15_Bericht 2 GEOLOG - BV Starnberg St. Nikolaus.pdf

Landschaftsbauarbeiten für Freianlagen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 13.09.2026, 16:49 (Europe/Berlin)

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Ingenieurbüro für Geophysik und Geologie • Kampfmittelerkundung • Luftbildauswertungen • Bauwerksuntersuchung • Erschütterungsmessung • Geophysikalische Messungen Archäologie Lagerstättenprospektion Grundwassererschließung Leitungsortung

Untersuchungsbericht 2

Geophysikalische Untersuchungen hinsichtlich Kampfmittel –

Untersuchung von Flächen

Bauvorhaben: Starnberg, St. Nikolaus Kita

Datum: 30.03.2026

AuftraggeberAuftragnehmer
GEOLOG Ch. Fuß/W. Hepp GbR Hermann Huttner Tiefbau GmbH Lichtenaustr. 5a Ingenieurbüro für Geophysik und Geologie 823399 Raisting Glatzer Straße 5 82319 Starnberg Ansprechpartner: Hermann Huttner Tel.: 08151/2807-0, Fax: -2 Tel. 08807 9499207 E-Mail: info@geolog2000.de Bearbeitung: kw

Geophysikalische Untersuchungen hinsichtlich Kampfmittel Untersuchung von Flächen Bauvorhaben: Starnberg, St. Nikolaus Bericht 2

Inhaltsverzeichnis

1 Aufgabenstellung und Vorbemerkungen ............................................................................................. 2 2 Bisherige Arbeiten ................................................................................................................................ 2 3 Aktuelle Messung ................................................................................................................................. 2 4 Handlungsempfehlung ......................................................................................................................... 2 5 Allgemeine Hinweise zu Arbeiten in der Kampfmittelräumung ........................................................... 3 6 Angewandtes Messverfahren:.............................................................................................................. 4 6.1 Georadarverfahren ............................................................................................................................ 4 Anlage 1 – Fotodokumentation ............................................................................................................... 5 Anlage 2 – Lageplan ................................................................................................................................. 6

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1 Aufgabenstellung und Vorbemerkungen

Zum Bauvorhaben Kita St. Nikolaus in Starnberg wurden wir beauftragt Kampfmitteluntersuchungen im Bereich der dort geplanten Aushubbereichen durchzuführen. Für die Messungen kommen je nach Bodenbeschaffenheit und Umgebungsverhältnisse verschiedene Verfahren zum Einsatz. Diese sind im Kapitel 6 – Angewandte Messverfahren kurz umrissen. Ziel der Untersuchungen ist es, eine Kampfmittelfreigabe für die geplanten Aushubbereiche zu erzielen.

2 Bisherige Arbeiten

• Bisher fanden keine Messungen statt. Zu Beginn fand am 11.02.26 vor Ort (Baggerarbeiten) eine Unterweisung gemäß Sprengstoffgesetz (DGUV201-027) statt. • Am 27.02.2026 fanden erste Messungen (Geomagnetik und Georadar) auf den unterschiedlichen Niveaus unter GOK statt. Bei dem Messtermin konnten insgesamt 1.150 m² untersucht werden.

3 Aktuelle Messung

Am 28.03.2026 weitere Messungen (Geomagnetik und Georadar) auf den unterschiedlichen Niveaus unter GOK statt. Bei dem Messtermin konnte eine weitere Fläche untersucht werden. Die Bereiche wurden bauseits ausgewiesen und sind im beiliegenden Plan einzusehen. Nach Auswertung der Messungen vor Ort und im Büro wiesen die Messdaten keine kampfmittelrelevanten Indikationen auf. In einem Teil der zu untersuchenden Fläche waren noch keine Messungen möglich, da sich dort ein Kranstandort und aufgeschüttete Erdmieten befanden (vgl. Fotodokumentation).

Messergebnis: Der untersuchte Bereich kann mit oben genannter Einschränkung und mit Verweis auf die allgemeinen Hinweise 5m unter Messniveau kampfmittelfrei gegeben werden (vgl. Lageplan in Anlage 3).

4 Handlungsempfehlung

Nach Beseitigung der Messhindernisse können ergänzend Messungen vorgenommen werden. Bitte rufen Sie uns hierzu rechtzeitig an.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Starnberg, den 30.03.2026

Wolfgang Hepp Dipl. Geol. / Munitionsfachkraft nach § 20 SprengG

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5 Allgemeine Hinweise zu Arbeiten in der Kampfmittelräumung

In Bezug auf die ATV DIN 18299 Abschnitt 0.1.17 wird darauf hingewiesen, dass trotz fachgerechter Untersuchung nach dem aktuellen Stand der Technik und Beräumung nach den gesetzlichen Vorgaben nicht auszuschließen ist, dass sich auf den untersuchten Grundstücken weiterhin Kampfmittel befinden. Zum Beispiel sind verfahrensbedingt unterhalb von Sparten/Einbauten je nach Größe, Lage und Beschaffenheit nur eine eingeschränkte Aussage über etwaige Kampfmittel möglich.

Daher ergeht vorsorglich folgender Hinweis: Bei jeglichem Verdacht des Antreffens von Kampfmitteln sind wir sowie die zuständige Polizeibehörde zu benachrichtigen und die Bauarbeiten in diesem Bereich einzustellen.

Im Allgemeinen kann nach einer durchgeführten Oberflächensondierung mittels Geomagnetik- oder Großspulen-Transienten-Elektromagnetik-Verfahren und der Beräumung identifizierter Kampfmittel- verdachtspunkte die kampfmitteltechnische Grabungsfreigabe bis in die messtechnisch erfasste Tiefe bestätigt werden. Bei besonderen Bodenbedingungen bzw. bei einer spezieller Standorthistorie ist es ggf. erforderlich, auf tieferem Niveau – bei Erreichen der Sondiertiefe des Detektionsverfahrens – eine weitere Untersuchung der Fläche durchzuführen.

Sind Spezialtiefbaumaßnahmen geplant, sind in der Regel weitergehende Untersuchungen der betreffenden Bereiche durch Tiefensondierungen (z. B. Bohrloch-Geomagnetik) oder leistungsgleiche Detektionsverfahren (z.B. Georadar) erforderlich. Falls im Falle von Georadarmessungen keine ausreichende Tiefensicht für eine Kampfmittelfreigabe gegeben ist, werden oft Abgrabungen in eine entsprechende, zu definierende Tiefe erforderlich, um ´nach erneuter Messung eine Freigabe erwirken zu können. Maschinelle Grabungsarbeiten im Zusammenhang mit Kampfmittelüberprüfungen sollten entsprechend den Richtlinien und Vorgaben der Bauberufsgenossenschaft sowie den BFR-KMR erfolgen.

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6 Angewandtes Messverfahren:

6.1 Georadarverfahren

Eine in der Geophysik häufige Aufgabenstellung ist die Ortung von unterirdischen Objekten (Blindgänger, Fässer, Kabel, Leitungen, Tunnel, Bunker, etc.) oder geologischen Strukturen (Hohlräume, Höhlen, Felsen, geologische Schichtwechsel, etc.). Das Radarverfahren wird als zerstörungsfreies Erkundungsverfahren in nahezu allen geologischen und baubezogenen Ingenieurwissenschaften zur Lösung spezieller Erkundungsprobleme eingesetzt. Durch geeignete Frequenzwahl des Sendesignals sind bei günstigen Umgebungsbedingungen Untersuchungen bis 20 m Bodentiefe möglich.

Das Georadar ist ein elektromagnetisches Reflexions- Verfahren, welches hochfrequente elektromagnetische Wellenimpulse über eine Sendeantenne senkrecht in den Untergrund abstrahlt. Durch Änderungen der elektromagnetischen Eigenschaften im Boden oder Bauwerk (Diskontinuitäten), verursacht z.B. durch geologische Schichtgrenzen bzw. Fremdkörpern (Leitungen, Altfundamente, etc.) werden Teile der Impulse reflektiert und an der Oberfläche mittels einer separaten Empfangsantenne aufgenommen. Aus der Messung der Laufzeiten kann bei Kenntnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen Welle im Untergrundmedium der Abstand zum Reflektor berechnet werden. Das Prinzip des Georadars ist in Abb. 1 dargestellt. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen ist dabei abhängig von Leitfähigkeit und Dielektrizität des untersuchten Mediums. Um präzise Tiefenangaben machen zu können kann ein Aufschluss an Abbildung 1: Bodenradargerät für geeigneter Stelle hilfreich zur Eichung der Laufzeit der kontinuierliche Messungen entlang von Signale sein. Änderungen der Signalcharakteristik Profilen. Eingesetzte Antenne 250 MHz. erlauben zusätzlich Rückschlüsse auf die physikalischen Eigenschaften des durchstrahlten Mediums. Da die gewonnenen Rohdaten schwer interpretierbar sind, werden zur besseren Darstellung Verfahren der digitalen Signalverarbeitung angewendet, deren Ergebnis das Radargramm ist. Die Auswertung der Messergebnisse erfordert trotz aller Filtermethoden spezielle Erfahrung und sollte nur von Sachkundigen vorgenommen werden.

Je nach Aufgabenstellung verwenden wir Antennen in verschiedenen Frequenzbereichen zwischen 50 MHz und 1,2 GHz. Frequenzen zwischen 25 MHz und 200 MHz erreichen je nach physikalischer Beschaffenheit des durchstrahlten Mediums Eindringtiefen bis 10 m, bieten aber relativ schlechte Auflösung im oberflächennahen Bereich. Im Gegensatz dazu erreicht man mit höheren Frequenzen (450 MHz bis 2 GHz) eine sehr gute Objekt-Auflösung, wobei die Erkundungstiefe stark abnimmt. Die Auswahl der geeigneten Frequenz ist immer ein Kompromiss zwischen Auflösung und Eindringtiefe.

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Anlage 1 – Fotodokumentation

Flächenerkundung mittels Georadar

Südlicher Randbereich

Kranstandort im Südosten

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Anlage 2 – Lageplan

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