Bieterfragen und -antworten FOSBOS 2205.pdf

Objektplanung Gebäude für den Neubau der FOS/BOS Hans-Leipelt-Schule in Donauwörth

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 14:27 (Europe/Berlin)

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Bieterfragen und -antworten

Stand: 22.05.2026

Bieterfrage 1

Gilt zB ein Gymnasium als vergleichbar und führt es nur zu Punktabzügen, wenn nicht alle Leistungsphasen eigens erbracht sind und wenn dann, wie wird es berechnet wird? Wie ist der Punkteabzug bei den Leistungsphasen 2 - 8 gestaffelt.

Antwort

Ein Gymnasium ist eine weiterführende Schule, die das Wertungskriterium c) erfüllt. Mindestanforderung für die Wertung einer Referenz ist jedoch, dass die Leistungsphasen 2 bis 8 vollständig erfüllt worden sind. Die Fertigstellung und die Nutzungsaufnahme (= nicht also sämtliche vorausgegangenen Leistungsphasen) müssen im Referenzzeitraum vom Mai 2016 bis Mai 2026 liegen.

Bieterfrage 2

wird eine Grund- und Mittelschule als weiterführende Schule oder vergl. Bildungseinrichtung gewertet?

Antwort

Eine Mittelschule zählt zu den weiterführenden Schulen, nicht aber eine (reine) Grundschule.

Bieterfrage 3

wir würden gerne einen Objektüberwacher als Nachunternehmer ohne Eignungsleihe ins Verfahren einbinden. Dürfen sich diese Büros mehrfach mit Architekturbüros bewerben?

Antwort

Ein mehrfacher Nachunternehmereinsatz ist möglich.

Vergaberechtlich unzulässig ist nur eine direkte Mehrfachbeteiligung . Direkt ist eine Mehrfachbeteiligung, wenn ein Büro als (1) BieGe-Mitglied und (2) als Einzelbieter oder Mitglied einer weiteren BieGe an einem Vergabeverfahren teilnimmt.

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Hier droht ein Verstoß gegen den Geheimwettbewerb, weil das BieGe-Mitglied als vollwertiges Mitglied (eine Bietergemeinschaft ist automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit den BieGe-Mitgliedern als Gesellschaftern) Kenntnis von mehreren Angebotsinhalten hat. Hier droht eine Manipulationsgefahr.

Ein einfacher Unterauftragnehmern ist vergaberechtlich zulässig, solange der Nachunternehmer nicht Kenntnis von der jeweiligen Angebotskalkulation der (konkurrierenden) Hauptbieter erhält, sondern nur seinen Leistungsteil kalkuliert. Gegen den Geheimwettbewerb würde erst verstoßen, wenn die (konkurrierenden) Hauptbieter keinen eigenständigen Kalkulationsspielraum mehr hätten.

Hierfür sehen wir in Ihrer Frage keine Anhaltspunkte. Der mehrfache Nachunternehmereinsatz ist damit möglich.

Bieterfrage 4

wir haben in den Auslobungsunterlagen keine Angaben dazu gefunden, ob Referenzdarstellungen (Text, Pläne, Fotos) zu den drei Referenzen eingereicht werden sollen oder ob keine Darstellungen gewünscht sind. Können Sie uns bitte mitteilen, ob Referenzdarstellungen gewünscht sind?

Antwort

Die Vergleichbarkeit der Referenzen wird anhand des Formblatt L 1 Eigenerklärungen bewertet. Gerne reichen Sie (ohne Seiten- und Formatvorgaben) schon vorhandene Referenzdarstellungen ergänzend ein.

Bieterfrage 5

Guten Tag, dürfen Projekt Blätter hinzugefügt werden? Wenn ja, in welchem Format?

Antwort

Siehe Frage 4.

Bieterfrage 6

wie werden Hochschulen bewertet? Gelten diese auch als wertungsfähige Referenz? Wir bitten um Präzisierung der Antwort auf Frage 1. Müssen die LP 2-8 vollständig im eigenen Büro erbracht worden sein? Wie wird die Bearbeitung der LP 2-8 gewertet, wenn diese nur teilweise im eigenen Büro bearbeitet wurden. Aus verwaltungstechnischen Gründen beim Bauherrn gab es eine nachträgliche Änderung und das Projekt wurde als GU-Maßnahme

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fortgeführt mit teilweiser Leistungserbringung der oberen Leistungsphasen durch die Bewerberin.

