenetze • Wärmeversorgung über Fernwärmeanschluss • Wärmepumpenanlage • Versorgung von drei Absorptionskälteanlagen mit Fernwärme • Integration einer als black box gelieferten Kälteanlage in die Gesamtanlage, bestehend aus 3 Absorptionskälteanlagen, einem Eisspeicher und einer Kompressionskältemaschine • Elektro- und Leittechnik für die Gesamtanlage • Vorbereitung der übergeordneten Kommunikation
2.4 Planungsumfang Planegg/Steinkirchen • Planung eines Anlagengebäudes zur Aufnahme der Anlagentechnik mit Reservoir eines Eisspeichers einschließlich Koordination aller Ingenieurleistungen, z.B. Statik, Brandschutz, Schallschutz, Gebäude-TGA, Umwelt- und Naturschutz etc. • Planung der Wärmeversorgungstechnik für ein Wärmenetz • Wärmeversorgung über Fernwärmeanschluss • Versorgung von vier Absorptionskälteanlagen mit Fernwärme • Integration einer als black box gelieferten Kälteanlage in die Gesamtanlage, bestehend aus vier Absorptionskälteanlagen, einem Eisspeicher und einer Kompressionskältemaschine • Umschaltung von Kältemaschine zu Wärmepumpe • Einbindung reversibler ORC-Anlage (ca. 2 MW Wärmeaufnahme) • Einbindung eines reversiblen Kälte-/Wärmespeichers (ca. 1 MWh Speicherkapazität) • Elektro- und Leittechnik für die Gesamtanlage
Seite 4 von 10
[Seite 5]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
• Vorbereitung der übergeordneten Kommunikation
Dabei weisen wir auf zwei Besonderheiten hin:
• Die IEP als Vergabestelle behält sich das Recht vor, den zu schließenden Vertrag jederzeit auf die 100%ige Tochtergesellschaft Geothermie Isartal GmbH (GIG) oder andere noch zu gründende oder bestehende Gesellschaften zu übertragen. • Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt abhängig von der Wirtschaftlichkeit der eingegangenen Angebote sowie dem Vorliegen der Förderzusagen des Bundes.
Die Planungsleistungen sollen abschnittsweise beauftragt werden, in Anlehnung an die Leistungsphasen der HOAI. Im ersten Abschnitt sollen die Planungsleistungen bis zur Erlangung der Baugenehmigung im Bereich Gebäudeplanung und bis zum Abschluss der Entwurfsplanung im Bereich TGA vergeben werden, angefragt wird aber die gesamte Planungsleistung.
Vorläufiger Zeitplan Die Umsetzung der Planung soll gemäß dem weiter unten aufgeführten Zeitplan erfolgen:
| Energiezentralen Neuried, Martinsried, Steinkirchen | Meilenstein / Tätigkeit |
|---|---|
| Oktober 2026 | Beauftragung Planung |
| April 2027 | Baugenehmigung liegt vor |
| Februar 2027 | Ausschreibungsbeginn der Leistungen |
| Juni 2027 | Vergabe der Bauleistungen an GU Bau |
| Juli 2027 | Vergabe der Anlagentechnik |
| August 2027 | Vergabe der EMSR-Technik |
| Januar 2028 | Gebäudehülle Dicht |
| August 2028 | Einbau technischer Anlagen und EMSR |
| September 2028 | IBS |
3. Auftraggeber, Vergabestelle, Vergabeplattform
3.1. Auftraggeber, Vergabestelle
Auftraggeber und Vergabestelle ist die
Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP) Jaiserstr. 5 82049 Pullach im Isartal
Die Innovative Energie für Pullach GmbH wird in den Vergabeunterlagen gleichbedeutend auch als “IEP”, als „Auftraggeber“ oder als “Vergabestelle” bezeichnet. Die Bewerber/Bieter werden gleichbedeutend auch als „Auftragnehmer“ bezeichnet. Auftraggeber und Auftragnehmer werden gemeinsam auch als „Vertragsparteien“ bezeichnet.
3.2. Vergabeplattform Deutsche eVergabe
Der Auftraggeber nutzt für den gesamten Vergabeprozess die elektronische Vergabeplattform “Deutsche eVergabe”. Dies betrifft u.a. die Auftragsbekanntmachung, die Bereitstellung der Vergabeunterlagen inkl. aller Anlagen, die Entgegennahme von Bewerberfragen und deren Beantwortung. Ebenso haben die Bewerber alle im Vergabeverfahren geforderten Unterlagen und Nachweise über die Vergabeplattform einzureichen und diesem Vergabeverfahren zuzuordnen. Bitte
Seite 5 von 10
[Seite 6]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
beachten Sie, dass die Einreichung von Unterlagen auf einem anderen Wege (eMail, Brief etc.) nicht zulässig ist und zu einem Ausschluss aus dem Verfahren führt.
