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Stand 04/2026
Pädagogisches Konzept
der Iven-Agßen-Schule
1. Einleitung
Die Iven-Agßen-Schule ist eine zweizügige Grundschule im Husumer Stadtteil Rödemis, die sich in den nächsten Jahren auf eine dreizügige Schule erweitern soll. Sie versteht sich als ein Ort des Lernens und Lebens, an dem Kinder in ihrer individuellen Persönlichkeit wahrgenommen, gefördert und gestärkt werden.
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich am Bildungs- und Erziehungsauftrag des Landes Schleswig-Holstein sowie an den im Schulprogramm festgelegten Leitideen und Leitzielen der Schule.
Ziel unserer Arbeit ist es, Kinder zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen, die sich in einer zunehmend komplexen Welt orientieren und behaupten können.
2. Leitidee und pädagogische Grundhaltung
Unsere pädagogische Arbeit steht unter dem Leitgedanken:
„Lernen mit Kopf, Herz und Hand – gemeinsam stark fürs Leben.“
Dieser Leitspruch verdeutlicht unser ganzheitliches Verständnis von Bildung und Erziehung. Lernen begreifen wir als ein Zusammenwirken von Denken, Fühlen, sozialem Miteinander und praktischem Handeln – eingebettet in Rahmenbedingungen, die allen Kindern eine selbstverständliche Teilhabe am schulischen Leben ermöglichen.
Die Iven-Agßen-Schule versteht sich als ein Lernort für alle Kinder. Unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungen, Begabungen und Bedürfnisse prägen unseren Schulalltag und werden bewusst aufgegriffen. Ziel ist es, individuelle Hürden achtsam zu mindern und Entwicklung zu begleiten, ohne zu bewerten oder zu unterscheiden – getragen von einer Haltung des Respekts, der Gleichwertigkeit und des gegenseitigen Ernstnehmens.
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3. Pädagogische Leitziele
Unsere Erziehungsarbeit orientiert sich an folgenden Leitwerten:
• Wir sind ein Team Schule gelingt nur in gemeinsamer Verantwortung von Kindern, Eltern, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und weiteren Mitarbeitenden.
• Wertschätzung und Respekt
Ein höflicher, achtsamer und respektvoller Umgang miteinander bildet die Grundlage unseres Zusammenlebens.
• Konfliktfähigkeit und Gewaltfreiheit Kinder lernen, Konflikte wahrzunehmen, anzusprechen und gewaltfrei zu lösen.
• Fördern und Fordern
Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Lernvoraussetzungen unterstützt und herausgefordert.
• Gesundheit und Stärke Körperliche, seelische und soziale Gesundheit werden durch Bewegung, gesunde Ernährung, Kreativität und soziales Lernen gefördert.
• Nachhaltigkeit und Verantwortung
Kinder werden zu umweltbewusstem und verantwortungsvollem Handeln angeleitet.
• Digitalisierung und Medienkompetenz Digitale Medien werden sinnvoll, altersgerecht und verantwortungsvoll in den Unterricht und den Schulalltag integriert.
4. Erziehungsauftrag der Iven-Agßen-Schule
Erziehung und Bildung sind an unserer Schule untrennbar miteinander verbunden. Der Erziehungsauftrag umfasst insbesondere:
• die Entwicklung sozialer Kompetenzen, • die Stärkung der Persönlichkeit, • die Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, • die Vermittlung verbindlicher Regeln, Umgangsformen und Werte.
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Verbindliche Schulregeln sowie eine gemeinsam getragene Erziehungsvereinbarung schaffen einen klaren Orientierungsrahmen für alle Beteiligten. Konsequenzen bei Regelverstößen sind transparent, nachvollziehbar und orientieren sich am einzelnen Kind.
5. Präventive Arbeit und Soziales Lernen
Prävention ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Ziel ist es, Kinder frühzeitig in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung zu stärken.
Dazu gehören unter anderem:
• ritualisierte Formen des sozialen Lernens (z. B. Morgenkreis, Klassenrat), • Programme zur Gesundheits- und Gewaltprävention (z. B. Eigenständig werden, Starke Nordkids, Gewaltprävention mit Dirk Buhmann), • Patenschaften zwischen jüngeren und älteren Schüler*innen, • Pausenhelfer ab Jahrgang 3, • enge Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit.
Soziales Lernen ist fest im Unterricht und im Schulalltag verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
6. Förderung und individuelle Unterstützung
Die Iven-Agßen-Schule verfolgt das Ziel, alle Kinder bestmöglich zu fördern. Grundlage hierfür sind:
• fortlaufende Lernstandsbeobachtungen und Diagnostik, • individuelle Förder- und Lernpläne, • innere Differenzierung im Unterricht, • zeitweise Doppelbesetzung durch zusätzliche Förderzentrumslehrkräfte oder Fachlehrkräfte, • enge Kooperation mit Förderzentren und außerschulischen Fachstellen.
Inklusion wird an unserer Schule als gemeinsames Lernen verstanden, bei dem Unterschiedlichkeit selbstverständlich ist.
7. Zusammenarbeit mit Eltern und Personensorgeberechtigten
Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern und Sorgeberechtigten ist ein wesentlicher Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts.
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Eltern werden als Expert*innen für ihre Kinder ernst genommen und aktiv in schulische Prozesse einbezogen.
Formen der Zusammenarbeit sind unter anderem:
• regelmäßige Elternabende und Elterngespräche, • Zeugnis- und Förderplangespräche, • Mitarbeit bei Projekten, Festen und schulischen Veranstaltungen, • verbindliche Erziehungsvereinbarungen.
8. Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team
Die pädagogische Arbeit an der Iven-Agßen-Schule wird von einem multiprofessionellen Team getragen. Dazu gehören Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, pädagogische Mitarbeitende, Schulassistenz sowie externe Partner.
Regelmäßiger Austausch und gemeinsame Fallbesprechungen sichern eine ganzheitliche Förderung der Kinder.
Die bisher beschriebenen pädagogischen Grundsätze prägen den gesamten schulischen Vormittag und bilden die Grundlage unseres gemeinsamen Handelns. Darüber hinaus setzt sich das Lernen und Leben an der Iven-Agßen-Schule über den Unterricht hinaus fort und endet nicht mit dem Vormittag, sondern durchzieht den gesamten Schultag. Der Offene Ganztag ist dabei ein fester und integraler Bestandteil unseres Schullebens. Er greift die pädagogischen Leitlinien konsequent auf, knüpft unmittelbar an die Erfahrungen, Inhalte und Beziehungen des Vormittags an und führt diese in einem erweiterten Lern- und Lebensraum verlässlich weiter sowie vertieft sie in vielfältiger Weise.
9. Offene Ganztagsschule (OGTS „Kinderzeit“)
Die Offene Ganztagsschule ergänzt den Unterricht sinnvoll und bietet den Kindern zusätzliche Bildungs-, Erziehungs- und Freizeitangebote. Hier stehen die Kinder im Vordergrund – „Kinderzeit“ eben.
Sie ermöglicht:
• verlässliche Betreuung bis in den Nachmittag, • Unterstützung bei Hausaufgaben, • vielfältige sportliche, kreative und musische Angebote, • soziales Lernen in altersgemischten Gruppen.
Schule und Ganztag arbeiten eng zusammen und stimmen ihre pädagogischen Ziele und Inhalte aufeinander ab.
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Auf Grundlage der landesweiten Vorgaben und des pädagogischen Rahmenkonzepts versteht sich die Offene Ganztagsschule als ein Lern- und Lebensraum, der Bildungschancen erweitert, individuelle Fähigkeiten stärkt und Benachteiligungen aktiv entgegenwirkt. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Schülerinnen und Schüler und ist freiwillig. Die Anmeldung erfolgt verbindlich für mindestens ein Schulhalbjahr; daraus ergibt sich eine regelmäßige Teilnahme an den gewählten Angeboten. In begründeten Fällen kann die Schule für einzelne Kinder die Teilnahme an bestimmten Fördermaßnahmen oder Lernzeiten verbindlich festlegen.
