Anlage 15 BIM-Vorgaben inkl. Anlage A_V3.2.pdf

Bauüberwachung für Maßnahmen in Kressbronn und Langenargen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.09.2026, 13:26 (Europe/Berlin)

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Vorgaben zur Anwendung

der BIM-Methodik

Digitales Planen und Bauen

@

DB InfraGO AG

Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

Aktuelle Änderungen 6

Geltungsbereich und mitgeltende Dokumente 7

Abbildungsverzeichnis 8

Tabellenverzeichnis 9

Anlagenverzeichnis 10

Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content 11

Definitionsverzeichnis 12

1 Überblick 17 1.1 Einleitung 17 1.2 Vorgehensweise 17 1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik 18 1.3.1 BIM-Ziele 18 1.3.2 BIM-Anwendungsfälle 18 1.3.3 Kernelemente der Projektdurchführung 19 1.4 BIM-Modelle 20 1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek 20 1.6 BIM-Projektablauf 21 1.6.1 EinfachBIM: Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung 22 1.7 Datenaustausch und -lieferung 23 1.7.1 Datenlieferung 23 1.7.2 Datenübergabe und -austausch 23 1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch 23 1.8 Projektkommunikationsplattform 24 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten 25 1.10 Sicherung der Modellqualität 25

2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 27 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers 27 2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung 27 2.1.2 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Beraters 27 2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung 28 2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung 33 2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan 36

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2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 36 2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen 36 2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan 37 2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung 37 2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architekten- / Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung 37 2.4.6 BIM-KickOff 38 2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams 39 2.4.8 Getaktete BIM-Projektbesprechungen 39 2.4.9 Baubesprechungen am Modell 40 2.5 Vergabe von Planungsleistungen 40 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung 40 2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag 41 2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 41 2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 42 2.5.2 Rahmenvertragsabrufe 43 2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen 44 2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag 44 2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen 44 2.6.3 Vermessungsleistungen 44 2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung 45 2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau 45 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag 45 2.7.3 BIM-Bauvertrag 45 2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BÜW) 46 2.8 Übergabe in den Betrieb 46

3 BIM-Pflichtenheft 47 3.1 Projektinformationsmodell 47 3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers 48 3.2.1 Verantwortlichkeiten des BIM-Koordinators 48 3.2.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Modellerstellers 49 3.3 Modellierungsrichtlinie 50 3.3.1 Level of Geometry (LoG) 50 3.3.2 Level of Information (LoI) 50 3.3.2.1 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM 50 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) 51 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse 51

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3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe 53 3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB Personenbahnhöfe 53 3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen 54 3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 54 3.6 BIM-Modelle 54 3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell 54 3.6.2 Koordinationsmodell 56 3.6.3 Punktwolken 56 3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken 57 3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh 57 3.6.4 3D-Prototyp 58 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme 59 3.6.5.1 Bestandsunterlagen 60 3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke 60 3.6.5.3 Baugrundinformationen 60 3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung 61 3.6.5.5 Umgebungsmodell 61 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) 64 3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) 65 3.6.7.1 Entwurfsplanung 65 3.6.7.2 Genehmigungsplanung 65 3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) 66 3.6.9 As-Built-Modell 67 3.7 BIM-Anwendungsfälle 68 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 68 3.7.2 Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell 70 3.7.3 Baubesprechung am Modell 71 3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute 71 3.7.5 3D-Kollisionsprüfung 72 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung 73 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke 76 3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage 77 3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) 77 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 78 3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung 79 3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen 79 3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen 80

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3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) 80 3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe 80 3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells 81 3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen 81 3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) 81 3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgabenverwaltung (AN) 82 3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) 82 3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) 83 3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) 83 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) 83 3.7.24 As-Built-Kontrolle 83 3.8 Datenaustausch und Datenlieferung 84 3.8.1 Datenlieferungsplan 84 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform 86 3.8.3 Software und Datenaustauschformate 87 3.9 Sicherung Modellqualität 87 3.10 BIM-Lab auf AN-Seite 89

Abkürzungsverzeichnis 90

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Aktuelle Änderungen

Nr.:Version:Datum:Änderung:Ver-
fas-
ser:
213.228.02.2025Änderung: Aufnahme mitgeltender Doku- mente im Kapitel Geltungsbereich; 3.7.1. Be- standserfassung mittels Punktwolke für Pro- jektart ZIM, Video, WLAN; 3.7.1 2D-Planablei- tung aus den 3D-Modellen, Modellbasierte Bauablaufplanung und 3D-Kollisionsprüfung verschoben zu Projektdurchführung; 3.6.3 u. 3.7.7 Anforderung zu farbigen Punktwolken aufgenommen; Ergänzung Attributierung in IFC und nativem Format in 3.7.4, 3.7.17 und Anlage 2 Modellierungsrichtlinie 4.4; 3.8.2 – Überarbeitung zu neuer Konfiguration der Projektkommunikationsplattform Neu: Definitionsverzeichnis Begriff „Natives Format“; 2.5.1.1 Ergänzung von Zielen und Erläuterungen zur Leistungs- und Vertragspla- nung (Matrix); 3.6.9 Ergänzung Beispiel As-Built-Modell; 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisie- rung: Aufnahme QR-Code für Baustellenschild und Ergänzende Hinweise zu 3D-Druck; 3.7.7 u. 3.7.23 Bereinigung d. Punktwolken von per- sonenbezogenen Daten; 3.7.8 Integration der Ergebnisse vom Georadar in das Grundlagen- modell; Anlage 2 Modellierungsrichtlinie: Entfällt: 3.8.1 Übergabe CPIXML-Datenformat im Da- tenlieferungsplan Anlagen Anlage 1 - BIM-Projektabwicklungsplan und Anlage 3 - Qualitätssicherungsbericht wurden aus dem Hauptdokument entfernt und sind jetzt als separate Dokumente verfügbar sowie als mitgeltendes Dokument aufgeführt Einführung Anlage 1 – Projektorganisation in komplexen Projekten Anlage 2 – Modellierungsrichtlinie: • Integration Anhang 1: Fachmodell Bau- grund in Kapitel 6.4 „Baugrund“; • 4.7 Ergänzung Projektnullpunkt im Koordi- natensystem Personenbahnhöfe; • 6.1 Ergänzung Fachmodellstruktur und NamenskonventionenI.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

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Geltungsbereich und mitgeltende Dokumente

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Di-
gitales Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind
diese Vorgaben als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele und Anwendungsfälle
gemäß BIM-Einführungsplan zu erweitern.
Das Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ mit den zugehörigen Anlagen, der Anlage A – Digitale
Bauteilbibliothek und Baustandards sowie mitgeltenden Dokumenten sind Bestandteil des
Architekten-/Ingenieurvertrag sowie im Bauvertrag.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die je-
weilige Rolle im Projekt zu beachten.
Das Dokument gliedert sich in die Abschnitte „1 - Überblick“, „2 - BIM-Einführung im Pro-
jekt“ und „3 - BIM-Pflichtenheft“ sowie einer Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und
Baustandards. .
Weitere mitgeltende Dokumente:
- BIM-Einführungsplan
- BIM-Projektabwicklungsplan
- Qualitätssicherungsbericht
- Koordinatensystem Personenbahnhöfe - VA Datenbank
- Leistungs- und Vertragsplanung
- Bestätigung Lieferung Punktwolke
Ergänzende Dokumente:
- Georeferenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM Projekten
- Leitfaden BIM-Berater
Die vorliegenden Vorgaben für die Anwendung der BIM-Methodik – Digitales Planen
und Bauen sind urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen Vorga-
ben das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der
Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge-
schäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachfor- men männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug)* ............................................................ 19 Abbildung 2 Wesentliche Elemente für die erfolgreiche Projektdurchführung ............................ 20 Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze) ............................................... 21 Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten ................................ 22 Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell ...................................................... 24 Abbildung 6 BIM-Organigramm .................................................................................................. 25 Abbildung 7 BIM-KickOff Tagesordnung .................................................................................... 39 Abbildung 8 Erstellung Vergabekonzept ..................................................................................... 41 Abbildung 9 Projektinformationsmodell ...................................................................................... 47 Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA ............................................... 52 Abbildung 11 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte .. 52 Abbildung 12 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf ...... 53 Abbildung 13 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1 ..................................................... 55 Abbildung 14 Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell ......................................... 56 Abbildung 15 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation ........................................................... 58 Abbildung 16 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell ........................................................... 60 Abbildung 17 Genehmigungsplan aus Modell erstellt ................................................................. 66 Abbildung 18 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast ............................................ 72 Abbildung 19 Arbeitsschritte Mengenermittlung ......................................................................... 79 Abbildung 20 Arbeitsschritte LV-Erstellung ................................................................................ 80 Abbildung 21 PSP-Elementstruktur ............................................................................................ 80 Abbildung 22 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punktwolke) mit der Planung (BIM-Modell)* ... 84 Abbildung 23 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen ...................................................... 87 Abbildung 24 Qualitätssicherungsprozess Planung ................................................................... 88