Die Vergabeplattform ist im Internet für Bewerber kostenfrei zu erreichen unter https://www.deutsche-evergabe.de/ deren Suchseite hat folgenden Link: https://www.deutsche-evergabe.de/Dashboards/Dashboard_off Suchen bzw. selektieren Sie dieses Vergabeverfahren über dessen Titel oder den Namen des Auftraggebers “Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP)”. Da gleichzeitig mehrere Vergabeverfahren der IEP laufen, stellen sie bitte sicher, dass Sie das richtige Verfahren auswählen. Bei Rückfragen zur Bedienung des Vergabeportals wenden Sie sich bitte an den Support der Deutschen eVergabe. Informationen über technische Parameter und Verschlüsselungsmethoden sind unter https://service.deutsche-evergabe.de/kb/a136/informationen-gemaess-11-abs_-3-vgv.aspx aufgeführt.
3.3. Bieterfragen und -kommunikation, ergänzende Unterlagen
Bewerber können sich bei Fragen im/zum Vergabeverfahren ausschließlich elektronisch über die Kommunikationsfunktion der Vergabeplattform an die Vergabestelle wenden. Die Fragen sind rechtzeitig entsprechend der genannten Fristen einzureichen. Antworten sowie aktualisierte oder weitere Unterlagen, welche sämtliche Bewerber im Verfahren betreffen, werden ausschließlich über die Vergabeplattform bereitgestellt und damit verbindlicher Teil der Vergabeunterlagen. Mündliche oder per E-Mail gestellte Bieterfragen werden nicht beantwortet.
Bewerber müssen selbständig und regelmäßig prüfen, ob seitens der Vergabestelle zusätzliche Informationen oder Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden, welche für die Abgabe des Teilnahmeantrags zu beachten sind.
4. Beschreibung des Vergabeverfahrens
Die IEP als Sektorenauftraggeber hat entsprechend der Vorgaben und Regelungen im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB, insbesondere Teil 4) und der Sektorenverordnung (SektVO) als Vergabeart das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gewählt.
Die Einzelheiten zur Teilnahme am Teilnahmewettbewerb, den geforderten Erklärungen und Nachweisen sowie die Kriterien zu Bewertung und Auswahl der Bieter ergeben sich vollständig aus der EU-Auftragsbekanntmachung, aus diesem Dokument und den als Anlage genannten Unterlagen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen für die Bewerber sind in “Anlage A.1 - IEP Bedingungen für die Teilnahme an einem Vergabeverfahren” aufgeführt. Diese gelten für das gesamte Vergabeverfahren, also sowohl für die erste Phase Teilnahmewettbewerb als auch für die zweite Phase Angebote.
Im Folgenden wird das Vergabeverfahren insbesondere im Hinblick auf die erste Phase “Teilnahmewettbewerb” beschrieben, sowie ein kurzer Ausblick auf die zweite Phase “Angebote” gegeben.
4.1. Beschreibung Phase 1: Teilnahmewettbewerb
In der ersten Phase Teilnahmewettbewerb werden interessierte Wirtschaftsteilnehmer aufgefordert, ihre Bewerbung für den Teilnahmewettbewerb einzureichen. Die Teilnahmeanträge sind innerhalb der
Seite 6 von 10
[Seite 7]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
genannten Fristen (siehe 4.3 Vergabezeitplan) vollständig mit allen Anlagen und Nachweisen über die Vergabeplattform “Deutsche eVergabe” einzureichen. Der Bieter ist für die Vollständigkeit und Korrektheit seiner Angebote verantwortlich.
Die zur Angebotsabgabe aufzufordernden Unternehmen werden auf Basis der einzureichenden Unterlagen und Nachweise wie folgt ermittelt:
Im ersten Schritt erfolgen Überprüfungen • auf fristgerechtem und vollständigem Vorliegen der geforderten Nachweise, Referenzen und Erklärungen • auf Einhaltung der Teilnahmebedingungen gemäß Anlage A.1 • auf Nicht-Vorliegen von Ausschlussgründen entsprechende der in Abschnitt I der Eigenerklärung zur Eignung genannten Ausschlussgründe (siehe Anlage B.5 - Eigenerklärung zur Eignung) • auf Vorliegen der Eigenerklärung zu EU-Russland Sanktionen (siehe Anlage B.6 – Eigenerklärung zu EU Russland Sanktionen).
