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Planungsleistungen für eine provisorische UV-Anlage zur Trinkwasseraufbereitung

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 07:55 (Europe/Berlin)

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Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum Seite 1 von 20 Errichtung einer prov. UV Anlage parallel zur Filteranlage im Wasserwerk Genderkingen

UV Anlage Wasserwerk Genderkingen

PROJEKTBESCHREIBUNG

zur Errichtung einer prov. UV Anlage parallel zur Filteranlage im Wasserwerk Genderkingen

Inhaltsverzeichnis

1 Vorhabensträger ...................................................................................................... 3

2 Veranlassung ............................................................................................................ 3

3 Wasserwerk Genderkingen ..................................................................................... 4 3.1 Verfahrenstechnik................................................................................................................ 4 3.2 Variantenbetrachtung ....................................................................................................... 10 3.3 Ingenieurbauwerk .............................................................................................................. 10

4 Zeitplan ................................................................................................................... 10

5 Besprechungen, Ortstermine ................................................................................ 11

6 Projektziele und Rahmenbedingungen für die Bauabschnitte .......................... 11

7 Eigenleistungen/Beistellungen ZV WFW ............................................................. 12

8 Leistungen Planungsbüro ...................................................................................... 12 8.1 Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3, 4 bis 7 sowie 8 bis einschließlich 9 HOAI Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagenbau und Elektrotechnik ........... 12 8.2 Besondere Leistungen nach HOAI § 55 Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagenbau und Elektrotechnik ....................................................................................... 13 8.2.1 Hydraulische Berechnungen ................................................................................................ 14 8.2.2 Unterlagen für Ausnahmegenehmigung vom Bewilligungsbescheid vom 27.12.2023 ....... 14 8.2.3 Bestandspläne ...................................................................................................................... 14

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8.2.4 Reinigung und Instandhaltung der prov. UV-Anlage .......................................................... 14 8.2.5 Beachtung der Arbeitsstättenrichtlinie ................................................................................. 15 8.2.6 Zugang zu Wartungsarbeiten ............................................................................................... 15 8.2.7 Allgemeine Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen .................................................... 15 8.2.8 Ausreichende Energieversorgung ........................................................................................ 15 8.2.9 Funktionsbeschreibung für die Teilströme Filtersteuerung und prov. UV-Anlage ............. 15 8.2.10 Variantenvergleich zwischen den vorgeschlagenen UV-Anlagen ....................................... 16 8.2.11 Dokumentationsrichtlinie ..................................................................................................... 16 8.2.12 Bauphasenpläne ................................................................................................................... 16 8.2.13 Abschottung zu anderen Werksbereichen ............................................................................ 16 8.2.14 Ingenieurtagebuch ................................................................................................................ 17 8.2.15 Bauzeit und Inbetriebnahme ................................................................................................ 17 8.2.16 Probebetrieb ......................................................................................................................... 18 8.2.17 CE Konformität .................................................................................................................... 18 8.2.18 Anonymisierung der Ausschreibungsunterlagen ................................................................. 18 8.3 Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3, HOAI § 43 Objektplanung Ingenieurbauwerk .............................................................................................................. 18 8.4 Kostenschätzung ................................................................................................................ 19

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1 Vorhabensträger Träger des beschriebenen Vorhabens ist der

Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (im Weiteren kurz: WFW) 90338 Nürnberg

2 Veranlassung Der WFW betreibt ca. 100 km südlich von Nürnberg in der Nähe von Donauwörth (PLZ: 86609) das Wasserwerk Genderkingen (kurz: WW GKN). Die Jahres- Aufbereitungsmenge beträgt ca. 30 Mio. m3. Die Gesamtaufbereitungsmenge kann

in der Spitze bis zu 2.300 l/s betragen, die auf acht Filter in Normalbetrieb aufgeteilt

werden.

Die 8 Betonfilter sollen mittelfristig instandgesetzt werden.

Für die geplante Betoninstandsetzung soll die Trinkwasser-Aufbereitung einer

Filterstraße (5 Filter bzw. 3 Filter) durch eine prov. UV Anlage ersetzt werden, die

parallel zur in Betrieb befindlichen Filterstraße einen Teilstrom aufbereiten soll

(Ersatzbetrieb Filterstraße 2 – BA 1 und Ersatzbetrieb Filterstraße 1 – BA 2).

Zudem ist die Elektrotechnik für die zusätzliche UV Anlage, inclusive Einbindung in

die Filter-SPS mit Programmierung und Anbindung an die Zentrale Leitwarte der

prov. UV-Anlagen zu planen. Durch die prov. UV-Anlagen wird in die Statik und

Bautechnik des Gebäudes eingegriffen. Dies muss bei der Planung berücksichtigt

werden.

Weiterhin werden bauliche Anpassungen an bestehenden Gebäuden und Schächten

erforderlich. Diese Anforderungen sind vollumfänglich zu beschreiben, dass diese

durch den WFW geplant und umgesetzt werden können.

Der Abgang für den Teilstrom ohne Filtration ist so zu planen, dass das Wasserwerk

jederzeit die erforderliche Mindestmenge Trinkwasser liefern kann. Eine komplette

Außerbetriebnahme des Wasserwerks ist zu keiner Zeit möglich.

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3 Wasserwerk Genderkingen

Das WW GKN versorgt u.a. die Stadt Nürnberg als auch FWF und FWO mit

Trinkwasser. Teilweise werden Abnehmer versorgt, die keine Redundanz haben,

also 100 % ihres Trinkwassers vom WFW beziehen.

Es ist somit keine Außerbetriebnahme des gesamten Wasserwerkes möglich. Für

den Umbau müssen in den Zeitraum von Oktober bis April mindestens die

Lieferkapazität von 4 Filtern zur Verfügung stehen. In den Monaten Mai bis

September ist die volle Lieferkapazität notwendig. Dies ist bei der Planung der

Umbaumaßnahmen und Phasen der Umbindungen zu berücksichtigen.

Die Trinkwasserqualität der Rohwässer aus dem WW GKN ist im Anhang 8

dargestellt. Die für eine UV-Desinfektion relevanten Parameter, wie beispielsweise

Eisen, Mangan und Trübung liegen unter der Nachweisgrenze.

Das WW GKN ist nicht an ein öffentliches Kanalsystem angeschlossen. In der

Planung ist zu berücksichtigen, dass anfallende Abwässer gesammelt und

abgefahren werden müssen. Alternativ müssen die Abwässer behandelt werden,

bevor sie in die Donau eingeleitet werden dürfen.

Die Einleitung dieser behandelten Abwässer ist genehmigungspflichtig. Die

Antragsunterlagen für die Einleitgenehmigung sind vom Auftragnehmer zu erstellen.

3.1 Verfahrenstechnik

Das Rohwasser wird aus 3 Horizontalfilterbrunnen zum WW GKN gefördert. Die

anschließende Aufbereitung im WW GKN besteht aus der Förderung des

Rohwassers über sechs Oxidatoren zur Anreicherung des Rohwassers mit

Luftsauerstoff und anschließender Filtration über acht offene Einschichtfilter.

Das Besondere ist die Aufteilung der Filterstraßen in 3 Filter für den

Reinwasserbehälter 2 mit 1.100 m³ Fassungsvolumen und 5 Filter für den

Reinwasserbehälter 1 mit 1.900 m³ Fassungsvolumen.

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Der Teilstrom, der über die prov. UV Anlage ohne Filtration aufbereitet werden soll,

soll in den jeweiligen Reinwasserbehälter laufen. Hierfür ist der Teilstrom auf die 5

bzw. 3 Einlauftassen der beiden Reinwasserbehälter aufzuteilen. Druck und

Wassermenge für den Einlauf ist an die, in Betrieb bleibende Filterstraße

anzupassen.

Die Hydraulische Berechnung für die Auslegung der Teilströme der zu ersetzenden

Filterstraße ist Bestandteil der Planung bis LPH 2.

Es ist rechnerisch und konstruktiv nachzuweisen, dass eine Filterstraße durch prov.

UV Anlage ohne Unterbrechung der Trinkwasseraufbereitung ersetzt werden kann

und die Gesamtaufbereitungsmenge von 2.000 l/s sichergestellt werden kann.

Nach den Reinwasserbehältern wird das Trinkwasser zusätzlich mit

Chlordioxidlösung/Chlorbleichlauge desinfiziert. Abschließend wird das Trinkwasser

durch fünf Förderpumpen zum Hochbehälter Graisbach gepumpt.

Das Aufbereitungsschema und die Anordnung im Gebäude sind zur

Veranschaulichung in Abbildung 1 dargestellt.

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Abbildung 1: Aufbereitungsschema im WW GKN

In den folgenden Abbildungen 2,3, 4 und 5 sind die neu installierten UV Anlagen im

Erdgeschoss und Abbildungen 6 und 7 den Einlauf in die Reinwasserkammern

angebildet. Zudem verdeutlichen die Fotodokumentation im Anhang 6 und die Pläne

im Anhang 7 die Platzverhältnisse im Betriebsgebäude.

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Abbildung 2: Filterablauf im 1.OG

Abbildung 3: UV Anlagen Filter 6 bis 8

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Abbildung 4: Einbau einer UV Anlage im Erdgeschoss

Abbildung 5: Verrohrung UV Anlage Filter 5 im Erdgeschoss

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Abbildung 6: Filtereinlauf Reinwasserbehälter 2

Abbildung 7: Filtereinlauf Reinwasserbehälter 1

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3.2 Variantenbetrachtung

  • mögliche Aufstellorte und Anlagentypen,;

  • Einfluss des Ersatzbetriebs auf die bestehende Anlage

  • Vergleich der Aufbereitungskapazität des Ersatzbetriebes einer Filterstraße im

schlechtesten Betriebsfall

  • Berücksichtigung der Anforderungen an die Filtersteuerung nach Einbau und

Inbetriebnahme der prov. UV

  • Durch den Einbau einer prov. UV-Anlage wird in den Ablauf der Aufbereitung

und in das Filterprogramm (Aufbereitung, Rückspülung) eingegriffen. Die

„Filter-SPS“ ist für die geänderten Anlagenbetriebsweisen jeweils neu zu

programmieren.

3.3 Ingenieurbauwerk

Das Wasserwerks Genderkingen wurde ursprünglich für die Aufbereitung des

Trinkwassers über beide Filterstraßen geplant und gebaut.

Der angedachte Ersatzbetrieb für eine Filterstraße erfordert jetzt Um- und Neubau

einiger Anlagenteile bzw. Gebäudeteile, wie z.B.

  • Ggfs. Umbau Zusammenführungsbauwerk

  • Wanddurchführungen für neue Leitungen

  • Statische Ertüchtigung von Gebäudeteilen

  • Planung zusätzlicher Rohrleitung für prov. UV Anlage bis DN 800

  • Teilung des Rohwasserstrangs in 2 Teilströme ohne Außerbetriebnahme des

gesamten Wasserwerkes

4 Zeitplan

  1. Planungsbeginn: 2 Wochen nach Zuschlagserteilung
  2. Fertigstellung Leistungsphase 3 (20.09.2027 zum Vorstellen bei der Genehmigungsbehörde)
  3. Fertigstellung Leistungsphase 4 (28.01.2028 KW)
  4. Genehmigung durch zuständige Behörden bis Dezember 2028

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  1. Fertigstellung Leistungsphase 6 (30.04.2029 bzw. 3 Monate nach Genehmigung)
  2. Bauzeit geplant (Oktober 2030 bis September 2031)

Die benannten Termine für die Laufzeit des Vertrags beziehen sich auf den geplanten Baubeginn und Fertigstellung der Anlage. Die Maßnahme ist genehmigungspflichtig. Ausschreibung der Ausführung kann erst nach erfolgter Genehmigung erfolgen.

Die Leistungszeit der Leistungsphasen 5 bis 9 kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht angegeben werden.

Zeitliche Verzögerungen bei der Genehmigung müssen auf die Ausführungszeit der Maßnahme dazugerechnet werden.

5 Besprechungen, Ortstermine

In den einzelnen Leistungsphasen der HOAI sind zur Abstimmung mit dem

Auftraggeber und ggf. sonstigen Beteiligten – je nach Notwendigkeit –

Besprechungen und Abstimmungen (telefonisch, vor Ort bzw. im Büro des

Auftraggebers, Nürnberg) einzuplanen. Es sind fünf persönliche Besprechungen bis

Ende LPH 3 einzuplanen. Der Auftragnehmer erstellt für jede Besprechung eine

Agenda und ein Protokoll. Für jede weitere Besprechung werden Mehrpreise

abgefragt.

Während der Bauausführung ist die örtliche Präsenz nach Erfordernis bei allen

relevanten Vorgängen, ggf. auch bei Mehrschichtbetrieb erforderlich.

Für Besichtigungen, Besprechungen, Erläuterungs- bzw. Erörterungstermine etc.

sind die Angaben im untenstehenden Text zu den verschiedenen Leistungsphasen

der HOAI in „Grundleistung“ und besondere Leistung“ maßgeblich. Hier werden auch

Mehrpreise abgefragt.

6 Projektziele und Rahmenbedingungen für die Bauabschnitte

 Planung des abzuzweigenden Teilstroms für den Bypass ohne

Außerbetriebnahme des gesamten Wasserwerks Genderkingen.

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 Integration prov. UV-Anlage(n) für die Aufbereitung eines Teilstroms im

bestehenden Gebäude oder platzsparend auf dem Gelände des Wasserwerks

Genderkingen unter Beachtung der Arbeitsstättenrichtlinie  Das Wasserwerk muss während der Montagearbeiten die erforderliche

Trinkwassermenge 1.200 l/s bis zu 2.000 l/s liefern, das restliche Werk muss

von der Baustelle abgeschottet werden  Es sind keinerlei Lieferunterbrechungen möglich  Die Teilaußerbetriebnahmen der beiden Reinwasserbehälter für die

Einbindung der UV-Anlagen sind absolut zu minimeren.  Erstellung einer wirtschaftlich optimierten Planung im Hinblick auf Investition,

Betrieb und Instandhaltung und Versorgungssicherheit im Parallelbetrieb.

7 Eigenleistungen/Beistellungen ZV WFW

 Eigenleistung Projektsteuerung  Beauftragung SiGeKo  Umstellen der Aufbereitungsanlage während der Inbetriebnahmen und

Umbauphasen durch das Werkspersonal, Außerbetriebnahme von

Reinwasserbehältern und Filtern etc.  Beistellung von Bestandsplänen soweit vorhanden in tif  Beistellung von Rohwasseranalysen  Ziehen der Wasserproben für den Nachweis der Keimfreiheit vor

Inbetriebnahmen

8 Leistungen Planungsbüro

8.1 Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3, 4 bis 7 sowie 8 bis einschließlich 9 HOAI Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagenbau und Elektrotechnik

Alle nachstehenden Aufgaben sind unter Berücksichtigung der einschlägigen

gesetzlichen, fach- und sachkundigen Vorschriften, besonders der TrinkwV, der

DVGW Arbeitsblätter W 290 und W 294 Teil 1-3, der DIN 2000 sowie nach den

technischen Regeln für Arbeitsstätten durchzuführen.

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Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum Seite 13 von 20 Errichtung einer prov. UV Anlage parallel zur Filteranlage im Wasserwerk Genderkingen

Der WFW plant, die Ingenieurleistungen für Verfahrens- und Elektrotechnik nach §

55 Technische Ausrüstung LPh 1-9, sowie nach § 43 Ingenieurbauwerke LPh 1-3 zu

vergeben.

Die Planung bezieht sich auf alle Leistungen, die im Zusammenhang mit der

Errichtung einer provisorischen UV Anlage im Teilstrom parallel zur bestehenden

Filtration stehen.

Der Auftragnehmer hat u.a. folgende Vertragsziele mit seinen Leistungen zu erfüllen:  Die Versorgung mit Trinkwasser muss während des Umbaus gewährleistet

sein –> Planung eines Umbaukonzeptes, sodass das Wasserwerk mit

mindestens 1.200 – 1.300 l/s während den Wintermonaten und mit bis zu

2.000 l/s in den Sommermonaten in Betrieb ist  Koordinierung der verschiedenen Gewerke (Verfahrenstechnik,

Ingenieurbauwerk, Elektrotechnik)  Einhaltung der Projekttermine gemäß vorläufigem Zeitplan  Planung eines Teilstroms aus der Rohwasserförderung ohne

Außerbetriebnahme der Trinkwasseraufbereitung des WW Genderkingen  Leistungen, die zur Vorbereitung einer CE-Konformitätserklärung erforderlich

sind  Erstellung von genehmigungsreifen Antragsunterlagen für die

Ausnahmegenehmigung vom Bewilligungsbescheid vom 27.12.2023  Integration der technisch sinnvollsten prov. UV-Anlage  Integration der prov. UV-Anlagen in die verfahrenstechnische Steuerung,

inclusive Anpassung der Steuerung für die Filter  Aufgrund des Gewichts der prov. UV-Anlagen (Reaktor+E-Schrank) inclusive

Verrohrungen ist die Statik zu überprüfen

8.2 Besondere Leistungen nach HOAI § 55 Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagenbau und Elektrotechnik Im Folgenden sind besondere Leistungen beschrieben, die bei der Planung der prov.

UV-Anlagen zu berücksichtigen sind. Die besonderen Leistungen sind den jeweiligen

Leistungsbildern zu den jeweiligen Leistungsphasen im Anhang zugeordnet.

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8.2.1 Hydraulische Berechnungen Hydraulische Berechnung für den Nachweis, dass mit der provisorischen UV

Anlage(n) und der kleinen Filterstraße (Filter 6 bis 8) bzw. prov. UV mit der großen

Filterstraße (Filter 1 bis 5) 2.000 l/s aufbereitet und die Teilströme in beide

Reinwasserbehälter gefördert werden können.

8.2.2 Unterlagen für Ausnahmegenehmigung vom Bewilligungsbescheid vom 27.12.2023 Im Bewilligungsbescheid vom 27.12.2023 gilt als Auflage „Filtration mit optionaler

Flockung“ .

Für die geplante Betoninstandsetzung einer Filterstraße muss von der Auflage

abgewichen werden.

Hierfür ist ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung zu stellen.

Der Antrag ist in vierfacher Ausfertigung zu stellen mit den Inhalten:

  • Erläuterungsbericht mit Begründung, warum gegen Punkte des

Bewilligungsbescheides verstoßen wird

  • Alternativprüfung

  • Detaillierte Beschreibung der geplanten Aufbereitung eines Teilstroms ohne

Filtration

  • Pläne und Skizzen der geplanten Aufbereitung des Teilstroms ohne Filtration

parallel zur Aufbereitung mit Filtration

  • Erläuterungsbericht, wie durch den Ersatzbetrieb einer Filterstraße die

Vorgaben der Trinkwasserverordnung eingehalten werden

8.2.3 Bestandspläne Es müssen Bestandspläne vor und nach der Bauphase einschließlich aller Umbauten

und Schnitte im Erdgeschoss erstellt werden.

8.2.4 Reinigung und Instandhaltung der prov. UV-Anlage UV-Anlagen müssen nach einer gewissen Zeit von Kalkablagerungen etc. gereinigt

und instandgehalten werden. Der Aufwand und die Kosten der Instandhaltung sind

beim Variantenvergleich als wesentliches Kriterium zu berücksichtigen (LPh 2).

