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K
AMPFMITTELVORERKUNDUNG
Pleinfeld am 08.09.1945 (Flugnummer: 422-BS-4267-11, #49, Ausgangsmaßstab ca. 1 : 40.000)
„PLEINFELD-GEORGENSGMÜND, STRECKE 5320, KM 17,5-27,9“
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A
USWERTUNGSPROTOKOLL
Kampfmittelrisikoprüfung durch kombinierte Luftbild- und Aktenauswertung
Auftraggeber: Deutsche Bahn AG Projekt: Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9 Datum des Auftrages: 09.08.2022 Abgabedatum: 14.11.2022
- Gutachter: Dominic Hausmann, B. Sc.
- Gutachter: Dipl.-Geogr. Marco Eckstein Historische Recherche: Laureen Tronico, M. Sc. Unser Zeichen: 220804603 Bestellung: 0016 / 02A / 11477603
Dieses Gutachten bleibt unbeschadet des Nutzungsrechtes des Auftraggebers geistiges Eigentum der LUFTBILDDATENBANK DR. CARLS GMBH. Die projektbezogene Weitergabe darf ausschließlich als Gesamtwerk in unveränderter Form erfolgen. Eine Veröffentlichung (z.B. online) bedarf der Rücksprache mit der LUFTBILDDATENBANK DR. CARLS GMBH.
LUFTBILDDATENBANK DR. CARLS GMBH - SIEBOLDSTR. 10 - 97230 ESTENFELD TEL.: +49 (0)93 05 / 90 00 20 - FAX: +49 (0)93 05 / 90 00 23 - INFO@LUFTBILDDATENBANK.DE
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Inhaltsverzeichnis
-
ZUSAMMENFASSUNG ................................................................................................ 3
-
AUFGABENSTELLUNG ................................................................................................ 3
-
AUSWERTUNGSGRUNDLAGEN ..................................................................................... 5
3.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen ...................................................... 5
3.2 Luftaufnahmen ............................................................................................ 5
3.3 Digitales Geländemodell .............................................................................. 6
3.4 Bewertung der Auswertungsgrundlagen .......................................................... 6
- ERGEBNISSE DER AUSWERTUNG ................................................................................... 7
4.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen ...................................................... 7
4.2 Luftaufnahmen und DGM ............................................................................. 9
-
FAZIT ................................................................................................................. 13
-
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS ........................................................................ 15
6.1 Quellen ................................................................................................... 15
6.2 Literatur.................................................................................................... 15
6.3 Internetdokumente ..................................................................................... 16
ANHANG I: ANGRIFFSLISTE ............................................................................................... 17
ANHANG II: METHODIK DER KAMPFMITTELVORERKUNDUNG ....................................................... 22
Ziel der Kampfmittelvorerkundung ......................................................................... 22
Ursachen der potentiellen Kampfmittelbelastung ...................................................... 22
Arbeitsgrundlagen und deren Beschaffung .............................................................. 22
Vorgehensweise ................................................................................................... 23
ANLAGE: ERGEBNISKARTEN 1-6
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- ZUSAMMENFASSUNG
Das vorliegende Gutachten zum Projektgebiet „Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9“ wurde im Rahmen der historischen Kampfmittelvorerkundung erstellt. Es liefert Erkenntnisse über eine mögliche Belastung mit Kampfmitteln. Die Auswertung stützt sich auf 72 Luftaufnahmen vom 18.07.1944 bis 08.09.1945, 14 aus September 1947, ein digitales Geländemodell sowie schriftliche Quellen und führt zu folgendem Ergebnis:
Im Projektgebiet „Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9“ konnte eine potentielle Kampfmittelbelastung ermittelt werden.
Auf insgesamt 1,24 km der 10,4 km langen Strecke besteht das Risiko auf Bombenblindgänger zu stoßen.
Auf 7 % der Strecke besteht die Möglichkeit auf blindgegangene Geschützgranaten zu stoßen.
Mit versprengten Kampfmitteln muss auf 26 % des Streckenabschnitts gerechnet werden.
Bei den gesprengten Eisenbahnüberführungen besteht eine Gefahr durch angebrachte, nicht detonierte Explosivstoffe.
Gemäß Baufachlicher Richtlinien Kampfmittelräumung besteht für die ausgewiesenen Bereiche weiterer Erkundungsbedarf (KATEGORIE 2).1 Zur Klärung der weiteren Vorgehensweise empfehlen wir die Konsultation eines Fachplaners für Kampfmittelräumung. Für die übrigen Streckenabschnitte besteht kein weiterer Handlungsbedarf (KATEGORIE 1).2
- AUFGABENSTELLUNG
Gegenstand der Luftbild- und Aktenauswertung ist die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg (Streckennummer 5320, km 17,5-27,9) zwischen Pleinfeld und Georgensgmünd in Mittelfranken (vgl. Abb. 1).
Zur Prüfung der potentiellen Kampfmittelbelastung werden Unterlagen zum Zweiten Weltkrieg systematisch auf folgende Verursachungsszenarien untersucht: Luftangriffe, Bodenkämpfe, Munitionsvernichtung, militärischer Regelbetrieb, Munitionsproduktion und -lagerung.3 Dazu zählen unter anderem Blindgängerverdachtspunkte, Bombentrichter, bombardierte Flächen, Gebäude- schäden, Spuren von Bodenkämpfen, militärisch genutzte Areale oder potentielle Entsorgungs- bereiche.
1 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 46, Web [1]. 2 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 46, Web [1]. 3 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 151-182, Web [1].
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Abb. 1: Lage des Streckenabschnitts (hellblau markiert) mit hinterlegtem aktuellem Luftbild (©Microsoft Corporation).
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- AUSWERTUNGSGRUNDLAGEN
3.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen
Für die Ermittlung historischer Daten der für die Kampfmittelvorerkundung wesentlichen Kriegsereignisse greift die Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH auf umfangreiche Bestände an Text- und Bilddokumenten verschiedener nationaler und internationaler Archive sowie eine eigene, ständig aktualisierte Bibliothek mit über 1.400 Titeln zurück. Neben der Auswertung einschlägiger Literatur ermöglicht eine interne datenbanktechnische Aufarbeitung von Archivalien einen umfassenden und schnellen Zugriff auf aussagekräftige Quellen; sie dient als Ausgangspunkt für weitere Nachforschungen in Internetdokumenten, Fachdatenbanken, Katalogen, Archiven und Sammlungen. Zur weiteren Erfassung kampfmittelrelevanter Informationen werden historische Vereine, lokale Experten und eventuelle Zeitzeugen kontaktiert.
Die Bestände folgender Archive werden für das vorliegende Gutachten „Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9“ als ausschlaggebend erachtet und herangezogen (vgl. Kap. 4.1):
• U.S. National Archives and Records Administration (NARA, College Park MD, US- amerikanisches Nationalarchiv) • U.S. Air Force Historical Research Agency (AFHRA, Maxwell AL, Archiv der US- amerikanischen Luftstreitkräfte) • The National Archives (TNA, Kew, britisches Nationalarchiv) • Ike Skelton Combined Arms Research Library (CARL, Fort Leavenworth KS, Bibliothek der US-amerikanischen Streitkräfte) • Bundesarchiv der BRD (BArch) • Diözesanarchiv Bistum Eichstätt (DAEI)
3.2 Luftaufnahmen
Die Recherche der historischen Bildflüge erfolgte in den britischen Archivbeständen des Joint Air Reconnaissance Intelligence Centre (JARIC) und der Allied Central Interpretation Unit (ACIU), der amerikanischen NARA, dem deutschen Bundesarchiv (BArch), der kanadischen National Air Photo Library Ottawa (NAPL), den niederländischen Luftbildsammlungen Kadaster und Wageningen sowie dem firmeneigenen Bestand der Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH (LBDB).
Für das Projekt „Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9“ wurden die in Tabelle 1 aufgelisteten Luftbildserien ausgewertet. Die Aufnahmen liegen als digitale Scans in einer Auflösung von 1.200 dpi vor, um alle Bilddetails erfassen zu können.4 Die Bildpaare können zu stereoskopischen Auswertungszwecken verwendet werden:
Tab. 1: Liste der verwendeten Luftbilder
| Maßstab | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. Nr. | Flug-Nr. | Flugdatum | Bild-Nr. | Menge | Bildpaare | |
| [ca. 1 : X] | ||||||
| 1 | 7-2352 | 18.07.1944 | 61.000 | 7007-7008 | 2 | 1 |
| 2 | 106G-1678 | 26.07.1944 | 50.000 | 7015 | 1 | - |
| 3 | 7-030A | 17.12.1944 | 56.000 | 8039 | 1 | - |
4 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 200, Web [1].
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| Maßstab | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. Nr. | Flug-Nr. | Flugdatum | Bild-Nr. | Menge | Bildpaare | |
| [ca. 1 : X] | ||||||
| 12.000 | 4077-4083 | 7 | 6 | |||
| 4 | 32-0615 | 28.12.1944 | ||||
| 46.000 | 5021-5022 | 2 | 1 | |||
| 3063-3065 | 3 | 2 | ||||
| 13.000 | ||||||
| 5 | 7-090A | 17.02.1945 | 4063-4064 | 2 | 1 | |
| 46.000 | 8015-8016 | 2 | 1 | |||
| 6 | 7-3961 | 20.02.1945 | 13.000 | 4023-4025 | 3 | 2 |
| 7 | 7-177A | 15.03.1945 | 48.000 | 8001 | 1 | - |
| 8 | 7-200A | 22.03.1945 | 49.000 | 8151-8152 | 2 | 1 |
| 9 | 7-208A | 23.03.1945 | 50.000 | 8054-8055 | 2 | 1 |
| 3035-3038 | 4 | 3 | ||||
| 3040 | 1 | - | ||||
| 10 | 34-3741 | 08.04.1945 | 10.000 | |||
| 4031-4034 | 4 | 3 | ||||
| 4039-4040 | 2 | 1 | ||||
| 8.000 | 4092-4094 | 3 | 2 | |||
| 11 | 7-113D | 08.04.1945 | ||||
| 47.000 | 7017-7018 | 2 | 1 | |||
| 3142-3143 | 2 | 1 | ||||
| 12 | 34-3762 | 09.04.1945 | 10.000 | |||
| 4144-4145 | 2 | 1 | ||||
| 13 | 34-3817 | 11.04.1945 | 10.000 | 4179 | 1 | - |
| 1096-1098 | 3 | 2 | ||||
| 1103-1105 | 3 | 2 | ||||
| 14 | 31-4958 | 19.04.1945 | 10.000 | 1149-1150 | 2 | 1 |
| 2103-2104 | 2 | 1 | ||||
| 2148-2149 | 2 | 1 | ||||
| 3001-3004 | 4 | 3 | ||||
| 15 | 34-3953 | 20.04.1945 | 10.000 | 3012 | 1 | - |
| 4011-4012 | 2 | 1 | ||||
| 49-50 | 2 | 1 | ||||
| 16 | 422-BS-4267-11 | 08.09.1945 | 40.000 | |||
| 111-112 | 2 | 1 | ||||
| 3126-3129 | 4 | 3 | ||||
| 4064-4066 | 3 | 2 | ||||
| 17 | 2-3752 | 12.09.1947 | 15.000 | |||
| 4104-4105 | 2 | 1 | ||||
| 4152-4156 | 5 | 4 | ||||
| Summe: | 86 | 51 |
3.3 Digitales Geländemodell
Ergänzend zu den schriftlichen Quellen und Luftbildern wurde für die bewaldeten Bereiche des Auswertungsgebietes ein digitales Geländemodell ausgewertet (DGM 1; Quelle: LANDESAMT FÜR DIGITALISIERUNG, BREITBAND UND VERMESSUNG BAYERN), das aus aktuellen flugzeuggestützten Laserscanning-Daten erzeugt wurde.
Erfahrungsgemäß bleibt die Geländebeschaffenheit eines Waldes bei geringem Einfluss durch den Menschen über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert. Unter der Voraussetzung, dass der zu untersuchende Waldbereich seit dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochen besteht, können anhand eines DGMs Hohlformen wie zum Beispiel Bombentrichter beziehungsweise Vollformen wie Bunkeranlagen noch heute nachgewiesen werden.
3.4 Bewertung der Auswertungsgrundlagen
Für die Region zwischen Georgensgmünd und Pleinfeld stehen Akten aus der AFHRA, dem DAEI auund der NARA sowie regionale und überregionale Fachliteratur zur Verfügung.
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Es liegen 16 Luftbildserien ab Juli 1944 vor, der Großteil aus 1945. Die Situation nach der Einnahme wird für den südlichen Teil durch eine Befliegung vom 08.09.1945 dokumentiert. Der nördliche Streckenabschnitt wird nach der Einnahme nicht zeitnah erfasst. Hieraus resultierende potentielle Erkenntnislücken können durch die detaillierte Dokumentation der Kriegsereignisse (vgl. Kap. 4.1) relativiert werden. Dies wird ergänzt durch eine Detailbefliegung aus September 1947.
Das DGM ermöglicht im bewaldeten Teil des Auswertungsgebietes die Überprüfung der heutigen Bodenoberfläche. Hierdurch werden eine Absicherung und Ergänzung luftsichtiger Befunde bzw. eine genauere Abgrenzung von bombardierten Flächen im Wald erreicht.
Diese Grundlagen liefern detaillierte Informationen zum Luft- und Bodenkrieg in der Gegend, somit kann eine belastbare Risikobewertung erfolgen.
- ERGEBNISSE DER AUSWERTUNG
4.1 Akten, Fachliteratur und sonstige Quellen
Die Analyse der Unterlagen führte zu dem Ergebnis, dass die Region im Zweiten Weltkrieg insgesamt 17-mal Ziel strategischer und gegen Kriegsende auch taktischer5 alliierter Luftangriffe war. Diese wurden zwischen 1944 und April 1945, soweit bekannt, von Einheiten der First Tactical, der Eighth und der Ninth Air Force der United States Army Air Forces geflogen. Hauptangriffsziel war der im Süden des Streckenabschnitts gelegene Bahnhof Pleinfeld, eingesetzt wurden dabei Spreng-, Splitter- und Brandbomben sowie Raketen und Bordwaffen6. Am 20.02.1945 explodierte ein mit Bordwaffen beschossener Munitionswaggon „bei Pleinfeld“.7 Bei weiteren Tieffliegerattacken am 06.04. und 11.04.1945 wurden wiederum mit Munition beladene Waggons bzw. Munitionszüge im Bahnhof Pleinfeld durch Bombenabwürfe und Bordwaffenbeschuss zur Explosion gebracht:8 „In gewaltigen Detonationen explodierten große Mengen an Granaten und anderer Munition9. Hunderte von Dächern wurden beschädigt, drei Scheunen und zwei Wohnhäuser standen in Flammen.“10 Hiervon war auch der untersuchte Streckenabschnitt betroffen (vgl. Kap. 4.2). Für den Bahnhof Pleinfeld sind zudem am 05.03.11, 01.12, 08.13 und 20.04.194514 weitere Bombenabwürfe in den Akten dokumentiert, welche luftsichtig nicht nachvollzogen werden können. Es muss davon ausgegangen werden, dass das Projektgebiet von diesen sowie weiteren, nicht aktenkundigen Attacken zwischen dem 09.04. und 20.04.1945 betroffen war (vgl. Kapitel 4.2). Eine ausführliche Angriffschronik ist dem ANHANG I zu entnehmen.
5 Luftangriffe taktischer Einheiten wurden in einem Radius von 2 km um das Projektgebiet recherchiert. 6 Da die hierbei eingesetzten US-Flugzeugmuster P-47 und P-51 nicht mit Bordkanonen für bezünderte Munition ausgerüstet waren (GUNSTON 1989, S. 248f. & 254f.), ist aus dem Beschuss keine Gefährdung abzuleiten. 7 DILL & HETZ 2014, S. 632. 8 Pleinfeld, DAEI [2]; MERTENS 1984, S. 162. 9 Nähere Informationen zu Kaliber und Art der Munition konnten nicht recherchiert werden. 10 MERTENS 1984, S.162. 11 MIEHLING & THOMA-KELLNER 2009, S. 41. 12 AFHRA [1]. 13 AFHRA [4]. 14 AFHRA [7].
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Abb. 2: Schematische Darstellung der Einnahmesituation vom 20.-22.04.1945 (Kartengrundlage: ©OpenStreetMap).
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Im Vorfeld der Einnahme sprengten deutsche Einheiten mehrere Straßen- und Eisenbahnbrücken in der Region, darunter auch die Eisenbahnüberführungen im untersuchten Streckenabschnitt bei Mühlstetten (Streckenkilometer 24,08 und 24,58 vgl. Abb. 2 & Kap. 4.2).15 Hier besteht die Gefahr auf angebrachte, nicht detonierte Explosivstoffe zu stoßen. Die Einnahme der Region erfolgte zwischen dem 20. und 22.04.1945 durch Einheiten der 45th Infantry Division der US-Army. Dabei kam es an der nördlichen Bahnüberführung bei Mühlstetten (im Bahnareal) zu zweistündigen heftigen Kampfhandlungen zwischen den von Georgensgmünd mit Panzern vorrückenden US-Truppen und deutschen Verteidigern. 16 Es ist davon auszugehen, dass der untersuchte Streckenabschnitt hiervon betroffen war. Daher wird im Bereich der Eisenbahnüber- führung, zwischen km 24,4 und 24,8, eine Kampfmittelverdachtsfläche ausgewiesen (vgl. ERGEBNISKARTE 2: KMVF Artilleriebeschuss – km12). Des Weiteren kam es in Röttenbach (1,5 km östlich) und Mischelbach (1,6 km östlich) zu Gefechten mit deutschen Verteidigern17, Hohenweiler (1,4 km westlich) sowie das Ortszentrum Pleinfelds (250 m südöstlich) wurden kurzzeitig mit Artillerie belegt, wodurch es zu Schäden an mehreren Gebäuden in den Orten kam.18 Aufgrund der jeweiligen Entfernungen der Kampfhandlungen sowie der dokumentierten Schäden resultiert hieraus keine Gefährdung für den untersuchten Streckenabschnitt (vgl. Abb. 2).
4.2 Luftaufnahmen und DGM
Zur Dokumentation der Auswertung wurden aus der Liste der verwendeten Bildserien (vgl. Tab. 1) die in Tabelle 2 aufgeführten Luftbilder digital aufbereitet und anhand eines digitalen Orthophotos georeferenziert. Die Lage des Streckenabschnitts (vgl. Abb. 1-6, hellblaue Markierung) wurde auf die historischen Luftbilder übertragen und mit einem Sicherheitspuffer von 50 m versehen (vgl. Abb. 3-6, dunkelblaue Markierung).
Tab. 2: Liste der georeferenzierten Luftbilder
| Lfd. Nr. | Flugdatum | Flug-Nr. | Bild-Nr. | Menge | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 08.09.1945 | 422-BS-4267-11 | 50 | 1 | ||||||||||
| 2 | 20.04.1945 | 34-3953 | 4012, 3012 | 2 | ||||||||||
| 3 | 19.04.1945 | 31-4958 | 1097, 1104, | 4 | ||||||||||
| 2103, 1149 | ||||||||||||||
| 4 | 11.04.1945 | 34-3817 | 4179 | 1 | ||||||||||
| 5 | 09.04.1945 | 34-3762 | 3142, 3143 | 2 | ||||||||||
| 6 | 08.04.1945 | 34-3741 | 4040, 3036- | 2 | ||||||||||
| 3037 | ||||||||||||||
| 7 | 17.02.1945 | 7-090A | 3064, 4064 | 2 | ||||||||||
| 8 | 28.12.1944 | 32-0615 | 4080-4082 | 3 | ||||||||||
| Summe: | 17 |
15 SCHWAIGER 2002, S. 217; GORNIAK 1995, S. 99; MERTENS 1984, S. 162. 16 GORNIAK 1995, S. 99. 17 GORNIAK 1995, S. 91 & 99; VEEH 2002, S. 86f; NARA [1-2]; BRAUN 1999, S. 255. 18 DAEI [1 & 2]; BRAUN 1999, S. 292; NARA [3]; MERTENS 1984, S. 162.
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Abb. 3: Der Bahnhof Pleinfeld im Südwesten des Streckenabschnitts am 28.12.1944 (Flug-Nr. 32-0615, #4080, Ausgangsmaßstab ca. 1 : 12.000).
Aus der visuellen Interpretation der in Tabelle 1 aufgeführten Luftaufnahmen sowie des DGMs lassen sich folgende Aussagen ableiten:
-
Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg (Streckennummer 5320) existierte bereits zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, umliegende Flächen waren überwiegend land-, in Teilbereichen forstwirtschaftlich genutzt. Zwischenzeitlich hat man Freiflächen im Bereich der Ortschaften weiter erschlossen (vgl. Abb. 1-6).
-
Die Bodensicht ist auf den Freiflächen uneingeschränkt, partiell führen Gebäude und Vegetation zu Beeinträchtigungen (vgl. Abb. 3-6). Aufgrund der unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkte der zahlreichen Luftbildserien (vgl. Tab. 1) können durch Schattenfall bedingte mögliche Erkenntnislücken minimiert werden. Ergänzend erfolgte für die bewaldeten Areale die Auswertung eines DGMs (vgl. Kap. 3.3).
-
Spuren der dokumentierten Bombenabwürfe auf den Bahnhof Pleinfeld (vgl. ANHANG I) sind mit den ausgewerteten Luftbildern nicht (mehr) nachzuweisen. Es ist davon auszugehen, dass die Schäden zeitnah behoben wurden. Da eine genauere Eingrenzung der bombardierten Bereiche somit nicht möglich ist, ist für den gesamten Bahnhofsbereich (km 17,66 - 18,63) eine potentielle Belastung durch Bombenblindgänger auszuweisen (vgl. ERGEBNISKARTE 5 & 6: bombardierte Fläche – km10 & KMVF Bombardierung – km03).
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Abb. 4: Detonationsstelle und beschädigte Gebäude im Luftbild vom 11.04.1945 (oben, Flug-Nr. 34-3817, #4179) und 19.04.1945 (unten, Flug-Nr. 31-4958, #1097).
-
Mit den Luftaufnahmen vom 20.04.1945 (Flug 34-3953) lassen sich im Gleisbereich auf Höhe der Streckenkilometer 26,4 und 27,2 auffällige helle Flächen identifizieren, wobei es sich höchstwahrscheinlich um Schäden oder Reparaturstellen infolge von nichtaktenkundigen Tieffliegerattacken zwischen dem 09.04. und 20.04.1945 handelt (vgl. Abb. 5 & ERGEBNISKARTE 1: bombardierte Fläche - km10).
-
Innerhalb der ausgewiesenen Kampfmittelverdachtsfläche von 50 m um die ermittelten Bombardierungen ist mit Bombenblindgängern zu rechnen (vgl. ERGEBNISKARTE: KMVF19 Bombardierung - km03). Dies betrifft insgesamt etwa 16 % des Bahnareals. Für die übrigen Streckenabschnitte lassen sich weder den ausgewerteten Luftbildserien noch dem DGM Hinweise auf Bombenabwürfe entnehmen.
-
Die dokumentierten Explosionen der Munitionszüge bei bzw. im Bahnhof von Pleinfeld vom 20.02. und 06.04.1945 können luftsichtig ebenfalls nicht nachvollzogen werden. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um kleinere Detonationen handelte. Ab dem 11.04.1945 (Flug-Nr. 34-3817) sind im Nordosten des Bahnhofs die Detonationsstelle des explodierten Munitionszuges sowie zwei beschädigte Gebäude infolge des Angriffs desselben Tages zu lokalisieren (vgl. Abb. 5). In einem Umkreis von etwa 1 km um die Explosionsstelle besteht das Risiko auf versprengte Munition zu stoßen. Dies betrifft den Abschnitt von Kilometer 17,5 bis 19,45 (vgl. ERGEBNISKARTE 5 & 6: versprengte Munition (sonstige Befunde -km18)).
19 Kampfmittelverdachtsfläche.
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Mit der Nachkriegsbefliegung vom 08.09.1945 (Flug 422-BS-4267-11) sind die beiden gesprengte Eisenbahnbrücken bzw. -überführungen bei Streckenkilometer 24,08 und 24,58 zu lokalisieren (vgl. Abb. 6). Bei diesen besteht die Möglichkeit auf angebrachte, nicht detonierte Explosivstoffe zu stoßen (vgl. KMVF Brückensprengung – km16).
-
Spuren der dokumentierten Kampfhandlungen an der nördlichen Bahnüberführung bei Mühlstetten lassen sich nicht (mehr) luftsichtig nachweisen.
Abb. 5: Bombardierungsspuren im Norden des Streckenabschnitts am 20. 04.1945 (Flug-Nr. 34-3953, #4012).
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Abb. 6: Reparierte Eisenbahnüberführungen bei Mühlstetten im Nachkriegsluftbild vom 08.09.1945 (Flug-Nr. BS-4267- 11, #50).
- FAZIT
Für das Projektgebiet „Pleinfeld-Georgensgmünd, Strecke 5320, km 17,5-27,9“ konnte nach Auswertung der vorliegenden Luftbildserien und Unterlagen eine potentielle Kampfmittelbelastung ermittelt werden.
Innerhalb der ausgewiesenen Kampfmittelverdachtsfläche Bombardierung ist mit Bombenblindgängern zu rechnen (Verursachungsszenario Luftangriffe). Dies betrifft insgesamt etwa 1,24 km (16 %) der Trasse.
In den als Kampfmittelverdachtsfläche Artilleriebeschuss ausgewiesenen Bereichen besteht das Risiko auf blindgegangene Geschützgranaten zu stoßen (Verursachungsszenario Bodenkämpfe). Dies betrifft die Strecke zwischen km 24,4 und 24,8 (7%).
Zwischen Streckenkilometer 17,5 und 19,45 (26%) muss mit versprengten Kampfmitteln gerechnet werden.
Bei den gesprengten Eisenbahnüberführungen besteht eine Gefahr durch angebrachte, nicht detonierte Explosivstoffe.
Alle ermittelten Befunde können den ERGEBNISKARTEN 1-6 sowie entsprechend nummeriert der Koordinatenliste in Tabelle 3 entnommen werden.
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Tab. 3: Koordinatenliste der ermittelten Befunde (UTM Zone 32N, EPSG: 25832)
| Lfd. Nr. | Befund | Rechtswert | Hochwert | A [m²] | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | bombardierte Fläche - km10 | 646723 | 5449349 | 185 | ||||||||||
| 2 | bombardierte Fläche - km10 | 646742 | 5448553 | 544 | ||||||||||
| 3 | bombardierte Fläche - km10 | 644343 | 5441170 | 67.474 | ||||||||||
| 4 | beschädigte Bausubstanz - km15 | 644549 | 5441425 | 218 | ||||||||||
| 5 | beschädigte Bausubstanz - km15 | 644617 | 5441290 | 139 | ||||||||||
| 6 | explodierter Munitionszug - km17 | 644529 | 5441350 | 603 | ||||||||||
| 7 | KMVF Brückensprengung - km16 | 646666 | 5446758 | 270 | ||||||||||
| 8 | KMVF Brückensprengung - km16 | 646445 | 5446314 | 417 | ||||||||||
| Kampfmittelverdachtsfläche Bombardierung - km03 (Langzeitzünder - nein) 77.619 = 16% | ||||||||||||||
| Kampfmittelverdachtsfläche versprengte Munition (sonstige Befunde - km18) | 120.677 = 26% | |||||||||||||
| Kampfmittelverdachtsfläche Artilleriebeschuss - km12 | 30.808 = 7% |
Gemäß Baufachlicher Richtlinien Kampfmittelräumung besteht für die ausgewiesenen Bereiche weiterer Erkundungsbedarf (KATEGORIE 2).20 Wir empfehlen die Konsultation eines Fachplaners für Kampfmittelräumung. Für die übrigen Streckenabschnitte besteht kein weiterer Handlungsbedarf (KATEGORIE 1).21
(D. Hausmann) (M. Eckstein) (L. Tronico) B. Sc. Dipl.-Geogr. M. Sc.
- Gutachter 2. Gutachter Historische Recherche
20 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 46, Web [1]. 21 BMI & BMVG 2018, BFR KMR, S. 46, Web [1].
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- QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
6.1 Quellen
Air Force Historical Research Agency (AFHRA), Maxwell Air Force Base, AL
[1] 27TH FIGHTER GROUP: Oprep 'A' No. 39 for 24 hours ending 2100 hours 1 April 1945, 02.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
[2] 358TH FIGHTER GROUP: Oprep No. 263, for the period ending 5 April 1945, 08.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
[3] 27TH FIGHTER GROUP: Oprep 'A' No. 44 for 24 hours ending 2100 hours 6 April 1945, 07.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
[4] 324TH FIGHTER GROUP: Oprep for 24 hours period ending Sunset 8 April 1945, 08.04.1945. AFHRA Roll A6356, frame 289.
[5] 358TH FIGHTER GROUP: Oprep No. 275 for the period ending 17 April 1945, 19.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
[6] 324TH FIGHTER GROUP: Oprep for 24 hour period ending Sunset 19 April 1945, 19.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
[7] XIX TACTICAL AIR COMMAND: Morning Summary, sunrise 20 April to sunrise 21 April 1945, 20.04.1945. AFHRA Roll B5932, frame 1395.
[8] 86TH FIGHTER GROUP: Daily Operations Report No. 3566, 21.04.1945. AFHRA Roll A6355, frame nicht identifizierbar.
Diözesanarchiv Bistum Eichstätt (DAEI)
[1] Generalvikariat 1268, Diözesanarchiv Bistum Eichstätt. Expositur PLEINFELD.
[2] Generalvikariat 1268, Diözesanarchiv Bistum Eichstätt. Expositur STIRN.
National Archives and Records Administration (NARA), College Park, MD
[1] XV CORPS: After Action Report, April 1945, 01.06.1945, NARA RG 407 Entry 427 Box 4118.
[2] 45TH INFANTRY DIVISION: G-3 Periodic Report, No 87, 23.04.1945, NARA RG 407 Entry 427 Box 9321.
[3] 645TH TANK BATTALION: Battle Report, April 1945, NARA RG 407 Entry 427 Box 18582.
6.2 Literatur
BRAUN, F. (1999): Der 2. Weltkrieg in den nordöstlichen Vororten von Nürnberg. Eschenau- Groß- / Kleingeschaidt- Kalchreuth- NuscheIberg- Neunhof- Oedenberg- Günthersbühl-
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Tauchersreuth- Hub- Heroldsberg. Mit Erklärungen, Erlebnisberichten von Soldaten und Zeitzeugen, sowie Auszügen aus US-Quellen. – Nürnberg.
DILL, H. G.; HETZ, K. (2014): Luftkrieg von Aschaffenburg bis Zwiesel – ein militärisch-technisches Feature zur Heimatgeschichte Nordbayerns. – Weißenstadt.
GORNIAK, A. (1995): Die Hölle war los. Jagdbomber schossen die Häuser in Brand. In: WURDAK, E.; WECHSLER, R. (Hrsg.): Kriegsende 1945. Eine Rückschau nach 50 Jahren. (=Sonderheft der heimatkundlichen Schriftenreihe des Landkreises Roth)- Roth. S. 88–99.
GUNSTON, B. (Hrsg., 1989): Jane's Fighting Aircraft of World War II. – New York.
MERTENS, G. (1984): Markt Pleinfeld. Ein Blick in die Vergangenheit. – Eichstätt.
MIEHLING, J.; THOMA-KELLNER, S. (2009): Lokale Eisenbahngeschichte. 160 Jahre Bahnhof Pleinfeld
- erg. und bearb. Auflage. – Pleinfeld.
SCHWAIGER, A. (2002): Georgensgmünd. 700 Jahre Geschichte am Zusammenfluß von Fränkischer und Schwäbischer Rezat. – Georgensgmünd.
VEEH, H. (2002): Die Kriegsfurie über Franken 1945 und das Ende in den Alpen – Berichtigungen- Ergänzungen und Nachträge zur 3. Auflage 1998. – Bad Windsheim.
6.3 Internetdokumente
[1] BUNDESMINISTERIUM DES INNERN, FÜR BAU UND HEIMAT [BMI] & BUNDESMINISTERIUM DER VERTEIDIGUNG [BMVG] (Hrsg., 2018): Baufachliche Richtlinien Kampfmittelräumung (BFR KMR) – Arbeitshilfen zur Erkundung, Planung und Räumung von Kampfmitteln auf Liegenschaften des Bundes. – Berlin & Bonn. Online abrufbar unter: https://www.bfr- kmr.de/, [Letzter Zugriff: 10.11.2022].
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ANHANG I: ANGRIFFSLISTE
Abkürzungen:
| Bewaffnung: | |
|---|---|
| Angabe Beladung | "Anzahl" x "Gewicht" "Abwurfmittel" ("Zünder vorne" x "Zünder hinten") z.B.: 10 x 100 lb GP (NN x 1/100) oder "Gewicht" "Abwurfmittel" z.B.: 2,5 t HE oder „Bewaffnung“ z.B.: Bordwaffen |
Gewicht
| gal | Volumenangabe Gallon |
|---|---|
| lb | Gewichtsangabe Pfund |
| t | Gewichtsangabe Tonne |
Abwurfmittel
| FRAG | Fragmentation Bomb, Splitterbomben |
|---|---|
| GP | General Purpose, Sprengbomben |
| INC | Incendiary, Brandmittel |
| Napalm | Brandbombe |
| RDX | Research Department Explosive, Sprengbomben mit erhöhter Sprengkraft |
Modell
M17 Clusterbrandbombe, bestehend aus 110 x 4 lb Stabbrandbomben
Zünderangaben
| 1/X | Zeitverzögerung in Bruchteilen von Sekunden |
|---|---|
| X Sec | Zeitverzögerung in Sekunden |
Einheiten
| 1st TACAF | First Tactical Air Force (provisional) der United States Army Air Forces USAAF |
|---|---|
| US 9 AF | Ninth Air Force der United States Army Air Forces USAAF |
| XII TAC | XII Tactical Air Command der 1st TACAF |
| XIX TAC | XIX Tactical Air Command der US 9 AF |
| USAAF | United States Army Air Forces |
Flugzeuge
| P-47 | Jagdbomber P-47 Thunderbolt, Bordwaffenmunition nicht explosiv |
|---|---|
| P-51 | Jagdbomber P-51 Mustang, Bordwaffenmunition nicht explosiv |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flugzeug | ||||||
| e | |||||||
| 1 | Seit 1944 | - | - | - | Georgensm ünd | „Seit 1944 hatte es auch Fliegerangriffe auf den Ort gegeben, die jedoch nicht übermäßig viel Schaden anrichteten.“ (S. 216) | SCHWAIGER 2002 |
| 2 | 2 0.02.1945 | USAAF | P-51 | Bordwaffen | Pleinfeld, Bahnhof, Munitionszu g | „Am 20. Februar 1945 um 1155 griffen bei Pleinfeld P-51D Mustangs der 55. FS/20 FG vier Wagons mit Bordwaffen an. Die Maschine von Lt Stitzer […] wurde bei der Explosion eines der mit Munition beladenen Wagons erfasst und zum Absturz gebracht.“ (DILL & HETZ 2014, S. 633) „Bei Pleinfeld beschoß ein Tiefflieger vier Waggons mit Bordwaffen. Bei der Explosion der darin geladenen Munition wurde die Maschine zum Absturz gebracht.“ (SCHRAMM 1988, S. 170) | DILL & HETZ 2014; SCHRAMM 1988 |
| 3 | 0 5.03.1945 | - | - | - | Pleinfeld, Bahnhof | „Am 5. März 1945 erfolgte der erste Tieffliegerangriff um 8.12 Uhr morgens.“ (S. 41) | MIEHLING & THOMA-KELLNER 2009 |
| 4 | 0 1.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 8 P-47 | 8 x 500 lb GP, 8 x 260 lb FRAG | Pleinfeld, Bahnhof | “Marshalling yards at T-3560 bombed from 3500' with good results.” Bombardierung auf einen Bahnhof bei der Koordinate wT3560. | AFHRA [1] |
| 5 | 0 5.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 8 P-47 | 12 x 500 lb GP (8-11 Sec), Bordwaffen | Bahnstrecke Treuchtlinge n-Nürnberg b. Georgensg münd, Bahnhof, Züge | “12 GPs were dropped on 2 trains consisting of a loco & 60 boxcars each in M/Y at T-3971 […] 10 boxcars dest by direct hits […] Sqdn then strafed the trains - 2locos dam.” Bombardierung und Bordwaffenbeschuss auf zwei Züge in einem Bahnhof bei der Koordinate wT3971. | AFHRA [2] |
| 6 | 0 6.04.1945 | USAAF | - | Sprengbomben, Bordwaffen | Pleinfeld, Bahnhof, Munitionszu g | „Am Freitag, 6.4. vorm. 9.45 bombardierten amerikan. Tiefflieger mit Sprengbomben & beschossen mit Bordwaffen den hiesigen Bahnhof & einen dort stehenden Munitionszug, der explodierte.“ Angriffszeit: 09:45 Uhr. | DAEI [1] |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flugzeug | ||||||
| e | |||||||
| 7 | 0 6.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 14 P-47 | 28 x 260 lb FFRAG | Bahnstrecke Treuchtlinge n-Nürnberg b. Mühlstetten, Zug | "Train at T-3867 bombed from 3000' with good results, also trains at T-3870 and T-3668 bombed with direct hits.” Bombardierung auf Züge bei den Koordinaten wT3867, wT3870 und wT3668. | AFHRA [3] |
| 8 | 0 8.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 4 P-47 | 460 lb INC, 20 lb FRAG | Bahnstrecke Treuchtlinge n-Nürnberg b. Pleinfeld, Banhof Züge | "3 A/C strafed 25 plus boxcars & 1 loco at T-365615, loco damaged, 2 cars destroyed & 3 damaged. […] 4 A/C dropped 38 bombs in M/Y at T-365615, destroyed 3 boxcars & damaged 2." Abwurf von 38 Bomben sowie Bordwaffenbeschuss auf Eisenbahnwaggons in einem Bahnhof bei der Koordinate wT365615. Gesamtbeladung: 4 x 460 lb INC, 60 x 20 lb FRAG Angriffszeitraum: 16:10-19:10 Uhr | AFHRA [4] |
| 9 | 0 8.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 3 P-47 | Bordwaffen | Bahnstrecke Treuchtlinge n-Nürnberg b. Pleinfeld, Züge | "3 A/C strafed 2 locos & boxcars at T-362613, 2 locos exploded (destroyed), 1 boxcar damaged." Bordwaffenbeschuss auf Züge bei der Koordinate wT362613. Angriffszeit: 10:15 Uhr | AFHRA [4] |
| 10 | 0 8.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 8 P-47 | 500 lb INC, 20 lb FRAG | Georgensg münd, Bahnhof | "[…] target M/Y at T-390705. T.O.T. 1535, bomb run to 2000', 184 hits in M/Y destroyed 10 boxcars, damaged 20, several fires started, 2 hung up […]" Abwurf von 184 Bomben auf einen Bahnhof bei der Koordinate wT390705. Gesamtbeladung: 6 x 460 lb INC, 180 x 20 lb FRAG Angriffszeit: 15:35 Uhr | AFHRA [4] |
| 11 | 1 1.04.1945 | USAAF | - | Bordwaffen | Pleinfeld, Bahnhof, Munitionszu g | „Fünf Tage später griffen amerikanische Jagdbomber einen ebenfalls am Bahnhof abgestellten Munitionszug an. In gewaltigen Detonationen explodierten große Mengen an Granaten und anderer | MERTENS 1984 |
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| Anzahl/ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flugzeug | ||||||
| e | |||||||
| Munition. […] Bis hinein zum Marktplatz waren fast alle Gebäude in Mitleidenschaft gezogen, vor allem aber die nahe dem Bahnhof liegenden.“ (S. 162) | |||||||
| 12 | 1 7.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 12 P-47 | 8 x 260 lb FRAG Bordwaffenbesc huss | Utzenmühle, Fahrzeuge | “8 frags were dropped on 6 m/t at T-3964 followed by strafing with 3 direct hits by bombs - 6 m/t dest.” Bombardierung und Bordwaffenbeschuss auf Fahrzeuge bei der Koordinate wT3964. | AFHRA [5] |
| 13 | 1 9.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 12 P-47 | 500 lb RDX, 500 lb INC | Pleinfeld | “[…] target town of Herhofen […] bomb run to 1500', 22 hits in town, 15 buildings destroyed & 6 damaged-started 3 fires.” Abwurf von 22 Bomben auf Herhofen/Pleinfeld. | AFHRA [6] |
| 14 | 1 9.04.1945 | - | - | Sprengbomben, Brandbomben, Bordwaffen | Pleinfeld | „Am Donnerstag, 19.4.45 nachm. 2 Uhr, war wieder Angriff der amerik. Tiefflieger, mit Spreng- & Brandbomben & Bordwaffen.“ | DAEI [1] |
| 15 | 2 0.04.1945 | US 9 AF, XIX TAC | 8 P-47 | 4 x 500 lb GP, 4 x 75 gal Napalm | Pleinfeld, Bahnhof | "4 N/P and 4 GP to Des 14 b/cars & cut 4 rails in M/Y Pleinfeld T- 3762." Bombardierung auf Eisenbahnwaggons und -gleise im Bahnhof Pleinfeld. | AFHRA [7] |
| 16 | 2 1.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | 10 P-47 | 2 x 500 lb GP (1/10 x 25/100), 12 x 500 lb INC Cluster (M17), 6 x 120 lb FRAG (6 x 20 lb) | Georgensg münd | “[…] target town of Georgensgemünde, T-3971. […] Controller reported M/T and tanks and 500-600 troops in wooded area North of Town and in town. All bombs in target area. Flight made 1 strafing pass. Large fires started. Destroyed at least 8 buildings and undetermined number of M/T’s and tanks.” Bombardierung und Bordwaffenbeschuss auf Georgensgmünd bei der Koordinate wT3971. | AFHRA [8] |
| 17 | 2 1.04.1945 | 1st TACAF, XII TAC | - | Bomben, Bordwaffen | Röttenbach | “XII Tactical Air Force flew 99 sorties in support of XV Corps during the period. Twenty-four sorties in close support of the 106th Cavalry Group bombed and strafed WIZENBURG (T3562) [...]. ROTHENBACH (T4067) was strafed.“ | NARA [1]; GORNIAK 1995 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lfd. | Typ der | ||||||
| Datum | Einheit | Bewaffnung | Ziel | Bemerkung | Quelle | ||
| Nr. | Flugzeug | ||||||
| e | |||||||
| (NARA) Bombardierung und Bordwaffenbeschuss auf Röttenbach. „Wenige Minuten später war die Hölle los; denn die flink wie Hornissen herabstoßenden Flugzeuge schossen mit Leuchtspurmunition und Bordkanonen, sparten auch nicht mit Brandbomben auf das praktisch entblößte Dorf. […] Nach kaum 20 Minuten endete die schlimme Luftattacke, die Jabos drehten ab. Hinter ihnen lag ein Großbrand, wie man ihn im Dorf seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hatte.“ (GORNIAK, S. 92) |
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ANHANG II: METHODIK DER KAMPFMITTELVORERKUNDUNG
Ziel der Kampfmittelvorerkundung
Die vorliegende Kampfmittelvorerkundung hat die Erfassung und Lokalisierung von dokumentierten Kriegsschäden und Belastungen des Untergrundes infolge von Kriegsereignissen des Zweiten Weltkriegs zum Ziel.
Ursachen der potentiellen Kampfmittelbelastung
Die Ursachen für mögliche Belastungen des Untergrundes mit Kampfmitteln lassen sich in erster Linie auf Angriffe der alliierten strategischen und taktischen Bomberverbände zurückführen. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials, das auch heute noch besonders von Sprengbombenblindgängern ausgeht, ist in den von diesem Bombentyp betroffenen Bereichen von einer hohen potentiellen Kampfmittelbelastung auszugehen. Im Gegensatz dazu ist die Gefährdung, die durch Blindgänger von Brandbomben verursacht wird, als wesentlich geringer einzuschätzen.
Aus der Fachliteratur geht hervor, dass ca. 10-15 % aller im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Sprengbomben nicht zur Detonation gelangten. In einem nachweislich bombardierten Gebiet muss deshalb immer mit Blindgängern gerechnet werden, auch wenn sie luftsichtig nicht (mehr) zu erkennen sind. Die bei der Luftbildauswertung ermittelten Sprengbombeneinwirkungen (Blindgänger- verdachtspunkte, Bombentrichter, zerstörte Bausubstanz, bombardierte Flächen) werden in der Regel um 50 m gepuffert, um eine erhöhte Sicherheit der Befunde gewähren zu können. In dieser Kampfmittelverdachtsfläche Bombardierung muss mit Blindgängern gerechnet werden, die in das Erdreich eingedrungen sein können. Der Puffer kann in begründeten Fällen, z.B. aufgrund einer großen Streuung der Bombardierung, erweitert werden. Bei Brandbomben, insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten, ist zu berücksichtigen, dass diese auflösungsbedingt oder infolge eingeschränkter Bodensicht anhand der Luftbilder nicht immer nachgewiesen werden können.
Neben den Auswirkungen der Luftangriffe müssen im Rahmen einer räumlich differenzierten Beurteilung der möglichen Kampfmittelbelastung auch kampfmittelrelevante Flächennutzungen berücksichtigt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Teilflächen, auf denen mit Munition bzw. konventionellen Sprengstoffen jedweder Art umgegangen wurde oder umgegangen worden sein könnte. Aus diesem Grund werden bei der Erfassung der potentiellen Kampfmittelbelastung auch militärisch genutzte Areale (Flakstellungen, Kasernen, Übungsgelände, etc.) und potentielle Entsorgungsbereiche (z.B. Hohlformen, geschobene Flächen, Bombentrichter) sowie Bodenkämpfe berücksichtigt. Generell ist zu berücksichtigen, dass Brücken im Vorfeld der Einnahme häufig zur Sprengung vorbereitet und an den Widerlagern Sprengmittel angebracht, jedoch nicht gezündet wurden. Bei gesprengten Brücken besteht die Möglichkeit, auf versprengte und nicht detonierte Explosivstoffe zu stoßen.
Arbeitsgrundlagen und deren Beschaffung
Luftbilder
Für die multitemporale Luftbildauswertung werden, soweit verfügbar, mehrere Luftbildserien aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges als hochaufgelöste Scans (1.200 dpi) beschafft.
Dem Erwerb der Luftbilder geht eine EDV-gestützte Luftbildrecherche voraus. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Bestand der nationalen und internationalen Luftbildarchive
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(englische Archive JARIC, ACIU, MAPRW, amerikanisches Archiv NARA, Archiv Kanada, Archiv Holland, Bundesarchiv Koblenz und firmeneigener Bestand der Luftbilddatenbank).
Auf Basis der Recherche wird eine Bildauswahl getroffen, die eine möglichst gute zeitliche Abdeckung (multitemporal) des gesamten Kriegszeitraums gewährleisten soll. Hierdurch können Schäden an Gebäuden sowie Veränderungen der Bodenoberfläche dokumentiert werden, welche einen Hinweis auf Bombardierungen liefern. Bombardierungsschäden wurden nach einem Luftangriff teilweise sehr rasch behoben. Je länger die Zeitspanne zwischen einem Angriff und verfügbaren Luftaufnahmen ist, umso schwieriger sind Bombardierungsschäden nachzuweisen. In manchen Fällen wurden Schäden annähernd spurenlos beseitigt. Neben einer möglichst zeitlich differenzierten Abdeckung wird die Beschaffung von Bildflügen kurz nach dokumentierten Bombardierungen angestrebt. Erkenntnislücken können aus nicht verfügbaren Luftbildserien bzw. nicht beflogenen Zeiträumen resultieren. Um die letzten Kriegseinwirkungen durch Bodenkämpfe innerhalb eines Untersuchungsgebietes erfassen und den Endbombardierungszustand feststellen zu können, werden – soweit verfügbar – frühestmögliche Bildflüge aus der Nachkriegszeit beschafft.
Quellen und Literatur
Zusätzlich zur Luftbildauswertung wird eine gezielte Recherche und Auswertung von historischen Quellen/Archivalien, der firmeneigenen Bibliothek sowie eine Webrecherche zu den Luft- und Bodenkriegsereignissen in der Region durchgeführt. Zusätzlich wird der telefonische Kontakt mit der Gemeinde, Archiven und Zeitzeugen gesucht.
Die historischen Akten des US-Nationalarchives (NARA), des britischen Nationalarchives (TNA), der Air Force Historical Research Agency (AFHRA) und dem Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (CAMO) geben Informationen zu im Zweiten Weltkrieg durchgeführten Aufklärungsflügen sowie zu strategischen und taktischen Luftangriffen bzw. Bodenkriegsereignissen wieder. Die Resultate werden durch Auswertung entsprechender deutscher Unterlagen aus dem Bundesarchiv (BArch) und weiteren Archiven auf Landes- und Kommunalebene ergänzt. Zum Teil wurden die Akteneinträge verortet und können über ein geographisches Informationssystem abgefragt werden. In Kombination mit den ermittelten Luftbildbefunden entsteht so ein schlüssiges Gesamtbild der Kriegsgeschehnisse im Bereich des Untersuchungsareals.
Vorgehensweise
Die visuelle Interpretation der Kriegsluftbilder erfolgt unter Verwendung des geographischen In- formationssystems ArcGIS 10.8 (ESRI, digital). Mit Hilfe von Bildpaaren kann eine stereoskopische Auswertung durchgeführt werden, wodurch Bildfehler aufgedeckt und Bombardierungsschäden infolge des räumlichen Eindrucks gut identifiziert werden können. Im Vorfeld wird eine digitale Aufbereitung der Luftbilder mittels Adobe Photoshop durchgeführt.
Im Fokus der Luftbildauswertung stehen neben Blindgängerverdachtspunkten unter anderem Bombentrichter, beschädigte Gebäude, Flakstellungen, Flächen mit Hinweisen auf Artilleriebeschuss und Laufgräben. Das hierbei abgeleitete Schadenspotential soll Hinweise auf räumliche Schwerpunkte möglicher Belastungen mit Kampfmitteln geben. In manchen Fällen können bzgl. der potentiellen Kampfmittelbelastung lediglich Verdachtsflächen festgehalten werden. Anschließend werden die Befunde der Luftbildauswertung mit Hilfe des GIS digital in die Kartengrundlage übertragen.
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Die Ergebnisse der Luftbildauswertung werden mit den Ergebnissen der Akten- und Literaturaus- wertung abgeglichen. Daraus erfolgt eine Bewertung der potentiellen Kampfmittelbelastung für das Projektgebiet sowie eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen.
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