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Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung ......................................................................... 33 Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Ausführungsplanung und Bauausführung ..................... 36 Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung ................................................................................. 42 Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM ........................................................................................... 51 Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell .......................................................................... 61 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG ........................................................................................................................... 70 Tabelle 7 Datenübergabeformate ............................................................................................... 86

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Anlagenverzeichnis

Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 92

Anlage 2 Modellierungsrichtlinie 102

Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 134

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Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content

Auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK befinden sich Dokumente, die zur Hilfestellung des Auftragnehmers zur Umsetzung des im Pflichtenheft beschriebenen SOLLs dienen oder allgemeine Hilfestellungen oder Informationen enthalten.

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Definitionsverzeichnis

As-Built-Modell Das As-Built-Modell stellt den gebauten Zustand der Anlage nach der Bauausführung dar. Das As-Built-Modell ist ein vollattribuiertes Gesamtmodell, dass den fertiggebauten Zustand enthält und ist das mit der Bauausführung gleichgestellte Gesamtmodell 2. Es ist Grundlage für die Über- gabe an den Betreiber. Attribute Attribute sind nicht-geometrische BIM-Objekteigenschaften. Ein Objekt besitzt mehrere Attribute, deren Ausprägungen eindeutig definiert sind. Dies stellt eine durchgängige und einheitliche Arbeit mit dem BIM-Modell über den gesamten Lebenszyklus sicher. BIM-Anwendungsfall Durchführung eines spezifischen Prozesses oder eines Arbeitsschritts unter Anwendung der BIM- Methodik. BIM-Berater Der BIM-Berater unterstützt den Auftraggeber (Bauherr) bei der Implementierung der BIM-Me- thodik im Projekt und stellt die Anwendung sowie Weiterentwicklung sicher. BIM-Content Als BIM-Content bezeichnet man Objekte und Informationen, die so aufbereitet sind, dass sie im Rahmen der BIM-Methodik anwendbar sind. BIM-Einführungsplan (BEP) Der BIM-Einführungsplan enthält die Maßnahmen zur Implementierung der BIM-Methodik in ei- nem Projekt. In diesem werden die BIM-Ziele, BIM-Anwendungsfälle und die darauf aufbauenden Prozesse, Verantwortlichkeiten und Werkzeuge beschrieben. BIM-KickOff Der BIM-KickOff ist zu jedem Projektstart durchzuführen. Im BIM-KickOff erfolgt insbesondere die Abstimmung zu Software und Schnittstellen und zum BIM-Projektabwicklungsplan (BAP). BIM-Koordinator/ BIM-Gesamtkoordinator Der BIM-Koordinator bzw. BIM-Gesamtkoordinator koordiniert auf Auftragnehmerseite die Ein- zelplanungen und führt sie im Koordinationsmodell bzw. Gesamtmodell zusammen. BIM-Manager Der BIM-Manager unterstützt den Auftraggeber (Bauherr) bei der Implementierung der BIM-Me- thodik in komplexen Projekten (Großprojekten) und stellt die Anwendung der BIM-Methodik si- cher. BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zu- sammenarbeit im jeweiligen Projekt beschreibt. Er legt die Ziele, die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und definiert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten. Der BIM-Projektabwick- lungsplan ist Vertragsbestandteil zwischen dem Bauherrn und den Projektteilnehmern. BIM-Projektbesprechung Eine BIM-Projektbesprechung ist eine regelmäßig durchgeführte Planungsbesprechung, bei der die Projektbeteiligten den Stand der Planung anhand des Koordinationsmodells durchsprechen.

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Building Information Modeling (BIM) Building Information Modeling (BIM) bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informatio- nen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Common Data Environment (CDE) Siehe Definition Projektkommunikationsplattform (PKP). Datenlieferungsplan Der Datenlieferungsplan beschreibt, in welcher Form welche Ergebnisse wann und wohin über- geben werden. Der Datenlieferungsplan ist Bestandteil des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP). Digitale Bauteilbibliothek Die digitale Bauteilbibliothek enthält die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderlichen Bauteile der Baustandards sowie weitere nicht standardisierte Bauteile als BIM-Objekte im .rvt und .ifc-Format. Digitales Bauteil Digitale Bauteile sind Abbildungen von physikalischen Bauteilen, aus denen das Bauwerk zusam- mengesetzt ist. Das Bauteil ist ein BIM-Objekt, welches sich durch seine funktionale Einheit ab- grenzt. Das Bauteil besitzt Attribute und Parameter. Synonyme: BIM-Objekt, Objekt, Modellelement. EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen ist ein Prozess für Bauprojekte, deren Komple- xität gering ist. Die Planung wird als Einphasenplanung durchgeführt, die auf der effektiven Nut- zung der BIM-Methodik basiert. Damit wird eine kürzere Projektlaufzeit erreicht. Es ist also ein vereinfachter und optimierter Planungsprozess, insbesondere für Bauprojekte in einfachen Ver- hältnissen. Fachmodell Das Fachmodell stellt ein disziplin- bzw. gewerkspezifisches Modell eines einzelnen, projektbe- teiligten Fachgebietes an einem Bauwerk dar und kann aus Teilmodellen bestehen. Das Fach- modell ist die Gesamtheit aller fachspezifischen Bauteile. Gesamtmodell Das Gesamtmodell ist die Zusammenfassung aller Fachmodelle (Teilmodelle) und stellt das ge- samte Bauwerk im finalen Stand der Planung innerhalb der Planungsgrenzen dar. Es ist ein digi- tales Modell, das mittels bauteilorientierter Informationen in Form von Attributen beschrieben wird. Die Gesamtmodelle werden in mehrere Stufen unterschieden. Grundlagenmodell Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen 2D- und 3D-Informationen über den Bestand innerhalb der festgelegten Planungsgrenze. Es ist das Ergebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme und bildet dieses maßstabsge- treu und lagerichtig ab. Industry Foundation Classes (IFC) IFC ist ein herstellerunabhängiges, offenes Datenformat, welches zum Austausch von modellba- sierten Daten und Informationen in allen Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsphasen genutzt werden kann. buildingSMART International entwickelt und etabliert IFC als offenen, internationalen Standard für das Bauwesen. IFC ist unter ISO 16739 als internationaler Standard registriert. Kollaborationssoftware LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 Definitionsverzeichnis 13

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Kollaborationssoftware ist eine Software, welche verschiedene Fachmodelle mit unterschiedli- chen Datenformaten zu einem Gesamtmodell lagerichtig zusammenführen kann. Kollisionsprüfung Die Kollisionsprüfung ist ein Verfahren zur Prüfung von räumlichen Überschneidungen von Mo- dellelementen eines oder mehrerer Fachmodelle zur Plausibilitätsprüfung und Vermeidung von Kollisionen. Dies geschieht üblicherweise in Kollaborationssoftwarelösungen. Koordinationsmodell In einem Koordinationsmodell werden während der Planungsphase Fachmodelle einzelner Ge- werke oder ihre Teile zur fachübergreifenden Abstimmung und Koordination unter den Beteiligten temporär zusammengesetzt. Dies geschieht üblicherweise in Kollaborationssoftwarelösungen. Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy definiert den Genauigkeitsgrad der Bauteile bzw. des Modells. Es wird dabei in die Mess-/Scangenauigkeit und die Modellgenauigkeit unterteilt. Koordinatensystem Personenbahnhöfe Lokales Koordinatensystem für Personenbahnhöfe ist ein einfach zu verwendendes Koordinaten- system, dass die Vorteile des deutschlandweiten DB_REF-Systems mit den Vorteilen eines loka- len Koordinatensystems vereint. Level of Detail (LoD) Siehe “Level of Geometry (LoG)”-Definition Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG) definiert den geometrischen Detailierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungsstandes des Projekts. Synonym zum Begriff Level of Detail (LoD), welcher ab Version 2.8 der Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik verwendet wird. Level of Information (LoI) Der Level of Information (LoI) ist der Grad des Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Mo- dells in Abhängigkeit des Entwicklungstandes des Projekts. Mesh (Punktwolke) Triangulation aus Punktwolkendateien (Erzeugung eines Polygonnetzes aus vermaschten Drei- ecken). Die Dreiecke beschreiben Flächen, auf denen sonst eine Vielzahl von Einzelpunkten der Punktwolke liegen, die zur Beschreibung derselben Fläche dienen. Durch die Verwendung von nur drei Punkten (Dreieck) reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ursprüngli- chen Datenmenge. Natives Format Ein natives Format bezieht sich auf das Dateiformat, das von einer spezifischen Softwareanwen- dung ursprünglich und am besten unterstützt wird. Es handelt sich um das Standardformat, in dem eine Anwendung ihre Dateien speichert und verarbeitet, ohne dass Konvertierungen oder Anpassungen erforderlich sind. Das IFC-Format ist kein natives Format. Parameter Parameter sind geometrische BIM-Objekteigenschaften. Diese sind numerische Variablen, die die Geometrie des Objektes beschrieben und steuern, z.B. Höhe, Breite, Fläche eines Objektes. Punktwolke Eine Punktwolke ist die Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum beschreibt. Da- bei können die Punkte neben ihren Koordinaten (X, Y, Z) auch weitere Informationen, wie z.B.

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Intensitäts- oder Farbwerte enthalten. Die Erfassung erfolgt durch Aufnahmeverfahren wie La- serscanning oder Photogrammetrie. Projektdatenmanager Der Projektdatenmanager unterstützt den AG (Bauherr) während der Projektdurchführung in der Nutzung der Projektkommunikationsplattform. Projektinformationsmodell Das Projektinformationsmodell enthält alle im Projekt vorliegenden Informationen und deren Ver- knüpfungen. Das Projektinformationsmodell wird über die Projektlaufzeit weiterentwickelt. Projektkommunikationsplattform (PKP) Die Projektkommunikationsplattform ist eine webbasierte Datenumgebung, die eine unterneh- mensübergreifende Zusammenarbeit sowie den digitalen Austausch von Dokumenten, Plänen und BIM-Modellen in Projekten ermöglicht. Sub-Fachmodell Ein Sub-Fachmodell ist Teil eines nach inhaltlichen Gesichtspunkten geteilten Fachmodells. Ein Sub-Fachmodell enthält nur Bauteile oder Objekte einer bestimmten Art oder Kategorie. Ein Fachmodell kann sich aus mehreren Sub-Fachmodellen zusammensetzen. Teilmodell Ein Teilmodell ist ein Teil eines nach projektspezifischen Gesichtspunkten geometrisch bzw. räumlich geteilten Fach- und/oder Gesamtmodells. Gründe für die Teilung können z.B. eine räum- liche oder zeitliche Trennung von Projektabschnitten oder die Begrenzung der Dateigröße des Modells sein. Umgebungsmodell Das Umgebungsmodell ist ein Fachmodell und beinhaltet die Umgebungsdaten des Projektge- bietes, z.B. ein digitales Geländemodell, Flurstücksdaten, digitale Orthophotos (DOP), Informati- onen aus der Bauleitplanung, Daten zum Umweltschutz, usw. Visualisierung Die Visualisierung ist eine bildliche Darstellung eines geplanten Bauwerks oder einer städtebau- lichen Situation. Die Visualisierung vereinfacht die Kommunikation und Entscheidungsfindung in einem Bauprojekt. 3D-Planung Eine 3D-Planung ist die Darstellung physischer Objekte in drei Dimensionen, erstellt in einem CAD- bzw. GIS-System. 3D-Modell Ein 3D-Modell ist aus Bauteilen und weiteren Modellelementen zusammengesetzt. Die Attribuie- rung ist abhängig von den definierten BIM-Anwendungsfällen. Es bildet die Grundlage der BIM- Planung. Bei Attribuierung mit Zeit und Kosten wird von 4D bzw. 5D-Modellen gesprochen. Damit kann neben der Bauablaufsimulation auch der Kostenverlauf simuliert werden (5D = 3D + Zeit + Kosten). 3D-Prototyp Der 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D- Modell visualisiert und nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Bestandsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Der 3D-Proto- typ ersetzt das Variantenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Aufgaben- stellung bzw. der Planungsaufgabe. Es handelt sich um ein digitales Modell, das ohne bauteilori- entierte Informationen in Form von Attributen als Voraussetzung zur Umsetzung einer Einpha- senplanung erstellt wird.

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4D-Modell ist eine Bezeichnung für ein BIM-Modell, bei dem Modellelemente den Vorgängen eines Termin- planes zugeordnet werden. Hierdurch kann der zeitliche Verlauf der Erstellung eines Bauwerks simuliert werden. Planung und Steuerung von Bauablaufplänen können damit besser kontrol- liert/optimiert werden (4D = 3D + Zeit).

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1 Überblick

1.1 Einleitung Mit der Einführung der Methode des Building Information Modeling (BIM) ergeben sich umfang- reiche Verbesserungen in der Qualität und Effizienz im Planungs- und Bauprozess bis zur Über- gabe von digitalen Informationen in den Betrieb. Der strategische Ansatz der BIM-Methodik „Erst digital, dann real bauen“ verfolgt das Ziel, dass so gebaut wird, wie geplant und wie ausgeschrieben wurde. Baunachträge aufgrund geänderter Leistungen entfallen. Die Kommunikation der Projektbeteiligten im Hinblick auf das Erreichen des gemeinsamen Projektziels wird durch das gemeinsame Arbeiten am Modell maßgeblich verbes- sert. Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen gewerkespezifische 3D-Fachmodelle, die aus digitalen Bauteilen bestehen und den jeweiligen Planungsstand abbilden. Die Bauteile sind attribuiert und damit mit weiteren wichtigen Informationen versehen bzw. verknüpft. Die Fachmodelle werden in der Planung regelmäßig (mindestens alle 4 Wochen) in einem Koordinationsmodell zur Abstim- mung der Planungen zusammengeführt. In der Bauphase erfolgt dies analog, sofern sich eine geänderte oder erweiterte Informationsbasis, z.B. durch die baubegleitende Erstellung des As- Built-Modells ergibt oder durch die umzusetzenden Anwendungsfälle erforderlich wird. Für nahezu alle Elemente der Verkehrsstation liegen Baustandards mit Regeldetails und Stan- dardleistungsverzeichnissen und eine digitale Bauteilbibliothek vor. Die Anwendung der BIM-Methodik ist seit 01.01.2017 für alle neuen Projekte verbindlich vorge- schrieben. Die präqualifizierten Planer wurden hierüber Anfang August 2015 und 2016 durch ein Informationsschreiben des Konzerneinkaufes und Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG informiert.

1.2 Vorgehensweise Um die BIM–Methodik in den Projekten erfolgreich einzusetzen, ist eine bestimmte Herangehens- weise, insbesondere in der Startphase des Projekts, erforderlich. Die nachfolgenden Punkte sind zwingend durch die Projektleitung zu beachten und werden in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, insbesondere im Kapitel 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung weiter detailliert.  Binden eines vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifizierten BIM-Beraters  BIM-Einführungsplan schrittweise mit dem BIM-Berater bearbeiten  Vertrags- und Leistungsplanung zur Identifizierung und Zusammenfassung der für das Projekt erforderlichen Planungs- und Bauleistungen  Beauftragung des StarterPakets für Bestandsunterlagen  Berücksichtigung der längeren Zeitdauer für die Grundlagenermittlung  Beauftragung aller für das Projekt erforderlichen Gewerke von Projektstart an; gebündelt an einen Hauptauftragnehmer Planung/Bauausführung mit BIM-Leistungsbeschreibun- gen bzw. BIM-Standardleistungstexten (Baustandard Bauhilfsleistungen)  Beauftragung der Lph 1-4 sowie optional Lph 5-7 der Objektplanung und der für die Pro- jektphasen erforderlichen Ausrüstungsgewerke gem. Leistungs- und Vertragsplanung  BIM-KickOff nach vertraglicher Bindung des AN zur weiteren Abstimmung des BIM-Pro- jektabwicklungsplans  ausführliche Bestandsaufnahme inkl. Leitungserkundung, planungsbegleitende Vermes- sung und Erstellung Grundlagenmodell

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 intensive Abstimmung zwischen Planer und Vermesser in Bezug auf den Detaillierungs- grad des Grundlagenmodells  Durchführung von getakteten BIM-Projektbesprechungen mit allen Projektbeteiligten min- destens alle 4 Wochen über die Projektlaufzeit anhand des hierfür vom AN erstellten Ko- ordinationsmodells bzw. Baubesprechung am Modell  durch getaktete Zusammenführung und somit planungsbegleitende Qualitätsprüfung der Planungsstände in den getakteten BIM-Projektbesprechungen mit allen Projektbeteiligten (z.B. TBQ, Fachspezialisten, BVB) entfällt die Planungsverteidigung  Beauftragung des Auftragnehmers Bau (AN-Bau) erfolgt anhand des BIM-Modells  Durchführung von Baubesprechungen, die u.a. am BIM-Modell durchgeführt werden  Baubegleitende Erstellung des As-Built-Modells

1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik Erster Schritt der Einführung der BIM-Methodik in Projekten ist die projektspezifische Festlegung der zu erreichenden Ziele und der sich daraus ergebenden Anwendungsfälle. Die Analyse laufender und abgeschlossener konventioneller Projekte zeigt derzeit folgende Ver- besserungspotentiale:  Nachtragsquoten im Bau von 15 – 30 %  nicht ausführbare Planung aufgrund unzureichender Erfassung des Bestandes  vergessene oder zu spät beauftragte Planungsleistungen  Kollisionen der Gewerke in der Planung  schleppende Übergabe von Daten und Dokumenten in den Betrieb Daraus wurden nachfolgende BIM-Ziele für die Anwendung der BIM-Methodik abgeleitet und BIM-Anwendungsfälle für Standardprojekte verbindlich festgelegt. Für Projekte höherer Komplexität sind die Ziele und Anwendungsfälle zu überprüfen und nach Erfordernis zu erweitern.

1.3.1 BIM-Ziele Die Ziele für Projekte mit kleiner und mittlerer Komplexität lauten wie folgt:

 Erreichen von Kostensicherheit vor Ausschreibung der Bauleistung  Erhöhung der Planungsqualität und Anwendung der Baustandards  Digitale Übergabe definierter Daten in Betrieb und Instandhaltung  Unterstützung der Öffentlichkeitsbeteiligung In EinfachBIM-Projekten wird die Projektlaufzeit verkürzt. Die Ziele sind für Großprojekte zu überprüfen und spezifisch zu erweitern.

1.3.2 BIM-Anwendungsfälle Ein BIM-Anwendungsfall ersetzt konventionelle Prozessschritte, die durch die Anwendung der BIM-Methodik verändert werden. Die für das jeweilige Projekt formulierten BIM-Anwendungsfälle können den erforderlichen Infor- mationsgehalt und die Informationstiefe des BIM-Modells beeinflussen. Es ist daher wesentlich, die für das Projekt bzw. die Projektart erforderlichen Anwendungsfälle aus den BIM-Zielen abzuleiten und damit rechtzeitig zu spezifizieren. Nicht in jedem Projekt sind alle möglichen Anwendungsfälle erforderlich, um die in den BIM-Zielen formulierten Verbesse- rungen zu erreichen. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 1 Überblick 18

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Die aus Sicht des Auftraggebers geforderten Anwendungsfälle legt die Projektleitung in Abstim- mung mit dem BIM-Berater vor Ausschreibung der Planungs- und Bauleistung fest. Die festgelegten BIM-Anwendungsfälle je Projektart können dem „BIM-Pflichtenheft“ gem. 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG entnommen werden.

Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug)*

*fett gedruckte Anwendungsfälle sind Bestandteil der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik

1.3.3 Kernelemente der Projektdurchführung Wesentliche Kernelemente einer erfolgreichen Projektdurchführung sind:  3D-Bestandserfassung mittels Punktwolke, Leitungserkundung, Bestandsinformationen der Fachgewerke  3D-Modellierung: Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert  Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell: paralleles getaktetes Arbeiten aller Pro- jektbeteiligten am Modell und Abgleich des Planungsstandes im Takt  3D-Kollisionsprüfung: Zusammenführen der Planungsstände der BIM-Fachmodelle im Takt zur systematischen Konfliktbehebung sowie die durchgehende und projektbegleitende Anwendung der Projektkommunikationsplatt- form während der Projektdurchführung für den Datenaustausch und Datenlieferung. Diese dient zur Bereitstellung von Projektunterlagen, die für z.B. die Freigabe der Ausführungs- unterlagen oder die Durchführung von Abnahmen erforderlich sind. Die gemeinsame Datenplatt- form dient der strukturierten, projektbegleitenden Dokumentation und dem Datenaustausch im Projekt. Darüber hinaus können die Daten unmittelbar und digital in den Betrieb / Instandhaltung oder Folgeprojekte übergeben werden.

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Mit der konsequenten Umsetzung der wesentlichen Elemente entfallen die wesentlichen Nach- tragsgründe in der Bauphase.

Abbildung 2 Wesentliche Elemente für die erfolgreiche Projektdurchführung

1.4 BIM-Modelle Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen bauteilorientierte 3D-Modelle, in denen die für die Pro- jektdurchführung erforderlichen Informationen bereitgehalten werden. Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle wird durch den geometrischen Detaillierungsgrad (Level of Geometry) und Informationsgehalt (Level of Information) der Bauteile bzw. BIM-Modelle be- stimmt. Dieser ist vom AN immer so zu wählen, dass die Planungs- bzw. Bauaufgabe und die BIM-Anwendungsfälle erfüllt werden können sowie die Mindestanforderungen des AG eingehal- ten werden. Der Detaillierungsgrad hängt demnach von Planungsart, Projektphase und der kon- kreten Planungs- bzw. Bauaufgabe sowie den beauftragten BIM-Anwendungsfällen ab. Die Min- destanforderungen an BIM-Modelle sind im Kap 3 - BIM-Pflichtenheft (3.4 Detaillierung im Pla- nungsverlauf und Planungsergebnisse, 3.6 BIM-Modelle) sowie der Anlage 2 Modellierungsricht- linie festgelegt.

1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und zuge- hörigen Konstruktionselemente mit Anwenderfreigabe Personenbahnhöfe anzuwenden. Für na- hezu alle Baustandards, die für DB Personenbahnhöfe zur Anwendung kommen, existieren ent- sprechende Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek, die für die Erstellung von BIM-Modellen verwendet werden sollen. Eine ausführungsreife Planung liegt grundsätzlich vor, wenn standardisierte Bauteile aus der Di- gitalen Bauteilbibliothek und die dazugehörigen Regelzeichnungen der Baustandards als mitgel- tende Unterlage verwendet werden. Der Umgang mit Ausführungsdetails ist in 7.2 Darstellung der Ausführungsdetails festgelegt.

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Sämtliche Unterlagen stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK im Bereich Baustandards bzw. BIM-Content zur Verfügung (im Internet frei zugänglich).

1.6 BIM-Projektablauf Der BIM-Projektablauf beschreibt den Einsatz der BIM-Methodik vom Projektstart bis hin zur Übergabe des As-Built-Modells in den Betrieb.

Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze) Mit Start eines Projekts werden sowohl die Vermessungs- als auch die Planungsleistungen der Objektplanung und der erforderlichen Ausrüstungsgewerke als Leistung eines Hauptauftragneh- mers Planung für die Projektphase der Planung von Lph 1 bis 4 nach HOAI gem. Leistungs- und Vertragsplanung (und Lph 5-7 optional) eingekauft.

Im Ergebnis der planungsbegleitenden Vermessung wird ein Grundlagenmodell erstellt ( ).

Der Planer nutzt das Grundlagenmodell als Planungsaufsatz, als Grundlage für die Berechnung ① von Abbruchmengen und für die Erstellung von Genehmigungsplänen. Die Variantenentscheidung bzgl. Trassierung, Lage von Bahnsteigen, Zuwegungen, Konstrukti- onsart von Ingenieurbauwerken etc. wird auf der Grundlage der Variantenentscheidungsmatrix und eines grob detaillierten BIM-Modells ( ) getroffen. Das in ein Umgebungsmodell eingebet- tete BIM-Modell dient der Abstimmung der Variante mit der Öffentlichkeit und den TÖB. Unter- stützt wird diese Abstimmung erforderliche②nfalls mit einer realitätsnahen Visualisierung. Bei Variantenentscheidungen für Bauwerke außerhalb des Baustandards ist, sofern erforderlich, ein detailliertes BIM-Modell zu erstellen.

Das Gesamtmodell wird durch die Planer erstellt bzw. weitergeführt ( und ) und ist u.a. Grundlage zur modellbasierten Mengenberechnung und LV-Erstellung, z.B. mittels iTWO® 5D. Der Hauptauftragnehmer, i.d.R. der BIM-Koordinator bzw. BIM-Gesamt③koordin④ator, führt dabei die einzelnen Fachplanungen zusammen. Die Fachplaner liefern hierfür Fachmodelle und weitere Informationen.

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Die Projektbeteiligten stimmen den jeweils aktuellen Planungsstand bis zur Fertigstellung der Planung grundsätzlich in den getakteten BIM-Projektbesprechungen (mindestens alle 4 Wochen) am Koordinationsmodell ab. Das Koordinationsmodell sowie weitere relevante Arbeitsstände wer- den auf der gemeinsamen Datenplattform, der Projektkommunikationsplattform, zugänglich für alle Projektbeteiligten durch den AN bereitgestellt wird. Ggf. weitere erforderliche Pläne, z.B. für die Genehmigungsplanung, werden aus dem Modell abgeleitet. Die BIM-Modelle sowie weitere damit zusammenhängenden Daten, die für Angebotslegung und Leistungserfüllung des AN Bau erforderlich sind, werden dem AN Bau bereits mit der Ausschrei- bung in einem offenen Format und zusätzlich im nativen Format übergeben. Das BIM-Modell wird für Abstimmungen innerhalb der Baubesprechung zur Visualisierung und Abstimmung der Bau- aufgabe genutzt. Mit abgeschlossener Bauausführung übergibt der AN Bau dem Auftraggeber ein As-Built-Modell, in dem die baulichen Anpassungen des BIM-Modells eingepflegt sowie den Bauteilen weitere Informationen gemäß des LoI zugeordnet wurden ( ) Aus dem As-Built-Modell können zwingend erforderliche Pläne für die Bestandsdokumentation als 2D-Planableitung abge- leitet werden. ⑤

Nach Erhalt des As-Built-Modells wird dieses in den Betrieb übergeben ( )

! Der AG hat die Möglichkeit, sich mit Autodesk® Navisworks® Freedom einen eigenen Überblick ⑥ über den aktuellen Planungsstand sowie Qualität der Planung des jeweiligen BIM-Modells zu verschaffen.

1.6.1 EinfachBIM: Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ein vereinfachter Planungsablauf (EinfachBIM- Bauen in einfachen Verhält- nissen) durch Erstellung eines 3D-Prototyps und anschließender Einphasenplanung verfolgt wer- den. Die Entscheidung hierzu trifft in der Regel der Bauherr.

Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten

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Direkt nach Planungsstart wird die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D-Modell (3D- Prototyp) visualisiert, der nur die zwingend erforderlichen Bestandsinformationen, wie z.B. einfa- ches Umgebungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Dieser 3D-Prototyp wird in der ersten getakteten BIM-Projektbesprechung mit allen wesentlichen Stakeholdern ab- gestimmt und iterativ verändert, so dass das zu planende Bausoll bereits kurz nach Planungsstart festgelegt wird. Anhand des bestätigten 3D-Prototyps wird die Grundlagenermittlung und die wei- tere Planung durchgeführt. Sofern sich hieraus keine wesentlichen Änderungen ergeben, kann direkt aus dem 3D-Prototyp in einer Einphasenplanung das Gesamtmodell Stufe 2, als Grundlage für die Ausschreibung der Bauleistung, erstellt werden. Der weitere Projektablauf entspricht dem regulären BIM-Projektablauf gem. 1.6 BIM-Projektablauf. Im 3D-Prototyp werden einfache Punktwolken, Trassendaten (.mdb,.tra/.gra oder .dwg des IVL- Plans) und Flimas-Pläne zur Visualisierung der Umgebung genutzt. Der 3D-Prototyp entspricht den Mindestvorgaben eines Variantenentscheidungsmodells, muss jedoch nicht attribuiert wer- den. Im weiteren Planungsverlauf werden – in Abhängigkeit des zu planenden Bausolls – detail- liertere Bestandsinformationen, wie z.B. eine Vermessung inkl. genauerer Punktwolken, Bau- grunddaten erforderlich.

1.7 Datenaustausch und -lieferung

1.7.1 Datenlieferung Die Datenlieferung des AN richtet sich nach den geltenden Dokumentationsvorgaben der Ril 813.0104. Art und Umfang der Datenlieferung ist abhängig von der Projektart, -phase und beauf- tragten Leistung und somit projektspezifisch abzuleiten und festzulegen. Der Datenlieferungsplan definiert die BIM-spezifische Datenlieferung sowie in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt diese zu liefern sind. BIM-Modelle sowie weitere Liefergegenstände werden grundsätzlich im offenen als auch im na- tiven Format an den AG übergeben. Die Übergabe im offenen Format (IFC-Format für BIM-Mo- delle) stellt sicher, dass die Daten (BIM-Modelle) unabhängig von der jeweiligen Autorensoftware visualisiert werden können. Durch die Übergabe der nativen Formate wird die Weiterverwendung der Daten in der jeweiligen Autorensoftware im gesamten Lebenszyklus sichergestellt, so dass für die Fortschreibung auf bestehende Daten aufgebaut werden kann. Die Nutzungsrechte des AG für diese Daten sind im Vertrag geregelt und sichergestellt. Die Vorgaben des Datenlieferungsplans gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan sind in Bezug auf die Datenlieferung durch den AN zu berücksichtigen und projektspezifisch im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren.

1.7.2 Datenübergabe und -austausch Für die Datenübergabe wird die vom Auftraggeber bereitgestellte gemeinsame Datenplattform, die Projektkommunikationsplattform, verwendet. Auf der Plattform werden Arbeitsstände und - Ergebnisse (BIM-Modelle, Pläne, Gutachten etc.) digital unter den Projektbeteiligten ausge- tauscht sowie die Projektdokumentation strukturiert, sukzessive und projektbegleitend an den AG übergeben. (siehe 1.8 Projektkommunikationsplattform und 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform). Die Projektkommunikationsplattform erfüllt die DB IT-Richtlinien inkl. der geltenden IT-Sicher- heits- und Datenschutzvorgaben.

1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch Bei der Nutzung einer umfangreichen Softwarelandschaft von unterschiedlichen Beteiligten müs- sen die Anforderungen an den Datenaustausch fest definiert werden, um einen reibungslosen Projektablauf zu gewährleisten.

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Für die Planungsleistung eines Fachplaners (BIM-Modellersteller) ergeben sich hohe Effizienz- gewinne, wenn dieser die für seine Planungsleistungen erforderlichen Informationen, z.B. Geo- metrien, von einem anderen Fachplaner (BIM-Modellersteller) erhält. Erhält z.B. ein Tragwerks- planer ein Modell von einem Objektplaner, dass bereits den Anforderungen eines FEM-Pro- gramms genügt, so erspart er sich den Aufbau eines eigenen kompletten Modells. Für den Datenaustausch der Planungsbeteiligten sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Welche Informationen benötigt der jeweilige Fachplaner zur Umsetzung seiner Planungs- aufgabe?
  2. Welche Möglichkeiten eröffnet die eingesetzte Planungssoftware, um diese Informationen auszutauschen? Die nachfolgende Abbildung zeigt mögliche Informationsflüsse zwischen den Planungsbeteilig- ten.

Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell Diese Informationsflüsse sind im Rahmen der Erarbeitung des BIM-Projektabwicklungsplans durch die Auftragnehmer im Rahmen seines Auftrags zu ermitteln und abzustimmen.

1.8 Projektkommunikationsplattform Die am 01.07.2017 vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG eingeführte Projektkommunikationsplattform (PKP) ist die Kommunikationsdrehscheibe für alle Projektbetei- ligten. Diese haben zu jeder Zeit web-basierten Zugriff auf alle technischen Dokumente, Daten sowie die BIM-Modelle. Wesentliche Ziele der Projektkommunikationsplattform sind:

  1. Sicherstellung der Projektkommunikation (Datenaustausch)
  2. Strukturierte, projektbegleitende Dokumentation gem. den Dokumentationsvorgaben
  3. Digitale, strukturierte Übergabe an Archiv, Betrieb und Folgeprojekte Durch die konsequente Anwendung der Projektkommunikationsplattform wird eine effiziente und zielgerechte Umsetzung des Projektes erreicht, Projektinformationen werden schneller und orts- unabhängig zwischen allen Projektbeteiligten ausgetauscht und die Projektdokumentation wird projektbegleitend entsprechend den Vorgaben erstellt. Die projektbegleitende Dokumentation und deren Bereitstellung in der Projektkommunikations- plattform ermöglicht nicht nur den jeweils Projektstand für alle Projektbeteiligten im Projekt zu

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nutzen, sondern auch eine nutzergerechte Zusammenstellung der Dokumentation für verschie- dene Anwendungszwecke, wie z.B.

• Abnahmen

• Freigabe der Ausführungsplanung

• EBA-Planprüfung

• Inbetriebnahmedokumentation Es sind die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform zu be- achten.

1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten

Abbildung 6 BIM-Organigramm

Die Darstellung zeigt ein Organigramm, das bei Projekten kleiner und mittlerer Komplexität zur Anwendung kommt. Die Erstellung des BIM-Modells liegt bei einem Hauptauftragnehmer Planung bzw. Bauausführung, i.d.R. der Objektplaner bzw. Bau AN. Der Hauptauftragnehmer Planung/Bauausführung übernimmt die Rolle des BIM-Koordina- tors auf Seiten des AN und damit die Zusammenführung der Fachplanungen bzw. Fachmodelle. Die Rollen und Verantwortlichkeiten werden in den nachfolgenden Kapiteln für den Auftraggeber (siehe 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers) und Auftragnehmer (siehe 3.2 Rol- len und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers) beschrieben. Projekte hoher Komplexität können mit erweiterten Rollen und Verantwortlichkeiten einhergehen, die in Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten dargestellt sind.

1.10 Sicherung der Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Baustandards Personenbahnhöfe und Digitalen Bauteilbiblio- thek. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen:  korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell  Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente)

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 inhaltliche Richtigkeit der Daten Dies ist vom AN anhand definierter Kriterien durch einen Qualitätssicherungsbericht nachzuwei- sen und wird bauherrenseitig stichprobenartig geprüft (siehe 3.9 Sicherung Modellqualität und Qualitätssicherungsbericht).

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2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung

Das Kapitel beinhaltet alle notwendigen Informationen zur Durchführung eines Projekts aus Sicht des Auftraggebers (AG). Hier werden Rollen und Verantwortlichkeiten des AG, Vergabe und Leis- tungsplanung, Verträge, Leistungsbeschreibungen sowie der BIM-Einführungsplan zur Imple- mentierung der BIM-Methodik in Projekten des Planens und Baues erläutert.

2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers Nachfolgend werden die Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auftraggebers in Be- zug auf die BIM-spezifischen Anforderungen dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten.

2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung Die Projektleitung hat gemäß Symbio-Prozess LP05-06-01 sowie Praxishandbuch Baumanage- ment seit dem 01.01.2017 alle Projekte als BIM-Projekte durchzuführen und gemäß Einführungs- schreiben vom 26.06.2017 die Projektkommunikationsplattform zu nutzen. Weitere Details für die Ausschreibung und Durchführung von Bauleistungen mit BIM-Methodik sind im Informations- schreiben des Baumanagements und Einkaufs vom 11.04.2023 enthalten. Zur Umsetzung dieser Weisungen bindet der Projektleiter vor Ausschreibung von Planungs- und Bauleistungen einen vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifi- zierten BIM-Berater und bearbeitet mit diesem den BIM-Einführungsplan. Die wesentlichen Aufgaben der Projektleitung zur Umsetzung der BIM-Methodik im Projekt sind:  Beauftragung des StarterPakets  Beantragung des Projektraums in der Projektkommunikationsplattform inkl. Anmeldung der Projektbeteiligten und fortlaufender Aktualisierung  Ergänzen der BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle  Erstellung der Leistungs- und Vertragsplanung inkl. Vergabekonzept (siehe 2.5.1.1 Leis- tungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag bzw. 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag)  Erstellung BIM-spezifischer Vertragstermine  Bewertung von Angeboten unter Verwendung der zentral vorgegebenen Bewertungs- matrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien  Getaktete Einladung zu Getaktete BIM-Projektbesprechungen inkl. BIM-KickOff

2.1.2 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Beraters Der zertifizierte BIM-Berater des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG schafft durch die konsequente Umsetzung des BIM-Einführungsplans vor Ausschreibung der Planung oder Bauleistungen gemeinsam mit dem Projektleiter die Grundlagen für das BIM-Projekt. Er führt projektspezifische Weiterbildungen durch und unterstützt den AG bei der Einrichtung von BIM-Anwendungen. In Projekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG werden ausschließ- lich von der DB InfraGO AG - GB Personenbahnhöfe- zertifizierte BIM Berater eingesetzt. Für das Zertifikat ist das Bestehen einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie eine jährliche Rezertifizierung erforderlich. Im Projekt stellt der BIM-Berater sicher, dass die BIM-Standards eingehalten werden. Die Nut- zung der Projektkommunikationsplattform ist für den BIM-Berater verpflichtend. Die wesentlichen Aufgaben sind:

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Projekt- vorberei- tung Durcharbeiten des BIM-Einführungsplans mit der Projektleitung des AG  Mitwirkung bei der Durchführung der BIM-Projektstartbesprechung auf AG-Seite  Ergänzung projektspezifischer BIM-Ziele  Ergänzung projektspezifischer BIM-Anwendungsfälle  Sicherstellung der Erstellung der Leistungs- und Vertragsplanung des AG  Sicherstellung eines BIM-spezifischen Terminplans und der Ausfüh- rungsfristen für den Planungsvertrag und Bauvertrag  Mitwirkung bei der Erstellung der Leistungsbeschreibung Vermessung inkl. BIM  projektspezifische Anpassung der BIM-Leistungsbeschreibungen, Ver- träge und Ausschreibungsunterlagen sowie Leistungsverzeichnisse inkl. BIM-Projektabwicklungsplan  Mitwirkung bei der Durchführung des vorgeschalteten Teilnahmewettbe- werbs  Angebotsbewertung unter Verwendung der zentral vorgegebenen Be- wertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien  Prüfung und Bewertung des BIM-Projektabwicklungsplans
Projekt- durchfüh- rung proaktives Vorgehen zur Durchführung, Vorbereitung und Nachberei- tung des BIM-KickOffs, der getakteten BIM-Projektbesprechungen und Baubesprechungen am Modell und Teilnahme an diesen  Durchführung und Organisation projektspezifischer BIM-Schulun- gen/Einweisungen des AG nach Bedarf Mitwirkung bei der Durchführung des zu vereinbarenden Testlaufs zum Datenaustausch/Mockup-Modells inkl. Dokumentation  Mitwirkung bei der Abstimmung und Überwachung der Anwendung des BIM-Projektabwicklungsplans  Mitwirkung bei der Abnahme der BIM-Leistungen des AN  Planungsbegleitende Qualitätskontrolle der BIM-Leistungen im Projekt  Modellprüfung gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. Erstellung eines Qualitätssicherungsberichtes

In Projekten hoher Komplexität kommt statt einem zertifizierten BIM-Berater ein zertifizierter BIM- Manager zum Einsatz. Die Rolle und zugehörigen Verantwortlichkeiten sind in Anlage 1 Projekt- organisation in komplexen Projekten beschrieben. Die Qualifikationsvoraussetzung für den Ein- satz eines BIM-Managers in Projekten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind im Leitfaden BIM-Berater enthalten.

2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung Zur Einführung der BIM-Methodik in das konkrete Projekt ist grundsätzlich nachfolgender BIM- Einführungsplan (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM-Berater zu bearbeiten. Der BIM-Einführungsplanung für die Planung bezieht sich auf die Lph 1-7. Vor Beauftragung des Hauptauftragnehmers mit der Option Lph 5-7 des Planungsvertrags muss der BIM-Einführungsplan erneut durchgearbeitet sowie die BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle überprüft und erforderlichenfalls angepasst werden. Für Projekte kleiner und mittlerer Komplexität sind viele Punkte bereits standardisiert in den Vor- gaben zur Anwendung der BIM-Methodik vorgegeben bzw. in dem Planungs- und Bauvertrag oder den Leistungsbeschreibungen enthalten. Die übrigen Punkte sind durch die Projektleitung zu erarbeiten.

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Pos.MaßnahmeVer-Spätester TerminProjektspezifikaSta- tusSach-
ant-stand
wort-im
lich-Pro-
keitjekt
01Bindung BIM-Bera- ter 2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM- Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AGPro- jekt- lei- tungzu Projekt- start, spä- testens vor Leistungs- planungAbstimmung mit I.IPM 4noch zu er- ledi- gen
02BIM-Projektstartbe- sprechung 2.4.4 BIM-Projekt- startbesprechungPro- jekt- lei- tungvor Festle- gung des Leistungs- umfanges der Pla- nungsleis- tungenAbstimmung mit Bahn- hofsmanagement, ggf. Kommune, Finanzierer, Land, Aufgabenträger etc.noch zu er- ledi- gen
03Erstellung der Leis- tungs- und Ver- tragsplanung sowie des Vergabekon- zeptes 2.5.1 Vergabekon- zept Architekten- /Ingenieurvertrag; Hauptauftragneh- mer PlanungPro- jekt- lei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM- Beraternoch zu erledi- gen
04Festlegen der BIM- Ziele 1.3.1 BIM-Ziele 2.1 BIM-Ziele (BAP)Pro- jekt- lei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik enthaltenver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
05Festlegen der An- wendungsfälle 3.7 BIM-Anwen- dungsfälle 2.2 BIM-Anwen- dungsfälle (BAP)Pro- jekt- lei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik enthaltenver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
06Erstellung "BIM- Pflichtenheft" (pla- nungsbezogen, baubezogen, be- treiberbezogen), Kooperation 3 BIM-PflichtenheftPro- jekt- lei- tungfür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den BIM-Vorgaben ent- halten (Hinweis: für Hochbau sind noch nicht alle LOIs mit der Instandhaltung abgestimmt)ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen

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07Beantragung des Projektraumes und Anmeldung der Projektbeteiligten (Projektkommuni- kationsplattform) Anlage 17 1.8 Projektkommu- nikationsplattform 3.8.2 Datenaus- tausch und -liefe- rung – Projektkom- munikationsplatt- formPro- jekt- lei- tungzu Projekt- start, spä- testens vor Leistungs- planungDie Projektkommunikati- onsplattform ist verbind- lich anzuwenden.noch zu er- ledi- gen
08Beauftragung StarterPaket (Grundlagenermitt- lung aus Archiven) 2.4.2 Beauftragung eines StarterPa- kets für Bestands- unterlagenPro- jekt- lei- tungzu Projekt- startUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu er- ledi- gen
09Durchführung ei- nes Teilnahme- wettbewerbs mit zentral vorgegebe- ner Bewertungs- matrix bzw. BIM- Zuschlagkriterien 2.5.1.3 Vergabe- planung Architek- ten-/Ingenieurver- tragPro- jekt- lei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM- Beraternoch zu erledi- gen
10Erstellung ange- passter Leistungs- beschreibungen und Verträge mit Inhalten zur An- wendung der BIM- Methodik inkl. pro- jektspezifische An- passung sowie BAP 2.6 Leistungsbe- schreibungen und Vertrag für Archi- tekten- und Ingeni- eurleistungenPro- jekt- lei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM- Berater für Projekte der VST, ING-Bauten im e-Verga- beTool des Einkaufes enthalten; für andere Projekte sind die LB oder Rahmenvertrags- abrufe mit dem BIM-Be- rater/ I.IPM 4 abzustim- menver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen
11Erstellung von BIM-spezifischen Vertragsterminen (Hinweis: Berück- sichtigung einer umfassendenPro- jekt- lei- tungvor Aus- schreibung Planungs- leistungAbstimmung mit BIM- Beraternoch zu er- ledi- gen

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Bestandserfassung bei gleichbleiben- dem Gesamtpla- nungszeitraum bis zur GP) 2.4.5 BIM-spezifi- sche Vertragster- mine - Ausrei- chende Ausfüh- rungsfristen im Ar- chitekten-/ Ingeni- eurvertrag für die Grundlagenermitt- lung Link zur Anlage auf der Informations- plattform BIM-Mus- terablaufplan Lph 1 für einfache Ver- hältnisse und im Sharepoint Bauma- nagement
12Bewertung der An- gebote unter Ver- wendung der zent- ral vorgegebenen Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zu- schlagkriterienPro- jekt- lei- tungvor Vergabe Planungs- leistungenAbstimmung mit BIM- Beraternoch zu er- ledi- gen
13Festlegung zur Nutzung von MS Teams zur Durch- führung von virtuel- len Besprechungen bzw. eines tech- nisch ausgestatte- ten BIM-Labs wäh- rend der Projekt- laufzeit 2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams 2.4.8 Getaktete BIM-Projektbespre- chungenPro- jekt- lei- tungunmittelbar nach Auf- trags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lungUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu er- ledi- gen
14Durchführung BIM- KickOff 2.4.6 BIM-KickOffPro- jekt- lei- tungunmittelbar nach Auf- trags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lungUnterstützung durch BIM-Berater und Pro- jektdatenmanagernoch zu er- ledi- gen
15Fortschreibung des BIM-Projektabwick- lungsplans (BAP)ANunmittelbar nachUnterstützung durch BIM-Beraternoch zu

