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Planungs- und Objektüberwachungsleistungen für Schlamm- und Prozesswasserbehandlung sowie Werkstätten

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.09.2026, 13:05 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vmp-rheinland.de

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Verfahrensablauf – Übersicht für Bieter

Das Vergabeverfahren erfolgt in zwei Stufen:

  1. Stufe: Teilnahmewettbewerb

Zeitraum: 14.09.2026 – 04.11.2026

Ziel: Vorauswahl qualifizierter Bewerber für die Angebotsphase. Die Teilnahme am 2. Verfahrensschritt wird auf maximal 5 Bewerber limitiert. Die Auswahl erfolgt über eine Bewertung der eingereichten Referenzen.

Voraussetzung: Während des Vergabeverfahrens, der Bearbeitung des Projekts sowie auf der Baustelle muss die Kommunikation auf Deutsch durchgehend gewährleistet sein, um den Weisungen des Betriebspersonals in Bezug auf Sicherheit und Unfallverhütung folge leisten zu können.

Ablauf:

• Veröffentlichung der Ausschreibung: 14.09.2026

• Einreichungsfrist der Teilnahmeanträge: bis zum 20.10.2026

• Prüfung und Bewertung der Bewerbungen: 21.10.2026 – 04.11.2026

Erwartete Unterlagen:

Die Bewerber müssen vollständige und prüffähige Teilnahmeanträge einreichen; die einzureichenden Unterlagen und Referenzen sind der Eignungsmatrix zu entnehmen. Es sind insgesamt mindestens 3 Referenzen einzureichen, von denen eine verpflichtend eine Generalplanerische Leistung sein muss. Es können (freiwillig) mehrere Generalplanerische Referenzen eingereicht werden oder alternativ Referenzen zur Technischen Ausrüstung oder Gebäudeplanung wie unten beschrieben. Für die Referenzen gelten die folgenden Mindeststandards:

  • Referenz über Generalplanerische Leistungen (1x verpflichtend!) Zur Bewertung dieser Referenz werden die in der Eignungsmatrix genannten Kriterien herangezogen, insbesondere: • Art und Umfang der Bauaufgabe • Bau im Bestand durchgeführt • Ausführung hat auf einer Kläranlage stattgefunden

  • Referenz über die Erbringung des Leistungsbildes Technische Ausrüstung (gemäß § 55 HOAI) (muss nicht verpflichtend eingereicht werden!) Zur Bewertung dieser Referenz werden die in der Eignungsmatrix genannten Kriterien herangezogen, insbesondere: • Art der Leistung • Komplexität der Bauaufgabe anhand der Honorarzone • Vergleichbarkeit mit einer Bauaufgabe im Abwasserbereich

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  • Referenz über die Erbringung des Leistungsbildes Gebäude (gemäß § 33 HOAI) (muss nicht verpflichtend eingereicht werden!) Zur Bewertung dieser Referenz werden die in der Eignungsmatrix genannten Kriterien herangezogen, insbesondere: • Art der Leistung • Komplexität der Bauaufgabe anhand der Honorarzone • Abdeckung der HOAI-Leistungsphasen

Es sind für die drei genannten Referenzen Mehrfachabgaben möglich! Ein Projekt, dass mehrere der genannten Mindestanforderungen erfüllt, kann auch für mehrere Abschnitte der Eignungsmatrix genutzt werden.

Bei mehreren gleichartigen Referenzen wird die Referenz, die die meisten Punkte in der Eignungsmatrix erreicht hat, herangezogen.

Es ist eindeutig zu kennzeichnen, für welchen Bereich der Eignungsmatrix die Referenz gelten soll.

Bewertung:

Die Bewertung erfolgt in zwei Schritten:

  1. Formale Prüfung der Eignung (Ziff. 1 und 2 der Eignungsmatrix)

Es wird geprüft, ob alle Mindestanforderungen erfüllt sind (z. B. formale Kriterien, vollständige Unterlagen, wirtschaftliche Kennzahlen). Bewer- bungen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, werden ausge- schlossen.

  1. Inhaltliche Bewertung der Eignung mit Eignungsmatrix (Ziff. 3)

Die eingereichten Referenzen werden hinsichtlich Vergleichbarkeit, Leistungsumfang, Schwierigkeitsgrad, ausgeführter Leistungsphasen und ggf. Erbringung im Kläranlagenbereich bewertet.

Für jede Referenz werden Punkte gemäß der Eignungsmatrix vergeben – je höher die Übereinstimmung mit den Anforderungen (z. B. Bauart, technisches System, Bau während Betrieb), desto höher die Punktzahl.

