801-MKKD Massnahmenbeschreibung_210929.pdf

Einbaumöbel für kommunale Einrichtungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 08:55 (Europe/Berlin)

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MKKD Museum für Konkrete Kunst und Design in Ingolstadt Stand 29.09.2021

Die alte Gießereihalle in Ingolstadt wird umgebaut zum Museum für konkrete Kunst und Design.

Die denkmalgeschützte Halle war Teil der „Königlich Bayrischen Geschützgießerei und Geschoßfabrik“. Sie ist Zeugin einer wechselvollen Geschichte, deren Spuren am und im Gebäude lesbar sind.

Sie wurde auf einem Gelände gegründet, welches außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer und innerhalb des Befestigungsringes aus dem 19.Jhd. liegt und ca. 10m wegen Hochwassergefahr aufgeschüttet wurde. Unterhalb der Halle wurden Bauteile dieser Festungsbauten gefunden.

Die Nord- und Westfassade waren Schauseiten, die Ost- und Südfassaden waren durch Anbauten verdeckt.

Besonders eindrucksvoll ist der bestehende Innenraum, dessen Raumqualität von filigranen, detailreichen Strukturen der Kranbahn und des Dachtragwerks geprägt wird.

Die bestehende Halle wird erhalten und wo nötig instandgesetzt (gesäubert, teilweise verstärkt). Sie bietet Platz für Öffentlichkeit, hier finden sich der Museumseingang, Nebenräume, Gastronomie und großzügige Multifunktionsflächen.

Der Ausstellungsraum des Museums entsteht unter der bestehenden Halle und erstreckt sich auch unter den Platz. Dort wird ein idealer Ausstellungsraum geschaffen, der alle Anforderungen des Museumsbetriebs erfüllen kann. Großzügige Öffnungen verbinden das Forum im EG und das Museum.

Im Erdgeschoß wird in die Halle eine Sichtbetonbox eingestellt, die alle Funktionen aufnimmt (WC, Garderobe, Lager, Küche, Anlieferung, Erschließung) im Zwischengeschoß befindet sich die Verwaltung und auf einer offenen Galerie die Museumspädagogik.

Im Untergeschoß sind außer den Ausstellungsräumen auch Technikräume bzw. Werkstatt und Depot vorgesehen.

Das historische Dachtragwerk wird erhalten, gereinigt, teilweise verstärkt. Die Dachdeckung wird mit einer Metalldeckung ersetzt. Die bestehenden Shedverglasungen werden durch neue Pfosten-Riegel- Konstruktionen mit Öffnungsflügeln ersetzt.

Die erhaltenen Fenster der Nord- und Westfassade werden restauriert und neu verglast, auf der Innenseite werden zusätzliche Isolierverglasungen angebracht. Die Eingänge ins Museum und die Gastronomie werden mit verglasten Windfängen markiert. Die Fassadengestaltung der Süd- und Ostseite macht die Bereiche der früheren Anbauten lesbar. Nicht standfähige Wandteile werden durch neue Wandelemente ersetzt, großformatige bestehende Öffnungen werden geschlossen. Wo notwendig werden neue Öffnungen für Fenster der Verwaltung in die Südfassade geschnitten. Die neuen Eingriffe werden als neu erkennbar sein und so der Geschichte der Halle eine neue Schicht hinzufügen. Der Denkmalschutz des historischen Bestands spielt eine wesentliche Rolle.

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