Anlage-1-2_Pädagogisches-Konzept.pdf

Planung, Projektsteuerung und Projektleitung für OGS-Mensa-Neubau und Schulhofgestaltung

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 08:15 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergaben-wirtschaftsregion-aachen.de

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Pädagogisches Konzept GGS Roetgen

  1. Ausgangslage im Kontext landes- und bundesweiter Ganztagsentwicklung

Die Grundschule ist eine 4,5-zügige Grundschule im Land Nordrhein-Westfalen mit einem stetig wachsenden OGS-Anteil. Der Offene Ganztag ist fest im Schulprofil verankert und stellt einen zentralen Baustein der Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsarbeit dar.

Vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Ausbaus des Offenen Ganztags in NRW und des bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ab 2026 (Ganztagsförderungsgesetz – GaFöG) ist eine Weiterentwicklung der räumlichen und funktionalen Rahmenbedingungen der Schule zwingend erforderlich, um der zu erwartenden Anzahl von 320 Kindern in der OGS gerecht zu werden.

Die bestehende Raumstruktur ist historisch auf eine 3,5-zügige Halbtagsschule mit einem separaten OGS-Betrieb für 100 Kinder ausgelegt und kann den aktuellen und zukünftigen Anforderungen eines hochwertigen Ganztagsbetriebs nur sehr eingeschränkt gerecht werden. Alle Gruppenräume der OGS mussten, aufgrund der wachsenden SuS-Zahlen, der Hauptnutzung Unterricht zugeführt werden. Für die aktuell ca. 240 Kinder im Offenen Ganztag stehen keine Gruppenräume zur Verfügung die hauptsächlich der Ganztagsnutzung zugeordnet sind. Weiterhin wird die Mensa der OGS in ihrer Größe und Funktionalität dem Bedarf als sozialer Lern- und Begegnungsraum nicht mehr gerecht. Durch die Aufteilung der Kinder in mehrere Kohorten und unter Beachtung eines knappen Zeitplanes, ist die Mittagsversorgung der Kinder zwar derzeit sichergestellt, jedoch können die pädagogischen Ansprüche an die Essenzeit nur im geringen Maße erfüllt werden.

  1. Pädagogisches Leitbild im Ganztagskontext

Im Zuge der pädagogischen Konzeptentwicklung wurde ein Gemeinsames Leitbild (Schule und Betreuung) der GGS Roetgen in einem partizipativen Prozess erarbeitet.

Die Schule versteht sich als vernetzter Lern- und Lebensraum, in dem Unterricht und Ganztag als pädago gi s c h e E in h e i t g e d a c h t und gestaltet werden. Der Offene Ganztag ist dabei kein Zusatzangebot, sondern ein gleichwertiger Bildungsbereich im Sinne der landesweiten Qualitätsrahmen für den Ganztag in NRW. Ziel ist es,

• Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit zu fördern,

• individuelle Lern- und Entwicklungsbedarfe aufzugreifen,

• soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Verantwortung zu stärken,

• sowie verlässliche Betreuungsstrukturen für Familien bereitzustellen.

<Pädagogisches Konzept mit Bezug auf Bau.docx>24.04.2026/mlö

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Pädagogisches Konzept GGS Roetgen

  1. Verzahnung von Unterricht und Ganztag unter räumlichen Rahmenbedingungen

Ein Großteil der vorhandenen Unterrichtsräume wird vormittags schulisch und nachmittags durch die OGS genutzt. Diese multifunktionale Nutzung entspricht grundsätzlich den Empfehlungen moderner Schulraumnutzung, stößt jedoch bei steigenden Schüler- und Betreuungszahlen an klare Grenzen.

ä z . .:

• strukturierte Lernzeiten statt klassischer Hausaufgaben,

• differenzierte Förder- und Forderangebote,

• projekt- und handlungsorientiertes Lernen,

• sowie Phasen der Entspannung, Bewegung und freien Gestaltung.

Ohne zusätzliche, speziell für den Ganztag vorgesehene Flächen ist eine qualitative Weiterentwicklung im Sinne der landesweiten Qualitätsstandards langfristig nicht möglich.

  1. Pädagogisch begründeter Raumbedarf im Sinne der OGS-Ausbauprogramme

Die aktuellen OGS-Ausbauprogramme in NRW sowie die Förderlogik im Rahmen des Ganztagsförderungsgesetzes betonen ausdrücklich die Bedeutung geeigneter räumlicher Rahmenbedingungen für gelingende Ganztagsbildung.

Zur Wahrung des Sicherheitskonzeptes der GGS Roetgen müssen alle Gebäude miteinander verbunden sein, damit die Kinder sich im Vor- und Nachmittag frei bewegen können und sich sicher fühlen.

Aus pädagogischer Sicht ergeben sich weiterhin folgende Bedarfe:

4.1 Zusätzliche OGS-Flächen mit überwiegender Ganztagsnutzung

Zur Sicherung und Weiterentwicklung der Ganztagsqualität sind zusätzliche Räume erforderlich, die primär durch die OGS genutzt werden. Diese dienen:

• der Entlastung der Unterrichtsräume,

• ä (z. B. -, Spiel-, Ruhe- und Bewegungsräume),

• der Umsetzung inklusiver und individueller Förderkonzepte,

• sowie der alters- und bedarfsgerechten Betreuung großer Kindergruppen.

Die Schaffung solcher Flächen entspricht den Zielsetzungen der landes- und bundesweiten Investitionsprogramme zur nachhaltigen Stärkung des Ganztags.

<Pädagogisches Konzept mit Bezug auf Bau.docx>24.04.2026/mlö

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Pädagogisches Konzept GGS Roetgen

4.2 Erweiterung der Mensa als pädagogischer Kernraum

Die Mensa ist ein zentrales Element des Ganztagsbetriebs und wird pädagogisch als sozialer Lern- und Begegnungsraum verstanden.

Aufgrund des hohen OGS-Anteils und steigender Betreuungszahlen ist eine Erweiterung der Mensakapazitäten notwendig, um:

• angemessene Essenszeiten ohne Zeitdruck sicherzustellen,

• pädagogisch sinnvolle Essenssituationen zu ermöglichen,

• Lärm und organisatorische Belastungen zu reduzieren,

• sowie den Anforderungen an Hygiene, Aufsicht und Inklusion gerecht zu werden.

Eine größere Mensa ist damit nicht nur funktional, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätsentwicklung im Ganztag, wie sie in den Förderprogrammen von Bund und Land ausdrücklich gefordert wird.

  1. Beitrag zur Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG)

Mit Blick auf den ab 2026 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ist davon auszugehen, dass der Betreuungsbedarf weiter steigen wird.

Die geplanten baulichen und räumlichen Erweiterungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur:

• Sicherstellung verlässlicher Ganztagsplätze,

• qualitativen Ausgestaltung des Rechtsanspruchs,

• nachhaltigen Nutzung schulischer Infrastruktur,

• sowie zur Zukunftsfähigkeit des Schulstandorts.

Damit erfüllt die Schule zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben auf kommunaler Ebene.

  1. Fazit und pädagogische Begründung des Investitionsbedarfs

Die Erweiterung der Mensa sowie die Schaffung zusätzlicher, überwiegend durch die OGS genutzter Flächen sind aus pädagogischer Sicht zwingend erforderlich, um:

• den steigenden Betreuungszahlen gerecht zu werden,

• die Qualität des Offenen Ganztags im Sinne der NRW-Standards zu sichern,

• den Anforderungen der OGS-Ausbauprogramme und des GaFöG zu entsprechen,

• und die Schule als modernen Lern- und Lebensort weiterzuentwickeln.

Die geplanten Maßnahmen sind somit keine rein baulichen Investitionen, sondern eine notwendige Voraussetzung für die nachhaltige Umsetzung des pädagogischen Konzepts und der landes- und bundespolitischen Zielsetzungen im Bereich Ganztagsbildung.

<Pädagogisches Konzept mit Bezug auf Bau.docx>24.04.2026/mlö

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