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Neubau von 90 Wohnungen im Gewerbepark Kaserne Traunstein (2. Bauabschnitt)

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 15:05 (Europe/Berlin)

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UPIS

U P I S Habsburgstraße 1, 86199 Augsburg

Landratsamt Traunstein Herrn Martin Aschauer Papst-Benedikt-XVI.-Platz 83278 Traunstein Augsburg, 16.07.2020 martin.aschauer@traunstein.bayern

Neubau Personalwohnheim Klinikum Traunstein

Luftbildauswertung hinsichtlich Kampfmittelgefährdung

  1. Aufgabenstellung

Das Landratsamt Traunstein plant auf dem Flurstück 888/52 im Norden von Traunstein ein neues Personalwohnheim für das Klinikum (siehe Übersichtskarte, Anlage 1).

Traunstein war im 2. Weltkrieg Ziel schwerer Luftangriffe, zuletzt am 25. April 1945. Aus früheren Luftbildauswertungen und Kampfmitteluntersuchungen war bekannt, dass außer dem Bahnhofsviertel auch andere Ortsteile von Traunstein betroffen waren. Daher war durch Auswertung von Kriegsluftbildern eine Gefährdungsanalyse hinsicht- lich des Blindgängerrisikos auf dem Baugrundstück durchzuführen. Dadurch können ggf. rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um die Bauarbeiten nicht zu gefährden oder zu verzögern.

  1. Luftbildauswertung

Für die Auswertung standen Luftbilder der alliierten Streitkräfte vom 9., 18. und 25. Ap- ril 1945 zur Verfügung, die im Zuge der Luftangriffe auf Traunstein aufgenommen wur- den. Alle Luftbilder weisen eine gute Qualität auf. Die Aufnahmen vom 25. April 1945 beinhalten die Auswirkungen sämtlicher Luftangriffe auf Traunstein.

Anlage 2 zeigt vergrößert einen Luftbildausschnitt von Bild 4007 vom 25. April 1945. Durch digitale Überlagerung wurde das Neubaugrundstück des Personalwohnheims eingezeichnet. Die Projektfläche befand sich damals am Südrand eines Kasernengelän- des und war teilweise mit Gebäuden überbaut. Die Kaserne wurde inzwischen komplett rückgebaut und durch einen Gewerbepark ersetzt.

Auf dem Areal des geplanten Personalwohnheims sind keine Bombentrichter oder Ge- bäudezerstörungen als Spuren von Luftangriffen erkennbar. Dies trifft auch für die Um- gebung im Umkreis von mindestens 300m zu. Das Kasernengelände wurde damals of- fenbar nicht gezielt bombardiert.

UPIS Dipl.-Geogr. M. Huber Telefon: 0821 9986090 Konto: Michael Huber Habsburgstraße 1 Fax: 0821 9986091 Kreissparkasse Augsburg 86199 Augsburg Mobil: 0177 4644804 IBAN: DE39 7205 0101 0200 2012 75 Steuer-Nr.: 103/231/40257 E-Mail: upis@arcor.de BIC: BYLADEM1AUG

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UPIS

BV Traunstein, Neubau Personalwohnheim Klinikum Luftbildauswertung zur Kampfmittelerkundung

  1. Gefährdungsbeurteilung

Aufgrund der Ergebnisse der Luftbildauswertung ist die Kampfmittelgefährdung auf der Neubaufläche des Personalwohnheims Klinikum Traunstein als gering einzustufen.

Auf den Kriegsluftbildern sind auf der Projektfläche und im Umkreis von mindestens 300m keine Spuren von Luftangriffen oder Kriegshandlungen zu erkennen. Das Bahn- hofsviertel, das nachweislich stark bombardiert wurde, befindet sich etwa 600m südlich des Baugrundstücks. Als Risikozone für Blindgänger wird üblicherweise ein Radius von 100-200m von erkennbaren Sprengtrichtern angegeben. Das Baugrundstück befindet sich somit außerhalb der Risikozone des Bahnhofsviertels.

Möglicherweise wurden Bombentrichter aus früheren Luftangriffen schon kurz danach wieder verfüllt. Dennoch wären üblicherweise Spuren der Einschläge oder Gebäudezer- störungen im Luftbild sichtbar.

Somit kann das Vorhandensein von Kampfmitteln auf der Neubaufläche des Personal- wohnheims Klinikum Traunstein mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, um auf weitere Untersuchungen zu verzichten. Lediglich wenn sich im Zuge der anste- henden Erdarbeiten ein konkreter Verdacht ergibt, sollte eine technische Kampfmitteler- kundung vor Ort erfolgen.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Michael Huber, Dipl.-Geogr. Fachkundeinhaber gemäß SprengG

Anlagen: 1 Übersichtskarte 2 Luftbildauswertung, ca. 1 : 4.000

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