Antwort

Eine Hochschule kann als vergleichbare Bildungseinrichtung im Sinne von Krit. c) gewertet werden. Ob Krit. d) erfüllt ist („für eine Schule mit pädagogischem Konzept mit Schwerpunkt auf individuellem Lernen (insb. Lerncluster, Räume für Instruktions- und Selbstlernphasen sowie geeignet für unterschiedliche Größen von Lerngruppen oder vergleichbar“) hängt vom konkret geplanten Objekt ab. Dies wird nach Abgabe der Teilnahmeanträge bewertet. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir keine Vorabbewertungen im Rahmen von Bieterfragen vornehmen werden.

Die LPh 2 bis 8 müssen vollständig an den Bieter beauftragt worden sein. D.h. die Einschaltung eines Nachunternehmers, z.B. für die LPh 8, ist unschädlich. Eine Referenz über eine Totalunternehmervergabe, die nach der LPh5 geendet hat, erfüllt die Mindestanforderung nach Krit. a) hingegen nicht.

Bieterfrage 7

Im Bekanntmachungstext wird unter Punkt 5.1 darauf hingewiesen, dass auch die Planung der Aufzugsanlagen (KG 460) Teil des Auftrags sein wird. Sind in dem Zusammenhang bereits im Teilnahmeantrag Nachweise zu erbringen, oder erfolgt die Einbindung des Planers für Aufzüge erst in der Angebotsstufe?

Antwort

Das konkrete Planungsteam wird erst in Stufe 2 mit der Aufforderung zum Angebot zu benennen sein.

Bieterfrage 8

Die Abgrenzung von "Weiterführender Schule" und "Grundschule" wurde in den Rückfragen bereits gemacht. Können wir hingegen davon ausgehen, dass "Hochschulgebäude" -- im Sinne von Anlage 10.2 HOAI wie "Schulen mit hohen Planungsanforderungen" und mit einer Einordnung in die Honorarzone IV -- in der Bewertung von Referenzkriterium c) mit 4 Punkten berücksichtigt werden?

Antwort

Ja, siehe Antwort auf Bieterfrager 6.

Bieterfrage 9

In der Auslobung werden Bildungseinrichtungen als Referenzen abgefragt. Zählen Öffentliche Bibliotheken mit Lernbereichen und Angeboten für Schulen zu solchen Bildungseinrichtungen?

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Antwort

Bibliotheken als Bildungseinrichtung werden bei Krit. c) (Referenz umfasst … vergleichbare Bildungseinrichtung) akzeptiert.

Krit. d) „Schule mit pädagogischen Konzept mit Schwerpunkt auf individuellen Lernen“ wird allerdings voraussichtlich nicht erfüllt sein.

Bieterfrage 10

wir bitten um Klarstellung zur Bewertung der Referenzen gemäß den veröffentlichten Eignungskriterien bzw. der dargestellten Beispiele in den Vergabeunterlagen.

Nach unserem Verständnis handelt es sich bei den farblich dargestellten Bewerbern um reine Bewertungsbeispiele.

  1. Gemäß den Unterlagen werden bei den Referenzen pro nicht erfüllter Anforderung jeweils 4 Punkte abgezogen. Im dargestellten Beispiel für Referenz 1 können wir lediglich eine nicht erfüllte Anforderung erkennen. Vor diesem Hintergrund ist für uns nicht nachvollziehbar, weshalb dort lediglich 12 Punkte erreicht werden.

  2. Zudem bitten wir um Klarstellung hinsichtlich des als „Mindestanforderung“ bezeichneten Kriterieums bzgl. der anrechenbaren Kosten von mind. 8 Mio netto: a) Ist eine Mindestanforderung nicht als zwingendes Muss-Kriterium zu verstehen, dessen Nichterfüllung dazu führt, dass die Referenz insgesamt nicht gewertet werden kann bzw. ausgeschlossen wird? - In diesem Fall wäre das gegebene Beispiel Referenz 1 doch 0 Punkte wert?

b) Oder erfolgt trotz Nichterfüllung einer Mindestanforderung lediglich ein Punktabzug von 4 Punkten, sodass die Referenz weiterhin gewertet wird?

Besten Dank im Voraus für die Beantwortung unserer Fragen.

Antwort

zu 1) Es handelt sich um eine beispielhafte Darstellung. Die zweite nicht erfüllte Anforderung hatten wir zu gut versteckt, Sie finden nun ein zweites (-) in den Eignungskriterien.

zu 2) Mindestanforderung für die Wertung einer Referenz ist nur Krit. a) „Referenz umfasst Objektplanungsleistung Gebäude (Leistungsbild § 34 HOAI) mit LPh 2 bis 8 mit einer Fertigstellung und Nutzungsaufnahme im Referenzzeitraum Mai 2016 bis Mai 2026 (Mindestanforderung für die Wertung der Referenz)“

Eine Referenz mit anrechenbaren Kosten < 8 Mio. EUR wird also gewertet und erhält nur kein (+) bei Krit. b).

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Bieterfrage 11

Wir haben eine Rückfrage zu 1.2.1. des Bewerbungsbogens. Dort wird abgefragt, ob eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) hochgeladen wurde. Nach unserem Verständnis würden wir hier „Nein“ angeben, da wir die EEE nur dann einreichen bzw. hochladen würden, sofern dies im Verfahren ausdrücklich erforderlich ist. Wir bitten Sie daher um kurze Erläuterung, wie Punkt 1.2.1 in diesem Zusammenhang zu verstehen ist und welche Angabe dort erwartet wird.

Antwort

Öffentliche Auftraggeber müssen eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung („EEE“) als Ersatz für einen Bewerberbogen akzeptieren. Daher wird dies in Nr. 1.2.1 abgefragt.

Sie dürfen auf eine EEE aber gerne verzichten (sie ist auch unüblich) und anstelle dessen einen vollständig ausgefüllten Bewerberbogen abgeben. In Nr. 1.2.1 geben Sie einfach „Nein“ an.

Bieterfrage 12

Im Referenzformblatt wird unter Punkte 1 e eine Eigenerklärung zur Termin- und Kostensicherheit abgefragt. Unter Punkt 2 wird eine Bescheinigung des Auftraggebers (als nur fakultativ) abgefragt. kann, soll oder muß eine Referenzbescheinigung des Bauherren mit abgegeben werden? Gibt es hierzu Zusatzpunkte?

Antwort

Nach der vergaberechtlichen Rechtsprechung darf bei VgV-Ausschreibungen (anders als bei VOB-Vergaben) keine Referenzbescheinigung des Referenzgebers verlangt werden. Es genügt damit eine Eigenerklärung.

Der Auftraggeber behält sich jedoch vor, bei der angegebenen Kontaktstelle des Referenzgebers zu überprüfen, ob die Eigenerklärung zutrifft und die Referenzen jeweils zur Zufriedenheit des Referenzgebers erbracht worden sind. Der Auftraggeber behält sich vor, Referenzen nicht zu werten, wenn diese nicht vollständig oder nicht im Wesentlichen auftragsgemäß ausgeführt worden sind. Sind mehrere Referenzen nicht wertbar, wird der Auftraggeber im Rahmen einer Prognoseentscheidung beurteilen, ob der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft über die erforderliche technische und berufliche Leistungsfähigkeit verfügt.

Fazit: Wenn Sie schon eine Referenzbescheinigung (auch formlos auf einem Schreiben des Auftraggebers etc.) haben, reichen Sie uns diese gerne ein. Dies erspart uns, Ihnen und auch dem Referenzgeber einer Überprüfung.

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Bieterfrage 13

wir erfüllen sämtliche Eignungskriterien sowie die erforderlichen Voraussetzungen, um unser Büro für die 2. Stufe des Verfahrens zu qualifizieren.

Aufgrund der Entfernung der Baustelle zu unserem Büro beabsichtigen wir, für die Teilleistung der Leistungsphase 8 örtliche Bauleitung einen örtlichen Bauleiter als Nachunternehmer zu beauftragen.

Um nicht zu viele Kapazitäten zu binden beabsichtigen wir, diesen Nachunternehmer bei einer Einladung zur 2. Verfahrensstufe zu benennen.

Bitte bestätigen Sie uns, dass dieses Vorgehen zulässig ist.

Antwort

Ein Nachunternehmereinsatz ist selbstverständlich zulässig. Dies ist im Bewerberbogen anzugeben. Bei einem einfachen Nachunternehmer (ohne Eignungsleihe) ist ergänzend Formblatt III.7 einzureichen (bei Eignungsleihen zusätzlich auch III.8).

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