B2n Malchow_LB_Faunistische_Leistungen_13072026.pdf

Kartierung von Flora und Fauna für die B2n-Ortsumgehung Malchow

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Leistungen und Bewertung

für

Faunistische Leistungen

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis .......................................................................................................................... 1 A. Beschreibung der Planungsaufgabe ......................................................................................... 2

  1. Allgemeines .................................................................................................................... 2
  2. Beschreibung des Bauvorhabens .................................................................................... 2
  3. Randbedingungen und Zwangspunkte, Leistungen des Auftraggebers ........................... 3
  4. Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente ..................................... 4 B. Beschreibung der Grundleistungen ........................................................................................... 5 C. Beschreibung der Leistungen ................................................................................................... 7 1: Vorbereitende Tätigkeiten .................................................................................................. 7 2: Geländearbeiten ................................................................................................................. 8 3: Dokumentation ................................................................................................................. 11 4: Faunistische Begleitung der landschaftsplanerischen Fachbeiträge ................................. 12 D. Geplante Ausführungsfristen ................................................................................................... 14

Anlage: Faunistische Planungsraumanalyse (Text plus 2 Karten)

Stand: 03-22 10572 Seite 1

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A. Beschreibung der Planungsaufgabe

  1. Allgemeines Zur wirksamen Umweltvorsorge müssen die Auswirkungen des Vorhabens „B2 n OU Malchow“ auf die Umwelt im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie frühzeitig ermittelt, beschrieben und bewertet werden. Im Rahmen der Voruntersuchung/UVS geht es zunächst darum, eine Entscheidung zwischen verschiedenen Varianten zu treffen bzw. die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit und den voraus- sichtlichen Aufwand für notwendige Maßnahmen zu Vermeidung oder Kompensation abzuschätzen. Gemäß Albrecht et al. 2014 wird zur Bewertung der Betroffenheit/Konfliktlage ein Ampelschema ver- wendet. Dabei stehen die Farben für fachliche Bewertungskategorien (Eingriffsschwere bzw. Hand- lungsbedarf). Das Ampelschema dient der standardisierten fachlichen Vorbewertung in der frühen Planungsphase.

Zur Bestimmung erforderlicher faunistischer Kartierungen und des jeweiligen Untersuchungsumfangs wurde eine faunistische Planungsraumanalyse erarbeitet. Die Ergebnisse der faunistischen Planungs- raumanalyse (Auswahl der Arten, Methodik und Umfang) dienen als Grundlage der Erfassung der Fauna.

Das Gutachten „Leistungsbeschreibungen für faunistische Untersuchungen im Zusammenhang mit landschaftsplanerischen Fachbeiträgen und Artenschutzbeitrag“, Schlussbericht 2014 (FE 02.332/2011/LRB; Albrecht et al. 2014, Hrsg. BMVI) ist als Wissensdokument Grundlage für Faunisti- sche Leistungen. Der Begriff „Methodenblätter“ bezieht sich auf die Methodenblätter in diesem Gut- achten.

  1. Beschreibung des Bauvorhabens Die Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH des Bundes als Auftraggeber plant eine Verlegung der Bundesstraße (B) 2 als Ortsumgehung des Ortsteils Berlin-Malchow. Das Projekt ist Bestandteil des aktuellen Bundesverkehrswegeplans 2030 und wird dort als Neubau-Projekt „B2 n OU Malchow“ unter der Projektnummer B2-G20-BE (Fernstraßenausbaugesetz lfd. Nr. 429) als Projekt im „vordring- lichen Bedarf“ geführt.

A 11

A 10

Land Berlin

B 2

A 114

Land Brandenburg

Malchow

Untersuchungs- B 2 raum UVS

Abbildung 1 Lage des Vorhabens

Stand: 03-22 10572 Seite 2

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Die Bundesstraße 2 im Nordosten von Berlin verbindet das Stadtzentrum mit der A 10, dem nördlichen Berliner Ring. Südlich der Querung des Bahn-Außenringes verläuft sie ca. 1,6 km in Nord-Süd-Rich- tung durch den historischen Ortskern Berlin Malchow. Die einbahnig zweistreifige Ortsdurchfahrt als stark frequentierte Pendlerstrecke, ist geprägt durch eine hohe Verkehrsdichte (Verkehrszählung 2023: 27.000 Kfz/24h DTVW gem. Geoportal Berlin) und erhöhten Stauerscheinungen zu den Spitzenstun- den an den mit Lichtzeichenanlagen (Ampel) gesteuerten Knotenpunkten Blankenburger Pflasterweg und Wartenberger Weg.

  1. Randbedingungen und Zwangspunkte, Leistungen des Auftraggebers

Die Leistungen des Auftragnehmers umfassen sämtliche erforderlichen Abstimmungs- und Arbeitsge- spräche mit dem AG und Dritten an der Planung Beteiligten.

Für das Vorhaben wurde eine Faunistische Planungsraumanalyse erarbeitet. Bei den jeweiligen Un- tersuchungsräumen der Artengruppen/ Arten handelt es sich um Standortvorschläge, von denen fach- lich begründet abgewichen werden darf. Vor Beginn der Erfassungen hat eine Überprüfung der vorgeschlagenen Probeflächen/Transsekte durch den Auftragnehmer (AN) zu erfolgen. Ggfs. erforder- liche Änderungen der Lage und Größe sind in Abstimmung mit dem AG vom AN vorzunehmen. Die erforderlichen Aufwände für diese Leistung sind unter Teil C – Beschreibung der Leistung, Punkt 1.01 und 1.04 zu kalkulieren.

Für die spätere Erarbeitung der UVS im Rahmen der Vorplanung wurde ein Korridor von 500 m beid- seits des Variantensuchraums festgelegt. Der Variantensuchraum wird als „Raum, in dem Trassenva- rianten möglich sind“ definiert. Hier können bau-, anlage- und betriebsbedingte Eingriffe stattfinden. Der zusätzliche 500 m Korridor bildet den Raum für die maximal möglichen betriebsbedingten Wirkun- gen ab.

Abbildung 2 Untersuchungsraum UVS

Stand: 03-22 10572 Seite 3

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Größe des Untersuchungsraumes UVS: 1.886 ha Größe des Variantensuchraumes: 1.032 ha

Die artbezogenen Untersuchungsräume sind in Karte 2 der Faunistischen Planungsraumanalyse dargestellt. Eine spätere Übergabe der Shapes erfolgt nach Auftragserteilung.

  1. Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente 4.1 Alle Daten, Planunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen sind dem AG in digitaler Form (Planunterlagen im shape - Format sowie im pdf-Format; Beschreibungen und Berechnungen als Word- bzw. Excel-Datei im docx- bzw. xlsx-Format; Präsentationen als PowerPoint-Datei im pptx-Format) und zusätzlich in analoger Form als kopierfähiger Farbausdruck (1-fach) zu übergeben. 4.2 Digitale Bestands- und Objektdaten sind georeferenziert im OKSTRA-, IFC- bzw. SHAPE-For- mat zu übergeben. Bei Abschluss der Leistungen sind alle Daten vollständig digital an den AG zu übergeben, so dass sie ohne Auf- oder Nachbearbeitung übernommen werden können und eine weitere Bearbeitung (durch den AG) zulassen. 4.3 Der AN hat die von ihm zu übergebenden Unterlagen im nötigen Umfang zu bearbeiten, u. a. normengerecht farbig und mit Planzeichen und Legende anzulegen sowie DIN-gerecht zu falten. Das Schriftfeld des AG wird vorgegeben und ist zu übernehmen. 4.4 Der AN hat die von ihm angefertigten Unterlagen als „Verfasser" zu unterzeichnen. 4.5 Vor Übergabe der Unterlagen hat im Rahmen der Qualitätssicherung die Eigenkontrolle durch den AN zu erfolgen. Das ist auf den einzelnen Unterlagen zu vermerken. Die abgestimmten festgesetzten Termine sind einzuhalten. 4.6 Der AN gewährleistet, dass die Übertragung von Daten ohne Datenverlust bzw. Datenverände- rung erfolgt. Sofern eine Nachbearbeitung der Daten vom AG durchgeführt werden muss, trägt der AN die dem AG hierfür entstandenen Kosten. Der AN ist jedoch berechtigt, die Datennach- bearbeitung innerhalb einer vom AG gesetzten Frist selbst an einem Arbeitsplatz des AG vorzu- nehmen. 4.7 Auf Verlangen des AG sind Daten von Zwischenergebnissen vorab zu übergeben. 4.8 Bei Flächenabgrenzungen ist darauf zu achten, dass sie zwingend als geschlossene Polygone vorliegen. 4.9 Die Geographische Informationsverarbeitung und Darstellung erfolgt mit dem Geoinformations- system ArcGIS. Für die Dateien der GIS-Layer sind relative Pfadangaben zu verwenden. Die GIS-Organisation und Bearbeitungssystematik sind mit dem AG abzustimmen und schriftlich zu dokumentieren. Metadaten sind vom AN zu führen. Bei Abschluss der Leistungen sind die ent- sprechenden Originaldaten vollständig und mit allen Rechten digital an den AG zu liefern, so dass sie ohne jegliche Auf- und Nachbereitung übernommen werden können, eine Nachbear- beitung aber prinzipiell zulassen. Dabei sind die Daten wie folgt kompatibel aufzubereiten: Projektdaten: Konsistente digitale Umsetzung der GIS-Layer in das Vektorformat shape bezogen auf ein zuvor mit dem AG abgestimmtes Koordinatensystem. (andere Formate wie z. B. Geo- database nach Abstimmung). Projektdateien und -daten sind vom AN kostenfrei und lauffähig auf dem System des AG (ArcGIS Pro auf Windows) zu installieren. Lizenzkostenfreie oder für das Projekt selbst entwickelte Werk- zeuge, Symbole oder Updates sind dem AG ebenfalls kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Kos- tenpflichtige Werkzeuge, Symbole, Updates sind vor Verwendung mit dem AG abzustimmen. Eine Beschreibung der übergebenen Daten bzgl. Layer-Struktur, Ablage-Pfad und Attributierung ist mitzuliefern.

Stand: 03-22 10572 Seite 4

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B. Beschreibung der Grundleistungen

Zusätzliche Hinweise zum Leistungspunkt 3.03:

Wesentlicher Teil der Beauftragung ist die Dokumentation der Daten in Bericht und Karten gemäß den An- forderungen des vorliegenden Leistungsbildes. Die Berichte beinhalten die Beschreibung der Erfassungs- und Bewertungsmethodik, die Darstellung der Ergebnisse sowie die Bewertung der Erfassungsergebnisse. Dabei ist die qualitative sowie flächige Bewertung von Funktionsräumen (insbesondere die Bedeutung von Lebensräumen, Verbundstrukturen etc.) ein wesentlicher Baustein.

Der Bericht zur faunistischen Erhebung ist so zu erstellen, dass Methodik, Ergebnisse und Bewertungen fachlich korrekt, transparent, nachvollziehbar und prüffähig dokumentiert sind. Er muss als eigenständig verständliche Entscheidungsgrundlage dienen.

 Der Bericht ist klar gegliedert, verständlich aufgebaut und fachlich konsistent zu verfassen.  Verwendung einer einheitlichen Terminologie und gängiger fachlicher Standards.  Alle Aussagen müssen belegt oder fachlich hergeleitet sein.  Der Bericht muss ohne ergänzende mündliche Erläuterungen verständlich sein.

Darstellung des methodischen Vorgehens:  Beschreibung der Erfassungsmethodik für jede Artengruppe/Einzelart gemäß Methodenblatt.  Fotodokumentation und Beschreibung von Probeflächen.  Angaben zum o Erfassungsdatum o Uhrzeit o Dauer o Witterungsbedingungen (Niederschlag/Temperatur/Windgeschwindigkeit)

Darstellung der Ergebnisse im Text:  Aufarbeitung der Ergebnisse in tabellarischer Form unter Angabe von o Artname (deutsch, wissenschaftlich) o Gefährdung Rote Liste Berlin/Brandenburg/Bund o Arten nach Anhang I bzw. Artikel 4 (2) der EU-Vogelschutzrichtlinie o Arten nach Anhang II bzw. IV der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie o streng bzw. besonders geschützte Arten o Erfassungsstatus (Bsp. Brutnachweis, Nahrungsgast, Individuum, etc.), o ggf. Anzahl der Individuen  Die Tabellen sollten für jede Artengruppe die gleiche Struktur aufweisen (soweit möglich und ziel- führend).  Verbale Beschreibung der Ergebnisse.  Kurze Erläuterung von Fachbegriffen für Dritte.

Darstellung der Bewertung im Text:  Das Bewertungsschema und die Bewertungsscala sind eindeutig zu beschreiben und soweit mög- lich für alle Artengruppen/Einzelarten anzuwenden.  Eine Ausnahme stellen die Fledermäuse dar. Für die Bewertung (Quartiere / Flugrouten / Nah- rungshabitate jeweils artbezogen) ist die „Arbeitshilfe Fledermäuse und Straßenverkehr“ zu verwen- den (BMDV 2023 - insbesondere Tabelle 3, Seiten 25 bis 28 und Musterkarten. Insbesondere für die Fledermausrouten ist die artbezogene Aussage notwendig, ob es sich um eine Route allgemei- ner oder besonderer Bedeutung handelt.  Soweit möglich/erforderlich sind artengruppen- bzw. artbezogen Funktionsräume, Sommer-, Winter, Wasser-, Landhabitate essenzielle Habitatelemente etc. abzugrenzen und diese nachvollziehbar zu bewerten.  Kurze Erläuterung von Fachbegriffen für Dritte.

Stand: 03-22 10572 Seite 5

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Im Rahmen der Bewertung müssen folgende Aussagen getroffen werden:  Erhaltungszustand  maßgebliche Gebietsbestandteile  essenzielle Habitatelemente oder Teilhabitate  Habitate mit erhöhter Aufenthaltswahrscheinlichkeit bzw. Nachweishäufigkeit  essenzielle Leitstrukturen und Wanderbeziehungen  Erhaltungszustand der lokalen Population

Anforderung an die Plandarstellung (Maßstab 1: 5.000):  Die Plandarstellung ist maßstäblich, übersichtlich und eindeutig lesbar auszuführen.  Die Bedeutung jeder Darstellung ist in einer vollständigen, verständlichen Legende zu erläutern.  Die Plandarstellung darf keine widersprüchlichen Aussagen in sich und zur Darstellung im Text er- zeugen.  Die Darstellung ist so zu gestalten, dass Kernaussagen ohne Zusatzdokumente erkennbar sind.  Die Darstellung muss sowohl gedruckt als auch digital eindeutig interpretierbar sein.  Der Untersuchungsraum UVS ist als Umring in den Karten darzustellen und zu kennzeichnen.  In den Karten sollen alle relevanten Ortsbezüge (Straßen, Orte, Gewässerbezeichnungen, Gewer- begebiete u.a.) dargestellt werden, auf die im Text Bezug genommen wird.  Alle dargestellten Elemente müssen klar referenzierbar sein (z. B. Nummerierung, Objekt-IDs).  Alle Art-Nachweise sind lagegenau zu dokumentieren.  Folgende Informationen müssen mindestens in der Attributtabelle zu den Artnachweisen enthalten sein: o Artname (deutsch, wissenschaftlich) ggf. Abkürzung gem. Angabe in der Legende o Erfassungsstatus (Bsp. Brutnachweis, Nahrungsgast, Individuum, etc.), o ggf. Anzahl der Individuen o jeweiliger Schutz- und Gefährdungsstatus  Die artengruppen- bzw. artbezogen Funktionsräume, Sommer-, Winter, Wasser-, Landhabitate es- senzielle Habitatelemente etc. sind im Ergebnis darzustellen.  Ihre jeweiligen Bewertungen sind durch festgelegte und konsistente Darstellungsmittel zu kenn- zeichnen, z. B.: o Farben, o Schraffuren oder Symbole, o Linienarten oder Transparenzstufen.  Die jeweiligen Bewertungen müssen in der Attributtabelle enthalten sein.  Die Plandarstellung ist als shape-Datei und als PDF zu übergeben. Shape-Dateien und PDF müs- sen die selben Inhalte enthalten. Es sollen keine „Rohdaten“ sondern die Ergebnis- und Bewer- tungsinhalte als Shape übergeben werden.

Stand: 03-22 10572 Seite 6

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C. Beschreibung der Leistungen

TitelMEin- heitEP in €GP in €
e
Leistungstextn
g
e

Abkürzungserläuterung:

Beg. = Begehung Box = Horchbox (Fledermäuse) h = Stunde psch = pauschal

1: Vorbereitende Tätigkeiten

1.01 Erstellen eines Begehungs- und Einsatzplans 1 psch /// der einzelnen faunistischen Experten

1.02 Mitwirken bei der Einholung erforderlicher Ge- 2 Stck nehmigungen

Genehmigungen wie Betretungserlaubnis, ggf. artenschutzrechtliche Ausnah- men, etc. Dazu zählen u. a.: Prüfen inwiefern Begehungshindernisse wie Zäune etc. vorhanden sind, Lokalisierung der Flächen und Flurstücke, Erarbeiten und Zusammenstellen von erforderlichen Unterlagen, Formulieren von Anschreiben an Pächter/Eigentümer, Erstellen von Kartenmaterial etc. für die Erlangung von Betretungsgenehmigungen.

1.03 Mitwirken bei der Information betroffener Dritter 2 Stck

Information der betroffenen Eigentümer, Kommunen, Forstverwaltungen, Jäger- gemeinschaft usw. Zusammenstellung von Unterlagen für eine eventuelle Veröffentlichung im Amts- blatt o.ä.

1.04 Vorbereiten der Kartiergrundlagen und Materia- 1 psch /// lien

Erstellen der Geländekarten, ggf. Aufstellen und Kalibrieren erforderlicher Ge- räte (z. B. Horchboxen, Detektoren etc.). zusätzlich:  Datenrecherche hinsichtlich der zu erfassenden Tierarten- und Gruppen.  Überprüfung der vorgeschlagenen Probeflächen/ Transsekte und ggfs. Änderung der Lage und Größe in Abstimmung mit dem AG.

Summe aus 1

Stand: 03-22 10572 Seite 7

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TitelMEin- heitEP in €GP in €
e
Leistungstextn
g
e
2: Geländearbeiten

2.01 Begründete logistische Tätigkeiten wie Orts- 1 psch /// wechsel oder Orientierung

2.02 Durchführen der Erhebungen

entsprechend der des Gutachtens

Artengruppen übergreifend

Strukturkartierung in Wäldern gemäß Metho- denblatt V4:

1 Begehung auf 103 ha 1 Beg.

1 Begehung von 19 km linearer Hecken und Baumreihen 1 Beg.

Avifauna

Revierkartierung Brutvögel gemäß Metho- denblatt V1:

10 Begehungen auf 1.886 ha 10 Beg.

Horstkartierung Brutvögel gemäß Methoden- blatt V2:

1 Ersterfassung auf 1.886 ha 1 Beg.

2 Kontrollen auf 1.886 ha 2 Beg.

Säugetiere

Spurensuche (Fischotter, Biber) gemäß Me- thodenblatt S2:

4 Begehungen à 30 min/km auf insgesamt 7,5 km 4 Beg.

Transsektkartierung Fledermäuse gemäß Methodenblatt FM1:

5 Begehungen auf insgesamt 24 km 5 Beg. Horchboxenuntersuchung Fledermäuse ge- mäß Methodenblatt FM2:

Einsatz von 24 Horchboxen über 4 Phasen à mindestens 3 Tage 24 Box

Auf- und Abbau je Horchbox und Aufnahme- phase für 24 Boxen 24 Box

Stand: 03-22 10572 Seite 8

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TitelMEin- heitEP in €GP in €
e
Leistungstextn
g
e

Amphibien

Erfassung von Laichgewässern gemäß Me- thodenblatt A1:

5 Begehungen von 93 ha komplexen tempo- rären und dauerhaften Gewässern/Landhabi- 5 Beg. taten

Reptilien

Potenzialabschätzung für Zauneidechse und Schlingnatter auf der Grundlage der Biotop- kartierung, Einschätzung der Bedeutsamkeit, 1 psch /// Darstellung von Zufallsfunden im Bereich des Variantensuchraumes (1.032 ha).

Fische und Rundmäuler

Habitatstrukturkartierung gemäß Methoden- blatt Fi1:

1 h/km Gewässer bei 7,5 km Länge 1 Beg.

Xylobionte Käfer

Strukturkartierung für totholz- und mulmbe- wohnende Käferarten der FFH-Richtlinie ge- mäß Methodenblatt XK1:

1 Begehung auf 103 ha Fläche Gehölz- und Waldbestände und Markierung der Bäume mit entsprechenden Strukturen 1 Beg.

1 Begehung auf 19 km linearen Hecken und Baumreihen und Markierung der Bäume mit entsprechenden Strukturen 1 Beg.

Brutbaumuntersuchung Heldbock gemäß Methodenblatt XK3:

2 Begehungen von jeweils 1 Brutbaum 2 Beg.

Brutbaumuntersuchung Scharlachkäfer ge- mäß Methodenblatt XK4:

2 Begehungen von jeweils 1 Brutbaum bzw. Totholzstrukturen 2 Beg.

Brutbaumuntersuchung Juchtenkäfer/Eremit gemäß Methodenblatt XK7:

Stand: 03-22 10572 Seite 9

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TitelMEin- heitEP in €GP in €
e
Leistungstextn
g
e

1 Begehung von 1 Brutbaum 1 Beg.

Libellen

Sichtbeobachtung, Kescherfang und Exu- viensuche besonders planungsrelevanter Li- bellen gemäß Methodenblatt L1:

Erfassung auf 10 Abschnitten à 100 m Ufer- länge. 5 Begehungen à 0,5 h/100 m (Min- destdauer bei Uferlänge <100m: 0,5 h) Hinweis: Die Probeflächen werden durch den AN fest- gelegt. 5 Beg.

2.03 Auswertung und Nachbestimmung

entsprechend dem Gutachten

Avifauna

Revierkartierung Brutvögel gemäß Metho- denblatt V1:

Arten besonderer Planungsrelevanz: Ermittlung theoretischer Reviermittelpunkte und Bestimmung Brutstatus gem. Südbeck et al. (2005) 1 psch // Arten allgemeiner Planungsrelevanz: Dichteschätzungen über Analogieschlüsse von den Probeflächen auf vergleichbare Ha- bitate im Wirkraum 1 psch //

Säugetiere

Analyse von Fledermausrufaufnahmen ge- mäß Methodenblättern FM1, FM2:

24 km Probestrecken 1 psch ///

24 Horchboxen 1 psch ///

Xylobionte Käfer

Auswertung der Proben im Labor Juchtenkä- fer/Eremit gemäß Methodenblatt XK7:

1 Brutbbaum 1 psch ///

Summe aus 2

Stand: 03-22 10572 Seite 10

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TitelMEin- heitEP in €GP in €
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Leistungstextn
g
e

3: Dokumentation

3.01 Beschreiben der Vorgehensweise, ggf. mit Me- 1 psch // thodenkritik für jede untersuchte Tiergruppe

Darstellung der untersuchten Erhebungsorte (Flächen, Transsekte, Beobachtungspunkte, Probeflächen, etc.) mit Angabe von Datum und Dauer der Begehungstermine. Weichen die tatsächlich erhobenen Einheiten von den ausgeschriebenen Einheiten ab, ist dies begründend darzustellen.

3.02 Darstellen und Analysieren / Bewerten der erho- 1 psch // benen Daten entsprechend den Angaben in den jeweiligen Methodenblättern

Darstellen der im Gelände erhobenen Grundlagendaten in fortlaufender Reihenfolge nach Ort und Anzahl (Rohdaten) und deren Analyse und Bewertung entsprechend der Doku- mentation in den jeweiligen Methodenblättern.

3.03 Beurteilen der Ergebnisse entsprechend dem je- 1 psch // weiligen landschaftsplanerischen Fachbeitrag gemäß dem Gutachten

Für die UVS:

  • räumliche Ausdehnung und Verteilung einer Art,
  • essenzielle Habitatelemente oder Teilhabitate,
  • Habitate mit erhöhter Aufenthaltswahrscheinlichkeit bzw. Nachweishäufigkeit,
  • essenzielle Leitstrukturen und Wanderbeziehungen. Die Beurteilung ist für den Bearbeiter der UVS so aufzubereiten, dass
  • die Zuordnung in die Raumwiderstands- / Auswirkungsklassen der RUVS möglich ist,
  • gemäß UVPG die Wirkungsprognose des Vorhabens auf das Schutzgut Tiere und Pflanzen möglich wird,
  • eine ausreichend differenzierte Entscheidungsgrundlage bei verschiedenen Alternati- ven gegeben ist,
  • Eindeutige Aussagen zu Maßnahmen zur Vermeidung und Kompensation möglich sind.

Für den Artenschutzbeitrag (ASB) auf der Ebene der Vorplanung (UVS): Beurteilen der faunistischen Ergebnisse in Hinblick auf

  • Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang,
  • Abgrenzung der lokalen Population,
  • Bewertung der Bedeutung des untersuchten Bestandes im Wirkraum für die lokale Po- pulation,
  • essenzielle Habitatelemente oder Teilhabitate,
  • Habitate mit erhöhter Aufenthaltswahrscheinlichkeit bzw. Nachweishäufigkeit,
  • essenzielle Leitstrukturen und Wanderbeziehungen,
  • Erhaltungszustand der lokalen Population. Die Beurteilung ist für den Bearbeiter der artenschutzrechtlichen Prüfung so aufzuberei- ten, dass
  • Aussagen zum Eintreten von Verbotstatbeständen,
  • eine Aussage auf Ebene der Vorplanung (UVS) in Hinblick auf artenschutzrechtliche Zulassungshindernisse des Projekts),
  • die Möglichkeit zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Verbote,
  • die Ableitung von Vermeidungs- und CEF-/ FCS-Maßnahmen möglich sind.

Weitere Ausführungen dazu siehe Teil B – Beschreibung der Grundleistung dieser Leis- tungsbeschreibung

Stand: 03-22 10572 Seite 11

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TitelMEin- heitEP in €GP in €
e
Leistungstextn
g
e
Zusammenfassendes Darstellen der Ergebnisse
in Text und Karte

Erstellen der vorläufigen Fassung der Dokumentation in Text (inkl. Liste) und Karte.

3.05 Mitwirken bei der Abstimmung mit der für Natur- 1 psch // schutz und Landespflege zuständigen Behörde

3.06 Abstimmen der vorläufigen Fassung mit dem 1 psch // Auftraggeber

3.07 Darstellen der Dokumentation in der mit dem 1 psch // Auftraggeber abgestimmten Fassung in Text und Karten

Einarbeiten von Prüfanmerkungen des Auftraggebers in die vorläufige Fassung. Abschlussbesprechung und Übergabe der endgültigen Fassung der Dokumentation in der vertraglich vereinbarten Form.

Summe aus 3

4: Faunistische Begleitung der landschaftsplanerischen Fachbeiträge

4.01 Begleiten des Fachplaners bei der Erstellung des 20 h landschaftsplanerischen Fachbeitrags auf der je- weiligen Planungsebene nach Abstimmung mit den AG

sofern es vertiefte Kenntnisse zu der Lebensweise einzelner Arten und deren Lebensstät- ten bedarf:

  • Beratung bei der Einschätzung der Empfindlichkeit gegenüber Projektwirkungen
  • Iterative Beratung bei Planänderungen
  • Mitwirkung bei der Suche nach geeigneten Maßnahmenflächen
  • Detailplanung der Maßnahmen
  • Beurteilung und Begründung der Wirksamkeit vorgesehener Maßnahmen
  • Beratung beim Austausch von Maßnahmenflächen (Eignungsprüfung der Flächen)
  • Beratung zu technischen Methoden zur Umsiedlung von Tierarten
  • Beratung zur Anlage spezieller Lebensstätten (z. B. Fledermausquartiere in Bauwer- ken, Brutmeiler Hirschkäfer, usw.)
  • Beratung zu technischen Einrichtungen wie z. B. Irritationswänden, Leiteinrichtungen oder Querungshilfen
  • Teilnahme und Beratung bei Erörterungsterminen
  • Teilnahme und Beratung bei öffentlichen Sitzungen
  • Teilnahme und Beratung bei Gemeinderatsterminen
  • Beratung des UVS Planers

4.02 Zuarbeit aller digitalen Daten für ein Fachmodell 1 psch // in BIM

Summe aus 4

Stand: 03-22 10572 Seite 12

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MEin- heitEP in €GP in €
e
TitelLeistungstextn
g
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Summe aus 1 - 4

Stand: 03-22 10572 Seite 13

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D. Geplante Ausführungsfristen

Bei den nachfolgend genannten Terminen handelt es sich um vom AG geplante Ausführungs- bzw. Abgabe- fristen, die mit dem AN abschließend abzustimmen sind.

LeistungTermin
Vorbereitung der faunistischen Erhebungen (Datenrecherche, Prüfung Untersuchungsräume, Mit- wirkung/Vorbereitung Eigentümer-Information für Be- tretungserlaubnisse, Vorbereitung Einsatzpläne)ab Dezember 2026
Beginn der Erhebungen im GeländeFebruar 2027
Zwischenbericht (Artenlisten, soweit möglich Hin- weise auf zulassungskritische und planungsrelevante Arten)Juli 2027
Abschluss der Erhebungen im GeländeNovember 2027
Übergabe Dokumentation in Text und Karte (Lesefassung)Dezember 2027
Übergabe Dokumentation in Text und Karte (Endfassung)Januar 2028

Stand: 03-22 10572 Seite 14

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