Weiterhin ist zu berücksichtigen, wie die Reinigung und Instandhaltung die

Aufbereitungskapazität des Teilstroms beeinflusst.

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8.2.5 Beachtung der Arbeitsstättenrichtlinie Bei der Planung der UV-Anlagen ist im Hinblick auf die technischen Regeln der

Arbeitsstätten darauf zu achten, dass ausreichend bemessene Durchgänge und

Platz für die durchführenden Wartungsarbeiten vorhanden sind (LPh 3).

8.2.6 Zugang zu Wartungsarbeiten Im Wasserwerks Genderkingen befinden sich in der Decke auf der Ebene der Filter

Lampen, Brandmelder, Präsenzmelder, Kabelpritschen und weitere Sensoren, die

einer kontinuierlichen Wartung bedürfen. Dafür wurden bis jetzt einmal pro Jahr

aufgrund der Deckenhöhe fahrbare Gerüste gemietet. Hier sind Konflikte mit den

neuen UV-Anlagen möglich und mit der Planung auszuschließen bzw. Lösungen zu

erarbeiten, damit diese während der Umbaumaßnahmen und nach der Errichtung der

UV-Anlage weiterhin begehbar sind (LPh 3).

8.2.7 Allgemeine Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen Ausarbeitung eines Wartungskonzepts (Wartungsplan), sowie Berücksichtigung der

Platzverhältnisse im WW GKN. Berücksichtigung der Wartung und Instandhaltung

bei der Anlagenauswahl. Die notwendige Ersatzteilhaltung ist ins LV einzuarbeiten.

Ein Wartungsplan für das Betriebspersonal ist zu erarbeiten (LPh 3).

8.2.8 Ausreichende Energieversorgung Es muss zudem überprüft werden, ob eine ausreichende Energieversorgung für die

provisorische UV-Anlagen vorhanden ist. Es ist die technische und wirtschaftlichste

Lösung auszuarbeiten.

Die elektrotechnische Steuerung und Integration der UV-Anlagen sowie die

Anbindung ans Zentrale Leitwartsystem sind ebenfalls zu planen (LPh 3).

8.2.9 Funktionsbeschreibung für die Teilströme Filtersteuerung und prov. UV-Anlage Als Basis für die Automatisierung ist vom Auftragnehmer in Form eines Fließtextes in

Word/PDF-Format eine Funktionsbeschreibung zu erstellen. Die

Funktionsbeschreibung soll außerdem die Abhängigkeiten des Betriebes der UV-

Anlage beschreiben. Zusätzlich muss die Funktionsbeschreibung die Inhalte der

Filter-SPS enthalten.

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8.2.10 Variantenvergleich zwischen den vorgeschlagenen UV-Anlagen Hinsichtlich der vorgeschlagenen UV-Anlagen für den Ersatzbetrieb Filterstraße 1 und

Ersatzbetrieb Filterstraße 2:

  • Platzbedarf, Energiebedarf

  • Wirtschaftlichkeit

  • Sicherstellung der Betriebssicherheit und Aufbereitungskapazität

  • Steuerung der Teilströme

  • Aufwand für den Umbau in Gebäuden und Schächten, zusätzliche Rohrleitungen

  • Wechsel der UV Anlage vom Ersatzbetrieb Filterstraße 2 auf Ersatzbetrieb

Filterstraße 1

  • Die Arbeitsstättenrichtlinie sowie der Zugang inclusive Wartung und Instandhaltung

ist darzustellen. Am Ende soll eine Lösung für prov. UV-Anlagen empfohlen werden

(LPh 2).

  • mögliche Aufstellorte und Anlagentypen,

  • Einfluss des Ersatzbetriebes auf die Gesamtanlage, z.B. bei Filterrückspülung

  • Vergleich hinsichtlich des Ersatzbetriebs beider Filterstraßen

8.2.11 Dokumentationsrichtlinie Die Dokumentation ist nach der vom Auftraggeber ausgehändigten

Dokumentationsrichtlinie anzufertigen. Die Dokumentationsrichtlinie liegt den

Unterlagen bei.

8.2.12 Bauphasenpläne Die Bauphasen-Pläne sollen veranschaulichen, welche Anlagenteile abschnittsweise

und in welcher Zeit außer Betrieb genommen werden. Sie dienen der Übersicht über

die zur Verfügung stehende Trinkwassermenge während der Errichtung und

Inbetriebnahme der UV Anlage für den Ersatzbetrieb Filterstraße 2 und den

Ersatzbetrieb Filterstraße 1.

Der Bauphasenplan ist in LPh 3 dem WFW vorzustellen und in den weiteren

Leistungsphasen anzupassen und fortzuführen.

8.2.13 Abschottung zu anderen Werksbereichen Während der Bauzeit dürfen die anderen Werksbereiche aufgrund der Baustelle nicht

beeinträchtigt werden (beispielsweise durch Verschmutzung). Zudem muss es

möglich sein, das Werk von der Baustelle abzugrenzen und abzuschotten, sodass

der Baustellenbetrieb auch außerhalb der Arbeitszeit des Werkspersonals (nach

16:00 Uhr) ohne Beeinträchtigungen fortlaufen kann. Durch einen separaten Zugang

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zur Baustelle kann dieser Bereich gesondert scharf geschalten werden. Dies ist nach

LPh 3 vorzustellen.

8.2.14 Ingenieurtagebuch Es ist während der Bauzeit nach jedem Ortstermin, auch ohne Jour-Fix Termin, ein

Ingenieurtagebuch zu führen, auch wenn aufgrund eines Jour-Fix Termins ein

Protokoll angefertigt wird.

8.2.15 Bauzeit und Inbetriebnahme

  1. Überwachen der Ausführung der Bauleistungen. Örtliche Präsenz nach Erfordernis

bei allen relevanten Vorgängen während der Bauausführung mit einem eigenen

Bauleiter für Elektrotechnik und einem Bauleiter Anlagenbau, Führen und

Dokumentieren eines wöchentlichen Jour-Fix-Termins auf der Baustelle.

  1. Mitwirken beim Einweisen des Auftragnehmers in die Baumaßnahme

(Bauanlaufbesprechung VT und ET)

  1. Überwachen der Ausführung des Objektes auf Übereinstimmung mit den zur

Ausführung freigegebenen Unterlagen, dem Bauvertrag und den Vorgaben des

Auftraggebers

  1. Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen

  2. Durchführen oder Veranlassen von Kontrollprüfungen

  3. Überwachen der Beseitigung der bei der Abnahme der Leistungen festgestellten

Mängel

  1. Koordinierung der verschiedenen Fakultäten (VT, ET, Bau)

  2. Überwachen des Bauzeitenplans in Übereinstimmung der vom WFW vereinbarten

Vertragstermine und Außerbetriebnahmen

  1. Anwesenheit während der Inbetriebnahmephase und während des Testens

verschiedener Betriebszustände, inclusive Verhalten mit den Filtern (z.B.

Rückspülen etc.)

  1. Sowohl von der örtlichen Bauüberwachung als auch von den bauausführenden

Firmen sind während der Bauzeit „Handwerkerausweise“ zu tragen. Diese dienen

dazu, dem Werkspersonal eine Zuordnung der jeweiligen Personen zu

erleichtern. Es wird deutlich, dass diese Person einen berechtigten Zugang zur

Baustelle hat. Das Tragen der Handwerkerausweise ist zu kontrollieren.

  1. Kontrolle der vorgelegten Dokumentation und Nachfordern fehlender Dokumente

für die Bewertung der CE Konformität

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8.2.16 Probebetrieb

  • Planung der jeweiligen Probebetriebe Ersatz Filterstraße 1 und Filterstraße 2

  • Beschreibung der zu testenden Betriebszustände der prov. UV Anlage im

Parallelbetrieb mit der Filtration

  • Vorbereitung des Probebetriebs

  • Überwachen der Probebetriebe, Dokumentation der Betriebszustände

8.2.17 CE Konformität

  • Planung einer Gesamtanlage, für die eine Konformitätserklärung erstellt

werden soll

  • Ausschreibung einer Gesamtanlage, in Losen, für die vor Inbetriebnahme die

Funktionalität geprüft und eine CE Konformitätserklärung erstellt und

unterschrieben werden soll

  • Ausreichende, eindeutige und vollumfängliche Beschreibung der

Anforderungen an eine CE Konformitätserklärung einer Teilanlage in den

Ausschreibungsunterlagen

  • Risikobeurteilung der provisorischen UV Anlage im Parallelbetrieb zur

Filtration (LPh 5)

8.2.18 Anonymisierung der Ausschreibungsunterlagen Die Ausschreibungsunterlagen sind anonymisiert dem WFW zur Verfügung zu stellen

Umfang und Inhalt:

  • Bauzeitenplan und Bauphasenplan incl. Arbeiten des Werkspersonals des

WFW

  • Erläuterungsbericht

  • Bauphasenplan

  • LV bepreist, LV unbepreist in GAEB

  • Baubeschreibung

  • Ausführungspläne

  • Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen auf das Projekt angepasst

8.3 Planungsleistungen Objektplanung Ingenieurbauwerk

Für die Integration der provisorischen Aufbereitung eines Teilstroms über UV

Anlagen ist ein Teilstrom vom Rohwasser zu trennen und nach der Aufbereitung in

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den Teilstrom aus der Filtration einzubinden. Hierfür sind Änderungen an den

bestehenden Ingenieurbauwerken, z.B. Schächte, Rohrleitungen, Wasserwerk,

während des laufenden Betriebs vorzunehmen.

Die Vorplanung ist auf Grundlage von Stundenleistung zu erbringen. Dabei ist zu

beachten, dass das Wasserwerk Genderkingen zu keiner Zeit die Aufbereitung

einstellen darf. Das betrifft vor Allem die Trennung eines Teilstroms aus dem

Rohwasser und die Einbindung des Teilstroms nach der Aufbereitung. Es ist davon

auszugehen, dass der Teilstrom von einer Rohrleitung DN 800 bis DN 1400 getrennt

werden muss.

  1. Grundlagenermittlung, Analyse Bestands- und Objektplanungsunterlagen, Klärung

der Aufgabenstellung

  1. Vorplanung Trennung des Teilstroms DN 800 von Rohwasserförderung ohne

Unterbrechung der Trinkwasseraufbereitung

  1. Vorplanung Zusammenführung beider Teilströme nach Aufbereitung ohne

Unterbrechung der Trinkwasseraufbereitung

  1. Darstellung der Leitungsführung zusätzlicher Rohrleitungen

  2. Vorplanung Umbauten in den Gebäuden bzw. Schachtbauwerken

  3. Darstellung der Maßnahmen zur Verstärkung des Bestandes

  4. Berechnungen zur Schubsicherung bzw. Druckstoßberechnungen für die

Rohrleitung des Teilstroms

Nach Vorliegen der LPh 3 werden die weiterführenden Planungsleistungen LPh 4 bis

9 Ingenieurbauwerk für die Trennung des Teilstroms, prov. Rohrleitungen und die

Einbindung des Teilstroms in die Reinwasserleitung ausgeschrieben.

8.4 Kostenschätzung

Es ergibt sich insgesamt aus den Vorüberlegungen des WFW ein Kostenvolumen

von rund 1.850.000€ für Verfahrens-, Elektro- und Bautechnik. Die Kostenaufteilung

ist in der folgenden Tabelle 1 dargestellt.

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Tabelle 1: Kostenaufteilung UV-Anlage

GewerkKosten
Verfahrenstechnik1.300.000,00 €
Elektrotechnik300.000,00 €
Bautechnik250.000,00 €
Summe1.850.000,00 €
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