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Objektplanung für Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Friedrichswerderschen Kirche

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 15:20 (Europe/Berlin)

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Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) – Staatliche Museen zu Berlin (SMB); Berlin, den27.07.2026 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – Referat KB I 2 Museumsinsel 2, Sonderprogramme SPK

Projekt: Rahmenvereinbarung Friedrichswerdersche Kirche (FWK), Bauunterhalt für die Staatlichen Museen zu Berlin

Leistungsbild: Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. §33 ff HOAI für einzelne Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (Teil-leistungen der LPH 2-3 sowie Leistungen der LPH 5-8)

Leistungsbeschreibung

  1. Veranlassung

Die Friedrichswerdersche Kirche, ein eindrucksvoller Bau aus roten Ziegelsteinen im Stil der deutschen Neugotik, wurde zwischen 1824 und 1830 nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel in Berlin-Mitte errichtet. Heute ist sie als eingetragenes Baudenkmal in der Landesdenkmalliste ein öffentlicher Kulturort und beherbergt die Skulpturensammlung der Nationalgalerie.

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrfach saniert. In den 1980er Jahren erfolgte in der DDR eine grundlegende Instandsetzung. Nach der Wiedervereinigung wurden die Innenräume für Ausstellungen hergerichtet und in den frühen 2000er Jahren die technische Infrastruktur modernisiert. In den 2010ern wurden baubedingte Schäden an Fundament, Fassade und Dachstruktur behoben. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2020 finden regelmäßig Maßnahmen zur Sicherung und Erhaltung des Bauwerks statt.

Im Rahmen der jährlichen Liegenschaftsbegehung sowie der RÜV-Erstaufnahme wurden verschiedene Instandsetzungs- und Sanierungsbedarfe festgestellt und dokumentiert. Diese Maßnahmen sind technisch weitgehend unabhängig voneinander, weisen jedoch inhaltliche und organisatorische Schnittstellen auf – insbesondere in der Bauabwicklung und Nutzung temporärer Infrastruktur.

Zur strukturierten Abarbeitung des Bauunterhaltsstaus sowie zur kontinuierlichen fachlichen Betreuung wird der Abschluss eines Rahmenvertrags mit einem Architekturbüro angestrebt. Der Leistungsumfang umfasst Koordination, Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung.

  1. Aktueller Projektstand

Der aktuelle Projektstand umfasst die systematische Erfassung von erforderlichen Maßnahmen sowie der zugehörigen Planunterlagen. Grundlage hierfür ist die umfassende Prüfung aller relevanten Bestandsdaten, um eine fundierte Basis und spätere Umsetzung zu schaffen.

Die Bestandsaufnahme des Hochbaus wurde vollständig durchgeführt und digitalisiert. Auf Basis der ebenfalls abgeschlossenen Vermessung des Dachstuhls wurden entsprechende Pläne erstellt und digital aufbereitet. Auch die Erfassung der TGA-Anlagen (ELT, FM, HLS) ist erfolgt und die zugehörigen Planunterlagen liegen vollständig vor. Das Schadstoffgutachten dokumentiert potenzielle Belastungen und enthält Hinweise zur sicheren Handhabung betroffener Materialien. Das Dachgutachten bewertet den Zustand der Dachdeckung, identifiziert bestehende Mängel und gibt Empfehlungen für geeignete Sanierungsmaßnahmen. Ergänzend wurde für das Dachtragwerk eine statische Einschätzung erstellt, die die bautechnische Bewertung der Holzkonstruktion und der konstruktiven Elemente enthält sowie daraus ableitend Sanierungsansätze empfiehlt. Parallel wurde ein Artenschutzgutachten erstellt, das die geplanten Fassaden- und Dachsanierungen in Hinblick auf den Schutz gefährdeter Tierarten begleitet. Zur Optimierung der Energieeffizienz wird derzeit ein weiteres Gutachten unter Berücksichtigung der Anforderungen des Denkmalschutzes erstellt.

Sollten im weiteren Planungsverlauf zusätzliche Anforderungen auftreten, können bei Bedarf weitere Gutachten / Pläne in Beauftragung gegeben werden.

  1. Aufgabenstellung und Zielsetzung

Ziel ist die wirtschaftliche und fachlich gesicherte Umsetzung der notwendigen Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen unter optimaler Nutzung vorhandener Ressourcen und organisatorischer Synergieeffekte.

Es handelt sich um verschiedene Einzelmaßnahmen, deren erforderliche Leistungen je nach Umfang und Komplexität variieren. Sofern einzelne Maßnahmen keiner weitergehenden Planungsleistung bedürfen, können diese, basierend auf vorhandenen Bestandsaufnahmen und/oder Gutachten, ausgeschrieben und umgesetzt werden, während andere eine detailliertere planerische Bearbeitung erfordern. Unabhängig vom jeweiligen Planungsbedarf sind für alle Maßnahmen die Erstellung der Leistungs- verzeichnisse, die Mitwirkung bei der Vergabe sowie die örtliche Bauüberwachung sicherzustellen. Zum Leistungsumfang gehört außerdem die Koordination und Integration externer Fachplaner. Dies betrifft insbesondere die Technische Gebäudeausrüstung sowie die Tragwerksplanung. Die jeweiligen Fachplanungen sind in den Gesamtplanungsprozess, den Ablauf- und Terminplan sowie Ausführung einzubinden und abzustimmen. Ergänzend sind geeignete Baustellenrichtungen wie Gerüste, Wetterschutzdach und Schutzvorkehrungen zu planen und wirtschaftlich so zu organisieren, dass diese gewerkeübergreifend genutzt und bei laufendem Betrieb an den Baufortschritt angepasst werden können.

Ferner erfordert das denkmalgeschützte Gebäude eine enge Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt. Je nach Maßnahme und Notwendigkeit sind denkmalrechtliche Genehmigungen einzuholen. Die Koordination und Vorbereitung dieser Anträge sowie die Integration der behördlichen Auflagen in Planung du Ausführung sind Bestandteil der Leistung.

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Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) – Staatliche Museen zu Berlin (SMB); Berlin, den27.07.2026 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – Referat KB I 2 Museumsinsel 2, Sonderprogramme SPK

Projekt: Rahmenvereinbarung Friedrichswerdersche Kirche (FWK), Bauunterhalt für die Staatlichen Museen zu Berlin

Leistungsbild: Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. §33 ff HOAI für einzelne Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (Teil-leistungen der LPH 2-3 sowie Leistungen der LPH 5-8)

  1. Beauftragungsmodell

Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist ein Rahmenvertrag mit einem Architekturbüro vorgesehen. Dieser soll die kontinuierliche fachliche Begleitung, die flexible Planung und die wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung der Maßnahmen im laufenden Bauunterhalt ermöglichen. Der Rahmenvertrag schafft die organisatorische Grundlage, um über einen längeren Zeitraum Einzelmaßnahmen bedarfsorientiert, gezielt und effizient umzusetzen, ohne für jede Maßnahme ein neues Vergabeverfahren einleiten zu müssen. Dies betrifft sowohl einfache als auch komplexere Bauaufgaben, die sich auf unterschiedliche Gewerke verteilen und teilweise zeitlich voneinander entkoppelt sind.

Die Leistungen, die sich an das Leistungsbild der Objektplanung des § 34 HOAI orientieren, sind in vier Pakete unterteilt. Die einzelnen Leistungspakete umfassen jeweils spezifische Leistungsbilder, die thematisch übergeordnet oder maßnahmenbezogen gegliedert sind.

Mit dem Vertragsabschluss erfolgt der Abruf des Leistungspakets 1, das übergeordnete Leistungen für alle Maßnahmen übergreifend beinhaltet. Auf Grundlage der Ergebnisse aus diesem Leistungspaket erfolgen im weiteren Verlauf Einzelaufträge der maßnahmenbezogenen Leistungen, die in der abgestimmten Reihenfolge ausgelöst werden. Jeder Einzelabruf beinhaltet die jeweilige Maßnahme hinsichtlich Leistungsbild, Zeitrahmen und Vergütung.

Leistungspaket 1 – Maßnahmenübergreifende Leistungen

Dieses Paket umfasst Leistungen, die für maßnahmenübergreifend für alle in der Maßnahmenbeschreibung genannten Einzelmaßnahmen erforderlich sind:

Nr. 1.1 Analyse und Konkretisierung anhand von vorliegender Grundlage inkl. Ortsbesichtigungen und Erarbeitung der Maßnahmenübersicht mit Bewertung nach Priorität, Komplexität und Abhängigkeiten in Abstimmung mit dem Auftraggeber, Zusammenfassen der Ergebnisse als gemeinsame Arbeitsgrundlage

Nr. 1.2 Entwicklung und Untersuchung von zwei umsetzbaren Varianten zur Bündelung und zeitlichen Einordnung der Einzelmaßnahmen unter Berücksichtigung von Kosten, Terminen, Risiken, betrieblichen Belangen sowie Synergieeffekten bei Baustelleneinrichtung und Ausführung (inkl. Integration der TGA-Maßnahmen). Darstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile, vergleichende Bewertung der Varianten sowie Erstellung einer Entscheidungsvorlage einschließlich Präsentation der Ergebnisse gegenüber dem Auftraggeber.

Nr. 1.3 Ermittlung und Festlegung sämtlicher erforderlicher Baustelleneinrichtung unter Berücksichtigung gewerkeübergreifender Nutzung (inkl. Integration der TGA-Maßnahmen) und betrieblicher Abläufe, insbesondere unter zeitlicher Abstimmung der Einrichtungen mit den Ausführungsabläufen der einzelnen Maßnahmen unter Berücksichtigung von Schnittstellen aller beteiligten Gewerken

Nr. 1.4 Inhaltliche Erfassung der TGA-Maßnahmen und Tragwerksplanung zur Abschätzung des zeitlichen Aufwands für Planung, Vergabe und Bauausführung

Nr. 1.5 Erstellen und Fortschreiben eines Rahmenterminplans betreffend Planung, Vergabe und Ausführung (inkl. Integration der TGA-Maßnahmen) mit dem Ziel synergetischer Nutzung der erforderlichen Baustelleneinrichtung und minimaler Störungen bei der Ausführung im laufenden Betrieb

Nr. 1.6 Erstellung einer Kostenberechnung für alle Hochbau-Einzelmaßnahmen gem. Maßnahmenbeschreibung

Leistungspaket 2 – Leistungen für Hochbau-Maßnahmen

Dieses Leistungspaket umfasst Architektenleistungen für Hochbau-Maßnahmen des Bauunterhalts. Die Leistungen beziehen sich jeweils auf einzelne Maßnahmen; die derzeit vorgesehenen Maßnahmen sind der Maßnahmenbeschreibung zu entnehmen. Der Abruf der Leistungen erfolgt maßnahmenbezogen und bedarfsabhängig aus den definierten Leistungsstufen. Je nach Erfordernis der jeweiligen Maßnahme können folgende Leistungsstufen abgerufen werden:

  • Leistungsstufe 1: Ausführungsplanung (LPH 5),

  • Leistungsstufe 2: Vorbereitung der Vergabe sowie Mitwirkung bei der Vergabe (LPH 6 und 7),

  • Leistungsstufe 3: Objektüberwachung und Dokumentation (LPH 8).

Die konkret zu erbringenden Leistungen werden in den spezifischen Leistungspflichten zum Vertrag vereinbart. Abhängig vom Bedarf der jeweiligen Maßnahme werden die Leistungen mit oder ohne weitergehende Planungsleistungen auf Grundlage vorhandener Bestandsunterlagen abgerufen.

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Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) – Staatliche Museen zu Berlin (SMB); Berlin, den27.07.2026 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – Referat KB I 2 Museumsinsel 2, Sonderprogramme SPK

Projekt: Rahmenvereinbarung Friedrichswerdersche Kirche (FWK), Bauunterhalt für die Staatlichen Museen zu Berlin

Leistungsbild: Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. §33 ff HOAI für einzelne Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (Teil-leistungen der LPH 2-3 sowie Leistungen der LPH 5-8)

Leistungspaket 3 – Koordinationsleistungen

Dieses Paket umfasst Koordinationsleistungen für TGA-Maßnahmen. Der gesamte spezifische Leistungsumfang bezieht sich auf die einzelne Maßnahme. Die Beschreibungen der derzeit vorgesehenen Maßnahmen sind der Maßnahmenbeschreibung zu entnehmen:

  • Abstimmen und Koordinieren der Planungs- und Ausführungstermine mit den Fachplanern zur Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs

  • Bereitstellen der Arbeitsergebnisse der Hochbau-Maßnahmen für die Fachplaner sowie Koordination und Integration von deren Leistungen

  • Abstimmen und Koordinieren der Schnittstellen zu den Leistungsbeschreibungen der Fachplaner

  • Überwachung der Schnittstellen während der Ausführung zwischen TGA- und Hochbau-Maßnahmen

Leistungspaket 4 – Sonstige Leistungen

Dieses Paket umfasst Leistungen, die nicht in den obigen Paketen enthalten sind, und je nach Bedarf zusätzlich abgerufen werden können, wenn z.B. Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt notwendig wird oder zusätzliche Einzelmaßnahmen im Sinne des Bauunterhalts ausgeführt werden:

4.1. Vorbereitung, Mitwirkung und Nachbereitung für die Abstimmungen mit dem Landesdenkmalamt sowie für die Einholung der erforderlichen denkmalrechtlichen Genehmigung und Teilnahme an der öffentlich-rechtlichen Abnahme

4.2. Erstellung einer Kostenberechnung von einer Einzelmaßnahme und Integration des Planungs-, Vergabe- und Ausführungstermins in den Rahmenterminplan

  1. Leistungszeitraum

Die Leistungen sind voraussichtlich ab Dezember 2026 bis 3. Quartal 2029 vorgesehen (s. hierzu vorl. Terminplan):

 Maßnahmenübergreifende Leistungen Beginn Q4/2026; Dauer ca. 3 Monate  Planungsphase (ausführungsreif) Beginn Q2/2027; Dauer ca. 6 Monate (zzgl. baubegleitend)

 Ausschreibung / Vergabe Beginn Q2/2027; Dauer ca. 10 Monate (mit Unterbrechungen)

 Bauphase Beginn Q2/2027; Dauer ca. 16 Monate

  1. Projektbeteiligte

Bauherr: Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) vertreten durch Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Nutzer: Staatliche Museen zu Berlin (SMB) Fachbehörde: Landesdenkmalamt Berlin

Fachplaner/ Gutachter: Statik Dachkonstruktion – Axel Seemann, Planung in der Denkmalpflege

Dachgutachten – Dipl.-Ing. Heinz-Christian Herzberg Artenschutzgutachten – Dipl. Biol. Carsten Kallasch

Schadstoffgutachten – Competenza GmbH

Energieberater – CSD Ingenieure GmbH RÜV-Gutachten – Wetzel und von Seht, Ingenieurbüro für Bauwesen

TGA-Planung – noch nicht beauftragt

Statik-Planung – noch nicht beauftragt

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung