Anlage 3.2 Gebäudeuebersicht.pdf

Objektplanung für die denkmalgerechte Sanierung der Alten Münze in Berlin

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 16:50 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Alte Münze

Gebäude Übersicht

Abb. 1 - Luftbild -Alte Münze (Quelle: Orthophoto aus dem Geoportal Berlin)

Maßnahme:

Sanierung und Herrichtung der Alten Münze

Adresse:

Molkenmarkt 2, Am Krögel 2, Staatliche Münze

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 1 von 14

[Seite 2]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

  1. Gebäude Übersicht

2.1. Haus 1 Eingang 2.1.1. Baubeschreibung 2.1.2. Instandhaltungsliste

2.2. Haus 2 Direktorenhaus 2.2.1. Baubeschreibung 2.2.2. Instandhaltungsliste

2.3. Haus 3 Passarelle 2.3.1. Baubeschreibung 2.3.2. Instandhaltungsliste

2.4. Haus 4 Prägehalle 2.4.1. Baubeschreibung 2.4.2. Instandhaltungsliste

2.5. Hofkeller 2.5.1. Baubeschreibung 2.5.2. Instandhaltungsliste

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 2 von 14

[Seite 3]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Zu dem Areal gehören vier Gebäude:

BGF NGF ohne UG Gebäudebezeichnung aktuelle Nutzer

EG/UG Leerstand Haus 1 791 m² ca. 550 m² Eingangsgebäude 1.OG. Transition Institute 2.OG. Psychotherapie L. Matus- zewsky

3.OG nicht ausgebaut

Haus 2 1.984 m² ca. 1.420 m² Direktorenhaus Meisterrat Berlin-Brandenburg e.V. (Il- lustrative e.V). - Räumungsklage

Haus 3 4.925 m² ca. 3.730 m² Passarelle Spreewerkstätten GmbH

4.935 m² Haus 4 ca. 3.446 m² Prägehalle Spreewerkstätten GmbH (einschließlich 327 m² überdachter Innenhof)

UG 6.033 m² ca. 5.430 m² Nutzung als Musik Club, Spreewerkstätten GmbH (teilweise)

Lager etc.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 2 von 14

[Seite 4]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

2.3 Haus 1 – Baubeschreibung - Eingangsgebäude

Abbildung 2 links-Haus 1- Straßenfassade (Quelle: BIM)

Abbildung 3 rechts – Haus 1 Hoffassade (Quelle: BIM)

Das Verwaltungsgebäude ist das nördlichste Gebäude des Areals. Es besitzt einen keilförmigen Grundriss. Das Gebäude verjüngt sich von der Straßenfassade (Abb. 2) mit fünf Fensterachsen zur Hoffassade (Abb. 3) mit drei Fensterachsen. Es gliedert sich in insgesamt fünf Geschosse, von denen eines auf das Untergeschoss und eines auf das Dachgeschoss entfällt. Die Außenwände bestehen aus Ziegelmauerwerk. Beide Fassaden sind Putzfassaden mit Tür- und Fenstereinfassungen aus scharriertem Sandstein. An der Straßenfassade ist der Putz farblich überfasst. An der Hoffassade ist ein rezenter, ungefasster Reibeputz vorhanden.

Der Sockel und das profilierte Traufgesims sind aus Sandstein gefertigt. An der Straßenfassaden finden sich an den bodentiefen Fenstern der Obergeschosse Balustraden aus farblich gefasstem Eisen, sodass ein französischer Balkon gebildet wird. Im Erdge- schoss sind Fenstergitter vorhanden, die in der Formgebung den Balustraden entsprechen. An der Hoffassade sind nur im 2. Ober- geschoss bodentiefe Fenster vorhanden, die mit einer Balustrade gesichert sind. Im 1. Obergeschoss ist am Fenster der mittleren Achse ein Balkon vorhanden, unter dem sich drei Zierkonsolen befinden.

Das Dach ist als Satteldach ausgebildet und mit roten Biberschwanzziegeln aus Keramik eingedeckt. Die Dachkonstruktion ist ein Kehlbalkendach mit Aufschieblingen. Das Gebäude besitzt einen Durchfahrtsbereich im Erdgeschoss, durch den man auf das Ge- lände der Alte Münze gelangen kann.

Die Durchfahrt ist zur Straßen- und zur Hofseite mit zwei dreiflügeligen, kassettierten Holztoren schließbar. Über beiden Toren be- finden sich Oberlichter. Die Durchfahrt ist entsprechend der Hoffläche mit Schlackesteinen im Reihenverband gepflastert. Die De- cke der Durchfahrt ist in drei Felder kassettiert und mit umlaufenden Stuckprofilen versehen.

2.3 Haus 1 – Instandhaltungsliste (Kurzfassung)

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 3 von 14

[Seite 5]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Dach & Fach

 Dach: Partieller Austausch von Dachziegeln; Anschlüsse ertüchtigen.

 Dachfenster / Gaube: Partielle Ertüchtigung; Fenster erneuern.

 Dachentwässerung: Teilweiser Austausch von Dachrinne, Fall- und Standrohren.

 Fassade: Ausbesserung von Rissen und Hohlstellen; Profilierungen und Ornamente instandsetzen (inkl. Gerüst).

 Fassadenleuchten: Ergänzen / ertüchtigen.

 Hofdurchfahrt: Partielle Ausbesserungen (inkl. Gerüst).

Fenster & Türen

 Fenster Straße: Tischler- und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar).

 Fenster Hof: Tischler- und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar).

 Außentüren / Hoftore: Tischler- und malermäßige Überarbeitung.

 Blitzschutz: Prüfen und partiell erneuern.

Technische Anlagen

 Heizungsanlage (Zentrale): Neuinstallation (z. B. Fernwärme).

 ELT: Hausanschluss bzw. NSHV aus MS-Netz; keine ELT-Installation in Nutzflächen enthalten.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 4 von 14

[Seite 6]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

2.4 Haus 2 – Baubeschreibung - Direktorenhaus

Abbildung 4 Haus 2 - Nordfassade (Quelle: BIM) Abbildung 5 Haus 2 - Südfassade (Quelle: BIM)

Das Direktorenhaus bildet den Kopfbau von Haus 3 in Ostrichtung zur Neuen Jüdenstraße. Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss und gliedert sich in fünf Geschosse, inklusive des Unter- und Dachgeschosses. Die Außenwände bestehen aus Ziegel- mauerwerk. Die Fassaden sind als Putzfassaden mit Fenster- und Türeinfassungen aus leicht profiliertem Sandstein an den Straßen- fassaden und unprofiliertem Sandstein mit Randschlag an der Hoffassade ausgebildet. An der Nordfassade (Abb. 4) sind die Fens- ter in neun Achsen angeordnet, an der Ostfassade in drei Achsen und an der Südfassade (Abb. 5) in acht Achsen. Im Erdgeschoss sind den Fenstern Eisengitter vorgesetzt. Einige der Fenster der Ost- und der Südfassade besitzen eine Verdachung in Form eines Gesimses aus Sandstein sowie ein Arkanthusblatt, das zwischen dem Fenstersturz und der Verdachung vermittelt. Die Sohlbänke bestehen ebenfalls aus Sandstein. Unterhalb der Sohlbänke sind bei den bekrönten Fenstereinfassungen je zwei Konsolen positio- niert, die ein Sandsteinrelief mit floralem Motiv einrahmen. An allen drei Fassaden sind an ausgewählten Stellen Balkone mit Ba- lustraden aus Eisen vorhanden. Unterhalb der Balkonplattformen befinden sich Zierkonsolen aus Sandstein.

Das Gebäude war ursprünglich von Norden und Süden zugänglich. Der Eingangsbereich der Südfassade weist ein Oberlicht über der Tür auf sowie eine Türbekrönung in Form eines Gesimses. Dieses Gesims wird unterhalb von zwei Konsolen geziert. Ein Arkan- thusblatt vermittelt zwischen dem Türsturz und dem Gesims. An der Nordfassade befinden sich zwei hölzerne, kassettierte Ein- gangstüren. Die Kassettenfüllungen sind mit floralen Motiven gestaltet. Eine der beiden Türen befindet sich im nordwestlichen Be- reich des Gebäudes, die zweite ist mittig an der Nordfassade positioniert und in einen kleinen Vorbau integriert. Die Türzarge der zweiten Tür ist breiter und mit Glasfüllungen in den oberen Hälften der Seitenbereiche gestaltet. Der Sockel ist mit Sandsteinplatten bekleidet und unterscheidet sich in der Höhe zwischen der Hoffassade mit einfachem, niedrigen Sockel und den Straßenfassaden mit hohem, mehrlagigen Sockel.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 5 von 14

[Seite 7]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Das Traufgesims in Form eines Konsolgesimses ist ebenso aus Sandstein gefertigt. Es ist ein Walmdach vorhanden, das mit kerami- schen Biberschwarzziegeln eingedeckt ist. Die Dachkonstruktion ist eine zweiläufige Kehlbalkenkonstruktion, die in den offenen Dachräumen mit Pfetten und Pfosten unterstützt wird. Es sind Streben vorhanden, die parallel zu den Sparren verlaufen. An der Nord- und Südseite des Daches sind jeweils drei Fledermausgauben vorhanden sowie darüber dieselbe Anzahl Dachluken. An der Ostseite ist ein Fledermausgaube vorhanden. An den beiden Enden des Dachfirsts sind zwei Schornsteine zu finden, die mit Sand- steinplatten bekleidet sind.

2.4 Haus 2 – Instandhaltungsliste (Kurzfassung)

Dach & Fach

 Dach: Partieller Austausch von Dachziegeln; Anschlüsse ertüchtigen (Annahme: 15% Schaden).

 Schornsteine: Partielle Ertüchtigung der Sandsteinverkleidung.

 Dachfenster / Gauben: Partielle Ertüchtigung der metallverkleideten Gauben.

 Dachentwässerung: Teilweiser Austausch von Dachrinne, Fall- und Standrohren (Annahme: 30% Schaden).

 Fassade: Ausbesserung von Rissen und Hohlstellen (Annahme 15% Schaden); Profilierungen und Ornamente instandset- zen (inkl. Gerüst).

Fenster & Türen

 Fenster (divers): Tischler- und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar).

 Fenster Keller: Überarbeitung der Holzfenster inkl. Gitter (gang- und schließbar).

 Gitter (Balkon & Fenster): Partielle Ertüchtigung der Metallgitter.

 Fassadenleuchten: Ergänzen / ertüchtigen.

 Türen: Tischler- und malermäßige Überarbeitung profilierten Holztüren (gang- und schließbar).

TGA:

 Blitzschutz: Prüfen und partiell erneuern.

 Heizungsanlage: Neuinstallation einer Heizungszentrale (z. B. Fernwärme).

 ELT: Hausanschluss bzw. NSHV aus MS-Netz; keine ELT-Installationen in den Nutzflächen enthalten.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 6 von 14

[Seite 8]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

2.5 Haus 3 - Baubeschreibung - Spreeflügel

Abbildung 6 -Haus 3 – Nordfassade (Quelle: BIM) Abbildung 7 – Haus 3 -Sudfassade (Quelle: BIM)

Das Werksgebäude ist ein langgezogenes Gebäude und hat die Grundform eines Bogenausschnittes. Die Form ist dem Verlauf des Rolandufers angepasst. Das Gebäude ist nur von Norden, über den Hof, zugänglich. An der Nord- (Abb. 6) und der Südfas- sade (Abb. 7) sind die Fenster in 33 Achsen angeordnet. Beide Fassaden sind Putzfassaden mit Fenstereinfassungen aus Sand- stein. An den großflächigen Putzfehlstellen der Südfassade ist zu erkennen, dass es sich bei der Fassade um ein Ziegelmauerwerk aus Reichsformatziegeln handelt, das im Blockverband gemauert wurde. Der Unterschied hinsichtlich der Fassadengestaltung der Hoffassade und der Straßenfassade ist an diesem Gebäude am deutlichsten zu erkennen. An beiden Fassaden sind drei Ge- schosse ablesbar, mit dem Unterschied, dass es sich auf der Nordseite um das Erdgeschoss, das 1. und 2. Obergeschoss und auf der Südseite um das 1. Untergeschoss, das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss handelt.

Die Südfassade ist mit einer hohen Sockelbekleidung aus scharrierten Sandsteinplatten versehen sowie mit einem Gurtgesims und einem Mäanderfries aus Sandstein zwischen den Fenstern des 1. Obergeschosses und dem Gurtgesims. Das Mäanderfries wird in regelmäßigen Abständen über jedem zweiten Fenster durch ein breiteres Mäanderelement gegliedert. Die Fenster- und Türeinfas- sungen sind profiliert. In den Fenstereinfassungen sind Sohlbänke aus Sandstein vorhanden. Den Fenstern des 1. Untergeschosses und des Erdgeschosses sind Eisengitter vorgesetzt. An der Nordfassade sind die Fenster- und Türeinfassungen nicht profiliert, aber mit einem Randschlag versehen. Die Fenster sind an dieser Fassade doppelt so breit und im Erdgeschoss doppelt so hoch wie an der Südfassade. Die Fenster im Erdgeschoss sind mit Eisengittern versehen. Die Fenster des 2. Obergeschosses sind wesentlich kleiner und befinden sich über einem Gurtgesims, das die Trennung ebenjener Etage von dem 1. Obergeschoss unterstützt. Die Fensterreihe im 2. Obergeschoss ist vollständig mit Sandstein bekleidet. Auf die Verwendung von Putz wurde in diesem Bereich verzichtet. Die Fensterreihe wird dadurch optisch in das Gesims integriert. Im Erdgeschoss sind Tore vorhanden, von denen eines in den Eingangsbereich führt. Durch die anderen lassen sich direkt die anliegenden Räume bzw. Hallen erreichen. Bei den Toren im westlichen Bereich der Nordfassade handelt es sich um mechanisch betriebene Falttore aus Holz mit rechteckigen Glasfüllungen.

Das Dach ist als Satteldach gearbeitet und mit roten, keramischen Biberschwänzen eingedeckt. Bei der Dachkonstruktion handelt es sich um ein Kehlbalkendach. Die Kehlbalken befinden fast unmittelbar oberhalb des Gewölbes des 2. Obergeschosses. An die Sparren sind Aufschieblinge angebracht, wodurch die Dachlinie im unteren Bereich des Daches abgeknickt wird. In der Gebäude- mitte ist kein Gewölbe vorhanden, sondern ein verfügbarer Dachraum. In diesem Bereich ist die Dachkonstruktion durch Pfetten und Pfosten zur Abstützung der Kehlbalken zum zweiläufigen Kehlbalkendachstuhl erweitert. Entlang des Dachfirsts sind drei Schornsteine vorhanden, die mit Sandsteinplatten bekleidet sind. Diese zeigen die Lage der Schornsteine an, die durch den

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 7 von 14

[Seite 9]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Gebäudeschnitt verlaufen und in den Innenräumen zu erkennen sind. Im Dach sind auf der Nord- und der Südseite in regelmäßi- gen Abständen Dachluken angeordnet.

Östlich neben dem Haupteingang von Haus 3 befand sich ursprünglich eine Treppe als Zugang zum östlichen Hofkeller. Der Ab- gang ist mit einer Sandsteineinfassung sowie mit einem Geländer aus Eisen versehen. Gegenwärtig ist der Abgang mit Holzplatten verschlossen

2.5 Haus 3 – Instandhaltungsliste (Kurzfassung)

Dach und Fach

 Dach: Partieller Austausch von Dachziegeln; Anschlüsse ertüchtigen (Annahme: 15% Schaden).

 Schornsteine: Partielle Ertüchtigung der Sandsteinverkleidung.

 Dachentwässerung: Teilweiser Austausch von Dachrinne, Fall- und Standrohren (Annahme: 30% Schaden).

 Fassade: Ausbesserungen von Rissen und Hohlstellen (Annahme: 10% Schaden); Ornamente/Bossen instandsetzen (inkl. Gerüst).

Fenster & Türen

 Fenster OG: Tischler- und malermäßige Überarbeitung der profilierten Holzfenster (gang- und schließbar).

 Fenster EG & Keller: Überarbeitung der Holzfenster (gang- und schließbar).

 Türen: Tischler- und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar).

 Rolltore (Garagen/Schiebetore): Technische und malermäßige Überarbeitung (Funktion aktuell unklar).

 Gitter: Partielle Ertüchtigung der Metallgitter.

TGA:

 Blitzschutz: Prüfen und partiell erneuern.

Technische Anlagen

 Heizungsanlage: Neuinstallation einer Heizungszentrale (z. B. Fernwärme).

 ELT: Hausanschluss bzw. NSHV aus MS-Netz; keine ELT-Installationen in den Flächen enthalten.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 8 von 14

[Seite 10]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

2.6 Haus 4 – Baubeschreibung

Abbildung 8 – Haus Westfassade (Quelle: BIM)

Das Produktionsgebäude befindet sich innerhalb des Grundstücks und grenzt an die Gasse „Am Krögel“. Es hat einen rechtecki- gen, nahezu quadratischen Grundriss. Die oberen Geschosse sind auf einem u-förmigen Grundriss angeordnet. Die u-Form öffnet sich nach Osten. Durch einen Innenhof im Erdgeschoss wird die u-Form zu einer rechteckigen Grundform geschlossen. Der Bereich des Innenhofes ist mit einem Blechdach versehen. Das Gebäude besitzt sechs Geschosse. Dabei handelt es sich um zwei Unterge- schosse, das Erdgeschoss und drei Obergeschosse. Das 1. Obergeschoss besteht lediglich aus dem Südteil und einem kleinen Teil im Norden des Gebäudes. In dem restlichen Bereich ist das Erdgeschoss bis zum Boden des 2. Obergeschosses geöffnet. Diese Raumstruktur spiegelt sich an den Fassaden wieder. Im Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss sind jeweils drei Fenster direkt übereinander angeordnet und nur über Stürze aus Sandstein voneinander getrennt, sodass eine hohe Fensterachse zur Belichtung beider Etagen entsteht. Die Fenster des 2. und 3. Obergeschosses sind ebenso breit wie die Fenster im Erdgeschoss und 1. Ober- geschoss, jedoch nur im 2. Obergeschoss ebenso hoch. Die Fenster des 3. Obergeschosses sind niedriger. Die Fenster sind insge- samt wie an den anderen Gebäuden in regelmäßigen Abständen in Achsen angeordnet. Die Fenstereinfassungen, mit Ausnahme der Fensteröffnungen im 3. Obergeschoss, bestehen aus Sandstein. Im 3. Obergeschoss, mit Ausnahme der Innenhoffassaden ist ein Gurtgesims Fenstergesims vorhanden. Im Innenhof sind stattdessen separate Sohlbänke aus je zwei Sandsteinblöcken herge- stellt worden. Die Fenster unterscheiden sich zwischen dem Nord- und dem Südtrakt.

An dem Gebäude ist ein niedriger Sockel vorhanden, der aus Sandstein besteht, ebenso wie das profilierte Gurtgesims zwischen dem 2. und 3. Obergeschoss. Am östlichen Teil der Nordfassade sind große Lichtöffnungen vorhanden, die mit Glasbausteinen hergestellt wurden. An der Nordfassade ist eine kassettierte Holztür vorhanden, die zu dem nördlichen Treppenhaus führt. An der Südfassade gelangt man über zwei- bzw. dreiflügelige Tore in das Gebäude. Das zweiflügelige Tor, das sich in diesem Bereich befindet, ist kleiner als das bauzeitliche Tor. Die Laibung wurde durch eingesetztes Mauerwerk verkleinert.

