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Leistungsbeschreibung
für die Erstellung eines
Hitzeaktionsplanes mit
Klimaanpassungskonzept
Vergabenr. 2026 – 8 – 17 - 1
Stadt Hohen Neuendorf
Fachbereich Bauen
Fachdienst Planung, Hochbau,
Klimaschutz und Liegenschaften
Stand 3. September 2026
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Ausschreibung eines Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung und Ausgangslage ................................................................................................................... 2
B. Gegenstand und Ziel des Auftrags ........................................................................................................... 2
C. Rahmenbedingungen und Datengrundlagen ........................................................................................... 4
D. Zu erbringende Leistungen ...................................................................................................................... 5
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AP: Projektmanagement .................................................................................................................. 6
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AP: Bestandsaufnahme .................................................................................................................... 6
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AP: Betroffenheits- und Risikoanalyse ............................................................................................. 8
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AP: Aufnahme von Hotspots ............................................................................................................ 9
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AP: Strategieentwicklung ................................................................................................................. 9
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AP: Beteiligung und Kommunikation .............................................................................................. 10
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AP: Maßnahmenkatalog ................................................................................................................. 11
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AP: Verstetigungsstrategie ............................................................................................................. 13
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AP: Controlling-Konzept ................................................................................................................. 14
E. Hinweise zum Vergabeverfahren ........................................................................................................... 14
F. Nutzungsrecht ........................................................................................................................................ 15
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Ausschreibung eines Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept
A. Einleitung und Ausgangslage
Der Klimawandel führt in der Region Brandenburg zu spürbaren Temperaturanstiegen, längeren Trockenperioden und Extremwetterereignissen (insbesondere Hitze und Starkregen). Die Folgen des globalen Klimawandels, wie z. B. die Zunahme von Hitzetagen, Starkregenereignisse und Dringlichkeit von Wasserrückhalt, sind auch in der Stadt Hohen Neuendorf spürbar.
Hohen Neuendorf liegt im direkten nördlichen Verflechtungsraum von Berlin. Die Stadt ist stark vom kontinental geprägten Klima Brandenburgs (geringe Sommerniederschläge, intensive Hitzeperioden) sowie von den thermischen Auswirkungen der Berliner Wärmeinsel (Urban Heat Island) betroffen. Warme Luftmassen aus dem Berliner Stadtgebiet können insbesondere die südlichen Ortsteile belasten.
Der Naturraum ist durch eiszeitlich geprägte, sandige Böden mit geringer Wasserspeicherfähigkeit charakterisiert. Dies führt in den ausgedehnten Wald- und Forstbereichen (z. B. Briesetal, Herthamoor) sowie im urbanen Raum zu einer extrem schnellen Austrocknung und erhöht das Risiko für Waldbrände an den sensiblen Siedlungsrändern und verschlechtert die Resilienz der städtischen Straßenbäume.
Gegenläufige Siedlungsstruktur und Mikroklima: Die Struktur der Stadt variiert stark zwischen dicht besiedelten, stark versiegelten Kernbereichen entlang der Bundesstraße B96 (mit S-Bahnhöfen) und den durchgrünten, waldnahen Wohngebieten (z. B. in Borgsdorf oder Bergfelde). Es besteht eine ausgeprägte mikroklimatische Disparität: Während stark versiegelte Gewerbe- und Verkehrsflächen akute Hitzeinseln bilden, kommt den angrenzenden Wald- und Moorflächen eine essenzielle Kühl- und Kaltluftfunktion zu, die durch den anhaltenden Siedlungsdruck gefährdet ist.
Aufgrund der topografischen Gegebenheiten und punktuell hoher Versiegelungsgrade besteht bei sommerlichen Konvektionsniederschlägen (Starkregen) ein erhöhtes Überflutungsrisiko vor allem in tiefer gelegenen Straßenabschnitten und im Bereich der Bahntrassen.
Anlass für die Ausschreibung ist der von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hohen Neuendorf gefasste Beschluss zur Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans.
Im Beschluss A 022/2025 vom 22.05.2025 heißt es: „Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt die Stadtverwaltung mit der Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans. Der Hitzeaktionsplan für die Stadt Hohen Neuendorf soll eine Beschreibung der momentanen Situation in der Stadt bei Hitzewellen und die Priorisierung der im Notfall notwendigen Maßnahmen enthalten. Zudem bedarf es einer Kategorisierung der erforderlichen Maßnahmen nach investigativen und kostenneutralen sowie nach kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen.“
Der Hitzeaktionsplan ist dabei integraler Bestandteil der kommunalen Klimaanpassungsstrategie, sodass beide Themen gemeinsam ausgeschrieben und bearbeitet werden.
B. Gegenstand und Ziel des Auftrags
Gegenstand des Auftrags ist die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans (HAP) mit Klimaanpassungskonzept (KlAK) für das gesamte Stadtgebiet Hohen Neuendorf einschließlich der Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde, Borgsdorf und Stolpe. Da der Hitzeaktionsplan ein
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wesentlicher Bestandteil der kommunalen Klimaanpassung ist, sollen beide Konzepte gemeinsam erarbeitet und im Rahmen dieser Ausschreibung vergeben werden.
Ziel des Klimaanpassungskonzeptes ist es, die Stadt Hohen Neuendorf langfristig widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Im Fokus stehen insbesondere die Handlungsfelder Hitze, Trockenheit, Starkregen und Hochwasser. Dabei soll eine klimaangepasste Stadtentwicklung, die Sicherung kritischer Infrastrukturen sowie der Schutz der menschlichen Gesundheit gewährleistet werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt vulnerablen Bevölkerungsgruppen, insbesondere Seniorinnen und Senioren, Kleinkindern, pflegebedürftigen und vorerkrankten Menschen.
Ziel der Beauftragung ist die Erstellung einer Planungshinweiskarte aus stadtklimatologischer Sicht sowie einer Handlungskarte zur Klimaanpassung für Hohen Neuendorf zur Sicherung, Entwicklung und Ausbau wichtiger Kaltlufleitbahnen und die Optimierung der Bebauungsstruktur und Gebäudeausrichtung im Neubau (wassersensible und hitzesensible Stadtentwicklung). Ergänzend soll ein abgestimmter Maßnahmenkatalog erarbeitet werden.
In Hohen Neuendorf wurde 2020 eine Klimawirkungsanalyse im Rahmen des EU-Projektes Compete for SECAP (C4S) erstellt und Klimaanpassungsmaßnahmen erarbeitet. Außerdem wurde 2025 im Rahmen der Förderrichtlinie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur und des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz zur Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in den Bereichen Starkregenvorsorge sowie denkmalgeschützter Garten- und Parkanlagen eine Starkregengefährdungskarte für das Stadtgebiet Hohen Neuendorf erstellt. Des Weiteren wurden Maßnahmen mit Hilfe des Förderprogramms KFW 444 natürlicher Klimaschutz in Kommunen umgesetzt, z.B. Neupflanzung von Straßenbäume, Erstellung eines Grünflächenkonzeptes, Schaffung einer Naturoase – PICO-Park.
Die Stadt ist im Bereich der grünen Infrastruktur außerdem aktiv, sie motiviert die Bürgerinnen und Bürger durch Baum- und Grünpflegepatenschaften, reduziert den Mähturnus bei straßenbegleitenden Grünflächen und Mulden. Im Bereich der Hitzevorsorge veröffentlicht sie Verhaltensempfehlungen bei Hitzewellen, installiert Trinkwasserspender im öffentlichen Raum und in Schulen und verwendet helles Pflaster beim Bau neuer Außenanlagen. An diese Aktivitäten soll angeknüpft werden. Die bestehenden Maßnahmen sind zu erfassen und zu bewerten, durch weitere geeignete Maßnahmen zu ergänzen und in eine abgestimmte, übergeordnete und langfristig ausgerichtete Strategie zu überführen.
Das Klimaanpassungskonzept soll für einen Zeitraum von etwa 10 bis 15 Jahren als strategische Entscheidungsgrundlage sowie als fachlicher Planungs- und Handlungsleitfaden dienen. Es soll die spezifischen Herausforderungen Hohen Neuendorfs, insbesondere im Hinblick auf Stadtentwicklung, demografischen Wandel, Gesundheitsschutz und Daseinsvorsorge, berücksichtigen und konkrete, umsetzungsorientierte Maßnahmen aufzeigen. Diese sind hinsichtlich Dringlichkeit, Priorität, Ressourcenbedarf und zeitlicher Umsetzung zu bewerten und zu strukturieren.
Die aktuelle Hitzebelastung soll für das gesamte Stadtgebiet dargestellt, besonders betroffene Bevölkerungsgruppen und Bereiche identifiziert sowie konkrete Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und zur Bewältigung akuter Hitzebelastungen festlegt werden. Dabei sind sowohl kurzfristig umsetzbare Maßnahmen als auch mittel- und langfristige Ansätze der Hitzevorsorge und -anpassung zu berücksichtigen.
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Bei der Erstellung des Hitzeaktionsplans sowie des Klimaanpassungskonzeptes sind die spezifischen naturräumlichen, städtebaulichen, infrastrukturellen und klimatischen Gegebenheiten der Stadt Hohen Neuendorf und ihrer Ortsteile umfassend zu erfassen, zu analysieren und bei der Maßnahmenentwicklung zu berücksichtigen.
Der Hitzeaktionsplan mit Klimaanpassungskonzept soll eine fachlich fundierte, ressortübergreifende und umsetzungsorientierte Grundlage für eine klimaresiliente und zukunftsfähige Entwicklung der Stadt Hohen Neuendorf aufzeigen.
C. Rahmenbedingungen und Datengrundlagen
Folgende rechtlichen Grundlagen, übergeordnete sowie kommunale Datengrundlagen, Planungen und Konzepte sind in der Erarbeitung zu berücksichtigen bzw. zu prüfen und soweit wie möglich in das Konzept zu integrieren.
Übergeordnete rechtliche Grundlagen:
Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) Baugesetzbuch (BauGB) Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Infektionsschutz und gesundheitlicher Bevölkerungsschutz
Übergeordnete Datengrundlagen, Planung und Konzepte
Klimaanpassungsstrategie des Landes Brandenburg Brandenburgisches Wassergesetz (BbgWG) Brandenburgisches Naturschutzausführungsgesetz (BbgNatSchAG) Gutachten „Hitzeaktionsplan für das Land Brandenburg“ (2022) Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit vom BMUKN von 2017 (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) Regionalplanung Prignitz-Oberhavel Landschaftsprogramm Brandenburg Landschaftsrahmenplan Oberhavel Schutzgebiete und Natura-2000-Gebiete.
Kommunale Planwerke, Planungen und Konzepte:
Flächennutzungsplan (für die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde, Borgsdorf von 2001; für den Stadtteil Stolpe von 2003, Link: https://hohen-neuendorf.de/de/bauen- wirtschaft/stadtplanung/flaechennutzungsplan) Landschaftsplan (2014 bzw. befindet sich aktuell in der Überarbeitung, Link: https://hohen- neuendorf.de/de/bauen-wirtschaft/stadtplanung/landschaftsplan) Bebauungspläne (Link: https://isk-hohen-neuendorf.de/katalog.php) Integriertes Kommunales Klimaschutzkonzept Stadt Hohen Neuendorf (2013, Link: klimaschutzkonzept_hohenneuendorf.pdf)
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Entwicklungskonzepte der Stadt (Link: https://hohen-neuendorf.de/de/bauen- wirtschaft/stadtplanung/entwicklungskonzepte) o Freiflächenkonzept Börnersee Borgsdorf (2016) o Grünverbundsystem Stolpe / Hohen Neuendorf (2006) o Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) – Wohnungspolitische Umsetzungsstrategie (WUS) o Spielplatzentwicklungsplan (2016, wird gerade aktualisiert) o Pflege- und Entwicklungsplan für das Herthamoor (2016) Quartierskonzept Borgsdorf (2023, https://klimaschutz.hohen- neuendorf.de/de/ubersicht/klimaschutz-umwelt/quartierskonzept-borgsdorf) Zentrumsentwicklung (Link: https://hohen-neuendorf.de/de/bauen- wirtschaft/stadtplanung/zentrumsentwicklung) Verkehrsentwicklungskonzept (2015, https://hohen-neuendorf.de/de/bauen- wirtschaft/stadtplanung/verkehrsentwicklungsplan) Interkommunales Verkehrskonzept (2022, https://hohen-neuendorf.de/de/bauen- wirtschaft/stadtplanung/interkommunales-verkehrskonzept) Kommunales Geoportal mit den kommunalen Daten zu verschiedenen Themen: (Link: https://hohen-neuendorf.virtualcitymap.de/) o Starkregengefährdungskarte o Verkehr o Baumkataster o Bebauungspläne uvm.
D. Zu erbringende Leistungen
Folgende Hinweise vorab:
Der Hauptteil des Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzeptes besteht aus der Bestandsaufnahme, Betroffenheitsanalyse (inkl. Zukunftsszenarien) und die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs innerhalb eines umfassenden Beteiligungsprozess.
Bei der Angebotsabgabe ist zu beachten, dass der Hitzeaktionsplan und das Klimaanpassungskonzept sehr detailliert auf die realistische Machbarkeit und die umsetzenden Akteure der Stadt Hohen Neuendorf angepasst sein soll.
Der Auftrag wird seitens der Stadtverwaltung durch die Klimaschutzbeauftragte und eine Fachkraft aus dem Bereich Stadtplanung begleitet. Die Stadt Hohen Neuendorf hält im Prozess die Projektleitung. Da seitens der Kommune kein Klimaanpassungsmanagement vorhanden ist, werden keine inhaltlichen Bausteine des Konzeptes durch die Stadtverwaltung selbst erarbeitet. Die fachliche und inhaltliche Erstellung des Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept liegt vollständig beim Auftragnehmer.
Die Stadtverwaltung unterstützt den Bearbeitungsprozess durch inhaltliche Abstimmungen, die Bereitstellung vorhandener Konzepte, Unterlagen und kommunaler Datengrundlagen sowie die Einbindung relevanter Verwaltungsbereiche. Hierzu wurde eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe „Hitzeschutz und Klimaanpassung“ aus den Bereichen Soziales, Klimaschutz, Stadtservice und Stadtplanung eingerichtet, die bei Bedarf durch externe Akteurinnen und Akteure, insbesondere den 5
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Seniorenbeirat, unterstützt wird. Für die fachliche Unterstützung in anderen Handlungsfeldern (Sturm, Starkregen) kann zudem die existierende Arbeitsgruppe „Katastrophenschutz“ der Stadtverwaltung herangezogen werden.
Das Klimaanpassungskonzept soll untenstehende Arbeitspakete enthalten.
Beschreibung der Arbeitspakete
- AP: Projektmanagement
0.1 Projektorganisation Für die Erarbeitung des Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept ist ab Auftragserteilung ein Arbeitsprozess von 18 Monaten vorgesehen. Der Auftragnehmer übernimmt die Organisation und Steuerung des Erarbeitungsprozesses.
Zu den Leistungen gehören insbesondere:
Erstellung und laufende Aktualisierung des Projektstruktur- und Zeitplans, laufende Überwachung von Zeit, Kosten, Terminen und Leistungsfortschritt, Koordination und Abstimmung der Arbeitspakete und Unteraufgaben, Organisation und Begleitung des mehrstufigen Erarbeitungsprozesses einschließlich der Beteiligungsformate, frühzeitige Information über Risiken und Abweichungen sowie unverzügliche Anzeige vom Auftragnehmer zu Verzögerungen, regelmäßige Abstimmung und Berichterstattung gegenüber der Auftraggeberin.
Die Auftraggeberin bewertet die Angemessenheit und Richtigkeit der erbrachten Leistungen. Für jedes Arbeitspaket und jede Unteraufgabe sind mindestens zwei Korrekturschleifen vorzusehen.
0.2 Projektmanagement Zur kontinuierlichen Steuerung und fachlichen Abstimmung der Bearbeitungsschritte ist ein regelmäßiges Reporting gegenüber der Auftraggeberin vorgesehen. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen Projektbesprechungen durchgeführt. Die Abstimmung erfolgt ca. alle vier Wochen sowie bei Bedarf zusätzlich; die Termine können auch als Online-Jour-Fixe durchgeführt werden. Die Terminplanung wird zu Projektbeginn gemeinsam mit der Auftraggeberin abgestimmt und für die weitere Projektlaufzeit festgelegt.
Der Auftragnehmer übernimmt die vollständige Organisation und Durchführung der Projektbesprechungen einschließlich der Vor- und Nachbereitung, Moderation und Protokollierung. Dies umfasst auch ein gemeinsames Startgespräch zu Beginn sowie ein Abschlussgespräch zum Ende der Projektbearbeitung. Die Besprechungen dienen insbesondere der Information über den aktuellen Bearbeitungsstand, der Abstimmung der nächsten Arbeitsschritte sowie der frühzeitigen Klärung von offenen Fragen und erforderlichen Entscheidungen.
Darüber hinaus unterstützt der Auftragnehmer die Kommune bei der Erhebung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung relevanter Daten.
- AP: Bestandsaufnahme
- Literatur- und Datenauswertung zu den überregionalen und regionalen Klimadaten
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a) Sichtung, inhaltliche Beschreibung und Analyse der vorhandenen Literatur und Daten zum Hohen Neuendorfer Kommunalgebiet und der lokalen klimatischen Entwicklung. Es sollen u. a. folgende Parameter des Kommunalgebietes jeweils in einem separaten Unterkapitel beschrieben und analysiert werden: Relief, Flächennutzung, Bebauung und Dichte, Versiegelungsgrad, Siedlungsstruktur, Bevölkerung: Bevölkerungsdichte, demographische Struktur/Alter, vulnerable Gruppen, soziale Einrichtungen (vulnerabler Gruppen) Klima in Hohen Neuendorf: vergangene klimatische Entwicklung bis heute, IST- Situation, Beschreibung der Veränderungen und IST-Situation für folgende Parameter: Niederschlag, Temperatur, Trockenheit, Grundwasserneubildung, Wind und Luftaustausch, Kenntage: Eistage, Frosttage, Schneedeckentage, Sommertage, heiße Tage etc. b) Für das gesamte Untersuchungsgebiet sind die relevanten, meteorologischen Parameter (Tages- und Nachttemperaturen, Temperaturkenntage, Kaltluftvolumenstrom, Windgeschwindigkeiten und Strömungsfeld, etc.) aus der Analyse kartographisch abzubilden. Diese sind mit der AG abzustimmen. c) Weitere notwendige Daten, die der Kommune nicht zur Verfügung stehen, sind in Abstimmung mit dem AG eigenständig zu beschaffen und entsprechend aufzuarbeiten. d) Der Analyse ist eine transparente, nachvollziehbare Beschreibung der Methodik des Vorgehens und der Datengrundlage voranzustellen.
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Zusammenstellung der Daten zur Klimaentwicklung bis zum jetzigen Zeitpunkt a) Auf Basis der Analysen in AP 1 sind alle Eingangsparameter und Zwischenstände als Karten (Relief, Flächennutzung, Versiegelung, Altersstruktur etc.) zu erstellen und mit dem AG abzustimmen. b) Final sind Klimafunktionskarten mit den zusammengefassten, gesammelten Informationen zu erstellen. c) Wesentliche Bestandteile der Beschreibung sind eine Definition von Kalt- /Frischluftentstehungsgebieten und einer lokalen Begründung, warum diese in Hohen Neuendorf an den entsprechenden Orten bestehen. Des Weiteren ist der Kaltluftvolumenstrom, die Strömungsgeschwindigkeit, Luftleitbahnen etc. zu definieren und anhand ihrer lokalen Gegebenheiten im Hohen Neuendorfer Stadtgebiet zu beschreiben und zu begründen (anhand von Temperatur, Dichte und Druckunterschieden etc.). d) Die gesammelten Informationen sind so zusammenzufassen und auszuwerten, dass deutlich wird, welche Bedeutung die jeweiligen Gebiete und Luftleitbahnen für die Versorgung der Stadt mit Frischluft/Kaltluft haben.
a) Ermittlung der potentiellen zukünftigen Entwicklungen des Klimas für die Kommune anhand von mindestens einem Zukunftsszenario Auf Grundlage der aktuell vorhandenen Projektionen für das Klimaszenario RCP8.5 sollen die Parameter Lufttemperatur, Niederschlag, Trockenheit, Grundwasser, Wind und Luftaustausch und Kaltluftsituation ermittelt und kartographisch dargestellt werden. Ein Vergleich von heute zu Trends in der Zukunft soll vorgestellt werden. Die Szenarien sind jeweils zu beschreiben und im Hinblick auf den notwendigen Handlungsbedarf zu bewerten.
b) Planungsrelevante stadtklimatische Bewertung und Maßnahmenempfehlung – Planungshinweiskarten
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Es sind Hinweise zur bioklimatischen Bedeutung der Ausgleichsräume und Wirkungsräume in einem räumlichen Bezug abzubilden. Damit ist eine stadtklimatische Bewertung durchzuführen, die kartographisch in einer Planungshinweiskarte abzubilden ist. Dafür ist eine Ableitung von
- Klimatisch-lufthygienisch wirksamen Ausgleichsräumen,
- Klimatisch-lufthygienischen Belastungsräumen (Wirkungsräume), sowie von
- Luftleitbahnen (Luftaustauschströmungen des Ausgleichsraum-Wirkungsraum-Gefüges) abzuleisten. Es sind entsprechend klimatisch begründete Anforderungen und Maßnahmen zur Sicherung, Entwicklung und Wiederherstellung von klima- und immissionsökologischen Strukturen abzuleiten. Zugeordnete Planungshinweise geben somit Auskunft über die Empfindlichkeit gegenüber Nutzungsänderungen
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Verschriftlichung der Bestandsaufnahme und Datenübergabe a) Alle Ergebnisse der Bestandsaufnahme sind innerhalb eines separaten Kapitels des Klimaanpassungskonzeptes in Form von Text, Grafiken, Tabellen und kleinen Kästen mit Zusammenfassung zu dokumentieren und abzugeben (Word- und PDF-Datei). b) Auswertung vorhandener raum-, klima- und demografiebezogener Daten sowie bestehender Pläne und Fachkonzepte. c) Aktualisierung der Analyse der lokalen und regionalen Klimadaten, Klimaparameter und historischen Schadensereignisse. d) Die Datenübertragung auf das kommunale Geoportal muss gewährleistet werden. Das erforderliche Datenformat für die kartografischen Ergebnisse und die Auflösung der Karten sind mit dem Auftraggeber abzustimmen.
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AP: Betroffenheits- und Risikoanalyse
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Analyse der aktuellen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Kommune und ihre Handlungsfelder Verortung von sensibler Infrastruktur zur Identifizierung stadtklimatischer Vulnerabilität
Aufbauend auf AP 1 wird die räumlich differenzierte Betroffenheit sensibler Flächen und Gebäudenutzungen, insbesondere sozialer Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen, gegenüber thermischer Belastung erfasst, qualitativ bewertet und kartographisch dargestellt. Hierzu werden geeignete Bewertungskriterien definiert und begründet, anhand derer die betroffenen Flächen und Nutzungen ausgewählten Vulnerabilitätsstufen zugeordnet werden.
Demographische Betroffenheitsanalyse zur Identifizierung stadtklimatischer Vulnerabilität
Es ist die räumlich differenzierte Betroffenheit definierter, gegenüber thermischer Belastung besonders sensibler Risikogruppen zu erfassen, qualitativ zu bewerten und kartographisch darzustellen. Hierzu sind relevante hitzesensible Risikogruppen zu definieren und räumlich zu verorten. Die ermittelten Risikogruppen sind mit den Ergebnissen aus AP 1 zu verschneiden und hinsichtlich ihrer thermischen Betroffenheit zu bewerten.
Für die Bewertung und Einstufung in die vorgesehenen Vulnerabilitätsstufen sind nachvollziehbare Bewertungskriterien zu entwickeln und darzulegen. Die Ergebnisse sind in einer Planungshinweiskarte aufzubereiten und kartographisch darzustellen.
- Priorisierung der kommunalen Handlungsfelder, die in Bezug auf Klimawandelfolgen besonders relevant sind: Welche Sektoren sind in der Kommune besonders vom Klimawandel und Hitze
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betroffen und bei welchen Sektoren besteht zuerst Handlungsbedarf. Die Kriterien für die Priorisierung sollen dargelegt werden.
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Ermittlung der aktuellen und zukünftigen Risiken, Herausforderungen und Chancen pro Handlungsfeld (mit Fokus auf vulnerable Bevölkerungsgruppen und Ökosysteme) vor dem Hintergrund der Klimawandelfolgen: Für jedes zuvor festgelegte Handlungsfeld soll eine präzise Stärken-Schwächen-Analyse (Risiko- und Chancenanalyse) für die Gegenwart und die Zukunft erstellt. Der Fokus liegt dabei auf die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen (z. B. Senioren, Kinder, chronisch Kranke) und sensible Ökosysteme (z.B. kommunale Grünanlagen, Wälder, Gewässer).
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Analyse der vorhandenen Anpassungskapazitäten (Finanzielle Mittel, Wissen, Netzwerke) der Akteure (Verwaltung, Wissenschaft, Medien, NGO, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft usw.): Die Analyse der Anpassungskapazitäten untersucht die Stärken und Schwächen der verschiedenen Akteure vor Ort. Ist die Kommune in der Lage, die identifizierten Risiken zu bewältigen? Wo liegen bereits wertvolle Ressourcen und wo gibt es personelle, finanzielle oder wissensbasierte Lücken?
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Verfassen der Ergebnisse der Betroffenheitsanalyse: Es soll detailliert erläutert werden, welche Methode(n) angewendet werden, um die Vielzahl gesammelter Informationen aus Workshops, Interviews und Online Beteiligung zu bündeln, auszuwerten und für das Klimaanpassungskonzept und die Maßnahmenentwicklung aufzubereiten. Welche Methode werden angewendet, um den aktuellen Stand der Bestandsaufnahme und Betroffenheitsanalyse über eine Präsentation weiterzuvermitteln.
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AP: Aufnahme von Hotspots Hotspotanalyse und Ableitung von Handlungserfordernissen: Im Rahmen der Hotspotanalyse sind zunächst die für die ausgewählten relevanten klimatischen Einflüsse und deren Auswirkungen hinsichtlich ihrer Bedeutung und Betroffenheitsrelevanz zu priorisieren.
Auf Grundlage der Bestands- und Betroffenheitsanalyse sind anschließend besonders betroffene Gebiete bzw. räumliche Schwerpunkte (Hotspots) für die priorisierten Handlungsfelder zu identifizieren und nachvollziehbar abzugrenzen. Die Identifikation und Priorisierung der Hotspots sind anhand geeigneter, fachlich nachvollziehbarer Kriterien vorzunehmen. Dabei sind sowohl die räumliche Ausprägung und Intensität der Betroffenheit als auch die Bedeutung der betroffenen Strukturen, Nutzungen und Funktionen zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse der Hotspotanalyse sind abschließend aufzubereiten und zu dokumentieren. Hierbei sind die wesentlichen Erkenntnisse und räumliche Betroffenheit, u. a. auch räumlich, geeignet darzustellen sowie daraus konkrete Handlungserfordernisse für die jeweiligen Handlungsfelder abzuleiten.
- AP: Strategieentwicklung Die Auftragnehmenden erarbeiten in Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung eine kommunale Gesamtstrategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Grundlage bilden die Ergebnisse der Bestands- und Betroffenheitsanalyse (AP 1-2), sowie die Hotspotanalyse (AP 3). Die Strategie ist mit den anderen Fachplanungen der Kommune sowie bestehende Ziele einzuordnen.
Für die einzelnen Handlungsfelder sind unter Einbezug der zuständigen Fachämter relevante Fachgebiete zu identifizieren und räumlich sowie funktional zu priorisieren. Die Rolle der Kommune in den jeweiligen Handlungsfeldern und Fachgebiete ist unter Berücksichtigung der
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Klimaanpassungsaufgaben nach innen und außen zu definieren. Ziel ist es, die Belange der Klimaanpassung in allen relevanten Planungs- und Entscheidungsprozessen der Kommune zu verankern. Hierzu sind formelle Instrumente und informelle Ansätze eng miteinander zu verzahnen.
Ein besonderer Schwerpunkt ist auf die Identifikation und Nutzung von Synergien der geplanten Hitzeschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen dem natürlichen Klimaschutz. Entsprechende Potenziale sind zu erfassen und in die Gesamtstrategie zu integrieren. Auf dieser Grundlage sind die Ziele des Anpassungsmanagements sowie konkrete Handlungserfordernisse für priorisierte Gebiete abzuleiten. Insbesondere sind Flächen mit besonderer Bedeutung für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen und die Verbesserung des Mikroklimas zu identifizieren und in einer Planungshinweiskarte mit Fokusräumen darzustellen.
Die Ergebnisse sind unter Integration der Resultate aus AP 5 „Beteiligung und Kommunikation“ in einem Entwurf der Gesamtstrategie zusammenzuführen und anschließend verwaltungsintern abzustimmen. Die Ergebnisse sollen verschriftlicht werden, beispielsweise mit folgendem Aufbau:
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Anpassungsziele und Handlungserfordernisse
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Fokusräume dargestellt in der Planungshinweiskarte für die Gesamtstrategie a. Fokusräume für den Schutz von Grün- und Freiflächen b. Fokusräume für den Erhalt der Kaltluftzufuhr c. Fokusräume mit erhöhter Handlungspriorität für die Hitzevorsorge d. Fokusräume für den Schutz hitzegefährdeter sozialer Infrastruktur e. Fokusräume mit erhöhter Handlungspriorität zur Überflutungsvorsorge f. Fokusräume für den Schutz starkregengefährdeter sozialer Infrastruktur g. Fokusräume für die Retention von Regenwasser im Außenbereich
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AP: Beteiligung und Kommunikation
Ziel des Arbeitspakets ist die frühzeitige, zielgruppengerechte und kontinuierliche Information und Einbindung relevanter Akteur*innen, der Politik, der Verwaltung und der Bürgerschaft in den Erarbeitungsprozess des Hitzeaktionsplans und dem Klimaanpassungskonzept sowie begleitende Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
Der Auftragnehmer erarbeitet ein Kommunikationskonzept für den Erstellungsprozess sowie für die künftige Umsetzung des Hitzeaktionsplans und des Klimaanpassungskonzeptes. Das Kommunikationskonzept muss auf die gesellschaftlichen und strukturellen Gegebenheiten der Stadt zugeschnitten sein.
Die Auftragnehmenden identifizieren gemeinsam mit der Auftraggeberin relevante interne und externe Akteur*innen und entwickeln in Abstimmung mit der Auftraggeberin geeignete Kommunikations- und Informationsmaterialen und setzen öffentlichkeitswirksame Maßnahmen um. Die Auftragnehmerinnen übernehmen die methodische und fachliche Konzeption, Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung geeigneter Beteiligungsformate.
Vorgesehen sind insbesondere:
ein Workshop mit der Verwaltung und relevanten Akteur*innen (Arbeitsgruppe Hitzeschutz und Klimaanpassung) zur Ermittlung von Betroffenheit sowie zur Identifikation von Chancen, Risiken und Anpassungskapazitäten; eine Informationsveranstaltung zum Hitzeaktionsplan und Klimaanpassung für die Öffentlichkeit 10
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mindestens ein Workshop für die Öffentlichkeit zur weiteren Ausdifferenzierung des Maßnahmenkatalogs; Mindestens ein passendes Beteiligungs- und ein Informationsformat für Kinder- und Jugendliche in Zusammenarbeit mit dem Jugendkoordinator der Stadtverwaltung, dies könnte u. a. den Aufbau einer webbasierten interaktiven Mitmach-Karte einschließlich Aufbereitung der Ergebnisse umfassen; Vorstellung des Konzeptes in mindestens zwei politischen Gremien; Vorbereitung einer öffentlichen Auslegung und Bekanntmachung der Unterlagen des Plan- und Konzeptentwurfs (digital und analog) Erstellung von Postern und Flyern für die Öffentlichkeit
Die Workshops dienen insbesondere der Vermittlung der Ergebnisse der Betroffenheits- und Hotspotanalyse sowie der gemeinsamen Identifikation und Konkretisierung von Handlungsbedarfen und Maßnahmen. Die Workshops und sonstige Beteiligungsformate sind inhaltlich auf die jeweiligen Zielgruppen abzustimmen. Dabei sollten insbesondere die Ergebnisse der Betroffenheits- und Hotspotanalyse verständlich aufbereitet werden um die Inhalte gemeinsam mit den Beteiligten zu reflektieren.
Für jede Veranstaltung sind mindestens drei Personen seitens der Auftragnehmenden bereitzustellen. Diese übernehmen insbesondere die Tischmoderation und verfügen über Kompetenzen zur konstruktiven Konfliktbearbeitung und Mediation. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Poster und Flyer zu erstellen.
Die Ergebnisse der Beteiligungs- und Informationsformate sind durch die Auftragnehmenden schriftlich zu dokumentieren, auszuwerten und hinsichtlich zentraler Erkenntnisse, Handlungsbedarfe und Maßnahmenvorschläge zusammenzuführen. Die Ergebnisse sind in die weitere Konzepterarbeitung einzubeziehen und durch geeignete grafische Darstellungen sowie eine für die digitale Nutzung geeignete Fotodokumentation aufzubereiten. Darüber hinaus sind geeignete textliche Bausteine für das Klimaanpassungskonzept zu erstellen.
Der Plan- und Konzeptentwurf ist digital auf der Internetseite der Stadt Hohen Neuendorf sowie analog im Rathaus öffentlich auszulegen. Die Unterlagen für die öffentliche Auslegung des Plan- und Konzeptentwurfs sind vom Auftragnehmer in Abstimmung mit der Stadtverwaltung vorzubereiten. Die eingegangenen Rückmeldungen aus der Beteiligung sind auszuwerten, fachlich zu prüfen und soweit möglich in die Finalisierung einzubeziehen. Der Umgang mit den Rückmeldungen ist nachvollziehbar zu dokumentieren.
Der Hitzeaktionsplans und das Klimaanpassungskonzept sind professionell und hochwertig zu layouten und für die digitale Veröffentlichung sowie den Druck aufzubereiten.
- AP: Maßnahmenkatalog
Wesentlicher Bestandteil des Hitzeaktionsplanes mit Klimaanpassungskonzept ist die Entwicklung eines kommunalspezifischen, umsetzungsorientierten Maßnahmenkatalogs für den Hitzeschutz und die Klimaanpassung. Der Maßnahmenkatalog umfasst kurz-, mittel- und langfristig umzusetzende Maßnahmen und bildet die zentrale Grundlage für die spätere Umsetzung des Konzeptes.
Die Maßnahmen werden aus den ermittelten Betroffenheiten, Handlungsfeldern (Wetterextreme und erwartbare klimatische Entwicklungen) sowie den kommunalen Fachgebieten abgeleitet. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Hitzeschutz und Klimaanpassung“ der 11
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Stadtverwaltung sowie weiteren relevanten Akteur*innen und der Öffentlichkeit weiterentwickelt und priorisiert.
Die Beteiligung erfolgt im Rahmen geeigneter Beteiligungsverfahren. Bei der Entwicklung der Maßnahmen ist ein differenzierter Blick auf die individuellen räumlichen, sozialen, ökologischen und administrativen Gegebenheiten in Hohen Neuendorf erforderlich.
Die Maßnahmen sollen übersichtlich, hinreichend konkret und auf eine tatsächliche Umsetzung ausgerichtet sein. Sie werden entsprechend ermittelten Handlungsfelder kategorisiert, nach den betroffenen Fachgebieten strukturiert und hinsichtlich ihrer Dringlichkeit, Wirksamkeit, Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit bewertet und priorisiert. Hierfür ist eine nachvollziehbare und gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiteren relevanten Akteur*innen abgestimmte Auswertungs- und Priorisierungsmethode zu entwickeln und anzuwenden.
Bei der Maßnahmenentwicklung sind insbesondere Synergien und Zielkonflikte mit dem Klima-, Gesundheits- und Naturschutz, der nachhaltigen Stadtentwicklung sowie dem Schutz weiterer räumlicher Schutzgüter zu berücksichtigen. Ebenso werden Inklusionsaspekte sowie Synergien und Überschneidungen mit bestehenden und geplanten kommunalen Konzepten und Maßnahmen, insbesondere des Klimaschutzes, betrachtet. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und geeignete Lösungsansätze aufzuzeigen.
Aufbau der Maßnahmensteckbriefe
Für jede Maßnahme wird eine übersichtliche Kurzdarstellung bzw. ein Maßnahmensteckbrief erstellt. Die Steckbriefe sind so aufzubauen, dass sie sowohl eine schnelle Übersicht über die Maßnahme ermöglichen als auch als Arbeitsgrundlage für die spätere Umsetzung dienen.
Dieser soll mindestens folgende Inhalte umfassen:
Ausgangslage, Beschreibung und Zielsetzung der Maßnahme einschließlich der erwarteten räumlichen und qualitativen Wirkung, Kennzeichnung, ob es sich um eine naturbasierte Maßnahme bzw. eine Maßnahme des natürlichen Klimaschutzes handelt, Einordnung in das jeweilige Handlungsfeld sowie Bezug zu den ermittelten Betroffenheiten, Synergien mit anderen Maßnahmen sowie mit Zielen und Aufgaben einer nachhaltigen Stadtentwicklung, Priorität und Begründung der Priorisierung auf Grundlage der gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiteren relevanten Akteur*innen abgestimmten Bewertungs- und Auswertungsmethode, Zeitraum der Durchführung (kurz-, mittel- oder langfristig bzw. konkreter Umsetzungszeitraum), federführende Akteurinnen, wichtige Kooperationspartnerinnen und Zielgruppen, jeweils verwaltungsintern und extern, erforderliche Handlungsschritte und Voraussetzungen für die Umsetzung, Kostenschätzung der zu erwartenden Ausgaben einschließlich Personal- und Sachkosten sowie Darstellung möglicher Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, soweit möglich eine Gegenüberstellung der erwarteten Kosten mit den langfristig vermiedenen Schadenskosten, quantitative Angaben zur erwarteten Anpassungsleistung, gegebenenfalls aggregiert für Maßnahmenpakete, einschließlich Begründung der zugrunde gelegten Annahmen,
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sofern eine quantitative Bewertung nicht möglich ist, eine qualitative Beschreibung der Wirkungskette sowie geeignete Erfolgsindikatoren, gegebenenfalls Auswirkungen auf die regionale Wertschöpfung, mögliche Hürden, Akzeptanzprobleme und Zielkonflikte, beispielsweise Vorbehalte von Bürgerinnen oder Eigentümerinnen, sowie Vorschläge zu deren Umgang, Erfolgskontrolle und Monitoring der Maßnahme einschließlich geeigneter Indikatoren und mindestens ein gutes Praxisbeispiel aus Hohen Neuendorf oder einer anderen geeigneten Kommune.
Schwerpunkt Hitzeaktionsplanung
Ein besonderer Schwerpunkt des Maßnahmenkatalogs liegt auf der Entwicklung von Hitzeaktionsmaßnahmen für die relevanten Handlungsfelder und die betroffenen Fachgebiete. Hierbei sind insbesondere die ermittelten hitzebedingten Betroffenheiten und besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen.
Die Hitzeaktionsmaßnahmen werden entsprechend dem beschriebenen Steckbriefsystem entwickelt, bewertet und priorisiert. In dem Maßnahmenkatalog sollen die Hitzeschutzmaßnahmen gesondert gekennzeichnet werden. Wirkungszusammenhänge und Synergien mit anderen Handlungsfeldern sollen ebenfalls im Katalog ablesbar sein.
- AP: Verstetigungsstrategie
Ziel der Verstetigungsstrategie ist es, die Umsetzung der im Hitzeaktionsplan und im Klimaanpassungskonzept entwickelten Ziele und Maßnahmen langfristig in Hohen Neuendorf sicherzustellen.
Hierzu sind geeignete Organisations- und Managementstrukturen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie interne und externe Vernetzungsstrukturen zu entwickeln. Dies umfasst insbesondere den Aufbau bzw. die Begleitung eines verwaltungsinternen Koordinierungs- und Managementteams. Dazu sollten die bereits existierenden Strukturen innerhalb (Arbeitsgruppe Hitzeschutz und Klimaanpassung) und außerhalb der Stadtverwaltung genutzt werden.
Die Verstetigungsstrategie soll darüber hinaus darstellen, wie die Ergebnisse der Bestands- und Risikoanalyse sowie die entwickelten Anpassungsmaßnahmen dauerhaft in räumlich und klimarelevante Planungs-, Bau- und Genehmigungsverfahren integriert werden können. Hierzu ist eine praxisorientierte Checkliste bzw. ein Prüfinstrument für Planer*innen zu entwickeln, das relevante Klimafolgeaspekte, geeignete Instrumente und Maßnahmen sowie die jeweils zu berücksichtigenden rechtlichen Rahmenbedingungen zusammenführt. Die Anwendung des Instruments soll eine systematische und nachvollziehbare Berücksichtigung der Klimaanpassung in Planungs- und Genehmigungsprozessen ermöglichen.
Ergänzend sind die erwarteten positiven Wirkungen der Klimaanpassungsmaßnahmen darzustellen. Hierzu zählen insbesondere Beiträge zur Klimavorsorge und Risikominderung, positive ökonomische und städtebauliche Effekte, regionale Wertschöpfung sowie Möglichkeiten zur Nutzung und Akquisition weiterer Fördermittel.
Die Verstetigungsstrategie umfasst zudem die Entwicklung eines jährlichen Aktions- bzw. Umsetzungsplans, mit dem die priorisierten Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Zeiträume und
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Ausschreibung eines Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept
erforderlichen Ressourcen für die kontinuierliche Umsetzung der Gesamtstrategie operationalisiert werden.
- AP: Controlling-Konzept
Ein Wirkungsmonitoring soll im Rahmen der Umsetzung des Hitzeaktionsplans und des Klimaanpassungskonzeptes durchgeführt werden, um die kurz-, mittel- und langfristige Wirkung des Managements für Klimaanpassung und Hitzeschutz zu erfassen. Im hierfür zu erstellenden Controlling- Konzept werden die Rahmenbedingungen für die kontinuierliche Erfassung und Auswertung der Maßnahmen dargestellt (Controlling top-down). Darüber hinaus sollen Regelungen für die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen im Hinblick auf die Erreichung der Klimaanpassungsziele und des natürlichen Klimaschutzes (Controlling bottom-up) fest. Definieren Sie hierzu Maßnahmen zur Kontrolle des Projektfortschritts, Erfolgsindikatoren der Maßnahmen und den Turnus der Fortschreibung des entwickelten Konzepts. Das Controlling-Konzept soll außerdem den Personalbedarf, notwendige Investitionen (z. B. in Messtechnik), Zeitpläne mit Arbeitsschritten und Möglichkeiten zur Datenerfassung und -auswertung enthalten. Darüber hinaus werden Managementmöglichkeiten und Zertifizierungssysteme vorgestellt sowie Empfehlungen für die Kommune abgeben.
E. Hinweise zum Vergabeverfahren
Die Vergabe erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung mit einem 2-stufigen Vergabeverfahren.
Stufe 1: Der Teilnahmewettbewerb (Auswahlverfahren)
Der Auftraggeber veröffentlicht den Auftrag und fordert Unternehmen zur Abgabe von Teilnahmeanträgen auf. Die teilnehmenden Unternehmen werden in dieser Phase als Bewerber bezeichnet. Es werden noch keine Preise oder konkreten Angebote eingereicht. Der Auftraggeber prüft die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit (z. B. durch Referenzen, Umsatzzahlen und Personalressourcen). Anhand objektiver Kriterien wird die Zahl der Bewerber auf einen geschlossenen Kreis geeigneter Unternehmen reduziert. Bei gleicher Eignung werden 3-5 Bewerber ausgelost.
Stufe 2: Die Angebots- oder Verhandlungsphase (Zuschlagsverfahren)
Nur die ausgewählten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert und wechseln ihren Status zu Bietern. Die Bieter reichen nun ihre detaillierten Preise und Konzepte ein.
Für die Bewertung der Angebote sind Bieter*innengespräche vor Ort in Hohen Neuendorf vor einer Jury vorgesehen. Im Gespräch sollen u.a. das Arbeitskonzept und Methodik für die unterschiedlichen Arbeitspakete, die Gewichtung der Arbeitspakete und zeitliche Planung präsentiert und diskutiert werden. Der Auftraggeber bewertet die Angebote anhand vorab bekannter Zuschlagskriterien und erteilt den Zuschlag an das wirtschaftlichste Angebot. Es ist wünschenswert, dass zum Gespräch sowohl die Projektleitung als auch ein/-e Mitarbeiter/-in erscheinen.
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Ausschreibung eines Hitzeaktionsplans mit Klimaanpassungskonzept
F. Nutzungsrecht
Die Auftraggeberin erwirbt das volle, uneingeschränkte und zeitlich unbegrenzte Nutzungsrecht an der durch die AN erbrachte Leistung. Dazu zählen alle Ergebnisse, Muster, grafischen Ideen und Erzeugnisse.
Mit Abgabe eines Angebotes stimmen die Bietenden, im Falle einer Auftragserteilung, der Veröffentlichung bzw. Weitergabe der erbrachten Leistungen zu.
Sämtliche erhobenen Daten und durch die Auftragnehmenden erbrachten Leistungen werden der Auftraggeberin zur freien Verfügung und Bearbeitung übergeben. Die Nutzungsrechte verbleiben auch nach Beendigung des Auftrags bei der Auftraggeberin.
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