Ein zentraler Bestandteil der Ganztagsarbeit ist die aktive Mitbestimmung der Kinder. Ihre Interessen, Bedürfnisse und Perspektiven werden bewusst in die Planung und Gestaltung der Angebote einbezogen. Partizipation zeigt sich dabei sowohl im Alltag als auch in strukturierten Rückmeldeformaten wie regelmäßigen Schülerfeedbacks. Diese gelebte Feedbackkultur bezieht ebenso die Eltern mit ein und trägt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Ganztagsangebots bei.
Die pädagogische Arbeit im Ganztag ist in besonderem Maße durch tragfähige Beziehungen geprägt. Eine empathische und respektvolle Haltung aller Beteiligten bildet die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander. Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ganzheitlich zu fördern. Dazu gehören insbesondere soziales Lernen, die Entwicklung von Selbstvertrauen und die Stärkung von Kommunikationsfähigkeit. Auch Aspekte einer gesunden Lebensgestaltung werden im Alltag aufgegriffen und praktisch vermittelt.
Der Ganztag bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsräume: strukturierte Lernzeiten in Form von Hausaufgabenunterstützung, freizeitorientierte, offene Angebote mit bewusst eingeplanten Phasen freier und ungeplanter Zeit. Sport- und Bewegungsangebote sowie Spiel- und kreative Aktivitäten schaffen Ausgleich und ermöglichen ganzheitliches Lernen. Gemeinsame Mahlzeiten, insbesondere ein verlässliches Mittagessen, sowie Rituale im Tagesablauf stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben Orientierung. In enger Abstimmung mit der Schulsozialarbeit können bei Bedarf sozialpädagogische Angebote, Beratung und individuelle Förderung auch am Nachmittag angeboten werden.
Ein besonderes Anliegen ist es, alle Kinder in ihrer individuellen Entwicklung wahrzunehmen und zu begleiten. Unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Interessen und Bedürfnisse werden dabei berücksichtigt und als Ausgangspunkt pädagogischen Handelns verstanden. Dies schließt insbesondere die Förderung sprachlicher Fähigkeiten sowie basaler Kompetenzen ein. Durch differenzierte und unterstützende Angebote erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln, Sicherheit zu gewinnen und positive Lernerfahrungen zu machen. Ziel ist es, Selbstvertrauen zu stärken und allen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe am schulischen Leben zu ermöglichen.
Die Umsetzung des Ganztagskonzepts basiert auf einer engen und verbindlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Lehrkräfte und pädagogisch tätiges Personal arbeiten auf Grundlage einer gemeinsamen Haltung und klar definierter Bildungs- und Erziehungsziele eng zusammen. Verbindlich festgelegte Kooperationszeiten sichern den regelmäßigen Austausch und die Abstimmung im Team. Die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung für die konzeptionelle und pädagogische Ausrichtung des Ganztags.
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Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe sowie mit außerschulischen Partnern ein erstrebenswerter Bestandteil des Ganztags. Externe Kooperationen erweitern das Bildungsangebot sinnvoll und unterstützen die Umsetzung der schulischen Ziele.
Insgesamt versteht sich die Offene Ganztagsschule als verlässlicher, strukturierter und zugleich offener Lebensraum, der Raum für Gemeinschaftserfahrungen bietet, individuelle Entwicklung unterstützt und den Kindern vielfältige Möglichkeiten eröffnet, ihre Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und weiterzuentwickeln.
10. Schlussbemerkung
Das pädagogische Konzept der Iven-Agßen-Schule versteht sich als lebendiges Arbeitsinstrument, das regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird.
Im Mittelpunkt unseres Handelns steht stets das Kind mit seinen individuellen Stärken, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Weiterführende Informationen zur pädagogischen Arbeit, zum Schulalltag sowie zu aktuellen Entwicklungen finden sich auf der Homepage der Schule unter www.ias-husum.de.
Die Iven-Agßen-Schule macht stark fürs Leben – mit Kopf, Herz und Hand.
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