205_EU_Angebotsaufforderung_Ausschreibung_LfU_13_28l2026.pdf

Monitoring von Brut- und Rastvögeln in 42 EU-Vogelschutzgebieten in Rheinland-Pfalz

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 10.09.2026, 23:10 (Europe/Berlin)

Herkunft: landesverwaltung.vergabe.rlp.de

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Landesamt für Umwelt Kaiser-Friedrich-Straße 7 Postfach 3026, 55020 Mainz 55116 Mainz Telefon 06131 6033-0 Telefax 06131 1432966 Mail: Poststelle@lfu.rlp.de www.lfu.rlp.de

07.08.2026

Mein Aktenzeichen Ihr Schreiben vom Ansprechpartner/-in / E-Mail Telefon / Fax LfU_13_28/2026 Bitte immer angeben!

Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes im Rahmen eines Offenen Verfahrens gemäß § 119 abs. 3 GWB

VergabenummerLfU_13_28/2026
BeschaffungsgegenstandBrut- und Rastvogelerfassung in EU-Vogelschutz- gebieten 2027/2028
Ende der Angebotsfrist21.09.2026; 10:00 Uhr
Ende der Bindefrist26.10.2026; 23:59 Uhr
Frist für Fragen11.09.2026; 23:59 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bitte ich bis zur o.g. Angebotsfrist um Erstellung und Übersendung eines Angebotes für die in der anliegenden Leistungsbeschreibung bezeichneten Leistung.

(1) Bewerbungs-, Vergabe- und Vertragsbedingungen

Es gelten die beigefügten Bewerbungs-, Vergabe- und Vertragsbedingungen.

(2) Preisangabe

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Verkehrsanbindung zur Kaiser-Friedrich-Straße Parkmöglichkeiten Sie erreichen uns ab Hbf. mit den Linien 6/6A (Richtung Wiesbaden- Parkplatz am Schlossplatz Nordfriedhof), 64 (Richtung Laubenheim), 65 (Richtung Weisenau/ (Einfahrt Ernst-Ludwig-Straße), Paul-Gerhardt-Weg), 68 (Richtung Hochheim), Tiefgarage am Rheinufer Ausstieg Haltestelle „Bauhofstraße“. (Einfahrt Peter-Altmeier-Allee)

Die Preisangaben nehmen Sie bitte je Los in dem beigefügten Preisblatt (Formular 302) vor.

Die Angabe zum Mehrwertsteuersatz ist nur von Bietern anzugeben, welche der Umsatzsteuer in Deutschland unterliegen. Bieter mit Sitz außerhalb von Deutschland, die ein EU-Kleinunternehmer mit gültiger „EX“-Kennzeichnung sind, müssen dies mit Angabe der EX-IdNr. im Angebotsanschreiben (Formular 301b) angeben. In diesen Fällen greift das Reverse- Charge-Verfahren nicht und es fällt keine Umsatzsteuer an. In allen anderen Fällen greifen die Regelungen des Reverse-Change-Verfahrens; d.h. der Auftraggeber muss die bei dem Auftrag anfallende Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent an die deutsche Steuerbehörde abführen.

(3) Losaufteilung

Die gemäß beiliegender Leistungsbeschreibung geforderte Leistung ist in folgende Lose aufgeteilt:

LOS GRÖSSE VSG-NR. GEBIET -NR. VSG [ha]

Losgruppe I: 2027

1 5213-401 Neunkhausener Plateau 370

2 5507-401 Ahrgebirge 30.423

3 6014-401 Dünen- und Sandgebiet Mainz-Ingelheim 2.414

4 5706-401 Vulkaneifel 1.125

5 5711-401 Mittelrheintal 15.153

6 6013-403 NSG Hinter der Mortkaute 19

7 6116-402 Schilfgebiete zwischen Gimbsheim und Oppenheim inklusive Fischsee 397

8 6210-401 Nahetal 12.747

9 6215-401 Höllenbrand 600

10 6216-401 Eich-Gimbsheimer Altrhein 666

11 6014-403 Ober-Hilbersheimer Plateau 2.500

12 6416-401 Bobenheimer und Roxheimer Altrhein mit Silbersee 404

13 6512-301 Mehlinger Heide 399

14 6516-401 Neuhofener Altrhein mit Prinz-Karl-Wörth 363 Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und 15 6616-402 8.007 Hanhofen

