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Stadt Bad Homburg
Neubau der Kläranlage Ober-Eschbach
Funktionsbeschreibung
V1.2
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STADT BAD HOMBURG
NEUBAU KLÄRANLAGE OBER-ESCHBACH
- AUSFÜHRUNGSPLANUNG
FUNKTIONSBESCHREIBUNG
ABKÜRZUNGEN
BB Belebungsbecken
BG Betriebsgebäude
BSB Biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen 5
CSB Chemischer Sauerstoffbedarf
E Einwohner
EW Einwohnerwerte (1 EW entspricht einer Fracht von 60 g BSB /d) 5
FB Faulbehälter
GB Gasbehälter
MA Membrananlage
NK Nachklärung
PS Primärschlamm
RB Rohrkanal Belebungsbecken
RE Rechen
RM Rohrkanal Membrananlage
RS Rücklaufschlamm
RZ Rezirkulationsschlamm
SA Siebanlage
SF Sandfang
TG Technikgebäude
ÜS Überschussschlamm
VK Vorklärung
ZP Zulaufpumpwerk
XVIII
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3 ZULAUFPUMPWERK
3.1 FUNKTIONSBESCHREIBUNG
Aus der Rechenanlage fließt das Abwasser in den Pumpensumpf des Zulaufpumpwerks ein. Das Zulaufpumpwerk (KAPH) befindet sich im Kellergeschoss des Technikgebäudes 1 und besteht aus einem Pumpensumpf und dem angrenzenden Maschinenraum. Das Zulaufpumpwerk führt das Abwasser zur nachgeschalteten Verfahrensstufe.
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3.2 ZULAUFPUMPEN
3.2.1 Antriebe
Folgende elektrische, pneumatische und magnetische Antriebe sind für das Zulaufpump- werk vorgesehen:
| AKZ | Bezeichnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| KAPHAP104 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 1 | ||||
| KAPHAP204 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 2 | ||||
| KAPHAP304 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 3 | ||||
| KAPHAP404 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 4-1 | ||||
| KAPHAP405 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 4-2 | ||||
| KAPHAP504 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 5 | ||||
| KAPHAP604 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 6 | ||||
| KAPHAP704 | Pneumatischer Schieber in Druckltg. der Zulaufpumpe 7 | ||||
| KAPHAM001 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 1 | ||||
| KAPHAM002 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 2 | ||||
| KAPHAM003 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 3 | ||||
| KAPHAM004 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 4-1 | ||||
| KAPHAM005 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 4-2 | ||||
| KAPHAM006 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 5 | ||||
| KAPHAM007 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 6 | ||||
| KAPHAM008 | Magnetventil, Pneumatikschieber Zulaufpumpe 7 | ||||
| KAPHPU101 | Zulaufpumpe 1 | ||||
| KAPHPU201 | Zulaufpumpe 2 | ||||
| KAPHPU301 | Zulaufpumpe 3 | ||||
| KAPHPU401 | Zulaufpumpe 4 (Reserve) | ||||
| KAPHPU501 | Zulaufpumpe 5 | ||||
| KAPHPU601 | Zulaufpumpe 6 | ||||
| KAPHPU701 | Zulaufpumpe 7 |
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3.2.2 Messstellen
Folgende Messstellen sind für das Zulaufpumpwerk vorgesehen:
| AKZ | Bezeichnung | Einheit | Messbereich | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KAPHML001 | Füllstandmessung im Sumpf 1 | m | |||||||||
| KAPHML002 | Füllstandmessung im Sumpf 2 | m | |||||||||
| KAPHMQ101 | Durchflussmessung P 1 | l/s | |||||||||
| KAPHMQ201 | Durchflussmessung P 2 | l/s | |||||||||
| KAPHMQ301 | Durchflussmessung P 3 | l/s | |||||||||
| KAPHMQ401 | Durchflussmessung P 4 (Reserve) | l/s | |||||||||
| KAPHMQ501 | Durchflussmessung P 5 | l/s | |||||||||
| KAPHMQ601 | Durchflussmessung P 6 | l/s | |||||||||
| KAPHMQ701 | Durchflussmessung P 7 | l/s |
3.2.3 Automatikbetrieb
Beim Automatikbetrieb des Zulaufpumpwerks wird eine gleichmäßige Zulaufaufteilung auf die beiden Sandfangstraßen angestrebt.
Aus diesem Grund wird das Zulaufpumpwerk in zwei Pumpengruppen aufgeteilt. Jede Pumpengruppe besteht aus 3 baugleichen Kreiselpumpen, ausgestattet mit FU. Zudem steht ein Reserveaggregat (KAPHPU401) zwischen zwei Pumpengruppen als Redundanz zur Verfügung. Zur ersten Pumpengruppe gehören die ersten 3 Pumpen KAPHPU101 KAPHPU201 KAPHPU301
und zur zweiten Pumpengruppe die letzten 3 Pumpen
KAPHPU501 KAPHPU601 KAPHPU701.
In der Druckleitung der Zulaufpumpen ist jeweils ein pneumatisch angetriebener Schieber angeordnet. Die Fördermenge einer einzelnen Pumpe wird über eine eigene Durchfluss- messung (MID) stetig überwacht.
Der Betrieb der Zulaufpumpen wird in zwei Betriebsarten (Normal- und Schwachlastbe- trieb) aufgeteilt. Im Normallastbetrieb sind in beiden Pumpengruppen die gleiche Anzahl an Pumpen in Betrieb und die Fördermenge der beiden Pumpengruppen sind annähernd identisch.
Im Schwachlastbetrieb ist nur eine Pumpengruppe aktiv und innerhalb dieser aktiven Pumpengruppe läuft insgesamt nur eine Pumpe. In diesem Lastfall wird die Gleichvertei- lung der Fördermengen der beiden Pumpengruppen durch die Abwechselung der aktiven Pumpengruppe über eine einstellbare Zeit realisiert.
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Im intermittierenden Betrieb ist ebenfalls immer nur eine Pumpengruppe aktiv, zusätzlich wird die in Betrieb befindliche Pumpe intermittierend betrieben, um eine Mindestfließge- schwindigkeit im Nachtzufluss sicherzustellen. Auch in diesem Lastfall wird die Gleichver- teilung der Fördermengen der beiden Pumpengruppen durch die Abwechselung der aktiven Pumpengruppe über eine einstellbare Zeit realisiert.
In allen Betriebsarten (Normal-, Schwachlast- und intermittierender Betrieb) werden die Zulaufpumpen nach dem Niveau im Pumpensumpf geregelt. Hierfür wird ein einstellbare Sollhöhe „H “ manuell im PLS vorgegeben. Soll
Für jede Pumpengruppe werden im Automatikbetrieb drei Schaltreihenfolgen program- miert. Um eine gleichmäßige Abnutzung der Antriebe zu gewährleisten, wird übergeord- net programmiert, dass die Schaltreihenfolge der Pumpen im Wechsel immer um eine Stelle verschoben wird. Das Intervall kann durch den Betreiber jederzeit angepasst wer- den.
Beim Erreichen der Schaltpunkte werden die Pumpen in ihrer Schaltreihenfolge ein- und ausgeschaltet. Zwischen den Schaltpunkten werden die Pumpen so geregelt, dass der Füllstand im Pumpensumpf auf der Sollhöhe „H “ gehalten wird. Soll
Die Schaltpunkte werden den Pumpen nicht fest zugeordnet, sondern werden abhängig von der Schaltreihenfolge vertauscht. Zudem sind die Schaltpunkte so zu definieren, dass die in gleicher Reihenfolge geschalteten Pumpen zwischen beiden Pumpengruppen immer die gleichen Schaltpunkte bekommen. Die Ein- und Ausschaltpunkte sind einstell- bar zu programmieren und können durch die Betriebserfahrungen optimiert werden.
Der Füllstand im Pumpensumpf wird mittels zwei redundant ausgeführten Füllstandson- den (KAPHML001, KAPHML002) erfasst und gemittelt. Die beiden Messungen gleichen sich zudem untereinander ab. Sobald die Differenz zwischen den gemessenen Füllstän- den im Pumpensumpf einen einstellbaren prozentualen Grenzwert des maximalen Füll- stands überschreitet, wird eine Warnmeldung im PLS ausgegeben. Diese Warnmeldung erlischt automatisch, sobald die Abweichung zwischen den beiden Messungen wieder im tolerierbaren Bereich liegt.
Bleibt diese Warnmeldung für einen einstellbaren Zeitraum bestehen, dann wird eine Alarmmeldung abgegeben. In diesem Fall sollen die Sonden durch das Betriebspersonal geprüft und ggf. kalibriert oder ausgetauscht werden. Während der Reparatur wird die fehlerhafte Niveaumessung manuell aus dem Regelungskreis der Pumpen rausgenom- men. Die Regelung erfolgt in diesem besonderen Störfall lediglich über eine Niveaumes- sung.
Im Zulaufpumpwerk wird die Fördermenge einzelner Zulaufpumpen über die zugehörige Durchflussmessung
KAPHMQ101 KAPHMQ201
KAPHMQ301 KAPHMQ401
KAPHMQ501 KAPHMQ601
KAPHMQ701
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stetig überwacht.
Wird von einer der Durchflussmessungen
KAPHMQ101 KAPHMQ201
KAPHMQ301 KAPHMQ401
KAPHMQ501 KAPHMQ601
KAPHMQ701
ein negativer Durchfluss gemessen, dann wird eine Alarmmeldung ausgegeben. Die Alarmmeldung erlischt automatisch, sobald der Durchfluss wieder positiv, oder Null ist.
Um einen sanften Startvorgang der Pumpe zu realisieren, ist eine Anfahrrampe am Fre- quenzumrichter einzustellen. Die Länge der Anfahrrampe sowie die Sollfrequenz der Rampe wird bei der Inbetriebnahme eingestellt. Eine Anpassung der Anfahrrampe über die Bedienebene zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht vorzusehen. Erst nach der Anfahr- rampe kann die Drehzahl der Pumpe geregelt werden.
Bei jedem Pumpenstart muss der jeweils zugeordnete pneumatische Schieber in der Druckleitung
KAPHAP104 KAPHAP204
KAPHAP304 KAPHAP404
KAPHAP405 KAPHAP504
KAPHAP604 KAPHAP704
mit Hilfe des jeweilig zugeordneten Magnetventils
KAPHAM001 KAPHAM002
KAPHAM003 KAPHAM004
KAPHAM005 KAPHAM006
KAPHAM007 KAPHAM008
geöffnet werden. Für die Öffnung muss eine parametrierbare Verzögerungszeit (ab Ein- schaltung der zugehörigen Pumpe) vorgesehen werden. Die Verzögerungszeit muss im Rahmen der Inbetriebnahme parametriert werden. Eine Parametrierung über die Bedien- ebene zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht vorzusehen.
Erreicht der Füllstand im Pumpensumpf den Ausschaltpunkt einer Pumpe, dann wird folgende Routine „Ausschaltungsroutine“ durchgeführt:
-
Der zugehörige pneumatische Schieber in der Druckleitung der betroffenen Pumpe fängt an zu schließen.
-
Nach einer parametrierbaren Verzögerungszeit (ab Startzeitpunkt des Schließ- vorgang des pneumatischen Schiebers in Druckleitung) schaltet die betroffene Pumpe über eine Abfahrrampe aus. Die Verzögerungszeit muss im Rahmen der
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Inbetriebnahme parametriert werden. Eine Parametrierung über die Bedienebe- ne zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht vorzusehen. Die Länge der Abfahrram- pe sowie die Sollfrequenz der Rampe wird bei der Inbetriebnahme eingestellt. Eine Anpassung der Anfahrrampe über die Bedienebene zu einem späteren Zeitpunkt ist ebenfalls nicht vorzusehen.
Alle pneumatisch betätigten Schieber sind mit Endlagenüberwachungen ausgerüstet. Hierzu werden Kontakte an den Pneumatikzylindern installiert. Diese Kontakte werden direkt auf der Ein- und Ausgangkarte der Ventilinsel aufgelegt und an die SPS weiterge- geben. Die Laufzeitüberwachung erfolgt in der SPS.
Sollte beim Auf- und Zufahren eines Druckschiebers die Endlage in der eingestellten Zeit nicht erreicht werden, dann fährt der Schieber wieder in seine andere Endstellung und das Auf- oder Zufahren wird bis zu maximal dreimal wiederholt. In diesem Zeitraum ist das Ausschalten der zugehörigen Pumpe blockiert. Die Pumpe fährt obligatorisch mit einer fest eingestellten Sicherheitsfrequenz weiter. Diese Sicherheitsfrequenz wird bei der Inbetriebnahme einmalig eingestellt und dient dem Schutz des Motors gegen einen Rück- lauf. Eine Anpassung der Sicherheitsfrequenz über die Bedienebene zu einem späteren Zeitpunkt ist ebenfalls nicht vorzusehen.
Sollte weiterhin eine Überschreitung der Laufzeit vorliegen, wird eine Warnmeldung er- zeugt. Die betroffene Pumpe bleibt bei der minimalen Frequenz in Betrieb. Dies ist über- geordnet zu programmieren. Die anstehende Warnmeldung soll zur Wiederinbetriebnah- me quittiert werden.
Im Automatikbetrieb wird das Pumpwerk beim Startvorgang zuerst auf den Normallastbe- trieb gefahren. Somit sind beide Pumpengruppe gleichzeitig aktiv. Wurde eine Pumpen- gruppe manuell außerbetrieb genommen, dann wird die übrige Pumpengruppe weiter betrieben. In diesem besonderen Störbetrieb wird das Reserveaggregat als Betriebsag- gregat zur aktiven Pumpengruppe zugeschaltet, sodass die Zulaufmenge über 4 Pumpen verarbeitet wird. Hierfür soll ein besonderes Schaltprogramm für diese 4 Pumpen pro- grammiert werden.
Beim Erreichen des untersten Einschaltpunktes schalten in den beiden Pumpengruppen jeweils die erste Pumpe in der Schaltreihenfolge ein. Nach der Anfahrrampe regelt sich die Drehzahl der in Betrieb befindlichen Pumpen nach der Sollhöhe. Hierfür werden die eingeschalteten Pumpen bei einer Abweichung des Füllstands von der Sollhöhe schritt- weise um eine programmierbare Frequenz gemeinsam hoch und runtergefahren.
Steigt der Wasserspiegel im Pumpensumpf trotz max. Frequenz der eingeschalteten Pumpen weiter an, und wird dadurch der zweite Einschaltpunkt für eine einstellbare Ver- zögerungszeit überschritten, dann wird in der Pumpengruppe zum Sandfang 1 die zweite Pumpe in der Einschaltreihenfolge in Betrieb genommen. Die drei Pumpen regeln ge- meinsam auf die minimale Frequenz runter. Anschließend werden die eingeschalteten Pumpen bei einer Abweichung des Füllstands von der Sollhöhe schrittweise um eine programmierbare Frequenz hoch und runtergefahren. Steigt der Wasserspiegel im Pum- pensumpf trotz max. Frequenz der eingeschalteten Pumpen weiter an, wird in der Pum- pengruppe zum Sandfang 2 die zweite Pumpe hinzu geschaltet. Danach werden die
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Pumpen immer paarweise zugeschaltet, sodass in jeder Pumpengruppe immer dieselbe Anzahl an Pumpen in Betrieb sind.
Nach jeder Zuschaltung regeln sich die in Betrieb befindlichen Pumpen, einschließlich der zugeschalteten Pumpen, auf ihre Mindestfrequenz herab. Sobald die aktiven Pumpen ihre Mindestfrequenz erreichen, werden sie wieder nach der Sollhöhe hoch- und herabgere- gelt. Hierbei ist auf einen möglichst effizienten Betrieb der Pumpen zu achten.
Weiterhin muss ein Hysterese-Bereich als einstellbare Prozentvorgabe der Differenzhöhe zwischen dem Soll- und Ist-Füllstand im Sumpf programmiert werden. Die Drehzahl wird innerhalb dieses Hysterese-Bereichs konstant gehalten. Hierdurch soll ein zu häufiges Regeln verhindert werden. Erst beim Über- bzw. Unterschreiten des Hysterese-Bereichs wird die Drehzahl um eine programmierbare Frequenz erhöht bzw. vermindert. Bleibt der Füllstand im Sumpf für einen einstellbaren Zeitraum im Hysteresebereich, dann wird die Drehzahl innerhalb der Hysterese angepasst.
Im Schwachlastbetrieb sinkt der Wasserspiegel im Pumpensumpf. Die Pumpen schalten in ihrer Reihenfolge ab, sobald ihre Ausschaltpunkte im Pumpensumpf erreicht werden.
Bleibt aus jeder Pumpengruppe nur eine Pumpe in Betrieb und gleichzeitig haben die beiden Pumpen ihre min. Frequenz erreicht, dann wird nach einer einstellbaren Verzöge- rungszeit auf den Schwachlastbetrieb umgeschaltet.
Hinweis: Die Schaltpunkte sind so zu programmieren, dass genügend Zeit zur Umschal- tung auf den Schwachlastbetrieb vorhanden bleibt, bevor die Ausschaltpunkte der letzten Pumpen im Sumpf erreicht werden.
Im Schwachlastbetrieb ist lediglich der Betrieb einer Pumpengruppe freigegeben. Weiter- hin befindet sich innerhalb dieser Pumpengruppe lediglich eine Pumpe in Betrieb.
Zur gleichmäßigen Zulaufverteilung auf zwei Sand- und Fettfänge soll im Schwachlastbe- trieb die aktive Pumpe zwischen den Pumpengruppen nach einem einstellbaren Intervall vertauscht werden. Wurde eine Pumpengruppe manuell außerbetrieb genommen, dann wird der Wechsel zwischen den Pumpengruppen übersprungen. Wenn beide Pumpen- gruppen in Betrieb sind, dann wird mit Pumpengruppe 1 gestartet.
Im Schwachlastbetrieb bleibt der Wechsel der Schaltreihenfolge der Pumpen zur gleich- mäßigen Abnutzung der Antriebe bestehen.
Überschreitet die Frequenz der in Betrieb befindlichen Pumpe für einen einstellbaren Zeitraum die max. Frequenzzahl, dann wird vom Schwachlastbetrieb auf den Normallast- betrieb umgeschaltet.
Sinkt der Wasserspiegel im Pumpensumpf auch im Schwachlastbetrieb weiter und hat die in Betrieb befindliche Pumpe ihre Mindestfrequenz erreicht, dann wird nach einer einstell- baren Verzögerungszeit auf den intermittierenden Betrieb umgeschaltet.
Im intermittierenden Betrieb ist wie im Schwachlastbetrieb lediglich der Betrieb einer Pumpengruppe freigegeben. Weiterhin befindet sich innerhalb dieser Pumpengruppe lediglich eine Pumpe in Betrieb. Zusätzlich ist die in Betrieb befindliche Pumpe in einem Pause/Impuls Betrieb zu betreiben. Die Pause- und Impulszeit ist jederzeit anpassbar.
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Zur gleichmäßigen Zulaufverteilung auf zwei Sand- und Fettfänge soll auch im intermittie- renden Betrieb die aktive Pumpe zwischen den Pumpengruppen nach einem einstellba- ren Intervall vertauscht werden. Wurde eine Pumpengruppe manuell außerbetrieb ge- nommen, dann wird der Wechsel zwischen den Pumpengruppen übersprungen.
Im intermittierenden Betrieb bleibt der Wechsel der Schaltreihenfolge der Pumpen zur gleichmäßigen Abnutzung der Antriebe bestehen.
Überschreitet die Frequenz der in Betrieb befindlichen Pumpe für einen einstellbaren Zeitraum die max. Frequenzzahl, dann wird vom intermittierenden Betrieb auf den Schwachlastbetrieb umgeschaltet.
Zum Schutz des Antriebs der Zulaufpumpen wird deren Wicklungstemperatur stetig überwacht. Diese Sicherheitsfunktion dient dem Schutz des Antriebs vor einer Überhit- zung durch eine Alarm- und Abschaltfunktion. Die Alarmmeldung erlischt automatisch, sobald die Wicklungstemperatur im tolerierbaren Bereich liegt. Wird die Pumpe aufgrund der Wicklungstemperatur abgeschaltet, dann soll zur Wiederinbetriebnahme die Alarm- meldung quittiert werden.
Da es sich hierbei um die erforderlichen Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Ausrüs- tung handelt, muss diese übergeordnet programmiert werden.
3.2.4 Handbetrieb
Die Zulaufpumpen
KAPHPU101 KAPHPU102
KAPHPU103 KAPHPU104
KAPHPU105 KAPHPU106
KAPHPU107
können im Handbetrieb gefahren werden. Der Bedienende übernimmt im Handbetrieb die Verantwortung für die Anlage.
Im Handbetrieb können die Zulaufpumpen über folgende Bedienebenen ein- und ausge- schaltet werden:
• Vor-Ort-Steuerung
• PLS-Handbetrieb
In dieser Betriebsart wird die Soll-Frequenz der entsprechenden Zulaufpumpe manuell im PLS oder am Vor-Ort-Steuerschrank angegeben. Die Pumpe läuft mit der Soll-Frequenz im Dauerbetrieb, bis sie manuell wieder ausgeschaltet wird.
Eine Begrenzung der einstellbaren Frequenzen muss nach Angaben des Herstellers erfolgen.
Die automatische Umschaltung zwischen den Pumpen wird inaktiviert.
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Die Ansteuerung der zugehörigen Schieber
KAPHAP104 KAPHAP204
KAPHAP304 KAPHAP404
KAPHAP405 KAPHAP504
KAPHAP604 KAPHAP704
kann mit Hilfe des jeweilig zugeordneten Magnetventils
KAPHAM001 KAPHAM002
KAPHAM003 KAPHAM004
KAPHAM005 KAPHAM006
KAPHAM007 KAPHAM008
nur manuell entweder an der Vor-Ort-Steuerstelle oder im PLS erfolgen.
Die prozesstechnischen Verriegelungen sowie die Ein- und Ausschaltung der Pumpe nach dem Füllstand im Pumpensumpf entfallen.
Die Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Wicklungstemperaturüberwachung und Motor- schutz sowie die Alarm- und Schaltfunktionen bleiben im Handbetrieb erhalten.
3.2.5 Wartungsbetrieb
Die Zulaufpumpen
KAPHPU101 KAPHPU102
KAPHPU103 KAPHPU104
KAPHPU105 KAPHPU106
KAPHPU107
können im Wartungsbetrieb gefahren werden. Der Bedienende übernimmt im Wartungs- betrieb die Verantwortung für die Anlage.
Im Wartungsbetrieb können die Zulaufpumpen über folgende Bedienebenen ein- und aus- geschaltet werden:
• Vor-Ort-Steuerung
• PLS-Handbetrieb
In dieser Betriebsart wird die Soll-Frequenz der entsprechenden Zulaufpumpe manuell im PLS oder am Vor-Ort-Steuerschrank angegeben. Die Pumpe läuft mit der Soll-Frequenz in Dauerbetrieb, bis sie manuell wieder ausgeschaltet wird.
Die Ansteuerung der zugehörigen Schieber
KAPHAP104 KAPHAP204
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KAPHAP304 KAPHAP404
KAPHAP405 KAPHAP504
KAPHAP604 KAPHAP704
kann mit Hilfe des jeweilig zugeordneten Magnetventils
KAPHAM001 KAPHAM002
KAPHAM003 KAPHAM004
KAPHAM005 KAPHAM006
KAPHAM007 KAPHAM008
nur manuell entweder an der Vor-Ort-Steuerstelle oder im PLS erfolgen.
Die Sicherheitseinrichtungen und die prozesstechnischen Verriegelungen entfallen.
3.2.6 Störbetrieb
3.2.6.1 Ausfall des Antriebs einer Zulaufpumpe
Fällt der Antrieb einer Zulaufpumpe
KAPHPU101 KAPHPU102
KAPHPU103 KAPHPU104
KAPHPU105 KAPHPU106
KAPHPU107
aus, dann wird unverzüglich der zugehörige pneumatische Schieber an der Druckleitung der Pumpe geschlossen. Es wird eine Warnmeldung abgegeben. Die betroffene Pumpe wird aus der Schaltreihenfolge rausgenommen und durch die redundante Pumpe ersetzt. Die anstehende Warnmeldung soll zur Wiederinbetriebnahme quittiert werden.
Fallen die Antriebe von zwei Pumpen gleichzeitig aus, dann wird eine Alarmmeldung abgegeben. Zur Wiederinbetriebnahme der Pumpen soll diese Alarmmeldung quittiert werden.
Ist aus beiden Pumpengruppen keine Pumpe in Betrieb, wird eine Warnmeldung ausge- geben. Die Warnmeldung erlischt automatisch, sobald mindestens eine Pumpe wieder in Betrieb ist.
3.2.6.2 Ausfall des pneumatischen Antriebs eines Schiebers
Fällt der Antrieb eines Schiebers in der Druckleitung der Zulaufpumpen
KAPHAP104 KAPHAP204
KAPHAP304 KAPHAP404
KAPHAP405 KAPHAP504
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KAPHAP604 KAPHAP704
aus, dann wird eine Alarmmeldung abgegeben. Die betroffene Pumpe bleibt bei der mi- nimalen Frequenz in Betrieb. Dies ist übergeordnet zu programmieren. Die anstehende Alarmmeldung soll zur Wiederinbetriebnahme quittiert werden.
3.2.6.3 Ausfall Füllstandmessung im Pumpensumpf
Fällt eine Füllstandmessung im Pumpensumpf (KAPHML001, KAPHML002) aus, dann erfolgt die Füllstandmessung lediglich über die redundante Messung. Es wird eine Warn- meldung abgegeben. Zur Wiederinbetriebnahme der ausgefallenen Messung, soll die anstehende Warnmeldung quittiert werden.
3.2.6.4 Ausfall Durchflussmessung
Fällt die Durchflussmessung einer Zulaufpumpe
KAPHMQ101 KAPHMQ201
KAPHMQ301 KAPHMQ401
KAPHMQ501 KAPHMQ601
KAPHMQ701
aus, dann wird eine Warnmeldung abgegeben. Die betroffene Pumpe wird über die Aus- schaltungsroutine außerbetrieb genommen und in der Einschaltreihenfolge durch das Reserveaggregat ersetzt.
Zur Wiederinbetriebnahme der ausgefallenen Messung, soll die anstehende Warnmel- dung quittiert werden.
3.2.7 Verknüpfung und Verriegelung
Um eine Überflutung in der Siebanlage zu vermeiden, wird der Betrieb der Zulaufpumpen
KAPHPU101 KAPHPU102
KAPHPU103 KAPHPU104
KAPHPU105 KAPHPU106
KAPHPU107
über die Überflutungssonde der Siebanlage verriegelt.
Hierfür wird der Wasserstand im Sammelgerinne vor den Sieben mittels der Höhen- standmessung (KAFSML001) stetig überwacht.
Steigt der Wasserstand im Sammelgerinne an und wird die Zweistab-Sonde ausgelöst, dann wird eine Alarmmeldung abgegeben.
Diese Alarmmeldung erlischt automatisch, sobald der Wasserstand im Sammelgerinne wieder fällt und die Zweistab-Sonde kein Signal mehr weiterleitet.
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Beim Ausfall der Höhenstandmessung im Sammelgerinne erfolgt die Verrieglung über die Ersatzmessungen mittels den Höhenstandmessungen im Zulaufrinne einzelner Siebe
KAFSML101 KAFSML201 KAFSML301 KAFSML401.
Dabei werden die gemessenen Wasserstände vor den in Betrieb befindlichen Sieben gemittelt. Wird ein einstellbarer maximaler Wasserstand „H “ überschritten dann wird max eine Alarmmeldung abgegeben.
Diese Alarmmeldung erlischt automatisch, sobald der Wasserstand im Sammelgerinne wieder unterhalb seines einstellbaren oberen Schwellenwerts „H “ fällt. max
3.2.8 Not-Strom Betrieb
Im Not-Strom Betrieb werden die automatischen Betriebsstundenwechsel der Zulaufpum- pen ausgesetzt.
3.2.9 Not-Aus
Das Not-Aus Konzept wird nachgeführt.
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