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PRÜFANLEITUNG FÜR DEN VOLLPROBETEST RLT-TEST
Inbetriebnahmemanagement
Erweiterungsbau Bundesministerium für Umweltschutz
Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
– Anstalt des öffentlichen Rechts
Direktion Berlin – Hauptstelle Facility Management
Fasanenstraße 87
10623 Berlin
vertreten durch: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
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INHALTSVERZEICHNIS
1 ALLGEMEIN 3
1.1 Zielsetzung 3
1.2 Gewerkeübergreifende Anlagenbeschreibung 3
2 VORBEREITUNG 4
2.1 Voraussetzungen 4
2.2 Teilnehmer 5
2.3 Bereitzustellende Medien 5
3 DURCHFÜHRUNG/ABLAUF 6
3.1 Vorbesprechung am Testtag 6
3.2 Szenarien des gestörten Betriebs 6
4 DOKUMENTATION 7
4.1 Testprotokoll 7
4.2 Fotodokumentation 7
4.3 Fehleranalyse mit To-Do-Liste 7
5 BEWERTUNGSGRUNDLAGEN 8
5.1 Eskalationsstufen 8
5.2 Bewertungsmatrix 8
6 ANHANG 10
6.1 Testprotokoll: 10
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1 ALLGEMEIN
1.1 Zielsetzung
Ziel dieser Prüfung ist die Funktionsüberprüfung der raumlufttechnischen Anlagen (RLT) im Hinblick auf
den Regelbetrieb und die brandschutzrelevanten Schnittstellen.
Schnittstellen im Vordergrund:
• Die Auslösung und Reaktion der RLT-Anlagen bei Brandmeldung.
• Die korrekte Ansteuerung und Rückmeldung der Brandschutzklappen (BSK).
• Die Funktionsfähigkeit von Entrauchungs- oder Überdrucksystemen, sofern vorhanden.
• Die störungsfreie Kommunikation zwischen RLT, Brandmeldeanlage (BMA) und Gebäudeleittechnik
(GLT).
1.2 Gewerkeübergreifende Anlagenbeschreibung
Die allgemeine Anlagenbeschreibung stellt lediglich eine grobe Übersicht der für diese gewerkeübergrei-
fende Funktionsprüfung relevanten Anlagen dar. Sie ersetzt nicht die Anlagen-, Regel- und Funktionsbe-
schreibungen des Planers.
RLT-Anlagen
Die raumlufttechnischen Anlagen bestehen aus Einrichtungen zur Entrauchung, einer maschinellen Abluft-
anlage für die Tiefgarage sowie Lüftungsanlagen zur Belüftung der Trafo- und MS-Räume. Teilklimaanlagen
sind mit Wärmerückgewinnung, Heiz- und Kühlregistern ausgestattet. In einzelnen Anlagen sind Abluftbe-
feuchter vorgesehen. Die Luftführung erfolgt über ein Kanalnetz mit Brandschutzklappen und Volumen-
stromreglern.
Kältetechnische Anlagen
Die Kälteversorgung erfolgt über das Fernkältenetz. Zusätzlich sind zwei Kältemaschinen auf dem Dach
installiert. Über das Geothermiefeld erfolgt im Sommer eine Kühlung über die Fußbodenheizung.
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2 VORBEREITUNG
Die Vorbereitungen des Funktionstests RLT starten mit der baulichen Fertigstellung der Anlagen und der
Bearbeitung der unter 2.1 genannten Schnittstellenchecklisten.
In den Wochen vor dem Funktionstest finden durch das Inbetriebnahmemanagement Vorbegehungen und
im Bedarfsfall auch Workshops zur detaillierten Absprache zwischen den Testbeteiligten statt. Zusätzlich
sind der Zeitpunkt der Testdurchführung zu dokumentieren sowie der Eichnachweis der verwendeten Mess-
geräte einzusehen:
☐ Protokollierung der Testungszeiten
☐ Verwendung geeichter und kalibrierter Messgeräte (Eichnachweis)
2.1 Voraussetzungen
Vor der Durchführung der Prüfung müssen die Kanäle und die Räume gereinigt werden.
Für die Durchführung des Funktionstests RLT müssen folgende Schnittstellenchecklisten berücksichtigt und
abgearbeitet werden:
-
Schnittstellencheckliste KG 431 Lüftungsanlagen
-
Schnittstellencheckliste KG 432 Teilklimaanlage
-
Schnittstellencheckliste KG 434 Kälteanlage
-
Schnittstellencheckliste KG 480 Gebäudeautomation
Zusätzlich muss die Brandfallmatrix vorliegen und eine Liste der Soll/Ist- Werte.
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2.2 Teilnehmer
Für einen erfolgreichen Funktionstest sollten alle relevanten Fachbereiche und Entscheidungsträger einbe-
zogen werden:
• Testleiter / Koordinator
• Ggf. Bauherr/ Auftraggeber
• Ggf. Projektsteuerung
• Betreiber/Nutzer
• Architekt/ Planungsbeteiligte
- Technische Gebäudeausrüstung
o Lüftung
o MSR
• Inbetriebnahmemanager
• Einzelgewerke: Ausführung
-
MSR/GA
-
Rauch- und Wärmeabzugsanlage
-
Brandmeldeanlagen
-
Lüftung
• Ggf. Technische Sachverständige
2.3 Bereitzustellende Medien
-
Strom
-
Wasser
-
Warmwasser
-
Kaltwasser
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3 DURCHFÜHRUNG/ABLAUF
3.1 Vorbesprechung am Testtag
-
Abgleich der Teilnehmerliste
-
Detailablauf erläutern
-
Festlegung der Kommunikationswege zwischen Prüfbeteiligten
-
Klärung von Sicherheitsmaßnahmen bei laufendem Betrieb
3.2 Szenarien des gestörten Betriebs
| Simulation / Test- phase | Szenario | Ziel / Beobachtung |
|---|---|---|
| Normalbetrieb | Automatikbetrieb RLT | Regelverhalten, Luftmengen, Funktionsprüfungen: • Sicht- und Dichtheitsprüfung • Ventilatoren und Luftvolumenströme • Luftverteilung an Zu- und Abluftauslässen • Filter, Klappen & Sicherheitseinrichtung • Heiz- und Kühlfunktion • Regelungs- und Steuertechnik • Kondensatabführung und Geräuschent- wicklung |
| Brandschutzfunk- tion | BMA-Alarm in betroffener RLT- Zone | Abschaltung von Ventilatoren, Schließen der zugehörigen BSK |
| Schließen aller BSK über MBE- Testfunktion | Vollständigkeit und Rückmeldezeiten prüfen | |
| Öffnen Entrauchungsklappen (falls vorhanden) | Endlagen, Reaktionszeiten | |
| Schnittstellenprü- fung | Kommunikation RLT–BMA | Auslösekette und Rückmeldungen in beiden Systemen prüfen |
| RLT–MBE Visualisierung | Statusanzeige, Störmeldungen korrekt? | |
| Kombinationstest | BMA-Alarm + manuelle MBE- Steuerung | Priorisierung der Brandfallsteuerung gegen- über Handbetrieb |
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4 DOKUMENTATION
Im Rahmen Tests müssen alle auftretenden Abweichungen Störungen und Systemverhalten sorgfältig do- kumentiert werden. Die Fehleranalyse dient dazu die Ursachen zu identifizieren, Risiken für den Echtbetrieb zu bewerten und gezielte Maßnahmen zur Behebung einzuleiten.
4.1 Testprotokoll
Das Testprotokoll beinhaltet die Dokumentation aller durchgeführten Prüfungen, Ergebnisse und festge- stellten Mängel im Prüfprotokoll.
Die Kernfragen lauten dabei: Was ist wann und wie lange passiert?
4.2 Fotodokumentation
Die Fotodokumentation ist optional. Bei ungewöhnlichen Geschehnissen besteht eine Notwendigkeit.
4.3 Fehleranalyse mit To-Do-Liste
Im Testprotokoll werden alle auftretenden Fehler, Abweichungen und Mängel systematisch dokumentiert. In einer anschließenden Besprechung mit den beteiligten Fachbereichen werden diese Einträge analysiert und konkrete To-Dos zur Behebung der festgestellten Punkte abgeleitet. Die Maßnahmen werden priori- siert, mit Zuständigkeiten versehen und in einem Nachverfolgungsplan festgehalten.
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5 BEWERTUNGSGRUNDLAGEN
5.1 Eskalationsstufen
| Eskalati- onsstufe | Beschreibung | Beispiel | Maßnahme |
|---|---|---|---|
| 0 – Keine Störung | Alles läuft planmäßig, RLT und Brandschutz gekop- pelt korrekt | Automatischer Betrieb, Sollwerte eingehalten | Nur Dokumentation |
| 1 – Ge- ringe Stö- rung | Komfort oder Anzeigen leicht beeinträchtigt, keine Sicherheitsrelevanz | RLT reagiert verzögert, Rückmeldung an MBE leicht verzögert | Beobachten, dokumentieren, ggf. To-Do erstellen |
| 2 – Mitt- lere Stö- rung | Teilweise Funktionsausfall, Redundanz greift noch | Einzelne Lüftungsabschnitte fallen aus, Brandschutzmel- dung verspätet | Handbetrieb, Notfallmaßnah- men einleiten, To-Do erstellen |
| 3 – Kriti- sche Stö- rung | Sicherheitsrelevante Funk- tion beeinträchtigt | Entrauchung reagiert nicht, BMA-Schnittstelle gestört | Sofortmaßnahme: Handbe- trieb, Evakuierung vorbereiten, Feuerwehr informieren |
| 4 – Ab- bruch / K- Fall | Gesamtausfall der RLT oder Sicherheitsfunktion | Notstrom und Steuerung fallen aus, Brandschutz nicht gesichert | Test abbrechen, Evakuierung einleiten, externe Hilfe einset- zen |
5.2 Bewertungsmatrix
| System / Schnittstelle | Bewertungskriterium | Eskalati- onsstufe | Kompensationsmaßnahme |
|---|---|---|---|
| RLT-Automatik | Regelung Sollwerte Tempe- ratur / Luftqualität | 0–1 | Beobachten, To-Do erstellen |
| Notstrom / USV | Versorgung der RLT und Si- cherheitssysteme | 3–4 | Notstrom aktivieren, Handbe- trieb |
| BMA / Brandschutz- Schnittstelle | Alarmierung und Entrau- chung korrekt | 3 | Sofortabschaltung, Evakuie- rung, Feuerwehr |
| Überdruck- / Entrau- chungsklappen | Öffnen / Schließen bei Alarm | 2–3 | Handbetrieb über MBE, Re- dundanzsystem prüfen |
| MBE / Rückmeldungen | Anzeige der Systemzustände, Störmeldungen | 2 | Reset MBE, manuelles Monito- ring |
| Komfortbereiche (Büro/Labor) | Sollwerte Temperatur, Luft- qualität | 1–2 | Reduktion auf Basislast, Hand- betrieb |
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Filter / Wartung Druckverlust, Wartungsan- 1–2 Wartung durchführen, Ersatzfil- zeige ter einsetzen
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6 ANHANG
6.1 Testprotokoll
Allgemeine Informationen
• Testbezeichnung: RLT-Test
• Testdatum / Uhrzeit: ______________________
• Ort / Gebäude: ______________________
• Testverantwortlicher (Name, Funktion): ______________________
• Beteiligte Teams / Ansprechpartner:
o Gebäudetechnik: ______________________
o IT/Netzwerk: ______________________
o Sicherheit: ______________________
o Kommunikation: ______________________
o Externe Dienstleister: ______________________
Ziel des Tests:
Testvorbereitung:
☐ Notfallpläne überprüft
☐ Kommunikationsmittel getestet
☐ Personal informiert
☐ Sicherheitsfreigabe liegt vor
☐ Checkliste vorbereitet
☐ Backup-Systeme bereit / gesichert
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7 Testschritte & Beobachtungen
| Nr. | Uhr- zeit | Ereignis / Testschritt | Beobach- tung | Verantwortlich | Bemer- kung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Testfreigabe / Sicherheits-Check | Testleiter / Sicherheits- beauftragter | |||
| 2 | Anwesenheitskontrolle aller Teilneh- mer | Testleiter | |||
| 3 | Information der Nutzer über Testbe- ginn | Kommunikation / Facility | |||
| 4 | Normalbetrieb RLT prüfen (Automa- tik) | RLT / Facility | |||
| 5 | Umschalten auf Notstrom / USV | Elektrotechnik | |||
| 6 | BMA-Alarm simulieren – Reaktion RLT / BSK prüfen | Brandschutz / RLT | |||
| 7 | Entrauchungsklappen öffnen / schließen prüfen | RLT / Facility | |||
| 8 | Rückmeldungen / Störmeldungen MBE prüfen | MBE-Betreuer | |||
| 9 | Komfortbereiche prüfen (Büro/La- bor) | RLT / Facility | |||
| 10 | Filter / Wartung prüfen | Facility / HLS | |||
| 11 | Überwachung / Dokumentation aller Messwerte | Testleiter / Facility |
Weitere Schritte:
8 Fehler / Auffälligkeiten
Nr. Beschreibung System / Bereich Auswirkung Behebung / Empfehlung
9 Fazit & Bewertung
Wurde das Ziel erreicht? Welche Systeme haben zuverlässig funktioniert, welche nicht?
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10 Unterschriften
• Testleitung: ______________________ Datum: __________
• Sicherheitsbeauftragter im Betrieb (noch offen): ______________________ Datum: __________
• Technik / Facility Management: ______________________ Datum: __________
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