8.3.a Anlage Leitfaden_fuer_die_nachhaltige_Organisation_von_Veranstaltungen.pdf

Planung und Umsetzung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 17:32 (Europe/Berlin)

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Impressum

Herausgeber: B undesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Referat G II 2 und Referat P II 4 11055 Berlin Internet: www.bmu.de

Umweltbundesamt (UBA) Fachgebiet III 1.3 Postfach 14 06 06813 Dessau-Roßlau Internet: www.umweltbundesamt.de

Autorenschaft: A nja Mager, Nathalie Niederdrenk, Annette Schmidt-Räntsch (BMU) Michael Bölke, Stefanie Böther, Burkhard Huckestein, Dagmar Huth, Lars Johannsen, Gladys Takramah, Christof Wisniewski (UBA)

Redaktion: D agmar Huth, Lars Johannsen (UBA), Anja Mager, Nathalie Niederdrenk (BMU)

Gestaltung: facts and fiction GmbH, BMU, UBA

Publikationen als PDF: https://www.bmu.de/download/leitfaden-fuer-die-nachhaltige- organisation-von-veranstaltungen/

Stand: [August] 2020 (4. überarbeitete Auflage)

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Inhalts

verzeichnis

1 Auf einen Blick 6

2 Phasen der Veranstaltungsorganisation 8

3 Handlungsfelder 14 3.1 Mobilität 16 3.2 Veranstaltungsort und Unterbringung 20 der Teilnehmenden 3.3 Energie und Klima 22 3.4 Temporäre Bauten und Messestände 26 3.5 Beschaffung von Produkten und 28 Dienstleistungen 3.6 Catering 32 3.7 Abfallmanagement 36 3.8 Umgang mit Wasser 38 3.9 Gastgeschenke und Give-aways 40 3.10 Organisation, Kommunikation und 42 Evaluation 3.11 Barrierefreiheit 44 3.12 Gender-Mainstreaming 46

4 Umweltmanagement bei 48 Großveranstaltungen

5 Freiwillige Kompensation von 52 Treibhausgasemissionen

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6 Weiterführende Literatur 58

Anhang 1 60 Checklisten für die Handlungsfelder 62 des Leitfadens

Anhang 2 92 Vergabekriterien des Umweltzeichens 94 „Blauer Engel“ für veranstaltungsrelevante Produkte und Dienstleistungen

Anhang 3 98 Vergabekriterien des Europäischen 100 Umweltzeichens für veranstaltungsrelevante Produkte und Dienstleistungen

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1 Auf einen Blick

Eine Veranstaltung zu organisieren, verlangt eine Mithilfe dieses Leitfadens können die Organisa- gute Vor- und Nachbereitung. Dabei von Beginn torinnen und Organisatoren die wichtigsten Hand- an den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit zu setzen, lungsfelder bei der Veranstaltungsorganisation bietet große Potenziale für den Umweltschutz und strukturiert umsetzen. die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedin- gungen. Dieser Leitfaden zeigt Maßnahmen, die Für die Handlungsfelder: frühzeitig in den Planungsprozess integriert zu → Mobilität einer nachhaltigen und klimaneutralen Veranstal- → Veranstaltungsort und Unterbringung der tungsorganisation führen. → Teilnehmenden Sei es durch ein optimales Abfallmanagement, die → Energie und Klima Nutzung von Ökostrom, eine EMAS-Zertifizierung, → Temporäre Bauten und Messestände ein vegetarisches und veganes Catering oder die → Beschaffung von Produkten und Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) für → Dienstleistungen die Teilnehmenden – es gibt viele Stellschrauben, → Catering eine Veranstaltung nachhaltiger zu gestalten. → Abfallmanagement → Umgang mit Wasser Dabei lohnt sich eine nachhaltige Veranstaltung → Gastgeschenke und Give-aways auch für die Teilnehmenden: Ihnen werden mit → Organisation, Kommunikation und Evaluation besonderen Veranstaltungsorten, schmackhaftem → Barrierefreiheit Essen, sauberen Transportlösungen und weniger → Gender-Mainstreaming Papierflut angenehme Tage auf einem Kongress, einem Workshop oder einer Tagung geboten. Es werden Ziele und Maßnahmen aufgezeigt Der vorliegende Leitfaden ist für die Bundesver- sowie Checklisten bereitgestellt. waltung konzipiert, wobei die enthaltenen Ziele und Maßnahmen auch auf andere Veranstaltungen übertragbar sind. Im Maßnahmenprogramm Auch die Beachtung von Sicherheitsaspekten, wie Nachhaltigkeit der Bundesregierung hat sich der Brandschutz oder Notfallmanagement, ist für die Bund auch mit Blick auf seine Vorbildfunktion Planung von Veranstaltungen unerlässlich. Dieser verpflichtet, eigene Veranstaltungen nachhaltig Leitfaden geht nicht explizit auf Sicherheitsanfor- auszurichten. Gerade bei Veranstaltungen kann derungen ein. er glaubwürdig zeigen, wie unkompliziert und bereichernd es ist, nachhaltig zu konsumieren. Die Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 zur Umset- Ausstrahlwirkung einer Veranstaltung ist enorm – zung des Klimaschutzplans 2050 und dem Bundes- nicht nur die Teilnehmenden sind Multiplikatoren Klimaschutzgesetz hat der Bund sich das Ziel der Nachhaltigkeit, auch die beauftragten Dienst- gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Ziel ist leister passen ihr Angebot der Nachfrage an und es daher auch bei Veranstaltungen, Treibhausgas- werden so vermehrt nachhaltige Lösungen anbieten. emissionen vorrangig zu vermeiden, zu reduzieren

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2 Phasen der

Veranstaltung

Bei der Organisation einer Veranstaltung wer- den vier Phasen durchlaufen: Planung, Konkre- tisierung, Durchführung und Nachbereitung. Nachhaltigkeitsaspekte sollten frühzeitig inte- griert werden, ihr Einbezug ist daher vor allem in der Planungs- und Konkretisierungsphase wichtig. 8

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gsorganisation

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2 Phasen der

Veranstaltungsorganisation

Die Organisation einer Veranstaltung ist in mehre re → Bei Großveranstaltungen: Soll ein Umwelt- Phasen gegliedert. Neben der eigentlichen Durch- managementsystem eingerichtet werden führung gehören eine umfassende Planung und (z. B. EMAS)? Konkretisierung ebenso wie die Nachbereitung im Anschluss der Veranstaltung dazu. Ort, Zeit und Dauer der Veranstaltung Nachhaltigkeitsaspekte sind bereits von Beginn an → Wo? Lange Anreisewege vermeiden bzw. auf zu berücksichtigen. Werden Nachhaltigkeitsaspekte geringen Reiseaufwand achten, Nutzung öffent- nicht rechtzeitig in die Veranstaltungsorganisation licher Verkehrsmittel ermöglichen ein gebracht, ist es nur noch sehr schwierig oder → Drinnen und / oder draußen? Feste Gebäude mit unter nicht mehr möglich, dies nachzuholen. und / oder temporäre Bauten? Die Planungs- und die Konkretisierungsphase sind → Was gibt’s sonst? Synergien mit anderen Termi- daher besonders wichtig. nen und Events (Messen, Parlamentssitzungen usw.) nutzen, aber auch Terminüberlagerungen Jede Phase der Veranstaltungsorganisation ist durch (z. B. Schulferien) vermeiden bestimmte Entscheidungen, Tätigkeiten und zu be- → Wie lange? Übernachtungs- sowie An- und achtende Aspekte geprägt. Abreisemöglichkeiten beachten

Budget-, Personal- und Vergabeplanung

Phase 1:

→ Budgetplanung: Umwelt- und soziale Aspekte in Budgetplanung integrieren (z. B. Umweltmanage-

Planungsphase

mentsystem bei Großveranstaltungen, Treib- hausgaskompensation) Die Planungsphase ist die wesentliche Phase in → Personal- und Leistungsplanung: Aufgabe für Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte. In dieser Phase Beschäftigte im Haus oder Auftrag an ein werden viele Entscheidungen getroffen, die aus- externes Unternehmen (Eventagentur)? Bei schlaggebend für die ökologischen und sozialen wem liegt die Zuständigkeit für die Berücksich- Auswirkungen der Veranstaltung sind. tigung von Nachhaltigkeitsaspekten? → Vergabeplanung: Welche Leistungen können Ziel und Art der Veranstaltung nicht im eigenen Haus erbracht werden? → Was ist der Zweck der Veranstaltung? Lässt sich → Markterkundung: Angebot an nachhaltigen dieser auch anders erreichen? Alternativen Veranstaltungsagenturen und Veranstaltungs- prüfen standorten ermitteln, sofern für die Veranstal- → An wen richtet sich die Veranstaltung? tung nicht eigene Räume genutzt werden Zielgruppe definieren → Welches Format ist für die Veranstaltung sinn- voll? Zahl und Zusammensetzung der Teilneh- menden berücksichtigen → Soll es ein Rahmenprogramm geben?

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Phase 2: „Highlights“, z. B. Führungen und Besichtigun- gen ökologischer oder sozialer Vorzeigeprojekte,

Konkretisierungs- integrieren?

Werbung und Kommunikation

phase

→ Ankündigung, Tagungsunterlagen und Materia- lien: in geschlechterneutraler Sprache (inkl. In der Konkretisierungsphase findet die genaue Bildsprache); digitale Medien nutzen (onlineba- Ausgestaltung der Veranstaltung statt – angefan- siertes Informations- und Teilnehmendenma- gen von der Auswahl der Veranstaltungsräume nagement z. B. über die Veranstaltungs-App über die Beschaffung des Caterings und gegebe- oder Konferenzwebsite); Ausdrucke vermeiden, nenfalls weiterer externer Dienstleistungen bis wenn unvermeidbar, bei Papier und Druck auf hin zur Festlegung des Veranstaltungsablaufs. das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten; über Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsorganisa- Auswahl der Veranstaltungsräume (Location) tion informieren; Hinweise zur umweltverträg- → Lage: Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrs- lichen Anreise und Übernachtung mitteln / Fahrradstellplätze, Entfernung zu → Pendelverkehr und Mobilität vor Ort: umwelt- relevanten Orten und Übernachtungsmöglich- verträglich und barrierefrei keiten beachten, Fußläufigkeit → Auf Gastgeschenke und Give-aways verzichten; → Ökologische Qualität: Energieeffizienz, Energie- wenn Verzicht nicht möglich, nachhaltige versorgung, Baumaterialien Produkte auswählen → Zahl, Größe und Ausstattung der Räume (Barrierefreiheit, Heizung, Lüftung und Klimati- Personaleinsatz sierung) → Ausreichende Qualifikation und Information des → Infrastruktur: Öko-Stromversorgung, Ton, Licht, Personals zu Nachhaltigkeitsaspekten sicher- Präsentationstechnik stellen, ggf. Schulungen und Unterweisungen → Ist für den Standort ein Umweltmanagement durchführen (z. B. zum Einsatz von Reinigungs- eingeführt (z. B. EMAS)? mitteln, zum Abfallkonzept und zur Barrierefrei- → Ist ein Abfallmanagement vorhanden (vermeiden, heit) wiederverwenden, verwerten, beseitigen)? → Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festlegen Programm und Rahmenprogramm → Anfang und Ende: An- und Abreise mit öffentli- Nachhaltige Beschaffung chen Verkehrsmitteln ermöglichen → Nachhaltigkeitskriterien bei der Ausschreibung → Vortragende: auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Produkten und Dienstleistungen sowie bei von Männern und Frauen achten Vergabe von Aufträgen an Veranstaltungs- → Rahmenprogramm: Soll es ein Rahmenpro- agenturen sowie Dienstleistungsunternehmen gramm geben? Lassen sich darin nachhaltige und Lieferantinnen und Lieferanten vorsehen

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2 Phasen der

Veranstaltungsorganisation

→ Ton und Licht: energieeffiziente und umwelt- Während der Veranstaltung verträgliche Veranstaltungstechnik → Heizen: Raumtemperatur nicht über 20 Grad → Essen und Trinken: saisonal, vegan und vegeta- → Kühlen: nicht mehr als 6 Grad unter Außentem- risch, biologisch, fair gehandelt, Hinweise für peratur allergisch reagierende Personen geben, Lei- → Sonnenschutz und Verschattung von Fenstern tungswasser in Karaffen (kein Mineralwasser) und Glasflächen anbieten, für andere Getränke Mehrwegflaschen → Beleuchtung: Tageslichtnutzung, Lichtsteuerung einsetzen, Mehrweggeschirr verwenden bei Präsentationen → Vermeidung von Lebensmittelabfällen: Durch → Teilnehmende beteiligen, insbesondere zu ein gutes Teilnehmendenmanagement mit Nachhaltigkeitsaspekten informieren und auf realistischen Zahlen lassen sich ein Überange- umweltverträgliches Verhalten hinweisen bot an Speisen sowie Speisereste vermeiden. Für dennoch übrig gebliebene Speisen sind Zum Schluss der Veranstaltung z. B. Beste-Reste-Boxen eine kreative Lösung → Befragung der Teilnehmenden: Fragebögen austeilen oder digital über Veranstaltungsweb- site oder -App

Phase 3:

→ Räume begehen, Geräte ausschalten, Fenster schließen, Schäden erfassen

Durchführungs-

→ Reste des Caterings verwerten (Beste-Reste-Bo- xen; Lebensmittel, die die Küche noch nicht

phase

verlassen haben, spenden) → Abbau temporärer Bauten und Sicherstellung In der Durchführungsphase muss sich erweisen, der Wiederverwendung und ggf. der Verwertung wie gut die Vorbereitung in den vorherigen Phasen und Entsorgung war. Nun geht es vor allem darum, die in diesen → Namensschilder einsammeln und wiederver- Phasen organisierten Maßnahmen umzusetzen, wenden den Verbrauch an Energie, Wasser, Material und → Reinigung und Entsorgung: umweltverträgliche sonstigen Ressourcen zu optimieren, den Abfall zu Reinigungsmittel sachgemäß anwenden, Abfälle trennen und einer entsprechenden Verwertung / einer ordnungsgemäßen Verwertung / Entsor- Entsorgung zuzuführen sowie die für eine spätere gung zuführen Auswertung erforderlichen Daten zu erheben. → Dokumentation von Verbräuchen (z. B. Energie, Wasser- und Papierverbrauch) und Abfallmen- Vor der Veranstaltung gen nach Abfallfraktionen → Ablesen von Zählerständen, um Verbrauchs- mengen im Nachgang ermitteln zu können → Abfalltrennung: Abfallbehälter bereitstellen und beschriften

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Phase 4:

→ Die für die einzelnen Phasen aufgeführten Maßnahmen sind als Beispiele zu sehen. Es gibt

Nachbereitungs-

weitere Maßnahmen, die für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen wichtig sind. phase Einen detaillierten Überblick über Ziele und Maßnahmen für die einzelnen Handlungsfelder, die bei der nachhaltigen Organisation einer In der Nachbereitungsphase werden die ermittel- Veranstaltung zu beachten sind, gibt das folgen- ten Daten ausgewertet. Es wird analysiert, ob die de Kapitel. Es sei darauf hingewiesen, dass nicht durchgeführten Maßnahmen auch wirksam waren. jede Maßnahme immer umsetzbar ist. Dies Die Ableitung von Verbesserungspotenzialen trägt hängt insbesondere von der Art und Größe der dazu bei, die Umweltleistung für kommende Ver- jeweiligen Veranstaltung und den Randbedin- anstaltungen weiter zu verbessern. Bei größeren gungen (z. B. dem vorgegebenen Ort) ab. Veranstaltungen ist auch die Kommunikation nach außen wichtig, um insbesondere für Nachahmung zu werben.

Auswertung der erhobenen Kennzahlen und Ermitteln von Verbesserungspotenzialen → Abrechnungen und Zählerstände auswerten → Verkehrsaufkommen und Modal Split schätzen (dazu Reisekostenabrechnungen und Teilneh- mendenlisten auswerten) → Fragebögen auswerten und ggf. weitere Befra- gungen von Akteuren und Vortragenden durch- führen → Verträge, Materialien und sonstige Dokumente überprüfen → Verbesserungsmöglichkeiten für künftige Veranstaltungen zusammenstellen

Ausgleichen der Umweltwirkungen → Klimawirkung der Veranstaltung ermitteln und kompensieren

Kommunikation → Information an die Teilnehmenden und die Öffentlichkeit (z. B. über Konferenzwebsite, Presseinformation, Veröffentlichung der EMAS- Umwelterklärung)

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3 Handlungs-

felder

Die Handlungsfelder beleuchten die verschie- denen Bausteine einer Veranstaltung im Detail.

Für jedes Handlungsfeld werden Ziele definiert und Maßnahmen aufgezeigt, die eine nach- haltige Gestaltung des Bereichs ermöglichen. Eine Checkliste hilft dem Organisationsteam bei der Umsetzung in der Praxis (s. Anhang 1). 14

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3.1

Mobilität

Einführung Die Reisetätigkeit der Teilnehmenden verursacht in der Regel die stärkste Umweltbelastung im Kontext der Veranstaltungsorganisation.

Ziele • Verkehrsbedingte Umweltbelastungen reduzieren • Nicht vermeidbare Reisetätigkeit kompensieren

Maßnahmen • Prüfung von Alternativen (virtuelle oder Telefonkonferenzen) • Prinzip der „kurzen Wege“ – Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrräder zur Verfügung stellen, emissionsfreie Shuttlefahrzeuge 16

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EINFÜHRUNG An- und Abreise Die Hauptbelastung der Umwelt wird bei Veran- → Wahl von Veranstaltungsorten, die bequem mit staltungen in der Regel durch die An- und Abreise öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind der Teilnehmenden verursacht. Hinzu kommen und bei denen in der Regel das Prinzip der Umweltbelastungen durch die Fahrten vor Ort. „kurzen Wege“ verwirklicht werden kann Oberstes Ziel ist die Vermeidung von Treibhaus- → Wahl von Veranstaltungszeiten (Beginn / Ende), gasemissionen, indem An- und Abreise und Reisen die den Teilnehmenden eine problemlose An- vor Ort reduziert werden und auf emissionsarme und Abreise mit dem öffentlichen Verkehr Mobilität gesetzt wird. (Bahn, ÖPNV) ermöglichen Noch bevor mit der Organisation einer Veranstal- → Informationen zur Nutzung umweltverträgli- tung begonnen wird, sollte daher geprüft werden, cher Verkehrsmittel (explizite Hinweise dazu in ob ein Treffen vor Ort in jedem Falle oder für alle den Einladungen: Anreise- und Wegbeschrei- relevanten Teilnehmenden notwendig ist. Mitunter bungen sowie Hinweise auf Fahrplanauskünfte genügt auch eine Video- oder Telefonkonferenz und / der Bahn und des ÖPNV, Verweis auf den oder eine fallweise Zuschaltung für Einzelbeiträge. „UmweltMobilCheck“ der Deutschen Bahn Gerade wenn sich die Teilnehmenden bereits ken- https://www.umweltmobil-check.de/) nen, bieten sich diese virtuellen Treffen an. Dadurch → Schaffen von Anreizen für die Nutzung öffentli- lassen sich Zeit und Kosten sparen sowie Umweltbe- cher und / oder umweltfreundlicher Verkehrs- lastungen in allen Handlungsfeldern vermeiden. mittel, z. B. durch Anbieten von Kombitickets Wichtig ist, dass umweltbezogene Anforderungen (Eintrittskarte zu einer Veranstaltung beinhaltet bei Mobilitätsdienstleistungen, z. B. zur Benutzung zusätzlich die kostenlose Nutzung öffentlicher emissionsarmer und energieeffizienter Verkehrs- Verkehrsmittel zur An- und Abreise) oder Ver- mittel, schon frühzeitig in den abzuschließenden einbarungen mit der Deutschen Bahn für das Verträgen berücksichtigt werden. Angebot vergünstigter und / oder CO -neutraler 2 Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat einen Bahntickets für die Teilnehmenden Praxisleitfaden zu umweltverträglichen Geschäfts- reisen veröffentlicht. Der Leitfaden sowie weitere Mobilität am Konferenzort Informationen zum Thema „Geschäftsreisen“ sind → Information zum ÖPNV, z. B. durch Aushänge, auf dem Internetportal des VCD abrufbar. auf der Konferenzplattform oder aufmerksam Zum Thema „Kompensation von verkehrsbedingten machen auf gut funktionierende Fahrplan-Apps Treibhausgasemissionen“ wird auf Kapitel 5 → Zurücklegen kurzer Entfernungen zu Fuß; verwiesen. abhängig vom Konferenzort können vom Veran- stalter auch Fahrräder oder E-Scooter zur ZIELE Verfügung gestellt oder eine Kooperation mit → Vermeidung und Reduzierung der verkehrs- einem Fahrradverleihsystem oder E-Scooter- induzierten Umweltbelastungen Verleih eingerichtet werden → Klimaneutralstellung der veranstaltungs- → Einsatz emissionsarmer oder lokal emissions- bedingten Reisetätigkeit mit hochwertigen freier Fahrzeuge, z. B. batterieelektrische oder Gutschriften alternativ angetriebene Fahrzeuge → Organisation eines Shuttleservice oder von MASSNAHMEN Fahrgemeinschaften für die Wege zwischen Vermeidung verkehrsbedingter Umweltbelastungen Hotel, Konferenzort und / oder Ankunfts- / Ab- → Prüfung von Alternativen zu Treffen vor Ort: reiseort (Bahnhof, Flughafen) virtuelles Treffen (Video- oder Telefonkonferenz → Schulung von Fahrzeugführenden zum „kraft- oder -zuschaltung von Teilnehmenden) stoffsparenden Fahren“ 17

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→ Stellplatzaufteilung für unterschiedliche Nut- Klimaneutrale Mobilität zergruppen (z. B. für Menschen mit Behinderun- → Berechnung der nicht vermeidbaren verkehrs- gen, Fahrgemeinschaften, Elektrofahrzeuge, bedingten Klimagase und Ausgleich durch Carsharing) Minde rung von Treibhausgasemissionen an → Abschätzung der Gäste- und Verkehrsströme anderer Stelle mittels qualitativ hochwertiger (nach Verkehrsmittel) Klimaschutzprojekte → Gesonderte Routenführung für Einsatzfahr- zeuge, Medien, VIP, Gäste etc. Infrastruktur vor Ort → Auffangparkplätze vorsehen → Fahrradstellplätze anbieten → Verkehrsleit- und Parkleitsystem ausschildern → Ausreichende Beschilderung, wo sich die nächs- → Gebührenpflichtige Parkplätze bereitstellen ten ÖPNV-Haltestellen befinden → Parkverbote, Sperren und Zufahrtsbeschränkun- → Autos / Busse durch ein Leitsystem direkt zu den gen kennzeichnen Parkplätzen leiten; Störung des ÖPNV und der → Geschwindigkeitsbeschränkungen rund um den Anrainerinnen und Anrainer vermeiden Kongressbereich → Abschätzung der Zahl der benötigten Stellplät- ze; bereits bestehende Stellflächen nutzen

Verkehrsabwicklung → Shuttledienst mit emissionsarmen oder lokal emissionsfreien Fahrzeugen ab Auffangpark- plätzen

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3.2

Veranstaltungsort

und Unterbringung

Einführung Bei der Auswahl von Veranstaltungsort und Hotels werden Umweltmanagementsysteme wie die EMAS-Zertifizierung sowie die Kriterien an- grenzender Handlungsfelder (z. B. An-und Abreise, Versorgung, Abfallmanagement, Barrierefreiheit) berücksichtigt.

Ziele • Siehe Ziele der angrenzenden Handlungsfelder • Auch bei Rahmenveranstaltungen auf größt- mögliche Umweltverträglichkeit achten

Maßnahmen • Hotels und Locations unter Nachhaltigkeits- aspekten recherchieren (ggf. spezielle Portale nutzen) • Bei der Auswahl auf Zertifizierung achten (EMAS- oder Europäisches Umweltzeichen) • M aßnahmen angrenzender Handlungsfelder berücksichtigen 20

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EINFÜHRUNG Handlungsfelder „Mobilität“, „Energie und Der Bereich „Veranstaltungsort und Unterbringung Klima“, „Temporäre Bauten“, „Beschaffung von der Teilnehmenden“ umfasst Anforderungen an Produkten und Dienstleistungen“, „Catering“, die Konferenzgebäude und Hotels sowie Aspekte „Abfallmanagement“, „Umgang mit Wasser“ der vorgesehenen Rahmenveranstaltungen. Bei der und „Barrierefreiheit“ Auswahl der Hotels und Konferenzgebäude und → Rahmenveranstaltungen unter größtmöglicher der Durchführung von Veranstaltungen spielen Vermeidung von Umweltbelastungen Fragen des Abfallmanagements, der Beschaffung, des Energieverbrauchs, des Bedarfs an tempo- rären Bauten, der Mobilität, der Versorgung und MASSNAHMEN des Wasserverbrauchs eine wichtige Rolle. Diese Auswahl des Veranstaltungsortes und der Themen werden in den entsprechenden Kapiteln Unterbringung der Teilnehmenden getrennt dargestellt. Besonders hingewiesen sei → Hotels und Kongresszentren mit einem Um- auf das Handlungsfeld Mobilität, da die An- und weltmanagementsystem auswählen. Diese Abreise sowie die Mobilität vor Ort zu den wich- sollten nach EMAS validiert und registriert sein. tigsten Aspekten zählen, Umweltbelastungen zu Hotels, die ökologische Kriterien erfüllen, reduzieren. können auch mit dem Europäischen Umweltzei- Eine Hilfestellung bei der Auswahl der Hotels chen gekennzeichnet sein. Diese oder eine und Konferenzgebäude können umweltbezogene gleichwertige Kennzeichnung sowie gleichwer- Kennzeichnungen, wie zum Beispiel die EMAS- tige Managementsysteme können bei der Registrierung (https://www.emas-register.de/) Auswahl berücksichtigt werden oder das Europäische Umweltzeichen (https:// → Hotels in Buchungsportalen insbesondere nach www.eu-ecolabel.de/), sein. So gekennzeichnete Nachhaltigkeitsgesichtspunkten recherchieren Standorte sind besonders geeignet, da die Hotel- → Es gelten des Weiteren insbesondere die Maß- betreibenden und Veranstalter die Einhaltung von nahmen der Handlungsfelder „Mobilität“, Umweltanforderungen nachweisen müssen. Auch „Energie und Klima“, „Temporäre Bauten“, das Vorhandensein eines Umwelt- oder Energie- „Beschaffung von Produkten und Dienstleistun- managementsystems nach den Normen ISO 14001 gen“, „Catering“, „Abfallmanagement“, „Umgang und ISO 50001 belegen, dass sich die Betreibenden mit Wasser“ und „Barrierefreiheit“ des Hotels bzw. Veranstaltungsortes mit ihren Um- weltauswirkungen auseinandersetzen. Ferner kön- Rahmenveranstaltungen nen auf Hotelbuchungsportalen Hotels mitunter → Veranstaltungsort und Unterbringung möglichst gezielt nach Nachhaltigkeitskriterien recherchiert in unmittelbarer Nähe zueinander wählen werden (z. B. https://www.bookdifferent.com/en/). → Fahrten unter Benutzung öffentlicher Verkehrs- Das Travel Management System (TMS) des Bundes mittel, von Leihfahrrädern und / oder Bereitstel- bietet eine Suchoption, mit der nach Hotels mit lung von emissionsarmen Shuttlebussen; ggf. einer Umweltzertifizierung gesucht werden kann. Bildung von Fahrgemeinschaften Ferner thematisiert dieses Handlungsfeld die Orga- → Rahmenveranstaltungen unter Berücksichtigung nisation und Durchführung von Rahmenveranstal- von Umwelt- und Sozialkriterien (ggf. umwelt- tungen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. bezogene und soziale Projekte einbeziehen)

ZIELE → Für den Veranstaltungsort und die Unterbrin- gung gelten insbesondere die Zielstellungen der

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3.3

Energie

und Klima

Einführung Bei der Organisation von Veranstaltungen wird eine größtmögliche Energieeffizienz und Energie- einsparung angestrebt. Das betrifft zum Beispiel die Mobilität vor Ort sowie das Heizen, Kühlen und die Veranstaltungstechnik in der Location.

Ziele • Energieverbrauch eindämmen • Energieeffizienz steigern • Treibhausgasemissionen reduzieren / vermeiden

Maßnahmen • N icht über 20 Grad heizen / nicht mehr als 6 Grad unter Außentemperatur kühlen • Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen • IT-Geräte mit „Blauer-Engel“-Zertifizierung verwenden

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EINFÜHRUNG Die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Jahren zunehmend an Bedeutung. Das Prinzip der Steigerung der Energieeffizienz sind große Stell- klimaneutralen Veranstaltung besteht darin, die schrauben, um eine Veranstaltung nachhaltig zu mit dem Ereignis durch Reisetätigkeit und dem gestalten. Aufenthalt vor Ort verbundenen Treibhausgasemis- Das Handlungsfeld „Energie und Klima“ spielt als sionen zu ermitteln, wo möglich zu minimieren, übergeordnetes Thema zum Beispiel bei der Mobi- und den unvermeidbaren Rest durch hochwertige lität und der Auswahl der Konferenzgebäude und Klimaschutzprojekte auszugleichen. Hierfür sind Hotels am Veranstaltungsort eine entscheiden- zunächst verlässliche Daten zu erheben. Ein Um- de Rolle. Die eigenständige Behandlung soll die weltmanagementsystem, vorzugsweise nach EMAS, umweltpolitische Bedeutung des Themas unter- bietet das geeignete Instrumentarium für die Erhe- streichen und den Blick der Organisatorinnen und bung und Verlässlichkeit der erforderlichen Daten. Organisatoren hierauf schärfen. Klimabeeinflussen- In diesem Zusammenhang wird auf das Kapitel de Energieverbräuche entstehen bei der An- und 5 „Freiwillige Kompensation von Treibhausgas- Abreise der Teilnehmenden, bei der Mobilität am emissionen“ verwiesen. Haushaltsrechtliche Aspek- Konferenzort (s. Kapitel 3.1 Mobilität), beim Heizen, te sind für den Bereich der öffentlichen Hand Kühlen und der Beleuchtung der Konferenzgebäu- hierbei zu beachten. de und Hotels und dem Einsatz von Konferenz- technik. Ziel ist es, diese Energieverbräuche zu ZIELE minimieren. Insbesondere werden Maßnahmen → Energieverbrauch so niedrig wie möglich halten genannt, die zu einem sparsamen Stromverbrauch → Energieeffizienz so weit wie möglich steigern beitragen. → Kompensation der mit der Veranstaltung ver- bundenen Treibhausgasemissionen reduzieren / Den Veranstaltern sind bei Energieeinsparmaß- vermeiden nahmen jedoch Grenzen dadurch gesetzt, dass bestehende Konferenzgebäude und Hotels in der MASSNAHMEN Regel kaum baulich verändert werden können. Gebäude, Energieverbrauch Deshalb sollten diese Aspekte frühzeitig bei der → Auswahl von Konferenzgebäuden und Hotels Auswahl des Konferenzortes und der Konferenz- unter Berücksichtigung des Aspektes Energie- gebäude bedacht werden. Eine Berücksichtigung ist verbrauch, Orientierung an einer EMAS-Regis- möglich, wenn zum Beispiel EMAS-registrierte Ein- trierung oder dem Europäischen Umweltzei- richtungen ausgewählt werden. Das Hauptaugen- chen merk der Organisatorinnen und Organisatoren wird → Heizen: in allen Tagungs- und Konferenzräumen auf einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung nicht über 20 Grad und das Funktionieren der Technik liegen. Aller- → Temperaturabsenkung in der Nacht dings kann auch der Energieverbrauch durch den → Kühlen: nicht mehr als 6 Grad unter Außentem- bewussten Einsatz von energieeffizienten Geräten peratur und das Vermeiden von zu warmen Tagungsräumen → Tageslichtnutzung, optimierte Beleuchtungs- im Winter oder zu kalten im Sommer (durch den steuerung, optimierter Sonnenschutz, energie- Einsatz von Klimatechnik) beeinflusst werden. effiziente Beleuchtung → Schulung der Mitarbeitenden über richtiges, das An dieser Stelle ist auch das Thema „Klimaneu- heißt energieeffizientes Lüften trale Veranstaltung“ anzusprechen. Die Idee der klimaneutralen Veranstaltung gewinnt seit einigen

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Elektrischer Strom → Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen (z. B. Ökostromanbieter)

Geräte → Einsatz von IT-Geräten und Druckern oder Multifunktionsgeräten, die die Kriterien des Umweltzeichens „Blauer Engel“ erfüllen; Einsatz von Gefrier- und Kühlgeräten sowie Geschirr- spülern mit der höchsten Energieeffizienzklasse

Klimaneutrale Veranstaltungen → Berechnung der veranstaltungsbedingten Klimagase und Ausgleich durch die Minderung von Treibhausgasemissionen an anderer Stelle mittels qualitativ hochwertiger Klimaschutzpro- jekte (siehe auch Maßnahme 1.11 der Checkliste zum Handlungsfeld „Mobilität“)

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3.4

Temporäre Bauten

und Messestände

Einführung Wegen ihrer Ressourcenintensität sind temporäre Bauten (z. B. Pavillons auf Großveranstaltungen) zu vermeiden. Lässt sich der Einsatz nicht vermeiden oder ist der Bau eines Messestandes geplant, muss u. a. auf die Verwendung von langlebigen, recycel- baren Materialien geachtet werden.

Ziele • Vermeidung von umwelt- und gesundheits- bedenklichen Stoffen und Abfällen • Wiederverwendung der eingesetzten Bauteile • Schutz des Bodens

Maßnahmen • Alternative Locations ohne Notwendigkeit temporärer Bauten recherchieren • Recycelbare Transportverpackungen und Baumaterialien verwenden • Getrennte Abfallentsorgung sicherstellen • Wesentliche Bauteile zur Wiederverwendung einlagern oder mieten 26

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EINFÜHRUNG ZIELE Großveranstaltungen können ein Ausmaß errei- → Vermeidung von Abfällen chen, das die Errichtung temporärer Bauten not- → Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Bautei- wendig macht, um dem Bedarf der Veranstaltung le und -systeme zur Steigerung der Materialeffi- gerecht zu werden. Dies können z. B. Zelte, Pavil- zienz lons oder Hallen sein. → Vermeidung von umwelt- und gesundheitsbe- Temporäre Bauten sind aus Umweltsicht nach- denklichen Stoffen teilig, da sie aufgrund schlechter Isolierung viel → Schutz des Bodens, insbesondere Vermeidung Energie verbrauchen und sie darüber hinaus durch von dauerhaften Flächenversiegelungen den hohen Einsatz von Baumaterialien ressourcen- intensiv sind. Um temporäre Bauten zu vermeiden, MASSNAHMEN ist im Vorfeld zu prüfen, ob ein anderer Veranstal- Veranstaltungsort und Anlieferungslogistik tungsort gewählt werden kann. Sind temporäre → Prüfen, ob ein anderer Veranstaltungsstandort, Bauten erforderlich, ist der Auf-, Abbau und Betrieb der den Aufbau temporärer Bauten nicht erfor- umweltschonend zu gestalten. Dabei werden lang- derlich macht, infrage kommt lebige, recycelbare, ökologisch und gesundheitlich → Anfahrtswege und Anzahl der Waren- und unbedenkliche Baumaterialien und -elemente in Materialanlieferungen optimieren Systembauweise eingesetzt. Der Rückbau erfolgt vollständig, die Nachnutzung der Materialien wird Abfallmanagement für Baumaterialien und weitestgehend sichergestellt. Dauerhafte Flächen- Innenausstattung versiegelungen und Bodenbeschädigungen sind zu → Getrennte Abfallsammlung und Entsorgung vermeiden. sicherstellen → Möglichst wiederverwendbare, mindestens Bei kleineren Veranstaltungen und Auftritten auf recycelbare Transportverpackungen nutzen, um Messen werden vor allem die Aufbauten und Stän- Abfall zu vermeiden de betrachtet. Diese sind so umzusetzen, dass eine → Konzept zur Weiternutzung erstellen (z. B. Wiederverwendung gewährleistet werden kann. einzulagern für weitere Veranstaltungen, zu Insbesondere bei individuell gefertigten Ständen mieten bzw. leasen wesentlicher Bauteile, zu sollte die Wiederverwendung auf weiteren Messen verschenken) sichergestellt sein. Für Messestände eingesetztes Holz stammt entweder aus nachhaltiger Forstwirt- Produktauswahl schaft oder es wird Recyclingholz verwendet. Nicht → Systembauweise verwenden mehr verwendbare Bauteile sind einem Recycling- → Langlebige, recycelbare, ökologisch und gesund- system zuzuführen; Materialien, die nicht rezykliert heitlich unbedenkliche Baumaterialien und werden können, sind sachgerecht zu entsorgen. Ausstattungsvarianten verwenden (z. B. auf Der Standbetrieb erfolgt möglichst energiesparend. Anstriche zum Holzschutz verzichten, zertifi- Aufgrund der Relevanz für temporäre Bauten wird ziertes Holz verwenden, Verzicht auf PVC, insbesondere auf die Handlungsfelder „Energie Produkte mit dem „Blauen Engel“ nutzen) und Klima“ (Kapitel 3.3) und „Abfallmanagement“ (Kapitel 3.7) verwiesen. Schutz des Bodens → Bodenschutzsystem für Wege und Flächen installieren

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3.5

Beschaffung von

Produkten und

Dienstleistungen

Einführung Vor jeder Neuanschaffung ist zu überlegen, ob das Produkt oder die Dienstleistung für die erfolgreiche Umsetzung der Veranstaltung zwingend not- wendig sind. Bei allen benötigten Produkten und Dienstleistungen ist auf nachhaltige Lösungen und Anbieter zu setzen.

Ziele • Bei allen Beschaffungen Nachhaltigkeitsaspekte miteinbeziehen • „Papierflut“, wo möglich, eindämmen

Maßnahmen • Bedarf bei Neuanschaffungen prüfen • Bei allen Produkten auf Zertifizierungen (z. B. „Blauer Engel“) achten • Papierverbrauch reduzieren (bspw. durch digitales Einladungsmanagement) • Reinigungsmittel sparsam einsetzen 28

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EINFÜHRUNG Auch bei der Beschaffung von Produkten und mafreundlichsten Produkte und Dienstleistungen Dienstleistungen, die für die Veranstaltung be- geregelt. Dies bietet Beschaffenden in allen Phasen nötigt werden, können mehrere positive Signale der Beschaffung gute Argumente und Abwägungs- gesetzt werden. Da der Bund eine besondere um- möglichkeiten für klimafreundliche Produkte. weltpolitische Verantwortung trägt, müssen sich Umfangreiche Informationen zur umweltfreund- die Veranstaltungsorganisatorinnen und -organi- lichen Beschaffung von Produkten und Dienstleis- satoren zunächst fragen, ob überhaupt bestimmte tungen, insbesondere produktgruppenspezifische Produkte angeschafft werden müssen, bevor sie Leitfäden, bietet z. B. die Website https://www. im zweiten Schritt auf nachhaltige Produkte und beschaffung-info.de. Dienstleistungen setzen. Überprüft werden sollte Hinsichtlich der Beschaffung von Cateringdienst- auch immer, ob der Kauf eines gebrauchten Pro- leistungen, Gastgeschenken und Give-aways sowie duktes oder eine Miete die nachhaltigere Variante temporären Bauten wird auf die entsprechenden ist. Mit der gezielten Nachfrage werden nachhaltige Handlungsfelder dieses Leitfadens verwiesen. Produkte und Dienstleistungen am Markt gestärkt und dadurch auch die Verbreitung und Anwendung ZIELE von Innovationen unterstützt. Durch das Berück- → Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten bei sichtigen von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Be- allen Beschaffungsvorgängen schaffung von Produkten und Dienstleistungen für → Eindämmung der speziell bei Konferenzen Konferenzen und Veranstaltungen kann der Bund entstehenden „Papierflut“ eine Vorreiterrolle mit Signalfunktion für einen nachhaltigen Konsum übernehmen. Durch die MASSNAHMEN Vorbildwirkung auf die Teilnehmenden als Verbrau- Nachhaltige Beschaffung allgemein cherinnen und Verbraucher kann ein zusätzlicher → Überprüfen, ob überhaupt ein Bedarf besteht Effekt erzielt werden. → Überprüfen, ob der Bedarf auch durch den Das Vergaberecht bietet umfangreiche Möglich- Erwerb von gebrauchten Produkten oder das keiten, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen Mieten von Produkten gedeckt werden kann zu beschaffen. Die Beschaffenden haben vielfältige → Beschaffung von Produkten und Dienstleistun- Instrumente zur Hand, um Nachhaltigkeitskrite- gen, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder rien abzufragen (z. B. Lebenszykluskostenrechner, das Europäische Umweltzeichen tragen bzw. Gütezeichen, EMAS, Energieeffizienzlabel). Bei der deren Kriterien erfüllen. Existiert für das zu Formulierung der technischen Spezifikationen, der beschaffende Produkt oder die Dienstleistung Zuschlagskriterien und der Auftragsausführungs- kein Umweltzeichen, sind Umweltkriterien bedingungen darf auf bestimmte Gütezeichen anderweitig zu recherchieren. Ebenso ist auf wie den „Blauen Engel“ oder das EU-Umweltzei- soziale Aspekte zu achten (z. B. faire Löhne und chen pauschal verwiesen werden. Zudem können Arbeitsbedingungen) Gütezeichen auch als Nachweis gefordert werden. → Berücksichtigung von Lebenszykluskosten Gleichwertige Gütezeichen müssen jedoch als → Bei der Bieterauswahl Berücksichtigung der Nachweis anerkannt werden. Nur in bestimmten Kompetenz zum umweltorientierten Manage- Fällen sind vom öffentlichen Auftraggeber andere ment geeignete Belege zu akzeptieren (§ 34 VgV / § 24 UVgO). In § 13 Klimaschutzgesetz ist für die öffentliche Beschaffung eine Bevorzugungspflicht für die kli-

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Papier → Reduzierung des Papierverbrauchs z. B. durch Recyclingpapiere: maximal 100 % (inkl. UV-An- digitales Einladungs- und Veranstaltungsma- teil) nach DIN ISO 2470 und maximal 135 nach nagement (elektronischer Versand der Einladun- ISO Norm 11475 (CIE-Weiße) gen und Sitzungsunterlagen; Konferenzwebsite, Konferenz-App, Tagesordnung und Hinweise während der Konferenz nur auf Bildschirmen); Batterien Bereitstellung von Broschüren über QR-Codes → Bei Simultanübersetzungen und sonstigem (z. B. nur Ansichtsexemplare von Broschüren Einsatz batteriebetriebener Geräte Verwendung auslegen und diese mit QR-Codes versehen); wiederaufladbarer Batterien (aber keine Nickel- Verkleinerung von Formaten (mehrere Seiten Cadmium-Batterien) pro Blatt) und Verwendung von doppelseitig bedruckten Unterlagen und Handouts sowie Reinigungsmittel doppelseitige Anfertigung von Kopien vor Ort, → Sparsamer Einsatz von Reinigungsmitteln; falls Ausdruck nicht vermeidbar; Minimierung abklären mit Reinigungsfirmen bzw. Weiterbil- der Anzahl der verteilten Handouts (genaue dung des Reinigungspersonals Recherche der Anzahl der Teilnehmenden) → Beschaffung von umweltgerechten Reinigungs- → Bei erforderlichem Einsatz von Papier, Verwen- mitteln, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ dung von Recyclingpapier, das den „Blauen oder das Europäische Umweltzeichen tragen Engel“ trägt bzw. dessen Kriterien erfüllt (für bzw. deren Kriterien erfüllen alle Einladungen, Sitzungsunterlagen, Druck- aufträge und dergleichen); Weißegrad der

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3.6

Catering

Einführung Beim Catering gilt der Grundsatz: saisonal, vegeta- risch, fair. Zum Einsatz kommen so weit wie mög- lich Produkte aus ökologischer Landwirtschaft. Auf Fleisch und Fisch ist nach Möglichkeit komplett zu verzichten.

Ziele • Produkte aus ökologischem Landbau verwenden • Saisonale & faire, vegetarische & vegane Speisen anbieten • Lebensmittel- und sonstige Abfälle vermeiden

Maßnahmen • Saisonale und umweltgerecht transportierte Lebensmittel verwenden • Veganes / vegetarisches Catering und Leitungs- wasser aus Karaffen anbieten • Mehrweggeschirr, -besteck und Gläser verwenden / Verteilen der übrig gebliebenen Speisen / Beste-Reste-Boxen 32

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EINFÜHRUNG Das Anbieten von Getränken und / oder Speisen der Initiative United Against Waste (https://www. gehört zu nahezu jeder Veranstaltung. Das Hand- united-against-waste.de/downloads/dehoga-che- lungsfeld „Catering“ berücksichtigt Gesichtspunkte ckliste.pdf). der Verpflegung der Teilnehmenden, der Beschaf- Die hohe Trinkwasserqualität lässt in Deutsch- fung (vor allem von Lebensmitteln) und des damit land die Nutzung von Leitungswasser als Getränk verbundenen Transportaufkommens sowie der zu.4 Leitungsgebundenes Trinkwasser bietet die Abfallvermeidung und -trennung. Vorteile, dass weder Verpackungen anfallen noch Besondere Beachtung bei der Auswahl finden hier zusätzliche Transporte erforderlich sind. Zudem ist saisonale, ökologisch angebaute und fair gehan- es die preiswerteste Variante. Wasser wird daher delte Produkte. Flugwaren – zum Beispiel Winter- als Trinkwasser in Karaffen angeboten. Die ständige erdbeeren – sind zu vermeiden.1 Ein veganes und frische Befüllung der Karaffen sowie das zeitge- vegetarisches Catering schont die Umwelt, weshalb rechte Abräumen und Spülen der Karaffen (Glas) bei der Produktauswahl grundsätzlich ausschließ- ist dabei sicherzustellen. lich auf entsprechende Produkte zu achten ist. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und ZIELE nukleare Sicherheit verzichtet bei Veranstaltungen → Signifikanter Anteil von Produkten aus ökologi- bereits seit einigen Jahren auf das Angebot von schem Landbau Fisch oder Fischprodukten sowie Fleisch oder aus → Förderung saisonaler Lebensmittel Fleisch hergestellten Produkten.2 Ist das Angebot → Vegane und vegetarische Verpflegung von Fleisch und / oder Fisch nicht zu vermeiden, wie → Verwendung von Produkten aus Fairem Handel, aus Gründen der Gastfreundschaft bei internatio- falls Lebensmittel aus Übersee angeboten nalen Veranstaltungen, sind diese nach Umweltge- werden sichtspunkten auszuwählen. → Vermeidung von Lebensmittelabfällen sowie Etwa ein Drittel aller im Außer-Haus-Verzehr weiteren Abfällen (siehe auch Kapitel 3.7 „Ab- hergestellten Speisen landet im Abfall.3 Wie sich fallmanagement“) Lebensmittelabfälle beim Catering vermeiden lassen, erläutert der Leitfaden „Vermeidung von MASSNAHMEN Lebensmittelabfällen beim Catering“ des Umwelt- Produktauswahl bundesamtes (https://www.umweltbundesamt.de/ → Produkte aus ökologischem Landbau und publikationen/leitfaden-vermeidung-von-lebens- Produkte aus Fairem Handel (z. B. Kaffee, Tee, mittelabfaellen-beim) mit praktikablen und einfach Säfte) anbieten umsetzbaren Tipps. Schon kleine Maßnahmen wie → Verwendung von saisonalen und umweltgerecht eine optimale Mengenkalkulation und das bedarfs- transportierten Lebensmitteln, insbesondere gerechte Nachlegen von Speisen auf dem Buffet Verzicht auf Ware aus beheizten Treibhäusern oder die Verwendung kleinerer Teller und Portions- und Verzicht auf Flugware größen reduzieren Lebensmittelabfälle. → Grundsätzlich veganes und vegetarisches Hinweise zur Vermeidung von Lebensmittelabfäl- Catering len enthalten zum Beispiel auch die Internetseite → Falls in Ausnahmen, z. B. aus Gründen der „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums Gastfreundschaft bei internationalen Veranstal- für Ernährung und Landwirtschaft (https://www. tungen, auch Fleisch und / oder Fisch im Verpfle- zugutfuerdietonne.de/), der dort veröffentlichte gungsangebot enthalten sein soll: Leitfaden zur Vermeidung von Lebensmittel- • E s sind Fleischprodukte auszuwählen, die abfällen und die „Checkliste – Wo können Sie in aus ökologischer Haltung stammen und Ihrem Betrieb Lebensmittelabfälle vermeiden?“ hohe Tierwohlstandards erfüllen 33

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• B ei der Auswahl und der Zusammenstel- Vermeidung von Lebensmittel- und lung von Fisch und Fischprodukten ist sonstigen Abfällen darauf zu achten, keine Produkte aus → Verwendung von Mehrweggeschirr, Mehrweg- gefährdeten Beständen ins Sortiment zu besteck und Gläsern nehmen. Vielmehr sollten bei der Beschaf- → Auf das Angebot bedarfsgerechter Mengen von fung Kriterien für zertifizierten Fisch Speisen achten genutzt werden (z. B. des unabhängigen → Einsatz von Verpackungen, durch die Abfälle MSC-Siegels oder des Naturland-Siegels) vermieden oder verringert werden → Bereitstellung von leitungsgebundenem Trink- → Beschriftung der Speisen am Buffet wasser in Karaffen (hierbei sind die ständige (Vermeidung von „Fehlgriffen“) frische Befüllung der Karaffen sowie das zeitge- → Sensibilisierung des Ausgabepersonals, z. B. rechte Abräumen und Spülen der Karaffen [Glas] Ausgabe kleinerer Mengen, gezieltes Nachlegen sicherzustellen); im Falle der Bereitstellung von Speisen weiterer Kaltgetränke Verwendung von Mehr- → Verteilung von übrig gebliebenen Speisen an wegflaschen gemeinnützige Organisationen, z. B. an Tafeln, → Einsatz umweltfreundlicher Papierprodukte soweit die geltenden Hygienevorschriften das (z. B. Produkte mit dem Blauen Engel DE-UZ 65 zulassen „Ungebleichte Koch- und Heißfilterpapiere“ und Servietten und Küchenrollen mit dem Abfalltrennung Blauen Engel DE-UZ 5 „Hygiene-Papiere aus → Getrennte Sammlung von Küchenabfällen Altpapier“) → Getrennte Sammlung von altem Speiseöl aus Fritteusen Unverträglichkeiten und Allergien → Beschriftung von Gerichten, damit Allergien Catering-Dienstleistungsunternehmen oder Unverträglichkeiten auslösende Speisen → Bei der Wahl des Catering-Dienstleistungs- klar erkennbar sind unternehmens auf die Einhaltung der Qualitäts- → Unterweisung des für das Catering zuständigen standards der Deutschen Gesellschaft für Personals Ernährung (DGE) achten

1 Eine Liste mit typischen Flugprodukten findet sich auf: https:// 3 Umweltbundesamt, 2016: Entwicklung von Instrumenten zur www.klima-sucht-schutz.de/service/klima-orakel/beitrag/welche- Vermeidung von Lebensmittelabfällen, UBA-Texte 85/2016, S. 65, lebensmittel-werden-mit-flugzeug-transportiert-12519/ https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung- von-instrumenten-zur-vermeidung-von https://www.co2online.de/glossar/de/default/definition/flugware/ 4 Trinkwasserverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 2 https://www.bmu.de/ministerium/aufgaben-und-struktur/cate- 2. August 2013 (BGBl. I S. 2977), die durch Artikel 4 Absatz 22 des ring-bei-veranstaltungen-des-bmu/ Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist; EU-RL 98/83 EG des Rates über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch vom 03.11.1998, ABl. EG Nr. L 330, S. 32

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3.7

Abfallmanagement

Einführung Beim Abfallmanagement gilt der Grundsatz: „1. vermeiden, 2. wiederverwenden, 3. verwerten, 4. beseitigen“. So sollen Ressourcen geschont und die Kreislaufwirtschaft unterstützt werden.

