18.1_Auftraggeberinformationsanforderung (AIA)_Los 1.pdf

BIM-Planung für drei Eisenbahnüberführungen auf der Strecke 2520 (km 86,960‑87,773)

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 11:39 (Europe/Berlin)

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Krefelder EÜ‘n AIA – LOS 1 (KIB/VA)

Auftraggeber-Informationsanforderungen für

BIM-Projekte der DB InfraGO AG, GB Fahrweg

DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahr- weg

V.IIG 12

Musterdokument Auftraggeber-Informationsanforderungen

Version 6.4

AIA der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg – Krefelder EÜ‘n – LOS 1 (KIB/VA) 1

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VersionÄnderung durchBeschreibungDatum
1.0I.NGXBIMFinaler Entwurf zur Abstimmung13.09.2018
1.1I.NGXBIMÜberarbeitung mit Input aus BAC und nach Abstimmung mit I.NP22.05.2019
2.0I.NGXBIMÜberarbeitung nach Abstimmung mit HLI, Erstveröffentlichung im Prozessportal31.05.2019
3.0I.NGM 1(B)Überarbeitung mit Input aus BAC Recall und TP3 und TP409.06.2020
4.0I.NIG 13Überarbeitung mit Input aus BIM-Musterprojekt; Redaktionelle Änderungen15.03.2021
5.0I.NIG 13Überarbeitung mit Input von SP zur mdQS; Integration Anlage 20; Input BAC, Redaktionelle Änderungen10.12.2021
5.1I.NIG 12Integration Fachmodell Umwelt und Baugrund; Überarbeitung Dateinamenskonvention, Einbindung SOM 2.1, Integration BIM- Ziele der DB Netz AG, Redaktionelle Änderungen17.02.2023
6.0I.NIG 12Grundsätzliche Überarbeitung und Erweiterung für Lph. 5,8, Einbindung Modelllieferliste; Redaktionelle Änderungen21.12.2023
6.1I.IIG.12Anpassungen hinsichtlich Übereinstimmung des Fach-BAP20.05.2024
6.2I.IIG.12Ergänzungen bzgl. Green BIM und Vermessungsanforderun- gen02.08.2024
6.3I.IIG.12Anpassung Wording gemäß Glossar; Streichung der Variante 3 in Kapitel 4.2 Einsatz einer CDE30.07.2025
6.4V.IIG.12Anpassung Kapitel 4.2 Einsatz einer CDE14.01.2026
6.4.1Projektspezifische Anpassungen, Ergänzungen23.07.2026

Ergänzungen, Änderungsvorschläge sowie Anmerkungen bitte per Mail an:

NameOEE-MAIL
Christoph PalmV.IIG 12– Grundsätze und Entwicklung BIMChristoph.Palm@deutschebahn.com

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung 45 1.1 Ziel der Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) 45 1.2 Allgemeine Angaben zum Projekt 45 1.3 BIM-Ziele des Projekts 56 1.4 BIM-Anwendungsfälle (AwF) der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg 910

Organisation im Projekt 11 2.1 Besprechungswesen 11 2.2 Rollen und Verantwortlichkeiten 12

Prozesse 14 3.1 Daten- und Informationsmanagement 14 3.2 Modellgestützte Qualitätssicherung 15 3.3 Fachmodell erstellen 16 3.4 Koordinationsmodell erstellen 16 3.5 Kollisionsprüfung durchführen 16 3.6 Modellbasierte Projektbesprechung (mb Planungsbesprechung und mb Baubesprechung) 16 3.7 Freigabe durch den AG 17

Softwareeinsatz 18 4.1 BIM-Software 18 4.2 Einsatz einer CDE 18 4.3 Datenaustauschformate 2122 4.4 Nomenklatur 23

Anforderungen an Struktur, Daten und Modelle 25 5.1 Anforderungen an Modelle 25 5.2 Modellstruktur und Attribuierung 40

Datenübergabe und lieferbare Leistungen 41 6.1 Datenübergabe durch den AG 41 6.2 Lieferbare Leistungen durch den AN 41 Anlagen 42

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Einleitung

1.1 Ziel der Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) Bei der Durchführung von Projekten nach der BIM-Methodik werden stärker als in der bisherigen Projektabwicklung digitale Daten in bearbeitbarer Form gemeinsam genutzt. Die AIA werden ergänzend zu den Leistungsbeschreibungen und dem Ingenieurvertrag Vertragsbe- standteil bei BIM-Projekten der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg. Die AIA ist ein Dokument, in dem der Auftraggeber die für ihn relevanten Ziele und Anwendungen und vom Auftragnehmer geforderten Leistungen und Daten beschreibt. Leistungsbeschreibungen beinhalten hauptsächlich technisch was im Projekt zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang gefordert wird. Die AIA beschreiben, wie Leistungen hinsichtlich Datenformate und Methodik zu erbringen sind. Sie sind eine Spezifikation von Daten und Informationsbedarf eines Bestellers an seine Lieferanten im Zuge einer Angebotsanfrage oder Vergabe. Der Fokus liegt hierbei darauf einen möglichst konfliktfreien, digitalen Informationsfluss zwischen Projektbeteiligten in BIM-Projekten zu regeln. Dies geschieht zum einen durch die Festlegung stan- dardisierter Prozessabläufe und zum anderen durch die Festlegung von neutralen, marktüblichen Schnittstellenformaten zur Übergabe von Informationen als Daten. Zusammenspiel mit dem BIM-Projektabwicklungsplan (BAP). Im BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) beschreibt der AN, wie er die Anforderungen aus den AIA im Projekt umsetzt. Der BAP dokumentiert die Festlegungen zur gemeinsamen Zusammenarbeit zwi- schen allen Projektbeteiligten. Der BAP wird erstmalig durch den AN im Rahmen der Angebotsbe- arbeitung erstellt. Als Vorlage liegt den Ausschreibungsunterlagen ein Musterdokument bei. Der BAP ist ein Wertungskriterium für die Zuschlagserteilung. Weitere Informationen hierzu enthalten die Ausschreibungsunterlagen. Im weiteren Projektverlauf ist der BAP ein „lebendes“ Dokument, welches kontinuierlich während der Projektlaufzeit fortgeschrieben wird. Der BAP wird daher nicht als Vertragsbestandteil vereinbart.

1.2 Allgemeine Angaben zum Projekt Projekt: EÜ Voltastraße Strecke 2520 km 87,773 EÜ Kölner Straße Strecke 2520 km 87,184 EÜ Gladbacher Straße Strecke 2520 km 86,960 Projektnummer: T.016063913 (Voltastraße), G. 016131297 (Kölner Straße) T.016063912 (Gladbacher Straße) Auftraggeber: DB InfraGo AG Königstraße 57 47051 Duisburg Projektleiter: Gajan Amirthalingam V.II-W-P-I gajan.amirthalingam@deutschebahn.com Projektbeschreibung: Projektbeschreibung ist der Anlage 1 zu entnehmen

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1.3 BIM-Ziele des Projekts Die BIM-Implementierung ist ein unverzichtbarer Baustein der Digitalisierungsstrategie der DB. BIM liefert einen wesentlichen Beitrag, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur zu bewältigen. Gemäß der vom Vorstandsressort Infrastruktur veröffentlichten Stra- tegie wird mit BIM das übergeordnete Ziel verfolgt „Infrastruktur besser planen, bauen und betreiben – bessere Infrastruktur planen, bauen und betreiben!“ Durch die Umsetzung der Strategie und flächendeckende Implementierung von BIM ergeben sich die nachfolgenden Vorteile: Hieraus abgeleitet werden im Projekt Krefelder EÜ’n Strecke 2520 die nachfolgenden konkreten BIM-Ziele verfolgt:

1.3.1 Allgemeine BIM-Ziele

1Im Projekt ist ein offenes BIM-Konzept (open BIM) umzusetzen.
22Die in der Planung verwendeten Objekte und Bauteilfamilien werden strukturiert gespeichert und zum Aufbau einer standardisierten Bauteilbibliothek bei der DB InfraGO AG, GB Fahrweg genutzt.
3Die Planungsmodelle sollen in der Ausführungsphase die Grundlage für die Anwendung eines modellbasierten Pro- jektsteuerungssystems bilden.
4Planungsvarianten und Bauzustände werden mit einer Darstellung von Termin- und Kostenauswirkungen visualisiert.
5Die Akzeptanz von Bauvorhaben wird durch die Visualisierung von Ausführungsplanungen gesteigert.
6Die Erhebung und Weiterverarbeitung von anlagenspezifischen Daten entlang des Lebenszyklus erfolgt digital und modellbasiert.
7Im BIM-Projekt werden folgende Kernelemente angewendet:  BIM-Modell (3D)  AIA (Auftraggeber-Informations-Anforderungen)  BAP (BIM-Projekt-Abwicklungsplan)  CDE (Common Data Environment - Arbeits- und Informationsplattform)  Modellbasierte Projektbesprechungen
8Im Projekt werden Aspekte der Nachhaltigkeit untersucht, die modellbasiert integriert, dargestellt oder abgeleitet wer- den.

1.3.2 Bestandserfassung (insbesondere AwF 010)

1Detaillierte, flächendeckende Aufmaße der Oberfläche von großen und weitläufigen Gebieten, bestehender Gebäude, Bauwerken und Vegetation kann durch Photogrammmetrie, Laserscanning, Drohnenbefliegung und den Lichtraum- profil-Messung LIMEZ ermöglicht werden.
2Bei der Bestandserfassung von Objekten, die für die Baumaßnahme demontiert werden (Abbruch), müssen nur die Außenkanten des Objektes erfasst werden.
3Für Baumaßnahmen, bei den Ingenieurbauwerke erneuert, rückgebaut oder saniert werden müssen neben den Au- ßenkanten auch die einzelnen Bauteile modelliert werden.
43D-Punktwolken sollen in moderne BIM-Planungssoftware integriert werden und bilden somit die Grundlage für die objektorientierte 3D-Bestandsmodellierung (nur Photogrammmetrie und Laserscanning)
5Bestandsdatenmanagement mit intuitiver und schneller Verwendbarkeit aller verfügbaren Informationen (visuelle Un- terstützung und Lokalisierung der Projektinformationen durch Viewer oder über die Funktionalität der CDE)

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6 Integration und Aufnahme der Daten in Bestandsdatenbanken für DB-Projekte

1.3.3 Bestandsmodellierung (insbesondere AwF 020)

1Grundlage für die Modellierung in der Planungsphase ist ein digitales Gesamtmodell für den Bestand (Vermessungs- daten, GIS-Informationen, Bestandsanlagen und Leitungen, etc.).
2Das Gesamtmodell Bestand verfügt über offene Schnittstellen, um Bestandsdaten aktualisieren und nachpflegen zu können.
3Reduzierung von Risiken durch Referenzieren des Projektkontextes in der Planungsphase und Erkennen von Schnitt- stellen zwischen Bestand und Planung

1.3.4 BIM-Modell (insbesondere AwF 030)

1Erstellung von BIM-Modellen, bestehend aus geometrischen Objekten, die über Merkmale mit semantischen Infor- mationen angereichert werden.
2Die Struktur der Fachmodelle ist mit der Kosten- und Terminplanstruktur in der jeweiligen Lph abzustimmen, um möglichst 1:1-Verknüpfungen zwischen Objekten und Informationen aus Termin- und Kostenplan herstellen zu kön- nen.
3Zur Effizienzsteigerung in der Planung erfolgt die Erstellung der Fachmodelle möglichst parametrisch und Bauteilfa- milien werden verwendet.
4Ab Lph 3 sind für die Darstellung der Bauphasen und Baubetriebszustände auch temporäre Bauteile zu modellieren.
55Als Grundlage für die Logistikplanung sind Baustelleneinrichtungsflächen, Zuwegungen sowie Lager- und sonstige Logistikflächen zu modellieren.
6Zum Ende der Planungsphase verfügen die Planungsmodelle über Attributslisten, in denen Daten während der Bau- phase zu integrieren sind.

1.3.5 Trassen- und Variantenvergleich (insbesondere AwF 040)

1In der Lph 2 erfolgt der Trassen- und Variantenvergleich mit Hilfe von spezialisierter Software in 3D.
22Für die Planungsvarianten erfolgt eine automatisierte Auswertung nach vordefinierten Kriterien (Flächenverbrauch, Betroffenheit, Erdauftrag/-abtrag, Kosten, etc.).
3Planungsvarianten sind jeweils in gleicher Struktur und Detaillierungsgrad zu modellieren, um eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Varianten herstellen zu können.
4Bündelung aller relevanten Randbedingungen in den Koordinations- bzw. Gesamtmodell der jeweiligen Variante

1.3.6 Visualisierung (AwF 050)

1Auf Grundlage des BIM-Modells werden Bilder oder Videos erzeugt
2Verständliche Darstellung komplexer Zusammenhänge in geometrischer und visueller Form
3Verbesserte Unterstützung der Entscheidungsfindung
4Erhöhung der öffentlichen Akzeptanz durch verständliche Kommunikation des Bauvorhabens
5Standardisierter Einsatz von Visualisierungen im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit

1.3.7 Koordination der Fachgewerke und Kollisionsprüfung (insbesondere AwF 060)

1Reduzierung von Risiken (z.B. Nachtragsrisiken) durch frühzeitiges Erkennen von Konflikten und Durchführung von Kollisionsprüfungen
2Die Kollisionsprüfungen erfolgen für geometrische Konflikte auf Basis der 3D-Modelle, für bauphasenabhängige oder baubetriebliche Konflikte auf Basis der 4D-Modelle.
3Bereitstellung einheitlicher Prüfregeln zur Bewertung und Sicherstellung der Modellqualität
4Regelmäßige, vollautomatisierte Modellprüfung auf Basis abgestimmter Regelsätze
5Standardisierung der modellbasierten Qualitätssicherung
6Die Prüfung auf Anforderungsqualität erfolgt möglichst IT-gestützt anhand von regelbasierten Prüfungen (Einhaltung der vorgegebenen Namenskonvention, Struktur, Vollständigkeit der Attribute, Richtigkeit der Attributwerte, etc.) mit einem Model-Checker.
7Die Nachverfolgung und Klärung der Arbeitsaufträge aus den modellbasierten Planungsbesprechungen erfolgt mög- lichst IT-gestützt mit einer Kollaborationssoftware (Issue-Management).

