KiDS (Kommunikationstechnik in Duesseldorfer Schulen) - (2019.09.24).pdf

Elektro- und Nachrichtentechnik für Schule und Dreifachsporthalle in Düsseldorf

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 12.09.2026, 17:08 (Europe/Berlin)

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Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

(KiDS)

Kommunikationstechnik

in Schulen

der Landeshauptstadt Düsseldorf

Standards zur Bereitstellung einer zeitgemäßen und zukunftsorientieren Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Diese Unterlagen sind ausschließlich für die IPM, die Mitarbeiter der Landeshauptstadt Düsseldorf und deren beauftragten Architekten und Ingenieurbüros erstellt worden.

Aus diesem Grund wird auf Angabe der Quellen verzichtet.

Die Weitergabe an Dritte ist untersagt!

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 1 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

ALLGEMEIN................................................................................................. 3

0.1. GRUNDLAGE 3 0.2. NUTZERGRUPPEN/BEREICHE 3 DIE NETZWERKTECHNIK LÄSST SICH IN FOLGENDE NUTZERGRUPPEN… ....................... 3 FÜR BEREITSTELLUNG UND BETRIEB DIESER NETZE SIND VERSCHIEDENE… ................. 3

  1. SCHULNETZ ......................................................................................... 4

1.1. INFORMATIONSAUSTAUSCH / UMSETZUNG (BESCHAFFUNG) 4 INFORMATIONSAUSTAUSCH ........................................................................... 4 UMSETZUNG (BESCHAFFUNG) ........................................................................ 4 1.2. PLANUNG UND AUSFÜHRUNG 5 INSTALLATIONSMATERIALIEN IM INNENBEREICH ................................................... 5 KABEL- UND LEITUNGEN / RJ45-BUCHSE .......................................................... 5 LÄNGENRESTRIKTION .................................................................................. 5 NETZWERK- UND INSTALLATIONSSTRUKTUR ....................................................... 6 INSTALLATIONSSTRUKTUR ............................................................................ 7 POSITIONIERUNG DER DATENANSCHLUSSDOSEN DER WLAN-VERNETZUNG .................. 7 EINSPEISUNG INTERNETANSCHLUSS (DSL/VDSL/KABELANSCHLUSS) ........................ 8 DATENVERTEILERSCHRÄNKE .......................................................................... 9 AUFBAU DER DATENVERTEILERSCHRÄNKE ......................................................... 10 SPLEIßBOXEN .......................................................................................... 11 PATCHPANEL ........................................................................................... 11 DATENANSCHLUSSDOSEN ............................................................................ 11 POSITITONEN / ANZAHL / RAUMZUORDNUNG DER DATENANSCHLUSSDOSEN: .............. 12 BESCHRIFTUNG / DOKUMENTATION (REVISIONSUNTERLAGEN) ................................ 13 REVISIONSUNTERLAGEN .............................................................................. 15 1.3. MESSVERFAHREN 16 LWL-LEITUNGEN ...................................................................................... 16 CU-DATENLEITUNG (KUPFER) ....................................................................... 16

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 2 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

ALLGEMEIN

0.1. Grundlage

Als Grundlage dient die Unterlage des AMEV „Planung, Bau und Betrieb von anwendungsneutralen Kommunikationsnetzwerken in öffentlichen Gebäuden“ in der aktuellen Version. (LAN xxxx)

https://www.amev-online.de/AMEVInhalt/Planen/Fernmelde-und-IT-Anlagen/

AMEV = Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen

Im folgendem werden die relevanten Informationen aufgeführt, die den Standard der Installation und Umsetzung von LAN- bzw. WLAN-Netzen in Schulen der Landeshauptstadt Düsseldorf festlegen.

0.2. Nutzergruppen/Bereiche

Die Netzwerktechnik lässt sich in folgende Nutzergruppen bzw. Bereiche unterteilen:

  1. Schuldatennetzwerk, weiterhin als Schulnetz bezeichnet (hierzu gehören auch Computerräume und Selbstlernzentren)
  2. Verwaltungsnetz
  3. Lehrerarbeitsplätze / Verwaltungsbereich
  4. Schulsozialarbeiterräume
  5. Datenprojektor (Beamer)
  6. Sonstige (Gebäudeautomation, Amok-Warnsystem, u.a.)

