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Revision
| Rev. | Inhalt | Verfasser | Datum |
|---|---|---|---|
| 00 | Erstausgabe | ARGE Grote - SAV | 27.03.2025 |
St-TP4-Last Revision 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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Inhaltsverzeichnis
- Allgemeines zum Binnenhaupt ............................................................ 1/1
1.1. Übersicht ..................................................................................... 1/3
1.2. Bemessungswasserstände am Binnenhaupt .............................. 1/4
1.3 Grundwasserstand ...................................................................... 1/5
1.4. Lebensdauer des Binnenhauptes ............................................... 1/6
- Einwirkungen auf das Schiebetor
2.1. Übersicht und Torparameter ....................................................... 2/1
2.2. Eigenlast ..................................................................................... 2/3
2.3. Hydrostatische und hydrodynamische Einwirkungen
2.3.1. Hydrostatische Einwirkungen ......................................... 2/3
2.3.2. Hydrodynamische Einwirkungen in Staustellung ............ 2/4
2.3.3. Hydrodynamische Einwirkungen bei Bewegung ............. 2/4
2.4. Eisdruck ...................................................................................... 2/4
2.5. Hohlkörperauftrieb....................................................................... 2/5
2.6. Schlick im Schiebetor .................................................................. 2/5
2.7. Verkehrslasten
2.7.1. Fuß- und Radweg auf dem Schiebetor ........................... 2/6
2.7.2. Geländer ......................................................................... 2/6
2.8. Sonstige Einwirkungen
2.8.1. Leckschlagen von Luftkammern ..................................... 2/6
2.8.2. Windlasten ...................................................................... 2/7
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2.9. Ermüdungsbeanspruchung
2.9.1. Allgemeines .................................................................... 2/8
2.9.2. Ermüdungsbeanspruchung auf das Binnentor ............... 2/8
2.9.3. Ermüdungsbeanspruchung auf den Torantrieb .............. 2/16
2.10. Bemessungssituationen
2.10.1. Lastfallkombinationen in Staustellung ............................ 2/17
2.10.2. Lastfallkombinationen in Bewegung ............................... 2/24
2.10.3. Ermüdungskombination .................................................. 2/25
2.11. Revision ...................................................................................... 2/26
St-TP4-Last Inhaltsverzeichnis 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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- Allgemeines zum Binnenhaupt
Die Seeschleuse im Hafen der Stadt Papenburg gewährleistet die See-,
Binnen- sowie Sportschifffahrt und ging in ihrer jetzigen Form 1975 in Betrieb.
Bei Außenwasserständen von +2,50 m NHN bis -1,50 m NHN erfolgen
durchschnittlich 2.000 Schiffsschleusungen pro Jahr.
Nach 40 Jahren Betriebsdauer soll die Seeschleuse stufenweise (3 Baustufen)
neu gebaut werden, um den Schleusenbetrieb und die Deichsicherheit zu
gewährleisten.
Nachdem Bau der Außenhaupt in der 1. Stufe, soll nun in der 2. Stufe das
Binnenhaupt und in der 3. Stufe die Schleusenkammer neu gebaut werden.
Die Seeschleuse verbindet das Fahrwasser der Ems bei Ems-km 0 bzw. des
Dortmund-Ems-Kanals bei DEK-km 225,82 mit dem Hafen der Stadt Papenburg
und kann von Seeschiffen mit einem Tiefgang bis 5,50 m zzgl. 0,50 m Keel
Clearence angelaufen werden, deren Hauptumschlagsgüter aus Baustoffen,
Holz, Stahl, Papier, Torf, Mineralöle und Getreide bestehen.
Die Sohle der Schleuse, des Sielkanals sowie des weiterführenden Hafens liegt
auf ca. –5,20 m NN. Die lichte Breite der Seeschleusendurchfahrt beträgt ca.
26,5 m. Vollcontainerschiffe mit 8 Reihen und einer Schiffsbreite von 23,0 m
können die Schleuse passieren. Zwischen den Torachsen ist die Seeschleuse
ca. 155 m lang.
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- Allgemeines zum Binnenhaupt 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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Das vorliegende Lastenheft zur Genehmigungsstatik wird zur Bemessung des
neuen Binnenhauptes an der Seeschleuse in Papenburg zugrunde gelegt.
Das Binnenhaupt zwischen der Schleusenkammer und dem Hafen besteht im
Wesentlichen aus:
-
dem Schiebetor, inkl. Segmentschütze, Ober- und Unterwagen,
-
den Dammtafeln als Revisionsverschluss zu der seitlichen Torkammer,
-
der östlichen Torkammer, bestehend aus Sohle sowie nördlicher und
südlicher Kammerwand inkl. Verankerung,
-
dem unteren Drempel sowie dem westlichen Gegenanschlag,
-
dem Antriebshaus an der Stirnseite der Torkammer mit der
Windenverlagerung für den Torantrieb,
-
den hafenseitigen Schutzdalben,
-
sowie den umliegenden Ufereinfassungen.
St-TP4-Last
- Allgemeines zum Binnenhaupt 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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1.2. Bemessungswasserstände am Binnenhaupt
Das Binnenhaupt der neuen Seeschleuse in Papenburg ist nach Absprache mit
dem Bauherrn für folgende Bemessungswasserstände, dargestellt am
Querschnitt des Schiebetores, auszulegen:
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- Allgemeines zum Binnenhaupt 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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Wasserstände in der Kammer (bei Ausfall des Außentors):
HHThw = + 4,80 m NHN (Ausfall Emssperrwerk)
HThw = + 3,75 m NHN (Ausfall Emssperrwerk)
(MThw = + 1,90 m NHN im Bereich der schleusbaren Wasserstände)
MTnw = - 1,80 m NHN
NTnw = - 2,79 m NHN
NNTnw = - 2,97 m NHN
Wasserstände in der Schleusenkammer (ohne Ausfall des Außentors):
HSW = + 2,50 m NHN (höchster schleusbarer Wasserstand)
NSW = - 1,50 m NHN (niedrigster schleusbarer Wasserstand)
Wasserstände im Binnenhafen:
HHaw = + 1,30 m NHN (höchster Hafenwasserstand)
Haw = + 0,90 m NHN (Hafenwasserstand)
NHaw = + 0,50 m NHN (niedrigster Hafenwasserstand)
1.3. Grundwasserstand
Der Grundwasserstand wird an 2 Pegelmessstellen zukünftig aufgezeichnet.
Gemäß Messtellen und Gutachten von Herrn Dr. rer. nat. Karl-Heinz Lüpkes am
Außenhaupt vom 12.07.2018 wurden folgende Grundwasserstände als
Bemessungswerte ermittelt:
HGW = + 1,00 m NHN (höchster Grundwasserstand)
NGW = - 1,50 m NHN (niedrigster Grundwasserstand)
Das Grundwasser (NGW bis HGW) folgt i.d.R. dem freien Wasserspiegel der
Ems (MTnw bis MThw) zeitlich verzögert. Diese Werte sind durch die
zukünftigen Pegelmessungen zu überprüfen bzw. zu bestätigen.
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- Allgemeines zum Binnenhaupt 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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1.4. Lebensdauer des Binnenhauptes
Die Lebensdauer der einzelnen Gewerke des Binnenhauptes werden analog
dem Aussenhaupt wie folgt festgelegt:
Maschinenbau: 35 Jahre (siehe DIN 19704-1, Kap. 9.5.3.1)
Stahlwasserbau: 70 Jahre (siehe DIN 19704-1, Kap. 7.6.1)
Massivbau: 80 Jahre (gemäß Außenhaupt)
Spundwände
und Pfähle: 50 Jahre (siehe DIN EN 1993-5, Kap. 4.1, (6))
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- Allgemeines zum Binnenhaupt 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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- Einwirkungen auf das Schiebetor
2.1. Übersicht und Torparameter
OK Tor + 6,50 m NHN
UK Tor (Dichtungslinie) - 5,52 m NHN
Torlänge (Dichtung – Dichtung) 27.475 mm
Torbreite im Querschnitt 3.000 mm
Querschnitt im Bereich der Durchflussöffnungen (Segmentschütze)
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2.2. Eigenlast
Die Eigenlasten des Schiebetores, der Segmentschütze und des Ober- und
Unterwagens werden anhand der Entwurfsplanung als Konstruktionsgewichte
angenommen.
Schiebetor inkl. Aufhängung Oberwagen G = 225 t
Segmentschütze G = 4 x 5,0 t = 20 t
Oberwagen G = 10 t
Unterwagen G = 20 t
∑G = 275 t
= 2.750 kN
Beschichtungen, anhaftendes Wasser bzw. Eis, Bewuchs sowie
Verschmutzung werden mit einem Zuschlag von 10% der Eigenlasten
berücksichtigt (DIN 19704-1, 5.1): G = 1,10 x 2.750 kN = 3.025 kN
2.3. Hydrostatische und hydrodynamische Einwirkungen
2.3.1. Hydrostatische Einwirkungen
Die hydrostatischen Einwirkungen in Schließstellung auf das Schiebetor werden
anhand der zuvor aufgeführten Wasserstände zur Bemessung des
Binnenhauptes ermittelt.
Die Wichte des schlickhaltigen Wassers wird dabei gemäß DIN 19704-1,
Abschnitt 5.2.1 für Seewasser mit γ = 10,4 kN/m³ angesetzt. w
Zusammen mit den weiteren Einwirkungen auf das Tor werden diese in
ständige, vorübergehende oder außergewöhnliche Bemessungssituationen
nach DIN 19704-1, Tab. 5 eingeteilt (siehe Kap. 2.10).
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2.3.2. Hydrodynamische Einwirkungen in Staustellung
In den hydrostatischen Bemessungssituationen werden auf dem höchsten
Wasserstand ein Schwall von + 0,60 m und auf dem niedrigsten Wasserstand
ein Sunk von - 0,50 m berücksichtigt.
2.3.3. Hydrodynamische Einwirkungen bei Bewegung
Das Bewegen des Schiebetores erfolgt bei Wassergleichstand innerhalb des
höchsten und niedrigsten schleusbaren Wasserstandes (HSW bzw. NSW). Für
die Bemessung der Antriebe wird eine normale (GK) oder eine
außergewöhnliche (AK) Wasserstandsdifferenz beim Bewegen berücksichtigt:
GK: Differenzwasserstand 0,25 m
AK: Differenzwasserstand 0,40 m
2.4. Eisdruck
Nach DIN 19704-1, 5.2.5 wird für Binnengebiete folgender Eisdruck auf die
hafen- oder kammerseitige Stauwand angesetzt.
p = 150 kN/m² mit h = 0,30 m E E
Der Ansatz erfolgt jeweils bei folgenden Wasserständen:
Kammerseitig: von +2,50 m NHN bis -1,50 m NHN
Hafenseitig: von +1,30 m NHN bis +0,50 m NHN
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2.5. Hohlkörperauftrieb von geschlossenen Lufttanks (sofern unter Wasser)
Zwischen den Riegeln III und IV ist ein durchgehender Auftriebskörper (A) über
die gesamte Länge des Schiebetores angeordnet. Zusätzlich ist in den
Durchflussöffnungen am oberen horizontalen Schützanschlag ein
Auftriebskörper (B) angeordnet.
Die Wichte des Wassers wird mit 𝛾 = 10,4 kN/m³ für Seewasser gemäß w
DIN 19704-1, Abschnitt 5.2.1 angenommen.
Der Eigenauftrieb der Torkonstruktion und der Schütze ist zusätzlich für alle im
Wasser eingetauchten Konstruktionsteile zu berücksichtigen (DIN 19704-1,
5.2.1).
2.6. Schlick im Schiebetor
Die Schlickbelastung in der Ems ist sehr hoch. Deshalb sind diese Lasten
gesondert zu berücksichtigen. Auf geschlossene, durchströmte und geneigte
Flächen lagert sich kein Schlick ab.
Die Schlickbelastung ist wasserstandsabhängig auf alle waagerechten Flächen
unterhalb des Riegels VI (+ 2,50 mNHN) anzusetzen.
Schlick über Wasser:
Abgelagerter, trockener Schlick: 𝛾 = 15,0 kN/m³
Höhe Abgelagerter Schlick h = 0,3 m
Ersatzlast auf waagerechte Flächen p = 4,5 kN/m²
Schlick unter Wasser:
Abgelagerter, fester Schlick: 𝛾 = 5,0 kN/m³
Höhe Abgelagerter Schlick h = 0,3 m
Ersatzlast auf waagerechte Flächen p = 1,5 kN/m²
St-TP4-Last 2. Einwirkungen auf das Schiebetor 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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2.7. Verkehrslasten
2.7.1. Fuß- und Radweg auf dem Schiebetor
Der oberste Horizontalriegel VIII des Schiebetores dient als öffentlicher Fuß-
und Radweg zum Überqueren der Schleuse.
Der Lastansatz für Bedienstege von Stahlwasserbauten nach DIN 19704-1,
Abschnitt 5.2.6 trifft hier nicht mehr zu, da es sich vorliegend um einen
öffentlichen Verkehrsweg handelt.
Stattdessen wird eine Verkehrslast von p = 5,0 kN/m² in Anlehnung an Fuß-
und Radwegbrücken nach DIN EN 1991-2, Abschnitt 5.3.2 angesetzt.
2.7.2. Geländer
Das Geländer für den öffentlichen Fuß- und Radweg auf dem obersten
Horizontalriegel VIII des Schiebetores wird in Anlehnung an DIN EN 1991-2,
Abschnitt 4.8 mit einer horizontalen Linienlast von p = 1,0 kN/m ausgelegt.
2.8. Sonstige Einwirkungen
2.8.1. Leckschlagen von Luftkammern
Nach DIN 19704-1, 5.3.1 für Tor in Staustellung und in Bewegung. Es sind max.
zwei benachbarte leckgeschlagene Luftkammern an ungünstigster Stelle
anzunehmen.
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2.8.2. Windlasten
Für die Bemessung des Schiebetores braucht eine Windeinwirkung nicht
berücksichtigt werden.
Nach DIN 19704-1, Abschnitt 5.2.12 wird jedoch zur Bemessung der
Antriebskomponenten beim Bewegen des Tores eine Windeinwirkung auf den
Bereich des Schiebetores über der Wasserlinie berücksichtigt.
Nach DIN 1991-1-4 ist der Standort Papenburg in die Windlastzone II,
Binnenland mit q = 0,39 kN/m² einzustufen. b,0
Der Kraftbeiwert für das Schiebetor in der Schleusenkammer ist mit c = 0,5 f anzunehmen.
w = 0,5 x 0,39 = 0,195 kN/m² f
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2.9. Ermüdungsbeanspruchung
2.9.1. Allgemeines
Nach Aussage des Auftraggebers werden im Jahr ca. 2.000 Schleusungen an
der Seeschleuse in Papenburg durchgeführt. Das entspricht ca. 6
Schleusungen am Tag.
Nach DIN 19704-1, Anhang A.2.1 sind jedoch mindestens 10 Schleusungen an
mindestens 300 Betriebstagen im Jahr für den Ermüdungsnachweis
anzunehmen. Im Folgenden wird dieser Vorgabe nachgegangen.
Die Stahlkonstruktion des Binnentores ist nach DIN 19704-1, Kap. 7.6.1 für eine
Lebensdauer von 70 Jahren auszulegen. Der Maschinenbau wird nach
DIN 19704-1, Kap 9.5.3.1 für 35 Jahre ausgelegt.
2.9.2. Ermüdungsbeanspruchung auf das Binnentor
Für den Stahlbau des Binnentores ist die Spannungsschwingbreite aus dem
Tidenverlauf zwischen MThw = + 1,90 mNHN und MTnw = -1,80 mNHN für den
Ermüdungsnachweis anzusetzen. Der Tidenverlauf wird dabei auf die tägliche
Schleusungsperiode (10 Schleusungen pro Tag) unterteilt und die einzelnen
Wasserstandsdifferenzen zum Kammerwasserstand auf Haw = + 0,90 mNHN
ermittelt.
St-TP4-Last 2. Einwirkungen auf das Schiebetor 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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- Doppelamplitude der Tide über 24h
Der Tidenverlauf eines Tages wird gleichmäßig auf s = 16 Zeiteinheiten verteilt.
Die Zeiteinheit ergibt sich aus der Annahme, dass die 10 Schleusungen im
Abstand von jeweils ca. t = 1,5 h stattfinden. s
Höhe der Doppelamplitude = 1,90 m + 1,80 m = 3,70 m
(cid:2871),(cid:2875)(cid:2868) (cid:2923) Verschiebung vertikal = - 1,80 m = 0,05 m (cid:2870) Anzahl der Perioden = 2
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- Tidewasserstände h in der Schleusungsperiode 1 Die Schleusungsperiode wird zwischen den Zeitabschnitten t = 4 und t = 14
(ungünstig) angesetzt. Der Tidewasserstand h zwischen MThw + 1,90 mNHN 1 bzw. MTnw – 1,80 mNHN wird für jeden Schleusungsvorgang ermittelt
(bezogen auf ± 0,00).
(cid:2871),(cid:2875)(cid:2868) (cid:3040) Höhe h = [ x sin (λ x t)] + 0,05m 1 (cid:2870) mit λ = 4 x π / 16
und t = 0…..16
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- Differenzwasserstände Δh
Die ermittelten Tidewasserstände h der einzelnen Schleusungen werden auf 1 den Hafenwasserstand Haw + 0,90 mNHN bezogen und die einzelnen
Differenzwasserstände Δh für jede Schleusung ermittelt.
Δh (t) = h (t) – h (t) (Differenzwasserstand zwischen Ems und Kammer) 12 2 1 Δh (t) = h (t) – h (t) (Differenzwasserstand zwischen Kammer und Hafen) 23 2 3
(cid:2871),(cid:2875)(cid:2868) (cid:3040) mit Δh (t) = [ x sin (λ x t)] + 0,05m - 0,90 m 12 (cid:2870)
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- Auszählung der schadensäquivalenten Wasserstandsdifferenzen
(nach der Reservoir - Methode)
ΔΔh = 2,70 + 1,00 = 3,70 m 2x 1-2 ΔΔh = 2,1581 m 3x 3-5 ΔΔh = 0,85 m 3x 6-8 ΔΔh = 0,4581 m 2x 9-10 ∑ = 10
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- Ermittlung der zulässigen Spannungsschwingbreiten
Normalspannungen Δσ
Δσ = a x Δσ mit a = Δσ / Δσ i i 1 i i 1 Δσ = max. Spannungsschwingbreite 1 aus MThw und MTnw ∑ (n x Δσ3) = N x Δσ ³ i i E E n = n = 1 x 300 x 70 = 21.000 < 2 x 106: m = 3 i n x Δσ ³ x ∑a3 = N x Δσ 3 1 i E E
Δσ = Δσ x (cid:3119) (cid:3495)∑𝑎(cid:2871) 𝑥 𝑛/𝑁 E 1 (cid:3036) (cid:3006)
| ΔΔhi | ai | ai³ |
|---|---|---|
| 3,7 | 1,000 | 1,000 |
| 3,7 | 1,000 | 1,000 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,198 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,198 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,198 |
| 0,85 | 0,230 | 0,012 |
| 0,85 | 0,230 | 0,012 |
| 0,85 | 0,230 | 0,012 |
| 0,4581 | 0,124 | 0,002 |
| 0,4581 | 0,124 | 0,002 |
| ∑ai³ = | 2,635 |
N = N = 2 x 10(cid:2874) E C
(cid:3057)(cid:3097)(cid:3004) Δσ = Δσ ≤ mit γ = 1,0 E E,2 Ff (cid:4666)(cid:2963)(cid:2897)(cid:2916) (cid:2934) (cid:2963)(cid:2890)(cid:2916)(cid:4667)
(cid:3119) (cid:2870),(cid:2874)(cid:2871)(cid:2873) (cid:3051) (cid:2870)(cid:2869).(cid:2868)(cid:2868)(cid:2868) Δσ = (cid:3495) x Δσ E,2 (cid:2870) (cid:3051) (cid:2869)(cid:2868)(cid:3122) 1
Δσ = 0,30 x Δσ E,2 1
(cid:3057)(cid:3097)(cid:3004) 0,30 x Δσ ≤ 1 (cid:4666)(cid:2963)(cid:2897)(cid:2916)(cid:4667)
(cid:3057)(cid:3097)(cid:3004) zul. Δσ = 1 (cid:4666)(cid:2868),(cid:2871)(cid:2868) (cid:2934) (cid:2963)(cid:2897)(cid:2916)(cid:4667)
zul. Δσ = 3,325 x Δσ / γ 1 C Mf
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Schubspannungen Δτ ∑(n x Δτ5) = N x Δτ 5 i i E E n = n = 1 x 300 x 70 = 21.000 < 2 x 10(cid:2874): m = 5 i n x Δτ 5 x ∑a5 = N x Δτ 5 1 i E E
(cid:3121) (cid:3028)(cid:3121) (cid:3051) (cid:3041) Δτ = Δτ x (cid:3495)∑ (cid:3284) E 1 (cid:3015)(cid:3254)
| ΔΔhi | ai | 𝑎 (cid:3036)(cid:3121) |
|---|---|---|
| 3,70 | 1,000 | 1,000 |
| 3,70 | 1,000 | 1,000 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,068 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,068 |
| 2,1581 | 0,583 | 0,068 |
| 0,85 | 0,230 | 0,001 |
| 0,85 | 0,230 | 0,001 |
| 0,85 | 0,230 | 0,001 |
| 0,4581 | 0,124 | 0,000 |
| 0,4581 | 0,124 | 0,000 |
| ∑𝑎 (cid:3036)(cid:3121)= | 2,204 |
∑𝑎(cid:3036) =
N = N = 2 x 10(cid:2874) E C
(cid:3057)(cid:3099)(cid:3004) Δτ = Δτ ≤ mit γ = 1,0 E E,2 Ff (cid:4666)(cid:2963)(cid:2897)(cid:2916) (cid:2934) (cid:2963)(cid:2890)(cid:2916)(cid:4667)
(cid:3121) (cid:2870),(cid:2870)(cid:2868)(cid:2872) (cid:3051) (cid:2870)(cid:2869).(cid:2868)(cid:2868)(cid:2868) Δτ = (cid:3495) x Δτ E,2 (cid:2870) (cid:3051) (cid:2869)(cid:2868)(cid:3122) 1
Δτ = 0,47 x Δτ E,2 1
(cid:3057)(cid:3099)(cid:3004) 0,47 x Δτ ≤ 1 (cid:4666)(cid:2963)(cid:2897)(cid:2916)(cid:4667)
(cid:3057)(cid:3099)(cid:3004) zul. Δτ = 1 (cid:4666)(cid:2868),(cid:2872)(cid:2875) (cid:2934) (cid:2963)(cid:2897)(cid:2916)(cid:4667)
zul. Δτ = 2,128 x Δτ / γ 1 c Mf
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- Zusammenfassung der zul. Spannungsdifferenzen
mit γ = 1,35 Mf und γ = 1,00 Ff
| Δσ1 [N/mm²] | Δτ1 [N/mm²] | |
|---|---|---|
| Kerbfall | m = 3 | m = 5 |
| 160 | 394 | |
| 140 | 345 | |
| 125 | 308 | |
| 112 | 276 | |
| 100 | 246 | 158 |
| 90 | 222 | |
| 80 | 197 | 126 |
| 71 | 175 | |
| 63 | 155 | |
| 56 | 138 | |
| *50 | 138 | |
| 50 | 123 | |
| *45 | 123 | |
| 45 | 111 | |
| 40 | 99 | |
| *36 | 99 | |
| 36 | 89 |
St-TP4-Last 2. Einwirkungen auf das Schiebetor 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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2.9.3. Ermüdungsbeanspruchung auf den Torantrieb
Die vertikale Torauflast beim Bewegen des Binnentores (10 Schleusungen pro
Tag) wird über die Wasserstandsdifferenzen zwischen der Tide in der Kammer
und dem Hafenwasserstand während der Schleusungsperiode ermittelt (siehe
Kap. 2.9.2).
Dieser Ansatz ist mit den Wasserständen MThw und MTnw auf der sicheren
Seite, da kammerseitig kein tieferer Wasserstand als NSW auftreten kann.
Aus dem max. Tidenhub zwischen MThw und MTnw (ΔF ) lässt sich die 1 schadensäquivalente Torauflast ermitteln.
2.10. Bemessungssituationen
Die Einwirkungen aus Wasserdruck und Eis auf das Schiebetor werden nach
DIN 19704-1, Tab. 5 in folgende Bemessungssituationen eingestuft.
Anmerkung:
Im Rahmen der anzusetzenden Einwirkungen wird die sogenannte „doppelte
Deichsicherheit“ des Binnenhauptes berücksichtigt. Hierbei geht es darum,
dass z. B. im Falle eines Versagens des Außenhauptes das Binnenhaupt die
Schutzaufgabe des Außenhauptes übernimmt bzw. direkt als solches
eingesetzt wird.
Der Vergleich der maßgebenden Einwirkungen zwischen dem Außen- und
Binnenhaupt zeigt, dass bei dem Außenhaupt höhere Lasten vorliegen.
Demzufolge wird das Binnenhaupt ebenfalls mit den Einwirkungen aus dem
Außenhaupt (vgl. Lastenheft Außenhaupt: „St-TP4-Last_Genehmigungsstatik
Lastenheft_2019-02-11.pdf“) untersucht und nachgewiesen.
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2.10.1. Bemessungssituationen in Staustellung
GK Fall 1.1 Kammerwasserstand: + 2,50 m NHN (HSW)
Hafenwasserstand: + 0,90 m NHN (Haw)
Einstufung in die ständige Bemessungssituation
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GK Fall 1.2 Kammerwasserstand: - 1,50 m NHN (NSW)
Hafenwasserstand + 0,90 m NHN (Haw)
Einstufung in die ständige Bemessungssituation
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GK Fall 2.1 GK Fall 1.1 + Eis in der Kammer bei + 2,50 m NHN (HSW)
Hafenwasserstand: + 0,90 m NHN (Haw)
Einstufung in die vorübergehende Bemessungssituation
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GK Fall 2.2 GK Fall 1.2 + Eis im Hafen bei + 0,90 m NHN (Haw)
Kammerwasserstand: - 1,50 m NHN (NSW)
Einstufung in die vorübergehende Bemessungssituation
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GK Fall 2.3 Kammerwasserstand: - 1,50 m NHN (NSW)
Hafenwasserstand: + 1,30 m NHN (HHaW)
Einstufung in die vorübergehende Bemessungssituation
St-TP4-Last 2. Einwirkungen auf das Schiebetor 24-001 Genehmigungsstatik - Abschnitt 101. Lastenheft - Stahlwasserbau
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GK Fall 2.4 Kammerwasserstand: + 2,50 m NHN (HSW)
Hafenwasserstand: + 0,50 m NHN (NHaW)
Einstufung in die vorübergehende Bemessungssituation
Nachdem eine Schleusung durch das Binnentor durchgeführt wurde, soll in der
Schleusenkammer durch das Öffnen der Segmentschütze wieder der
Hafenwasserstand hergestellt werden.
Der Fall GK 2.4 berücksichtigt das unbeabsichtigte „einfrieren“ des höchsten
schleusbaren Wasserstandes (HSW) in der Schleusenkammer nach der
Schleusung und des niedrigsten Hafenwasserstands.
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AK Ausfall Aussentor bei Sturmflut
Kammerwasserstand: + 5,40 m NHN (HHThw + Schwall)
Hafenwasserstand: + 0,50 m NHN (NHaw)
Einstufung in die außergewöhnliche Bemessungssituation
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2.10.2. Lastfallkombinationen in Bewegung
Das Binnentor wird nur bei Wassergleichstand zum Außenwasserstand bewegt.
Zur Auslegung der Antriebskomponenten wird eine Wasserstandsdifferenz
angesetzt.
GK Fall 1.1 Differenzwasserstand = 0,25 m
bei Wasserstand + 2,50 m NHN (Kammer)
AK Fall 1.1 Differenzwasserstand = 0,40 m
bei Wasserstand + 2,50 m NHN (Kammer)
GK Fall 1.2 Differenzwasserstand = 0,25 m
bei Wasserstand - 1,50 m NHN (Kammer)
AK Fall 1.2 Differenzwasserstand = 0,40 m
bei Wasserstand - 1,50 m NHN (Kammer)
GK Fall 1.3 Differenzwasserstand = 0,25 m
bei Wasserstand + 0,90 m NHN (Kammer)
AK Fall 1.3 Differenzwasserstand = 0,40 m
bei Wasserstand + 0,90 m NHN (Kammer)
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2.10.3. Ermüdungskombination
EK Fall 1 Ermüdungsbeanspruchung aus dem Tidenverlauf
Kammerwasserstand: + 1,90 mNHN (MThw) u. - 1,80 mNHN (MTnw)
Hafenwasserstand: + 0,90 m NN (Haw)
Einstufung in die charakteristische Bemessungssituation
∆ h
Die Lastsituation bzgl. Ermüdung am Binnentor (∆h = 3,70 m) ist vergleichbar
mit der vom Außentor. Eine Änderung der Konstruktion im Hinblick auf die
Ermüdung ist somit nicht erforderlich.
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2.11. Revision
Zu Revisionszwecken wird das Schiebetor in die seitliche Torkammer gefahren.
Am Übergang zur seitlichen Torkammer werden Dammtafeln gesetzt und die
Torkammer gelenzt.
Nach dem Lenzen der Torkammer wirkt in dem Schiebetor der getrocknete
Schlick als Auflast, dem kein Auftrieb mehr gegenüber steht.
Für die Bemessung des Schiebetores und des Ober- und Unterwagens wird der
Revisionsfall in die vorübergehende Bemessungssituation eingestuft,
wohingegen für die Dammtafeln die Einstufung in die ständige
Bemessungssituation erfolgt.
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Papenburg, den 27.03.2025 i.A.
(Dipl.-Ing, L. Agal)
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