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Anlage 14b
Modellanforderungen
Version 2.3
Januar 2025
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Dokumentenhistorie V
1 Modellanforderungen 1 Zusammenhang 1 Autorenwerkzeuge 1 Ableitungen 1 Formate und Schnittstellen 2 Korrekturen 2
2 Projektanforderungen 3 Dateigrößen 3 Projekteinrichtung 3 Koordinaten 4 Modelleinheiten 4 Achsraster 4
3 Modellanforderungen (Raum und Bauteile) 5 Allgemeine Anforderungen 5 Modellstruktur 5 Ebenen und Geschosse 5 Geschossdecken 6 Türen und Fenster 6 Durchbrüche und Öffnungen 6 Technische Anlagen, Komponenten und Leitungen 6 Räume 7 Zonen 7 Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen 7 Platzhalter 9
4 Modell- und Plandarstellungen 10
Anlage 14b Modellanforderungen II von V
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Materialien, Texturen und Schraffuren 10 Symbole 10 Schemata / Berechnungsmodell 10 Beschriftungen und Bemaßungen 10 Planschriftköpfe 10
5 Modell- und Planbezeichnungen 11 Dateibezeichnungen 11 Bauteilbezeichnungen 11 Raumbezeichnungen 11 Parameter 11 Kennzeichnungssysteme 11 2-D Ableitungen 11 5.6.1 Texte / Textstile / Fonts / Bemaßungen 11 5.6.2 Layerstrukturen 12 5.6.3 Raum- und Flächendarstellungen 12 5.6.4 Blöcke 12
6 Level of Information Need (LOIN) 13 Prinzip der Modellentwicklung 13 Umsetzung der Modellentwicklung 13 Funktionale Beschreibung LoG und LoI 13 6.3.1 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 100 (Lph 2) 14 6.3.2 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 200 (Lph 3-4) 14 6.3.3 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 300 (Lph 5-6) 16 6.3.4 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 400 (Lph 7-8) 18 6.3.5 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 500 (Lph 8) 20
7 Modellkoordination und Qualitätssicherung 22 Koordinationskörper 22 7.1.1 Bereitstellung 23
Anlage 14b Modellanforderungen III von V
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Platzierung Koordinationskörper (Draufsicht und Ansicht) 22 Abbildung 2: Beschreibung Koordinationskörper Fehler! Textmarke nicht definiert.
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Dokumentenhistorie
Nachfolgend sind alle Änderungen der BIM@BLB NRW Richtlinie zu dokumentieren.
Version Änderung Datum Autor
2.0 Veröffentlichung Dezember 2021 BLB NRW
2.01 Überarbeitung Dezember 2022 BLB NRW
2.2 Überarbeitung Mai 2024 BLB NRW
2.3 Ergänzungen / Anpas- Januar 2025 BLB NRW
sungen
Anlage 14b Modellanforderungen V von V
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1 Modellanforderungen
Zusammenhang Die Modellanforderungen gelten als Anlage zur BIM-Richtline des BLB NRW und definieren die Min-
destanforderungen an die Modellqualitäten und -quantitäten für Bauprojekte.
Projektspezifische Abweichungen von diesem Dokument sind vor Projektstart mit allen Projektbetei-
ligten abzustimmen und durch den BLB NRW freizugeben. Alle Abweichungen sind vollumfänglich
in den projektspezifischen AIA und BAP zu dokumentieren.
Autorenwerkzeuge Der BLB NRW stellt den Auftragnehmern frei mit welchen Autorenwerkzeugen die Erstellung von
Teilmodellen und allen zugehörigen Ableitungen und Berechnungen erfolgt. Bei der Wahl des Auto-
renwerkzeugs ist sicherzustellen, dass die Auftragnehmer uneingeschränkt an der modellbasierten
Zusammenarbeit teilnehmen können. Insbesondere das Exportieren und Referenzieren von .ifc- und
das Im- und Exportieren von .bcf-Dateien muss durch das Autorenwerkzeug gewährleistet sein.
Ein Wechsel des Autorenwerkzeugs oder ein Versionswechsel innerhalb der Autorensoftware in
laufenden Projekten ist zu vermeiden. Die verwendete Autorensoftware und Version ist vom Projekt-
start bis Projektabschluss beizubehalten. Ein Wechsel der Datenaustauschformate/Softwarepro-
gramme oder ein Versionswechsel innerhalb der Autorensoftware muss durch den BLB NRW frei-
gegeben werden und im BIM-Abwicklungsplan festgeschrieben werden.
Ableitungen Grundsätzlich müssen alle Pläne (wie Grundrisse, Ansichten, Schnitte, etc.), Bauteil- und Anlagen-
listen sowie Raumbücher aus den Teilmodellen abgeleitet sein. Es muss sichergestellt sein, dass
alle aus den Teilmodellen generierten Ableitungen stets dem aktuell geschuldeten Planungsstand
entsprechen.
In den zu liefernden Modelldateien (Teil- und Fachmodelle) der Auftragnehmer befinden sich alle
Bauteile einschließlich aller abgeleiteten Pläne (wie Grundrisse, Ansichten, Schnitte, etc.), Bauteil-
und Anlagenlisten sowie Raumbücher.
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Formate und Schnittstellen Nachfolgende Formate und Schnittstellen sind für Modelllieferungen an den BLB NRW einzuhalten:
Gebäude
VMeordweelliisn BhaIMlt @BLB Richtlinie Format
Teilmodelle .ifc; .dwf; nativ
Koordinationsmodelle .ifc; .dwf; nativ
Gelände und Infrastruktur
VMeordweelliisn BhaIMlt @BLB Richtlinie Format
Ursprungsgelände .landxml, .dwg
Geplantes Gelände .ifc, .landxml, .dwg
Infrastruktur: Straßen, Wege, .ifc, 3-D-Objekte als .dwg
etc. Ausstattungen / Außenanlagen .ifc, 3-D-Objekte als .dwg
Entwässerung .ifc, 3-D-Objekte als .dwg
Insbesondere sind alle geforderten Teilmodelle auch im nativen Format des Autorenwerkzeugs zu
liefern. Ggf. kann auf einzelne, geforderte Formate verzichtet werden, sofern die die Projekteinrich-
tung und die BIM-Testphase entsprechende Ergebnisse hervorrufen. Modellableitungen (Pläne, Lis-
ten, Konzepte, etc.) sind weiterhin in den gängigen Formaten (.dwg, .dgn, .xls, .pdf, etc.) zu liefern.
Korrekturen Sind an Teil- / Fachmodellen Aktualisierungen/Korrekturen vorzunehmen, ist von den jeweiligen
Autoren darauf zu achten die bestehenden Modellobjekte entsprechend anzupassen, statt Objekte
zu löschen und neue hinzuzufügen. Sollten bereits BCF-Dateien erstellt worden sein, müssten
diese den neuen Objekten (GUID) zugewiesen werden, damit der Kollaborationsprozess nachvoll-
zogen werden kann. Müssen Bauteile durch Löschen und Neumodellieren angepasst werden, ist
dies mit der BIM-Gesamtkoordination (AN) abzustimmen.
Anlage 14b Modellanforderungen 2 von 23
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2 Projektanforderungen
Dateigrößen Die Dateigrößen der einzelnen Teilmodelle der Auftragnehmer sind bei voller Funktionalität so klein
wie möglich zu halten. Es ist darauf zu achten, dass einzelne Bauteile nicht zu detailliert und die
Geometrie aller Bauteile in Bezug auf Form, Größe (Länge, Breite, Höhe, Fläche, Volumen), Lage
und Orientierung korrekt erstellt werden. Die vollumfängliche Nutzung der Teilmodelle ist vom jewei-
ligen Auftragnehmer zu gewährleisten. Sofern notwendig, werden Teilmodelle nach einzelnen Dis-
ziplinen getrennt.
Projekteinrichtung Vor Projektstart sind die in diesem Dokument beschriebenen Anforderungen (z.B. Koordinaten, Ebe-
nen, Plandarstellungen, etc.) im Autorenwerkzeug der Auftragnehmer einzustellen und anzuwen-
den. Im Zuge der BIM-Testphase zum Projektstart sind durch die Auftragnehmer Testmodelle zu
erstellen und auf Einhaltung der nachfolgenden Anforderungen zu überprüfen:
• Nutzung gemeinsamer Koordinaten
• Nutzung gemeinsames Achsraster
• Platzierung Koordinationskörper
• Nutzung vereinbarter Einheiten
• Nutzung gemeinsamer Ebenen
• Export von .ifc-Dateien
• Referenzieren von .ifc-Dateien
• Im- und Export von .bcf-Dateien
• 2-D dwg Ableitungen gemäß BLB CAD Standard
Mit Durchführung der BIM-Testphase ist sicherzustellen, dass alle Auftragnehmer an der modellba-
sierten Zusammenarbeit teilnehmen und die dafür vorgesehenen Systeme (Bauprojektmanage-
mentplattform, Kollaborationsplattform, etc.) nutzen können.
Die koordinierten Testmodelle sind von der BIM-Qualitätsüberwachung freizugeben und die Ergeb-
nisse der BIM-Testphase im BAP zu dokumentieren.
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Koordinaten Vor dem Start der Modellerstellung ist ein Vermessungs-Lageplan in das Autorenwerkzeug zu refe-
renzieren, damit alle Teilmodelle den Koordinaten des Lageplans entsprechend lagerichtig model-
liert werden. Die zu referenzierenden Lagepläne müssen dazu im Koordinatensystem
UTM/ETRS89, EPSG 25832 (ohne Zonenkennziffer) angelegt sein, sodass die anhand dessen zu
erstellenden Modelle diesen Koordinatenvorgaben entsprechen. Dabei ist zu beachten, dass
UTM32-Koordinaten ohne Zonenkennziffer sechs- bzw. siebenstellig sind.
Vor dem Modellieren wird zudem mit allen Beteiligten ein projektspezifischer gemeinsamer Modell-
bezugspunkt/Projektnullpunkt auf dem Grundstück abgestimmt. Er ist in Übereinstimmung mit den
Daten des Vermessers projektspezifisch festzulegen und gilt für alle Fach- und Teilmodelle. Der
Projektnullpunkt wird über den gesamten Bearbeitungszeitraum nicht verändert.
Vor Bearbeitungsbeginn ist folgendes für den Projektnullpunkt festzulegen:
• Winkel (Projektnorden) gegen den geografischen Norden
• Koordinate Nord/Süd
• Koordinate Ost/West
• Meter über NHN/MSL (Normalhöhennull/mean sea level)
Der Projektnullpunkt ist eine grundsätzlich beliebige Koordinatenposition eines Projekts, die mög-
lichst nahe am Gebäude liegen soll, um fehlerhafte Modelldarstellungen zu vermeiden. Alle Exporte,
Importe und Verknüpfungen externer Referenzen (IFC, DWG usw.) sind immer über denselben
Punkt einzufügen bzw. zu exportieren.
Modelleinheiten Alle Teilmodelle des Projektes müssen konsistente Einheiten aufweisen. Die Standardeinheit für alle
Teilmodelle entspricht dem Maßstab 1:1 im metrischen System.
Achsraster In jedem Projekt ist ein Achsraster zu verwenden. Das Achsraster wird über die gesamte Projekt-
laufzeit nicht verändert. Alle Festlegungen zum Umgang mit dem Achsraster sowie dem Projektnull-
punkt sind projektspezifisch zu definieren.
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3 Modellanforderungen (Raum und Bauteile)
Allgemeine Anforderungen Grundsätzlich sind alle Bauteile, Räume oder Anlagen modellbasiert zu erstellen. Die Bauteile dür-
fen dabei nicht aus Linien oder Flächen zusammengesetzt sein. Alle Modellelemente müssen mit
den vorgesehenen Kategorien modelliert werden. Hierzu gehören beispielsweise Wände mit Wand-
werkzeugen, Platten mit dem Plattenwerkzeug, Fenster- und verglaste Elemente mit dem Fenster-
bzw. Türwerkzeug. Bauteile, die sich nicht klar einordnen lassen, werden einer vergleichbaren Ka-
tegorie zugeordnet. Bauteile mit komplexen Geometrien so-wie Sonderbauteile, die keiner entspre-
chenden Kategorie zugeordnet werden können, sind einheitlich zu kategorisieren.
Modellstruktur Für die Nutzung der Teilmodelle, z.B. zur Koordination einzelner Disziplinen, zur Qualitätssicherung
oder für die Auswertung, sind nachfolgende Strukturen bzw. Unterscheidungen zwischen den Bau-
teilen innerhalb der Teilmodelle zu gewährleisten:
• räumliche Strukturen (z.B. Baulose, Bauwerke, Geschosse, Zonen)
• Disziplinen und Systeme (z.B. Rohbau, Fassade, Ausbau, Heizung, Lüftung, etc.)
• Zeitliche Abfolgen (z.B. Bauabschnitte, Planungsabschnitte)
• beschreibende Bauteileigenschaften (z.B. Material; wie in Anlage 14c beschrieben)
• Kostengruppen (z.B. tragend/nichttragend, innen/außen)
Beim „Kostengruppen-gerechten Modellieren“ sind alle Bauteile gemäß der Kostengruppen
DIN 276 differenziert zu modellieren (z.B. durchgehende tragende Wände/Geschossdecken,
die teilweise innen- und teilweise außenliegend verlaufen, sind als getrennte Modellelemente
zu modellieren und mit den entsprechenden Parameterwerten anzureichern).
Ebenen und Geschosse Alle Teilmodelle sind entsprechend den Gebäudeebenen zu strukturieren, sodass Modelldaten ge-
schossweise – ohne Überlagerungen der Bereiche – ausgegeben werden können. Der Bezug zur
Ebene ist projektspezifisch festzulegen und im BAP zu dokumentieren. Eine Ebene muss immer
eine Zuweisung zu einem Geschoss aufweisen. Zusätzlich zu den Geschossebenen muss der Be-
zug zu Fundament-, Geschossdecken, Fertigfußboden, Zwischen-, Installations- und Dachebenen
im BAP dokumentiert werden. Der Geschossbereich ist vor Modellierungsbeginn festzulegen (z.B.
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von Fertigfußboden zu Fertigfußboden oder von Unterkante Rohdecke zu Unterkante Rohdecke).
Die Benennung der Ebenen erfolgt gemäß der Anlage 14c.
Geschossdecken Geschossdecken werden getrennt vom jeweiligen Aufbau modelliert, wobei der Aufbau je nach Er-
fordernis als mehrschichtiges Bauteil zu definieren und als Belag zu klassifizieren ist. Zugehörige
Abhangdecken werden separat von Geschossdecken als mehrschichtiges Bauteil über dem Ge-
schoss und unterhalb der Geschossdecke des darüberliegenden Geschosses modelliert.
Türen und Fenster Jegliche Türen und Fenster sind mit dem Nennmaß zu erstellen. Es ist sicherzustellen, dass die
Zuordnung von z.B. Tür zu Raum bzw. Fenster und Raum auswertbar ist. Berücksichtigt werden
Innen- und Außentüren. Zu Türen werden auch Tore, Klappen, Oberlichter und RWA gezählt, die
als Zugang zu Schächten o. ä. dienen. Fensterbänder, geschosshohe und mehrgeschossige Ver-
glasungen sind ebenfalls als Fenster zu erstellen.
Durchbrüche und Öffnungen Durchbrüche, Schlitze, Nischen und Öffnungen müssen als eigene Modellelemente anzusteuern
und auswertbar sein. Der Workflow und zugehörige Anforderungen für die Schlitz- und Durchbruchs-
planung, insbesondere für die Koordination im IFC-Workflow, ist im BIM Abwicklungsplan zu doku-
mentieren.
Technische Anlagen, Komponenten und Leitungen Bauteile der technischen Gebäudeausrüstung sind nach Linienbauteilen (Leitungen, Kabeltrassen)
und punktuellen Bauteilen bzw. Komponenten zu unterscheiden. Alle punktuellen Bauteile müssen
einen Bezug zum Raum haben. Dies wird in der Regel von der jeweiligen, verwendeten Autorensoft-
ware zur Modellerstellung sichergestellt. Weiterhin müssen folgende Mindestanforderungen zur Mo-
dellierung eingehalten werden:
• Komponenten, welche in Systemen eingesetzt werden bzw. sich am Ende eines Systems
befinden, müssen das System weiterverbinden und benötigen daher korrekte Konnektoren.
• Systeme müssen an allen „Zweigen“ geschlossen sein (z.B. am Ende einer SW-Leitung
muss sich immer ein Konnektor befinden).
• Alle im System vorhandenen Komponenten müssen topologisch korrekt verknüpft sein, um
Flussberechnungen zu gewährleisten.
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Über den gesamten Projektzeitraum sind die Vorgaben der Equipmentstruktur des BLB NRW, Orts-
kennzeichnung oder des AKS anzuwenden.
Räume Ein Raum ist in der Regel ein von Wänden, Decken und Böden umgebenes dreidimensionales Ob-
jekt. Räume müssen direkt an ihre umgebenden Bauteile grenzen. Für Räume, welche nicht oder
nur durch mobile Elemente begrenzt werden, aber als Raumobjekt ausgewiesen werden, ist eine
Begrenzung ohne Elementbezug möglich.
Folgende Mindestanforderungen werden an die Raummodellierung gestellt:
• Räume, die Bereiche innerhalb eines Raumes mit anderer Funktion beschreiben, sind eben-
falls zu erstellen. Die Räume dürfen sich in diesem Fall nicht überschneiden.
• Es dürfen keine offenen Volumina und Überschneidungen im Modell existieren.
• Technische Schächte, Lichtschächte und Aufzugsschächte sind als Räume in jeder Ebene
zu modellieren.
• Beim IFC-Export der Modelle müssen die Räume mit Raumbegrenzungslinien (IfcRelSpace-
Boundary) exportiert werden.
• Alle Räume müssen enthalten sein
Alle für Räume notwendigen Informationen sind der Anlage 14c Parameterliste der BIM-Richtlinie
des BLB NRW zu entnehmen.
Zonen Zonen (z.B. Brandabschnitte) sind eine Gruppierung von bereits bestehenden Räumen. Ein Raum
kann „Mitglied“ von unterschiedlichen Zonen sein. Je nach Projektanforderung sind Räume in Zonen
(insbesondere MEP-Räume) zu unterteilen.
Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen In der Zuständigkeit des jeweiligen Auftragnehmers sind wichtige Frei- und Wartungsräume, Sperr-
flächen, Einbringöffnungen und -wege (z.B. für Ersteinbau, Austausch) und Sperrzonen (z.B. für
künftige Mietereinbauten) zu definieren. Der Platzbedarf für die Zugänglichkeit von technischen An-
lagen und Komponenten wird in den Teilmodellen dargestellt. Die Zugänglichkeit ist von den Auf-
tragnehmern wie folgt zu gewährleisten:
• Für den Ersteinbau von Anlagen/Komponenten
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• Für die Sicherstellung der Zugänglichkeit bei Instandhaltungsarbeiten
• Für die Sicherstellung der gesetzlichen und BLB NRW internen Schutzanforderungen
• Für den Austausch bei unplanmäßigen Störungen oder Totalausfällen
• Für die allgemeine Funktion der Bauteile
Zugänglichkeit bedeutet einerseits, dass ausreichend Platz für übliche, regelmäßige Eingriffe / Ar-
beiten an der Anlage / Komponente vorhanden ist, bei Bedarf mit Leitern oder einfachen Standard-
Rollgerüsten. Die Räume werden so dimensioniert, dass die Vorgaben zu Arbeits- und Bewegungs-
flächen der entsprechend regional geltenden sicherheitstechnischen Vorschriften eingehalten wer-
den. Auch eventuelle Anforderungen aus Wartungs- und Betriebsanweisungen sind einzuhalten.
Neben den wartungsrelevanten Freiräumen sind auch technische Freiräume zu dimensionieren, die
die allgemeine Funktion der Bauteile gewährleistet. Darunter fallen auch zum Beispiel Freiräume vor
Sprinklerköpfen (für Nachweis freier Sprühraum).
3-D-Wartungsräume werden insbesondere in allen Technikräumen, Aufzugsschächten, oberhalb
von abgehängten Decken, unterhalb aufgeständerter Böden (außer Hohlraumböden) und innerhalb
von betretbaren TGA-Schächten erstellt. Außerhalb dieser Bereiche brauchen 3-D-Wartungsräume
im Regelfall nur dort modelliert werden, wo im Zuge der späteren Nutzung noch Mietereinbauten
vorgesehen sind oder punktuell eine höhere Installationsdichte vorliegt, zum Beispiel im Ausfäde-
lungsbereich von Installationstrassen in Tiefgaragen. Insbesondere für die nachfolgenden Anlagen
und Komponenten sind die Anforderungen zu erfüllen:
• Brandschutzklappen
• Schaltschränke
• Sprinklerköpfe
• Volumenstromregler
• Elektrounterverteiler
• Wärmetauscher RLT
• Lüftungsgeräte
• Schächte und Eintritte
• Weitere
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Es ist sicherzustellen, dass bei der Bezeichnung der 3-D-Wartungsräume die betreffende Anlage
oder Komponente assoziiert wird und diese gleichzeitig mit dem betroffenen Bauteil bzw. Anlage
modelliert wird. Eine nachträgliche (z.B. im as-built Modell) Einbindung ist nicht zulässig.
Platzhalter Platzhalter sind Volumenkörper, mit denen z.B. Transportwege in der Planung freigehalten oder
Platzbedürfnisse in frühen Phasen (z.B. Unterdecken, Schächte) festgelegt werden. Sie müssen als
eigene Modellelemente anzusteuern sein.
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4 Modell- und Plandarstellungen
Materialien, Texturen und Schraffuren Alle verwendeten Bauteile sind mit entsprechenden Materialzuweisungen zu definieren. Die Bauteil-
materialen müssen auf die verschiedenen Anzeigedarstellungen angepasste Texturen und Schraf-
furen enthalten. Die 2-D-Plandarstellung muss hierbei mit dem Modell assoziiert sein.
Symbole Bauteile, die im Grundriss durch ein Symbol repräsentiert werden (z.B. Schächte, Absperrungen,
Pumpen, etc.), sind Symbolzuweisungen zu definieren, die den gültigen grafischen Standards, Nor-
men und Vorschriften entsprechen.
Schemata / Berechnungsmodell Alle schematischen 2-D-Darstellungen und Details, welche keine Verbindung zum 3-D-Modell besit-
zen (z.B. Anlagenschemata, Funktionsschemata, Stromlaufpläne etc.), müssen in der jeweiligen
Modelldatei referenziert werden. Symbole in schematischen Darstellungen müssen in ihrer Art und
Größe den gültigen grafischen Standards, Normen und Vorschriften entsprechen.
Beschriftungen und Bemaßungen Beschriftungen und Bemaßungen mit einem Bezug zum 3-D-Modell, sind immer aus Modellinforma-
tionen abzuleiten. Manuelle Textbeschriftungen sind grundsätzlich zu vermeiden.
Planschriftköpfe Der Planschriftkopf wird über die jeweilige Planverwaltung des Autorenwerkzeugs ausgefüllt und
gesteuert. Für sämtliche Projekte des BLB NRW ist der Standardplanschriftkopf zu verwenden. An-
passungen des Planschriftkopfs sind vor Projektstart zu definieren und durch den BLB NRW freizu-
geben. Eine Vorlagedatei wird durch den BLB NRW zur Verfügung gestellt.
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5 Modell- und Planbezeichnungen
Dateibezeichnungen Die Modell- und Planbezeichnungen richten sich nach den projektspezifischen Vorgaben des BLB
NRW und sind mit Projektstart durch den Auftragnehmer zu erfragen.
Bauteilbezeichnungen Bei der Bezeichnung von Bauteilen ist sicherzustellen, dass die Bauteilkategorie erkennbar ist.
Raumbezeichnungen Bei der Bezeichnung von Räumen sind die Vorgaben der Anlage 14c Parameterliste der BIM-Richt-
linie des BLB NRW einzuhalten.
Parameter Bei der Bezeichnung von Parametersind die Vorgaben der Anlage 14c Parameterliste der
BIM-Richtlinie des BLB NRW einzuhalten. Wird nach Errichtung das Gebäude durch den
BLB NRW betrieben, ist ergänzend zur Parameterliste die Equipmentstruktur des BLB NRW
zu berücksichtigen.
Kennzeichnungssysteme Zur eindeutigen Identifikation von Bauteilen und insbesondere Anlagen verwendet der BLB NRW
verschiedene Kennzeichnungssysteme für die vom BLB NRW betriebenen Gebäude, , ein Anla-
genkennzeichnungssystem (AKS) oder eine Ortskennzeichnung (OKS).
Die für ein Projekt geltenden Anforderungen hinsichtlich Kennzeichnungssystemen sind im projekt-
spezifischen AIA zu definieren.
2-D Ableitungen 2-D Ableitungen erfolgen grundsätzlich im dwg-,dwf-und im pdf-Format, Die Übergabe erfolgt in
der Bauprojektmanagementplattform gemäß Anhang 11 des BLB CAD Standards.
Die Vorgehensweise, die Formate und der Datenlieferzeitpunkt werden projektspezifisch in der An-
lage 14e beschrieben und in der Anlage 16 -BAP dokumentiert.
5.6.1 Texte / Textstile / Fonts / Bemaßungen Für die Projekte werden durch den BLB NRW entsprechende Vorlagen zur Verfügung gestellt.
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5.6.2 Layerstrukturen Für das Ableiten von 2-D dwg-Plänen, die im Zusammenhang mit einem Fachmodell stehen, muss
die Ordnung von Zeichnungsobjekten auf Layern strukturiert und entsprechend zu den einzelnen
Disziplinen (bzw. Fachrichtungen) und deren Erfordernissen definiert sein. Alle Anforderungen hin-
sichtlich 2D -Plänen sind im CAD-Standard des BLB NRW festgelegt. Übergibt der AN im Rahmen
einer DWG-Abgabe eine native Revit-Datei, sind CAD-Ableitungen, die anhand der DWG-Export-
vorlage des BLB NRW erstellt werden, ausreichend.
5.6.3 Raum- und Flächendarstellungen Die definierten Räume und Flächen aus den Fachmodellen abgeleiteten 2-D-Plänen/Zeichnungen
müssen eindeutig erkennbar und durch einen geschlossenen Polygonzug und einer Raumbeschrif-
tung innerhalb des Raumpolygons gekennzeichnet sein. Wird für die Raumbeschriftung ein Block
verwendet muss der Einfügepunkt, unabhängig der Blocktexte, innerhalb des Raumpolygons liegen.
Alle Anforderungen hinsichtlich 2-D-Plänen sind im CAD-Standard des BLB NRW festgelegt.
5.6.4 Blöcke Blöcke in 2-D-Plänen, die aus Fachmodellen abgeleitet sind, sind als benannte Blöcke zu definieren
und müssen, falls gefordert, mindestens die Parameterin der Raumnummer für Anlagenbezeichnung
(AKS) oder/und Raumbezeichnung (OKS) haben. Sämtliche 2-D-Symbole aller Disziplinen sind
grundsätzlich als Blöcke zu erstellen und einzusetzen. Die Blöcke dürfen nicht gesprengt werden.
Ein Plan darf bei Übergabe keine nicht referenzierten Blöcke beinhalten. Alle Anforderungen hin-
sichtlich 2-D-Plänen sind im CAD-Standard des BLB NRW festgelegt.
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6 Level of Information Need (LOIN)
Prinzip der Modellentwicklung Das Ziel der Level of Definition ist eine einheitliche, durchgängige Beschreibung der Bauteil- und
Raumdaten in Bezug auf Geometrie und Parameter.
Der Level of Information Need (LOIN) wird über das LoG (Level of geometry) und LoI (Levels of
information) beschrieben. Grundsätzlich werden die Level of Information Need projektspezifisch auf
Grundlage von planungs-, ausführungs- und betriebsspezifischen Anforderungen in Bezug auf die
Projektphasen und Meilensteine im AIA festgelegt. Die Ausprägung vom LoG und LOI kann projekt-
spezifisch voneinander abweichen.
Die Produktneutralität in den Modellen ist in der Anlage 14d festzulegen.
Umsetzung der Modellentwicklung Die Umsetzung der Level of Definition ist in drei Anforderungen (Funktionale Beschreibung, Para-
meteranforderungen und zielbezogene Lieferanforderungen) gegliedert. Die vorliegenden Modellan-
forderungen beschreiben dabei funktional den Zusammenhang und das Prinzip der Level of Defini-
tion. Die Anlage 14c Parameterliste zu der Anlage 14a BIM-Richtlinie des BLB-NRW beschreibt da-
bei die Mindestanforderungen an die Bauteilparameter sowie den zu modellierenden Bauteilen und
Anlagen. Die BIM-Richtlinie des BLB NRW beschreibt die BIM-zielbezogenen Anforderungen (z.B.
Formate und Modellstatus) zur Lieferung der Modelle.
Funktionale Beschreibung LoG und LoI Die funktionale Beschreibung des LoG und LoI gliedert sich in Bezug auf die Leistungsphasen in
einem Projekt und werden im projektspezifischen AIA zugeordnet. Die parametrischen und katego-
rischen Anforderungen für das LOIN sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen.
Grundsätzlich definiert sich die Ausprägung des LoG und LoI inhaltlich dem aktuell geschuldeten
Planungs- bzw. Ausführungsfortschritts entsprechenden Stand sowie den geschuldeten Austausch-
und Lieferanforderungen.
Mit der Fortschreitung des Projekts wird die geometrische Granularität aufeinander aufbauend zu-
nehmen. Die zugehörige Detailtiefe ist entsprechend der Erreichung der definierten Ziele und zuge-
hörigen Anforderungen abzubilden. In der Regel ist ein vom 3-D-Modell abzuleitender, graphischer
Maßstab von 1:50 ausreichend. Entsprechend der Phase im Projekt, wird das 3-D-Modell mit Infor-
mationen erstellt oder erweitert. Hierbei handelt es sich um fortlaufend detailliertere geometrische
Eigenschaften der Modellbauteile selbst sowie das Hinzufügen von Parametern. Grundsätzlich sind
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alle in der Anlage 14c Parameterliste der BIM-Richtlinie des BLB NRW definierten Bauteile und Pa-
rameter im Modell abzubilden. Modellinhalte aus Planungsintegrationen (wie z.B. Möblierungspla-
nung sowie Frei- und Außenanlagen sind entsprechend der Beauftragungssituation und dem Pla-
nungsfortschritt abzubilden. Nachfolgende Definitionen geben einen aufeinander aufbauenden, wei-
teren Überblick über die Bauteilanforderungen. Diese haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit
des Leistungs- und Lieferumfangs.
6.3.1 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 100 (Lph 2) Das Raumprogramm, Funktionen, Abläufe und Betrieb sind weitgehend geklärt. Grundsätzliche Aus-
sagen und Konzepte zum Tragwerk, zur Technik und zum Ausbau liegen vor. Das Modell enthält
Bauteile zur Ableitung der geforderten Kennzahlen. Die Bauteile und deren zugehörigen, ungefähren
Größen, Geometrien, Orientierungen werden dargestellt. Räume sind in Bezug auf den BLB Kate-
gorien modelliert und für die Auswertung zwischen vermietbarer und nicht vermietbarer Fläche an-
gelegt. Ein Massenmodell repräsentiert das gesamte Gebäudevolumen. Die Modellierung für die
Technische Gebäudeausrüstung beinhaltet Bauteile mit flexiblen Lagen und Abmessungen der Bau-
teile. Für Visualisierungszwecke werden Annahmen über noch nicht definierte Bauteile als Volumen-
körper dargestellt. Platzhalter sind anzugeben.
LOG 100
Form• atF estlegen des angestrebten Raumprogramms (Raummodell)
• Darstellung von weiteren Bauteilen zu Visualisierungszwecken
• Darstellung von angestrebten Materialien bzw. Ausführungsart
• Anlagen und Komponenten (Erzeuger, Verbraucher, Schaltschränke, etc.) zu Visualisie-
rungszwecken als Platzhalter
• Platzhalter (z.B. für Unterdecken, Schächte, Trassen, etc.)
LOIN 100
• Anforderungen für den LOIN sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen
6.3.2 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 200 (Lph 3-4) Die Modelle enthalten Bauteile für die Anordnung und Spezifikation der wesentlichen Systeme zur
Ableitung von hinreichend genauen Kennwerten zur Baugenehmigung und Übergabe in die Ausfüh-
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rungsplanung. Die Bauteile werden mit eindeutiger Klassifizierung, Bezeichnung und definierter Ge-
ometrie, vorgesehener Verortung, Form, Orientierung und den geforderten nicht grafischen Informa-
tionen dargestellt. Zusätzlich können die wesentlichen Bauteile gruppiert und bemessen werden.
Alle Bauteile werden typenspezifisch aufgeteilt (z.B. nach Materialien, Stärken, Aufbau, etc.). Die
Ausführung des konstruktiven Aufbaus wird mit hinreichend genauer Geometrie der Bauteile darge-
stellt. Hauptkomponenten, horizontale und vertikale Trassen und Zentralen der TGA sind modelliert.
Die Modellierung für die TGA beinhaltet weiterhin den schematischen Entwurf mit ungefähren Grö-
ßen, Geometrien und Orientierungen der Bauteile. Schächte und Hauptverteilungen werden in Ihren
zu erwartenden Dimensionen generisch modelliert. Die Komponenten der technischen Gebäude-
ausrüstung sind nach Gewerken getrennt. Systembauteile (z.B. Sonnenschutz, Fenster, Türen, etc.)
werden als einfache Komponenten modelliert und z.B. mit einfachem Rahmen und Verglasung dar-
gestellt. Die geplanten äußeren Abmessungen sind festzulegen. Die Baugrubenplanung ist model-
liert. Die Freiflächen-, und -anlagen sind modelliert. Die Hauptgewerke können modellbasiert koor-
diniert werden. Die Durchbruchsplanung ist über alle Gewerke hinreichend genau und modellbasiert
koordiniert. D.h. Regeldurchbrüche in statisch relevanten Bauteilen sind vorhanden. Wartungs-
räume, Sperrflächen und Einbringungen sind modelliert und können überprüft werden.
LOG 200
Form• atF estlegung und Aufteilung der Bauteile in Typen und Materialien
• Festlegung des tatsächlichen Raumprogramms (Raummodell)
• Anschlüsse und Verschneidungen
• Regeldurchbrüche für tragende Bauteile
• Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen nach Kapitel 3.10
• Darstellung der Bauteile mit vordimensionierten und hinreichend genauen Abmessungen und Lagen: von Schächten, Rohre, Kanäle und Leitungen mit Steigzonen und Trassen von Anlagen und Komponenten mit zugehörigen Fundamenten, Dämmungen, Bekleidungen, Abschot- tungen in Schächten und Schachtaustritten, Kabeltrassen, Leerrohre (sofern beauftragt), Abläufe und Kleinstinstallationen LOIN 200
• Anforderungen für den LOI sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen
Anlage 14b Modellanforderungen 15 von 23
Version: 2.3 – Januar 2025
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6.3.3 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 300 (Lph 5-6) Die Modelle enthalten detaillierte Bauteile für die Koordination und Vergabe der Gewerke sowie zur
Ableitung von tatsächlichen Kennwerten (gem. Parameterliste). Die Modellierung beinhaltet spezifi-
sche Größen und Positionen der Bauteile sowie Anlagen und wird in tatsächlichen Größen, Geo-
metrien und Orientierungen und zusätzlicher, phasenbezogener Detaillierung modelliert. Ange-
strebte Zuteilung der Zwischenräume und Arbeitsräume sind für alle vorgegebenen Halterungen,
Verankerungen, Unterstützungen und Einbauteile erforderlich, sofern diese Informationen für den
Endzustand des Gebäudes unter dem Aspekt von Wartung/Instandhaltung notwendig wären, sind
diese Elemente ins Modell zu integrieren. Dies ist im Einzelfall zu bewerten. Die Komponenten der
technischen Gebäudeausrüstung sind nach Gewerken getrennt. Die Schlitz- und Durchbruchspla-
nung ist über alle Gewerke und Bauteile exakt koordiniert. Die Baugrubenplanung ist modelliert. Die
Freiflächen-, und -anlagen sind modelliert.
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Version: 2.3 – Januar 2025
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LOG 300
Form• atS pezifizierung der Bauteile hinsichtlich Materialien und Qualitäten
• Festlegung des tatsächlichen Raumprogramms (Raummodell)
• Festgelegte Schichten und Aufbauten
• Darstellung von Anlagen in der Form, so dass alle Anlagenlisten, Türlisten und Fenster-
listen aus dem Modell abgeleitet werden (z.B. Türen und Fenster) Darstellung von ange-
strebten Materialien bzw. Ausführungsart
• Koordinierte Schlitze und Durchbrüche
• Einbauteile und koordinationsrelevanten Bewehrung
• Koordinationsrelevante Anschlüsse bzw. Einbauteile, die ein Potential für eine Kollision
haben (z.B. Konsolen, Voute in der Ecke des Stahlrahmens)
• Darstellung der Bauteile mit tatsächlichen äußeren Abmessungen und Lagen
Darstellung von:
• Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen nach Kapitel 3.10
• Konvektoren, Auslässe, Bedienelemente, Regeleinrichtungen, Motoren und Verteiler
• Rohrverbindungen (keine Darstellung von Verschraubungen)
• Dämmungen, Bekleidungen und Abschottungen
• Rohre in Flächensystemen
• Leerrohre (sofern beauftragt), Abläufe und Kleininstallationen (z.B. Melder, Kameras,
Schalter, Dosen) sofern diese für die Umsetzung der LOIN-Anforderungen notwendig
sind
LOI•N 30B0li tzschutz, Fangstangen, Ableitungen und Ringerder
• Anforderungen für den LOI sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen
Anlage 14b Modellanforderungen 17 von 23
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6.3.4 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 400 (Lph 7-8) Das Modell enthält einzelne detaillierte Bauteile, ausreichend für die Werk‐ und Montageplanung,
zur Fertigung, sowie zur Ableitung von Kennwerten. Die geometrischen Anforderungen entspre-
chend den Anforderungen LOG 300, jedoch mit endgültigen Geometrien, tatsächlichem Platzbedarf
und vorgesehener Verortung.
Die LOG/LOIN 400 baut auf der LOG/LOIN 300 auf. Daher gelten hier alle Anforderungen / Ziele
gem. den LOG/LOIN 100 – 300, bei Bedarf können auch Bauabläufe simuliert werden. Mengen für
die Baustelle können gezogen werden. Modellbasierte Fortschrittskontrolle, Aufbau und Montagean-
leitung sind ableitbar.
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Version: 2.3 – Januar 2025
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LOG 400
Form• atS pezifizierung der Bauteile hinsichtlich Materialien und Qualitäten
• Festlegung des tatsächlichen Raumprogramms (Raummodell)
• Festgelegte Schichten und Aufbauten
• Darstellung von Anlagen in der Form, so dass alle Anlagenlisten, Türlisten und Fenster-
listen aus dem Modell abgeleitet werden (z.B. Türen und Fenster) Darstellung von ange-
strebten Materialien bzw. Ausführungsart
• Koordinierte Schlitze und Durchbrüche
• Einbauteile und koordinationsrelevanten Bewehrung
• Koordinationsrelevante Anschlüsse bzw. Einbauteile, die ein Potential für eine Kollision
haben (z.B. Konsolen, Voute in der Ecke des Stahlrahmens)
• Darstellung der Bauteile mit tatsächlichen äußeren Abmessungen und Lagen
• Darstellung von:
• Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen nach Kapitel 3.10
• Konvektoren, Auslässe, Bedienelemente, Regeleinrichtungen, Motoren und Verteiler
• Rohrverbindungen (keine Darstellung von Verschraubungen)
• Dämmungen, Bekleidungen und Abschottungen
• Rohre in Flächensystemen
• Leerrohre (sofern beauftragt), Abläufe und Kleininstallationen (z.B. Melder, Kameras,
Schalter, Dosen) sofern diese für die Umsetzung der LOIN-Anforderungen notwendig
sind
• Blitzschutz, Fangstangen, Ableitungen und Ringerder
• mit endgültiger Geometrie, tatsächlichem Platzbedarf und vorgesehener Verortung
LOIN 400
• Anforderungen für den LOI sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen
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6.3.5 Mindestmodellinhalte LOG/LOIN 500 (Lph 8) Die As-built-Modelle („wie gebaut“-Modelle) definieren sich mit dem geometrischen Modellinhalt der
Lph 5 („wie geplant“) und erweiterter Attribuierung auf Grundlage der Anforderungen (Parameter-
liste, Anlage 14c). Die Modelle dienen unter anderem zur Dokumentation zum Bauwerk mit Plänen,
Prüfprotokollen sowie Wartungs- und Produktprotokollen. Die Modelle enthalten alle Bauteile, wie in
LOG/LOIN 300, jedoch fortgeschrieben zum Status „wie gebaut“, im Rahmen der notwendigen
Nachführung der Ausführungsplanung der Lph 8 zur Erreichung des Werkerfolges durch den Objekt-
oder Generalplaner o. glw. notwendig. Die Modelle werden einer Qualitätskontrolle unterzogen und
mit dem Ist-Zustand des Gebäudes verglichen. Die Bauteile sind in Sachen Größe, Lage, Mengen
und Orientierung eine überprüfbare Darstellung, dessen was eingebaut wurde. Die Attribuierung der
Objekte ist abgeschlossen, d.h. die in der Parameterlisten, Raumbuch, Anlagenliste (Status Projekt-
start), geforderten Objektinformationen der tatsächlich verbauten Produkte sind vorhanden, ebenso
die ggf. geforderten Produktinformationen. Das Raumbuch ist aktualisiert und kann zur Wartung und
zu weiteren Nutzungen in der Betriebsphase verwendet werden. Die „as-built“ Modelle erfüllen alle
in BIM-relevanten Dokumenten gestellten Anforderungen.
LOG 500
Form• atS pezifizierung der Bauteile hinsichtlich Materialien und Qualitäten
• Festlegung des tatsächlichen Raumprogramms (Raummodell)
• Festgelegte Schichten und Aufbauten
• Darstellung von Anlagen in der Form, so dass alle Anlagenlisten, Türlisten und Fenster-
listen aus dem Modell abgeleitet werden (z.B. Türen und Fenster) Darstellung von ange-
strebten Materialien bzw. Ausführungsart
• Koordinierte Schlitze und Durchbrüche
• Einbauteile und koordinationsrelevanten Bewehrung
• Koordinationsrelevante Anschlüsse bzw. Einbauteile, die ein Potential für eine Kollision
haben (z.B. Konsolen, Voute in der Ecke des Stahlrahmens)
• Darstellung der Bauteile mit tatsächlichen äußeren Abmessungen und Lagen
Darstellung von:
• Wartungsräume, Sperrflächen und Einbringungen nach Kapitel 3.10
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• Konvektoren, Auslässe, Bedienelemente, Regeleinrichtungen, Motoren und Verteiler
• Rohrverbindungen (keine Darstellung von Verschraubungen)
• Dämmungen, Bekleidungen und Abschottungen
• Rohre in Flächensystemen
• Leerrohre (sofern beauftragt), Abläufe und Kleininstallationen (z.B. Melder, Kameras,
Schalter, Dosen) sofern diese für die Umsetzung der LOIN-Anforderungen notwendig
sind
• Blitzschutz, Fangstangen, Ableitungen und Ringerder
• tatsächlicher Geometrie und Produkten „wie gebaut“
LOIN 500
• Anforderungen für den LOI sind der Anlage 14c Parameterliste zu entnehmen
Die Toleranzen werden im BAP (Anlage 16) vereinbart.
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7 Modellkoordination und Qualitätssicherung
Koordinationskörper Zur Koordination der einzelnen Teilmodelle ist von jedem Auftragnehmer, mit Start der Modellerstel-
lung der Koordinationskörper in die jeweilige Autorensoftware zu platzieren. Die abgestimmte Plat-
zierung darf nicht verändert werden.
Es ist erforderlich, die Positionierung der einzelnen Bauwerksmodelle vor Beginn der Modellie-
rungsarbeiten zu testen und zu überprüfen. Der Koordinationskörper ist gemäß Abbildung 1 in jedem
Fachmodell zu platzieren. Am Kontaktpunkt der beiden Polyeder (Pyramide), die den Koordinati-
onskörper bilden, muss sich der Nullpunkt der Z-Koordinate befinden.
Abbildung 1: Platzierung Koordinationskörper (Draufsicht und Ansicht)
Der General-/ Objektplaner erstellt das Architekturmodell, welches er den anderen Beteiligten als
IFC-Datei ggf. nativ übergibt. Die Fachplaner referenzieren sich dieses Architekturmodell in ihre
individuelle Modellerstellungssoftware und führen mit dieser Grundlage ihre fachspezifischen Pla-
nungen durch.
Wenn alle Modelle durch die General-/ Objektplanung zu einem Koordinationsmodell zusammen-
gefügt werden, müssen sich alle Koordinationskörper deckungsgleich an der gleichen Position be-
finden.
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7.1.1 Bereitstellung Die Bereitstellung des Koordinationskörpers im Projekt erfolgt mit Beginn der BIM-Projektimplemen-
tierung durch den AG. Der Koordinationskörper und das zugehörige Template, die Materialbibliothek
sowie die Konfigurationsdateien (Parameterdatei, IFC-Exporter, gemeinsam genutzte Parameter,
DWG Layerzuweisung), wird seitens des BLB NRW zur Verfügung gestellt. Bei allen zur Verfügung
gestellten Dateien sind die in den Dateien befindlichen Hinweise zu beachten. Sämtliche Vorlage-
dateien werden als Hilfestellung herausgegeben und sind vor dem Einsatz vom AN auf die Verein-
barkeit/Einsetzbarkeit zur Erreichung des Werkerfolges bzw. Umsetzung der BIM-Vorgaben zu prü-
fen; der Einsatz erfolgt ohne Gewähr.
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