Für Bereitstellung und Betrieb dieser Netze sind verschiedene Ämter zuständig:

Zu 1)Amt 40/eSchool und Amt 40/Schulbau
Zu 2)Amt 10/4/1 Kommunikationsinfrastruktur und Amt 40/Schulbau
Zu 3)Amt 40/IT, Amt 10/4/1 Kommunikationsinfrastruktur und Amt 40/Schulbau
Zu 4)Amt 40/Schulbau (10/4/1 Kommunikationsinfrastruktur)
Zu 5)Amt 40/eSchool und Amt 40/Schulbau
Zu 6)Amt 40/Schulbau

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 3 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

  1. SCHULNETZ

1.1. Informationsaustausch / Umsetzung (Beschaffung)

Informationsaustausch Amt 40/2 / Amt 40/eSchool an Amt 40/Schulbau:

  • Melden des Bedarfs
  • Übergabe der aktuellen Messprotokolle „WLAN-Vernetzung“ (5 GHz Netz)
  • Computerraum und Selbstlernzentrum: Übergabe einer Raumplanung/Stellplan

Amt 40/Schulbau an Amt 40/eSchool:

  • Frühzeitiges Einbinden von 40/eSchool in die (Entwurfs-)Planung
  • Übergabe der Ausführungsplanung (Strangschemata, Datenverteilerschränke und Positionsangaben der Datenanschlussdosen in Grundrissplänen)
  • Nach Fertigstellung der Arbeiten: Übergabe einer Kopie der Revisionsunterlagen

Umsetzung (Beschaffung) Amt 40/Schulbau (Passiv-Netz): Kabel/Leitungen, Verteilerschränke, Stromver- sorgung, usw.

  • Installation des gesamten Infrastruktur (Kabelnetze: LWL und Cu-Datenkabel)
  • Datenverteilerschränke (DV), inkl. PE-Schiene und Spannungsversorgung
  • LWL-Spleißboxen; RJ45-Patchpanel; Rangierpanel (anteilig); Fachboden; Steckdosenleiste(n)
  • (Optional: USV)
  • Dokumentation des Kabelnetzes (Revisionsunterlagen)

Amt 40/eSchool (Aktivkomponenten): Netzwerkkomponenten

  • Switch, WLAN-Accesspoint, Patchkabel, Sonstiges Netzwerkzubehör

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 4 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

1.2. Planung und Ausführung

Installationsmaterialien im Innenbereich Im Innenbereich sind ausschließlich halogenfreie Materialien/Leitungen einzusetzen!

Kabel- und Leitungen / RJ45-Buchse Stromversorgung / Schutzpotentialausgleich Typ : NHXMH-J 1 x 10 mm² (von der Etagen-Potentialausgleichsschiene bis in den Datenverteilerschrank)

Typ : NHXMH-J 1 x 25 mm² (Schutzpotentialausgleich vom Hauptpotential- ausgleich bis zur Etagen-Potentialausgleichs- schiene)

Typ : NHXMH-J 3 x 2,5 mm² (2x Stromversorgung pro Datenverteiler- schrank) Internetanschluss ((V)DSL) Typ : J-H(St)H 4x2x0,8

LWL-Datenkabel (Multimode) Hersteller : LEONI Kerpen GmbH Leitung : GigaLine, Universalkabel verseilt mind. 2500N Typ : KL-U-DQ(ZN)BH 1x12 G50/125 µm OM3 (Weiterhin auch als 1x12 G50/125 OM3 bezeichnet.)

Cu-Datenkabel Hersteller : LEONI Kerpen GmbH Leitung : MegaLine G12-150 S/F (SPACE Code: 35555) Typ : KS-02YSCH 4x2xAWG 22/1 PIMF Kategorie : 8 (Weiterhin auch als G12-150 S/F bezeichnet.)

Anschlussbuchse Cu-Datenkabel (Abschlüsse an der Datendose und Patchpanel) Die einzusetzende RJ45-Anschlussbuchse ist als zertifizierte Key-Stone- Buchse (mind. 10GBit) der Fa. LEONI Kerpen GmbH, passend zum o.g. Cu- Datenkabel, auszuführen!

Hinweis: Die o.g. LWL- und Cu-Datenkabel, sowie die zertifizierte Key-Stone- Buchse, sind im Vergabeverfahren produktgenau abzufragen und anzubieten!

Längenrestriktion

  • LWL-Datenkabel ≤ 220 m, optimale Länge (max. 300 m)
  • Cu-Datenkabel ≤ 90 m

Die Länge der Tertiärverkabelung (Cu), d.h. die Kabellänge von dem mechanischem Anschluss des Kabels im Etagenverteiler bis zum Anschluss am Arbeitsplatz, von max. 90m Installationsstrecke ist nicht zu überschreiten!

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 5 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Netzwerk- und Installationsstruktur Netzwerkstruktur Als Ausgangspunkt der Netzwerkverkabelung eines Gebäudes dient der Serverschrank (S0). Sollte es keinen definierten Serverschrank geben, ist der Datenverteilerschrank mit dem (V)DSL-Anschluss (Internetanschluss) als zentraler Verteilerschrank (S0) festzulegen. Von diesem Datenverteilerschrank aus, werden alle weiteren Datenverteilerschränke sternförmig mit einem LWL-Kabel verbunden. Im Vorfeld ist zu bestimmen, ob eine Vollvernetzung oder eine Teilvernetzung zur Ausführung kommt.

Vollvernetzung In jeder Etage ist mindestens ein Datenverteilerschrank vorzusehen und mit dem Serverschrank zu verbinden. Sollte es sich um ein kleines Gebäude handeln (die Längenrestriktion des Cu- Datenkabels wird im gesamten Gebäude eingehalten), so ist ein zentraler Datenverteilerschrank (z.B. im Keller) ausreichend.

Teilvernetzung Mindestens ein Datenverteilerschrank deckt aus wirtschaftlichen Aspekten im ersten Schritt, die Kupferverkabelung zweier Etagen ab. Sollte nur ein weiterer Datenverteilerschrank in einer vorhandenen Netzwerkstruktur eingebunden werden, so ist dieser vom vorhandenen Datenverteilerschrank der jeweiligen Etage abzugreifen. Eine erneute Anbindung an den Serverschrank erfolgt nicht.

[Bild 1]

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 6 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Installationsstruktur Die Installation der Netzwerkkabel erfolgt ausschließlich als aP-Montage (aP=auf Putz; uP=unter Putz), an Wänden vorrangig in Leitungsführungs- und Geräteeinbaukanälen (Leitungsführungskanal=LF-Kanal; Geräteeinbaukanal=GE- Kanal) und oberhalb reversibler Abhangdecken (Rasterdecken) in Sammelhalter oder auf Kabeltrassen.

LF- oder GE-Kanäle, die durch schülerzugängige Bereiche (bis mind. 2m Höhe ab OKFF) installiert werden, sind durchgängig aus Metall auszuführen. GE-Kanäle aus Metall sind in den Schutzpotentialausgleich einzubinden (Dies ist in den AMEV Unterlagen anschaulich dargestellt.). Über 2m OKFF zu installierende Kanäle, können auch als halogenfreie Kunststoffkanäle ausgeführt werden.

Bereits im Bestand installierte LF- oder GE-Kanäle aus halogenfreien Kunststoff sind nur auszutauschen, wenn der Kanal defekt oder der Installationsraum ausgeschöpft ist.

Die senkrechte Installation (Steigepunkt) hat durchgehend vom Boden (OKFF) bis an die Decke (UKD) oder bei Abhangdecken, bis in die Decke hinein zu erfolgen. Die Sockelleiste ist passend auszuklinken und der Geräteeinbaukanal ist am Boden zu versiegeln.

Die Ausführung der Installation der erforderlichen LF- bzw. GE-Kanäle, hat sich an raumtypischen Bezügen zu orientieren, wie Raumecken, Raumtüren und Tafelanlagen.

Frei an der Wand (z.B. mittig an der Wand) montierte Leitungsführungen (senkrecht oder waagerecht), dies gilt auch für die Installation um freistehende Wandschränke und Infotafeln herum, sind zwingend zu vermeiden.

Sichtmauerwerk (Neubau) Sollte aus optischen Gründen eine uP-Installation erforderlich sein, so ist folgendes zu berücksichtigen. Die Geräteeinbaudosen für die uP-Installation sind als Elektronikdosen (Zweikammerdose mit Trennwand) auszuführen. Zwei Leerrohre sind aus der Elektronikdose bis in den abgehangenen Deckenbereich zu führen, damit ein Austausch der Datenkabel jederzeit möglich ist.

Positionierung der Datenanschlussdosen der WLAN-Vernetzung Raumposition der Datenanschlussdosen: Siehe auch unter „Positionen / Anzahl / Raumzuordnung der Datenanschlussdosen“

Die Datenanschlussdosen der WLAN-Vernetzung sind, bei vorhandener Raster- abhangdecke, in einem aP-Rahmen vorrangig oberhalb oder direkt unterhalb der Rasterabhangdecke zu installieren. Die Bezeichnung der Datenverteilerdose, die oberhalb der Rasterabhangdecke installiert wird, ist ergänzend mit einem gravierten Resopal- oder Kunststoff- schild, unterhalb der Abhangdecke auf der Trageschiene, zu kennzeichnen.

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 7 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

In diesem Zusammenhang ist eine 3-fach Schukosteckdose (Versorgung für einen Beamer), einzeln abgesichert, tafelseitig innerhalb der Rasterabhangdecke zu installieren.

Einspeisung Internetanschluss (DSL/VDSL/Kabelanschluss) DSL/VDSL: Für die Nutzung eines Internetanschlusses ist eine TAE-Anschlussdose im Serverschrank vorzusehen. Die Verbindung zum Übergabepunkt (ÜP bzw. APL=Abschlusspunkt Linientechnik) des Festnetzanbieters (üblicherweise im Kellergeschoss) hat über eine kabelgebundene Verbindung zu erfolgen. Befindet sich der erforderliche Internetanschluss ((V)DSL-Modem) nicht im Serverschrank/Datenverteilerschrank (S0), so ist dieser in den entsprechenden Datenverteilerschrank (S0) zu versetzen.

Kabelanschluss (Unitymedia): Vorrüsten für einen Internetzugang über einen Kabelanschluss. Das erforderliche Verbindungskabel vom ÜP des Kabelfernsehanbieters bis zum Serverschrank hat in Abstimmung mit Amt 40/eSchool zu erfolgen.

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 8 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Datenverteilerschränke Schrankgrößen / Abmessungen: Standartgrößen: 15HE, 21HE oder 42 HE

bis 21 HE : Breite ≥ 600 mm x Tiefe ≥ 600 mm über 21 HE bis 42 HE : Breite ≥ 800 mm x Tiefe ≥ 1000 mm

Hinweis: Grundsätzlich sind die erforderlichen Tiefen, insbesondere der Serverschränke, mit Amt 40/eSchool abzustimmen! Die Versorgungs-/Datenleitungen sind parallel, nicht als Bündel, im Schrank einzuführen!

Standort der Datenverteilerschränke Die Datenverteilerschränke sind ausschließlich in Technik- oder Nebenräume zu montieren. In Räumen in dem sich Personen aufhalten, ist zu prüfen inwieweit ein schallgedämmter Datenverteilerschrank zur Ausführung kommen kann.

Spannungsversorgung / Schutzpotentialausgleich / Installation bis 21 HE: 1x Doppelsteckdose w.d.a.P und 1x Abzweigdose w.d.a.P. ab 42 HE: 2x Doppelsteckdose w.d.a.P. und 2x Abzweigdose w.d.a.P.

Je Abzweigdose/Steckdose(n) ist eine Elektrozuleitung umzusetzen (sep. Abgesichert). Jeder Datenschrank ist in den Schutzpotentialausgleich (PA) nach DIN/VDE einzubinden. (Siehe AMEV)

Ausführung der Steckdosenleiste Mind. 5-fach Schutzkontakt-Steckdosenleiste, Steckdosen 35° gedreht; 230V AC, 16A, ohne Ausschalter, mit Überspannungsschutz 6,5 kA, optische Funktions- und Ausfallanzeige, Anschlussschnur mit Schutzkontakt-Winkelstecker. Der Stecker ist nicht abzuschneiden!

Ausstattung des Datenverteilerschrankes:

  • Abzweigdose mit eigener 230V-Zuleitung: Optionaler Anschluss für einen Schranklüfter
  • Aufputz-Doppelsteckdose, IP 54, geschlossen, zum Anschluss der Steckdosenleiste(n)
  • 1 Stk. PE-Schiene/Schutzpotentialausgleich (Schrankhöhe berücksichtigen.)
  • 19“- LWL-Spleißbox(en), Ausführung Siehe unter „Spleißbox(en)“
  • 19“ - RJ45-Patchpanel für Keystone-Stecker
  • 19“ - Rangierpanel (anteilig)
  • 19“ - Fach- bzw. Ablageboden: z.B. DSL/VDSL-Komponenten
  • 19“ - Steckdosenleiste(n) [1 HE] (- 19“ - Dokumentenschublade [1 HE], alternativ zum Fach- bzw. Ablageboden, in Abstimmung mit Amt 40/eSchool)

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 9 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Aufbau der Datenverteilerschränke

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 10 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Spleißboxen Steckerinterface : E2000 Compact/duplex Ausführung : 19“-Spleißbox ausziehbar inkl. Pigtails LWL-Verbindung : Fusionsspleiß Für folgenden Kabeltyp : 1x12 G50/125 OM3 Bestückung : Teilbestückt (6 Duplex-Ports) oder Vollbestückt (12 Duplex-Ports)

Teilbestückung (1 Stk. 1x12 G50/125 OM3) Port 1-6 Die teilbestückte Spleißbox ist in Datenverteilerschränke einzusetzen, in denen eine weitere LWL-Anbindung auszuschließen ist.

Vollbestückung (2 Stk. 1x12 G50/125 OM3) Port 1-6 und 7-12 Die vollbestückte Spleißbox ist in Datenverteilerschränke einzusetzen, in denen mehr als eine LWL-Leitung anzuschließen ist und/oder eine weitere LWL- Anbindung zu erwarten ist.

Patchpanel

Steckerinterface : Keystone RJ45 / Class 6 / 10 GBit, mit 8-poliger RJ45-Buchse A Ausführung : 19“-Metallrahmen zum modularen Einsatz von bis zu 24 Keystone-Buchsen Für folgenden Kabeltyp : G12-150 S/F Bestückung : Je nach Erfordernis, bis max. 24-Ports

Hinweis: Es ist die zertifizierte Keystone-Buchse des Kabelherstellers einzusetzen!

Je Datendose sind zwei Ports zuzuordnen bzw. zu belegen! Kommt nur eine 1-fach Datendose zur Ausführung, so ist die ungerade Portzahl für die Datenleitung zu nutzen. z.B. 1-fach Datendose: Port 01, 03, 05, 07, 09, 11, usw . 2-fach Datendose: Port 01/02, 03/04, 05/06, usw.

Datenanschlussdosen

Steckerinterface : Keystone RJ45 / Class 6 / 10 GBit, mit 8-poliger RJ45-Buchse A Ausführung : Schaltereinbaurahmen zum Einbau in ein 68mm UP-Dose oder AP-Rahmen, für bis zu 2 Keystone-Buchsen Für folgenden Kabeltyp: G12-150 S/F Bestückung : 1-fach oder 2-fach Anschlussdose, je nach Erfordernis

Hinweis: Als Standard sind 2-fach Datendosen auszuführen! Die Montage und Position der Datenanschlussdosen, im Geräteeinbaukanal oder im AP-Rahmen, wie auch die waagerechte oder senkrechte Installation des abschließenden Geräteeinbaukanals ist für jeden Anschluss einzeln festzulegen.

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 11 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Die Datenanschlussdosen sind, entsprechend der Etage, dem Gebäude zugehörigen Datenverteilerschrank zuzuordnen.

Posititonen / Anzahl / Raumzuordnung der Datenanschlussdosen: A) Festvernetzung: ● Klassenraum/naturwissenschaftlicher Übungsraum/sonst. Fachräume Datenanschlussdose(n) : 1x 2-fach Datendose Position : Im Bereich der Tafelanlage, fensterseitig Höhe : 300mm OKFF; wenn ein Geräteeinbaukanal senkrecht installiert wird, ist eine Höhe von ca. 1m OKFF anzunehmen.

Stromversorgung : 1x Doppel-Schukosteckdose im Bereich der 2-fach Datendose

● naturwissenschaftlicher Vorbereitungsraum Datenanschlussdose(n) : 1x 2-fach Datendose Position : Am Lehrerarbeitsplatz (Fensterarbeitsplatz) Stromversorgung : 1x Doppel-Schukosteckdose im Bereich der 2-fach Datendose, wenn die Stromversorgung nicht über die Fachraumplanung abgedeckt ist

● Deckengeführte Systeme (Naturwissenschaften) Besonderheit: Der Fachplaner des deckengeführten Mediensystems hat in Abstimmung mit Amt 40/eSchool anzugeben, wie die Umsetzung und Anbindung der Schülerarbeitsplätze zu erfolgen hat. Sollten keine Angaben vorliegen, so ist mindestens eine 2-fach Datendose im Steuerschrank des Deckenversorgungssystems vorzusehen.

● Informatikraum (Computerraum) Datenanschlussdose(n) : 2x 2-fach Datendose; Lehrertisch 1x 2-fach Datendose; Drucker 1x 2-fach Datendose; pro Schülertisch (B=1,60m) zzgl. 1x 2-fach Datendose; pro Block (Insel) als Reserve

Die Datenanschlussdosen sind überwiegend in den Computertischen (Lehrer und Schüler) vorzusehen. Die Computertische sind fest am Boden zu fixieren! Damit sind die Datenleitungen bis zur Datenanschlussdose im Computertisch zu verziehen und anzuschließen.

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 12 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

● Lehr- /Schulküche: Kochbereich 1x 2-fach Datendose; gegebenenfalls individuell klären

● Lehr- /Schulküche: Klassenraum Siehe „Klassenraum“ B) WLAN-Vernetzung: Access Point: Die Position der Access Points werden auf Grundlage einer Feldstärkenmessung festgelegt und das Ergebnis in einem Protokoll erfasst. Dieses Protokoll dient als Grundlage zur Festlegung der Positionen und Anzahl der erforderlichen Versorgungsanschlüsse an einem Standort. Hinweis: Es ist mindestens ein 5 GHz-Netz umzusetzen!

C) Information für die Umsetzung bei Neubaumaßnahmen: Die tatsächliche Anzahl und Umsetzung aller erforderlichen Datenanschlussdosen in einem Neubau, sind im Rahmen der Entwurfsplanung mit Amt 40/eSchool abzustimmen.

Beschriftung / Dokumentation (Revisionsunterlagen)

Beschriftung der Datenverteilerschränke Beispiel: 01-OG1|S1 Schrank-Nr. (Durchlaufende Nummer pro Etage) Etage des Datenverteilerschrankes Gebäude-Nr.

Gebäude-Nr. : z.B. 01, 02, 03, 04, 05, 06 … Etage : z.B. UG, EG, OG1, OG2, OG3 … Schrank-Nr. : z.B. S0, S1, S2, … S7, S8, S9 (VDSL- bzw. Serverschrank = S0 !)

Beschriftung der Spleißboxen Beispiel : Port 1-6 : (1x12 G50/125 OM3) zum Schrank 01-OG1|S1 oder Port 7-12: (1x12 G50/125 OM3) zum Schrank 01-EG|S2

Port 1-6:(1x12 G50/125 OM3) zum Schrank 01-OG1|S1 Beschriftung des Zielortes Typenbezeichnung des angeschl. LWL-Datenkabels Belegte Ports der Spleissbox

Belegte Ports : z.B. Port 1-6 oder Port 7-12 Typenbez. : z.B. 1x12 G50/125 OM3 Zielort : z.B. 01-OG1|S1

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 13 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Beschriftung der Patchpanel Beispiel: P1

Patchpanel : z.B. P1, P2, P3 … (von oben nach unten)

Beschriftung der Datenanschlussdosen Beisp.: 01-OG1|S1-P1|01-02 Portnummer am Patchpanel Nummer des Patchpanel Schrank-Nr. (Durchlaufende Nummer pro Etage) Etage des Datenverteilerschrankes Gebäude-Nr.

Gebäude-Nr. : z.B. 01, 02, 03, 04, 05, 06 … Etage : UG, EG, OG1, OG2, OG3 … Schrank-Nr. : S0, S1, S2, S3, S4, S5, S6, S7, S8, S9 (Serverschrank = S0 !) Patchpanel : z.B. 01, 02, … 08, 09 Portnummer : z.B. 01, 02, … 23, 24

Beschriftung der Spannungsversorgung Beispiel: UV1 / F01 Bezeichnung der Absicherung (LS-Schalter) Bezeichnung der Elektrounterverteilungn Schrank-Nr. (Durchlaufende Nummer pro Etage)

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 14 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

Revisionsunterlagen Die folgenden Informationen sind in den Revisionsunterlagen zu berücksichtigen: Ausführungen : 2x in Papierform und Digital, weitere Siehe folgenden Hinweis Formate : DWG-/DXF-Datei, Word-/Excel-Datei, VISIO und PDF Vorgabe : Die Standortübersicht, die Gebäudeübersicht und die Schrankansichten sind als DWG-/DXF- oder VISIO-Datei und als PDF-Datei zu erstellen. Die Übersetzungslisten sind in Word-/Excel-Datei und PDF zu erstellen. Exemplare : Vor Ort ist jeweils ein Exemplar mit einer Standortübersicht, der Gebäudeübersicht und der zugehörigen Übersetzungsliste in jedem Datenverteilerschrank zu hinterlegen. Eine Gesamtausführung aller Unterlagen ist dem Hausmeister und in digitaler Form dem AG zu übergeben.

  1. STANDORTÜBERSICHT ALS STRANGSCHEMA: Schematische Darstellung aller Datenverteilerschränke und Datendosen, inkl. der Verbindungsleitungen und Angabe des DSL-Anschlusses, über alle Gebäudeteile und Etagen eines Standortes. Mindestanforderung der enthaltenen Informationen:
  • Standortbezeichnung
  • Gebäude-Nr. und Gebäudebezeichnung
  • Darstellung aller Etagen
  • Datenschrankbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer und -bezeichnung
  • Datendosenbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer und -bezeichnung
  • Datenschrankhöhen
  • Typenangabe der LWL-Verbindungsleitungen
  • Typenangabe der Cu-Verbindungsleitungen
  • Typenangabe und Querschnitt der 230V-Versorgungsleitung
  • Typenangabe und Querschnitt der Schutzpotentialausgleichleitung/en
  • Ziel der Absicherung der 230V-Versorgungsleitung (UV und Stromkreis)
  • Position des Übergabepunktes, wie z.B. DSL, VDSL oder Kabelanschluss
  • Erstellungsdatum
  1. GEBÄUDEÜBERSICHT (Grundriss/e): Grundrissdarstellung(en) aller Datenverteilerschränke, Datendosen und WLAN- Accesspoint (Access-Points = AP‘s) in allen Räumen und Etagen des Standortes pro Gebäude. Mindestanforderung der enthaltenen Informationen:
  • Standortbezeichnung inkl. Gebäude-Nr. und Gebäudebezeichnung
  • Erstellungsdatum
  • Datenschrankbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer/-bezeichnung
  • Datendosenbezeichnungen, zzgl. Raumnummer und -bezeichnung und Höhenangaben
  • Kennzeichnung der Datendosen für eine WLAN-Accesspoint

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 15 (Version: 2019/09/24)

Kommunikationstechnik in Düsseldorfer Schulen

  1. SCHRANKANSICHTEN: Darstellung der Schrankansichten aller Datenverteilerschränke. Die belegten Ports sind kenntlich zu machen Mindestanforderung der enthaltenen Informationen:
  • Standortbezeichnung inkl. Gebäude-Nr. und Gebäudebezeichnung
  • Erstellungsdatum
  • Datenschrankbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer/-bezeichnung
  • Datenschrankhöhe
  • Darstellung der verbauten Einbaueinheiten, inkl. Bezeichnung
  1. ÜBERSETZUNGSLISTEN: Zuordnung der Patchpanel-Ports zu den Datenanschlussdosen Mindestanforderung der enthaltenen Informationen:
  • Standortbezeichnung
  • Gebäude-Nr. und Gebäudebezeichnung
  • Datenschrankbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer und -bezeichnung
  • Datendosenbezeichnungen, zzgl. der Raumnummer und -bezeichnung
  • Datenschrankhöhen
  • Panel- und Portnummer
  1. MESSPROTOKOLLE:
  • Die Messprotokolle aller LWL- und CU-Datenkabel sind als PDF-Datei dem AG zu übergeben
  1. SONSTIGE UNTERLAGEN:
  • Baulich relevante Bescheinigungen und Zertifikate

1.3. Messverfahren

LWL-Leitungen Es ist eine OTDR-Messung (Optical Time-Domain Reflectometer) mit Vor- und Nachlaufleitung mit Messprotokoll als grafischen Dämpfungsverlauf der Faserstrecke Dämpfungsmessung mit Messprotokoll für die Ermittlung der absoluten Dämpfung einer Faserstrecke durchzuführen.

  1. Messung : - OTDR Messung mit Vor- und Nachlaufleitung (100m)
  • Immer in Richtung Anschlussdose
  • Pulsbreite in Absprache mit der Bauleitung (bei 850nm/1310nm)
  1. Messung : - Dämpfungsmessung als Pegelmessung

Cu-Datenleitung (Kupfer)

Messverfahren : Class E ; 500 MHz A

Schulverwaltungsamt: 40/Schulbau Blatt 16 (Version: 2019/09/24)

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