79-LI-95010_R00-11_LH Zyklotron_EXTERN.xlsx

Neubau eines Zyklotrongebäudes für die Nuklearmedizin

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 13.09.2026, 16:21 (Europe/Berlin)

Herkunft: vergabemarktplatz.brandenburg.de

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Deckblatt

Unnamed: 00.02Unnamed: 2Unnamed: 3Unnamed: 4Unnamed: 5Unnamed: 6Unnamed: 7Unnamed: 8
0.0
4
2
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem_x000D_ Thiemstraße 111_x000D_ 03048 CottbusOTTO Life Science Engineering GmbH_x000D_ Forchheimer Straße 2_x000D_ D-90425 Nürnberg
Lastenheft Zyklotron
ProjektnameEntwurfs- und Genehmigungsplanung Zyklotron
Projektnummer Kunde--
Dokumentennummer Kunde--
Projektnummer SPIE LSE GmbH1024P026
Dokumentennummer SPIE LSE GmbH79-LI-95010
DokumententypListe
Revision00.11
DRAFT
FunktionDatumUnternehmenNameUnterschrift
ErstellungOTTO LSEL. Neumeier
PrüfungOTTO LSEM. Wehlmann
PrüfungNUK MUL-CT
FreigabeNUK MUL-CT

Revisionsindex

RevisionsindexUnnamed: 1Unnamed: 2Unnamed: 3
RevisionDatumBearbeiterÄnderungen
00.0118.10.2025YCTErstellung
00.0214.11.2025LNEAktualisierung
00.0314.11.2025LNEAktualisierung
00.0414.11.2025LNEAktualisierung
00.0514.11.2025LNEAktualisierung
00.0627.01.2026LNEAktualisierung
00.0705.02.2026YCTAktualisierung
00.0805.05.2026LNEAktualisierung
00.0903.05.2026LNEErgänzung weiterer Targetanbindungen und Isotopenswitch
00.1006.07.2026LNEVerweis auf Systembeschreibung Prozess ergänzt
00.1104.08.2026LNEErgänzungen in Pos. 404, 604, 828
Abkürzungsverzeichnis
AGAuftraggeber
ANAuftragnehmer / Lieferant

Inhaltsverzeichnis

InhaltsverzeichnisUnnamed: 1Unnamed: 2
Kapitelnr.KapitelnameSeite
1.Übersicht4
2.Lieferumfang4
3.Generelle Anforderungen und Bedingungen4
3.1Zeitplan6
3.2Aufstellung der Anlage und Umgebungsbedingungen6
3.3Anlieferung und Einbringung6
3.4Mitgeltende Dokumente und Regularien7
4.Leistungsanforderung7
4.1F-18 und C-11 Targetsystem8
4.2Cu-64 und Ga-68 Targetsystem8
4.3Isotopenswitch9
5.Abschirmung10
6.Steuerung und Bedienung10
7.Geschirmter Arbeitsplatz11
8.Schnittstellen11
8.1Targetleitungen - Anbindung Heißlabor11
8.2Elektro13
8.3MSR14
8.4Gase und Druckluft14
8.5Schwarzmedien - Kälte16
8.6Lüftung17
8.7Abwasser17
8.8Datenspeicherung und Software17
9.Weitere Anforderungen an Arbeitssicherheit und Umweltschutz18
10.Anwendungstraining und Servicetraining18
11.Dokumentation19

Lastenheft

Pos-Nr.Pos-Nr. Eingefroren0neuAnforderungErfüllt y/n/pKommentar LieferantAnmerkung AGGMP RelevanzDesignverifizierung
1.01.0xEndyÜbersicht
101.0Systematik der Angebotsabgabe Der Lieferant ist angehalten, in der Spalte "Erfüllt y/n/p" dieses Lastenheftes jeden Punkt wie folgt zu kommentieren: y = erfüllt n = nicht erfüllt p = teilweise erfüllt (mindestens in dem Fall bitte einen Kommentar in Spalte "G" setzen) [schraffiert] = Zelle für Bearbeitung gesperrt (über Button steuerbar) Ausgegraute Spalten erfordern keinen Eintrag in Spalte "G".
102.0Die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem in Cottbus erweitert in einer dritten Bauphase die Radiopharmazie-Herstellung um ein Zyklotrongebäude. In diesem Zug wird eine kompakter selbstabgeschirmter Zyklotron (Nr.27 im Layout) beschafft. Informationen über das Gesamtprojekt sind der Projektbeschreibung gemäß Entwurfsplanung zu entnehmen. Die zur Verfügung stehenden Flächen für die Aufstellung sind den Aufstellungspläne von Phase 3 (PLA-EH5-00-3001) zu entnehmen.
2.02.0xEndYLieferumfang
201.0Im Lieferumfang enthalten sind: • Erstellung Freigabezeichnung • Zyklotron mit Peripheriegeräten, wie beschrieben • Lieferung frei Verwendungsstelle • Demontage zur Einbringung • Aufstellung, Montage, Inbetriebnahme und Schulung •  Training der Anwender*innen • Dokumentation
3.03.0xEndYGenerelle Anforderungen und Bedingungen
301.0Gegenstand dieser technischen Spezifikation ist ein Zyklotron zur Radionuklidproduktion für die Radiopharmazie des Cottbusser Klinikums.
302.0Der AN ist für die Planung, das Design, die Konstruktion und die Montage der verschiedenen Anlagenkomponenten inkl. Inbetriebnahme innerhalb der definierten Grenzen verantwortlich, sodass eine voll funktionsfähige Anlage bereit gestellt werden kann.
303.0Das Zykloton ist als funktionstüchtige Anlage inkl. erforderlicher Subsysteme/Anlagenkomponenten anzubieten. Arbeiten wie z.B. die Verkabelung zwischen Schaltschrank und Zyklotron ist ebenfalls im Auftragsumfang des AN.
304.0Anlagenkomponenten sind auch periphere Systeme, die für den hier beschriebenen Betrieb der Anlage erforderlich sind.
305.0Es sind mindestens folgende Anlagenkomponenten zu liefern und einzubinden: - Targetsysteme - Ionenquelle - Vakuumsystem - Magnet - Selbstabschirmung - Schaltschränke - interne Stromversorgung - interne Medienversorgung inkl. anlageninterne Kühlkreisläufe - Steuerungselektronik - Steuerungssoftware und Lizenzen -Isotopenswitch
306.0Ein Layout mit den tatsächlichen Anlagenabmessungen und dem erforderlichen Platzbedarf für den Zugang zur Bedienung und Wartung ist dem Angebot beizulegen. Das Gewicht der Anlage oder der Einzelkomponenten sind anzugeben.
307.0Ein Gesamtpreis für die Anlage muss angegeben werden. Eine Aufschlüsselung des Gesamtpreises ist mittels einer Kostenzusammenstellung dem Angebot beizulegen. Diese ist zu differenzieren in Einzelanlagen, benötigte Erweiterungen/Optionen, Dokumentation, Serviceleistungen, Einbringung und Montage sowie weitere  Optionen, die als Vorschlag zu verstehen sind. Ein separates Wartungsangebot ist ebenfalls zur Verfügung zu stellen.
308.0Falls der Zyklotron über zusätzliche Funktionen verfügt, die im diesem Lastenheft nicht benannt sind, sind diese als Option anzugeben und zu bepreisen.
3.13.1yEndZZeitplan
309.0Zeitplan gemäß definierten Meilensteinen:   - Vergabe Q1/2027 - Einbringung Q1/2028 - IBN & SAT ab Q2/2028 Die genaue Terminplanung ist im Zuge der Ausführungsplanung zu detaillieren.
3.23.2yEndZAufstellung der Anlage und Umgebungsbedingungen
310.0Das Zyklotron wird in einem eigens dafür errichtetem Gebäude im Innenhof des Krankenhauses aufgestellt. Der für das Zyklotron vorgesehene Raum hat eine Grundfläche von 4,5 x 7,5 Meter. Die lichte Deckenhöhe ist mit 3 m geplant. Die geplante Aufstellung ist dem Layout (PLA-EH5-00-3001C) zu entnehmen.
311.0Die Raumgröße muss vom Lieferanten im Rahmen der Angeboterstellung verbindlich bestätigt werden.
312.0Die Raumtemperatur liegt zwischen 18 °C und 25 °C.
313.0Die relative Luftfeuchte liegt in einem Bereich von 30 bis 70%.
314.0Zudem wird im gleichen Aufstellraum eine Verpressungsanlage verortet. Die Aufstellung der Zyklotron-Anlage im gleichen Raum wie eine Verpressunganlage muss möglich sein.
315.0Der Platzbedarf der Verpressungsanlage beträgt ca. 3000 x 650 x 2100 mm (LxTxH)
3.33.3yEndZAnlieferung und Einbringung
316.0Für die Einbringung muss das Zyklotron vom Bereich der Anlieferung der LKWs mit Hilfe eines Kranes in den Innenhof gehoben werden.
317.0Der dafür benötigte Kran ist vom AN zu stellen. Die Dimensionierung des Krans ist ebefalls durch den AN zu übernehmen. Ein Vorort Besuch zur Besichtigung der Einbringsituation und Aufstellbedingungen des Krans ist möglich und wünschenswert. Die Aufstellungsposition und -dauer des Krans ist im Detail mit dem AG und dem Klinikum abzustimmen.
318.0Der Zyklotronbau ist so konzipiert, dass die Betondecke mittels Kran angehoben werden kann, um eine Einbringung des Zyklotrons zu ermöglichen. Die Einbringung ist im Detail mit dem Auftraggeber abzustimmen. Die Einbringöffnung weißt eine Größe von 3 m x 4 m auf.
319.0Die Mindestbreite und Höhe für die Einbringung aller Komponenten ist vom Lieferant anzugeben.
320.0Der AN trägt die Kosten der Anlieferung bis zum Montageort des AGs, frei Verwendungsstelle, inkl. aller anfallenden Verpackungs- und Transport- und Entsorgungskosten und stellt diese in seinem Angebot dar.
321.0Eine Baustellenordnung wird vom AG vor der Maschinenlieferung erstellt und an den AN übermittelt. Die Baustellenordnung ist vom AN zu befolgen.
322.0Die Anlagenteile sind trocken, in sauberem Zustand und in geeigneter Weise verpackt und witterungsgeschützt anzuliefern.
323.0Das Einbringkonzept ist in Abstimmung mit dem AG nach Beauftragung zu detaillieren.
3.43.4yEndZMitgeltende Dokumente und Regularien
324.0Die Konformität mit folgenden Richtlinien/Regelwerken ist zu bestätigen: 2006/42/EG    Maschinenrichtlinie 2006/42/EG    Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung DIN EN ISO 12100:2011-03      Sicherheit von Maschinen DIN EN 60204-1 VDE 0113-1:2019-06   Sicherheit von Maschinen, elektr. Ausrüstung von Maschinen 2014/35/EU    Niederspannungsrichtlinie 2014/30/EU    Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit Richtlinie 2013/59/Euratom  Schutz vor ionisierender Strahlung
325.0CE-Zertifikat der kompletten Baugruppe ist gefordert.
4.04.0xEndYLeistungsanforderung
401.0Folgende Leistungsparameter / Betreibsparameter sind für den Zyklotron vorgegeben: - Protonen-Energie 9,6 MeV - Strahlstromstärke 80 µA
402.0Das Zyklotron soll über mind. 4 Targetpositionen verfügen.
403.0Der Zyklotron soll folgende Nuklide herstellen können: - Fluor-18 - Kohlenstoff-11 - Kupfer-64 - Gallium-68
404.0Es werden mindestens folgende Ausbeuten an Aktivitäten für die Verwendung in den Heißzellen der Radiopharmazie benötigt: Ga-68:    6,0 GBq mit Auslegung auf 9 - max. 15 GBq C-11:      25,0 GBq F-18:       50 GBq Cu-64:    3,6 GBq
405.0Die Zeitdauer für die Vorbereitung für einem Batch ist für die oben genannten Nuklide anzugeben. Zudem ist die Bestrahlungsdauer des Targets für die im Punkt 404 spezifizierten Aktivitäten anzugeben.
406.0Die Zeit zur Umschaltung auf ein anderes Target ist zu spezifieren.
4.14.1yEndZF-18 und C-11 Targetsystem
407.0Flur-18: Herstellung mittels Flüssigtargetsystem mit H218O als Traget. Das Targetsystem ist durch den Lieferanten zu liefern und in das Zyklotron zu integrieren.
408.0Kohlenstoff-11: Herstellung mittels Gastargetsystem mit einem Stickstoff/Sauerstoff Mix als Traget. Das Targetsystem ist durch den Lieferanten zu liefern und in das Zyklotron zu integrieren.
409.0Das Flüssigtarget-System ist durch den Lieferanten vollumfänglich zu liefern, zu verrohren und anzubinden.
410.0Es ist ein zusätzlicher F18 Ersatz Targetkörper im Angebot zu inkludieren.
411.0Für das Gastarget wird ein Gasflaschenschrank mit Verrohrung zum Gas-Übergabe-Panel vorgesehen. Ab diesem Übergabepunkt ist die Verrohrung Lieferleistung des AN.
412.0Die Targetmedien (Gasgemisch; mit Isotopen angereichertes Wasser) werden durch das Klinikum beschafft.
413.0Notwendige Steuer-Software und Lizenzen sind im Angebot zu inkludieren.
414.0Die Steuerung des Gas- und Flüssig-Target-Systems ist in die Client-Software des Zyklotron zu integrieren, oder muss kompatibel sein.
4.24.2yEndZCu-64 und Ga-68 Targetsystem
415.0Die Nuklide Cu-64 und Ga-68 sollen mithilfe eines Feststofftargests produziert werden.
416.0Durch den AN ist ein Feststofftargetsystem für die Produktion von Cu-64 und Ga-68 anzubieten.
417.0Die Prozessschrittte Bestrahlung, Auflösung und Aufreinigung müssen vollstandig im Zyklotronraum erfolgen. Der Transfer in die Synthesekammern der Herstellräume darf nur flüssig erfolgen.
418.0Komponenten wie das Coin-Shuttle-System, Capsule-Handling-Station (Auflösungsmodul Coin) und Aufreinigungsmodul sind vollumfänglich durch den AN anzubieten.
419.0Inkludiert in den Lieferumfang ist hierbei auch die Verkabelung, Verrohrung inkl. Coin-Übertragungsrohr sowie Medien- und Elektroversorgung aller Komponenten des Solid-Target-Systems.
420.0Die Position von notwendigen bauseitigen Leerrohren, welche in Beton eingelassen werden, muss mit dem AG im Zuge der Ausführung definiert werden.
421.0Die Medien- und Elektroversorgung muss ebenfalls über das Zyklotron erfolgen. Es werden keine separaten Medien- und Elektroanschlüsse bauseits für das Solid-Target-System bereitgestellt. Außgenommen hiervon ist die technische Versorgung der Heißzelle mit Druckluft.
422.0Notwendige Steuer-Software und Lizenzen für das komplette Solid-Target-System sind im Angebot zu inkludieren.
423.0Die Steuerung des Solid-Target-Systems ist in die Client-Software des Zyklotron zu integrieren, oder muss kompatibel sein.
424.0Das beschriebene Solid-Targetsystem ist durch den AN als eigene Position anzubieten.
4.34.3yEndZIsotopenswitch
425.0Grundsätzlich müssen die durch das Zyklotron hergestellen Nuklide (C-11, F-18, Cu-64 und Ga-68) auf 4 Synthesekammern verteilbar sein. Dementsprechend wird ein Ventilsystem benötigt, mit dessen Hilfe die Leitungen zu den Heißzellen auswählt werden können.
426.0Die Steuerung muss mittels der Zyklotronsteuerung möglich sein und mittels Interlocksystem überwacht werden.
427.0Die Zuordnung der Targetleitungen zu den Heißzellen ist ebenfalls in der Systembeschreibung BA3 (79-DE-00009) ersichtlich.
428.0Bauseits wird ein 230V, 50/60 Hz Festanschluss und ein Druckluftanschluss für den Isotopenswitch vorgesehen. Abweichende Anschlussanfoderungen sind durch den Lieferanten zu benennen.
429.0Der Isotopenwitch muss eine Bleiabschirmung/Bleibox aufweisen, welche durch den Lieferanten anzubieten ist.
430.0Durch den Lieferanten ist ein Vorschlag zur Verteilung der aufgereiningten Metallnuklide (Ga-68 und Cu-64) vorzustellen, wenn dies nicht durch einen Isotopenswitch empfohlen wird.
431.0Die Verteilung der Radiometalle muss metallfrei erfolgen, um die aufgereinigte Nuklid-Lösung nicht mit Fremdmetallen zu kontaminieren.
432.0In Abstimmung mit dem AG und den nutzenden Personenkreis ist eine sichere Vorgehensweise der Targetleitungsanbindung/Zuordnung der Heißzellen zur Versorgung mit dem aufgereinigten Solid-Target zu entwickeln.
433.0Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Anbindung inkl. notwendiger Verrohrung des Isotopenswitch ist vollumfänglich durch den Lieferanten anzubieten.
434.0Optional ist eine Qualifizierung des Isotopenswitch durch den Lieferanten anzubieten und separat zu bepreisen.
5.05.0xEndYAbschirmung
501.0Das Zyklotron muss über eine Eigenabschirmung (primäre Abschirmung) verfügen, um die emittierte Strahlung zu minimieren.
502.0Die ungünstigsten Ortsdosisleistungen für Gammastrahlung und Bremsstrahlung an bezeichneten Referenzpunkten (fünf Raumrichtungen um das Zyklotron herum) ist anzugeben.
503.0Die ungünstigsten Ortsdosisleistungen für Neutronen an bezeichneten Referenzpunkten (fünf Raumrichtungen um das Zyklotron herum) ist anzugeben
504.0Es sind Angaben zur Lage der Quellpunkte zu definieren.
6.06.0xEndYSteuerung und Bedienung
601.0Die Steuerung und Überwachung soll primär mittels Client-Software über einen PC erfolgen, der im benachbartem Raum steht.
602.0Alle Soll- und Grenzwerte, welche an irgendeinem Punkt des Bedienungssystems eingegeben werden, sind auf ihre Plausibilität zu prüfen. Im Zweifelsfall muss das System die Eingabe abweisen.
603.0Es muss eine fortlaufende Überwachung der Systembetriebsparameter mit entsprechenden Schutzsperrvorrichtungen und Warnanzeigen vorhanden sein.
604.0Optional soll eine Fernzugriffslizenz angeboten werden, welche eine Fernwartung ermöglicht, welches im Zuge eines separaten Wartungsangebots beauftragt werden könnte. Die Voraussetzungen für eine Fernwartung müssen seitens des Lieferanten gegeben sein und technisch an der Steuerung/Bedienung vorgehalten werden.
605.0Auf dem Steuer-PC muss es zudem möglich sein eine Software-Schnittstelle zu einem LIMS zu installieren (PETra von LabLogic).
606.0Die Steuer-Client Software muss auf drei weitere, Klinikums eigene, Rechner installierbar sein (Betriebssystem Windows 11), um eine Bedienung und Überwachung des Zyklotron aus den Herstellräumen heraus zu ermöglichen.
607.0Die Steuer-Client Software darft immer nur einen aktiven Client mit Steuerberechtigung zulassen. Alle anderen Clients müssen für den Zeitraum gesprerrt werden.
7.07.0xEndYGeschirmter Arbeitsplatz
701.0Zusätzlich ist durch den AN eine Bleiabschirmung zur Aufstellung auf einem Tisch (Bench radiation shield) mit Bleisteinen und einem Bleiglasfenster anzubieten.
702.0Die Abmessungen der Bleiburg sollen ca. 500 x 450 x 500 mm (LxTxH) mit Bleiziegeln (50 mm dick) umrandetes Volumen aufweisen.
703.0Das Gewicht der Bleiburg ist anzugeben.
704.0Die Bleiburg ist auf einem bauseitigem Tisch im gleichen Raum wie das Zyklotron zu positionieren.
8.08.0xEndYSchnittstellen
801.0Die genauen Positionen und Ausführungen der Schnittstellen müssen in der Ausführungsplanung abgestimmt und festgelegt werden.
8.18.1yEndZTargetleitungen - Anbindung Heißlabor
802.0Es sind Targetleitungen (Kapillarleitungen) zum Heißlabor vorzusehen und durch den AN zu liefern.
803.0Bauseits werden Leerrohre zwischen Zyklotrongebäude und Herstellungsräume z.T. in einem bleigeschirmten Kanal verlegt.
804.0Das Verziehen der Kapillarleitungen durch die Leerrohre für die primäre Anbindung und Inbetriebnahme ist Teil des Leistungsumfangs des Lieferanten.
805.0Zwischen den Heißzellen und dem Zyklotron (bzw. zwischen Solid-Target Heißzelle und Herstell-/Forschungsheißzellen) muss in etwa mit folgenden Kapillarlängen gerechnet werden: Synthesekammer 1 & 2: ca. 25m Synthesekammer 3: ca. 30 m Forschungszelle: ca. 35 m
806.0Für den Transfer von C-11 sind Edelstahlkapillaren mit einem Außendurchmesser von  1/8" und einem Innendurchmesser von ca 1,4 mm zu verlegen.
807.0Für den Transfer von Flüssigkeiten und gasförmigem F-18 ist PEEK mit einem Außendurchmesser von ca. 1/16" und einem Innendurchmesser von ca. 0,75 mm zu verlegen.
808.0Targetleitungen sind in einem Stück, ohne Unterbrechungen, zu verlegen.
809.0Abweichende Material- und Dimensionierungsempfehlungen sind durch den Lieferanten zu benennen.
810.0Ersatzmaterial für die Targetleitungen liegt nicht im hier definierten Lieferumfang. Ggf. ist durch den AN ein geeigneter Lieferant zu bennenen.
811.0Die Leitungsführung der Targetleitung ist am Zyklotron so zu gestalten, dass die Targetleitungen austauschbar sind.
812.0Der Transferprozess zwischen Zyklotron und Heißzelle soll mittels Reingasen stattfinden und über den Zyklotron steuerbar/automatisierbar sein.
813.0Notwendige Pumpkraftverstärker sind durch den AN vorzusehen, wenn die Distanz zu den Heißzellen dies erfordert.
814.0Die technischen Vorraussetzungen für automatische Spülzyklen für die Targetleitungen (Zwischen Zyklotron und Heißzelle) sind vorzusehen. Der Spülvorgang muss über die Steuerungssoftware zu starten sein und es soll kein manueller Eingriff am Zyklotron notwendig sein.
815.0Die Anzahl der zu verlegenden Kapillaren und die Anbindung der entsprechenden Synthesekammern ist der Systembeschreibung 79-DE-00010 zu entnehmen. Hierbei ist in Abbildung 1 die Anbingung des Zyklotron an die Heißzellen visualisiert.
8.28.2yEndZElektro
816.0Für den Zyklotron samt Peripheriegeräte wird eine Leistung von maximal 50 kVA bereitgestellt. Eine USV-Aufschaltung ist nicht vorgesehen.
817.0Bauseits wird ein Verteilerkasten mit 400V und 50/60 Hz zur Verfügung gestellt. Der Verteilerkasten stellt den Übergabepunkt zum AN dar.
818.0Der hook up erfolgt durch den AN.
819.0Ab dem Übergabepunkt liegt es in der Verantwortung und im Lieferumfang des AN die anlageninterne Stromversorgung (Verkabelung, Absicherung und Prüfung) herzustellen.
820.0Die Kommunikation zwischen den Subkomponenten des Zyklotrons (Target, Kühlung, Isotopenswitch, Steuerung etc.) ist Teil der Lieferleistung des AN. Dies beinhaltet auch die entsprechend erforderliche Verkabelung.
821.0Datenanschluss: 2x Datenanschluss/LAN Port wird bauseits für den Zyklotron bereitgestellt. Die Position der Anschlüsse ist im Zuge der Ausführungsplanung zu detaillieren.
8.38.3yEndZMSR
822.0Durch den AN sind alle für den Zyklotron relevanten Signale zu benennen und die entsprechenden Kontakte zur Aufschaltung auf die GLT bereitzustellen.
823.0Relevante Kontakte für den Zyklotron sind - kein anliegender Brandmeldealarm - Lüftung in Betrieb - Kühlung in Betrieb/ Kühlwasser ist vorhanden - Lieferfreigabe Heißzellen
824.0Weitere notwendige Kontakte für den Zyklotron sind durch den AN zu benennen.
825.0Der Zyklotron muss die Statusmeldungen - Magnet an - Bestahlung an als Kontakte zur Aufschaltung auf die GLT zur Verfügung stellen.
826.0In Abstimmung mit den AG ist eine Ursachen-Wirkungs-Matrix der Signale zu erarbeiten.
827.0Basierend auf der Ursache-Wirkungs-Matrix ist das Interlocksystem zu detaillieren und ggf. eine CIB (Custom Interface Box) zur Statuserfassung und Einsicht zu erstellen. Der AN muss entsprechende Zuarbeit leisten und in seiner Kalkulation berücksichtigen.
8.48.4yEndZGase und Druckluft
828.0Bauseits werden die folgenden Gase/Druckluft bereitgestellt: 1x Wasserstoff (5 barü) 1x Stickstoff (5 barü) 3x Helium (2,5 barü,5 barü und 25 barü) 1x Druckluft (6 barÜ) Desweiteren wird nutzerseitig das Gastarget für C-11 bereitgestellt, welches aus einer Flasche bezogen werden soll: N2 + 1% O2 (6 barü)
829.0Die Übergabepunkt der einzelnen Medien erfolgt an einem zentralen Medienpanel. Die Verteilung innerhalb der Maschine erfolgt durch den AN.
830.0Die Übergabepunkte sind im weiteren Projektablauf detailiert und in Abstimmung zu planen. Die Schnittstellen (Verbindung, Rohrdurchmesser) sind zu definieren.
831.0Sowohl die Verteilung als auch die Abgänge sind in DN 1/4" ausgeführt. Als Rohrmaterial wird Edelstahl 304L nahtlos geschweißt verwendet (Spezifikation Dockweiler TCC.1 oder gleichwertig), Öl- und fettfrei nach CGA G-4.1-2018 & ASTM G93-Level B oder Rohrmaterial nach GW541 & DIN EN 10312: AISI 304 oder höherwertig als Presssystem (Mapress oder gleichwertig).
832.0Ausführung Entnahmestelle: - Druckregler, Absperrkugelhahn, Edelstahl mit Klemmringverschraubung, blindverkappt;
833.0Für die Verrohrung innerhalb der Anlage können andere Rohrabmessungen verwendet werden. An der externen Schnittstellen ist die geforderte Rohrabmessung zu verwenden. Ggf. sind geeignet Übergänge zu berücksichtigen.
834.0Alle externen Medienanbindungen müssen vom AN mit Gegenstück ausgestattet sein (z. B. Flansch + Gegenflansch gemäß Rohrklasse, komplett inkl. Dichtung und Verbindungsteile).
835.0Sämtliche Medien sind mit Druckaufnehmern zu versehen, die bei zu hohem oder zu niedrigem Vordruck des Mediums zu einer Alarmierung führen.
836.0Der Medienbedarf ist als Anschlusswert, Mittlerverbauch und ggf. Verbrauch pro Charge in einer Medienliste anzugeben.
837.0Kennzeichnung der Rohrleitung: fest installierte Rohrleitungen sollen eindeutig gekennzeichnet werden (Flussrichtung, Medium)
838.0Das Reingasverteilsystem innerhalb der Zyklotronanlage ab dem bauseitigen Übergabepunkt muss druckdicht ausgeführt sein. Gasleckagen muss zwingend unterbunden werden. Eine entsprechende Druckprüfung der anlageninternen Verteilungen ist durch den AN durchzuführen und zu dokumentieren.
8.58.5yEndZSchwarzmedien - Kälte
839.0Bauseits werden zwei Kaltwasseranschlüsse zur Kühlung bereitgestellt. Ein Kaltwasseranschluss zur verlorenen Kühlung und ein geschlossener Kühlkreislauf.
840.0Die Übergabepunkte der Kaltwasseranschlüsse müssen im Zuge der Ausbauplanung in Abstimmung detailliert werden.
841.0Der geschlossene Kühlwasserkreislauf ist ausgelegt auf 8°C im Vorlauf und 14°C im Rücklauf sowie auf eine Kälteleistung von 40 kW und einem Nenndurchmesser von DN50. Das System dieses Kälteanschlusses ist nicht als verlorene Kühlung ausgelegt. D.h. Wasser aus dem geschlossenen Kühlwasserkreislauf ist auch wieder an diesen abzugeben.
842.0Der Druckverlust des Wärmetauschers ist vom Lieferanten anzugeben.
843.0Der Kaltwasseranschluss (Trinkwasser kalt) zur verlorenen Kühlung wird bauseits bis zum Zyklotrongebäude verlängert (DN25).
844.0Ab dem Übergabepunkt des bauseitig bereitgestellten Kühlwasser liegt es im Lieferumfang des Lieferanten die Verrohrung, Verteilung, Regelung und Überwachung vorzunehmen.
845.0Die Kühlung der für den Zyklotron benötigten Peripheriegeräte ist ebenfalls Teil des Lieferumfangs des AN.
846.0Abweichende Anforderungen an die Kühlwasseranschlüsse sind durch den AN anzugeben.
8.68.6yEndZLüftung
847.0Für den Zyklotron sind keine Lüftungsschnittstellen vorgesehen. Es wird ausschließlich der Raum belüftet.
848.0Es dürfen im Regelbetrieb keine radioaktiven Gase in den Raum abgegeben werden.
849.0Für den Zyklotron ist keine Anbindung an die Verpressungsanlage vorgesehen. Alle anfallenden radioaktiven Gase sind über die Targetleitung in die Heißzellen zu überführen. Aunahme stellt hierbei die Heißzelle des Solid-Target-Systems dar, welches an eine Verpressungsanlage angeschlossen werden kann.
8.78.7yEndZAbwasser
850.0Im Zyklotron Raum ist ein Bodeneinlauf vorhanden, welcher nur dazu dient im Havariefall austretendes Kühlwasser abzuleiten.
851.0Es wird davon ausgegangen, dass das im Zyklotron verwendete Kühlwasser keine Aktivierung widerfährt und damit eventuell austretendes Kühlwasser nicht radioaktiv ist.
852.0Generell dürfen durch den regulären Betrieb des Zyklotron und auch im Störfall keine radioaktiven Flüssigkeiten austreten.
853.0Die Punkte 848 und 849 müssen durch den AN bestätigt werden.
8.88.8yEndZDatenspeicherung und Software
854.0Nach Abschluss eines Batches sollen die Systemparameter (Nuklid, Bestrahlungdauer, erwartete Aktivität, Messergebnisse etc) als PDF gespeichert werden können.
855.0Es muss einen benutzerdefinierter Zugangsschutz für die Steuerung vorliegen der verschiedene  Berechtigungsebenen aufweist.
856.0Batchdaten sollen möglichst direkt ins LIMS (PETra von LabLogic) übertragbar sein.
9.09.0xEndYWeitere Anforderungen an Arbeitssicherheit und Umweltschutz
901.0Im Fall eines Stromausfalls muss der Zyklotron automatisch in einen sicheren Betriebsmodus gehen, der das Austreten von radioaktiven Gasen/Stoffen verhindert. Es darf keine Gefährdung der Umgebung durch austretende Radioaktivität erfolgen.
902.0Es muss ein Interlocksystem vorhanden sein, welches verhindert, dass eine Targetentleerung in offene Heißzellen erfolgt. Siehe Kapitel 8.3 MSR
903.0Das Zyklotron muss über ein internes Interlocksystem überwacht werden und bei Problemen, Störungen (z.B. Ausfall relevanter Medien) selbstständig abschalten.
10.010.0xEndYAnwendungstraining und Servicetraining
1001.0Der AN hat ein Anwendungstraining für Mitarbeiter am Kundenstandort anzubieten.
1002.0Das Anwendungstraining muss mind. folgende Themen beinhalten: ▪ Detaillierte Beschreibung und Bedienung der Zyklotron-Systeme (inkl. Subsysteme) ▪ Betriebseigenschaften des Zyklotrons und der Targets ▪ Verwendung der Hauptsteuerungsstation ▪ Routineaufgaben vor der Bedienung ▪ Traget-Umgang, -Handhabung und -Tausch ▪ Strahlenschutzanforderungen
1003.0Der AN hat ein Servicetraining an einem Standort des AN anzubieten.
1004.0Das Servicetraining soll mind. folgende Themen beinhalten: • Benötigte Werkzeuge und Dokumentationsverfahren für die Systemwartung ausmachen • Sicherheit im Arbeitsumfeld eines MINItrace-Systems • Theorie des Systems und der Subsysteme • Durchführung von grundlegenden vorbeugenden Wartungen • Durchführung von Systemausrichtungen und -kalibrierungen (darunter Feineinstellungen des Strahls) • Isolierung von Systemfehlern mit Hilfe von Systemdiagnoseverfahren • Durchführung grundlegender Fehlerbehebungsmaßnahmen an Targetsystemen
1005.0Reise- und Lebekosten sind vom Preis des Servicetrainings ausgeschlossen.
11.011.0xEndYDokumentation
1101.0Die technische Dokumentation ist in Deutsch, einfach in Papierform, sowie einfach in elektronischer Form zu erstellen. Die elektronische Dokumentation hat alle Zeichnungen, Formulare etc. in bearbeitbarer Form zu enthalten. Vor endständiger Abgabe der Dokumentation ist diese einfach zur Prüfung einzureichen. Die technische Anlagendokumentation soll als Mindestmaß folgenden Umfang beinhalten:
1102.0▪ Dokumentation nach Maschinenrichtlinie
1103.0▪ Liste der Komponenten (inkl. Steuerung) des Geräts mit Original-Herstellerangaben
1104.0▪ Technische Zeichnung(en) im .dwg-, und -pdf-Format
1105.0▪ Anlagenbeschreibung
1106.0▪ Sicherheitshinweise
1107.0▪ Wartungshinweise
1108.0▪ Kalibrierungsprotokolle Messtechnik
1109.0▪ Auflistung Verschleiß- und Verbrauchsmaterial, Ersatzteile
1110.0▪ 2.1-Bescheinigung Metalle
1111.0▪ Revisionsunterlagen
1112.0▪ Schaltpläne
1113.0▪  R+I-Fließbild
1114.0▪ Benutzerhandbuch und Wartungsanleitung
1115.0▪ Inbetriebnahme- und Schulungsprotokolle
1116.0▪ Wartungsvertrag
EndX
GMP RelevanzDesignverifizierung

LeereZeile

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Hauptkapitel

Unnamed: 0Unnamed: 1xEndYHauptkapitel (Beispiel 1. Gliederungsebene)

AuswahlYNP

y
n
p

Unterkapitel

Unnamed: 0Unnamed: 1yEndZUnterkapitel (Beispiel 2. Gliederungsebene)

UnterUnterkapitel

Unnamed: 0Unnamed: 1zUnnamed: 3Unterkapitel (Beispiel 3. Gliederungsebene)
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