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LOS GRÖSSE VSG-NR. GEBIET -NR. VSG [ha]

16 6710-401 Hornbach und Seitentäler 690

17 6715-401 Offenbacher Wald, Bellheimer Wald und Queichwiesen 5.316

18 6716-404 Heiligensteiner Weiher 44

19 6815-401 Neupotzer Altrhein 238

6816-402 Hördter Rheinaue inklusive Kahnbusch und Oberscherpfer Wald 1.976 20 6816-403 Karlskopf und Leimersheimer Altrhein 150

21 6915-402 Wörther Altrhein und Wörther Rheinhafen 239 Losgruppe II: 2028

22 7015-405 Neuburger Altrheine 108

23 5409-401 Ahrmündung 167

24 5412-401 Westerwälder Seenplatte 416

25 5509-401 Laacher See 354

26 5609-401 Unteres Mittelrheingebiet 2.066

27 5610-401 Maifeld Kaan-Lonnig 1.227

28 5709-401 Maifeld Einig-Naunheim 609

29 5809-401 Mittel- und Untermosel 15.881

30 5611-401 Lahnhänge 1.500

31 6014-402 Selztal zwischen Hahnheim und Ingelheim 381

32 6315-401 Klärteiche Offstein 65

33 6015-301 NSG Laubenheimer-Bodenheimer Ried 72

34 6016-302 NSG Kisselwörth und Sändchen 73

35 6304-401 Saargau Bilzingen/Fisch 322

36 6313-401 Wälder westlich Kirchheimbolanden 3.209

37 6616-401 Otterstadter Altrhein und Angelhofer Altrhein inklusive Binsfeld 1.172

6716-401 NSG Mechtersheimer Tongruben 33 38 6716-402 Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit Insel Flotzgrün 1.805

39 6812-401 Pfälzerwald 30.232

40 6816-404 Sondernheimer Tongruben 43

41 6914-401 Bienwald und Viehstrichwiesen 16.345

42 6915-403 Goldgrund und Daxlander Au 852

Die Bearbeitung der Lose Nr. 1–21 (Losgruppe I) erfolgt im Jahr 2027, die der Lose Nr. 22–42 (Losgruppe II) im Jahr 2028.

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Der Umfang der Lose ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung. Jedes Los ist für sich eine geschlossene Leistungseinheit und muss komplett vom Bieter angeboten werden. Das Angebot kann sich auf mehrere/alle Lose erstrecken.

Sofern der Bieter nicht für die gesamte zu kartierende Fläche in [ha] aller angebotenen Lose je Losgruppe leistungsfähig und willig ist, muss er angeben, zu welcher maximalen Kartierungsfläche in [ha] je Losgruppe er leistungsfähig ist. Im Falle dieser eingeschränkten Leistungsfähigkeit hat der Bieter im Angebotsanschreiben (Formular 301b) die Maximalkapazität (maximale Kartierungsfläche in [ha]) je Losgruppe anzugeben, zu der er leistungsfähig und leistungswillig ist.

Hinweise: Es empfiehlt sich auf möglichst viele Lose ein Angebot abzugeben, damit im Falle eines erhöhten Angebotsaufkommens in bestimmten Losen die Wahrscheinlichkeit einer Bezuschlagung im Rahmen der angegebenen Maximalkapazität je Losgruppe erhöht wird.

Eine Angabe von Präferenzen bzgl. der Losreihenfolge ist unzulässig und würde zum Ausschluss an dem Vergabeverfahren führen, da dies als unzulässige Bedingung gewertet werden müsste.

Bedingungen zur Ermittlung derjenigen Lose, für die ein Bieter den Zuschlag erhält, falls sein Angebot in mehr Losen das wirtschaftlichste ist und seine angegebene Kapazität in [ha] überschritten ist, können den Ausführungen in Kapitel 7.4.2 entnommen werden.

Für jedes Los ist ein gesondertes Preisblatt abzugeben. Die Abgabe von nur einem Preisblatt für mehrere Lose ist nicht zulässig und führt zum Ausschluss.

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(4) Nebenangebote

Die Abgabe von wirtschaftlichen Nebenangeboten in Form von SKONTO-Gewährung im Preisblatt (Formular 302) je Los ist zugelassen.

Die Abgabe von fachlich-inhaltlichen Nebenangeboten ist nicht zugelassen.

(5) Informations- und Wartefrist

Vor Zuschlagerteilung erhalten alle Bieter eine Information über die Zuschlagserteilung gemäß § 134 GWB. Die Information geht den Bietern elektronisch über die Vergabeplattform zu. Der Zuschlag wird sodann 10 Tage nach Absendung der Information erteilt

(6) Vertragsentwurf

Die Vergabeunterlagen enthalten einen Entwurf der Vertragsurkunde (Formular 414.

Dieses Dokument ist in diesem Stadium der Ausschreibung vom Bieter noch nicht zu

ergänzen und / oder zu unterzeichnen.

Die Vertragsurkunde wird nach erfolgter Zuschlagserteilung vom Auftraggeber dem bezuschlagten Bieter zur Unterschrift zugesandt.

(7) Prüfung und Wertung der Angebote

Die Prüfung und Wertung der Angebote nach der Angebotsöffnung erfolgt in vier Wertungsstufen. Die Reihenfolge der nachfolgend genannten Wertungsstufen muss jedoch nicht eingehalten werden.

  1. Wertungsstufe: Formale Angebotsprüfung
  2. Wertungsstufe: Eignungsprüfung
  3. Wertungsstufe: Prüfung der Angemessenheit der Preise
  4. Wertungsstufe: Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes

Der Auftraggeber kann gemäß § 56 Abs. 2 VgV auf Basis der eingereichten Eigenerklärungen jederzeit während des Verfahrens den Bieter auffordern, sämtliche oder Teile der nach den §§ 44 bis 49 VgV geforderten Unterlagen beizubringen, wenn dies zur angemessenen Durchführung des Verfahrens erforderlich ist.

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Des Weiteren behält sich der Auftraggeber vor, geforderte Bieterangaben, wie z.B. Referenzen, zu überprüfen.

Bezüglich der Nachforderung von fehlenden, unvollständigen oder fehlerhaften Unterlagen wird auf die Regelungen des § 56 VgV verwiesen.

7.1 Wertungsstufe 1:

Die erste Wertungsstufe umfasst gemäß § 56 Abs. 1 VgV die Angebotsprüfung auf Vollständigkeit, fachliche Richtigkeit und rechnerische Richtigkeit. Angebote, die die geforderten formalen Anforderungen nicht erfüllen, werden gemäß § 57 VgV vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.

7.2 Wertungsstufe 2:

Die Eignungsprüfung erfolgt gemäß §§ 42 ff VgV. Der Auftraggeber überprüft die Eignung der Bieter und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen anhand der nachfolgend genannten, von dem Bieter jeweils für die Erfüllung der jeweiligen Eignungskriterien vorzulegenden Unterlagen (Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und sonstige Nachweise).”

Sollte eine der nachfolgend genannten Anforderungen von einem Bieter nicht erfüllt werden, gilt dieser Bieter als nicht geeignet.

7.2.1 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit § 45 VgV:

Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit bestätigt der Bieter in Form einer Eigenerklärung gemäß Formular 304, dass:

er über eine Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung für Personenschäden und sonstige Schäden in angemessener Höhe (mindestens 2.000.000,00 € für Personenschäden je Schadensfall sowie mind. 1.000.000,00 € für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall) verfügt oder er bereit ist, im Auftragsfall, eine solche abzuschließen.

Mit dem Angebot ist eine Eigenerklärung (Formular 310) über das Bestehen einer solchen Berufshaftpflichtversicherung bzw. über die Bereitschaft zum Abschluss einer solchen Versicherung im Auftragsfall vorzulegen.

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Das Bestehen der Versicherung im Auftragsfall ist spätestens zum Vertragsbeginn durch eine Bescheinigung der Haftpflichtversicherung nachzuweisen. Bei einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) muss der Versicherungsschutz auf die ARGE ausgestellt sein. Alternativ kann eine gleichlautende Versicherung aller ARGE-Mitglieder vorgelegt werden, wenn gerade auch die Tätigkeit in einer ARGE mit Haftung für die gesamte ARGE mitversichert ist; aus der Bescheinigung muss eindeutig hervorgehen, dass diese Tätigkeit in einer ARGE mit Außenhaftung für die gesamte ARGE enthalten ist.

7.2.2 technische und berufliche Leistungsfähigkeit; § 46 VgV:

Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit bestätigt dieser in Form einer Eigenerklärung gemäß Formular 304, dass:

er je Los vergleichbare Referenzprojekte gemäß den nachfolgenden Anforderungen nachweisen kann.

Mit den je Los nachgewiesenen Referenzprojekten müssen die nachfolgend je Los angekreuzten Themen abgedeckt sein. Dabei gilt:

  • Eine Referenz kann auch für mehrere Lose geltend gemacht werden.
  • Eine Referenz kann auch mehrere oder alle Themen abdecken.

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Themena) Revierkartierung von lebensraum- bezogenen Brutvogelgemeinschaften nach Methodenstandard (SÜDBECK et al. 2025) in definierten Untersuchungs- gebietenb) Bestandserfassung von lebens- raumbasierten Rastvogelbe- ständen nach landbasierter Zählung von Individuen in definierten Rastgebieten
WAGAG
e s o L1
2
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Themena) Revierkartierung von lebensraum- bezogenen Brutvogelgemeinschaften nach Methodenstandard (SÜDBECK et al. 2025) in definierten Untersuchungs- gebietenb) Bestandserfassung von lebens- raumbasierten Rastvogelbe- ständen nach landbasierter Zählung von Individuen in definierten Rastgebieten
WAGAG
e s o L27
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Erläuterungen zur vorstehenden Tabelle:

W: Die Lebensraumkategorie „Wald“ schließt Auwälder (inkl. Erlen-/Birken- /Kiefernbruchwälder, Moorwälder), Wälder (inkl. Laub- und Nadelforste, Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wälder, Schlucht- und Hangmischwälder, Eichenwälder, Waldhude) und Trockenheiden (inkl. Sandgruben) ein.

A: Die Lebensraumkategorie „Agrarlandschaft“ umfasst Binnenländisches Feuchtgrünland, Acker-Grünland-Komplexe (inkl. Frischwiesen/-weiden, halboffene Niedermoore und Auen, offene und halboffene Feldflur), Industrielle Obst- und

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Weinanbaugebiete (inkl. Streuobstwiesen und Rebkulturen), Sonderkulturen sowie Röhrichte, Verlandungszonen (inkl. Hoch- und Übergangsmoore, Sümpfe und Niedermoore) und sonstige nicht unter Wald subsummierte Lebensräume.

G: Zur Lebensraumkategorie „Binnengewässer“ gehören Fließgewässer und Stillgewässer (inkl. Klarseen, natürliche nährstoffreiche Seen, Heide- und Moorseen, Flachseen, Fischteichgebiete, Rieselfelder).

Des Weiteren ist ein Referenzprojekt vergleichbar, wenn:

  • der Projektbeginn nach dem 01.01.2017 liegt,

  • es abgeschlossen ist oder bei nicht abgeschlossenen Projekten, wenn mindestens eine abgeschlossene Brut- bzw. Zugsaison vorliegt und diese vom Auftraggeber abgenommen worden ist,

  • es mindestens eine (1) abgeschlossene Brut- bzw. Zugsaison umfasst und die Leistung vom Auftraggeber erfolgreich abgenommen worden ist,

  • dieses die Erfassung von mindestens zwei (2) Vogelarten zum Vertragsgegenstand hat (unzulässig sind Referenzen, die jeweils nur eine einzelne Vogelart zum Gegenstand der Erfassung haben).

Referenzen, in denen die Brutvogelkartierung bzw. das Rastvogelmonitoring nur eine Teilleistung des Projektes darstellt, sind nur dann zulässig, wenn der Anteil der Teilleistung des Projektes mindestens eine abgeschlossene Brut- bzw. Zugsaison umfasst, und wenn mindestens zwei Vogelarten Ziel der Erfassung sind.

Die Referenzen sind mittels des Formulars 311 nachzuweisen. Je Referenz ist ein Formular abzugeben.

Bei einer Bietergemeinschaft zählt für das Erreichen der Anzahl der geforderten Referenzen die Gesamtheit der Mitglieder.

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7.2.3 Nichtvorliegen von Ausschlussgründen § 48 VgV:

Zur Prüfung reicht der Bieter mit seinem Angebot die Eigenerklärung gemäß Formular 303 ein.

Der Auftraggeber weist darauf hin, dass seitens des Auftraggeber Abfragepflichten gemäß Nr. 15 der Verwaltungsvorschrift Öffentliches Auftragswesen in Rheinland- Pfalz bestehen. Evtl. dort registrierte Ausschlussgründe können zum Ausschluss des Bieters in diesem Vergabeverfahren führen.

7.3 Wertungsstufe 3:

Erscheint der Preis oder die Kosten eines Angebotes im Verhältnis zu der zu erbringenden Leistung ungewöhnlich niedrig, verlangt der öffentliche Auftraggeber vom Bieter Aufklärung. Es gelten die Regelungen des § 60VgV.

7.4 Wertungsstufe 4:

7.4.1 Bewertung:

Die Angebotsbewertung richtet sich zu 100 Prozent nach dem Wertungspreis.

Der Wertungspreis je Los errechnet sich gemäß den Bieterangaben im Preisblatt (Formular 302) wie folgt:

o 2 × Pauschalpreis netto gemäß Pos. 1a o 2 × Pauschalpreis netto gemäß Pos. 1b o 1 × Pauschalpreis netto gemäß Pos. 2 o 1 × Pauschalpreis netto gemäß Pos. 3 o 1 × Pauschalpreis netto gemäß Pos. 4

  • Berücksichtigung möglicher SKONTO-Gewährung
  • zzgl. Umsatzsteuer Hinweis: Bei Bietern mit Sitz außerhalb von Deutschland wird, sofern die Ausnahme vom Reverse-Charge-Verfahren nicht greift, der angebotene Netto-Preis mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent belegt. In Fällen der Befreiung geht der Netto-Preis in die Angebotsbewertung ein.

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7.4.2 Zuschlag:

(1) Die Zuschlagserteilung erfolgt nach den folgenden Regelungen:

a) Für jedes Los wird nach Durchführung der Zuschlagsbewertung gemäß Ziffer

7.4.1 ein Ranking aufgestellt.

b) Die Rangfolge richtet sich nach dem Wertungspreis. Das Angebot des Bieters

mit dem niedrigsten Wertungspreis steht dabei auf Platz (1).

c) Der Zuschlag wird auf das Angebot des auf Platz (1) stehenden Bieters erteilt,

sofern dadurch die vom Bieter im Anschreiben angebotene maximal zu

kartierende Fläche in [ha] je Losgruppe nicht überschritten wird. Die Prüfung

erfolgt je Losgruppe in den nachfolgenden Schritten:

  • Schritt 1: Prüfung, ob die Kartierungsfläche der zu bezuschlagenden Angebote die

vom Bieter im Anschreiben angebotene Maximalkapazität übersteigt.

  • Schritt 2:

 Zwischenschritt 2.1:

In den Fällen, in denen die Kartierungsfläche der zu bezuschlagenden

Angebote die vom Bieter im Anschreiben angebotene Maximalkapazität

übersteigt, werden die Lose bezuschlagt, die innerhalb der

Maximalkapazität des Bieters liegen und bei denen er Alleinbieter ist (d. h.

es gibt keinen Bieter auf Rang 2).

Sollte die Kartierungsfläche, bei der ein Bieter Alleinbieter ist, die von Ihm

angeboten Maximalkapazität überschreiten, werden die Lose innerhalb der

Maximalkapazität bezuschlagt, die bezogen auf den Wertungspreis

  • die wertmäßig größten Einsparungen
  • oder, falls keine Einsparungen vorliegen, die wertmäßig niedrigsten Mehrkosten

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gegenüber der Auftragswertschätzung des Auftraggebers aufweisen.

 Zwischenschritt 2.2:

Sollte nach dem Zwischenschritt 2.1 die Maximalkapazität noch nicht

erreicht worden sein, werden die Lose unter Berücksichtigung der

Maximalkapazität des Bieters bezuschlagt, die bezogen auf den

Wertungspreis die wertmäßig größten Einsparungen gegenüber dem auf

Rang 2 liegenden Angebot erbringen.

Bei den Losen, bei denen das jeweilige Angebot des auf Rang 1 stehenden

Bieters aufgrund der Kapazitätsüberschreitung nicht bezuschlagt werden konnte,

wird sein jeweiliges Losangebot ausgeschlossen und die auf Rang 2 und

nachfolgend stehenden Angebote rücken einen Rang nach oben. Sodann erfolgt

erneut die Prüfung gemäß der Schritte 1 und 2.

Das Verfahren wir so oft angewandt, bis ein Zuschlag erteilt werden kann oder

das betroffene Los aufgehoben werden muss.

(2) Mit der Zuschlagserteilung ist auf Basis der Vergabeunterlagen des Auftraggebers und des Angebotes des Bieters ein gültiger Vertrag zustande gekommen.

Zur Rechtsklarheit und zu Dokumentationszwecken erfolgt jedoch im Anschluss an die Zuschlagserteilung eine Vertragsunterzeichnung, vgl. auch Ziffer 6.

(8) Angebotsabgabe / Angebotsinhalt

Die Angebotsabgabe muss zwingend in elektronischer Form über die

Vergabeplattform „Vergabemarktplatz RLP“ (www.vergabe.rlp.de) mittels des

Bietertools erfolgen. Folgende Arten werden akzeptiert:

  • Elektronisch in Textform

  • Elektronisch mit fortgeschrittener elektronischer Signatur

  • Elektronisch mit qualifizierter elektronischer Signatur

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Der Auftraggeber weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Form der elektronischen

Angebotsübermittlung nur über die Vergabeplattform mittels des Bietertools erfolgen

darf.

Eine elektronische Angebotsübermittlung mittels Email oder mittels des

Kommunikationstools im Projektraum oder in sonstiger Weise wird nicht akzeptiert

und führt zum Ausschluss des Angebotes am weiteren Verfahren.

Sollten Fragen bezüglich der technischen Vorgehensweise auf der Vergabeplattform

bestehen, wendet sich der Bieter an den technischen Support. Vgl. auch die

Ausführungen zu Nr. 6 der Bewerbungs- und Vergabebedingungen (Formular 410b).

Angebotsinhalt / vom Bieter einzureichen:

Angebotsschreiben (Formular 301b)

Preisblatt je Los (Formular 302)

Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular 303)

Eigenerklärung Eignung (Formular 304)

Eigenerklärung Tariftreue § 4 Abs. 2 LTTG (Formular 305a) und / oder

Eigenerklärung Tariftreue § 4 Abs. 1 LTTG (Formular 305b)

bei Unteraufträgen / Eignungsleihe

  • Eigenerklärung Unteraufträge (Formular 306)

  • Eigenerklärung Eignungsleihe (Formular 307) vom Unterauftragnehmer

bei Bietergemeinschaften

  • Eigenerklärung Bietergemeinschaft (Formular 308)

Eigenerklärung Berufshaftpflichtversicherung (Formular 310)

Referenznachweise (Formular 311)

Eigenerklärung 5. Sanktionspaket; (Formular 312)

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(9) Anlagen

Leistungsbeschreibung

Anlagen zur Leistungsbeschreibung 1–6

Angebotsschreiben (Formular 301b)

Preisblatt (Formular 302)

Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular 303)

Eigenerklärung Eignung (Formular 304)

Eigenerklärung Tariftreue § 4 Abs. 2 LTTG (Formular 305a)

Eigenerklärung Tariftreue § 4 Abs. 1 LTTG (Formular 305b)

Merkblatt LTTG (Formular 305c)

Eigenerklärung Unteraufträge (Formular 306)

Eigenerklärung Eignungsleihe (Formular 307)

Eigenerklärung Bietergemeinschaft (Formular 308)

Eigenerklärung Berufshaftpflichtversicherung (Formular 310)

Referenznachweis (Formular 311)

Eigenerklärung 5. Sanktionspaket; (Formular 312)

Bewerbungs- und Vergabebedingungen (Formular 410b)

Vertragsbedingungen Landesamt für Umwelt (Formular 411)

Information DSGVO (Formular 412)

Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B) (Formular 413)

Vertragsentwurf (Formular 414)

Informationsschreiben Rechnungsversand (Formular 415)

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Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

gez.

Julia Honisch-Liebringshausen

Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig.

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung