GEMEINDE FRIESENRIED Vergabeverfahren - Ertüchtigung der Kläranlage Friesenried
Projekt- und Aufgabenbeschreibung
VgV-Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb
Zur Vergabe von Planungsleistungen nach HOAI
Ertüchtigung der Kläranlage Friesenried
Auftraggeber: Gemeinde Friesenried Hauptstraße 40 87654 Friesenried
Leistungsgegenstand: Planungsleistungen nach HOAI 2021, insbesondere Objektplanung Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41 ff., § 43 HOAI, Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß §§ 53 ff., § 55 HOAI sowie Tragwerksplanung gemäß §§ 49 ff., § 51 HOAI.
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GEMEINDE FRIESENRIED Vergabeverfahren - Ertüchtigung der Kläranlage Friesenried
1. Ausgangslage
Die Gemeinde Friesenried betreibt die Kläranlage Friesenried. Die Anlage wurde im Jahr 1990 errichtet und weist mittlerweile alters- und verfahrensbedingten Sanierungs- bzw. Ertüchtigungsbedarf auf.
Die bestehende Kläranlage ist auf ca. 1.700 EW ausgelegt. Auf Grundlage der vorliegenden Betriebsdatenauswertung und Machbarkeitsstudie ist davon auszugehen, dass die Anlage im Bestand an ihre Leistungsgrenzen gelangt ist. Für den Prognosezustand wurde im Rahmen der Machbarkeitsstudie eine künftige Ausbaugröße von ca. 2.100 EW angesetzt.
Der bestehende Wasserrechtsbescheid ist bis zum 31.12.2031 befristet. In den vergangenen Jahren wurden Überschreitungen maßgeblicher Ablaufwerte festgestellt. Zudem bestehen betriebliche Einschränkungen, insbesondere im Zusammenhang mit der bestehenden biologischen Reinigungsstufe und der Schlammbehandlung.
Die Gemeinde Friesenried beabsichtigt deshalb, die Kläranlage technisch, betrieblich und wasserrechtlich zukunftsfähig zu sanieren bzw. zu ertüchtigen.
2. Projektziel
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung einer wirtschaftlichen, betriebssicheren und genehmigungsfähigen Lösung für die zukünftige Abwasserbehandlung der Gemeinde Friesenried.
Die Maßnahme soll insbesondere folgende Ziele erfüllen: Sicherstellung einer dauerhaft ausreichenden Reinigungsleistung, Einhaltung der künftigen wasserrechtlichen Anforderungen, Sanierung bzw. Ersatz nicht mehr zukunftsfähiger Anlagenteile, Verbesserung der Betriebssicherheit und Bedienbarkeit, wirtschaftliche Weiterverwendung vorhandener Anlagenteile, soweit technisch sinnvoll, Reduzierung betrieblicher Rückbelastungen, Berücksichtigung der künftigen Schlammbehandlung, Berücksichtigung von Energieeffizienz und Eigenstromnutzung, geordnete Einbindung des Grüngutlagerplatzes bzw. der dort anfallenden belasteten Wässer, Sicherstellung einer umsetzbaren Bauabwicklung im laufenden Betrieb.
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3. Vorliegende Untersuchungen und Planungsgrundlagen
Für das Projekt liegen bereits Voruntersuchungen und Projektgrundlagen vor. Diese werden den Bewerbern bzw. Bietern im Vergabeverfahren zur Verfügung gestellt und sind Grundlage der weiteren Bearbeitung.
Hierzu gehören insbesondere:
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Machbarkeitsstudie „Ertüchtigung der Kläranlage Friesenried“, Stand Oktober 2025, (siehe Anlage 1.1)
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Präsentation zur Auswertung der Betriebsdaten der Kläranlage Friesenried, Stand August 2024, (siehe Anlage 1.2)
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Präsentation im Bauausschuss zur Machbarkeitsstudie Kläranlage Friesenried, Stand 08.07.2025, (siehe Anlage 1.3)
Die Unterlagen geben den aktuellen Kenntnis- und Untersuchungsstand wieder. Sie sind durch den späteren Auftragnehmer im Rahmen der beauftragten Leistungen fachlich zu prüfen, zu plausibilisieren und fortzuschreiben.
4. Ergebnis der bisherigen Voruntersuchung
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Varianten zur Ertüchtigung der Kläranlage Friesenried untersucht. Dabei wurden insbesondere technische, betriebliche, wirtschaftliche und wasserrechtliche Gesichtspunkte betrachtet.
Nach derzeitigem Stand wird die Variante einer Belebungsanlage mit externer Schlammbehandlung als Vorzugsvariante empfohlen. Diese Variante ist im weiteren Planungsverlauf zu überprüfen, zu konkretisieren und mit den zuständigen Behörden sowie den betrieblichen Anforderungen abzustimmen.
Die Variantenempfehlung stellt keine abschließende Planung dar. Der spätere Auftragnehmer hat die vorhandenen Grundlagen auszuwerten, die empfohlene Lösung fachlich zu prüfen und die Planung auf dieser Grundlage bis zur genehmigungs- und umsetzungsfähigen Lösung weiterzuentwickeln.
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5. Hinweise zur weiteren Bearbeitung
Die Planung ist so auszurichten, dass die Kläranlage Friesenried langfristig betriebssicher, wirtschaftlich und wasserrechtlich genehmigungsfähig betrieben werden kann.
Besonders zu beachten sind: der Weiterbetrieb der Kläranlage während der Umsetzung, die Abstimmung mit Wasserwirtschaftsamt und Wasserrechtsbehörde, die technische und wirtschaftliche Plausibilisierung der Vorzugsvariante, die Schnittstellen zwischen Bestand, Neubau und technischer Ausrüstung, die künftige Schlammbehandlung, die Kosten- und Terminsteuerung, die Förderfähigkeit der Maßnahme, soweit Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen.
Die detaillierte Aufgabenstellung, die zu vergebenden Leistungsbilder, die stufenweise Beauftragung, die Honorargrundlagen und die vertraglichen Regelungen ergeben sich aus den weiteren Vergabeunterlagen, insbesondere den Bewerbungs- und Verfahrensbedingungen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe, dem Vertragsentwurf und der Honorarzusammenstellung.
Ende der Projekt- und Aufgabenbeschreibung
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