1.3.8 Ableitung von 2D-Plänen und Planlaufmanagement (insbesondere AWF 070, 080)

1Geringerer Aufwand für Aktualisierungen bei Planungsänderungen durch Konsistenz von Modell und Plänen ge- währleistet
2Geringere Fehleranfälligkeit durch Ableitung der Planunterlagen aus dem BIM-Modell
3Erhöhte Qualität der Planunterlagen durch durchgängige Nutzung einer zentralen Quelle
4Standardisierung der unmittelbaren Ableitung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen für eine widerspruchsfreie Planung
5Abwicklung der behördlichen und bauaufsichtlichen Genehmigungsprozesse mit der CDE
6Direkte Anbindung an die CDE des Bundes über Schnittstellen und definierte Workflows

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1.3.9 5D-Modellerstellung, Ausschreibung und Abrechnung (insb. AwF 090, 100, 110, 150)

1Durch die Verknüpfung der geometrischen Objekte aus den Planungsmodellen mit den Positionen aus den Kosten- plänen sind 5D-Modelle zu erstellen.
2Ab Lph 2 werden die Kosten auf Objektebene in den Fachmodellen erfasst (vergleichbar mit Detaillierung einer Kostenschätzung/- Berechnung).
3Ab Lph 3 werden die Kosten für Bauphasen und Baubetriebszustände in den 5D-Modellen berücksichtigt.
3
4Anhand der Planungsmodelle erfolgt eine automatisierte Mengenermittlung.
55Reduktion der Aufwände für Kostenschätzung und Kostenberechnung, insbesondere bei erforderlichen Aktualisie- rungen der Mengenermittlung im Fall von Planungsänderungen
6Modellbasierte Visualisierung des Kostenverlaufs (in Verbindung mit dem verknüpften Bauablaufplan)
7Plausibilisierung der Mengen für die Kostenplanung anhand der Modelle
88Erhöhte Prüfbarkeit und Transparenz von LV-Positionen durch verbesserte Nachvollziehbarkeit anhand verknüpfter und visualisierter Bauteile oder Bauteilgruppen
9Plausibilisierung der Mengen für die Leistungsverzeichnisse anhand der Modelle
1010Bereitstellung der BIM-Modelle im Rahmen der Ausschreibung über die E-Vergabeplattform für den AN Bau zur Information und Kalkulationsgrundlage.
11Der Ausschreibungs- und Vergabeprozess für die Bauleistung erfolgt modellbasiert.
12Nutzung der Modelle für die Kalkulation der Bieter im Vergabeverfahren
13Kalkulation und Bepreisung des Angebots Bau, sowie Vereinbarung des vertraglich geschuldeten Bausolls auf Basis der BIM-Modelle, die im Rahmen der Ausschreibung vom AG zur Verfügung gestellt werden
14Nutzung der BIM-Modelle zur Verifizierung der Abrechnungsmengen und zur Plausibilisierung der konventionellen Bauabrechnung
15Vollständige modellgestützte Abrechnung der Bauleistungen auch unter Verwendung von Daten aus Baumaschinen und automatischen Aufmaß-Systemen

1.3.10 4D-Modellerstellung (insbesondere AwF 120,130)

1Durch die Verknüpfung der geometrischen Objekte aus den Planungsmodellen mit den Aktivitäten aus dem Termin- plan ist ein 4D-Modell zu erstellen.
2Erhöhte Terminsicherheit durch automatische Analyse enthaltener Unregelmäßigkeiten während der Verknüpfung von Modellelementen und Terminplan
3Validierung der Bautechnologie und der Durchführbarkeit der Planung anhand des visualisierten Bauablaufs
3
4Optimierung geplanter Arbeitsabläufe sowie Bewertung möglicher Varianten
5Modellbasierte Visualisierung des Bauablaufs zur verbesserten Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
6Ableitung der Bauphasenplanung aus den Modellen
77Ab Lph 2 erfolgt eine Verknüpfung mit übergeordneten Terminen je Fachgewerk auf Ebene des Gesamtmodells Pla- nung. Im Projektverlauf erfolgt eine Detailierung und bei Bedarf eine Darstellung auf Ebene der Fachmodelle.
8Unterstützung der Planung und Optimierung von Logistikabläufen (Baustelleneinrichtung, Baustelleninfrastruktur, Bauprozesse, Verkehrsphasen, Verkehrsführung) durch den Einsatz von modellbasierten Darstellungen des Bauab- laufs und Prozesssimulationen.

1.3.11 BIM-Modell in der Bauausführung (insbesondere AwF 140, 160, 170)

1Nutzung des Modells für eine gesamtheitliche Baufortschrittskontrolle (Termine, Leistung, Kosten) als Grundlage des aktiven Projekt-Controllings
2Erweiterung der Baufortschrittskontrolle von einer rein terminbezogenen Baufortschrittskontrolle hin zur gesamtheitli- chen Kontrolle des Baufortschritts und Ableitung von Statusinformationen (Kosten, Termine, Qualität)
3Erstellung und Weiterführung eines As-built-Modells durch Übernahme detaillierter Informationen in die BIM-Modelle während der Ausführungsphase
4Zum Abschluss der Ausführungsphase müssen alle Planungsänderungen und Informationen, z.B. verwendete Mate- rialien und Produkte sowie Verweise auf Prüfprotokolle und weitere Dokumente im As-built-Modell auf dem aktuellen Stand eingebunden sein.
5Nutzen von Schnittstellen zwischen As-built Modell und Bestandssystemen
66Reduzierter Verwaltungsaufwand für Auftragnehmer durch workfloworientierte Form der Mängelerfassung und-Nach- verfolgung (Mängelmanagement)
7Beschleunigte Prozesse für Auftragnehmer bei Verknüpfung mit weiteren Bearbeitungsschritten (Informationsversand an beteiligte Unternehmen etc.)
8Verbesserte Qualitätssicherung aus Sicht des Auftraggebers durch vereinfachte Verortung, Auswertung und Bearbei- tungskontrolle vorhandener Mängel und dadurch hohe Beweissicherheit
9Vollständige Dokumentation der Mängel und Ihrer Behebung

1.3.12 Übergabe/ Betreiben (insbesondere AwF 180, 190)

1Erstellung einer digitalen Bauakte durch Verknüpfung des As-built Modells mit relevanten Daten und Dokumenten aus der Planungs- und Ausführungsphase, sowie zusätzlichen für Betrieb, Wartung und Instandhaltung benötigten Informationen
2Durch Verwendung des Inbetriebnahme-Tools ist eine direkte Verlinkung zu den aktuellen Prozessinformationen,

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Formularen und Richtlinien möglich
3Nutzen von Schnittstellen zwischen digitaler Bau- und Inbetriebnahmeakte, Asset-Modell und Bestandsystemen
4Erstellung und Pflege digital auswertbarer Objektdokumentationen für eine optimale Objekt- und Anlagenverwaltung
4
5Verbesserung der Datenhaltung ohne Verluste bei der Archivierung beim Übergang in die Betriebsphase
6Integration von Herstellerinformationen im Modell (Wartungsintervalle, Prüfungen)
77Vernetzung der Bau- und Anlagenteile mit weiterführenden Objektinformationen zur Wahrnehmung der Betriebsauf- gaben
8Verbesserte Datengrundlagen für Umbau- bzw. Ausbaumaßnahmen

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1.4 BIM-Anwendungsfälle (AwF) der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg Es wurden 19 Standard-Anwendungsfälle definiert und in Steckbriefen dokumentiert. Die Bildung von Unter-AwF ist grundsätzlich möglich.

Nr.AnwendungsfallLeistungsphase gem. HOAIBetrieb
123456789
AwF 010Bestandsaufnahme
AwF 020Bestandsmodellierung
AwF 030BIM-Modell
AwF 040Variantenvergleiche
AwF 050Visualisierung
AwF 060Koordination der Fachgewerke
AwF 061Modellbasierte Planungsbesprechung
AwF 062modellbasierte Baubesprechung
AwF 063Modellbasierte Signalsichtprüfung
AwF 070Erstellung von Plänen
AwF 080Freigabe- und Genehmigungsprozesse
AwF 090Kostenplanung
AwF 100Leistungsverzeichnisse
AwF 110Ausschreibung und Vergabe
AwF 120Termin- und Bauphasenplanung
AwF 130Baulogistikplanung
AwF 140Baufortschrittskontrolle
AwF 150Bauabrechnung
AwF 160Mängelmanagement
AwF 170As-built Modell
AwF 180Digitale Bau- und Inbetriebnahmeakte
AwF 190Betreiben, Instandhaltungsetzung

Tabelle 1: BIM-AwF der DB InfraGO AG, GB Fahrweg Folgende AwF sind durch den AN umzusetzen: AwF010, AwF020, AwF030, AwF040, AwF050, AwF060, AwF061, AwF063, AwF070, AwF080, AwF090, AwF120, AwF130 Rosa dargestellte AwF werden in Leistungsphasen umgesetzt, die in späteren Beauftragungen ent- halten sind.

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Für nähere Informationen zu den Leistungen in den AwF empfehlen wir die jeweiligen Steckbriefe (s. Anlage ….). Die Umsetzung der AwF in den Lph ist aus der vorgenannten Tabelle 1 zu entneh- men.

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Organisation im Projekt

Mit Einführung von BIM werden spezielle Fachkenntnisse notwendig, welche den konventionellen Funktionen des Projektleiters, Projektingenieurs, BÜW etc. auf AG-Seite sowie dem Plankoordinator auf AN-Seite zugeordnet werden können. Da diese Fachkenntnisse gegenwärtig noch nicht voraus- gesetzt werden können, werden in BIM-Projekten neue Rollen mit Aufgaben und Pflichten einge- führt, welche durch qualifizierte, im Projekt benannte Personen umzusetzen sind. Die definierten Rollen sind mit geeigneten Personen zu besetzen und im BAP zu dokumentieren. Mit Erstellung des BAP kann der AN eine Verantwortungsmatrix erstellen. Diese sollte vor allem je Fachbereich/-modell einen BIM-Koordinator benennen, an den sich der AG stets wenden kann Die Abbildung 1 stellt die Arbeitsbeziehung der Projektbeteiligen beispielhaft dar. In diesem Kapitel werden die BIM-spezifischen Rollen bzgl. ihrer Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung be- schrieben.

Abbildung 1: Zusammenarbeit der Projektbeteiligten Legende: grün: AG rot: AN (nur ein Vertrag, bspw.Generalplaner) blau: mehrere AN Der AN hat die Darstellung der Projektorganisation (BIM-spezifischen Rollen bzgl. ihrer Tätigkeiten und Verantwortung) im BAP zu beschreiben.

2.1 Besprechungswesen Für das Projekt werden folgende Besprechungstermine unter Nutzung moderner Kommunikations- medien MS Teams vereinbart.

BezeichnungLph.FrequenzBeteiligteOrt
BIM-Projektauftaktworkshop1-4, 6, 7Zu Beginn jeder LPHalle (AN, AG, BIM-Ge- samtkoordinator, BIM- Koordinator, BIM-Ma- nager)alle (AN, AG, BIM-Ge-virtuell (MS Teams, sonstige internetbasierte Kommunikationvirtuell (MS
samtkoordinator, BIM-Teams, sonstige
Koordinator, BIM-Ma-internetbasierte
nagerKommunikation
Besprechung und Finalisierung BAP1-4, 6, 7Zu Beginn jeder LPHAN, AG, BIM-Gesamt- koordinator, BIM-Ma- nagervirtuell (MS Teams, sonstige internetbasierte Kommunikation)
Modellbasierte (mb) Planungsbespre- chung (VDR)1-4, 6, 7vierwöchentlichAN, AG, BIM-Gesamt- koordinator, Fachpla- ner, BIM-Modellauto- ren, BIM-Managervirtuell (MS Teams, sonstige internetbasierte Kommunikation)
Abstimmung/Vorstellung Bauablauf- planung und Baulogistikplanung1-4, 6, 7vierwöchentlichAN, AG, BIM-Gesamt- koordinator, Fachpla- ner, BIM-Modellauto- ren, BIM-Managervirtuell (MS Teams, sonstige internetbasierte Kommunikation)

Tabelle 2: Besprechungen

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2.2 Rollen und Verantwortlichkeiten 2.2.1 BIM-Manager (AG) Der BIM-Manager steuert übergeordnet das Daten- und Informationsmanagement für den AG. Er ist verantwortlich für die Umsetzung der entwickelten Strategie (BIM-Ziele) und Anforderungen an die BIM-Projektabwicklung und ist Ansprechpartner auf AG-Seite für den BIM-Prozess. Er prüft kontinuierlich, ob die Umsetzung der AIA durch den AN erfolgt und konform zu den Zielvor- gaben des Projekts ist. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des BIM-Managers sind nachfolgend skizziert:  Vorgabe der AIA  Prüfung und fachliche Freigabe des BAP  Freigabe der Lieferobjekte des AN in Bezug auf Konformität mit AIA und BAP  Vorgaben von Anforderungen an die gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environ- ment kurz CDE)  Bereitstellung und Administration der CDE  Verwaltung der Umgebungen „veröffentlicht“ und „archiviert“ auf der CDE  Vorgabe der Austauschformate für die eingesetzten Software-Produkte, sofern nicht bereits in den AIA festgelegt  Vorgaben der Anforderungen an Datensicherheit, Datenkonsistenz und Datenverteilung  Ansprechpartner für projektspezifische BIM-Themen beim AG  Vorbereitung und Durchführung des BIM-Kick-Offs

Der BIM-Manager trägt keine Verantwortung für die fachliche Richtigkeit (z.B. Tragwerksplanung, Einhaltung von Gleisabständen) der Planungen des AN. 2.2.2 BIM-Informationsmanager (AG) (derzeit bei der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahr- weg noch nicht benannt) Der Informationsmanager übernimmt die Daten nach Inbetriebnahme der Anlage und ist für die Qua- litätssicherung des BIM-Modells in der Betriebsphase verantwortlich. Dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind nachfolgend skizziert:  Frühzeitige Definition der Anforderungen für das BIM-Modell für den Betrieb  Bereitstellung der Daten aus dem BIM-Modell für den Betrieb  Einpflegen der Projektergebnisse in das BIM-Modell im Betrieb  Fortschreiben des BIM-Modells während des Betriebs

2.2.3 BIM-Gesamtkoordinator (AN) Bei Projekten, in die mehrere Fachplaner/Baubeteiligte involviert sind, kann vom AG ein übergeord- neter BIM-Gesamtkoordinator gebunden werden. Alternativ dazu kann einem Objektplaner die Rolle und die Aufgaben des BIM-Gesamtkoordinators übertragen werden. Der BIM-Gesamtkoordinator koordiniert die Fachplaner/Baubeteiligte. Die Koordinierung erfolgt durch die Zusammenführung al- ler geometrischen Daten in sogenannte Koordinationsmodellen, der darauffolgenden Kollisions- und Attributsprüfung, Durchsprache der Konflikte in modellgestützten Projektbesprechungen und Nach- verfolgung der Abarbeitung der Konflikte über eine modellgestützte Kommunikation. Sofern die AIA für mehrere AN gelten, ist projektspezifisch zu kennzeichnen, welche Rolle durch welchen AN aus- gefüllt werden soll. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des BIM-Gesamtkoordinators sind nachfolgend skizziert:  Erstellung des projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans (BAP) in Abstimmung mit dem AG und den anderen relevanten Projektbeteiligten  Erstellen und Fortschreiben der Modellstruktur mit dem BIM-Manager und den BIM-Fachko- ordinatoren  Koordination / Integration der Fach- und Teilmodelle in ein Koordinationsmodell  Durchführung der Kollisions- und Attributsprüfung inklusive Dokumentation  Organisation, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der modellgestützten Pla- nungsbesprechungen

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 Durchführung der modellgestützten Kommunikation  Termingerechte Datenübergabe der Lieferobjekte (Data Drops)  Verwaltung der Umgebung „in Bearbeitung“ und „geteilt“ auf der CDE  Qualitätssicherung der zu übergebenden Daten in Bezug auf Konformität mit AIA und BAP vor Übergabe in die Umgebungen „veröffentlicht“ auf der CDE  Erster Ansprechpartner des BIM-Managers beim AN für projektspezifische BIM-Themen  Koordination der Fachgewerke Baugrund, Umwelt, ….

2.2.4 BIM-Koordinator (AN) Der AN trägt die Verantwortung für die Qualität der Daten eines Fachgebietes. Der BIM-Koordinator ist für die Sicherstellung der Qualität der produzierten Daten und zur Koordination der digitalen Mo- delldaten für ein Fach/Teilmodell verantwortlich. Dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind nachfolgend skizziert:  Mitwirkung bei der Entwicklung des projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans (BAP) in Ab- stimmung mit dem BIM-Gesamtkoordinator  Termingerechte Datenübergabe (Data Drops)  Teilnahme an den modellgestützten Planungs-/Baubesprechungen  Abarbeitung der Konflikte aus der modellgestützten Kommunikation  Verwaltung der Umgebung „in Bearbeitung“ auf der CDE  Qualitätssicherung der zu übergebenden Daten in Bezug auf Konformität mit AIA und BAP vor Übergabe in die Umgebungen „geteilt“ auf der CDE  Erster Ansprechpartner des BIM-Gesamtkoordinators sowie Koordination der Modellautoren seines Fachgebietes  Abarbeitung der Konflikte aus der modellgestützten Kommunikation

2.2.5 BIM-Koordinator BÜW (AN) Der BIM-Koordinator BÜW ist der Ansprechpartner der BÜW zu BIM-spezifischen Themen. Er ist die Schnittstelle zwischen den BÜW und dem BIM-Manager (AG) bzw. BIM-Gesamtkoordinator (AN). Dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind nachfolgend skizziert:  Mitwirken bei der Entwicklung und Fortschreibung des projektspezifischem BAP (u.a. Einrei- chen eines Angebot-BAPs zu den BIM-relevanten Tätigkeiten der BÜW)  Federführend insbesondere für die BIM relevanten Tätigkeiten der Bauüberwachung (bspw. Modellbasiertes Mängelmanagement, modellbasierte Baubesprechung)  Termingerechte Datenübergabe (Data Drops)  Qualitätssicherung der Eingangsdaten und der zu übergebenden Daten für eine sachge- rechte Nutzung für die BÜW sowie auf Konformität mit AIA und BAP  Verwaltung der von der BÜW erstellten bzw. generierten Daten, bspw. Braunstricheinträge, Mängelanzeigen etc.  Verwaltung der Umgebung „in Bearbeitung“ und „geteilt“ auf der CDE  Erster Ansprechpartner des BIM-Gesamtkoordinators und des BIM-Managers in Bezug auf BIM-Themen der BÜW

2.2.6 BIM-Modellautor (AN) Der BIM-Modellautor erstellt Fach -und Teilmodelle und generiert vertraglich geschuldete Projekt- dokumentationen. Dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind nachfolgend skizziert:  Modellerstellung des jeweiligen Fachmodells  Termingerechte Datenübergabe (Data Drops)  Optionale Teilnahme an den modellgestützten Planungsbesprechungen

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Prozesse

In diesem Dokument wird der Begriff „Prozesse“ synonym für Arbeitsabläufe verwendet.

3.1 Daten- und Informationsmanagement Für die Verwendung der BIM-Methodik ist es erforderlich, alle Projektbeteiligten in hohem Maß zu koordinieren. Damit dieser Koordinierungsprozess im Projekt für alle Projektbeteiligten gewährleistet werden kann, ist eine gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment kurz CDE), auch Kollaborationsplattform oder Projektkommunikationsplattform genannt, erforderlich. Das Daten- und Informationsmanagement bei BIM-Projekten der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg erfolgt gemäß der folgenden Abbildung und ist an die ISO EN DIN 19650 angelehnt. Die im Projekt zu erstellenden Lieferobjekte durchlaufen hierbei die verschiedenen Umgebungen auf der CDE mit den beschriebenen Status.

Abbildung 2: Umgebungen und Status auf der CDE

Beim Statusübergang zwischen den verschiedenen Umgebungen auf der CDE erfolgen Prozesse zur Qualitätsprüfung durch den AN und Freigabe durch den AG, die in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben sind. Bei der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg AG besteht die Möglichkeit Daten im Status „In Bearbeitung“ entweder für alle sichtbar in der CDE der DB InfraGO AG, Ge- schäftsbereich Fahrweg oder in einer eigenen Softwareumgebung des AN zu führen.

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3.2 Modellgestützte Qualitätssicherung Der AN hat im BAP zu dokumentieren, wie er sein internes Qualitätsmanagement durchführt. Als Mindestanforderungen hat der AN sein Qualitätsmanagement gemäß den vertraglich vereinbarten und allgemein gültigen Regelwerken sowie der AIA des AG zu erbringen. In Bezug auf die BIM-Methodik sind hierbei folgende Besonderheiten zu beachten: Die modellgestützte Qualitätssicherung ist zweistufig vorzunehmen. In Stufe 1 sind die Fachmodelle und weitere Lieferobjekte durch den AN zu erstellen, zu prüfen und mit den zugehörigen Anlagen an den AG zu übergeben. Verwendete Prüfroutinen sind durch den AN zu übergeben. Diese werden vom AG stichprobenartig geprüft und ggf. freigegeben. Die BIM-Koordinatoren der Fachplaner prüfen ihre Fachmodelle kontinuierlich, insbesondere vor jeder Statusänderung von „in Bearbeitung“ zu „geteilt“. In Stufe 2 sind Koordinationsmodelle und weitere Lieferobjekte durch den AN zu erstellen, zu prü- fen und mit den zugehörigen Anlagen an den AG zu übergeben. Diese werden vom AG stichpro- benartig geprüft und ggf. freigegeben. Hier sind Kollisionsprüfungen durchzuführen. Der BIM-Ge- samtkoordinator prüft kontinuierlich die Konformität der Fachplanungen untereinander, insbeson- dere vor jeder Statusänderung von „geteilt“ zu „veröffentlicht“. Während des Qualitätssicherungsprozess sind die jeweiligen Prüfergebnisse vom AN und AG ge- meinsam gemäß den Vorgaben des AG in folgenden Dokumenten und Dateien nachvollzieh- bar zu dokumentieren:  Qualitätssicherungsberichte  Kollisionsmatrix  Checklisten  BCF-Dateien Für Vermessungsleistungen gilt es ein Aufnahmekonzept gemeinsam mit dem Vermesser im BAP festzulegen. Anhand dessen soll dann die Qualitätssicherung durchgeführt werden. Die Prüfung auf Anforderungskonformität mit AIA und BAP erfolgt konventionell oder nach Mög- lichkeit IT-gestützt durch den BIM-Gesamtkoordinator. Zur Durchführung regelbasierter Prüfungen können beispielsweise Model-Checker oder Kollaborationssoftware zum Einsatz kommen. Dabei sind vorgegebene Namenskonvention, Struktur, Vollständigkeit der Attribute und Plausibilität der Attributwerte einzuhalten. Auch die Ergebnisse aus den IT-gestützten Prüfungen müssen mit Hilfe von Checklisten und Qualitätssicherungsberichten dokumentiert werden. Die folgende Abbildung zeigt die Schritte des AN von der Erstellung des Fachmodells bis zur Über- gabe des Koordinationsmodells sowie weiterer Lieferobjekte an den AG.

Abbildung 3: Erstellung und Qualitätssicherung Modelle durch den AN und AG bis zum Ende der Lph. Die Initialisierungsphase dient der Abstimmung und dem Test zur modellgestützten Qualitätssiche- rung und kann nach Abstimmung mit dem AG vor dem eigentlichen Beginn der Modellierung durchgeführt und im BAP dokumentiert werden.

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3.3 Fachmodell erstellen Der BIM-Modellautor erstellt die Fachmodelle gemäß den Vorgaben in den AIA und im BAP und überprüft kontinuierlich die korrekte Darstellung im Modell entsprechend der Lph und dem zugehö- rigen Detailierungsgrad. Die Prüfung der Fachmodelle ist möglichst IT-gestützt und regelbasiert durchzuführen. Die Ergebnisse werden in einem Prüfbericht pro Fachmodell dokumentiert und auf der CDE abge- legt. Die Fachmodelle sind in der Umgebung „in Bearbeitung“ auf der CDE in proprietären und edi- tierbaren Dateiformat und im offenen .ifc-Format zur Verfügung zu stellen. Die Vorgaben zur Mo- dellierung aus Kapitel 5 und die Anwendung des SOM sind für alle zu übergebenden nativen und proprietären Dateien einzuhalten.

3.4 Koordinationsmodell erstellen Das Koordinationsmodell ist durch den BIM-Gesamtkoordinator im Rahmen der Qualitätssicherung zu erstellen. Mit Hilfe des Koordinationsmodells führt der BIM-Gesamtkoordinator die Kollisionsprü- fung und die modellgestützte Planungs-/Baubesprechung durch. Die Ergebnisse werden in einem Prüfbericht pro Koordinationsmodell dokumentiert und auf der CDE abgelegt. Das Koordinationsmodell und alle Fachmodelle, die in das Koordinationsmodell eingebunden sind, sind in der Umgebung „geteilt“ auf der CDE im proprietären und editierbaren Dateiformat und im offenen .ifc-Format zur Verfügung zu stellen. Die Vorgaben zur Modellierung aus Kapitel 5 und die Anwendung des SOM sind für alle zu übergebenden nativen und proprietären Dateien einzuhalten. Um sicherzustellen, dass alle geometrischen Informationen unterschiedlicher Quellen allgemeingül- tig weiterverarbeitet werden und im Koordinationsmodell lagerichtig zueinander liegen, ist es erfor- derlich, dass alle Quelldaten in einem einheitlichen Koordinatensystem zur Verfügung stehen, vor- zugsweise im geodätischen Bezugssystem gemäß RIL 883.2500.

3.5 Kollisionsprüfung durchführen Anhand des Koordinationsmodells führt der BIM-Gesamtkoordinator die Kollisionsprüfung durch. Das Koordinationsmodell dient der Identifikation von Konflikten, insbesondere geometrischer Kolli- sionen zwischen Fachmodellen der Fachplanungen sowie zwischen Fachmodellen und dem Be- stand. Die Kollisionsprüfung soll vorrangig IT-gestützt erfolgen. Alle Konflikte sind in einer Kollisi- onsmatrix gemäß den Vorgaben des AG und im offenen .bcf-Format zu dokumentieren.

Die Beschreibung des Konflikts im .bcf-Format soll mindestens folgende Inhalte haben:  Status des Konflikts  Verortung  Blickrichtung  betroffene Bauteile  Bemerkungen  Verantwortlicher  Ersteller  Zeitpunkt  Fälligkeit

3.6 Modellbasierte Projektbesprechung (mb Planungsbesprechung und mb Baubespre- chung) Die modellbasierte Planungsbesprechung (VDR) findet in virtuellen oder physischen Projekträumen statt und erweitert klassische Besprechungsformate durch den strukturierten Austausch auf Basis des BIM-Modells, das über digitale Endgeräte wie Computer, Smartboard oder per Bildschirmfrei- gabe gemeinsam genutzt wird. Die Themen der Besprechung umfassen sämtliche planerischen Aspekte und gehen über das reine Modell oder BIM-spezifische Inhalte hinaus. Die modellbasierte Planungsbesprechung ergänzt die klassische Planungsbesprechung durch den gezielten Einsatz moderner Tools und kann im regulä- ren Terminrahmen stattfinden. Turnus und Dauer variieren je nach Leistungsphase, Besprechungsinhalt und Projektgröße. Sie soll- ten zu Beginn jeder Phase mit dem Auftraggeber abgestimmt und im BAP dokumentiert werden.

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In der Vorbereitung sind alle relevanten Planungsmodelle samt definierter Ansichtspunkte zu mo- dellbezogenen Themen aufzubereiten. Diese dienen als strukturierte Grundlage für die Diskussion, bei der zuvor festgelegte Themenschwerpunkte und Ansichten nacheinander im Modell durchgear- beitet werden.

Freigabe durch den AG

Bei Nutzung einer CDE mit Statusverwaltung erfolgt vor dem Übergang in den Status „veröffentlicht“ die Freigabe der Lieferobjekte durch den AG. Der AG lässt sich hierfür die Dokumentation der Qua- litätssicherung des AN vorlegen und prüft die Lieferobjekte stichprobenartig. Mit der Freigabe ist keine rechtsgeschäftliche Abnahme der Leistung verbunden. Für die Prozesse zur Modellerstellung und zur Freigabe der Planungshefte sind auf der CDE standardisierte Workflows hinterlegt, die zu nutzen sind.

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Softwareeinsatz

Die Wahl der passenden Software, z.B. für die Planerstellung oder die BIM-Modellierung wird dem AN freigestellt. Er garantiert für den verlustfreien Datenaustausch und hat dies anhand von System- tests nachzuweisen. Diese Systemtests sind nach jeder Änderung in der Systemlandschaft zu wie- derholen. Durch die Umsetzung der BIM-Methodik ergeben sich spezifische Anforderungen an den Einsatz von Softwarelösungen. Hier wird zwischen Anforderungen der zum Einsatz kommenden  BIM-CAD-Software zur Erstellung des BIM-Modells,  GIS-Software zur Erstellung des Umweltplanungsmodells,  BIM-Koordinationssoftware bzw. BIM-Viewer zur Analyse der Planungsergebnisse und  CDE zur zentralen Verwaltung von Projektinformationen (im Zusammenspiel mit den Umsys- temen z.B. iTWO, VRI DMS)  IT-Tools für die Abwicklung von AwF

unterschieden. Die CDE ermöglicht die zentrale Datenablage, das Zusammenspielen und das Ana- lysieren von Daten über einen integrierten Viewer sowie die modellgestützte Kommunikation durch ein integriertes Aufgabenmanagement und die Definition des prozessualen Informationsflusses in Form von Workflows.

4.1 BIM-Software Eine BIM-CAD-Software dient zur Modellierung geometrischer, dreidimensionaler Objekte sowie ih- rer Spezifikation als Bauteile durch die Vergabe von Attributen. Die zum Einsatz kommende BIM-Software zur Erzeugung eines BIM-Modells kann vom AN frei ge- wählt werden (Open-BIM), muss jedoch die folgenden Kriterien erfüllen:  Dreidimensionale Modellierung im kartesischen Koordinatensystem  Objekte können über Attribute und zugehörige Werte als Bauteile spezifiziert werden  Lesen und Schreiben des .bcf-Formats zur modellbasierten Kommunikation, sofern ein BIM- Viewer oder eine BIM-Koordinationssoftware nicht zur Verfügung steht  Import und Export des Schnittstellenformats .ifc  Koordinationssoftware (insb. BCF Kommunikation)  Import der Trassierungselemente über übliche Schnittstellenformate (.landXML, .ifc, .mdb) oder Möglichkeit zur Konstruktion der Trassierungselemente (Achse und Gradiente) sowie die Überlagerung als Raumkurve

GIS-Software:  Übergabe der GIS-Daten in die BIM-Koordinationssoftware muss gewährleistet sein  Schnittstelle von BIM- zu GIS- sowie GIS- zu BIM-Software muss gewährleistet sein

4.2 Einsatz einer CDE Die vom AG vorgegebene CDE / Projektkommunikationsplattform ist im Sinne der gemeinschaftli- chen Zusammenarbeit über die Laufzeit des Projekts zu nutzen. Bei Nutzung der CDE haben alle Auftragnehmer die Bringschuld, ihren aktuellen Planungsstand widerspruchsfrei und korrekt sowie zum angesetzten Zeitpunkt in der CDE zur Verfügung zu stel- len. Zudem ist der AN jederzeit zur eigenverantwortlichen Beschaffung der aktuellen Informationen zur Erarbeitung ihrer Leistungspakete aus der CDE verpflichtet (Holschuld). 4.2.1 Gemeinsame Datenumgebung Die CDE wird durch den AG bereitgestellt. Für den Einsatz einer CDE gelten grundsätzlich die An- forderungen aus der ISO EN DIN 19650. Die Datenhoheit liegt beim AG. Die Einrichtung des CDE- Projektraums erfolgt durch die DB Systel GmbH sowie den entsprechenden CDE-Anbieter auf Basis einer Grundkonfiguration der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg. Es obliegt daher dem AG den gemeinschaftlichen CDE-Projektraum vorzugeben, eine Projektraumanforderung durch ein Pla- nungsbüro entfällt somit.

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Der Zugriff auf die CDE wird durch ein vom AG vorgegebenes rollenbasiertes Nutzungskonzept ge- regelt. Der prozessuale Informationsfluss wird unter anderem mit Hilfe vom AG vorgegebener Stan- dard-CDE-Workflows geregelt:

 Workflow Bestandsdaten  Workflow Koordinationsmodell  Workflow Vor- und Entwurfsplanung  Workflow Genehmigungsplanung  Workflow Fachmodell  Workflow Ausführungsplanung

4.2.2 CDE-Anwendung / mögliche CDE-Lösungen

4.2.2.1 Plattform Digitales Projektmanagement (PDPM) Die PDPM ist eine DB interne Entwicklung und richtet sich ebenfalls an die Vorgaben der Datensi- cherung und des Datenschutzes. a) Allgemeines Die DB InfraGO AG stellt die PDPM zur Verfügung. Die PDPM ist eine kollaborative Datenplattform für die Bauprojektabwicklung bei der DB InfraGO AG. Sie dient dem technischen Projektmanagement bei der DB InfraGO AG und dessen Auftrag- nehmern. So richtet sich die PDPM an alle Projektbeteiligte des Auftraggebers, Auftragnehmers und hoheitlichen Funktionen, die an der Planung, Prüfung und Realisierung inkl. der Überwachung von Infrastrukturprojekten beteiligt sind. (Der AN beantragt seinen Zugang zur PDPM der DB InfraGO AG in Form eines Nutzerantrages. Dieser wird zwingend für die Zugangsbestellung benötigt und wird von dem Projektraumverantwort- lichen zum Ausfüllen an den AN verteilt.) b) Funktionsumfang der PDPM

 den Zugriff aller Projektbeteiligten auf Auftraggeber- und Auftragsnehmerseite auf den aktu- ellen Stand der Projektinformationen mit einem Rollen- und Berechtigungskonzept  die Dokumentenbearbeitung durch integriertes Arbeiten mit MS Office  eine strukturierte Dokumentenverwaltung durch verschiedene Bibliotheken und anpassbare Ablagestrukturen sowie der Vergabe und Verwaltung von Metadaten  die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten durch integrierte Tools wie gemeinsam nutz- bare Notizbücher, Planner und Kalender  die strukturierte und koordinierte Zusammenarbeit durch standardisierte Prüfvorgänge zur Qualitätssicherung von Dokumenten und Daten  die Darstellung von BIM-Modellen durch die einen integrierten Modellviewer

Die PDPM wird mindestens bis ins Jahr 2030 kontinuierlich weiterentwickelt werden. Hierbei können bestehende Funktionalitäten verändert oder entfernt und neue Funktionalitäten hinzugefügt werden. Diese Veränderungen werden kontinuierlich an die bestehenden Projekträumen ausgerollt, sodass Änderungen in der Art und des Umfangs der Nutzung der PDPM für Anwender entstehen können. c) Support und Schulung Für die PDPM wurde eine zentrale Stelle für den Support eingerichtet. Bei Fragen zur Nutzung der Plattform oder benötigtem Unterstützungsbedarf, steht das Support- Team unter der zentralen Rufnummer 0800 60 40 200 sowie via support.pdpm@deutsche- bahn.com bereit, um eine reibungslose und nachhaltige Erfahrung mit der PDPM zu gewährleis- ten. Befähigungsangebote zur PDPM stehen für Externe zur Verfügung. Mit Freischaltung eines DB- externen Anwenders in einem PDPM-Projektraum erhält dieser Zugang zu digitalen Handbüchern. Weitere Befähigungsangebote können optional wahrgenommen werden. d) Informationssicherheit und Datenschutz

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Der konzerninterne PDPM-Anbieter gewährleistet die Datensicherung und den Datenschutz.

e) Rollen und Rechte im Projektraum Das Rollen- und Berechtigungskonzept der PDPM basiert auf der Ablagestruktur. Den identifizier- ten Berechtigungsgruppen wurden unterschiedliche Berechtigungen auf die PDPM-Bibliotheken vergeben. Die Vergabe von Berechtigungsgruppen erfolgt auf Projektraumebene. Das bedeutet, Nutzer:innen können in verschiedenen Projekträumen unterschiedliche Berechtigungsgruppen er- halten. Berechtigungsgruppen stellen z.B. sicher, dass die unterschiedlichen Nutzergruppen nur auf die Bibliotheken und somit folglich nur auf die Dokumente, Dateien und Objekte Einsicht haben, für die sie auch berechtigt sind. Auch gewährleisten sie, dass Einsichten, Prüfvermerke oder Freigaben innerhalb von Workflows nur von denjenigen Benutzern durchgeführt werden können, die gemäß Verantwortlichkeit auch dafür vorgesehen sind.

Die nachfolgende Berechtigungsgruppen regeln die Zugriffsrechte auf die PDPM-Bibliotheken. Diese können auf der PDPM in einem Projekt vergeben werden:

 Berechtigungsgruppen mit eigener Anwendungsrolle:
o fachliche Betriebsführung
o Projektraumverantwortung

 Berechtigungsgruppen der Anwendungsrolle Projektbeteiligung InfraGO/Energie: o AG Projektteam o Einkauf/Beschaffung o ALV/IBV/Betreiber o

o Archivierung/Audit/Revision
 Berechtigungsgruppen der Anwendungsrolle Projektbeteiligung DB Sonstige, sowie Ex-
terne:
o AG Projektteam (beauftragt)
 Weitere Berechtigungsgruppen (sowohl DB intern, als auch extern):
o Bauüberwachung
o Planung
o Bauausführung

Bauausführung

Die Prüfrollen können optional einem User in einem Projektraum der PDPM zugeordnet werden. Die Prüfrolle steuert die Beteiligung an den Prüfvorgängen (Workflows). Nur die User in der im Vorgang geforderten Prüfrolle können die Aufgaben in einem Prüfvorgang wahrnehmen. Zukünftig werden auch die Berechtigungen auf den Dateien im Prüfvorgang abweichend von der Berechti- gung der Bibliothek gesteuert. Einzelnen Nutzern können auch mehrere Prüfrollen zugewiesen werden. Die Prüfrollen werden regelmäßig weiterentwickelt und erweitert in Abhängigkeit zu den zukünftigen Prüfvorgängen. Derzeit sind u.a. folgende Prüfrollen vorhanden:  technische Projektleitung AG  kaufmännische Projektleitung AG  Projektleitung AN Planung  Projektingenieur  Fachplaner  BIM-Gesamtkoordination (AN)  BIM-Koordination (AN)  BIM-Manager (& Informationsmanager)  Bauvorlageberechtigte (BVB)

f) Zugang und Kosten Mit einem Nutzerkonto kann eine Person sowohl in mehreren Projekträumen arbeiten als auch mehrere Prüfrollen innerhalb eines Projektraums besetzen.

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Jeder AN benötigt mind. einen schreibenden Zugriff zur PDPM, es sei denn es liegen sehr geringe Arbeitsanteile vor. Der AN bzw. weitere Projektbeteiligte mit sehr geringen Arbeitsanteilen im Pro- jekt können in Absprache mit der Projektleitung das Hochladen ihrer Arbeitsergebnisse in den je- weiligen Projektraum delegieren. Drüber hinaus benötigt jedes wesentliche Gewerk innerhalb der Planungs- und Bauverträge Zugriff auf die PDPM und muss mindestens einen schreibenden Zugang vorhalten. Als wesentliche Gewerke gelten:  Verkehrsanlagen (inkl. Schnittstelle zu OLA, LST und TK)  Ingenieurbauwerke  Tragwerksplanung  Technische Ausrüstung (50 Hz, TK, Förderanlagen)  Hochbau (Objektplanung Gebäude, Freianlagen)  Umweltplanung  Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung  Projektsteuerung Bei Zusammenhangsmaßnahmen stellt das wesentliche Gewerk die Dokumente der untergeordne- ten Gewerke ein. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller vorkonfigurierter Workflows (in einem PDPM Prüf- vorgang) vom Geschäftsbereich Fahrweg, sind durch den AN mindestens folgende Prüfrollen ein- zuplanen:

  1. Die wesentlichen Gewerke innerhalb des Planungs- und Bauvertrags führen ihre internen Arbeitsprozesse in einer eigenen Softwareumgebung durch.
Prüfrollen in PDPM der DB InfraGO AG, Ge- schäftsbereich FahrwegBerechtigungsgruppenMind. Anzahl Nutzerkonten
BIM-Gesamtkoordination (AN)Bauüberwachung oder Planung oder Bauausführung2 x übergreifend für Gesamt- projekt

Der AN muss im Angebots BAP darlegen, wie viele Personen Zugriff zur PDPM und welche Prüf- rollen diese erhalten sollen. Der AN beantragt seinen Zugang zur PDPM der DB InfraGO AG in Form eines Nutzerantrages. Dieser wird zwingend für die Zugangsbestellung benötigt und wird von dem Projektraumverant- wortlichen zum Ausfüllen an den AN verteilt. Für die PDPM-Nutzung entstehen grundsätzlich keine Kosten für den AN.

4.3 Datenaustauschformate Nach der Arbeitsmethodik BIM werden Planungsergebnisse in Form von Daten gefordert, welche softwaregestützt gelesen, analysiert und weiterverarbeitet werden können. Um den konfliktfreien Bezug von Daten sicherzustellen, ergibt sich die Notwendigkeit, Dateiformate bzw. Datenschemata zur Übergabe der geforderten Daten vom AN zum AG festzulegen. Hinweis zu DWG-Dateien: Diese sind grundsätzlich als gebundene DWG-Dateien (Einbindung aller einzelnen Referenzdateien zu einer gebundenen Datei) zu übergeben. In der nachfolgend aufgeführten Tabelle sind beispielhaft Datenformate aufgeführt, die angewendet werden können. Die verwendeten Datenformate sind durch den AN im BAP zu dokumentieren und mit dem AG abzustimmen. AIA der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg – Krefelder EÜ‘n – LOS 1 (KIB/VA) 21

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ZWECKDATENFORMAT
TerminplanungMPP
KostenplanungGAEB
LeistungsverzeichnisGAEB
Dokumente (BAP)XLSX, DOCX, PDF
Fach-, Koordinations-, Gesamt-,RVT, SMC, CPA, NWD, CPIXML, IFC, DWG, SHP, GDB, GeoJSON
As-Built Modell
Fachmodell LST (für Softwareppxml
ProSIG, ZN/ZL Planer, PlanPro
Wkz)
Digitales GeländemodellDWG, DA 45, 49, 58 nach REB
Landschaftsmodelle (Mo-SHP, NAS, XML, DWG, SHP, GDB, GeoJSON
delle/Daten Dritter) /Geobasis-
daten
IVL-PläneDWG, GeoTIFF, PDF
GleisnetzdatenlandXML
TrassierungsdatenlandXML, MDB, DGN, VERM.ESN
Punkte (tachymetrisch)DA45 nach REB
PunktwolkenStationäres Laserscanning: E57 TXT, XYZ, ASC, LAS
Texturierte FlächenkörperOBI, VRML
VisualisierungRVT, 3D DWG, PLN, DGN, COLLADA, CityGML
OrthofotosTIFF und Einpassdatei TGW, JPEG und Einpassdatei JGW, ECW
Kommentierte AnsichtspunkteBCF
Pläne/ Konstruktionszeichnun-DWG, PDF, GeoTIFF
gen
StatikANS, XML
Gutachten (z.B. Baugrund,DOCX, DWG, XLS, CSW
Schall)
GIS -Daten DritterSHP, SHX, DBF, XML, GML, CityGML, Geojson, GPKG, SpatiaLite, GDB
Digitale Bauakte für IBNRVT, NWD, IFC, DWG, DOCX, PDF, JPEG

Tabelle 3: Nicht abschließende Auflistung möglicher Datenformate

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4.4 Nomenklatur Zur eindeutigen Identifizierung von Modellen ist eine Nomenklatur der Modelle vorzunehmen. Die Namenskonvention ist nachfolgend beispielhaft darge- stellt und richtet sich nach der Grundkonfiguration der CDE. Die in diesem Projekt umzusetzende Unterteilung in 3 Fach-Lose wird sich in er Dateinamens- konvention widerspiegeln.

geografische Spezifikation Dokumente-Spezifikation B sp e i i e - l ABS - 3432 - 8570 - AG - LST -- 2D - 3 - T - DBN - XYZ - 001 Ebene Ebene 01 Ebene 02 Ebene 03 Ebene 04 Ebene 05 Ebene 06 Ebene 07 Ebene 08 Ebene 09 Ebene 10 Ebene 11 C Lä o n d g e e - 2 Z - . 1 0 1 Z ch - e 4 e i- 0 n 2-10 Z. 1 ch -4 e 0 n Zei- 2-10 Z. 1-40 Zeichen 2 Z - . 6 1 ch -4 e 0 n Zei- 2 Z - . 3 2 Z - . 3 1 Zeichen 1 Z . 1-40 Zeichen 2-3 Z. 1-40 Zeichen 1-25 Zeichen 3 Zeichen B s b c u e h n - r g e i- Proje n kt u b n e g z eich- Ört c li k c e s h n c k n h e u n i m t it t 1 m , ( e e z t r c . , B . ) A . b S - tre- m Ö e r t t r l ie ic r h un k g e m , i t A e 2 r n ) ( l a z g .B e . n K n i u lo m - - Ersteller (Vertrag) Gewerk / Fachmodell Dokumentenart Leistungsphase Zustand Anlagenbetreiber Freies Textfeld Lfd. Nummer² H w i e n i - s Bitte anpassen Bitte anpassen Bitte anpassen Bitte anpassen Nicht anpassbar Nicht anpassbar Nicht anpassbar Anpassb g a e r p a a b s e s r t n icht an- Anpassb g a e r p a a b s e s r t n icht an- Nicht b a a n r p ass- 0 Übergeordnet DBN DB InfraGO 001 001 C (B o s d p e .) s E D Ü or - f E D Ü or f 6017 S 60 tr 1 e 7 c ke 8570 K 85 il 7 o 0 m - e 8 t 5 e 7 r 7 UE Ü fe b n e d r grei- AD Anlagen Dritter 2D 2D-Plan A sc G h , ä G fts e b - e- U Übergreifend reich Fahrweg ABS ABS 6106 S 61 tr 0 e 6 c ke 8578 K 85 il 7 o 8 m - e 8 t 5 e 9 r 0 AG A be u r f tragge- BG Baugrund FM Fachmodell 1 G lun ru g n dlagenermitt- B Bestand SuS D tio B n & S S ta e - rvice 002 002 NBS N b st a e r u e u - c - ke B P a l u AN Planer BSA B gi a e h , n 1 s 1 t 0 ro k m V a ) nlagen (DB Ener- KM Koordinationsmodell 2 Vorplanung E E de rh s a lt des Bestan- DBE DB Energie 003 003 BUE Bahnübergang GM Gesamtkoordinationsmodell 3 Entwurfsplanung N Neubau UE Übergreifend 004 004 D M G Digitales Geländemodell BD Baustellendokumentation 4 G nu e n n g e hmigungspla- R Rückbau DBI DB Immobilie 005 005 EEA E (5 l 0 e k H tr z is ) c he Energieanlagen BZ Bautechnologie/ -zustände 5 Ausführungsplanung T Temporär 006 006 FM Flächenmanagement KP Kostenplan 6 Ausschreibung V Variante 007 007 HB Hochbau MM Mängelmanagement 7 Vergabe Z Bauzwischenstand 008 008 KIB Ingenieurbauwerke QS Qualitätssicherungsbericht 8 Objektüberwachung 009 009 KTB Kabeltiefbau TP Terminplan 9 O un b d je D kt o b k e u t m re e u n u t n a g ti on 010 010 LS Schall-/Lärmschutzplanung VI Visualisierung 011 011 LST Leit- & Sicherungstechnik ANZ Anzeige … … MT Maschinentechnik AST Aufgabenstellung StuS (Ast) 999 999 OB Oberbau AVF Altlastenverdachtsflächen OLA Oberleitung (16,7 Hz) BAP BAP-Dokument TB Tiefbau BAS B (B e A tr s ie t) b liche Aufgabenstellung TK Telekommunikationsanlagen BBE Bautagesbericht TRA Trassierung (Achsen) BBP Baubetriebsplanung T P W Tragwerksplanung BBU Bautagebuch UE Übergeordnet B M D Bodendenkmäler U P W Umweltplanung BER Bericht VA Verkehrsanlagen BET Betra-Anträge, Betren VM Vermessung B V O BoVEK ZL Zuglenkung BTP Bauablaufplan ZN Zugnummer B D W B w a e u rk w s e b r u k c s h d , o B ku a m uw e e n r t k a s ti v o e n r z (B ei a c u h - is…) BLI Blitzschutz D K O Dokumentation BRA Brandschutz G N E G su e n n g e , h P m la ig n u fe n s g t e s n te ( ll z u . n B g . s b p e a s rl c . h B l… efa ) s- GA Gebäudeautomation G T U Gutachten HLS Heizung/Lüftung/Sanitär KMI Kampfmittel LK L tu e n it g u e n n g s D k r r i e tt u e z r) u ngen (mit Lei- M S B Machbarkeitsstudie SB Straßenbau M P T Meilensteinsterminplan VW Verkehrswasserbau NW Nachweis O G B Ortsbegehung O A E Öffentlichkeitsarbeit O G R B sa e t t i e o i n li gte, Organigramme, Organi-

PAB Palamentarische Befassung

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P O R Protokoll Q S A Q En u e a r l g ifi i z e i e (Q rte u A A s u t f ) g abenstellung DB

RIL Regelwerke R V O Raumordnungsverfahren S K G SiGeKo- Pläne ST Stellungnahmen SV Schriftverkehr UIG Unternehmensinterne Genehmigung UVP Umweltverträglichkeitsprüfung VAS V (V e A rk s e t) h rliche Aufgabenstellung VER Vermessungsunterlagen V R O Vorlagen ZD Zusatzdokument ZIE Zustimmung im Einzelfall VPH Vorplanungsheft EPH Entwurfsplanungsheft G H P Genehmigungsplanungsheft APH Ausführungsplanungsheft QG Quality Gate Tabelle 4: CDE-Datei-Namenskonvention

Hinweise:

  • Die Dateinamenskonvention ist verbindlich für alle Dokumente anzuwenden!
  • Ausgenommen sind Bestandsunterlagen (P0.2) und Dokumente der Kaufmännischen Akte (K.)
  • Ebene 1 bis 11 werden mit einem Unterstrich "_" voneinander getrennt.
  • ²Die laufende Nummer im Dateinamen wird manuell durch den Nutzer gepflegt.

Zusatzinformation zur Versionierung:

  1. Das Führen der Versionsnummer ist eine systemische Aufgabe.
  2. Die Versionsnummer wird automatisch vom System erzeugt und wird nicht in Dateinamen geführt.
  3. Innerhalb der CDE muss die Versionsnummer als Eigenschaft zur Datei erkennbar sein.
  4. Beim Export aus dem System soll die Versionsnummer als Eigenschaft zu r Datei erkennbar sein.
  5. Der Nutzer kann Versionsnummern nicht manuell erzeugen oder pflegen.

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Anforderungen an Struktur, Daten und Modelle

Dieses Kapitel beschreibt die Anforderungen des AGs an die durch den AN zu liefernden Modelle, sonstigen Daten und an deren Strukturierung. Der AN muss die Einhaltung aller im Folgenden beschriebenen Anforderungen sicherstellen. Um Daten softwaregestützt auszuwerten und weiter verwerten zu können, muss eine standardi- sierte Struktur der Daten geschaffen werden. Für die DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg erfolgt dies über die Vorgabe des semantischen Objektmodells (siehe Anlage semantisches Ob- jektmodell).

5.1 Anforderungen an Modelle 5.1.1 Allgemeine Anforderungen Ein grundlegendes Ergebnis der Methodik BIM ist das BIM-Modell, welches in den Folgeprozessen der BIM-Methodik für verschiedene Zwecke digital ausgewertet und weiterverarbeitet wird. Es be- steht aus einer Zusammenführung unterschiedlicher objektorientierter Daten und der geometri- schen Repräsentation im dreidimensionalen Raum (attribuiertes 3D-Modell). Für eine einheitliche Koordination der BIM-Modelle ist die Festlegung des Projektbasispunktes (PBP) mit dem AN abzustimmen und im BAP zu verankern. Bei der hier vorliegenden Aufteilung in Fach-Lose ist der PBP unter allen Beteiligten gleichermaßen festzulegen. BIM-Modelle sind das zentrale Element eines jeden BIM-Projekts. Sie bilden die Grundlage für sämtliche BIM-AwF, im Gegensatz zur konventionellen 2D-Planung. Hierbei erfolgt die Darstellung der Objekte in 3D-Modellen, angereichert mit attribuierten Informationen. Die DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg stellt eine Objektbibliothek mit 2D/3D-Objektvor- lagen zur Verfügung, die in Infrastrukturprojekten genutzt werden können. Die Objektbibliothek befindet sich zurzeit im Aufbau und wird regelmäßig durch neue Inhalte ergänzt. Der veröffentliche Content ist unter folgendem LINK zu erreichen. Weitere Objektbibliotheken, die für die Planungsaufgabe in Anspruch genommen werden können, sind die des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe und für das Gewerk LST. Durch eine Verknüpfung der Objekte mit den Aktivitäten aus dem Bauablaufplan entstehen mo- dellbasierte Darstellungen des Bauablaufs (4D-Modell) und der Baulogistik. Ein Zweck der Entwicklung von modellbasierten Darstellungen des Bauablaufs ist der Nachweis dessen Umsetz- barkeit sowie die Unterstützung bei der Bewertung und ggf. Optimierung geplanter Arbeitsabläufe sowie bei der Untersuchung möglicher alternativer Varianten.

Abbildung 4: Schematisches Beispiel zum Vorgehen bei der modellbasierten Darstellung des Bauablaufs Durch die Verknüpfung der Objekte mit Aktivitäten aus dem Bauablaufplan und Kosteninformatio- nen aus den Kostenplänen entstehen modellbasierte Darstellungen der Baukosten (5D-Mo- dell). Mit Hilfe der modellbasierten Darstellungen der Baukosten können die Kosten über den Pro- jektverlauf visualisiert werden und so Auswirkungen der Planungsvariante auf die Mittelabflusspla- nung aufgezeigt werden. Die Modelle werden zudem nach ihrem Inhalt und Umfang unterschieden. In der Modellplanung wird zwischen Gesamtmodell, Fachmodellen, Teilmodellen und Koordinationsmodellen unter- schieden. Das Gesamtmodell besteht aus den koordinierten Fachmodellen der verschiedenen Fachplaner. Fachmodelle sind gewerkspezifische 3D-Modelle. Ein Fachmodell kann aus einem oder mehreren Teilmodellen (fachlich oder räumlich) bestehen. Die Fachmodelle werden regelmäßig in einem Koordinierungsmodell und nach erfolgreicher Kollisionskontrolle im Gesamtmodell zusammen- gefasst. Bei mehreren Projektabschnitten mit unterschiedlichen AN, ist die Schnittstellenkompatibilität an der Projektabschnittsgrenze sicherzustellen.

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Eine der Planungsaufgabe entsprechende Einteilung von Teilmodellen, in Bezug auf die räumliche Trennung der 3 EÜ´n und der 3 Fachlose, ist zu Beginn der Planung zwischen AG und AN abzu- stimmen. Bei der Erstellung von Modellen und Objekten ist zu berücksichtigen, dass ein dem Verwen- dungszweck angemessener Modelldetaillierungsgrad angewendet wird. In Abstimmung zwi- schen AN und AG kann im BAP die Definition von Modelldetaillierungsgraden erfolgen. Typischer- weise steigert sich die Detaillierung der Geometrie und Informationstiefe der Attribute im Laufe der Projektabwicklung. Dabei kann die Planungs- und Darstellungstiefe verschiedener Objekte inner- halb von Modellen durchaus variieren und muss daher entsprechend detailliert spezifiziert werden. Die folgend dargestellte Grafik zeigt Richtwerte, die bei der Modellierung in den verschiedenen Leistungsphasen mindestens anzuwenden sind.

Abbildung 54: Übersicht möglicher Modelldetaillierungsgrade je Lph

Der Modelldetaillierungsgrad muss entsprechend der nachfolgenden Anforderungen an die Mo- delle in den jeweiligen Projektphasen eingehalten werden. Toleranzwerte in den Modellen sind zwischen AG und AN in jedem Projekt unter Berücksichtigung der Leistungsphasen und der Anwendungsfälle abzustimmen und im BAP zu dokumentieren. Die Modellierung soll möglichst mit parametrischen Objekten erfolgen, um bei Änderungen nur die Parameter und nicht das komplette Modell anpassen zu müssen. Die Objekte sind als Volumen- körper zu modellieren, um Mengen ermitteln zu können. Die Anzahl verschiedenartiger Objekte zur Modellierung der Bauteile soll sich entsprechend der über die Leistungsphasen fortschreiten- den Detaillierung der Planung vermehren. Die Gleisanlage ist als Volumenkörpermodell aus den georeferenzierten Achsdaten und standardisierten Querschnitten des Gleiskörpers gemäß RIL 800 zu entwickeln. Der Erdbau ist so zu modellieren, dass eine automatische Auswertung der Erdaus- hub und -auftrags möglich ist. Rückbau, Abbruch- und Erneuerungsmaßnahmen sind bei der Mo- dellierung zu berücksichtigen. Die Modelle müssen in einem, der Planungsaufgabe und Leistungsphase angemessenen, gerin- gem Detailierungsgrad im Autorensystem visualisierbar sein. Zur Anfertigung von Visualisierungen mit hohem Detailierungsgrad müssen die Modelle bei Bedarf an spezielle Visualisierungsanwen- dungen übergeben werden können.

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Unabhängig vom Zeitpunkt einer Änderung gilt immer, dass die Verantwortung bzw. „Hoheit“ über ein BIM-Fachmodell grundsätzlich nie wechselt (außer, die Verantwortung wird offiziell überge- ben). Das heißt bei nötigen Änderungen, bzw. Ergänzungen in einem Fachmodell ist entweder der zuständige Fachplaner (z.B. Integration von Verlinkungen, Qualitätssicherungsunterlagen, etc.) zu beauftragen oder ein eigenes Fachmodell zu erstellen (z.B. bei Werks und Montageplanung) Alle Modelle müssen neben den proprietären Formaten aus dem Autorensystem auch möglichst verlustfrei in einem offenen Dateiformat übergeben werden. Die Vorgaben zur Modellierung aus Kapitel 5 und die Anwendung des SOM sind für alle zu übergebenden nativen und proprietären Dateien einzuhalten. Die Modelle müssen eine automatisierte Auswertung der Attribute sowie der modellbasierten Men- gen zulassen. Durch die Verknüpfung mit den zugehörigen Kosteninformationen aus den Kostenplänen muss eine der Leistungsphase entsprechend detaillierte Visualisierung des Kostenverlaufs möglich sein. Die Bauteile müssen mit spezifischen Objekten angereichert werden. Die Detaillierung dieser Ob- jekte sind in der Planungsaufgabe der jeweiligen Projektphase festzulegen. Wichtig dabei ist in einem einheitlichen Koordinatensystem (abhängig von verfügbaren Daten) zu arbeiten und spä- testens am Ende der Projektlaufzeit in das geodätischen Bezugssystem gemäß Ril 883.2500 zu transformieren. Abmessungen sowie geometrische Eigenschaften und Positionen der Objekte müssen hierbei eindeutig bestimmt sein. Der Modellierungsraum orientiert sich am Planungsraum (der allgemeinen Projektbeschreibung zu entnehmen) und ist projektspezifisch festzulegen. Bei der Modellierung ist darauf zu achten, dass die Bauteile wirklichkeitsgetreue Materialien zuge- wiesen bekommen, damit jederzeit Renderings erstellt werden können. Hierzu zählen auch Struk- tur, Farbe, Reflexion und Transparenz. Des Weiteren sind gewisse Fachmodelle in Absprache mit dem AG farblich hervorzuheben. Bei einem BIM-Projekt sind die Fachmodelle Bestandteil des Planungsheftes. 5.1.2 Anforderung an Bestanderfassung und Vermessungsmodell inkl. Umgebung Erfassung der wesentlichen Aspekte des Bestandes kann bspw. mittels stationärer Laserscanner oder mit fotogrammetrischen Messmethoden, terrestrisch oder mittels Befliegung erfolgen. Die Aufnahmequalität muss mit einer relativen Genauigkeit gemäß Leib / LV erfolgen. Die Messer- gebnisse müssen die Erstellung eines Bauwerksmodells im projektspezifisch ausgewählten De- taillierungsgrad in der o.g. Messgenauigkeit ermöglichen. Das zusammengesetzte Vermessungsmodell muss mit den entsprechenden Mindestanforderun- gen folgendes enthalten:  Punktwolken / Laserscans:  Digitales Geländemodell (DGM)  Bebauung (Gebäude)  IvL-Bestandspläne, Trassendaten und Gleisvermarkung, in DB_REF, DB  Festpunktfeld DB_REF  amtliche Lage- und Höhenfestpunkte (Koordinaten im System ETRS89)  digitale Kataster- und Liegenschaftsdaten sowie Eigentümerverzeichnisse von Flurstücken (z. B. ALKIS-Daten)  Orthofotos, 3D-Gebäudemodelle (LOD 1 und 2), Bestandsdaten der Umweltbehörden, Di- gitales Geländemodell vom Landesvermessungsamt, andere Daten von Dritten (z.B. Lei- tungskataster oder öffentliche Sparten), aktuell gültige Bebauungspläne im Bearbeitungs- gebiet, andere rechtsverbindliche planungsrechtlich relevante Unterlagen wie Flächennut- zungspläne, räumliche Entwicklungskonzepte  Bestandsvermessung für Lageplan  Gleisgeometrisches Aufmaß  Einmessen der Anlagen  Gleisvermarkung -> Trassierungsentwurf  Topographische Bestandsaufnahme (Straßenbegrenzung, Gräben, Maste inkl. Fundament, Stützmauern, Fahr- und Tragseil etc.) -  Detailaufnahmen Ing.-BW AIA der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg – Krefelder EÜ‘n – LOS 1 (KIB/VA) 27

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 Punktwolken Bei Photogrammetrie, kinetischen und statischen Laserscanning (z.B. aus terrestrischer Auf- nahme, Befliegung) sowie klassischen Messverfahren und den daraus entstehenden Punktwolken ist es entscheidend, die geeignete Aufnahmemethode der Punktwolken nach Gewerk (bspw. sta- tionäres Laserscanning mit 360° Fotos bei Brückenaufnahme, Punktwolkendichte < 5 mm, farbig (RGB), Bereinigung der Punktwolken (z.B. Von Vegetationen und Personen), Punktwolkendaten- volumen (ggf. Aufteilung Punktwolken nach Projektbedarf), Abgabeformat der Punktwolken gemäß Datenformattabelle) auszuwählen. Dabei ist zu beachten, dass Punktwolken eine hohe Daten- menge aufzeigen und eine Ablage auf der CDE nicht möglich ist. Auch das Hinzufügen in Modellen verringert erheblich die Performance des Modells bzw. des Viewers. Demnach ist projektspezifisch abzustimmen, wo und wie (z.B. in aufgeteilten/bauteilspezifischen Datenpaketen) die Daten der Punktwolken gelagert werden.  Digitales Geländemodell (DGM/DOM) Das digitale Geländemodell (DGM) soll als dreiecksvermaschte Beschreibung der Geländeober- fläche, ohne künstliche Einbauten, vom AN erstellt werden. Im Bereich der künstlichen Einbauten ist das DGM auszusparen, um im Rahmen der Koordination des Bestandsmodells (Kollisionsprü- fung) keinen Konflikt zu verursachen. Hinweis: DGM mit DOM nicht zu verwechseln. (Definition von DOM: Das Digitale Oberflächenmodell ist ein flächendeckendes Modell der Höhen und Formen der Erdoberfläche und der darauf befindlichen Objekte wie z.B. Vegetation und künstliche Einbau- ten). Für bestimmte Planungsschritte (z.B. Trassierung) kann es notwendig sein, ein digitales Oberflä- chenmodell (DOM) zu erzeugen. In einem DOM sind die künstlichen Einbauten nicht ausgespart, sondern bilden zusammen mit dem umliegenden „natürlichen“ Gelände die gesamthafte Oberflä- che im Projektbereich als Dreiecksvermaschung ab. Hierbei sind vor Allem die für die Planung relevanten künstlichen Einbauten zu berücksichtigen. Die einfache Darstellung der Geländeoberfläche im DGM/DOM ist z.B. durch folgende Strukturen mit Hilfe von Bruchkanten zu ergänzen

  • Gewässerverläufe
  • Böschungsverläufe
  • Wege /Straßen/befestigte Flächen
  • Randwege Künstliche Einbauten, im Besonderen, wenn diese nicht Bodengleich sind (z.B. Kabelkanal, Stütz- mauern, Fundamente etc.).

 Leitung und Kreuzung (Spartenmodell) Um eine performante und parallele Erarbeitung zu gewährleisten, ist pro Leitungsart (Strom, Was- ser, Gas etc.) vom AN Planung/Vermesser auf Basis vorliegender Bestandsdaten und Leitungsab- fragen ein Teilmodell mit den im Planungsgebiet befindlichen Sparten zu erstellen und im BAP zu dokumentieren. Diesbezüglich sind Fachmodelle mit DB eigenen Leistungen, sowie Teil- und Fachmodelle mit Leitungen Dritter, getrennt zu erstellen. Die Summe der Teilmodelle aller Lei- tungsarten ergibt das Fachmodell Leitung und Kreuzung. Vom AN sind im gesamten Fachmodell alle zweidimensionalen Übersichts- und Lagepläne aus der Leitungsabfrage und den Vermes- sungsdaten mit dem Modell zu verknüpfen.  Neben den Leitungen (z.B. Rohre, Kabel, usw.) sind ebenso Schächte wie z.B. Revisions- schächte, Spül- und Sammelschächte in ihrer Lage und Dimension modellbasiert darzustellen. Die Darstellung der Schächte erfolgt auf Basis des beauftragten Schachtprotokolls der Bestandserfas- sung, welches mit dem Modell verknüpft ist. Die Lage sowie der Schachtdeckel sind den Vermes- sungsdaten zu entnehmen und durch den AN Planung modellbasiert aufzubereiten und einzupfle- gen.  Abhängig von der Genauigkeit der zur Verfügung stehenden Grundlagen ist die Verlässlichkeit der La-geinformation an den Modellobjekten zu kennzeichnen (z.B. über ein Attribut und über einen Lagekorridor um die Leitung, der die potenzielle Lageungenauigkeit abdeckt). Der Lagekorridor ist

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mittels eines transparenten Freiraumkörper, um die jeweilige Leitung darzustellen. Die Abmessun- gen und Ausprägungen des Lagekorridors ist projektspezifisch und in Abhängigkeit der Lph. zwi- schen AN und AG abzustimmen und im BAP zu dokumentieren. Die Detaillierung des Spartenmo- dells nimmt im Laufe des Projektverlaufes zu, wobei mind. Leitungen Dritter bereits in der Grund- lagenermittlung in einem hohen Detailierungsgrad darzustellen sind. Die Anforderung an die De- tailierung sind zwischen AN und AG projektspezifisch abzustimmen und im BAP festzulegen. Der Fokus sollte auf den erdverlegten Leitungen liegen, da diese für die Bauausführung relevant sind. Dies gilt insbesondere für die Leitungsinformationen des Durchmessers, sowie der Überdeckung.  Flächenmanagement (Grundeigentum) Auf Basis vorliegender Kataster- und Eigentümerdaten ist vom AN ein Modell der bestehenden Grundeigentumsverhältnisse zu erstellen, um die Aspekte der modellbasierten Grunderwerbser- mittlung im Rahmen der Variantenuntersuchung sowie der Genehmigungsplanung damit abbilden zu können. Hierzu sind die georeferenzierten 2D-Katasterdaten (umgrenzte Grundstücksflächen mit Nummer) in einem 3D-Modell abzubilden und die jeweiligen Flächen mit den ALKIS-Eigentü- merdaten in Form von Attributen anzureichern. Die Eigentümerdaten sind aus datenschutzrechtlichen Gründen zu anonymisieren.  Bebauung (Gebäude) Auf Basis, der bei den Landesvermessungsämtern erhältlichen 3D-Gebäudedaten ist vom AN ein Modell der Bestandsbebauung zu erstellen, um dies mit der Planung zu verschneiden und somit Eingriffe in die bestehende Bebauung abbilden zu können. Die Gebäudedaten sind in zwei Detaillierungsgraden erhältlich: Level of Detail (LoD1-DE) (oberir- dische Gebäude und Bauwerke ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Dachformen in Form ein- facher Klötzchen mit Flachdach) und LoD2-DE (beinhaltet zusätzlich standardisierte Dachformen entsprechend den tatsächlichen Firstverläufen). Für das Bestandsmodell sind Gebäudedaten im Detaillierungsgrad LoD2-DE zu verwenden. Diese sind bei den Landesvermessungsämtern zu beschaffen. Abhängig vom Bundesland stehen diese Daten kostenlos oder zum Ankauf zur Verfügung. Um einen Verlust von Attributen oder Geometrien zu vermeiden, sind die Daten vorzugsweise im Format CITYGML oder DWG abzufragen. 5.1.3 Anforderungen an die Grundlagenermittlung und Bestandsmodellierung Die Daten der Bestandsaufnahme, welche zur Erstellung des jeweiligen fachspezifischen Be- standsmodells verwendet wurden, sind vom AN zu übergeben und mit dem jeweiligen Bestands- modell zu verknüpfen. Mit den jeweiligen fachspezifischen Bestandsmodellen sind außerdem alle weiteren verfügbaren Bestandsunterlagen, wie z.B. Bauwerkspläne oder Leitungspläne zu ver- knüpfen. Das zusammengesetzte Bestandsmodell muss folgende Fachmodelle enthalten mit den entspre- chenden Mindestanforderungen:  Baugrundmodell  Geobasisdaten (in mehreren Teilmodellen)  Umweltfachdatenerfassung  Schienenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung und Kabelführungssysteme  Straßenverkehrsanlagen inkl. Unterbau und Entwässerung  Ingenieurbauwerke  Hochbau  Ausrüstungsanlagen (LST, OLA)  Abbruch  Rückbau  Erneuerung Mindestanforderungen:  Baugrundmodell Das Fachmodell Baugrund ist geometrisch in mehrere Teilmodelle (Zusammenfassung von Fach- objekten; äquivalent zum Begriff „SUB-Fachmodell“) gegliedert, die anhand von thematischen

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Gruppierungen gebildet werden. Eine weitere Unterteilung in Modellbereiche (räumliche Abgren- zung, z. B. anhand von Planungsabschnitten oder Teilprojekten) wird in Absprache mit dem AG vorgenommen. Folgende Teilmodelle sind zu erstellen und zu übergeben: Teilmodell Bodenaufschlüsse o alle aus geotechnischer Sicht für die Fragestellung relevanten Aufschlüsse (Projektauf- schlüsse + Altaufschlüsse), dazu sind die Bodenschichten in den Aufschlüssen/ Bohrprofi- len, mit einem Durchmesser von bspw. 2 Metern, georeferenziert und punktuell im Modell umzusetzen o Fachobjekte = Aufschlussintervalle Teilmodell Grundwasser o Geometrische Darstellung der relevanten Bemessungswasserstände als Flächen ohne At- tribuierung Bei der Projektrealisierung durchläuft das Fachmodell Baugrund aufgrund von zusätzlichen Er- kenntnissen (z.B. neue Feld- oder Laborversuchskampagnen) verschiedene Entwicklungsstufen, bei denen die Teilmodelle mit weiteren Fachobjekten angereichert werden (z.B. neue Aufschlüsse) und die Semantik (Attributwerte, vgl. Semantisches Objektmodell) aktualisiert wird im Sinne ei- ner zunehmenden Granularität eines Modells.  Georadar Der AN erstellt das Fachmodell Georadar auf Basis von Messungen, die im Gleis oder neben dem Gleis mit dem geophysikalischen Verfahren Georadar durchgeführt werden. Sie werden zur Erkun- dung des Baugrunds und zur Lokalisierung von unterirdischen Bauwerken/Strukturen wie z. B. Schichten, Hohlräumen, Leitungen, Bauwerkskörpern und zukünftig Kampfmitteln) genutzt. Das Fachmodell Georadar bildet eine verbindliche und flächendeckende Aussage über den Untergrund (z. B. Planumsschutzschicht) und darin befindliche nicht sichtbare Bauteile (z. B. Leitungen, OK Brücke bzw. Brückenschutzschicht, Altfundamente, usw.). Das Fachmodell Georadar dient in die- sem Projekt für konkreten Aussagen hinsichtlich der Lokalisierung der durchzuführenden Sondie- rungspunkte des Baugrundmodells/Baugrundgutachtens. In dem Projekt dient das Fachmodell Georadar zur Ergänzung und Validierung des Baugrundmodells sowie das Leitungs- und Sparten- modells. So sind durch den AN z. B. fehlenden Leitungen aus der Leitungsabfrage (Lph1) durch die Erkenntnisse der Messdaten der Georadaruntersuchungen lagegenau in der Bestandserfas- sung und Bestandsmodellierung zu ergänzen. Das Fachmodell Georadar wird durch den Gesamtkoordinator in das Koordinationsmodell integriert und mit weiteren Fachmodellen koordiniert. Die Erkenntnisse aus dem Georadar werden an die BIM-Koordinatoren der weiteren Gewerke zur Anpassung/Detaillierung weitergegeben. So nimmt bspw. der BIM-Koordinator Baugrund folglich Anpassungen an dem Schichtenverlauf auf Basis der Erkenntnisse des Fachmodells Georadar vor.  Umwelt Als weitere Planungsgrundlage stehen diverse Umweltfachdaten öffentlich zur Verfügung. Diese werden von verschiedenen Bundes- und Landesbehörden sowie öffentlichen Anbietern zum Down- load bereit-gestellt. Im Bestandsmodell sind digital verfügbare Informationen zum Bestand aus GIS-Systemen in den entsprechenden Teilmodellen mit abzubilden, um diese im Rahmen der Va- riantenuntersuchung (Vorplanung), Entwurfs- und Genehmigungsplanung mit der technischen Pla- nung zu verschneiden und somit den Umfang der Betroffenheiten zu ermitteln. Die in der Faunistischen Planungsraumanalyse (FPA) festgelegten Daten und Informationen sind im Modell bspw. mittels Shape/GeoJSON oder Modellierung von Volumenkörpern/Flächenkörpern auf einer definierten Referenzhöhe darzustellen. Die Referenzhöhe ist projektspezifisch festzule- gen und im BAP zu dokumentieren. Die Grenzen des gesamthaften Untersuchungsgebiets sind im Modell als geschlossene Polylinie abzubilden. Es sind nur die Objekte innerhalb des vom AG und AN abgestimmten/ festgelegten Untersu- chungsgebietes zu übergeben. Ob bei der Grundlagenermittlung ein Teilmodell „Umweltfachdaten“ benötigt wird, ist projektspezifisch festzulegen, je nach Anforderung und Datenbestand.

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Bei der Einbindung von Daten Dritter, beispielsweise Behörden, amtliche Kartierdaten etc., ist die Attribuierung im SOM zu erweitern. Das Fachmodell Umwelt ist in Teilmodelle gegliedert:  Teilmodell Umweltfachdaten (Lph 1-4): Das Teilmodell „Umweltfachdaten“ umfasst, zum einen die zu Projektbeginn von Behörden oder vorherigen Projekten vorliegenden Daten und zum anderen neu zu ermittelnden Daten (bspw. Kartierdaten). Mit dieser Grundlage wird dann die Beurteilung der Schutzgüter durch- geführt.  Teilmodell Schall (jeweils für Bestand und Neubau): Die modellbasierte Darstellung von Schall im Koordination- und Gesamtmodell ermöglicht eine vereinfachte und transparente Ermittlung der Schallschutzmaßnahmen, sowohl im passiven als auch im aktiven Lärmschutz. Mittels unterschiedlicher Darstellungsformen des Teilmodells werden die Ausbreitungen des Zuglärms zwischen Emissions- und Immissionsquelle darge- stellt. Darstellungsform Schallausbreitung auf Basis von Isophone-Modellen Die vom Schallgutachter erstellten Isophonlinien sind modellbasiert abzubilden. Hierfür können die Daten und Informationen im Modell bspw. mittels Shape/GeoJSON oder Modellierung von Volu- menkörpern/Flächenkörpern auf einer definierten Referenzhöhe dargestellt werden. Die Isophone sind farblich zu kennzeichnen und die Attribute (z.B. Dezibelangabe) sind aus dem SOM abzugrei- fen. Die Referenzhöhe ist projektspezifisch festzulegen und im BAP zu dokumentieren. Darstellungsform Gummilinienberechnung Als visuelles Hilfsmittel im Rahmen des Planungsauftrags zur Ermittlung des Abschirmmaßes, sind ausgehend von jeder Emission eine (Gummi-)Linie zur Immission zu ziehen. Darstellungsform Fassadenberechnung (ab Lph 3-4) Zur detaillierten Visualisierung von Schallausbreitungen auf Basis von erweiterten City-GML-Da- ten, welche mittels Informationen aus z.B. Begehung, Aufmaßen oder Fotogrammmetrie sind ein- zelne Fenster in Fassaden zu ergänzen. Die Immissionsorte (z. B. Fenster, Türen, usw.) in den Fassaden können bei Bedarf durch eine festgelegte dB-Farbcodierung angezeigt werden. Bei die- sem Teilmodell ist die Informationsdichte am höchsten, sodass Schallberechnungen sehr fortge- schritten sein sollten. Eine Scheingenauigkeit gegenüber Betroffenen ist zu vermeiden. Diese Dar- stellungsform empfiehlt sich ab Lph3 ff., für Projekte im innerstädtischen Bereich oder bei direkt angrenzender Bebauung.  Teilmodell Erschütterung): Die aus dem Erschütterungsgutachtenerstellten Isophonlinien sind modellbasiert abzubilden. Hierfür können die Daten und Informationen im Modell bspw. mittels Shape/GeoJSON oder Modellierung von Volumenkörpern/Flächenkörpern auf einer definierten Referenzhöhe darge- stellt werden. Die Referenzhöhe ist projektspezifisch festzulegen und im BAP zu dokumentie- ren. Die Isophone sind farblich zu kennzeichnen und die Attribute (z. B. Grenzwertangaben) sind aus dem SOM abzugreifen.  Wasserwirtschaft Die Darstellung der konkreten Hochwassergebiete sowie der konkreten Hochwasserstände sind als 3D-Objekte zu modellieren. Dazu sind die Daten von den jeweiligen Landesämtern einzuholen und entsprechend zu transformieren.  Planungen Dritter Im Bestandsmodell sind die in der Regel als 2D-Pläne vorliegenden Planungen in einem eigenen Fachmodell abzubilden, um diese in den weiteren Planungsphasen mit der Planung verschneiden zu können und mögliche Konflikte festzustellen. Im Laufe des Projektverlaufs sind zusätzlich zu den oben genannten Anforderungen die geplanten Elemente auf Grundlage der konventionellen Planungen in 3D nach zu modellieren und mit einer Semantik zu versehen. Es gelten dann die Anforderungen der entsprechenden Gewerke (z.B. Fachmodell KIB oder Fachmodell VA). Das

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Fachmodell Planungen Dritter ist bei Bedarf (neuer Planungsstand Dritter) auch nach Abschluss der Grundlagenermittlung fortzuschreiben.  Schienenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung und Kabelführungssysteme Die bestehende Gleistrasse ist im Bestandsmodell auf Basis der zugrunde liegenden Bahngeoda- ten und Bestandsinformationen georeferenziert darzustellen. Sofern keine gegenteiligen Be- standsdaten vorliegen, ist die Trasse parametrisch mit den Regelprofilen nach Ril 800 zu model- lieren. Vorliegende Bestandsdaten zum Trassenunterbau, zu den Entwässerungseinrichtungen und zu den Kabelführungssystemen sind als 3D-Objekte im Bestandmodell zu modellieren. Hierfür sind jeweils eigene Teilmodelle zu erstellen.  Straßenverkehrsanlagen inkl. Unterbau und Entwässerung Die bestehenden Straßentrassen inkl. Unterbau und Entwässerungseinrichtungen sind im Be- standsmodell auf Basis der vorliegenden Bestandsdaten georeferenziert darzustellen. Hierbei ist das Bestandsmodell wiederum in mehrere Teilmodelle zu untergliedern (Bspw.: pro Straße und nach Teilgewerk). Der Straßenaufbau soll an planungsrelevanten Stellen aus mehreren Schichten (Frostschutz- schicht, Tragschicht, Binderschicht, Deckschicht o.ä.) bestehen, sofern die vorliegenden Be- standsdaten dies ermöglichen.  Ingenieurbauwerke Bestehende Ingenieurbauwerke sind als eigenständige Teilmodelle auf Basis der vorliegenden Be- standsdaten georeferenziert darzustellen. Die Modellierung der Bestandsbauwerke soll sowohl die oberirdischen als auch die unterirdischen Bauteile abdecken.  Hochbau Bestehende bahneigene Gebäude wie z.B. Stellwerke sind als eigenständige Teilmodelle auf Basis der vorliegenden Bestandsdaten georeferenziert darzustellen. Die Modellierung der Bauwerke hat in Geschossen/Ebenen zu erfolgen und ist in weitere Teilmo- delle zu untergliedern (bspw. TGA, Tragwerk, Architektur, Außenanlagen usw.). Es steht eine Objektbibliothek zur Verfügung. Die Nutzung dieser ist freiwillig. Seitens der DB In- fraGO AG wird keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Objekte übernommen. Die Objektbibliothek ersetzt kein Regelwerk und aus diesem Grund gilt das Regelwerk darüber hinaus vollumfänglich. Zudem ersetzt die Anwendung der Objektbibliothek keine eigenständigen, planeri- schen Leistungen, Qualitätssicherung sowie ggf. projektspezifische Anpassungen. Eine Kenntnis des Informationsempfänger über die Bedingungen der Bereitstellung sowie der Nutzung der Ob- jektbibliothek der DB InfraGO AG wird vorausgesetzt. Die Übertragung der Nutzungsrechte an der Objektbibliothek der DB InfraGO AG gilt übergreifend für alle Projekte der DB InfraGO AG die durch das zeichnende Unternehmen begleitet werden.  Ausrüstungsanlagen (OLA, LST) Die Ausrüstungsanlagen sind auf Basis vorliegender Bestandsdaten georeferenziert darzustellen. Die unterirdischen Bestandteile z.B. der Signale (Gründung) sind im Modell mit abzubilden. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen  Auswertungen  Berichtswesen  3D-Bestandsmodellierung  Visualisierung Bestand  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen 5.1.4 Anforderungen an die Modelle Vorplanung Das Gesamtmodell muss mindestens aus folgenden Fachmodellen bestehen:

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 Schienenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung und Kabelführungssysteme (wenn nicht anders berücksichtigt, dann sind die entsprechenden Modelle aus dem Bestand zu verwenden)  Straßenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung (wenn nicht anders berücksichtigt, dann sind die entsprechenden Modelle aus dem Bestand zu verwenden)  Ingenieurbauwerke (ein Teilmodell pro Bauwerk sowie Lärmschutzwand)  Hochbau (ein Teilmodell pro Bauwerk)  LST-Anlagen (werden in Los 2 erstellt)  Oberleitungsanlagen (werden in Los 2 erstellt)  Telekommunikationsanlagen  Elektrische Energieanlagen (50 Hz) (werden in Los 3 erstellt)  Rückbaumaßnahmen (gewerkespezifische Teilmodelle)  Leitungsverlegung (spartenspezifische Teilmodelle)  Baustelleneinrichtung  Umwelt  Baugrund  Erdmassen (ein Teilmodell pro Erdaushub und -auftrag)  Schienenverkehrsanlagen der Rheinbahn  Optional: Objekte der DB InraGO, Gb Personenbahnhöfe  Hochbau Bahneigene Gebäude wie z.B. Stellwerke sind als eigenständige Teilmodelle in der Gesamtpla- nung zu modellieren. Die Modellierung der Bauwerke hat in Geschossen/Ebenen zu erfolgen und ist in weitere Teilmo- delle zu untergliedern (bspw. TGA, Tragwerk, Architektur, Außenanlagen usw.). Für die Modellierung der BSO/TSO steht eine Objektbibliothek zur Verfügung. Die Nutzung dieser ist freiwillig. Seitens der DB InfraGO AG wird keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Objekte übernommen. Die Objektbibliothek ersetzt kein Regelwerk und aus diesem Grund gilt das Regelwerk darüber hinaus vollumfänglich. Zudem ersetzt die Anwendung der Objektbibliothek keine eigenständigen, planerischen Leistungen, Qualitätssicherung sowie ggf. projektspezifische Anpassungen. Eine Kenntnis des Informationsempfänger über die Bedingungen der Bereitstellung sowie der Nutzung der Objektbibliothek der DB InfraGO AG wird vorausgesetzt. Die Übertragung der Nutzungsrechte an der Objektbibliothek der DB InfraGO AG gilt übergreifend für alle Projekte der DB InfraGO AG die durch das zeichnende Unternehmen begleitet werden.  Umwelt o Teilmodell Umweltplanung (Lph 2-4): In diesem Teilmodell wird die umweltfachliche Planung modellbasiert erfasst. Die Ergebnisse, die aus der Beurteilung der Schutzgüter resultieren, werden neben den bekannten Gutachten (z. B. UVP, LBP, FFH-Fachbeitrag) im Modell fest- gehalten. Dabei wird neben der exakten Lage der Maßnahme auch die Komponente Zeit (Start und Ende einer Umweltmaßnahme) im Modell aufgezeigt. o Teilmodell Schall: In diesem Teilmodell wird die Schallausbreitung für die Variantenuntersu- chung in einer groben Darstellung im Modell abgebildet. o Teilmodell Erschütterung: In diesem Teilmodell wird die Ausbreitung von Erschütterung für die Variantenuntersuchung in einer groben Darstellung im Modell abgebildet.  Erdbau Der Erdbau ist durch das Erdmassenmodell modellbasiert abzubilden, welches sich aus den Teil- modellen Erdaushub und Erdabtrag zusammensetzt. Das Erdmassenmodell liefert die Informatio- nen der auszu- bzw. einzubauenden Erdmassen sowie die Eigenschaften/Spezifikationen einzel- ner Bodenschichten/Materialien. Es bildet die Grundlage zur Durchführung des modellbasierten BoVEK, sowie Recyclingprozesses und Potentialeinschätzung. Das Erdmassenmodell ist so zu modellieren, dass eine systemgestützte Auswertung möglich ist. o Teilmodell Erdaushub: In diesem Teilmodell wird das Schichtenmodell des Baugrundgut- achters mit der technischen Planung verschnitten. Hieraus bildet sich das Erdaushubmo- dell, welches für ein BoVEK-Grobkonzept oder Materialkreislaufwirtschaft/Recycling ge-

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nutzt werden kann. Die Informationen (z. B. umweltchemische und geologische Boden- kennwerte) aus dem BoVEK und dem Baugrundgutachten sollen dem Erdaushubmodell zugrunde gelegt werden.

o Teilmodell Erdauftrag: In diesem Teilmodell sind die für die technische Planung benötigten Erdaufträge mittels Volumenkörper modellbasiert darzustellen. Die Informationen (z. B. um- weltchemische und geologische Bodenkennwerte) der Erdaufträge sind gem. SOM einzu- pflegen. Das Erdauftragmodell kann z.B. die folgenden Objekte beinhalten: Planum, Schutzschichten, Hinterfüllungen, Dammkörper, Neigungen/Rampen, Bahngräben. Die Strukturierung der Modelle muss grundsätzlich eine 1:1-Verknüpfung mit den Aktivitäten aus dem Terminplan und den Positionen aus den Kostenplänen auf übergeordneter Ebene (Bauteil- gruppen) zulassen. Die Kostenpläne und der Terminplan sind vom AN in der projektphasenspezifisch notwendigen Granularität zu entwickeln und mit dem AG abzustimmen. Für die Kostenschätzung im Rahmen der Vorplanung sind, wo vorhanden, die Inhalte des Kostenkennwertekatalogs (KKK gem. Ril 808) zu verwenden. Notwendige Ergänzungen sind durch den AN in Abstimmung mit dem AG vorzu- nehmen. Die Attribute der Objekte sollen Angaben über eine geografische Zuordnung, Geometrie und Mengen enthalten. Die Objekte sind außerdem mit den erforderlichen semantischen Informationen, wie z.B. Material- angabe, Kostenkennwert, etc. zu erweitern. Die Modelle müssen für einen modellbasierten Trassen- und Variantenvergleich eine automati- sierte Auswertung der Attribute sowie der modellbasierten Mengen zulassen. Planungsvarianten sind jeweils in gleicher Struktur und Detaillierungsgrad zu modellieren, um eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Varianten herstellen zu können.

Durch die regelbasierte und eindeutige Zuweisung von Modellobjekten zu den zugehörigen Aktivi- täten aus dem Bauablaufplan, anhand von Attributen, muss eine grobe Visualisierung des Bauab- laufs erstellt und auf terminliche Kollisionen geprüft werden können. Dabei sollen Vorgänge des Bauablaufplans mit Modellobjekten gleicher leistungsphasenspezifischer Granularität verknüpft werden. (Siehe Abbildung 4) Das Bauablaufmodell dient zum Nachweis der Umsetzbarkeit sowie zur Bewertung und ggf. Optimierung geplanter Arbeitsabläufe und möglicher Alternativen. Mögli- che Bauzwischenzustände und Bauphasen sowie ggf. bereits erforderliche Aussagen zu baube- trieblichen Einschränkungen (bspw. Sperrpausen) sind bei der Modellierung zu berücksichtigen. Der kritische Pfad muss visuell im Modell und im Bauablaufplan erkennbar sein. Außerdem sind baulogistisch relevante Flächen im Modell zu berücksichtigen. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen  Auswertungen  Berichtswesen  Vorplanung  Qualitätssicherung inkl. Kollisionsprüfung  Virtual Design Review  Trassen- und Variantenvergleich  Visualisierung der Varianten  grobe Mengenermittlung  grobe Bauablaufplanung  grobes Sperrpausenkonzept  Kostenschätzung  Bestimmung der Vorzugsvariante  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen

Gewerkspezifische Abweichungen (z.B. Fachmodell Umwelt) sind zu beachten. 5.1.5 Anforderungen an die Modelle Entwurfs- und Genehmigungsplanung: Das Gesamtmodell muss mindestens aus folgenden Fachmodellen bestehen:

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 Schienenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung und Kabelführungssysteme (wenn nicht anders berücksichtigt, dann sind die entsprechenden Modelle aus dem Bestand zu verwenden)  Straßenverkehrsanlagen inkl. Unterbau, Entwässerung (wenn nicht anders berücksichtigt, dann sind die entsprechenden Modelle aus dem Bestand zu verwenden)  Ingenieurbauwerke (ein Teilmodell pro Bauwerk sowie Lärmschutzwand)  Hochbau  LST-Anlagen (werden in Los 2 erstellt)  Oberleitungsanlagen (werden in Los 2 erstellt)  Telekommunikationsanlagen  Elektrische Energieanlagen (50 Hz) (werden in Los 3 erstellt)  Rückbaumaßnahmen (gewerkespezifische Teilmodelle)  Leitungsverlegung (spartenspezifische Teilmodelle)  Baustelleneinrichtung  Umwelt  Baugrund  Erdbau  Schienenverkehrsanlagen der Rheinbahn  Optional: Objekte der DB InraGO, Gb Personenbahnhöfe  Hochbau Für die Modellierung der BSO/TSO steht eine Objektbibliothek zur Verfügung. Die Nutzung dieser ist freiwillig. Seitens der DB InfraGO AG wird keine Haftung für die Richtigkeit und Voll- ständigkeit der Objekte übernommen. Die Objektbibliothek ersetzt kein Regelwerk und aus die- sem Grund gilt das Regelwerk darüber hinaus vollumfänglich. Zudem ersetzt die Anwendung der Objektbibliothek keine eigenständigen, planerischen Leistungen, Qualitätssicherung sowie ggf. projektspezifische Anpassungen. Eine Kenntnis des Informationsempfänger über die Be- dingungen der Bereitstellung sowie der Nutzung der Objektbibliothek der DB InfraGO AG wird vorausgesetzt. Die Übertragung der Nutzungsrechte an der Objektbibliothek der DB InfraGO AG gilt übergreifend für alle Projekte der DB InfraGO AG die durch das zeichnende Unterneh- men begleitet werden.  Umwelt Teilmodell Umweltplanung (Lph 2-4): In diesem Teilmodell wird die umweltfachliche Planung modellbasiert erfasst. Die Ergeb- nisse, die aus der Beurteilung der Schutzgüter resultieren, werden neben den bekannten Gutachten (z. B. UVP, LBP, FFH-Fachbeitrag) im Modell festgehalten. Dabei wird neben der exakten Lage der Maßnahme auch die Komponente Zeit (Start und Ende einer Um- weltmaßnahme) im Modell aufgezeigt. Für das Einpflegen der LBP-Maßnahmen in das FINK-System ist eine separate Datei nach den FINK-Vorgaben (Handbuch FINK) zu er- stellen. Aufgrund unterschiedlicher technischer Anforderungen innerhalb der Systeme FINK und des SOM, kann das Objekt „LBP Maßnahme“ nicht ohne zusätzliche Anpas- sung der Attributnamen in das FINK-System eingebunden werden. o Teilmodell Schall: In diesem Teilmodell wird die Schallausbreitung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung in einer detaillierteren Darstellung im Modell abgebildet. Dazu sind sowohl die bauzeitlichen Schallausbreitungen als auch die des Endzustands zu be- rücksichtigen. o Teilmodell Erschütterung: In diesem Teilmodell wird die Ausbreitung von Erschütterung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung in einer groben Darstellung im Modell abge- bildet. Dazu sind sowohl die bauzeitlichen Erschütterungen als auch die des Endzustands zu berücksichtigen.  Erdbau Der Erdbau ist durch das Erdmassenmodell modellbasiert abzubilden, welches sich aus den Teilmodellen Erdaushub und Erdabtrag zusammensetzt. Das Erdmassenmodell liefert die Informationen der auszu- bzw. einzubauenden Erdmassen sowie die Eigen- schaften/Spezifikationen einzelner Bodenschichten/Materialien. Es bildet die Grund-

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lage zur Durchführung des modellbasierten BoVEK, sowie Recyclingprozesses und Po- tentialeinschätzung. Das Erdmassenmodell ist so zu modellieren, dass eine systemge- stützte Auswertung möglich ist. o Teilmodell Erdaushub: In diesem Teilmodell wird das Schichtenmodell des Baugrundgut- achters mit der technischen Planung verschnitten. Hieraus bildet sich das Erdaushubmo- dell, welches für ein BoVEK-Feinkonzept oder Materialkreislaufwirtschaft/Recycling ge- nutzt werden kann. Die Informationen (z. B. umweltchemische und geologische Boden- kennwerte) aus dem BoVEK und dem Baugrundgutachten sollen dem Erdaushubmodell zugrunde gelegt werden. o Teilmodell Erdauftrag: In diesem Teilmodell sind die für die technische Planung benötig- ten Erdaufträge mittels Volumenkörper modellbasiert darzustellen. Die Informationen (z. B. umweltchemische und geologische Bodenkennwerte) der Erdaufträge sind gem. SOM einzupflegen. Das Erdauftragmodell kann z.B. die folgenden Objekte beinhalten: Planum, Schutzschichten, Hinterfüllungen, Dammkörper, Neigungen/Rampen, Bahngräben.

Nach Prüfung des Erdaushubs zum möglichen Wiedereinbau können Recyclingquoten modellbasiert dargestellt werden. Wiedereinzubauendes und zu entsorgendes Material sind im Model semantisch zu kennzeichnen. Die Strukturierung der Modelle ist auf die Termin- und Kostenplanstruktur abzustimmen, um eine 1:1-Verknüpfung mit Aktivitäten aus dem Terminplan und den Positionen aus den Kostenplänen auf Objektebene zu ermöglichen. Der Terminplan und die Kostenpläne aus der Vorplanung sind dazu vom AN weiter zu detaillieren, um eine der Projektaufgabe in dieser Leistungsphase ange- messene Granularität zu erreichen. Für die Kostenberechnung im Rahmen der Entwurfsplanung sind die Inhalte der im iTWO DB hinterlegten gewerkespezifischen Kostenpläne zu verwenden. Notwendige Ergänzungen sind durch den AN, in Abstimmung mit dem AG, vorzunehmen. Die At- tribute der Objekte müssen eine eindeutige geografische Zuordnung und genaue Angaben zu Ge- ometrie und Mengen enthalten. Für die Genehmigungsplanung sind die semantischen Modellinformationen der Modelle so zu er- weitern, dass sie den Anforderungen an die Genehmigung genügen. Durch Verschneidung der Planungsmodelle mit dem Bestandsmodell Grundeigentum ist die Inanspruchnahme von Fremd- grund modellbasiert darzustellen und die betroffenen Flächen mengenmäßig, als Basis für ein Grunderwerbsverzeichnis, auszuwerten. Hierbei sind sowohl dauerhafte als auch bauzeitliche In- anspruchnahmen sowie Dienstbarkeiten zu berücksichtigen und einzeln zu ermitteln. Durch die Verschneidung der Planungsdaten (2D-dwg) mit den GIS-Daten bzw. Daten des Umweltmodells (Biotoptypen) werden Betroffenheiten flächenhaft ausgewertet, die modellbasiert dargestellt wer- den können. Darauf aufbauend können Maßnahmenflächen abgeleitet werden und ebenfalls mo- dellbasiert dargestellt werden. Durch die regelbasierte und eindeutige Zuweisung von Modellobjekten zu den zugehörigen Aktivi- täten aus dem Bauablaufplan, anhand von Attributen, muss eine Visualisierung des Bauablaufs, in Form eines Bauablaufmodells, erstellt und auf terminliche Kollisionen geprüft werden können. Da- bei sollen Vorgänge des Bauablaufplans mit Modellobjekten gleicher leistungsphasenspezifischer Granularität verknüpft werden. (Siehe Abbildung 4) Das Bauablaufmodell dient zum Nachweis der Umsetzbarkeit sowie zur Bewertung und ggf. Optimierung geplanter Arbeitsabläufe und möglicher Alternativen. Mögliche Bauzwischenzustände und Bauphasen sowie Aussagen zu baubetriebli- chen Einschränkungen (bspw. Sperrpausen) sind bei der Modellierung zu berücksichtigen. Der kritische Pfad muss visuell im Modell und im Bauablaufplan erkennbar sein. Außerdem ist ein Bau- logistikkonzept darzustellen und mit Betreibern, Kommunen und Städten dokumentiert abzustim- men. 2D-Pläne (Grundrisse, Ansichten, Schnitte) müssen aus den Modellen abgeleitet werden können. Die Objekte sind so genau zu detaillieren, dass die Planableitungen aus dem digitalen Bauwerks- modell den Anforderungen der Genehmigungsbehörde genügt. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen  Auswertungen  Berichtswesen  Entwurfsplanung AIA der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg – Krefelder EÜ‘n – LOS 1 (KIB/VA) 36

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 Genehmigungsplanung  Einholen von Genehmigungen  Qualitätssicherung inkl. Kollisionsprüfung  Virtual Design Review  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen  Visualisierung der Planung  Mengenermittlung  Bauablaufplanung  Baulogistikkonzept  Sperrpausenkonzept  Kostenberechnung  Umweltplanung

5.1.6 Anforderungen an die Modelle Ausführungsplanung und Vergabe: Das Gesamtmodell besteht aus den ausführungsreif präzisierten Fachmodellen der Entwurfspla- nung. Die Fachmodelle sind hierbei wiederum aus den bereits in der Entwurfsplanung definierten Teilmodellen zusammenzusetzen. Das BIM-Modell soll zur Information den Ausschreibungsunterlagen mit beigelegt werden. Ein spe- zielles „Vergabemodell“ existiert zurzeit nicht. Hinweis: Die Modellierung der BIM-Modelle der Ausführungsplanung kann auf Basis der Modelle aus der vorliegenden EP erfolgen (Diese werden dem AN übergeben), sofern es für die Planungs- aufgabe/das Bauvorhaben zweckmäßig ist. Es kann auch neu modelliert werden. Die Attribuierung ist gemäß aktuellem SOM zu erstellen. Für die Bauteile soll eine Objektdifferenzierung nach allen technisch trennbaren Abschnitten erfol- gen. Die Trennung muss sich an den geplanten Herstellabschnitten der Bauteile gemäß Bauab- laufplanung orientieren. Die Strukturierung der Modelle ist auf die Termin- und Kostenplanstruktur abzustimmen, um eine 1:1-Verknüpfung mit Aktivitäten aus dem Terminplan und den Positionen aus den Kostenplänen auf Objektebene zu ermöglichen. Die Attribute der Objekte müssen eine eindeutige geografische Zuordnung und genaue Angaben zu Geometrie und Mengen enthalten. Die Objekte müssen außerdem mit weiteren semantischen Informationen ergänzt werden, die für die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses erforderlich sind. Durch die regelbasierte und ein- deutige Zuweisung von Modellobjekten zu den zugehörigen Aktivitäten aus dem Bauablaufplan, anhand von Attributen, muss eine detaillierte Visualisierung des Bauablaufs erstellt und auf termin- liche Kollisionen geprüft werden können. Dabei sollen Vorgänge des Bauablaufplans mit Modell- objekten gleicher leistungsphasenspezifischer Granularität verknüpft werden. (Siehe Abbildung 4) Das Bauablaufmodell dient zum Nachweis der Umsetzbarkeit sowie zur Bewertung und ggf. Opti- mierung geplanter Arbeitsabläufe und möglicher Alternativen. Mögliche Bauzwischenzustände und Bauphasen sowie Aussagen zu baubetrieblichen Einschrän- kungen (bspw. Sperrpausen) sind bei der Modellierung zu berücksichtigen. Der kritische Pfad muss visuell im Modell und im Bauablaufplan erkennbar sein. Außerdem ist eine Baulogistikpla- nung zu erstellen und im Baufortschritt dokumentiert nachzuhalten. Durch die Verknüpfung mit den zugehörigen Positionen aus den bepreisten Leistungsverzeichnis- sen ist eine detaillierte Visualisierung des Kostenverlaus zur Mittelabflussplanung zu ermöglichen. Durch Zuordnung der Objekte zu vordefinierten Standardpositionen ist auf Basis des Modells eine Ableitung des Leistungsverzeichnisses (LV) mit vollständigen LV-Texten und LV-Mengen möglich. Die gewerkespezifischen Leistungsverzeichnisse sind vom AN auf Basis der geplanten und mo- dellierten Anlagen in der notwendigen Granularität zu erstellen. Hierbei sind die in iTWO verfügba- ren gewerkespezifischen Musterleistungsverzeichnisse als Basis zu verwenden und bei Bedarf durch weitere Leistungspositionen zu ergänzen. Für die Ergänzung sind möglichst Positionen aus dem Standard-Leistungsbuch (StLB) bzw. Standard-Leistungskatalog (StLK) zu verwenden. 2D- Pläne sind aus dem Modell abzuleiten. Die Objekte sind so genau zu detaillieren, dass bauliche und konstruktive Durchbildungen in einem angemessenen Maßstab bei Planableitung aus dem Planungsmodell ersichtlich werden. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen

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 Auswertungen  Berichtswesen  Ausführungsplanung  Qualitätssicherung inkl. Kollisionsprüfung  Virtual Design Review  Modellbasierte Darstellung des Bauablaufs (4D-Modell)  Modellbasierte Darstellungen der Baukosten (5D-Modell)  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen  Visualisierung der geplanten Ausführungsvariante  detaillierte Mengenermittlung  detaillierte Bauablaufplanung  detaillierte Baulogistikplanung  detaillierte Sperrpausenplanung  Kostenberechnung  Verknüpfte LV-Positionen inkl. LV-Texte und zugehöriger Mengen 5.1.7 Anforderungen an die Modelle der Werk- und Montageplanung: Das Gesamtmodell besteht aus den ausführungsreif präzisierten Fachmodellen der Ausführungs- planung. Für die Bauteile soll eine Objektdifferenzierung nach allen technisch trennbaren Abschnit- ten erfolgen. Die Trennung muss sich an den geplanten Herstellabschnitten der Bauteile gemäß Bauablaufplanung orientieren. Die Strukturierung der Modelle ist auf die Termin- und Kostenplan- struktur abzustimmen, um eine Verknüpfung mit Aktivitäten aus dem Terminplan und den Positio- nen aus den Kostenplänen auf Objektebene zu ermöglichen. Die Attribute der Objekte müssen eine eindeutige geografische Zuordnung und genaue Angaben zu Geometrie und Mengen enthal- ten. Die Objekte müssen außerdem mit weiteren nicht-grafischen Informationen ergänzt werden. Durch die Verknüpfung mit den zugehörigen Aktivitäten aus dem Bauablaufplan muss eine Visua- lisierung des Bauablaufs möglich sein. Bauzwischenzustände und Bauphasen sind bei der Model- lierung zu berücksichtigen. Durch die Verknüpfung mit den zugehörigen Positionen aus den be- preisten Leistungsverzeichnissen ist eine Visualisierung des Kostenverlaufs zur Mittelabflusspla- nung zu ermöglichen. 2D-Pläne sind aus dem Modell abzuleiten. Die Objekte sind so genau zu detaillieren, dass bauliche und konstruktive Durchbildungen im Maßstab 1:50 bei Planableitung aus dem Planungsmodell ersichtlich werden. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen  Auswertungen  Berichtswesen  Werk- und Montageplanung  Qualitätssicherung inkl. Kollisionsprüfung  Virtual Design Review  Modellbasierte Darstellung des Bauablaufs (4D-Modell), siehe dazu AwF 12  Modellbasierte Darstellungen der Baukosten (5D-Modell), siehe dazu AwF 14  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen  Visualisierung der geplanten Ausführungsvariante  detaillierte Mengenermittlung  detaillierte Bauablaufplanung  Kostenberechnung  Verknüpfte LV-Positionen inkl. LV-Texte und zugehöriger Mengen 5.1.8 Anforderungen an die Modelle Bauausführung/-überwachung und Dokumentation: Im Unterschied zu den Modellen für die Ausführungsplanung und Erstellung der Ausschreibungs- unterlagen, wird der Detaillierungsgrad der Modelle für die Bauüberwachung und Dokumentation dahingehend erweitert, dass zusätzlich alle Informationen enthalten sind, die beschreiben, wie das Bauwerk letztendlich von der bauausführenden Firma erstellt wird. Alle Objekte sind produktkonk- ret zu modellieren und zu beschreiben. Das Modell soll in seinem Detaillierungsgrad dem digitalen Zwilling der zu errichtende Anlage entsprechen. Für die Bauteile soll eine Objektdifferenzierung nach allen technisch trennbaren Abschnitten erfol- gen. Die Trennung muss sich an den tatsächlich ausgeführten Herstellabschnitten der Bauteile orientieren. Die Strukturierung der Modelle ist auf die Termin- und LV-Struktur abzustimmen, um

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eine 1:1-Verknüpfung mit Aktivitäten aus dem Terminplan und den Positionen aus den Leistungs- verzeichnissen auf Objektebene zu ermöglichen. Die Attribute der Objekte müssen Angaben über eine eindeutige geografische Zuordnung, präzise Geometrie und exakte Mengen enthalten. Die Objekte sind außerdem neben den Termin und Kosten Informationen mit weiteren semanti- schen Informationen zu ergänzen, wie z.B. Produktbezeichnungen, Fertigungs- und Einbauinfor- mationen, etc., welche für die Erstellung des Bauwerks erforderlich sind. Durch die regelbasierte und eindeutige Zuweisung von Modellobjekten zu den zugehörigen Aktivi- täten aus dem Bauablaufplan der ausführenden Baufirma, anhand von Attributen, muss eine Visu- alisierung des tatsächlichen Bauablaufs auf der Baustelle erstellt und auf terminliche Kollisionen geprüft werden können. Dabei sollen Vorgänge des Bauablaufplans mit Modellobjekten gleicher leistungsphasenspezifischer Granularität verknüpft werden. (Siehe Abbildung 4) Das Bauablauf- modell dient zum Nachweis der Umsetzbarkeit sowie zur Bewertung und ggf. Optimierung geplan- ter Arbeitsabläufe und möglicher Alternativen. Der kritische Pfad muss visuell im Modell und im Bauablaufplan erkennbar sein. Mögliche Bauzwischenzustände und Bauphasen sowie Aussagen zu baubetrieblichen Einschränkungen (bspw. Sperrpausen) sind bei der Modellierung zu berück- sichtigen. Außerdem ist die Baulogistikplanung nachzuverfolgen. Die Verknüpfungen mit dem Bauablaufplan sind in einem Detaillierungsgrad vorzunehmen, dass die Modelle für aussagefähige Soll/Ist-Vergleiche herangezogen werden können. Die Verknüpfungen mit den Leistungsverzeichnissen sind in einem Detaillierungsgrad vorzuneh- men, dass die Modelle für aussagefähige Soll/Ist-Vergleiche herangezogen werden können. Au- ßerdem muss nach der Einpflege der Ist-Werte eine Ableitung einer modellbasierten Bauabrech- nung möglich sein. 2D-Pläne sind aus dem Modell abzuleiten. Die Objekte sind so genau zu detaillieren, dass bauliche und konstruktive Durchbildungen in einem angemessenen Maßstab bei Planableitung aus dem Planungsmodell ersichtlich werden. Um eine digitale Bauakte zu erstellen, müssen die Modelle auf Objektebene eine Zuordnung von Informationen aus der Dokumentation der Bauausführung, wie z.B. Bautagebuch, Fotos, Abnah- meprotokolle, technische Datenblätter, etc. zulassen. Um eine modellbasierte Mängelnachverfolgung durchführen zu können, müssen die Modelle auf Objektebene eine Zuordnung von festgestellten Baumängeln zulassen. Anforderung an die Verwendungsfähigkeit der Modelle:  Analysen  Auswertungen  Berichtswesen  Ausführungsplanung  Qualitätssicherung inkl. Kollisionsprüfung  Virtual Design Review  Modellbasierte Darstellung des Bauablaufs (4D-Modell)  Modellbasierte Darstellung der Baukosten (5D-Modell)  Erstellung von 2D-Plänen aus 3D-Modellen  Visualisierung der geplanten Ausführungsvariante  detaillierte Mengenermittlung  detaillierte Bauablaufplanung  detaillierte Baulogistikplanung  detaillierte Sperrpausenplanung  Kostenberechnung  Modellbasierte Baufortschrittskontrolle  Modellbasierte Earned-Value-Betrachtung  Leistungsermittlung  Modellbasierte Bauabrechnung  digitale Bauakte  Verknüpfte LV-Positionen inkl. LV-Texte und zugehöriger Mengen

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5.2 Modellstruktur und Attribuierung

Semantisches Objektmodell (Anlage Semantisches Objektmodell der DB InfraGO AG, Ge- schäftsbereich Fahrweg oder Software BIMQ) Das semantische Objektmodell in der Version 2 (SOM) der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg beschreibt die grundsätzlichen Anforderungen je Gewerk, die ein Auftragnehmer für BIM- Leistungen bei der Modellierung einzuhalten hat. Das SOM wird dem AN durch den AG übergeben und ist zwingend als Basis für das projektspezi- fische Objekt- und Attributmodell durch den AN zu verwenden. Hierbei ist das SOM nicht als ab- geschlossenes Dokument für jedes Projekt zu verstehen, sondern als Grundlage und Hilfestellung zur Erstellung der Anforderungen an ein projektspezifisches Objekt- und Attributmodell. Es können hierbei Inhalte ergänzt und nicht benötigte Inhalte entfernt werden. Die verwendeten Modell- und Attributstruktur sowie die Nomenklatur der aus dem SOM verwendeten Objekte und Attribute sowie Attributinhalte dürfen jedoch nicht verändert werden, um eine projektübergreifende Standardisie- rung und automatisierte Modellauswertung zu ermöglichen. Die projektspezifische Anpassung des Objekt- und Attributmodells durch den AN ist in seiner Kalkulation zu berücksichtigen und wird nicht gesondert vergütet. Alle zu planenden Objekte sind zu attribuieren. Es ist eine strukturierte Sammlung fachlicher Objekte zur Planung und Realisierung von Infrastruk- turmaßnahmen sowie zu den Objekten zugehörige Attribute. Entsprechend der Nutzung unterschiedlicher Objektbibliotheken (s. Kapitel 5.1.1) ist eventuell wei- tere Semantik, z.B. aus dem Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG, zu berück- sichtigen. Eine Abstimmung hinsichtlich der Notwendigkeit und des Umfangs erfolgt zu Beginn des Projekts zwischen AN und AG.

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Datenübergabe und lieferbare Leistungen

6.1 Datenübergabe durch den AG Der AG übergibt zu Beginn des Projekts dem AN ein Datenpaket, vorzugsweise über die CDE. Die Inhalte des Datenpakets werden im BAP weiter spezifiziert.

6.2 Lieferbare Leistungen durch den AN Vom AN sind im BAP sämtliche Lieferobjekte anhand einer Lieferobjektliste (siehe Anhang „Mo- delllieferliste) näher zu beschreiben. Die Beschreibung muss hierbei für jedes Lieferobjekt mindes- tens folgende Inhalte haben:  Beschreibung des Lieferobjekts  Erstelldatum  Datenformat  verwendete Software  verwendete Datenquelle

BeschreibungErstelldatumLieferin-DatenformatSoftwareDatenquelle
tervall
BAP als freigegebenes Dokument in der V 1.0DOCX, PDF
Fortgeschriebener BAP als freigegebenes Dok. in V. X.0DOCX, PDF
Nutzung der gemeinsa- men Datenplattform für die Dauer der Projekt- durchführung--
FachmodelleIFC RVT, CPIXML, SHP, geoJSON, DWG, GDB
KoordinationsmodellCPA, NWD, IFC, CPIXML
GesamtmodellCPA, NWD, IFC, CPIXML
Modellbasierte Kosten- planungRPZ, GAEB
Modellbasierte LV-Er- stellungRPZ, GAEB
VisualisierungRVT, 3D DWG, PLN, DGN, COLLADA, CityGML
As-built-ModellSMC, CPA, NWD, IFC, CPIXML
Termin- und Baupha- senplanung
Baulogistikplanung
Mängelmanagement
Modellbasierte Unterla- gen der BÜW
Vermessungsleistung: Aufnahmekonzept

Tabelle 5: Bsp. Lieferbare Leistungen durch AN

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Anlagen Anlage semantisches Objektmodell (Excelliste, Stand Februar, 2023) Anlage Arbeitshilfe Modelllieferliste

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