Sofern eine dieser Prüfungen nicht bestanden wird, wird der Bieter von der Vergabe ausgeschlossen
Im zweiten Schritt wird die Eignung des Bewerbers zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen anhand der geforderten Eigenerklärungen und Nachweise zur Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung, der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit geprüft.
Sofern mehr als fünf grundsätzlich geeignete Bewerber zur Verfügung stehen, nutzt der Auftraggeber die Möglichkeit, die Anzahl der Teilnehmer anhand von objektiven Kriterien auf fünf zu reduzieren (siehe Anlage A.3 - Vorgehensweise und Bewertungsmatrix zur Auswahl der Bieter).
Die Auswahl der Teilnehmer für die Angebotsphase erfolgt aufgrund der in der “Anlage B.5 - Eigenerklärung zur Eignung” abgegebenen Erklärungen sowie der Vergleichbarkeit und Qualität der vom Bewerber eingereichten Referenzen (siehe Anlagen B.5 und B.5a).
Die fünf Unternehmen mit der höchsten Punktzahl werden für die Phase 2: Angebote ausgewählt. Sollten zwei oder mehrere Unternehmen den fünften Rang einnehmen, so werden diese gleichplatzierten Unternehmen für die Angebotsabgabe aufgefordert.
Der Teilnahmewettbewerb endet mit der Auswahl der Bieter und Kommunikation der Entscheidung an die Bieter. Die ausgewählten Bewerber werden anschließend zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Allen anderen Bewerbern wird abgesagt.
4.2. Beschreibung Phase 2: Angebote
Die Aufforderung zur Angebotsabgabe sowie Leistungsverzeichnisse, Pläne und weitere Vergabeunterlagen werden den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerbern zur Verfügung gestellt. Auf Grundlage dieser Unterlagen ist innerhalb der gesetzten Frist ein Angebot abzugeben.
Der Auftraggeber wird mit allen Bietern oder einzelnen, besser platzierten Bietern in Verhandlungen treten und diese zur Überarbeitung und Ergänzung ihrer Angebote auffordern. Es werden ggf. nicht alle Bieter zur Präsentation ihres Angebots aufgefordert. Die Vergabestelle beabsichtigt, die Bieter nach einer ersten Verhandlungsrunde zur Abgabe eines verbesserten Angebots aufzufordern.
Seite 7 von 10
[Seite 8]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
Der Auftraggeber behält sich vor, die Verhandlungen in aufeinanderfolgenden Phasen abzuwickeln, um so die Zahl der Angebote, über die verhandelt wird, anhand der vorgegebenen Zuschlagskriterien zu verringern. Der Auftraggeber behält sich des Weiteren vor, abschließende Endverhandlungen nur mit einem Bieter zu führen, sowie die Vergabe ohne weitere Verhandlung auf Basis des Erstangebotes zu vergeben.
Die Vergabestelle plant die Präsentation der Erstangebote mit anschließendem Verhandlungsgespräch durchzuführen.
Nach Durchführung der Verhandlungen sowie Prüfung und Wertung der finalen Angebote wird dem Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot auf Grundlage der Zuschlagskriterien der Zuschlag erteilt und somit ein Vertrag geschlossen. Die Zuschlagskriterien für die Vergabe werden spätestens mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe bekanntgegeben. Sowohl der Bieter, dessen Angebot angenommen wird, wie auch die Bieter deren Angebot keinen Zuschlag erhalten, werden vor Zuschlagserteilung über das Ergebnis auf elektronischem Weg informiert. Die Vorinformationsfrist vor Zuschlagserteilung beträgt zehn Tage.
4.3. Zeitplan des Vergabeverfahrens
Der Zeitplan für das Verfahren ist wie folgt:
Phase 1: Teilnahmewettbewerb:
- Juni 2026 Absendung der EU-Auftragsbekanntmachung
- Juli 2026, 12:00 Uhr Fristende für Bieterfragen (Teilnahmewettbewerb)
- Juli 2026, 12:00 Uhr Fristende Abgabe der Teilnahmeanträge inkl. Anlagen
Ausblick auf Phase 2: Angebote: (Folgende Termine sind geplant. Die verbindlichen Termine werden in der Aufforderung zur Angebotsabgabe kommuniziert.)
- Juli 2026 Versendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe
- August 2026, 12:00 Uhr Fristende Bieterfragen
- August 2026, 12:00 Uhr Fristende Einreichung der Erstangebote
-
-
- September 2026 Bietergespräche
-
Oktober 2026 Geplante Zuschlagserteilung
Bindefrist der Angebote: 31. Januar 2027.