Ziele • Abfälle vermeiden bzw. reduzieren • Anfallende Abfälle trennen

Maßnahmen • Mehrwegverpackungen verwenden • Rückgabesysteme einführen (z. B. Namensschilder) / Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Lieferantinnen und Lieferanten über das Trennen von Abfall informieren

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EINFÜHRUNG Durch die Reduktion von Abfällen und das korrekte Abfalltrennung Trennen der Abfälle werden wertvolle Ressourcen → Aufstellen von Abfallinseln für getrennte Abfall- geschützt und die Kreislaufwirtschaft unterstützt. sammlung, vor allem für die Fraktionen Papier, Das Handlungsfeld „Abfallmanagement“ zielt vor Biomüll, Glas und Leichtverpackungen sowie allem auf die Begrenzung und mögliche Reduzie- deutliche Beschriftung (insbesondere bei inter- rung der Abfallmengen. nationalen Veranstaltungen) Hinsichtlich der Abfallvermeidung bzw. -trennung → Information über das Trennsystem an alle bei Papier und beim Catering wird auf die in den Lieferantinnen und Lieferanten und die Betrei- Handlungsfeldern „Beschaffung von Produkten bergesellschaft. Wichtig: Reinigungsfirmen und Dienstleistungen“ (Kapitel 3.5) und „Catering“ einbeziehen (Kapitel 3.6) genannten Maßnahmen verwiesen. → Verpflichtung der Lieferantinnen und Lieferan- Im Sinne eines ressourcenschonenden Umgangs ten, Verpackungen zurückzunehmen mit Produkten sollte der folgende Handlungs- grundsatz in der Aufeinanderfolge eingehalten Entsorgung werden: 1. vermeiden, 2. vorbereiten zum Wieder- → Entsorgung der Verpackungsabfälle entspre- verwenden, 3. verwerten, 4. beseitigen. Dieser chend dem Verpackungsgesetz Grund satz ist auch gesetzlich festgeschrieben → Verwertung der übrigen getrennt gesammelten (siehe § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz). Abfälle (Papier, Biomüll etc.) eigenverantwort- lich nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- ZIELE gesetzes und der Gewerbeabfallverordnung → Abfallvermeidung bzw. Reduktion des Abfall- → Beseitigung der Restabfälle über öffentlich- aufkommens rechtliche Entsorgungsträger nach den Vorga- → Getrennte Abfallfraktionen am Entstehungsort ben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der → Ordnungsgemäße Entsorgung (Verwertung und Gewerbeabfallverordnung Beseitigung) nicht vermeidbarer Abfälle sicher- stellen

MASSNAHMEN Abfallvermeidung → Verpackungsabfälle minimieren, z. B. durch den Einsatz von Mehrwegverpackungen und Bestel- lung in Großgebinden, sofern der Inhalt aufge- braucht wird → Rücknahmesysteme und Wiederverwendung, z. B. für Namensschilder → Einsatz von recyclingfähigen Produkten und Verpackungen aus Recyclingmaterial, z. B. Recyclingkarton bei Kartonverpackungen

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3.8

Umgang

mit Wasser

Einführung Zum Schutz der Ressource Wasser sind ein ver- antwortungsvoller Umgang und Maßnahmen zur Senkung der Abwasserbelastung, z. B. durch Ver- wendung biologisch abbaubarer Reinigungsmittel, von Bedeutung. Hinsichtlich der Beschaffung und der Verwendung umweltfreundlicher Reinigungs- mittel sei auf das Handlungsfeld „Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen“ (siehe Checkliste Maßnahmen Nr. 5.8 und 5.9) verwiesen.

Ziele • Schonung der Ressource Wasser

Maßnahmen • Sparsamer Umgang mit Wasser, z. B. Einsatz von wassersparenden Geräten in Küchen und Kantinen • Anbringen von Schildern mit Hinweisen zu wassersparenden Vorrichtungen in Sanitär- räumen, um auch das Bewusstsein der Teil- nehmenden anzusprechen

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3.9

Gastgeschenke

und Give-aways

Einführung Auf Gastgeschenke oder Give-aways wird grund- sätzlich verzichtet. Falls nicht anders möglich, wird auf eine umweltschonende Herstellung und Anlieferung geachtet.

Ziele • Gastgeschenke und Give-aways vermeiden • Andernfalls auf nachhaltige Lösungen setzen

Maßnahmen • Gastgeschenke oder Give-aways nicht mit anbieten • Wo nicht anders möglich, auf umwelt-, sozial- verträgliche und saisonale Erzeugnisse setzen

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EINFÜHRUNG Das nachhaltigste Gastgeschenk oder Give-away Produktauswahl, falls Beschaffung im Einzelfall ist jenes, welches gar nicht erst produziert wird. erforderlich Teilnehmende einer Veranstaltung sind immer auch → Umweltgerecht und sozial verträglich herge- Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich regel- stellte Geschenke und Give-aways verwenden; mäßig nur kurzzeitig an einem Geschenk erfreuen. Beschaffung von Gastgeschenken und Give- Langfristig werden solche Produkte jedoch meis- aways, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tens nicht weiter genutzt, da sie nicht gebraucht oder das Europäische Umweltzeichen tragen werden. Der Verzicht auf Gastgeschenke und Give- bzw. deren Kriterien erfüllen. Existiert für das zu aways ist aus ökologischer Sicht daher konsequent beschaffende Produkt oder die Dienstleistung und kann auch positiv vermittelt werden. Kann kein Umweltzeichen, sind Umweltkriterien dennoch nicht darauf verzichtet werden, sollten die anderweitig zu recherchieren im Rahmen von Veranstaltungen überreichten Ge- → Wenn Lebensmittel als Gastgeschenke oder schenke und Give-aways einerseits nicht kurzfristig Give-aways beschafft werden: Verwendung von zu Abfall werden und andererseits in ihrer Herstel- saisonalen, ökologisch angebauten und umwelt- lung und Anlieferung sowohl die Umwelt möglichst schonend transportierten oder fair gehandelten wenig belasten als auch sozial verträglich sein. Produkten (www.fairtrade-deutschland.de) → Kugelschreiber und Bleistifte: Bevorzugt werden ZIELE Druckkugelschreiber und -bleistifte aus Pappe / → Keine Gastgeschenke und Give-aways Pappmaschee. Alternativ: unlackierte Bleistifte → Falls im Einzelfall nicht anders möglich: nach- bzw. Druck-Kugelschreiber aus Holz aus nach- haltige Gastgeschenke und Give-aways haltiger Forstwirtschaft → Rucksäcke und Beutel aus umweltfreundlichen MASSNAHMEN Materialien; eine sinnvolle Weiterverwendung Allgemein nach den Veranstaltungen sollte möglich sein → Keine Beschaffung von Gastgeschenken und → Überreichen deutscher Spezialitäten, z. B. aus Give-aways biologischem Anbau → Saisonale und umweltschonend transportierte Blumen oder Blumen aus Fairem Handel ver- schenken / verwenden

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3.10

Organisation,

Kommunikation

und Evaluation

Einführung Es ist essenziell, eine zentrale Ansprechperson zu benennen, die allen Beteiligten für Fragen rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ zur Verfügung steht. Die Nachhaltigkeitsziele werden im Vorfeld sowohl intern als auch extern kommuniziert, im Nachgang evaluiert und die Ergebnisse (v. a. bei größeren Ver- anstaltungen) mit der Öffentlichkeit geteilt.

Ziele • Den Erfolg der ergriffenen Maßnahmen dokumentieren und kommunizieren

Maßnahmen • A nsprechperson benennen • Teilnehmende auf Nachhaltigkeitsaspekte der Veranstaltung hinweisen (z. B. über Präsenta- tionsflächen in den Pausen) • Daten zur Wirkung der Maßnahmen erheben, auswerten und kommunizieren 42

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EINFÜHRUNG MASSNAHMEN Damit Nachhaltigkeitsaspekte von Anfang an be- Organisation rücksichtigt werden, ist es wichtig, eine Ansprech- → Ansprechperson benennen, die den Mitarbei- person zu benennen, die den Mitarbeitenden, die tenden, die mit der Vorbereitung von Veranstal- mit der Vorbereitung von Veranstaltungen beauf- tungen beauftragt sind, bei konkreten Fragen tragt sind, bei konkreten Fragen zum Thema „Nach- zum Thema „Nachhaltigeit“ fachliche Unter- haltigkeit“ fachliche Unterstützung gewähren kann. stützung gewähren kann. Optimal: Einrichtung Optimal ist die Einrichtung einer Stelle, die die einer zentralen Servicestelle, die die Organisa- Organisation von Veranstaltungen, einschließlich tion von Veranstaltungen, einschließlich der der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten, Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten, übernimmt (zentrales Veranstaltungsmanagement). übernimmt (Stelle für zentrales Veranstaltungs- Damit wird die Kompetenz gebündelt. management) Zentral sind außerdem die Kommunikation der ge setzten Nachhaltigkeitsziele und Maßnahmen, Kommunikation der Ziele und Maßnahmen sowohl intern als auch nach außen. Nur wenn die → Umfassende Öffentlichkeitsarbeit: Das Ziel, Zuständigkeiten und Maßnahmen frühzeitig allen die Veranstaltung nachhaltig durchzuführen, Mitarbeitenden bekannt sind, können diese auch zusammen mit den vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt werden. Schulungen des internen und frühzeitig öffentlich kommunizieren (z. B. mit externen Personals sind hier essenziell. Die Kom- der Einladung, auf der Konferenzwebsite oder munikation nach außen wirkt als Ansporn, die Konferenz-App) gesetzten Ziele mit Blick auf Nachhaltigkeit tat- → Information der Mitarbeitenden vor Ort über sächlich zu erreichen. Ferner kann auf diese Weise nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen und extern für die Nachhaltigkeitsziele geworben Einbeziehung in die Umsetzung der Maßnah- werden, um andere Organisatorinnen und Organi- men (z. B. Zuständigkeiten festlegen, Personal- satoren von Veranstaltungen ebenfalls für eine schulung) nachhaltige Ausrichtung ihrer jeweiligen Aktivitä- → Information der Teilnehmenden über Nachhal- ten zu gewinnen. tigkeitsaspekte der Veranstaltung (z. B. Banner Zu einem nachhaltigen Veranstaltungsmanagement aufstellen, in Pausen auf Präsentationsflächen gehört ferner die Messung, die Auswertung und bei anzeigen) größeren Veranstaltungen die Kommunikation der → Schulung von externem Personal bei Ausschrei- Wirkungen durchgeführter Maßnahmen (siehe z. B. bungen einfordern die Umwelterklärung der 23. Klimakonferenz der Vereinten Nationen https://www.bmu.de/down- Evaluation load/cop-23-umwelterklaerung/). Erfolgreiche → Qualitative und quantitative Wirkungsmessung Maß nahmen werden auf diese Weise auch anderen zu durchgeführten Maßnahmen (Dokumentation) bekannt. Aus weniger erfolgreichen Maßnahmen → Auswertung der erhobenen Daten können wiederum Erfahrungen gewonnen werden. → Kommunikation der ausgewerteten Daten (vor allem bei großen Veranstaltungen) ZIELE → Sicherstellung des Erfolgs der Initiative zur nachhaltigen Organisation von Veranstaltungen

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3.11

Barrierefreiheit

Einführung Um ihnen die aktive Teilnahme an Veranstaltungen zu ermöglichen, werden die Bedürfnisse von Men- schen mit Behinderung (z. B. Mobilitätseinschrän- kung, Seh- oder Hörbehinderungen) berücksichtigt und Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung des Events ergriffen.

Ziele • Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen miteinbeziehen

Maßnahmen • Barrierefreie Versendung von Einladungen • Geeignete Sitz- und Stellplätze für Personen im Rollstuhl • Leit- und Orientierungssysteme für Personen mit Sehbehinderung • G ebärdensprachdolmetschung für Personen mit Hörbehinderung und Gehörlose 44

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EINFÜHRUNG Türen mit genügend Freifläche Barrierefreiheit ist ein wichtiger sozialer Aspekt bei → Bewegungsfläche für Rollstühle vorsehen der Organisation und Durchführung von Veranstal- → Geeignete Sitz- und Stellplätze vorsehen tungen. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von → Bequem erreichbare Bedienelemente Menschen mit Behinderungen soll deren eigen- → Unterfahrmöglichkeiten bei Tischen, Waschbe- ständige und aktive Teilnahme ermöglichen. So ist cken; bei Buffettischen auch geringe Tiefe der barrierefreie Zutritt für Menschen mit Mobili- beachten tätseinschränkungen (bei mehrtägigen Veranstal- → Geeignete Fluchtwege tungen auch der Übernachtungsmöglichkeiten) zu → Geeignete Pkw-Stellplätze im Nahbereich der gewährleisten. Auch Personen mit anderen Ein- Eingänge, Zubringerdienste schränkungen (z. B. mit Seh- und Hörbehinderung) ist die Teilnahme zu ermöglichen. Hinweise zur Organisation barrierefreier Veranstal- Maßnahmen für Personen mit Gehbehinderung tungen geben zum Beispiel die Broschüre „Gestal- → Kurze Wege, Sitzmöglichkeiten auf Wegen in tung barrierefreier Tagungen, Seminare und sonsti- regelmäßigen Abständen ger Veranstaltungen“ der Deutschen Gesetzlichen → Gleitsichere Böden; kein Kiesel o. Ä., fester Unfallversicherung e. V. (https://publikationen. Schmutzfangbelag dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbe- → Leichtgängige Türen, erforderliche Breite für reich/verwaltung/barrierefreie-arbeitsgestal- Gänge, Türen, Stufen, Handläufe tung/3336/gestaltung-barrierefreier-tagungen- → Sitze mit Armstützen seminare-und-sonstiger-veranstaltungen) oder die „Checkliste für barrierefreie Veranstaltungen“ der Maßnahmen für Personen mit Sehbehinderung und blinde Personen Bundesfachstelle Barrierefreiheit (https://www. → Vermeidung von Hindernissen auf Wegen bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/SharedDocs/ → Kontrastreiche Kennzeichnung nicht vermeid- Downloads/DE/Veroeffentlichungen/checkliste- barer Hindernisse barrierefreie-veranstaltung.pdf?__blob=publicati- → Markierung von Stufenkanten, gute Beleuch- onFile&v=4). tung → Gut erkennbare und ertastbare Leit- und Orien- ZIELE tierungssysteme → Berücksichtigung der Bedürfnisse von → Große, gut sichtbare und ertastbare Symbole Menschen mit Behinderungen und Aufschriften → Verständliche akustische Informationen MASSNAHMEN → Unterlagen in Großdruck Barrierefreiheit von Dokumenten → Seitliche Abgrenzungen der Zugangswege, → Bei Versendung auf die Barrierefreiheit der ertastbare Bodenleitlinien Dokumente achten, ebenso auf Websites → Zutritt für Blindenführhunde Maßnahmen für Personen im Rollstuhl → Unterlagen in Brailleschrift → Rollstuhlgängige WC-Anlagen Maßnahmen für Personen mit Hörbehinderung → Vermeidung von Stufen und hohen Niveau- und Gehörlose unterschieden, Gebäude mit rollstuhlgängigen → Blinkanlagen für Gefahrenfälle und deren Aufzügen, transportable Rampen und Treppen- Erkennbarkeit schrägaufzüge nur als Notlösung → Bereitstellung geeigneter Höranlagen, -geräte, → Breite Wege, Gänge und Türdurchgänge, Ver- Untertitel bei Filmen o. Ä. meidung von Dreh- und Schwingtüren als → Gebärdensprachdolmetscherinnen und einzige Zugangsmöglichkeit, leichtgängige -dolmetscher 45

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3.12

Gender-

Mainstreaming

Einführung Durch einen geschlechtergerechten Sprachge- brauch und ein ausgeglichenes Verhältnis von ein geladenen Expertinnen und Experten tragen auch die Organisatorinnen und Organistoren von Veranstaltungen zur Geschlechtergerechtigkeit bei.

Ziele • Grundsätze von Gender-Mainstreaming in jeder Planungsphase berücksichtigen • Vereinbarkeit gewährleisten

Maßnahmen • Geschlechtergerechte Formulierungen verwenden • Auf die Ausgewogenheit der Geschlechter bei Beteiligten (Vortragende, Moderation) achten • Ggf. Kinderbetreuung anbieten 46

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EINFÜHRUNG ZIELE Mit Kabinettbeschluss vom 23. Juni 1999 hat die → Berücksichtigung der Grundsätze von Gender- Bundesregierung auf der Grundlage des in Art. 3 Mainstreaming bei der Veranstaltungsvorberei- Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz festgelegten Staatsziels tung und -durchführung die Gleichstellung von Frauen und Männern als → Vereinbarkeit gewährleisten durchgängiges Leitprinzip ihres Handelns an- erkannt und beschlossen, diese Aufgabe mittels der MASSNAHMEN Strategie des Gender-Mainstreamings zu fördern. In Ausführung dieses Beschlusses wurde am 26. Juli Gender-Mainstreaming 2000 in § 2 der Gemeinsamen Geschäftsordnung → Geschlechtergerechte schriftliche und münd- der Bundesministerien die Verpflichtung aller Res- liche Formulierungen (im Sinn des Kabinetts- sorts festgelegt, diesen Ansatz bei allen politischen, beschlusses vom Juni 1999) normgebenden und verwaltenden Maßnahmen der → Auf Ausgewogenheit der Geschlechter unter Bundesregierung zu beachten. Auch im Bundes- den Vortragenden und weiteren Personen mit gleichstellungsgesetz ist in § 4 (1) der Grundsatz aktiver Rolle (z. B. für Moderation) achten des Gender-Mainstreamings verankert. Von Veranstaltungen können wichtige Impulse für Vereinbarkeit Geschlechtergerechtigkeit durch die Beachtung von → Nach Bedarf Kinderbetreuung vor Ort oder in „Gender-Mainstreaming“ ausgehen. Dies betrifft unmittelbarer Nähe anbieten (Bedarf vor Veran- insbesondere die Einhaltung eines geschlechter- staltungsbeginn bei Teilnehmenden und Aktiven gerechten Sprachgebrauchs sowie eine möglichst abfragen) paritätische Einladungspraxis von Expertinnen und Experten. Zudem sollten Teilnehmende und Men- schen mit aktiven Rollen, die Kinder zu versorgen haben, bei Bedarf auf eine idealerweise kostenlose Kinderbetreuung vor Ort oder in unmittelbarer Nähe zurückgreifen können.

Einige Hinweise zur Umsetzung von Geschlechter- gerechtigkeit gibt die „Checkliste Gender-Main- streaming bei Maßnahmen der Presse- und Öf- fentlichkeitsarbeit“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (https:// www.bmfsfj.de/blob/80444/c1e663fc5f035b18ef- 952cc2468de398/gender-mainstreaming-bei- massnahmen-der-presse-und-oeffentlichkeits- arbeit-data.pdf). Über weitere Aspekte, z. B. Gesundheit und Sicherheit, können sich Interes- sierte in der Broschüre „Nachhaltige Events“ infor- mieren (https://www.umweltpakt.bayern.de/nach- haltigkeit/publikationen/1201/nachhaltige-events).

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4 Umweltman

bei Großveran

Großveranstaltungen sind mit bisweilen Tau- senden Teilnehmenden eine logistische Heraus- forderung auch im Hinblick auf die Nutzung der natürlichen Ressourcen. Dieses Kapitel zeigt, wie man mithilfe des freiwilligen europäischen Umweltmanagementsystems EMAS (Eco- Management and Audit Scheme) einen passen- den Rahmen für Großveranstaltungen schaffen und Umweltziele festlegen und öffentlich darstellen kann. 48

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nagement

nstaltungen

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4 Umweltmanagement

bei Großveranstaltungen

Veranstaltungen mit mehreren hundert oder gar Verbesserung seiner Umweltleistung (https://www. tausend Teilnehmenden stellen für die Organisato- kirchentag.de/ueber_uns/umweltengagement/ rinnen und Organisatoren eine große logistische umwelt_beim_kirchentag/) und die 9. Vertragsstaa- Herausforderung dar. Dies betrifft das „Manage- tenkonferenz des Übereinkommens über die ment“ solcher Veranstaltungen an sich, aber auch biologische Vielfalt im Jahr 2008 (https://www. den Umgang mit den zu erwartenden erheblichen bmu.de/download/emas-umwelterklaerung-der- Umweltauswirkungen. Punktuelle Maßnahmen cbd-2008/) war EMAS-registriert. Zuletzt haben reichen oft nicht aus, vielmehr ist in der Regel ein das Zukunftsfestival des BMU im Jahr 2016 und die umfassendes Gesamtkonzept erforderlich, das 23. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP geeignet ist, alle in diesem Leitfaden bezeichneten 23) mit täglich ca. 11.000 Teilnehmenden EMAS direkten und indirekten Umweltaspekte zu berück- genutzt, um ihre Umweltauswirkungen so gering sichtigen. wie möglich zu halten (siehe Umwelterklärung der Das auf einer EU-Verordnung basierende und 2009 COP 23 https://www.bmu.de/download/cop- novellierte freiwillige europäische Umweltmanage- 23-umwelterklaerung/ und weitere Dokumente zur mentsystem EMAS (Eco-Management and Audit nachhaltigen Ausrichtung der COP 23 https:// Scheme, Verordnung [EG] Nr. 1221 / 2009 vom 25. unfccc.int/process-and-meetings/conferences/ November 2009, Amtsblatt [EG] Nr. L 342, S. 1) un-climate-change-conference-november-2017/ bietet Organisatorinnen und Organisatoren von about/sustainable-conference). Veranstaltungen den passenden Rahmen, um interne Verantwortlichkeiten der verschiedenen Ebenen und Umweltziele festzulegen, die Maßnah- men kontrolliert umzusetzen und ihre Umweltleis- tungen mithilfe der „Umwelterklärung“ für die interessierte Öffentlichkeit darzustellen. Die Um- welterklärungen werden von der EU-Kommission und auf der deutschen EMAS-Website www.emas. de archiviert und sind damit auch später noch nutzbar. So können etwa Berechnungen zu Ener- gieeinsparungen, die Darstellung von Maßnahmen zur Verkehrslenkung oder Daten zu Abfall- und Wasserverbrauchsmengen für andere Veranstalter von großem Nutzen sein. Die Eintragung in das EMAS-Register trägt schließlich zu einer weltwei- ten Bekanntmachung der Veranstalter bei. Aber auch für die Betreiber von Veranstaltungsstät- ten bietet EMAS eine gute Grundlage, die eigene EMAS eignet sich für jede Art von Großveranstal- Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. tung. So nutzt etwa der Deutsche Evangelische Weitere EMAS-Teilnehmende sind die Allianz Arena Kirchentag seit 2007 EMAS für die kontinuierliche München oder das Frankenstadion in Nürnberg

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(siehe das vollständige Register der deutschen Eine Arbeitshilfe mit umfangreichen Checklisten EMAS-Teilnehmenden https://www.emas-register. bietet der Leitfaden „Umweltmanagement von de/). Handelt es sich um Veranstaltungen, die Großveranstaltungen“ am Beispiel des Deutschen ständige Sekretariate oder ähnliche Verwaltungs- Evangelischen Kirchentages (Hrsg. Forschungsstät- einrichtungen besitzen, so nimmt sinnvollerweise te der Evangelischen Studiengemeinschaft, Heidel- das Sekretariat dauerhaft an EMAS teil. Auf diese berg 2008). Weitere Beispiele finden sich in dem im Art und Weise können die Ziele zur Verbesserung Jahr 2007 vom Bundesumweltministerium und der Umweltleistung langfristig vorbereitet und Deutschen Olympischen Sportbund herausgegebe- fortgeschrieben werden. Sekretariate von interna- nen Leitfaden „Green Champions für Sport und tionalen Übereinkommen, die außerhalb von Umwelt“ (https://www.green-champions.de/ Europa ihren Sitz haben, können nach der weltwei- fileadmin/user_upload/GreenChampions_Leitfa- ten Öffnung von EMAS im Jahre 2009 ebenfalls den.pdf). Darüber hinaus steht eine BMU-Arbeits- dieses System oder ein vergleichbares Umweltma- hilfe zur Einführung eines Energie- und Umwelt- nagementsystem nach der internationalen Norm managements (EMAS) bei nationalen und ISO 14001 einführen. Soweit sie Vertragsstaaten- internationalen Großveranstaltungen zur Verfü- konferenzen durchführen, kommt daneben auch gung (https://www.bmu.de/fileadmin/bmu-im- für diese Art von Konferenzen die Einführung von port/files/pdfs/allgemein/application/pdf/emas_ EMAS – als transparentes und qualitativ höher- leitfaden_umweltmanagementsystem.pdf). wertiges Instrument im Verhältnis zu ISO 14001 – in Betracht.

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5 Freiwillige

Kompensation

Treibhausgase

Jedes Handlungsfeld bei der Planung und Durchführung einer Veranstaltung von der not- wendigen Reisetätigkeit bis hin zum Verbrauch von Energie, Wasser und Papier verursacht Emissionen. Dieses Kapitel behandelt das Thema der frei- willigen Kompensation als letzten Schritt eines Engagements zum Klimaschutz, um die wirklich nicht vermeidbaren Emissionen zumindest aus- zugleichen. 52

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en

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5 Freiwillige Kompensation

von Treibhausgasen

Im Rahmen der nationalen und internationalen Zur Kompensation sollten nur hochwertige Emis- Maßnahmen zum Klimaschutz gewinnt die Idee sionsminderungsgutschriften (meist auch als der klimaneutralen Veranstaltung seit einigen Zertifikate bezeichnet) aus umweltintegeren Klima- Jahren zunehmend an Bedeutung. Jedes Hand- schutzprojekten genutzt werden. Die Prüfung lungsfeld bei der Planung und Durchführung einer des tatsächlichen Nutzens der Projekte wird von Veranstaltung, wie beispielweise von der notwen- Qualitätsstandards vollzogen. Qualitätsstandards digen Reisetätigkeit bis hin zum Verbrauch von belegen also, dass die Projekte nachprüfbar be- Energie, Wasser und Papier, verursacht Emissionen. stimmte Qualitätskriterien einhalten. Einen Mehr- Zunehmend werden daher bei Veranstaltungen die wert für den Klimaschutz erbringen nur zusätzliche verbundenen Treibhausgasemissionen ermittelt, wo Projekte, die nicht ohne den finanziellen Anreiz möglich vermieden und minimiert sowie die un- durch das Generieren von Minderungszertifikaten vermeidbaren und nicht reduzierbaren Emissionen umgesetzt werden. Das Umweltbundesamt hat in ausgeglichen. einem Ratgeber (https://www.umweltbundesamt. Das Prinzip der Kompensation (https://www. de/publikationen/freiwillige-co2-kompensation- dehst.de/SharedDocs/downloads/DE/publi- durch) Kriterien für eine umweltintegere Kompen- kationen/Factsheet_Freiwillige-Kompensation. sation aufgestellt. pdf?__blob=publicationFile&v=12) beruht auf dem Für eine Kompensation muss zunächst die Höhe Gedanken, unvermeidbare und nicht reduzierbare der klimawirksamen Emissionen einer bestimmten Emissionen an anderer Stelle auszugleichen. Kom- Aktivität berechnet werden. Verschiedene CO - 2 pensation sollte nicht als Lizenz zu umweltschäd- Rechner lassen sich hierzu nutzen, auch die vom lichem Handeln betrachtet werden. Deshalb ist es Umweltbundesamt.5 Dabei steht eine Gutschrift für wichtig, die Kompensation in eine Minderungs- eine reduzierte oder vermiedene Tonne Kohlendi- strategie zu integrieren. Die Kompensation ist als oxidäquivalent (t CO -Äq.). 2 letzter Schritt eines Engagements zum Klimaschutz begrüßenswert, um die derzeit nicht weiter ver- Der Erwerb von Gutschriften erfolgt meist über meidbaren Emissionen zumindest auszugleichen. Kompensationsanbieter. Manche Anbieter ent- wickeln eigene Klimaschutzprojekte, andere be- Bei einem solchen Ausgleich werden die eigenen dienen sich am Markt der Gutschriften und treten Emissionen durch Klimaschutzprojekte an anderen als Intermediär auf.6 Wichtig ist hierbei eine trans- Orten eingespart, also kompensiert. Viele dieser parente Darstellung der Anbieter zu ihrer Vorge- Projekte sind in Schwellen- und Entwicklungslän- hensweise. Seriöse Kompensationsanbieter raten dern angesiedelt. Sie sparen nicht nur Emissionen ihrer Kundschaft außerdem, Emissionen möglichst ein, sondern fördern auch die soziale oder ökono- zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern, be- mische (also nachhaltige) Entwicklung des Landes, vor sie kompensiert werden. Dadurch vermitteln beispielsweise durch die Schaffung von Arbeits- sie einen ganzheitlichen Blick auf Klimaschutz und plätzen, Energiebereitstellung im ländlichen Raum Nachhaltigkeit. Auch sind im öffentlichen Bereich oder einen zusätzlichen Gesundheitsschutz (sog. haushaltsrechtliche Aspekte zu beachten. Co-Benefits).

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Kompensation der Dienstreisen und -fahrten der gesamten Klimawirksamkeit der Flugdienstreisen Bundesregierung und Bundesverwaltung derzeit einen Faktor von 3, mit welchem die errech- Die Kompensation der Treibhausgasemissionen der neten CO -Emissionen multipliziert werden. Dieser 2 Dienstreisen der Bundesregierung und deren Ver- Faktor ist ein plausibler Wert für die Abschätzung waltung setzt ein wichtiges klimapolitisches Signal. der Klimawirkung des gesamten Luftverkehrs, er Die Kompensation von Dienstreisen und -fahrten bildet verschiedene wissenschaftliche Ansätze gut bezieht sich auf Flugreisen sowie auf Reisen mit ab. Auch wurde der Faktor bewusst ohne Nach- Dienstkraftfahrzeugen. Für Bahnfahrten erwirbt kommastellen gewählt, da diese eine Genauigkeit der Bund sogenannte „Grüne Fahrkarten“ (Strom- vortäuschen, die es so derzeit nicht gibt. Unter An- bedarf wird aus erneuerbaren Energien gedeckt), legung dieser Kriterien hat das Umweltbundesamt für die derzeit keine Kompensation erfolgt. bislang für die Jahre 2014 – 2018 insgesamt knapp 1,2 Mio. Tonnen CO kompensiert.7 2 Das Umweltbundesamt wickelt die Kompensation ab. Dazu gehört die Berechnung der Emissionen Zur Kompensation werden Gutschriften aus unter- sowie die Auswahl, Beschaffung und Löschung von schiedlichen Klimaschutzprojekten vor allem aus Gutschriften aus anspruchsvollen Klimaschutzpro- den am wenigsten entwickelten Ländern (Least jekten. Verwendet werden ausschließlich Projekte Developed Countries, LDCs) in einem Ausschrei- aus dem UN-basierten Mechanismus für umwelt- bungsverfahren erworben und gelöscht. verträgliche Entwicklung (Clean Development Dafür gibt das Umweltbundesamt für die Projekt- Mechanism, CDM). Dadurch wird der multilaterale auswahl bestimmte Qualitäts- und Ausschluss- Ansatz des Klimaschutzes gestärkt. Auch gewähr- kriterien vor. Das Amt nutzt dabei nur Projekte mit leistet der Standard, dass nur nachgewiesene tat- dokumentierten Co-Benefits. Co-Benefits sind z. B. sächliche Emissionsminderungen zertifiziert sind. der Schutz weiterer Umweltmedien – wie Luft, Bei den Dienstreisen mit dem Flugzeug ist neben Boden oder Wasser –, der Ressourcenschutz, der den reinen CO -Emissionen die Einbeziehung der Ausbau der ländlichen Elektrifizierung, die Stär- 2 zusätzlichen klimarelevanten Nicht-CO -Effekte kung von Arbeitsplätzen vor Ort, die Weiterbildung 2 ein wesentlicher Bestandteil der Kompensation. von lokalen Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh- Denn die Klimawirkung des Luftverkehrs beschränkt mern, die Unterstützung von lokalen Versorgungs- sich nicht auf den CO -Ausstoß. Stickoxide, Ruß- einrichtungen oder der Gesundheitsschutz. 2 partikel und Wasserdampf sowie die Beeinflussung der Wolkenbildung tragen zusätzlich zur Erderwär- Bei den bisher ausgewählten Maßnahmen handelt mung bei. Die zusätzliche Klimawirkung der Nicht- es sich um Haushaltsbiogasprojekte, Kochöfen, CO -Effekte ist jedoch nicht mit derselben Genau- Projekte für sauberes Trinkwasser sowie Projekte 2 igkeit wie diejenige des CO zu bestimmen. Diese zur Stromerzeugung aus Ernteresten, Deponiega- 2 Effekte unterliegen vielfältigen Prozessen der Luft- sen, Windkraft oder Laufwasserkraft. chemie und können sich je nach Wetterlage oder Das Hintergrundpapier „Klimaneutrale Dienst- Tageszeit von Flug zu Flug stark unterscheiden. Das reisen der Bundesregierung“ gibt umfangreiche Umweltbundesamt nutzt für die Beurteilung der Informationen hierzu wieder. Anspruchsvolle und

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nachvollziehbare Klimaschutzprojekte sind mehr Projekttyp: Stromerzeugung aus Ernteresten als nur Emissionsreduktion, wie diese zwei Projekte Funktionsweise eines Biomassekraftwerks: beispielhaft zeigen: Kleinbäuerinnen und -bauern können ein solches Kraftwerk mit ihren Ernteresten beliefern und Projekttyp: Haushaltsbiogas durch Biomasse verkaufen die früher wertlosen Abfälle – wie die Funktionsweise einer Biogasanlage: Pflanzstängel – an den Anlagenbetreiber. So steht Anstelle der weitverbreiteten Entsorgung tieri- ihnen ein zusätzliches Einkommen zur Verfügung. scher und weiterer Fäkalien in offenen Güllegruben Die Rückstände wurden vorher unter unkontrol- behandeln Biogasanlagen die Exkremente unter lierten Bedingungen auf den Feldern verbrannt, Luftausschluss in geschlossenen Tanks und stellen mit Auswirkungen auf die lokale Luftqualität. In den Farmen das dabei entstehende Methan als Bio- den Kraftwerken werden die Erntereste kontrolliert gas zum Kochen zur Verfügung. Das ursprüngliche, verbrannt und erhitzen einen Dampfkessel, sodass rauchintensive Kochen mit Kohle wird dadurch Wasserdampf entsteht. Dieser Dampf treibt die ersetzt. Kohle- und Feuerholznutzung führen zu er- Turbinen samt Generator zur Stromerzeugung an. heblichen gesundheitlichen Belastungen, vor allem Der Strom wird in das regionale Stromnetz einge- der Augen und Atemwege. Weiterhin sind u. a. die speist. Elektrofilter reduzieren die aufkommende hohen Abholzungsraten durch die Holznutzung in Partikelmenge auf ein Minimum, um Luftqualitäts- den Haushalten für den zunehmenden Rückgang standards einzuhalten. Große Lager sorgen auch der Wälder verantwortlich. Zudem bleibt nach der außerhalb der Erntezeiten für genügend Erntereste, Vergärung ein hochwertiger Dünger übrig, der um ganzjährig Strom zu erzeugen. chemische Düngemittel ersetzt.

5 Das Umweltbundesamt stellt unter https://uba.co2-rechner.de/ 7 Siehe weitere Informationen zur Kompensation der Dienstreisen de_DE einen derartigen CO-Rechner zur Verfügung der Bundesregierung unter https://www.dehst.de/SharedDocs/pres- 2 semitteilungen/DE/2020_030_Dienstreisen.html 6 Einen unverbindlichen und nicht abschließenden Überblick von Kompensationsanbietern findet man unter https://www.dehst.de/ SharedDocs/downloads/DE/projektmechanismen/Anbieter.html

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6 Weiterführen

Literatur

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nde

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Hrsg., 2009. Leitfaden – Einführung eines Energie- und Umweltmanagementsystems bei nationalen und internationalen Großveranstaltungen. Berlin. Online verfügbar unter: https://www.bmu.de/download/leitfaden-zum-systematischen-energie-und-umwelt manage ment-bei-nationalen-und-internationalen-grossve/

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) / Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Hrsg., 2007. Green Champions für Sport und Umwelt – Leitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen. Berlin, Dessau. Online verfügbar unter: https://www.green-champions.de/fileadmin/user_upload/GreenChampions_Leitfaden.pdf

Sounds for Nature Foundation e. V., Hrsg., 2013. Leitfaden für die umweltgerechte Gestaltung von Open-Air-Veranstaltungen. 2. vollständig überarbeitete Auflage, Bonn. Online verfügbar unter: http://soundsfornature.eu/wp-content/uploads/SFN_Leitfaden_web.pdf

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Anhang 1

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Mobilität

MASSNAHMEN

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Checkliste 1

ANMERKUNGEN

Vermeidung verkehrsbedingter Umweltbelastungen

1.1 Alternativen prüfen Prüfung von Alternativen zu Treffen vor Ort, z. B. virtuelles Treffen (Video- oder Telefon- konferenz oder -zuschaltung von einzelnen Teilnehmenden)

An- und Abreise

1.2 Wahl des Veranstaltungsortes Wahl von Veranstaltungsorten, die bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind und bei denen in der Regel das Prinzip der „kurzen Wege“ verwirklicht werden kann

1.3 Wahl der Veranstaltungszeiten Wahl von Veranstaltungszeiten (Beginn/ Ende), die den Teilnehmenden eine problem- lose An- und Abreise mit dem öffentlichen Verkehr (Bahn, ÖPNV) ermöglichen

1.4 Information der Teilnehmenden Informationen zur Benutzung umwelt- verträglicher Verkehrsmittel (explizite Hin- weise dazu in den Einladungen: Anreise und Wegbeschreibungen sowie Hinweise auf Fahrplanauskünfte der Bahn und des ÖPNV, Verweis auf den „UmweltMobilCheck“ der Deutschen Bahn) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. www.bahn.de, https://www.umweltmobilcheck.de/

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MASSNAHMEN

63 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

1.5 Anreize für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schaffen Schaffen von Anreizen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, z. B. durch An- bieten von Kombitickets (Eintrittskarte zu einer Veranstaltung beinhaltet zusätzlich die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrs- mittel zur An- und Abreise) oder Vereinba- rungen mit der Deutschen Bahn für das An- gebot vergünstigter und/oder CO -neutraler 2 Bahntickets für die Teilnehmenden

Mobilität am Konferenzort

1.6 Information zum ÖPNV Information zum ÖPNV, z. B. durch Aus- hänge, auf der Konferenzplattform oder aufmerksam machen auf gut funktionie- rende Fahrplan-Apps

1.7 Kurze Entfernungen Zurücklegen kurzer Entfernungen zu Fuß. Abhängig vom Konferenzort können vom Veranstalter auch Fahrräder oder E-Scooter zur Verfügung gestellt oder eine Kooperation mit einem Fahrradverleihsystem oder E-Scooter-Verleih eingerichtet werden

1.8 Art der Fahrzeuge Einsatz emissionsarmer oder lokal emissions- freier Fahrzeuge, z. B. batterieelektrische oder alternativ angetriebene Fahrzeuge Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/alltag-wohnen/omnibusse → http://www.umweltbundesamt.de/themen/ verkehr-laerm → https://www.bmu.de/https://www.vcd.org/themen/auto-um- welt/vcd-auto-umweltliste/ → www.ecotopten.de/mobilitaethttps://www.vcd.org/themen/auto-um- welt/spritsparen/

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MASSNAHMEN

64 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

1.9 Gemeinsame Nutzung von Verkehrsmitteln Organisation eines Shuttleservice oder von Fahrgemeinschaften für die Wege zwischen Hotel, Konferenzort und/oder Ankunfts-/ Abreiseort (Bahnhof, Flughafen)

1.10 Schulung des Personals Schulung von Fahrzeugführenden zum „kraftstoffsparenden Fahren“

Klimaneutrale Mobilität

1.11 Kompensation nicht vermeidbarer Treibhausgasemissionen Berechnung der nicht vermeidbaren verkehrs- bedingten Klimagase und Ausgleich durch Minderung von Treibhausgasemissionen an anderer Stelle mittels qualitativ hochwertiger Klimaschutzprojekte Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.dehst.dehttps://www.umweltbundesamt.de/pu- blikationen/freiwillige-co2-kompensati- on-durch

Infrastruktur vor Ort

1.12 Fahrradstellplätze Fahrradstellplätze anbieten

1.13 ÖPNV-Haltestellen Ausreichende Beschilderung, wo sich die nächsten ÖPNV-Haltestellen befinden

1.14 Parkleitsystem Autos/Busse durch ein Leitsystem direkt zu den Parkplätzen leiten; Störung des ÖPNV und der Anrainerinnen und Anrainer vermeiden

1.15 Parkplätze Abschätzung der Zahl der benötigten Stell- plätze; bereits bestehende Stellflächen nutzen

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MASSNAHMEN

65 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Verkehrsabwicklung

1.16 Shuttledienst ab Auffangparkplätzen Shuttledienst mit emissionsarmen oder lokal emissionsfreien Fahrzeugen ab Auffangpark- plätzen

1.17 Parkraumsplittung Stellplatzaufteilung für unterschiedliche Nutzergruppen (z. B. für Menschen mit Be- hinderungen, Fahrgemeinschaften, Elektro- fahrzeuge, Carsharing)

1.18 Abschätzung der Gäste- und Verkehrsströme Abschätzung der Gäste- und Verkehrsströme (nach Verkehrsmittel)

1.19 Gesonderte Routenführung Gesonderte Routenführung für Einsatzfahr- zeuge, Medien, VIP, Gäste etc.

1.20 Auffangparkplätze Auffangparkplätze vorsehen

1.21 Verkehrsleit- und Parkleitsysteme Verkehrsleit- und Parkleitsysteme ausschildern

1.22 Parkraumbewirtschaftung Gebührenpflichtige Parkplätze bereitstellen

1.23 Parkverbote, Sperren, Zufahrts- beschränkung Parkverbote, Sperren und Zufahrtsbeschrän- kungen kennzeichnen

1.24 Geschwindigkeitsbeschränkungen Geschwindigkeitsbeschränkungen rund um den Kongressbereich

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Veranstaltungsort und

Unterbringung

MASSNAHMEN

66 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Checkliste 2

ANMERKUNGEN

Auswahl des Veranstaltungsortes und der Unterbringung der Teilnehmenden

2.1 Berücksichtigung von Umweltmanage- mentsystemen und Zertifizierungen der Hotels und Konferenzzentren Hotels und Kongresszentren mit einem Um- weltmanagementsystem auswählen. Diese sollten nach EMAS validiert und regis- triert sein. Hotels, die ökologische Kriterien erfüllen, können auch mit dem Europäischen Umweltzeichen gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnungen sollten bei der Hotelaus- wahl berücksichtigt werden Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → www.emas-register.dehttps://ec.europa.eu/environment/emas/ takeagreenstep/ → http://ec.europa.eu/

2.2 Auswahl von Hotels Hotels in Buchungsportalen insbesondere nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten recherchieren Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. https://www.bookdifferent.com/en/

2.3 Weitere Aspekte Es gelten des Weiteren insbesondere die Maßnahmen der Handlungsfelder „Mobili- tät“, „Energie und Klima“, „Temporäre Bauten“, „Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen“, „Catering“, „Abfall- management“, „Umgang mit Wasser“ und „Barrierefreiheit“

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MASSNAHMEN

Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → wichtig: gute Anbindung an Bahn und ÖPNV

Rahmenveranstaltungen

2.4 Vermeidung von Verkehr Veranstaltungsort und Unterbringung möglichst in unmittelbarer Nähe zueinander wählen

2.5 Reduzierung von verkehrsbedingten Umweltbelastungen Fahrten unter Benutzung öffentlicher Ver- kehrsmittel, Leihfahrrädern und/oder Bereit- stellung von emissionsarmen Shuttlebussen; ggf. Bildung von Fahrgemeinschaften

2.6 Umwelt- und Sozialkriterien berücksichtigen Rahmenveranstaltungen unter Berück- sichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien (ggf. umweltbezogene und soziale Projekte einbeziehen)

67 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

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Energie und Klima

MASSNAHMEN

68 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Checkliste 3

ANMERKUNGEN

Gebäude, Energieverbrauch

3.1 Konferenzgebäude Auswahl von Konferenzgebäuden und Hotels unter Berücksichtigung des Aspektes Energieverbrauch, Orientierung an einer EMAS-Registrierung oder dem Europäischen Umweltzeichen

3.2 Heizen In allen Tagungs- und Konferenzräumen Heizen nicht über 20 Grad

3.3 Temperaturabsenkung in der Nacht Temperaturabsenkung in der Nacht (Heizung)

3.4 Kühlen Nicht mehr als 6 Grad unter Außentemperatur kühlen

3.5 Beleuchtung Tageslichtnutzung, optimierte Beleuch- tungssteuerung, optimierter Sonnenschutz, energieeffiziente Beleuchtung

3.6 Lüften Schulung der Mitarbeitenden über richtiges/ energieeffizientes Lüften

Elektrischer Strom

3.7 Strombezug Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen (z. B. Ökostromanbieter)

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MASSNAHMEN

69 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Geräte

3.8 Energieeffiziente Geräte Einsatz von IT-Geräten und Druckern oder Multifunktionsgeräten, die die Kriterien des Umweltzeichens „Blauer Engel“ erfüllen; Einsatz von Gefrier- und Kühlgeräten sowie Geschirrspülern mit der höchsten Energieeffizienzklasse Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.blauer-engel.de/https://ec.europa.eu/environment/ ecolabel/index_en.htm → https://www.ecotopten.de/https://www.deutschland-machts-effizient. de/KAENEF/Navigation/DE/Home/home. html

Klimaneutrale Veranstaltungen

3.9. Kompensation nicht vermeidbarer Treibhausgasemissionen Berechnung der veranstaltungsbedingten Klimagase und Ausgleich durch die Minderung von Treibhausgasemissionen an anderer Stelle mittels qualitativ hochwerti- ger Klimaschutzprojekte (siehe auch Maß- nahme 1.11 im Handlungsfeld „Mobilität“) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.dehst.dehttps://www.umweltbundesamt.de/pub- likationen/freiwillige-co2-kompensation- durch

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MASSNAHMEN

70 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Temporäre Bauten und

Messestände

Checkliste 4

ANMERKUNGEN

Veranstaltungsort und Anlieferungslogistik

4.1 Standortauswahl Prüfen, ob ein anderer Veranstaltungsstand- ort, der den Aufbau temporärer Bauten nicht erforderlich macht, infrage kommt

4.2 Waren- und Materialanlieferungen reduzieren Anfahrtswege und Anzahl der Waren- und Materialanlieferungen optimieren

Abfallmanagement für Baumaterialien und Innenausstattung

4.3 Abfalllogistik Getrennte Abfallsammlung und Entsorgung sicherstellen

4.4 Transportverpackungen Möglichst wiederverwendbare, mindestens recycelbare Transportverpackungen nutzen, um Abfall zu vermeiden

4.5 Weiternutzung Konzept zur Weiternutzung erstellen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. einlagern für weitere Veranstaltun- gen, mieten wesentlicher Bauteile, ver- schenken

Produktauswahl

4.6 Systembauweise Systembauweise verwenden

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MASSNAHMEN

71 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

4.7 Baumaterialien Langlebige, recycelbare, ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Baumaterialien und Ausstattungsvarianten verwenden Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. auf Anstriche zum Holzschutz verzichten, zertifiziertes Holz oder Recyc- lingholz verwenden, Verzicht auf PVC → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/bauen-heizen/plattenfoermige- werkstoffe → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/bauen-heizen/bodenbelaege- elastisch → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/bauen-heizen/bodenbelaege- textil → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/bauen-heizen/verlegunterlagen → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/bauen-heizen/bodenbelaege- paneele-tueren-aus-holz-werkstoffen

Schutz des Bodens

4.8 Bodenschutzsystem Bodenschutzsystem für Wege und Flächen installieren

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MASSNAHMEN

72 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Beschaffung von

Produkten und Dienstleistungen

Checkliste 5

ANMERKUNGEN

Nachhaltige Beschaffung allgemein

5.1 Bedarfsprüfung Überprüfen, ob überhaupt ein Bedarf besteht

5.2 Prüfung von Alternativen Überprüfen, ob der Bedarf auch durch den Erwerb von gebrauchten Produkten oder das Mieten von Produkten gedeckt werden kann

5.3 Umwelt- und Sozialkriterien Beschaffung von Produkten und Dienstleis- tungen, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder das Europäische Umweltzeichen tragen bzw. deren Kriterien erfüllen. Wenn kein Umweltzeichen existiert, sind Umweltkriterien zu recherchieren (z. B. in den im Folgenden als Handlungsanleitung/ Bezugsquelle genannten Informationsportalen). Ebenso ist auf soziale Aspekte zu achten (z. B. Blumen aus Fairem Handel). Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.blauer-engel.de/https://ec.europa.eu/environment/ ecolabel/index_en.htm → https://www.beschaffung-info.dehttp://www.nachhaltige-beschaffung. info/DE/Home/home_node.html → https://www.kompass-nachhaltigkeit.de/

5.4 Lebenszykluskosten Berücksichtigung von Lebenszykluskosten

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MASSNAHMEN

73 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.umweltbundesamt.de/ themen/wirtschaft-konsum/umwelt- freundliche-beschaffung/berechnung- der-lebenszykluskosten (Informationen und Tools, u. a. ein Schu- lungsskript zur Einführung in der Berech- nung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess)

5.5 Umweltmanagement Bei der Bieterauswahl Berücksichtigung der Kompetenz zum umweltorientierten Management Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Nachweis durch Vorliegen eines Umwelt- managementsystems (z. B. nach EMAS), auch Anerkennung gleichwertiger Nach- weise → Leitfaden „EMAS in der öffentlichen Beschafffung“ https://www.umweltbundesamt.de/pub- likationen/emas-in-der-oeffentlichen-be- schaffung

Papier

5.6 Reduzierung des Verbrauchs

Digitales Einladungs- und Veran staltungsmanagement Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → elektronischer Versand der Einladungen und Sitzungsunterlagen → Konferenzwebsite, Konferenz-App → Tagesordnung und Hinweise während der Konferenz nur auf Bildschirmen

Bereitstellung von Broschüren über QR-Codes Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → nur Ansichtsexemplare von Broschüren auslegen (mit QR-Codes versehen)

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MASSNAHMEN

74 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Verkleinerung von Formaten und Verwendung von doppelseitig bedruckten Unterlagen und Handouts Mehrere Seiten pro Blatt sowie doppelseitige Anfertigung von Kopien vor Ort, falls Ausdruck nicht vermeidbar Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Informationen an Mitarbeitende, dass Handouts doppelseitig bedruckt werden → wichtig: Kopierer und Drucker vor Ort müssen über Duplexeinrichtungen verfügen

Minimierung der Anzahl der verteilten Handouts Genaue Recherche der Teilnehmendenanzahl

5.7 Umweltfreundliche Papierprodukte Bei erforderlichem Einsatz von Papier: Verwendung von Recyclingpapier, das den „Blauen Engel“ trägt bzw. dessen Kriterien erfüllt (für alle Einladungen, Sitzungsunter- lagen, Druckaufträge und dergleichen) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → B lauer Engel DE-UZ 14a „Recycling- papier“ https://www.blauer-engel.de/ de/produktwelt/papier-druck/grafische- papiere-und-kartons-aus-100-altpapier- recyclingpapier-und-karton-neu → Blauer Engel DE-UZ 14b „Fertigerzeugnis- se aus Recyclingpapier für den Büro- und Schulbedarf“ https://www.blauer-engel. de/de/produktwelt/papier-druck/fertig- erzeugnisse-aus-recyclingpapier-neu → Blauer Engel DE-UZ 56 „Recyclingkarton“ https://www.blauer-engel.de/de/produkt- welt/papier-druck/recyclingkarton-ordner- mappen → Blauer Engel DE-UZ 195 „Druckerzeugnisse“ https://www.blauer-engel.de/de/produkt- welt/papier-druck/druckereien-und-druck- erzeugn

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MASSNAHMEN

75 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

5.8 Weißegrad Recyclingpapiere: maximal 100 % (inkl. UV- Anteil) nach DIN ISO 2470 und maximal 135 nach ISO-Norm 11475 (CIE-Weiße)

Batterien

5.9 Wiederaufladbare Batterien Bei Simultanübersetzungen und sonstigem Einsatz batteriebetriebener Geräte: Verwendung wiederaufladbarer Batterien (aber keine Nickel-Cadmium-Batterien) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → nach Ablauf der Lebensdauer den Sammelsystemen zuführen

Reinigungsmittel

5.10 Reduzierung des Verbrauchs Sparsamer Einsatz von Reinigungsmitteln; Abklären mit Reinigungsfirmen bzw. Weiter- bildung des Reinigungspersonals Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.blauer-engel.de/de/pro- duktwelt/alltag-wohnen/handgeschirr- spuel-und-reinigungsmittel-neu

5.11 Umweltfreundliche Reinigungsmittel Beschaffung von umweltgerechten Reini- gungsmitteln, die das Umweltzeichen „Blau- er Engel“ oder das Europäische Umweltzei- chen tragen bzw. deren Kriterien erfüllen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Blauer Engel DE-UZ 194 „Handgeschirr- spülmittel und Reiniger für harte Ober- flächen“ https://www.blauer-engel.de/ de/produktwelt/alltag-wohnen/handge- schirrspuel-und-reinigungsmittel-neu → https://ec.europa.eu/environment/ ecolabel/ → https://www.umweltbundesamt.de/reini- gungsdienstleistungen-mittel

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MASSNAHMEN

76 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Catering

Checkliste 6

ANMERKUNGEN

Produktauswahl

6.1 Ökologischer Landbau und Fairer Handel Produkte aus ökologischem Landbau und Produkte aus Fairem Handel (z. B. Kaffee, Tee, Säfte) anbieten Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Praxisleitfaden „Mehr Bio in Kommunen“ https://www.biostaedte.de/images/pdf/ leitfaden_V4_verlinkt.pdf → https://www.forum-fairer-handel.de/ startseite/ → www.fairtrade-deutschland.de

6.2 Saisonale und umweltgerecht transportierte Lebensmittel Verwendung von saisonalen und umweltge- recht transportierten Lebensmitteln, insbe- sondere Verzicht auf Ware aus beheizten Treibhäusern und Verzicht auf Flugware Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.verbraucherzentrale.de/ wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/ saisonkalender-obst-und-gemuese-frisch- und-saisonal-einkaufen-17229 → aufgrund des Diskriminierungsverbots ist es öffentlichen Auftraggebern untersagt, regionale Produkte in Ausschreibungen zu fordern

6.3 Veganes und vegetarisches Catering Grundsätzlich veganes und vegetarisches Catering Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://proveg.com/de/

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MASSNAHMEN

77 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

6.4 Fleischangebot Falls in Ausnahmen auch Fleisch im Verpflegungsangebot enthalten sein soll: Es sind Fleischprodukte auszuwählen, die aus ökologischer Haltung stammen und hohe Tierwohlstandards erfüllen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.oekolandbau.de/bio-siegel/https://www.tierwohl-staerken.de/ein- kaufshilfen/tierwohl-label/

6.5 Fischangebot Falls in Ausnahmen auch Fisch im Ver- pflegungsangebot enthalten sein soll: Bei der Auswahl und der Zusammenstellung von Fisch und Fischprodukten ist darauf zu achten, keine Produkte aus gefährdeten Be- ständen ins Sortiment zu nehmen. Vielmehr sollten bei der Beschaffung Kriterien für zertifizierten Fisch genutzt werden (z. B. des unabhängigen MSC-Siegels oder des Natur- land-Siegels) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.umweltbundesamt.de/um- welttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/ fisch#textpart-2 → www.fischbestaende-online.de

6.6 Trinkwasser Bereitstellung von leitungsgebundenem Trinkwasser in Karaffen. Hierbei sind die ständige frische Befüllung der Karaffen so- wie das zeitgerechte Abräumen und Spülen der Karaffen (Glas) sicherzustellen; im Falle der Bereitstellung weiterer Kaltgetränke: die Verwendung von Mehrwegflaschen

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MASSNAHMEN

78 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

6.7 Umweltfreundliche Papierprodukte Einsatz umweltfreundlicher Papierprodukte Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. Produkte mit dem Blauen Engel DE-UZ 65 „Ungebleichte Koch- und Heiß- filterpapiere“ (https://www.blauer-en- gel.de/de/produktwelt/alltag-wohnen/ koch-und-heissfilterpapiere), Servietten/ Küchenrollen mit dem Blauen Engel DE-UZ 5 „Hygiene-Papiere aus Alt- papier“ (https://www.blauer-engel.de/ de/produktwelt/alltag-wohnen/hygiene- papiere-toilettenpapier-kuechenrollen- taschentuecher)

Unverträglichkeiten und Allergien

6.8 Beschriftung Beschriftung von Gerichten, damit Allergien oder Unverträglichkeiten auslösende Speisen klar erkennbar sind

6.9 Unterweisungen Unterweisung des für das Catering zuständigen Personals

Vermeidung von Lebensmittel- und sonstigen Abfällen

6.10 Geschirr, Besteck und Gläser Verwendung von Mehrweggeschirr, Mehr- wegbesteck und Gläsern Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Mehrweggeschirr vom Caterer bzw. der Betreibergesellschaft einfordern; Ge- schirrmobile von Kommunen oder kom- merziellen Anbietern ausleihen

6.11 Bedarfsgerechte Menge Auf das Angebot bedarfsgerechter Mengen von Speisen achten Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. achten auf Häufigkeit der angebotenen Mahlzeiten

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MASSNAHMEN

79 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

6.12 Lebensmittelverpackungen Einsatz von Verpackungen, die Abfälle vermeiden oder verringern Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. Wahl großer Gebinde (jedoch sicher- stellen, dass dadurch nicht mehr Lebens- mittelabfälle entstehen) → insbesondere bei Milch und Zucker auf Kleinverpackungen verzichten

6.13 Beschriftung am Buffet Beschriftung der Speisen am Buffet (Vermeidung von „Fehlgriffen“)

6.14 Personal einbeziehen Sensibilisierung des Ausgabepersonals (z. B. Ausgabe kleinerer Mengen, gezieltes Nach- legen von Speisen)

6.15 Übrig gebliebene Speisen Verteilung von übrig gebliebenen Speisen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. an Tafeln, soweit die geltenden Hygienevorschriften das zulassen

Abfalltrennung

6.16 Küchenabfälle Getrennte Sammlung von Küchenabfällen

6.17 Altes Speiseöl aus Fritteusen Getrennte Sammlung von altem Speiseöl aus Fritteusen

Catering-Dienstleistungsunternehmen

6.18 Qualitätsstandards Bei der Wahl des Catering-Dienstleistungs- unternehmens auf die Einhaltung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesell- schaft für Ernährung (DGE) achten Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.jobundfit.de/dge-qualita- etsstandard/

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MASSNAHMEN

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Abfallmanagement

Checkliste 7

ANMERKUNGEN

Abfallvermeidung

7.1 Verpackungsmaterial am Konferenzort Verpackungsabfälle minimieren, z. B. durch den Einsatz von Mehrwegverpackungen und Bestellung in Großgebinden, sofern der Inhalt aufgebraucht wird Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Blauer Engel DE-UZ 27 „Mehrweg-Trans- portverpackungen“ (https://www.blauer- engel.de/de/produktwelt/gewerbe-kom- mune/mehrweg-transportverpackungen)

7.2 Rücknahme und Wiederverwendung Rücknahmesysteme und Wiederverwen- dung, z. B. für Namensschilder

7.3 Einsatz von Recyclingmaterial Einsatz von recyclefähigen Produkten und Verpackungen aus Recyclingmaterial, z. B. Recyclingkarton bei Kartonverpackungen

Abfalltrennung

7.4 Getrennte Abfallsammlung Aufstellen von Abfallinseln für getrennte Ab- fallsammlung, vor allem für die Fraktionen Papier, Biomüll, Glas und Leichtverpackun- gen, sowie deutliche Beschriftung (insbeson- dere bei internationalen Veranstaltungen)

7.5 Information Information über das Trennsystem an alle Lieferantinnen und Lieferanten und die Betreibergesellschaft. Wichtig: Reinigungsfirma einbeziehen

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MASSNAHMEN

81 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

7.6 Rücknahme von Verpackungen Verpflichtung der Lieferantinnen und Liefe- ranten, Verpackungen zurückzunehmen

Entsorgung

7.7 Verpackungsabfälle Entsorgung der Verpackungsabfälle entspre- chend dem Verpackungsgesetz

7.8 Weitere getrennt gesammelte Abfälle Verwertung der übrigen getrennt gesam- melten Abfälle (Papier, Biomüll etc.) eigen- verantwortlich nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Gewer- beabfallverordnung

7.9 Restabfälle Beseitigung der Restabfälle über öffentlich- rechtliche Entsorgungsträger nach den Vor- gaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Gewerbeabfallverordnung

Umgang mit Wasser

Checkliste 8

Wasserverbrauch

8.1 Sparsamer Verbrauch Sparsamer Umgang mit Wasser, z. B. Einsatz von wassersparenden Geräten in Küchen und Kantinen

8.2 Information Anbringen von Schildern mit Hinweisen zu wassersparenden Vorrichtungen in Sanitär- räumen, um auch das Bewusstsein der Teil- nehmenden anzusprechen

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MASSNAHMEN

82 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Gastgeschenke

und Give-aways

Checkliste 9

ANMERKUNGEN

Allgemein

9.1 Grundsatz Keine Beschaffung von Gastgeschenken und Give-aways

Produktauswahl, falls Beschaffung im Einzelfall erforderlich

9.2 Umweltfreundliche und sozial verträgliche Produkte Umweltgerecht und sozial verträglich herge- stellte Geschenke und Give-aways verwen- den; Beschaffung von Gastgeschenken und Give-aways, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder das Europäische Umweltzeichen tragen bzw. deren Kriterien erfüllen. Existiert für das zu beschaffende Produkt oder die Dienstleistung kein Umweltzeichen, sind Umweltkriterien anderweitig zu recherchieren Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → www.blauer-engel.dehttp://ec.europa.eu/environment/ ecolabel/index_en.htm → www.beschaffung-info.dewww.nachhaltige-beschaffung.infowww.kompass-nachhaltigkeit.de

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MASSNAHMEN

83 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

9.3 Lebensmittel Wenn Lebensmittel als Gastgeschenke oder Give-aways beschafft werden: Verwendung von saisonalen, ökologisch angebauten und umweltschonend transportierten oder fair gehandelten Produkten (https://www.fairtrade-deutschland.de/)

9.4 Kugelschreiber und Bleistifte Bevorzugt werden Druckkugelschreiber und Druckbleistifte aus Pappe/Pappmaschee. Alternativ: unlackierte Bleistifte bzw. Druck- Kugelschreiber aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Blauer Engel DE-UZ 200 „Schreibgeräte und Stempel“ (https://www.blauer-engel.de/ de/produktwelt/papier-druck/schreibgerae- te-stempel) → bei Holz: FSC oder PEFC

9.5 Rucksäcke/Beutel Rucksäcke und Beutel aus umwelt- freundlichen Materialien. Eine sinnvolle Weiterverwendung nach den Veranstaltungen sollte möglich sein

9.6 Spezialitäten aus Deutschland Überreichen deutscher Spezialitäten (z. B. aus biologischem Anbau)

9.7 Blumen (als Geschenk, oder Blumen- schmuck) Saisonale und umweltschonend trans- portierte Blumen oder Blumen aus Fairem Handel verschenken / verwenden Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → https://www.fairtrade-deutschland.de/

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MASSNAHMEN

84 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Organisation,

Kommunikation und Evaluation

Checkliste 10

ANMERKUNGEN

Organisation

10.1 Zentrale Informationsstelle für Nach- haltigkeitsaspekte Ansprechperson benennen, die den Mit- arbeitenden, die mit der Vorbereitung von Veranstaltungen beauftragt sind, bei kon- kreten Fragen zum Thema „Nachhaltigkeit“ fachliche Unterstützung gewähren kann. Optimal: Einrichtung einer zentralen Ser- vicestelle, die die Organisation von Ver- anstaltungen, einschließlich der Berück- sichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten, übernimmt (Stelle für zentrales Veranstal- tungsmanagement)

Kommunikation der Ziele und Maßnahmen

10.2 Kommunikation nach außen Umfassende Öffentlichkeitsarbeit: Das Ziel, die Veranstaltung nachhaltig durchzuführen, zusammen mit den vorgesehenen Maßnah- men frühzeitig öffentlich kommunizieren (z. B. mit der Einladung, auf der Konferenz- website oder Konferenz-App) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → siehe z. B. https://unfccc.int/process-and- meetings/conferences/un-climate-chan- ge-conference-november-2017/about/ sustainable-conference mit zahlreichen Beispielen und weiteren Hinweisen

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MASSNAHMEN

85 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

10.3 Kommunikation intern Information der Mitarbeitenden vor Ort über nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen und Einbeziehung in die Umsetzung der Maß- nahmen (z. B. Zuständigkeiten festlegen, Personalschulung) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Mitarbeitende werden ausgebildet und sind vor Ort für die Umsetzung des Nach- haltigkeitskonzeptes zuständig und ver- treten dieses nach außen (Teilnehmende, Caterer etc.)

10.4 Kommunikation auf der Veranstaltung Information der Teilnehmenden über Nach- haltigkeitsaspekte der Veranstaltung (z. B. Banner, in Pausen auf Präsentationsflächen anzeigen)

10.5 Geschultes externes Personal Schulung von externem Personal in Aus- schreibungen fordern Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Personal vor Ort, Reinigungstrupps etc. müssen Grundzüge des Nachhaltigkeits- konzeptes vermittelt werden

Evaluation

10.6 Dokumentation Qualitative und quantitative Wirkungsmes- sung zu durchgeführten Maßnahmen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Daten erfassen (z. B. Abfallmengen, Pa- pier- und Materialverbrauch, Verkehrsauf- kommen etc.) → Wahrnehmung und Zufriedenheit von Akteuren, Referentinnen und Referenten und Teilnehmenden mittels Bewertungs- bögen (möglichst elektronisch) nach der Veranstaltung erfassen

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MASSNAHMEN

86 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

10.7 Auswertung Auswertung der erhobenen Daten Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Ermittlung der verursachten Treibhaus- gasemissionen → Erfolge aufzeigen → Verbesserungsmöglichkeiten für zukünfti- ge Veranstaltungen ableiten

10.8 Kommunikation der Ergebnisse Kommunikation der ausgewerteten Daten (vor allem bei großen Veranstaltungen) Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → transparente Berichterstattung z. B. mit EMAS-Umwelterklärung, über Konferenz- website

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Barrierefreiheit

MASSNAHMEN

87 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Checkliste 11

ANMERKUNGEN

Barrierefreiheit

11.1 Barrierefreiheit von Dokumenten Bei Versendung von Informationen und Ein- ladungen auf die Barrierefreiheit der Doku- mente achten

11.2 Maßnahmen für Personen im Rollstuhl

Rollstuhlgängige WC-Anlagen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Breite: 155 – 220 cm (bei einseitiger oder beidseitiger Anfahrmöglichkeit der WC- Schale), Tiefe: 215 cm, Bewegungsfläche Durchmesser: 150 cm; Haltegriffe, Stütz- klappgriff, unterfahrbares Waschbecken; Sitzhöhe: 46 cm; Unterkante des Spiegels: maximal 85 cm

Vermeidung von Stufen und hohen Niveau- unterschieden Gebäude mit rollstuhlgängigen Aufzügen vorsehen; transportable Rampen und Trep- penschrägaufzüge nur als Notlösung

Breite Wege, Gänge und Türdurchgänge vorsehen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Wege und Gänge mit Mindestbreite von 120 cm (lichte Breite). Die mindeste Durchgangsbreite beträgt 70 cm

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MASSNAHMEN

88 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Vermeidung von herkömmlichen Dreh- und Schwingtüren als einzige Zugangsmöglichkeit Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Radius unter 300 cm = Limit

Leichtgängige Türen mit genügend Freifläche Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Freifläche von min. 120 cm vor und nach der Tür

Bewegungsfläche für Rollstühle vorsehen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → min. 150 cm Durchmesser (für viele Roll- stuhlfahrende ist ein Durchmesser von 110 cm noch ausreichend)

Geeignete Sitz- und Stellplätze vorsehen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Raum für Rollstuhlstellplätze, möglichst in der Nähe des Ausgangs; Sitzplatz neben Rollstuhlplatz für Begleitperson; bei fixer Bestuhlung deklarierte Rollstuhlstellplätze

Bequem erreichbare Bedienelemente Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Höhe der Bedienelemente sollte 85 cm nicht überschreiten

Unterfahrmöglichkeiten bei Tischen, Waschbecken usw.

Buffetpulte geringer Tiefe, unterfahrbar

Geeignete Fluchtwege

Geeignete Pkw-Stellplätze im Nahbereich der Eingänge Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Breite min. 350 cm

Zubringerdienste

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MASSNAHMEN

89 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

11.3 Maßnahmen für Personen mit Gehbehinderung

Kurze Wege

Sitzmöglichkeiten auf Wegen in regelmäßigen Abständen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → in Abständen von 100 m

Gleitsichere Böden; kein Kiesel o. Ä.

Fester Schmutzfangbelag

Leichtgängige Türen

Erforderliche lichte Breite für Gänge, Türen, Stufen usw. Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → zwischen 70 cm (min.) und 90 cm, bei Mehrpunktgehstöcken min. 100 cm, Stufen mit 30 cm Breite und max. 16 cm Höhe, ohne vorstehende Kanten, gleit- sicherer Belag, Handlauf

Sitze mit Armstützen

Handläufe Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Durchmesser ca. 4 – 5 cm, 85 cm Höhe

11.4 Maßnahmen für Personen mit Sehbehinderung und blinde Personen

Vermeidung von Hindernissen auf Wegen

Kontrastreiche Kennzeichnung nicht vermeidbarer Hindernisse

Markierung von Stufenkanten

Gute Beleuchtung

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MASSNAHMEN

90 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler ANMERKUNGEN

Gut erkennbare Leit- und Orientierungs- systeme

Große, gut sichtbare und ertastbare Symbole und Aufschriften Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → Bedienungselemente, z. B. im Aufzug

Verständliche akustische Informationen Handlungsanleitung/Bezugsquelle: → z. B. Gong als Ankunftsanzeige im Aufzug

Unterlagen in Großdruck

Vermeidung von Hindernissen auf Wegen

Seitliche Abgrenzungen der Zugangswege

Ertastbare Informations- und Orientierungshilfen

Ertastbare Bodenleitlinien

Zutritt für Blindenführhunde

Unterlagen in Brailleschrift

11.5 Maßnahmen für Personen mit Hör behinderung und Gehörlose

Blinkanlagen für Gefahrenfälle und deren Erkennbarkeit

Bereitstellung geeigneter Höranlagen, -geräte, Untertitel bei Filmen o. Ä.

Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher

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Gender-Mainstreaming

MASSNAHMEN

91 tztesegmu esiewliet tztesegmu thcin tztesegmu thcin tnaveler

Checkliste 12

ANMERKUNGEN

Gender-Mainstreaming

12.1 Geschlechtergerechte Sprache Geschlechtergerechte schriftliche und mündliche Formulierungen (im Sinn des Kabinettsbeschlusses vom Juni 1999)

12.2 Ausgewogenheit der Geschlechter Auf Ausgewogenheit der Geschlechter unter den Vortragenden und weiteren Personen mit aktiver Rolle (z. B. für Moderation) achten

Vereinbarkeit

12.3 Kinderbetreuung Nach Bedarf Kinderbetreuung vor Ort oder in unmittelbarer Nähe anbieten (Bedarf vor Veranstaltungsbeginn bei Teilnehmenden und Aktiven abfragen)

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Anhang 2

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[Seite 93]

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[Seite 94]

Vergabekriterien des Umweltzeichens

„Blauer Engel“ für veranstaltungs-

relevante Produkte und Dienst-

leistungen

Papierprodukte Shampoos, Seifen und Duschgele (UZ 203) Hygienepapiere (UZ 5) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- tag-wohnen/shampoos-seifen-duschgele tag-wohnen/hygiene-papiere-toilettenpapier-kue- chenrollen-taschentuecher Fahrzeuge / Mobilität Recyclingpapier und -karton (UZ 14a) Kommunalfahrzeuge (UZ 59a) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- papier-druck/grafische-papiere-und-kartons-aus- werbe-kommune/kommunalfahrzeuge 100-altpapier-recyclingpapier-und-karton-neu Omnibusse (UZ 59b) Fertigerzeugnisse aus Recyclingpapier (UZ 14b) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ tag-wohnen/omnibusse-neu papier-druck/fertigerzeugnisse-aus-recyclingpa- Carsharing (UZ 100) pier-neu https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- Recyclingkarton (Schreibwaren) (UZ 56) tag-wohnen/car-sharing https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/pa- Verpackung / Entsorgung pier-druck/recyclingkarton-ordner-mappen Mehrwegflaschen und -gläser (UZ 2) Koch- und Heißfilterpapiere (UZ 65) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- werbe-kommune/mehrwegflaschen-und-glaeser tag-wohnen/koch-und-heissfilterpapiere Mehrweg-Transportverpackungen (UZ 27) Druckerzeugnisse (UZ 195) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/pa- werbe-kommune/mehrweg-transportverpackun- pier-druck/druckereien-und-druckerzeugnisse gen Wasch- und Reinigungsmittel Produkte aus Recycling-Kunststoffen (UZ 30a) Handgeschirrspül- und Reinigungsmittel (UZ 194) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ alltag-wohnen/recyclingkunststoffe-z-b-abfallsae- alltag-wohnen/handgeschirrspuel-und-reinigungs- cke-muelltonnen-bueroartikel-162 mittel-neu Mehrwegbechersysteme (UZ 210) Maschinengeschirrspülmittel (UZ 201) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- werbe-kommune/mehrwegbechersysteme tag-wohnen/maschinengeschirrspuelmittel Waschmittel (UZ 202) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- tag-wohnen/waschmittel

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Einrichtung, Kleidung, Alltagsgegenstände Bodenbelagsklebstoffe (UZ 113) Spülkästen (UZ 32) https://www.blauer-engel.de/de/get/productcate- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ gory/158 bauen-heizen/spuelkaesten Elastische Bodenbeläge (UZ 120) Möbel und Lattenroste aus Holz (UZ 38) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- bauen-heizen/bodenbelaege-elastisch tag-wohnen/emissionsarme-moebel-und-latten- Dichtstoffe (UZ 123) roste-aus-holz-und-holzwerkstoffen https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Polstermöbel (UZ 117) bauen-heizen/dichtstoffe-165 https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- Textile Bodenbeläge (UZ 128) tag-wohnen/polstermoebel https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Textilien (UZ 154) bauen-heizen/bodenbelaege-textil https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- Wärmedämmung (innen) und Unterdecken (UZ tag-wohnen/textilien 132) Schreibgeräte und Stempel (UZ 200) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/pa- bauen-heizen/waermedaemmung-innen-und-un- pier-druck/schreibgeraete-stempel terdecken Wärmedämmverbundsysteme (UZ 140) Bauprodukte https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Lacke, Lasuren und Grundierungen (UZ 12a) bauen-heizen/waermedaemmverbundsysteme-156 https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Verlegeunterlagen (UZ 156) bauen-heizen/lacke-lasuren-und-grundierungen- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ neu bauen-heizen/verlegunterlagen Tapeten (UZ 35) Bodenbeläge, Paneele und Türen aus Holz und https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Holzwerkstoffen (UZ 176) bauen-heizen/tapeten https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Plattenförmige Werkstoffe (UZ 76) bauen-heizen/bodenbelaege-paneele-tueren-aus- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ holz-werkstoffen bauen-heizen/plattenfoermige-werkstoffe Innenputze (UZ 198) Wandfarben (UZ 102) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ bauen-heizen/innenputze-161 bauen-heizen/wandfarben-159

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Chemikalien, Reinigung Informations- und Sanitärzusätze für Campingtoiletten (UZ 84a) Kommunikationstechnik (IKT) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Computer und Tastaturen (UZ 78) alltag-wohnen/sanitaerzusaetze-fuer-camping- https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ toiletten elektrogeraete/computer-und-tastaturen Monitore (UZ 78c) Reinigungsdienstleistungen https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Stoffhandtuchspender (UZ 77) elektrogeraete/monitore https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- Schnurlostelefone (UZ 131) werbe-kommune/stoffhandtuchspender https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Händetrockner (UZ 87) elektrogeraete/schnurlostelefone https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ge- Steckdosenleisten (UZ 134) werbe-kommune/haendetrockner https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ elektrogeraete/steckdosenleisten Elektrogeräte Voice-over-IP-Telefone (UZ 150) Solarbetriebene Produkte (UZ 116) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ elektrogeraete/voice-over-ip-telefone alltag-wohnen/solarprodukte-waagen-taschen- Rechenzentrumsbetrieb (UZ 161) rechner https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Digitalprojektoren (UZ 127) elektrogeraete/rechenzentren https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Datenträger-/Aktenvernichter (UZ 174) elektrogeraete/beamer https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Wasserkocher (UZ 133) elektrogeraete/datentraeger-aktenvernichter https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Tonermodule (UZ 177) elektrogeraete/wasserkocher https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/pa- Kaffee-/Espressomaschinen (UZ 136) pier-druck/tonermodule https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Drucker und Multifunktionsgeräte (UZ 205) elektrogeraete/kaffeemaschinen https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ Lampen (UZ 151) elektrogeraete/drucker-und-multifunktionsgeraete https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- tag-wohnen/led-lampen-leuchtmittel Sonstiges Staubsauger (UZ 188) Streumittel (UZ 13) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/ https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- elektrogeraete/staubsauger tag-wohnen/streumittel Gartengeräte (UZ 206) https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/all- tag-wohnen/gartengeraete

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97

[Seite 98]

Anhang 3

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Vergabekriterien des Europäischen

Umweltzeichens für veranstaltungs-

relevante Produkte und Dienst-

leistungen

Weitere Informationen zum Europäischen Umwelt- zeichen und den Vergabekriterien sind unter https://ec.europa.eu/environment/ecolabel/ index_en.htm und https://www.eu-ecolabel.de/ zu finden.

→ Beherbergungsbetriebe → Maschinengeschirrspülmittel für den industriellen und institutionellen Bereich → Bettmatratzen → Möbel → Bodenbeläge auf Holz-, Kork- und Bambusbasis → Papiererzeugnisse, weiterverarbeitet → Druckerzeugnisse → Personal-, Notebook- und Tabletcomputer → Fernsehgeräte → Reinigungsmittel für harte Oberflächen → Gebäudereinigungsdienste → Rinse-off-Kosmetikprodukte → Grafisches Papier, Hygienepapier und Hygienepapierprodukt → Textilerzeugnisse

→ Handgeschirrspülmittel → Waschmittel

→ Hartbeläge → Waschmittel für den industriellen und institutionellen Bereich → Hygienepapier

→ Innen- und Außenfarben und -lacke

→ Kopierpapier und grafisches Papier

→ Kultursubstrate, Bodenverbesserer und Mulch → Maschinengeschirrspülmittel

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Bildquellen Cover oben: Photothek/Felix Zahn, Photothek/Felix Zahn, Jordis Antonia Schlösser/OSTKREUZ; unten: Photothek/Felix Zahn | S. 8/9 Photo- thek/Felix Zahn | S. 14/15 oben rechts: Shutterstock.com/fotoliza; mittig: Shutterstock.com/ktsdesign; rechts mittig: Jordis Antonia Schlös- ser/OSTKREUZ; unten links: Shutterstock.com/279photo Studio; unten mittig: Shutterstock.com/r.classen | S. 16 Shutterstock.com/ktsde- sign | S. 18 Shutterstock.com/fotoliza | S. 20 Shutterstock.com/r.classen | S. 22 Shutterstock.com/nortivision | S. 26 Jordis Antonia Schlösser/ OSTKREUZ | S. 28 Shutterstock.com/279photo Studio | S. 30 unten links: Jordis Antonia Schlösser/OSTKREUZ | S. 31 oben rechts: Roberto Iván Cano; unten rechts: photothek/Felix Zahn | S. 32 photothek/Felix Zahn | S. 35 oben: photothek/Felix Zahn; links mittig: Shutterstock. com/SedovaY; rechts mittig: photothek/Felix Zahn; unten: photothek/Felix Zahn | S. 36 Shutterstock.com/mmoktp | S. 38/39 Shutterstock. com/SedovaY | S. 40 Espen Eichhöfer/OSTKREUZ | S. 41 rechts: photothek/Felix Zahn; links: photothek/Felix Zahn | S. 42 Shutterstock.com/ Who is Danny | S. 44 unsplash.com/AbsolutVision | S. 48 Shutterstock.com/lovelyday 12 | S. 48/49 Shutterstock.com/Jacob_09 | S. 52/53 Shutterstock.com/petrmalinak | S. 56 Shutterstock.com/gualtiero boffi | S. 58/59 Shutterstock.com/Rawpixel.com

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