Leitfaden_Zielmarktanalyse.pdf

Organisation von Energie-Geschäftsreisen zur internationalen Geschäftsanbahnung

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 10:24 (Europe/Berlin)

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Leitfaden für

die Erstellung einer Zielmarktanalyse

im Rahmen der Exportinitiative Energie 2027

Stand: Mai 2026

1 Zielsetzung

 Die Durchführungsgesellschaft (DFG) erarbeitet bzw. aktualisiert eine Zielmarktanalyse (ZMA) zum spezifischen Technologieschwerpunkt der Energie-Geschäftsreise.  Sie muss alle relevanten Informationen zur Marktvorbereitung und -sondierung beinhalten. Dabei müssen die Informationen prägnant, präzise und aussagekräftig aufbereitet werden.  Ziele:

– Die Analyse dient als Entscheidungsgrundlage für den Markteinstieg der deutschen Unternehmen. Vor diesem Hintergrund sind eine zielgruppengerechte Auswahl und fundierte Aufarbeitung der recherchierten Informationen von äußerster Wichtigkeit.

– Der langfristige und nachhaltige Know-how- und Netzwerkaufbau der DFG wird durch die Einbe- ziehung lokaler Stakeholder gefördert.

2 Umfang

 ZMA-Standard-Version: s. unten schwarz erörterte Bestandteile. Sie wird von der DFG für die Maß- nahme im Rahmen der Exportinitiative Energie (EIE) erstellt.  ZMA-Sonderversion: s. orange markierte Seitenangaben. Sie wird von der DFG insbesondere für Maß- nahmen erstellt, welche neue Märkte, regionale Zielmarktanalysen, neuartige Technologien und/oder besonders erklärungsbedürftige Rahmenbedingungen umfassen. Sollte eine Sonderversion der ZMA angefertigt werden sollen, wird dies in der Ausschreibung als Hinweis deutlich gekennzeichnet.

3 Qualitative und formelle Hinweise

 Die ZMA ist in deutscher Sprache zu verfassen. Die DFG ist für das Lektorat zuständig.  Es ist auf geschlechtergerechte Sprache gemäß den aktuellen Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung zu achten.

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 Angaben zu den wesentlichen Gliederungspunkten und zum Umfang der einzelnen Kapitel (angege- ben inkl. Grafiken und Tabellen) sollen eingehalten werden. Der Umfang der ZMA kann variieren (ins- gesamt max. 12 Seiten für die Standard-Version und max. 20 Seiten für die Sonder-Version (s. oben; exklusive Profile der Marktakteure, Sonstiges und Quellenverzeichnis)).  Bei regionalen Zielmarktanalysen, die mehrere Märkte umfassen, ist auf einen vergleichenden Schreibstil zu achten. Eine sich doppelnde Kapitelstruktur ist zu vermeiden!  Daten, Statistiken und qualitative Aussagen im Fließtext werden durch das Einfügen von Fußnoten (inkl. Quellenangabe: Name und Jahr der Quelle, hier keine Aufführung von Links) belegt. Die alpha- betisch und chronologisch sortierte Übersicht aller Quellen findet sich am Ende der ZMA im Quellen- verzeichnis (dieses ersetzt nicht die Fußnoten im Text!).  Anspruch der ZMA ist es, Unternehmen relevante und tiefgehende Markt- und Brancheninformatio- nen zu liefern, die über einen reinen „Desk Research“ hinausgehen. Die DFG ist entsprechend ange- halten, das Wissen lokaler Expertinnen und Experten (aus Verbänden, Wissenschaft usw.) im Rahmen von persönlichen Interviews einzuholen und in die Rechercheergebnisse einfließen zu lassen.

4 Hinweise zu Aufbau und Kapitelinhalten

 Die im internen Bereich der EIE zur Verfügung stehende ZMA-Vorlage ist zu nutzen.  Tabellen- und Abbildungsverzeichnis werden erst ab mindestens drei Einträgen erstellt.  Abkürzungen, die im allgemeinen Sprachgebrauch geläufig sind (z.B., usw., bspw., etc., …) werden nicht im Abkürzungsverzeichnis aufgeführt.  Executive Summary (Umfang: 1/ Seite) 2

– Kurze Ausführung der Ergebnisse und Kernaussagen der ZMA.  1. Aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen (Umfang: 1/ / 1 Seite) 2

– Einordnung der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre, die für die deutsche Exportwirtschaft relevant sind (inkl. Regierungsstrategien, internationale Handelsab- kommen und Kooperation zu Fragen des Klimaschutzes, Wirtschaftsbeziehung zu Deutschland, In- vestitionsklima etc.).

– Tipp: Auf sehr allgemeine Informationen (z. B. Einwohnerzahl, Geografie, Geschichte des Landes etc.) sollte verzichtet werden.  2. Marktchancen (Umfang: 1 / 2 Seiten)

– Begründung für den Themenvorschlag (z. B. aktuelle Trends und energiepolitische Entwicklungen, zusammenfassende Darstellung der Geschäftsopportunitäten und geplanter Projekte, wirtschaft- liche und technische Potenziale, Marktvolumen und Marktreife, mögliche Standorte u. a.)

– Tipp: In diesem Kapitel soll die Zielsetzung der Energie-Geschäftsreise deutlich werden.  3. Technische Lösungsbedarfe an die deutsche Zielgruppe (Umfang: 3 / 5 Seiten)

– Welche Komponenten, Technologien und Dienstleistungen werden im Land nachgefragt?

– Welche Erfahrungen und welches Know-how sind erforderlich?

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– Wie sieht die Nutzung von [Thema der GR] im Zielland aus (installierte Leistung, bestehende und geplante Projekte)?

– Gibt es (deutsche und andere) Referenzprojekte im Zielland (relevante Auswahl)? Welche deut- schen Unternehmen sind in diesem Technologiebereich bereits vor Ort?

– Tipp: In diesem Kapitel soll dargestellt werden, welche lokalen Bedarfe für die deutsche Zielgruppe relevant sind. Dieses Kapitel ist ausschlaggebend für die Akquisestrategie.  4. Wettbewerbsumfeld und Markteintrittsstrategien (Umfang: 3 / 5 Seiten)

– Welche Marktakteure gibt es bereits im Zielland (Wettbewerbssituation für deutsche Unterneh- men vor Ort)?

– Welche Kooperationsformen stehen deutschen Unternehmen zur Verfügung (z. B. Partnerschaft mit lokalem Interessenten, Referenzprojekt, Vertriebsstrategie etc.)?

– Welche Risiken birgt das Marktumfeld für deutsche Unternehmen?

– Welche Geschäftspraktiken sind im Zielmarkt vorherrschend (soziokulturelle Besonderheiten)?

– Tipp: In diesem Kapitel sollen Handlungsempfehlungen für deutsche Unternehmen zum Marktein- tritt ausgesprochen werden.  5. Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Umfang 2 / 4 Seiten)

– Förderprogramme, steuerliche Anreize für deutsche Unternehmen im Energiebereich

– Öffentliches Vergabeverfahren und Ausschreibungen, Zugang zu Projekten

– Netzanschlussbedingungen und Genehmigungsverfahren

– Ggfs. geltender CO -Preis 2

– Strompreisentwicklung und -regulierung

– Fachkräfte

– Tipp: Das Kapitel muss stark themenbezogen und aktuell sein. Die aufgeführten Aspekte sollten nur berücksichtigt werden, sofern sie relevant für das jeweilige Thema sind.  6. SWOT-Analyse (Umfang: 1/ Seite) 2

– Graphische Darstellung einer SWOT-Analyse: Inhalte sollen zuvor erläuterten Kernaussagen der ZMA aufnehmen und einordnen.

– Tipp: Die SWOT-Analyse ist aus Sicht eines deutschen KMUs, nicht aus Sicht der jeweiligen Volks- wirtschaft zu erstellen. Sie muss themenbezogen sein.  Profile der Marktakteure (aus Datenschutzgründen KEINE personenbezogenen Daten)

– KEINE Adressliste, sondern Kurzbeschreibung der jeweiligen Institution

– Relevante administrative Instanzen und politische Stellen der unterschiedlichen Verwaltungsebe- nen (Zentralregierung/Regionen/Kommunen), die im Zielmarkt für themenspezifische Energiebe- lange zuständig sind

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– Unternehmen, die bereits im Zielmarkt als Anbieter im Bereich der Energie-Geschäftsreise tätig sind

– Potenzielle Kunden/Abnehmer/Partner

– Standortagenturen, Beauftragte für Auslandsinvestitionen, Beratungsunternehmen, Forschungsin- stitute und sonstige Multiplikatoren

 Sonstiges

– Wichtige Messen im Zielland

– Wichtige sonstige Adressen und Websites

– Hinweise auf Fachzeitschriften, Nachrichtenportale  Quellenverzeichnis (in alphabetischer und chronologischer Reihenfolge)

– Mindestbestandteile der Quellenangaben sind:  Bei Druckwerken: Autor (Jahr der Veröffentlichung): Titel der Publikation. Titel des Buches/der Zeitschrift o. ä. Auflage/Ausgabe. Seitenzahl.  Bei Onlinequellen: Name der Webseite bzw. der Institution, die die Webseite betreibt, Jahr der Veröffentlichung, vollständige URL, Datum des letzten Seitenaufrufs.  Hinweis: Es ist zwischen Jahr der Veröffentlichung einer Quelle und Datum des letzten Sei- tenaufrufs zu unterscheiden. Bei Quellen mit gleichem Namen und gleichem Jahr der Veröf- fentlichung muss sowohl im Quellenverzeichnis als auch in der Fußnote eine zusätzliche al- phabetische Benennung erfolgen (Bsp. Europäische Kommission (2024a)(…), Europäische Kommission (2024b)(…)), damit eine genaue Zuordnung der Informationen erfolgen kann.  Bei Experteninterviews: Name der Institution (Verband, Wissenschaftsinstitut etc.), ggf. Name und Position des Interviewpartners (sofern Zustimmung vorliegt), Datum und Rahmen des Ge- sprächs (Online, Telefonat, Präsenz).

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