Sofern Sie bereits jetzt absehen, Ihr Angebot nicht rechtzeitig abgeben zu können, so teilen sie dies dem Auftraggeber spätestens mit Einreichung des Teilnahmeantrages mit. Der Auftraggeber behält sich vor, dies ggfls. bei der Fristsetzung der Angebotsabgabe für alle Teilnehmer zu berücksichtigen.
5. Generelle Bedingungen und Hinweise zum Teilnahmeantrag
Die Anlage A.1 - “IEP Bedingungen für die Teilnahme an einem Vergabeverfahren” der Vergabe- unterlagen beschreibt die Teilnahme-, Bewerbungs- und Angebotsbedingungen. Diese sind vollständig einzuhalten. Bei Nichtberücksichtigung auch einzelner Teile der Teilnahmebedingungen wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen. Die Unternehmen übermitteln ihre Teilnahmeanträge, Eigenerklärungen, Angebote und weitere Unterlagen in Textform (§ 43 Absatz 1 SektVO); alle geforderten Unterlagen und Nachweise sind auf
Seite 8 von 10
[Seite 9]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
der elektronischen Bekanntmachungs- und Vergabeplattform "Deutsche eVergabe" (siehe auch Nummer 3.2) zu hinterlegen und diesem Verfahren zuzuordnen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen nachzufordern. Ein Anspruch der Bewerber/Bieter auf Nachforderung besteht nicht. Die Abgabe von mehr als einem Hauptangebot ist nicht zugelassen. Nebenangebote sind ebenfalls nicht zugelassen.
6. Eignung der Bewerber und Eigenerklärungen
Die Eignungsanforderungen an die Bewerber sind in Anlage B.5 Eigenerklärung zur Eignung sowie Anlage B.5a – Hinweise und erwartete Detailangaben zu den Referenzen beschrieben. Bewerber haben als Nachweis der Eignung die angegebenen Unterlagen (Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen, Referenznachweise und sonstige Nachweise) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen, sofern im spezifischen Punkt der Eigenerklärung nichts anderes angegeben ist. Diese werden dazu genutzt, die Eignung der Bewerber zu prüfen sowie eine Auswahlentscheidung der max. fünf Unternehmen für die Phase Angebote zu treffen. Wird ein Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert, sind Eigenerklärungen (auch die der benannten anderen Unternehmen) auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle durch Vorlage der in Anlage B.5 genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.
7. Nachprüfung von Vergabeverfahren
Die Vergabekammer Südbayern ist örtlich zuständig für die Nachprüfung der Vergabeverfahren. Die Kontaktdaten lauten:
Regierung von Oberbayern Vergabekammer Südbayern Maximilianstraße 39 80538 München +49 (89) 2176-2411 Vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
8. Anlagen im Vergabeverfahren
Folgende Anlagen sind fester Bestandteil der Vergabeunterlagen. Diese sind gegliedert nach:
A) Informationen für die Bewerber, B) verpflichtend einzureichende Unterlagen, C) + D) verpflichtend einzureichende Unterlagen im Falle von Bietergemeinschaften bzw. bei Nutzung von Leistungen anderer Unternehmen
A. Unterlagen zum Vergabeverfahren – Information und Leitfaden für Bewerber
Anlage A.1: IEP Bedingungen für die Teilnahme an einem Vergabeverfahren Anlage A.1a: IEP Schlichtungsordnung Anlage A.2: Details zum Leistungsumfang Anlage A.3: Vorgehensweise und Bewertungsmatrix zur Auswahl der Bieter
B. Die Anlagen B.4 – B.6 sind vom Bewerber auszufüllen und entsprechend den gesetzten Fristen an den Auftraggeber einzureichen:
Seite 9 von 10
[Seite 10]
Los 1: Planung Energiezentralen Verteilnetz Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Sektorenverordnung Projektbeschreibung und Vergaberichtlinien
Anlage B.4: Teilnahmeantrag (inkl. Nachweise) Anlage B.5: Eigenerklärung zur Eignung (inkl. Nachweise) Anlage B.5a: Hinweise und erwartete Detailangaben zu den Referenzen. Die Referenzen selbst sind formlos einzureichen und als Anlage 5a-1, Anlage 5a-2, usw. zu benennen. Anlage B.6: Eigenerklärung zu EU Russland Sanktionen
C. Nur einzureichen, sofern eine Bietergemeinschaft besteht oder geplant ist.
Anlage C.7: Erklärung Bietergemeinschaft
D. Nur einzureichen, wenn geplant ist, dass Leistungen von anderen Unternehmen bezogen werden.
Anlage D.8: Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen
Seite 10 von 10