A-04_Wertung_Zuschlagskriterien.pdf

Inbetriebnahmemanagement und technisches Monitoring für einen Ministerialneubau

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 11.09.2026, 15:41 (Europe/Berlin)

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Anlage A-04 zur Angebotsaufforderung VOEK 363-26 Wertungs- und Zuschlagskriterien

Offenes Verfahren zur Vergabe von AMEV-Leistungen „Inbetriebnahmemanagement gem. AMEV Nr. 170 & 178“ für einen Neubau für Ministerielle Nutzung auf dem Postblockareal-Süd, Berlin- Mitte, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Direktion VOEK 363-26

WERTUNGS- UND ZUSCHLAGSKRITERIEN DER ANGEBOTE

Es gelangen nur vollständige und fristgerecht eingegangene Angebote (B-02: Leistungsbild mit Hono-

rarübersicht und Projektorganisationskonzept) in die Wertung. Die Nachforderung, Vervollständigung

oder Korrektur von Unterlagen, Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und Nachweisen richtet

sich nach dem § 56 VgV. Hierbei setzt die Auftraggeberin eine angemessene Frist und übt ihr Ermessen

unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes aus. Einen Anspruch auf Nachforderung haben

die Bieter nicht.

Angebote, die eines der Ausschlusskriterien des § 57 Abs. 1 VgV erfüllen, werden nicht gewertet.

Die Auftraggeberin prüft die Auskömmlichkeit der Angebote gem. § 60 VgV und verlangt vom Bieter

Aufklärung, wenn der Preis oder die Kosten eines Angebots im Verhältnis zur Leistung ungewöhnlich

niedrig sind.

Bei weiterem Aufklärungsbedarf fordert die Auftraggeberin den Bieter unter Setzung einer angemes-

senen Frist von mindestens drei Werktagen auf, die Auskömmlichkeit des Angebots eingehend zu er-

läutern. Wenn der Bieter die Zweifel an der Auskömmlichkeit nicht oder nicht fristgerecht ausräumt,

darf sein Angebot abgelehnt werden.

  1. Angebotsbewertung

Die Angebote werden anhand der nachfolgenden Zuschlagskriterien bewertet:

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Zuschlagskriterium / UnterkriteriumGewich- tungsfaktorAnforderungen/HinweiseBewertungsmaßstabMax. erreich- bare Bewer- tungspunkte (BP)Max. erreichbare
gewichtete BP
[= BP x Gewich-
tungsfaktor]
1. Honorar/Preis60Bewertet wird die Höhe des ange- botenen Gesamthonorars gem. Leis- tungsbild mit Honorarübersicht [in EUR brutto]Der Bieter mit dem niedrigsten an-5 BP300
gebotenen Gesamthonorar (in
EUR brutto) erhält 5 Bewertungs-
punkte (BP).
Ein fiktives Angebot mit dem bis
zu 2-fachen des niedrigsten ange-
botenen Gesamthonorars erhält 0
Bewertungspunkte. Alle Angebote
mit über dem 2-fachen des ange-
botenen Gesamthonorars erhalten
ebenfalls 0 Bewertungspunkte.
Die Punkteermittlung für die da-
zwischen liegenden angebotenen
Gesamthonorare erfolgt über eine
lineare Interpolation.
2. Qualifikation und Erfahrung der angebotenen Projektleite- rin/des angebo-40Der Bieter hat mit seinem AngebotDie Auftraggeberin bewertet, ob5 BP200
ein Projektorganisationskonzeptund in welchem Maße das vom
vorzulegen. Der Projektleiter sowieBieter eingereichte Konzept eine
der stv. Projektleiter sowie alle imfach- und termingerechte Ausfüh-
Projekt fachlich beteiligten Mitar-rung der ausgeschriebenen Leis-
beitenden sind darin namentlich zutung in der ausgeschriebenen
benennen. In dem Projektorganisa-Qualität und Komplexität sowie
tionskonzept ist darzustellen:einen reibungslosen Maßnahmen-

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tenen Projektlei- ters sowie des stellvertretenden Projektleiters• In wieweit die Erfahrung aller
benannten Personen sie in be-
sonderer Weise für die Durch-
führung des Auftrags qualifizie-
ren. Die Lebensläufe sind als
Anlage zum Konzept beizule-
gen.
• Aufgabenverteilung innerhalb
des Projektteams
• interne Handlungs-, Arbeits-
und Kommunikationsprozesse
(inklusive etwaiger Standardisie-
rungen)
• Kommunikationsprozesse mit
anderen Projektbeteiligten (z.B.
AG, Nutzer, Auftragnehmer an-
derer Bauleistungen)
• Verfügbarkeit des Kernteams
für das anstehende Vorhaben
(Anteil der Auslastung mit an-
deren Projekten) und Zusiche-
rung und Darstellung einer aus-
reichenden Besetzung, ggf. auch
außerhalb der üblichen Arbeits-
zeiten
• Vertretungsregelung
• Umgang und Umsetzung bei
Störungen im Planungs- und
Bauablauf, unter Berücksichti-
gung von terminlichen und
wirtschaftlichen Interessen der
Auftraggeberin
ablauf erwarten lassen. Maßgeb-
lich ist außerdem, inwiefern die
Darstellung erwarten lässt, dass
der Auftraggeberin jederzeit ein
fachlicher Ansprechpartner bei
Bedarf zur Verfügung steht.
Die Bewertung der vom Bieter ein-
gereichten Unterlagen erfolgt
durch die Auftraggeberin unter
Ausübung ihres Beurteilungs-
spielraums im Rahmen einer Ge-
samtbetrachtung unter Berück-
sichtigung der Vollständigkeit,
der Plausibilität, der Strukturiert-
heit, der Nachvollziehbarkeit, der
fachlichen Vertretbarkeit sowie
die Detailtiefe der Angaben des
Bieters.
Die Bewertung erfolgt nach fol-
gendem System:
Die Unterlagen und Darstellungen
lassen eine:
5 BP: sehr gut
Ein Konzept, das glaubhaft erwar-
ten lässt, dass die Anforderungen
in besonders guter Qualität umge-
setzt werden (klar strukturierte,
logisch aufgebaute Vorgehens-
weise ohne offene Fragen, sehr
gute fachliche Qualität und
Schlüssigkeit des Konzepts, leicht
verständlich)
4 BP: gut

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Ein Konzept, das glaubhaft erwar-
ten lässt, dass die Anforderungen
in guter Qualität umgesetzt wer-
den (klar strukturierte, logisch auf-
gebaute Vorgehensweise mit eini-
gen offenen Fragestellungen, gute
fachliche Qualität und Schlüssig-
keit des Konzepts, gut geordnet
und übersichtlich).
3 BP: befriedigend
Ein Konzept, das teilweise Schwä-
chen aufweist, aber verspricht, die
Anforderungen insgesamt weitge-
hend umzusetzen (brauchbar
strukturierte Vorgehensweise mit
einigen Mängeln und mehreren
offenen Fragen, ausreichend fach-
liche Qualität und Schlüssigkeit
des Konzepts, systematisch geord-
net, durchschnittliche Darstellung
aller geforderten Angaben).
2 BP: ausreichend
Ein Konzept, das Mängel bei der
Umsetzung der Anforderungen
aufweist, aber eine noch ord-
nungsgemäße Auftragserfüllung
erwarten lässt (brauchbar struktu-
rierte Vorgehensweise mit einigen
Mängeln und mehreren offenen
Fragen, ausreichend fachliche
Qualität und Schlüssigkeit des
Konzepts, unübersichtlich, unge-
ordnet, schwer nachvollziehbar
aber vollständig).

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1 BP: mangelhaft
Ein Konzept, das zwar teilweise
positive Ansätze zeigt, die Anfor-
derungen insgesamt aber nicht
umsetzt, jedoch eine noch ord-
nungsgemäße Auftragserfüllung
erwarten lässt (einigermaßen
strukturierte Vorgehensweise mit
vielen offenen Fragestellungen,
mangelhafte fachliche Qualität
und Schlüssigkeit des Konzepts).
Gesamt100500 BP

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  1. Erläuterung der Zuschlagskriterien

2.1. Zuschlagskriterium „Honorar“/ „Preis“ (60%)

Die angebotenen Preise werden in Bewertungspunkte umgerechnet. Maximal sind 5 Bewertungs-

punkte erreichbar. Bewertet wird die Höhe des angebotenen Gesamthonorars (in EUR brutto) gemäß

„Leistungsbild mit Honorarübersicht“ (Anlage_B-02.3_LB mit Honorarübersicht).

Für Leistungen eines Unternehmers i.S.d. § 13b Umsatzsteuergesetzes mit Sitz im Ausland, geht in den

gesetzlich geregelten Fällen die Steuerschuldnerschaft auf die Auftraggeberin als Leistungsempfänge-

rin über (sog. Reverse-Charge Verfahren des § 13b UStG). Der Bieter bietet die Leistung daher ohne

Umsatzsteuer an. Zur Ermittlung des Bewertungspreises wird dem summarischen Nettopreis die Um-

satzsteuer in Höhe von 19% ohne Rücksicht auf die Steuerschuldnerschaft hinzugefügt.

Der Bieter mit dem niedrigsten angebotenen Gesamthonorar (in EUR brutto) erhält 5 Bewertungs-

punkte. Ein fiktives Angebot mit dem bis zu 2-fachen des niedrigsten angebotenen Gesamthonorars

erhält 0 Bewertungspunkte. Alle Angebote mit über dem 2-fachen des angebotenen Gesamthonorars

erhalten ebenfalls 0 Bewertungspunkte. Die Punkteermittlung für die dazwischenliegenden angebote-

nen Gesamthonorare erfolgt über eine lineare Interpolation.

Der Preis wird mit Gewichtungsfaktor 60 gewichtet, sodass ein Angebot im Zuschlagskriterium „Preis“

maximal 300 gewichtete Bewertungspunkte erreichen kann.

2.2 Zuschlagskriterium „Projektorganisationskonzept“ (40%)

Der Bieter hat mit seinem Angebot ein Konzept vorzulegen. In formaler Hinsicht sollte das schriftli-

che Konzept insgesamt nicht mehr als 10 Seiten DIN A 4 (bei der Schriftart Arial, Schriftgröße 10 und

einem Zeilenabstand von 1,5 pt, Seitenränder: links, oben, rechts und unten 2 cm) umfassen. Um eine

objektive Bewertung der eingereichten Konzepte zu gewährleisten, sind diese anonymisiert und ohne

jegliches Corporate Design (z. B. Logos, Farben oder andere erkennbare Gestaltungselemente des

Unternehmens) einzureichen. Die Konzepte sollen sich ausschließlich auf die in den Vergabeunterla-

gen definierten Anforderungen und Bewertungskriterien beziehen. Eine Überschreitung der Seiten-

anzahl des schriftlichen Konzepts führt nicht zum Ausschluss, jedoch wird das Konzept ab Seite 11

nicht mehr bewertet.

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Die inhaltlichen Hauptanforderungen an das Konzept sowie der Bewertungsmaßstab ergeben sich im

Einzelnen aus der vorstehenden Wertungsmatrix. Für das Projektorganisationskonzept können maxi-

mal 5 BP erreicht werden, welche mit dem Gewichtungsfaktor 40 gewichtet werden, sodass ein Ange-

bot im Zuschlagskriterium „Qualität“ maximal 200 gewichtete Bewertungspunkte erreichen kann. Bei

Nichteinreichung des Konzepts wird das Angebot aus dem Verfahren ausgeschlossen.

Im Konzept sind die folgenden Punkte darzulegen:

• Projektinformationen, die Erfahrungswerte des eingeplanten Personals, begründen

• Teamstruktur inkl. Aufgabenbeschreibung

• Übersicht der internen Arbeitsprozesse

• Darstellung der Projektteamverfügbarkeit

  1. Zuschlag

Den Zuschlag erhält das Angebot, das die höchste Gesamtpunktzahl gewichteter Bewertungspunkte

erreicht. Im Falle eines Punktegleichstandes erhält dasjenige Angebot, mit dem niedrigeren „Hono-

rar“/„Preis“ den Zuschlag.

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