Der östliche Teil der Südfassade weicht hinsichtlich des Aufbaus von dem anderen Teil der Fassade wenig ab. Fenstereinfassungen aus Sandstein sind nicht vorhanden. Die Sohlbänke sind aus Kunststein gefertigt. Der Putz dieses Fassadenteils ist ein grauer Rei- beputz, der Übergang ist deutlich sichtbar. Die Fenster sind schlichter, teilweise ohne sichtbaren Rahmen und ohne Sprossen.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 9 von 14

[Seite 11]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

An der Westfassade (Abb. 8) finden sich drei mit Sandsteinplatten bekleidete Schornsteine, welche die Traufe der Gebäude der Alten Münze überragen, jedoch nicht die Firsthöhen. Zwischen den Schornsteinen sind weitere Lagerräumen in der Höhe des Erd- geschosses eingebaut. Am nördlichen und südlichen Abschluss der Schornsteine befindet sich jeweils ein kleiner Anbau in Viertel- kreisform. Die Außenwände der Viertelkreise sind mit strukturierten Scheiben verglast. An der Südfassade ist auf knapp zwei Drittel der Länge eine Überdachung aus Wellblech, getragen von einer Stahlträgerkonstruktion, montiert.

Auf dem Dach des Nordtraktes ist ein Aufbau mit quadratischem Grundriss vorhanden. In diesem Aufbau befindet sich die Technik des nördlichen Fahrstuhls des Gebäudes. Der Dachaufbau ist über eine Luke in der Decke des nördlichen Treppenhauses im 3.Obergeschoss erreichbar. Das Dach des Produktionsgebäudes ist als sehr flaches Walm-Kehldach gearbeitet und mit Dach- pappe eingedeckt. Im 3. Obergeschoss ist die Dachkonstruktion ablesbar. Zwischen den Sparren sind die Decken als Kappende- cken ausgebildet.

2.6 Haus 4 – Instandsetzungsliste (Kurzfassung)

Dach und Fach

 Dach: Ertüchtigung des leicht geneigten Flachdachs mit Bitumendeckung.

 Schornsteine: Partielle Ertüchtigung der sandsteinverkleideten Großschornsteine.

 Fassade: Ausbesserungen von Rissen und Hohlstellen (Annahme 15% Schaden); Profilierungen und Ornamente instand- setzen (inkl. Gerüst).

 Fassade – Sockelbereich: Abdichtung und Neuverputzen wegen Feuchteschäden.

Fenster & Türen

 Fenster klein (OG): Tischler- und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar).

 Fenster mittel (2. OG): Überarbeitung der Holzfenster (gang- und schließbar).

 Fenster groß (EG + 1. OG): Überarbeitung der Holzfenster (gang- und schließbar).

 Metallgitter: Partielle Ertüchtigung.

 Türen: Technische und malermäßige Überarbeitung (gang- und schließbar; Funktion aktuell nicht geklärt).

Zulagen / Bauteile

 Mittiger Anbau (Pultdach): Dach und Putz erneuern.

 Vorbau Kellerzugang: Ertüchtigung der Stahl-Glaselemente und des Dachs.

 Vordächer & Anlagenteile: Ertüchtigung bzw. ggf. Rückbau.

 Krahnbahn: Bauliche Ertüchtigung ohne Wiederinbetriebnahme.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 10 von 14

[Seite 12]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

 Innenhof: Partielle bauliche Ertüchtigung der Stahl-/Plexiglaselemente (kein Wärme- oder Schallschutz).

TGA

 Blitzschutz: Überprüfen und partiell erneuern.

Heizungsanlage: Installation einer Heizungszentrale (Fernwärme?) – ohne Wärmeverteilnetz.

 ELT: Hausanschluss bzw. NSHV aus MS-Netz; keine ELT-Installationen in den Flächen.

2.7 Untergeschosse – Instandsetzungsliste (Kurzfassung)

Abbildung 9 – Hofkeller Axonometrie (Quelle: BIM)

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 11 von 14

[Seite 13]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

2.8 Hofkeller – Baubeschreibung

Die Hofebene (Abb. 9) ist bis zur Einfahrt im Osten vollständig unterkellert. Die Gebäude sind über den Hofkeller miteinander ver- bunden. Der Zweck des Hofkellers war die zentrale Versorgung aller Gebäude des Areals mit Wärme und Energie und somit die Nutzung des Kellers durch alle Gebäude gleichermaßen.

Der Keller gliedert sich in vier Bereiche, die nach ihrer Funktion unterschieden werden Den ersten Bereich des Kellers stellt die nördliche Trafostation dar. Diese befindet sich nördlich des 1. Untergeschosses von Haus 4 . Die Kellersohle liegt in diesem Keller- teil etwa einen Meter tiefer als im Rest des Hofkellers und des Kellers von Haus 4. Alle Funktionsräume sind dort am Fußboden und an den Wänden gefliest. Es sind wenige Einbauten in Form von Schächten, Sockeln und Schränken vorhanden, welche auf die Funktion der Räume hindeuten

Ausstattung Überarbeitungen erfahren, weniger in Hinblick auf die Raumstruktur. Deckenöffnungen zur Belichtung sind in den Funk- tionsräumen nicht vorhanden. In diesen Räumen fand keine dauerhafte Arbeit statt, weshalb natürliches Licht nicht erforderlich war. Der nördliche Trafokeller war über das nördliche Treppenhaus von Haus 4 zugänglich sowie über den Keller von Haus 1

Westlich des Kellers von Haus 4 befindet sich der Heizkeller mit Kesselhaus und Kohlenkeller. Der Kohlenkeller wurde in mehreren Bauphasen mehrfach durch Zwischenwände unterteilt, insbesondere nach der Umstellung des Heizsystems auf Fernwärme. Alle Räume, die ehemals zum Kohlenkeller gehörten, besitzen gestrichene Wände aus Ziegelmauerwerk sowie tragende Betonpfeiler und einen Estrichfußboden. Im ehemaligen Kohlenkeller befinden sich Kohleluken in der Decke, über welche die Kohlen von der Hofebene direkt in den Kohlenkeller befördert werden konnten. Über Stahl-Glas-Oberlichter, die in der Hofkellerdecke entlang der Fassaden angeordnet sind, wurden die Kellerräume belichtet. Die Stahl-Glas-Oberlichter sind in einer Reihe entlang der Hoffassa- den der Gebäude angeordnet und stellen eine besondere Ausstattung nicht nur des Kohlenkellers, sondern aller an den Fassaden- linien anliegenden Kellerräume dar. Entlang dieser Linie verlaufen ebenso Entwässerungsrinnen zur Hofentwässerung. In den Kel- lerräumen sind in diesem Verlauf Siphons installiert, über die das Regenwasser dem Abwassersystem zugeführt wird.

Das Kesselhaus und die ehemaligen Pumpenräume befinden sich nordöstlich des Kohlenkellers und westlich der Kellerräume von Haus 4 direkt westlich der drei Schornsteine. Die Räume sind wie der Trafokeller an den Wänden und am Fußboden mit Fliesen versehen. Pumpenräume und Kesselhaus sind über eine Stahl-Glas-Wand voneinander getrennt. In der Decke der Pumpenräume befinden sich vier Deckenöffnungen. Ihr Funkion ist nicht genau klar. Es kann sich um Oberlichter gehandelt haben, über die der Pumpenraum und das Kesselhaus indirekt über die Stahl-Glas-Wände belichtet wurde. Das Bodenniveau des Kesselhauses liegt eine halbe Etage unterhalb des restlichen Heizkellers. Auf dem Niveau der umliegenden Kellerräume wird das Kesselhaus von ei- ner Eisenbrücke überspannt. In der unteren Ebene des Kesselhauses befinden sich im Osten zwei Fuchsanlagen zwischen den drei Schornsteinen.

Direkt über den Fuchsanlagen befinden sich jeweils zwei Öffnungen in der Kellerdecke, bei denen es sich um weitere Kohleluken handelt. Nördlich des Kesselhauses ist ein Raum vorhanden, in dem in Bauphase 2 ein Ascheaufzug installiert wurde. Über einen Kran konnte die Asche aus dem Kesselhaus herausgehoben werden. Sie wurde weiter zum Ascheaufzug transportiert und mit einem Kran über eine Öffnung in der Hofkellerdecke auf die Hofebene gehoben. Der Kohlenkeller konnte über das westliche Treppenhaus von Haus 3 sowie weniger direkt über das nördliche Treppenhaus von Haus 4 erreicht werden. Das Kesselhaus war und ist von der Hofebene aus direkt über zwei Treppenhäuser nördlich und südlich der drei Schornsteine von Haus 4 zugänglich, die sich in den verglasten Anbauten befinden.

Im Osten des Hofkellers befindet sich ein zweiter Trafokeller, der den dritten Bereich des Hofkellers bildet. Ähnlich wie in dem nörd- lichen Trafokeller sind einige der Räume an den Wänden und am Boden mit Fliesen ausgestattet. Der Bereich wurde jedoch umge- nutzt. Die Ausstattung wurde umfangreich verändert, weshalb der Charakter der Räume ein anderer ist als im nördlichen

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 12 von 14

[Seite 14]

BIM Berliner Immobilienmanagement bim-ber lin.de

Trafokeller. Die Wände der Räume sind überwiegend mauerwerksichtig. Der Fußboden besteht aus Estrich. Im Süden des östlichen Trafokellers, angrenzend an den Keller von Haus 3, befindet sich ein direkter Zugang von der Hofebene in den Trafokeller. Der Gang, in dem der Aufgang fortläuft, wird über Stahl-Glas-Oberlichter belichtet. Die Räume waren darüber hinaus über das östli- che Treppenhaus von Haus 3 zu erreichen. Der östliche Trafokeller liegt in einem schlechteren Zustand vor als die westlichen Kel- lerräume. Die Hofkellerdecke ist in diesem Bereich stärker geschädigt. In den Räumen steht teilweise Wasser aufgrund der undich- ten Kellerdecke und einer defekten Abdichtung der Kellersohle.

In einem sehr viel schlechteren Zustand liegt der als Fahrradkeller geplante, ganz östliche Teil des Hofkellers vor. Dieser stellt den vierten Bereich des Hofkellers dar. Die Kellerdecke wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Sie liegt teilweise stark gerissen vor und ist in Teilen abgesenkt. Die Gelenkstützen in den Stahlbetonpfeilern, die in dem Fahrradkeller ähnlich wie im Kohlenkeller vor- handen sind, sind aus dem Lot gerückt. In mehreren Sanierungskampagnen wurden Maßnahmen zur Sicherung des Kellerabteils. durchgeführt. Der Fahrradkeller war als großer Raum mit zahlreichen Stahlbetonpfeilern geplant. Zur Stabilisierung der ge- schwächten Decke wurden in Bauphase 2 drei Trennwände in Ost-West-Richtung eingefügt. In späteren Maßnahmen wurden zu- sätzliche Pfeiler errichtet und die südlichen aus dem Lot gerückten Pfeiler zur Südmauer hin untermauert und mit Spritzbeton sa- niert. Die Räume des Fahrradkellers wurden nie intensiv genutzt. Der nördliche Raum wurde in den 1970er Jahren verschlossen. In den Räumen sind keine Ausstattungen oder besonderen Oberflächenbelege vorhanden. Der Fahrradkeller ist über das östliche Treppenhaus von Haus 3 zu erreichen.

2.8 Hofkeller – Instandsetzungsliste (Kurzfassung)

Baukonstruktion

 Sanierung der Deckenflächen im Hofkeller inklusive neuer Abdichtung sowie partieller Wandabdichtungen.

 Verfüllung der Kellerbereiche vor Haus 2 und 3 einschließlich erforderlicher Deckensanierungen.

 Aufnahme, Abdichtung und Wiederverlegung des Hofbelags unter Berücksichtigung denkmalbedingter Anforderungen an Schacht- und Lichtöffnungen.

TGA

 Herstellung eines Elektrohausanschlusses bzw. Anschluss der NSHV aus dem Mittelspannungsnetz; keine Elektroinstalla- tion in den Nutzflächen vorgesehen.

 Herstellung eines Wärmehausanschlusses und Errichtung einer Heizzentrale (voraussichtlich Fernwärme); ohne Wärmever- teilnetz.

 Neuverlegung der Regenentwässerungsleitungen unter der Hofdecke.

 Einbau einer Entrauchungs- bzw. Lüftungsanlage.

Anlage 3.2 – Gebäude Übersicht | Alte Münze Seite 13 von 14

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung