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Seeschleuse Papenburg- Neubau Binnenhaupt
Deckblatt
Vorläufiges Betonbaukonzept
Neubau Binnenhaupt
Seeschleuse Papenburg
29.07.2026
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Inhaltsverzeichnis
Deckblatt................................................................................................................................ 1
Inhaltsverzeichnis ................................................................................................................. 2
1 Vorbemerkungen ........................................................................................................... 3
2 Zuordnung Betonbauqualitätsklasse ........................................................................... 3
2.1 BBQ-Ausführungsgespräche ................................................................................... 3
2.1.1 Teilnehmer .......................................................................................................... 3
2.1.2 Startgespräch ...................................................................................................... 4
2.1.3 Verlaufsgespräche .............................................................................................. 4
2.1.4 Dokumentation .................................................................................................... 4
3 Bauteile und Betoneigenschaften ................................................................................ 5
4 Zuständigkeiten ............................................................................................................. 6
4.1 Bauausführung ........................................................................................................ 6
4.2 Betontechnologie .................................................................................................... 6
4.3 Betonlieferant .......................................................................................................... 6
5 Betonieranweisung ........................................................................................................ 6
6 Betonherstellung ........................................................................................................... 7
6.1 Transportbeton ........................................................................................................ 7
6.2 Betonausgangsstoff................................................................................................. 8
6.3 Annahme ................................................................................................................. 8
7 Betoneinbau ................................................................................................................. 10
7.1 Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse ........................................................ 10
7.2 Schalung und Oberflächenbearbeitung ................................................................. 11
7.3 Bewehren .............................................................................................................. 11
7.4 Betonieren ............................................................................................................. 11
7.5 Verpressanker und Mikropfähle ............................................................................ 12
7.6 Nachbehandeln ..................................................................................................... 12
7.7 Maßnahmen bei Störfällen .................................................................................... 12
8 Arbeitsfugen ................................................................................................................ 12
9 Eigen- und Fremdüberwachung ................................................................................. 13
9.1 Eigenüberwachung................................................................................................ 13
9.2 Fremdüberwachung .............................................................................................. 13
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1 Vorbemerkungen
Für den Neubau des Binnenhaupts der Seeschleuse in Papenburg, wurde im Rahmen der
Ausschreibung entsprechend der DIN 1045-1000 das vorliegende Betonbaukonzept erstellt.
Für die Herstellung, Verarbeitung, Nachbehandlung und Prüfung der Betone gelten die ZTV-
W LB 215, die DIN EN 206-1 und die DIN 1045-2
2 Zuordnung Betonbauqualitätsklasse
Bei dem Neubau der Seeschleuse in Papenburg handelt es sich um ein Ingenieurbauwerk
nach den Regeln „Ingenieurbauwerke des Wasserbaus“. Es wird entsprechend der Tabelle 2
DIN 1045-1000: 2023-08 folgender Betonbauqualitätsklasse zugeordnet.
Planungsklasse: PK-S
Betonklasse: BK-S
Ausführungsklasse: AK-S
Betonbauqualitätsklasse: BBQ-S
Damit gelten speziell festzulegende Anforderungen an Kommunikation, Planung,
Bauausführung und Baustoffe, die in der Leistungs- und Baubeschreibung sowie dem
vorläufigem Betonbaukonzept festgehalten sind.
2.1 BBQ-Ausführungsgespräche
Entsprechend DIN 1045-1000: 2023-08 Anhang A sind im Rahmen der Bauausführung
Betonfachgespräche zu führen, um einen qualitativ hochwertigen Betonbau über eine
schnittstellenübergreifende Kommunikation zwischen Planung, Betonherstellung und
Bauausführung sicherzustellen.
2.1.1 Teilnehmer
Im Rahmen der Gespräche sind Federführende und Mitwirkende festzulegen.
An den BBQ-Ausführungsgesprächen sollten -soweit thematisch betroffen- mindestens
teilnehmen:
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-
Objektplaner
-
Tragwerksplaner
-
Fachkundige Person(en) mit betontechnologischen Kenntnissen (nach 5.4 DIN
1045-1000)
-
Ausführender Bauleiter
-
Betonhersteller
Darüber hinaus können je nach projektspezifischen Anforderungen weitere Mitwirkende
hinzugezogen werden z.B. Bauherr, Betonpumpendienst, Vertreter der ständigen
Betonprüfstelle, bereichsübergreifender BBQ-Koordinator.
2.1.2 Startgespräch
Das Startgespräch ist zu Beginn der Ausführung im Rahmen der Arbeitsvorbereitung auf
Projektebene zu führen und zu dokumentieren. Zielsetzung des Startgespräches ist die
Erarbeitung eines Betonbaukonzeptes, das die Betonherstellung und die Bauausführung
umfasst. Das Betonbaukonzept sollte die Maßnahmen aus dem vorläufigen
Betonbaukonzept weiter ausführen und präzisieren.
2.1.3 Verlaufsgespräche
Die Bauverlaufsgespräche sind im Bedarfsfall durch den Federführenden im Zuge der
Bauausführung in regelmäßigen Abständen zu veranlassen und zu dokumentieren. Die
Intervalle sind auf Projektebene festzulegen. Zielsetzung ist die Fortschreibung des
Betonbaukonzeptes in der laufenden baupraktischen Umsetzung zum Beispiel hinsichtlich:
-
der jeweiligen Erfahrungen mit den festgelegten Maßnahmen
-
eventuell aufgetretener Abweichungen bzw. Schwierigkeiten und Festlegung von
gegebenenfalls erforderlichen Korrekturmaßnahmen
2.1.4 Dokumentation
Die Gespräche müssen vom Federführenden bauteilbezogen, nachverfolgbar und
ergebnisorientiert dokumentiert werden.
Es müssen mindestens folgende Punkte dokumentiert werden:
-
Teilnehmer
-
Ort, Datum und Zeit
-
Festgelegte Zuständigkeiten
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- Bauteilbezogene Festlegungen (Betonbaukonzept)
3 Bauteile und Betoneigenschaften
Für die zum Bauwerk gehörende Bauteile wurden die nachfolgenden Betoneigenschaften
festgelegt:
| Bauteil | Beton | ||
|---|---|---|---|
| Festigkeitsklasse | Expositionsklasse | weitere Eigenschaften | |
| Torkammer/Drempel | |||
| Verfüllung Tiefgründungselemente | C30/37 | X0 | WA |
| Unterwasserbetonsohle | C30/37 | X0 | WA |
| Konstruktionsbetonsohle | C30/37 | XC1, XA1 | WA |
| Drempel (im Bereich von erdberührtem Boden) | C30/37 | XC2, XA1 | WA |
| Drempel (unter Wasserwechselzone) | C30/37 | XC1, XA1 | WA |
| Drempel (in Wasserwechselzone) | C30/37 | XC4, XF3, XA2, XM1 | WA |
| Drempel (über Wasserwechselzone) | C30/37 | XC4, XF4, XA1, XM1 | WA |
| Drempel (Ortbeton) | C30/37 | XC4, XD3, XF4, XA1, XM1 | WA |
| Betonholm (im Bereich der Torkammer) | C30/37 | XC4, XD3, XF4 | WA |
| Fertigteile | C30/37 | XC4, XF3, XA1, XM1 | WA |
| Zweitbeton/ Vergussbeton | |||
| Rahmen Schachtabdeckung | Min. C30/37 | Min. XC4, XD3, XF4 | WA |
| -Aussparung für- Anschlagskonstruktion -Aussparung Führungspfähle -Unterwagenschiene -Kantenschutz entlang Unterwagenschiene | C30/37 | XC1, XA1 | WA |
| Kantenschutz Torpfeiler Nord + Süd Drempel | C30/37 | XC4, XF3, XA2, XM1 | WA |
| Kantenschutz Torpfeiler Nord + Süd Drempel (min. oberer 30 cm unter | C30/37 | XC4, XD3, XF4, XA1, XM1 | WA |
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| Planie) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Torantriebshaus | ||||||
| Sohlplatte | C25/30 | XC3, XF1 | WA | |||
| Antriebsfundamente | C25/30 | XC4, XF1 | WA | |||
| Wände | C25/30 | XC4, XF1 | WA | |||
| Decke | C25/30 | XF4, XF1 | WA | |||
| Kranfundament | ||||||
| Kranfundament (bis 30 cm u. OK | C30/37 | XC2, XA1 | WA | |||
| Kranfundament obere 30 cm | C30/37 | XC4, XD3, XF4 | WA | |||
| Betonblöcke für Bestimmung von adiabatischer Temperaturerhöhung und der Entmischungssensibilität | ||||||
| Betonblock (unbewehrt) | C30/37 |
4 Zuständigkeiten
4.1 Bauausführung
Im Betonbaukonzept ist das zuständige ausführende Bauunternehmen mit Angabe der
verantwortlichen Personen (Bauleiter und Polier) einschließlich der Kotaktdaten zu nennen.
4.2 Betontechnologie
Im Rahmen der Ausführung ist die betontechnologische Beratung und Betreuung der
Baustelle durch eine fachkundige Person sicherzustellen. Die fachkundige Person ist unter
Angabe der Kontaktdaten im Betonbaukonzept aufzuführen.
4.3 Betonlieferant
Im Betonbaukonzept ist ebenfalls der Betonlieferant für das Bauvorhaben festzulegen.
Lieferwerke, Lieferfahrzeuge und Fahrstrecken sind zu planen und festzuhalten.
Verantwortliche Personen sind einschließlich der Kontaktdaten aufzuführen.
5 Betonieranweisung
Zu Ausführungsbeginn ist eine Betonieranweisung durch den Auftragnehmer auszuarbeiten,
in der ein bauteilbezogenes Betonsortenverzeichnis enthalten sein muss.
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Die Betonrezepturen einschließlich der Erstprüfungen des Herstellwerks sind dem
Betonbaukonzept als Anlage hinzuzufügen.
Die Betonieranweisung muss folgende Punkte enthalten:
-
Bauwerk, Bauteil
-
Betoniertag
-
Leistungsposition nach Vertrag
-
Angabe zum Transportbetonwerk
-
Angaben zur Betonzusammensetzung (Druckfestigkeitsklassen,
Expositionsklasse, Konsistenzklasse, Größtkorn etc.)
-
Angaben zur Einbautechnologie
-
Angaben zur Betonierfolge
-
Angaben zur Betonverdichtung
-
Angaben zur Nachbehandlung
-
Angaben zur Qualitätssicherung
-
Betonierverantwortlicher
-
Arbeitskräfteeinsatz
6 Betonherstellung
6.1 Transportbeton
Auf der Baustelle wird ausschließlich Transportbeton zum Einsatz kommen. Der Beton wird
in dem oben aufzuführenden Lieferwerk in einer ortsfesten Mischanlage hergestellt, in
Fahrbetonmischer geladen und zur Baustelle transportiert.
Bei Übergabe des Betons muss die vereinbarte Konsistenz vorhanden sein. Fahrmischer
oder Fahrzeuge mit Rührwerk sollten 90 Minuten nach der ersten Wasserzugabe entladen
sein. Kann die vorgegebene Entladungszeit nicht gewährleistet werden, ist der Einsatz von
Verzögerer als Betonzusatzmittel einzuplanen.
Die Betonmischanlage (einschließlich Ersatzmischanlage) sind im Betonbaukonzept
aufzuführen. Die Anfahrtszeiten, Lieferzeiträume und zeitabhängigen Liefermengen sind zu
planen und festzulegen. Weitere für die Betonbestellung nötigen Angaben sind mit dem
Betonhersteller abzustimmen und ebenfalls im Betonbaukonzept zu erläutern.
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6.2 Betonausgangsstoff
Die Betonausgangsstoffe (Zement, Gesteinskörnung, Zusatzstoffe und Zusatzmittel) sind im
Zuge der weiteren Ausarbeitung des Betonbaukonzeptes aufzuführen. Eignungs- und
Gütenachweise (z.B. Konformitätserklärungen und Übereinstimmungszertifikate) der
Ausgangsstoffe sind dem Betonbaukonzept als Anlage hinzuzufügen.
Die Kontrolle der Ausgangsstoffe erfolgt durch das Herstellwerk. Die entsprechenden
Unterlagen sollen bei der mit der Fremdüberwachung beauftragten zuständigen
Betonprüfstelle eingesehen werden können.
6.3 Annahme
Für die Annahme des Betons ist im Betonbaukonzept eine verantwortliche Person des
ausführenden Bauunternehmens zu benennen.
Bei der Annahme des Transportbetons auf der Baustelle sind die Angaben auf dem
Lieferschien vor Beginn des Einbaus durch die damit beauftragt Person zu kontrollieren und
entsprechend durch Unterschrift auf dem Lieferschein zu bestätigen.
Die Lieferscheine haben Angaben gemäß nachfolgender Tabelle zu enthalten:
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Zudem sollten die Lieferscheine stets dem jeweiligen Bauteil zugeondet werden, wie auch
die entsprechende OZ enthalten.
Bei der Annahme des Betons auf der Baustelle ist bei Lufttemperaturen von unter +5°C die
Frischbetontemperatur zu messen und zu protokollieren.
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Bei Einbau darf die Frischbetontemperatur die Grenzwerte gemäß DIN 1045-3 Abs. 8.3 nicht
unterschreiten.
Weiterere erforderliche Annahmeprüungen sind im Rahmen eines QS-Plans auszuarbeiten
und festzulegen. (s. Kapitel 9). Der QS-Plan ist dem Betonbaukonzept als Anlage
hinzuzufügen.
7 Betoneinbau
Die zu beachtenden Anforderungen beim Betoneinbau ergeben sich aus der definierten
Betonbauqualitätsklasse, dem zu erarbeitenden Betonbaukonzept und den Maßnahmen aus
der DIN 1045-3: 2023-08.
Zu Ausführungsbeginn ist ein Betonierplan zu erstellen mit Angabe der verantwortlichen
Personen und der umzusetzenden Maßnahmen bei Lieferung, Förderung, Einbauen,
Verdichten, Oberflächenbearbeitung und Nachbehandlung des Betons. Der Betonierplan ist
dem Betonbaukonzept als Anlage hinzuzufügen.
7.1 Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse
Als maßgebender Witterungseinfluss ist die Lufttemperatur anzusehen, da sie unmittelbar
Einfluss auf die Frischbetontemperatur hat.
Folgende Frischbetontemperaturen sind einzuhalten:
-
Lufttemperatur ≥ + 5°C → Frischbetontemperatur +5 bis +30°C
-
Lufttemperatur +5°C bis -3°C → Mindesttemperatur des Frischbetons
+5°C
- Lufttemperatur unter -3°C → Mindesttemperatur des Frischbetons
+10°C bis einschl. 3 Tage nach dem
Betonieren
Zur Einhaltung der Frischbetontemperaturen sollten folgende Maßnahmen vorgesehen
werden:
Bei Lufttemperatur ≤ +5°C:
-
Ggf. Verwendung von Warmbeton
-
Legen der einzelnen Betonagen an Tagen mit höheren Temperaturen
-
Legen der einzelnen Betonagen in die für die Betontemperatur günstigen
Mittagsstunden
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Bei Lufttemperaturen ≥ +30°C:
- Um die Frischbetontemperatur zu senken ist das Zugabewasser zu kühlen, oder
der Zuschlag zu beregnen, um so die Verdunstungskälte zu nutzen
-
Legen der einzelnen Betonagen an Tagen mit niedrigeren Temperaturen
-
Legen der einzelnen Betonagen in die für die Betontemperatur günstigen Morgen
bzw. Nachtstunden
7.2 Schalung und Oberflächenbearbeitung
Bei Herstellung der Schalung sind die Anforderungen nach 6.1 (1) bis (7) und 6.2 (1) bis (4)
der DIN 1045-3 einzuhalten. Bei der Verwendung von Trennmitteln sind die Anforderungen
nach 6.3 der DIN 1045 umzusetzen.
Für das Bauwerk ist die Verwendung der nachfolgenden Schalungen vorgesehen.
Konstruktionsbetonsohle
Fertig hergestellte kombinierte Spundwand der Torkammer als Schalung
Unterwasserbetonsohle
Fertig hergestellte kombinierte Spundwand der Torkammer als Schalung
Drempel (Fertigteil)
Sichtflächenschalung = Schaltafeln, Sichtbetonklasse SB 2
Betonholm, Planie
Sichtflächenschalung = Schaltafeln, Sichtbetonklasse SB 2, Oberfläche mit Besenstrich
7.3 Bewehren
Beim Einbau der Bewehrung sind die Maßnahmen nach 7.2 und 7.3 [außer 7.2 (2)s und 7.2
(5)] der DIN 1045-3 umzusetzen.
Die Bewehrungspläne sind hinsichtlich der Einbaubarkeit des Betons zu kontrollieren. Es ist
abzustimmen, ob zusätzlich Betonieröffnungen oder Rüttelgassen einzuplanen und in den
Plänen zu ergänzen sind.
7.4 Betonieren
Beim Betonieren sind die Anforderungen nach 9.1 bis 9.5 der DIN 1045-3 einzuplanen.
Die Förderung des Betons erfolgt voraussichtlich mittels Verteilermastpumpe. Die maximale
Abnahmemenge, die auf der Baustelle verarbeitet werden kann, ist im Betonierplan
festzulegen.
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Die maximalen Fallhöhen des Betons sind vor Ausführungsbeginn zu ermitteln. Beim Einbau
des Betons darf die Fallhöhe 1,50 m nicht überschreiten. Ansonsten sind entsprechend der
Pumpschlauchgröße Betonieröffnungen im Bauteil vorzusehen.
Die Verdichtung des Betons erfolgt voraussichtlich mit Innenrüttlern. Der Durchmesser der
Innenrüttler ist im Betonierplan anzugeben und mit der Bewehrungsführung abzustimmen. Im
Bedarfsfall sind Rüttelgassen anzuordnen.
7.5 Verpressanker und Mikropfähle
Verpressanker sind nach DIN EN 1537 und DIN SPEC 18537 herzustellen.
Mikropfähle sind nach DIN EN 14199 und DIN SPEC 18539 herzustellen.
Es ist eine ausreichende Dokumentation der Ausführung vorzunehmen.
7.6 Nachbehandeln
Beim Nachbehandeln des Betons sind die Anforderungen nach 9.6 der DIN 1045-3
umzusetzen.
Im Betonbaukonzept und Betonierplan sind die Ausschalfristen festzulegen und die
Nachbehandlungsdauer nach der Tabelle 3.1 der ZTV-W LB 215 zu bestimmen. Die
Nachbehandlungsart ist ebenfalls festzulegen und zu benennen.
Bei niedrigen Temperaturen sind die Bauteile zusätzlich durch Aufbringen von
Wärmedämmplatten zu schützen.
7.7 Maßnahmen bei Störfällen
Im Betonbaukonzept sind Kompensationsmaßnahmen für die folgenden Störfälle
auszuarbeiten.
-
Ausfall Lieferwerk
-
Ausfall Betonpumpe
-
Stau auf dem Lieferweg
8 Arbeitsfugen
Die Ausbildung von Arbeitsfugen hat gemäß ZTV-W LB 215 zu erfolgen. Die Lage der
Arbeitsfugen ist in Abstimmung mit dem AG festzulegen. Vor der Betonage sind alle
betroffenen Arbeitsfugen vom AG schriftlich freizugeben.
Arbeitsfugen sind nicht allein nach Konstruktions- und Arbeitsleistungsgrundsätzen
anzuordnen, sondern sind außerdem so zu legen, dass die auftretenden
Schwindbeanspruchungen möglichst klein gehalten werden.
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9 Eigen- und Fremdüberwachung
Das Bauwerk ist der Überwachungsklasse 2 zugeordnet. Dementsprechend sind eine Eigen-
und Fremdüberwachung nach DIN 1045-3: 2023-08, Anhänge A – D durchzuführen.
Im Zuge der Arbeitsvorbereitung ist ein Qualitätssicherungsplan auszuarbeiten und dem
Betonbaukonzept als Anlage hinzuzufügen. In dem QS-Plan ist der Prüfumfang der Frisch-
und Festbetoneigenschaften festzulegen.
Mit der Erstprüfung ist nachzuweisen, dass alle festgelegten Anforderungen an den
Frischbeton und Festbeton erfüllt sind. Wenn der Hersteller eine angemessene
Betonzusammensetzung auf der Grundlage vorhandener Prüfergebnisse oder von
Langzeiterfahrungen nachweisen kann, darf dies als Alternative zu Erstprüfungen
angesehen werden.
Nach Abschluss der Baumaßnahme sind die im QS-Plan geforderten Unterlagen und
Nachweise dem QS-Plan anzuhängen und der Bauakte zuzuführen.
9.1 Eigenüberwachung
Im Rahmen des Betonbaukonzeptes ist die Qualifikation der ständigen Betonprüfstelle
nachzuweisen. Zuständige Ansprechpartner sind samt Kontaktdaten zu benennen. Die
Prüfung der Frisch- und Festbetoneigenschaften erfolgt im Rahmen der Eigenüberwachung.
Die Prüfergebnisse sind zu dokumentieren und der Bauakte zuzuführen.
9.2 Fremdüberwachung
Im Betonbaukonzept ist ebenfalls aufzuführen, welche Prüfstelle die Fremdüberwachung
übernimmt. Die Ansprechpartner der Prüfstelle sind mit Kontaktdaten aufzuführen. Die
Kontrollberichte der anerkannten Überwachungsstelle sind ebenso zu dokumentieren und in
der Bauakte zu hinterlegen.