Die genaue Bepunktung ist der den Ausschreibungsunterlagen beiliegenden Matrix zu entnehmen.

Ziel ist es, eine Rangfolge der Bewerber zu ermitteln. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl beträgt 100 Punkte.

Zur zweiten Verfahrensstufe (Angebotsphase) werden die fünf bestbewerteten Bewerber eingeladen. Bei Punktgleichheit entscheidet das Losverfahren.

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  1. Stufe: Angebotsphase (Verhandlungsverfahren)

Zeitraum: 04.11.2026 – 15.03.2027

Ablauf:

• Ortsbesichtigung ab: 03.11.2026

• Einladung zur Abgabe von Erstangeboten: 05.11.2026 – 09.11.2026

• Stichtag zur Abgabe der Erstangebote: 15.12.2026

• Angebotsauswertung I: 16.12.2026 – 18.01.2027

• Verhandlungsrunde: 26.01.2027 – 04.02.2027 (inkl. Präsentationen, Klärung offener Punkte, ggf. Möglichkeit zur Angebotsnachbesserung)

• Vorbereitung Aufforderung zur finalen Angebotsabgabe (AzfA) durch Auftraggeber intern: 05.02.2027 – 08.02.2027

• Einladung zur Abgabe finaler Angebote: 15.02.2027 – 16.02.2027

• Stichtag zur Abgabe der finalen Angebote: 02.03.2027

• Angebotsauswertung II: 03.03.2027 – 15.03.2027

Anforderungen an das erste Angebot:

Die ausgewählten Bieter werden zur Abgabe eines vollständigen Angebots aufgefordert. Dieses besteht aus:

• einem strukturierten Konzept, das folgende Inhalte umfasst:

  1. Projektteam: Organisation, Zuständigkeiten, Qualifikation der Schlüsselpersonen, Qualitätssicherung

  2. Leistungserbringung: Herangehensweise, Methodik, Integration technischer Expertise, Umgang mit Herausforderungen

  3. Steuerung und Kontrolle: Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Termin- und Kostensteuerung, Ressourcenplanung

• einem verbindlichen Preisangebot (Honorarangebot)

Das Angebot ist ausschließlich digital über die Vergabeplattform einzureichen. Papierform oder E-Mail sind ausgeschlossen.

Alle Bieter werden zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, bei dem sie ihr Konzept persönlich vorstellen und Rückfragen beantwortet werden. Falls

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erforderlich, wird anschließend eine zweite Angebotsrunde (finales Angebot) durchgeführt.

Bewertung der Angebote:

Die Bewertung erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit folgender Gewichtung:

Kriterium Gewichtung

Qualität des Projektteams 35 Punkte

Qualität der Leistungserbringung 50 Punkte

Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen 15 Punkte

Gesamt 100 Punkte

Das wirtschaftlichste Angebot wird anhand der Punktebewertung und des Preises mittels eines Quotienten nach folgender Formel ermittelt:

𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑒 𝐵𝑒𝑤𝑒𝑟𝑡𝑢𝑛𝑔 𝑄𝑢𝑜𝑡𝑖𝑒𝑛𝑡 = ∗1.000.000 € 𝑃𝑟𝑒𝑖𝑠

Das Angebot mit dem höchsten Quotienten erhält den Zuschlag.

Hinweis:

Die qualitativen Inhalte werden über das eingereichte Konzept und die Präsentation bewertet. Dieses hat damit entscheidenden Einfluss auf die Zuschlagsentscheidung.

Die Bewertung erfolgt durch ein Auswahlgremium, bestehend aus Vertretern des Abwasserwerks.

Abschluss und Vertragsphase

Zeitraum: 16.03.2027 – 21.04.2027

Ablauf:

Nach Abschluss der Angebotsbewertung wird der bestbewertete Bieter ausge- wählt. Es folgen die formalen Schritte zur Beauftragung und Projektvorbereitung.

• Auftragsprüfung: 16.03.2027 – 31.03.2027

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• Vertragsunterzeichnung durch Planer und Rücksendung: vom 14.04.2027 bis zum 20.04.2027

• Bindefrist bis: 20.04.2027

Zuschlagserteilung: Der Bestbietende wird schriftlich über den Zuschlag informiert. Es gelten die gesetzlichen Wartefristen gemäß § 134 GWB. Nach Vertragsschluss ist die Kommunikation ausschließlich über die Projektplattform AWARO zu führen.

Kick-off-Termin: In diesem Starttermin erfolgt die Vorstellung der Projektbeteiligten, die Abstimmung zu Abläufen, Rollen, Kommunikationswegen sowie zur Terminstruktur. Damit wird der Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt.

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