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und Abstimmung mit dem AG Anlage 16Auftrags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lungerledi- gen
16Festlegung einer projektspezifischen IT-Struktur des AG und der projektspe- zifischen Einrich- tung, Zugangs- und Rechtema- nagementderzeit Nutzung von iTWO und für den Ge- schäftsbereich Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AG Projektkommunikationsplattform (PKP) vorgegebenErle- digt
17Festlegung der AN-seitigen IT- Struktur (Soft- wareaustauschfor- mate und Schnitt- stellen) 3.8 Datenaus- tausch und Daten- lieferungAuf- trag- neh- merab Pla- nungsbe- ginnim BIM-Projektabwick- lungsplan (BAP)noch zu er- ledi- gen
18Definition der pro- jektspezifischen Anforderungen an das Grundlagen- modell (Inhalt, Detaillie- rungsgrad, Attri- bute/Daten, Schnittstellen zur Umgebung)Auf- trag- neh- mernach Pla- nungsstartHauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objekt- planer in Abstimmung mit Vermesser und Pro- jektleiternoch zu er- ledi- gen
19Sicherstellen der Rechte an BIM- Modellenin den zentral erstellten Dokumenten berücksichtigt (s. Anl. 4 Allgemeine Vertragsbedingungen Kap. 10 u. Anl. 10 Ergänzende Vereinbarungen Urheberrecht zum Ar- chitekten-/Ingenieurvertrag)
20getaktete Einla- dung zu BIM-Pro- jektbesprechungen über den Leis- tungszeitraumPro- jekt- lei- tungnach Pla- nungsstartTaktung: mindestens alle 4 Wochennoch zu er- ledi- gen
21Durchführung der BIM-Projektbespre- chungen anhand des Koordinations- modells 2.4.8 Getaktete BIM-Projektbespre- chungenAuf- trag- neh- mernach Pla- nungsstartLieferung des Koordina- tionsmodells mindes- tens 2 Arbeitstage vor BIM-Projektbespre- chung Unterstützung durch BIM-Beraternoch zu er- ledi- gen
22Bindung der Bau- überwacher mit Verpflichtung zur Anwendung derPro- jekt- lei- tungvor Ausfüh- rungspla- nungDer Ingenieurvertrag BÜW ist für die BIM-Me- thodik angepasst, die Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodiknoch zu er- ledi- gen

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BIM-Methodik und Nutzung der PKP 2.7.4 BIM-Ingeni- eurvertrag Bau- überwachung (BauÜ)und Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der PKP sind vertraglich zu vereinbaren. Die Vorge- hensweise zum BAP ist in den Vorgaben zur An- wendung der BIM-Me- thodik beschrieben. Abstimmung mit BIM- Berater
23Überprüfung des Ing.-Vertrags in Hinblick auf die BIM-spezifischen LeistungenPro- jekt- lei- tungvor Ausfüh- rungspla- nunginsbesondere BIM-Leis- tungsbeschreibungen und ergänzende Rege- lung der PKP Abstimmung mit BIM- Beraternoch zu er- ledi- gen
24Durcharbeiten des BIM-Einführungs- plans Planung für die OptionPro- jekt- lei- tungVor Aus- führungs- planungAbstimmung mit BIM- Beraternoch zu er- ledi- gen
25Ziehen der Op- tion(en) des BIM- Ing.-Vertrags für die Ausführungs- phase und gegebe- nenfalls Ergänzun- genPro- jekt- lei- tungvor Ausfüh- rungspla- nungnoch zu er- ledi- gen

Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung

2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung Zur Einführung der BIM-Methodik in die Phase der Bauausführung des konkreten Projekts ist grundsätzlich nachfolgender BIM-Einführungsplan für die Bauausführung (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM-Berater zu bearbeiten. Der BIM-Einführungs- planung Bauausführung bezieht sich auf die Lph 8-9. Für die Beauftragung der Leistungen Bauausführung werden BIM-Ziele und Anwendungsfälle für die Bauausführung von der Projektleitung gemeinsam mit dem zertifizierten BIM-Berater festge- legt sowie die weiteren Maßnahmen des BIM-Einführungsplans durchgearbeitet.

Pos.MaßnahmeVerant- wortlich- keitSpätester TerminProjektspezifikaSta- tusSach-
stand
im
Pro-
jekt
01Bindung BIM-Bera- ter 2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahn- höfe der DB In- fraGO AGProjektlei- tungvor Aus- schreibung BauAbstimmung mit I.IPM 4noch zu er- ledi- gen

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02Erstellung der Leis- tungs- und Ver- tragsplanung sowie des Vergabekon- zeptes2.7.2 Leis- tungs- und Ver- tragsplanung Bau- vertragProjektlei- tungvor Aus- schreibung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu er- ledi- gen
03Überprüfen der BIM-Ziele 1.3.1 BIM-Ziele 2.1 BIM-Ziele (BAP)Projektlei- tungvor Aus- schreibung BauFür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik enthalten. Unter Berücksich- tigung der BIM- Ziele und BIM- Anwendungsfälle der Planung.ver- traut ma- chen / ggf. ergän- zen
04Festlegen der BIM- Anwendungsfälle 3.7 BIM-Anwen- dungsfälle 2.2 BIM-Anwen- dungsfälle (BAP)Projektlei- tungvor Aus- schreibung BauFür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik enthalten. Unter Berücksich- tigung der BIM- Ziele und BIM- Anwendungsfälle der Planung.ver- traut ma- chen / ggf. ergän- zen
05Erstellung des BIM-Projektabwick- lungsplans, insbe- sondere festlegen der BIM-Ziele und BIM-Anwendungs- fälle für die Bau- ausführung.Projektlei- tungvor Aus- schreibung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu er- ledi- gen
06Erstellung "BIM- Pflichtenheft" (pla- nungsbezogen, baubezogen, be- treiberbezogen), Kooperation 3 BIM-PflichtenheftProjektlei- tungvor Aus- schreibung Baufür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik enthalten (Hinweis: für Hochbau sind noch nicht alle LoIs mit der In- standhaltung ab- gestimmt)ver- traut ma- chen / ggf. ergän- zen
07Durchführung ei- nes Teilnahme- wettbewerbs mitProjektlei- tungvor Aus- schreibung BauAbstimmung mit BIM-Beraternoch zu

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zentral vorgegebe- ner Bewertungs- matrix bzw. BIM- Zuschlagkriterienerledi- gen
08Anpassung der Be- wertungsmatrix bzw. BIM-Zu- schlagkriterien hin- sichtlich der BIM- spezifischen Anfor- derungen 2.7.3 BIM-Bauver- trag und 2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Inge- nieurvertragProjektlei- tungvor Aus- schreibung Baufür Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau sind die Eignungskriterien in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik enthalten und in den Bauvertrag zu übernehmen Zuschlagskrite- rien, siehe auch Erläuterungen zur Eignungsprüfung und Angebots- wertungnoch zu er- ledi- gen
09Bewertung der An- gebote unter Ver- wendung der zent- ral vorgegebenen Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zu- schlagkriterienProjektlei- tungvor Vergabe BauAbstimmung mit BIM-Beratenoch zu er- ledi- gen
10Durchführung BIM- KickOff (Beteiligte: Baufirma, Bau- überwacher, ALV, BM) 2.4.6 BIM-KickOffProjektlei- tungunmittelbar nach Vergabe BauleistungUnterstützung durch BIM-Bera- ter und Projektda- tenmanagernoch zu er- ledi- gen
11Festlegung einer projektspezifischen IT-Struktur des AG und der projektspe- zifischen Einrich- tung, Zugangs- und Rechtema- nagementderzeit Nutzung von iTWO und für den Ge- schäftsbereich Personen- bahnhöfe der DB InfraGO AG Projektkommunikati- onsplattform (PKP) vorge- gebenErle- digt
12Aktualisierung des Projektraumes (Ak- tualisierung der Rollen und Projekt- beteiligten in der Projektkommunika- tionsplattform)Projektlei- tungspät. nach Vergabe BauleistungFür den Ge- schäftsbereich Personenbahn- höfe der DB In- fraGO AG steht eine Projektkom- munikationsplatt- form zur Verfü- gung.ergän- zen, erledi- gen
13Festlegung der AN-seitigen IT- StrukturAuftrag- nehmerunmittelbar nach Vergabe der Bauleistungim BIM-Projektab- wicklungsplan (BAP)noch zu er- ledi- gen

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(Softwareaus- tauschformate und Schnittstellen) 3.8 Datenaus- tausch und Daten- lieferung
14Sicherstellen der Rechte an BIM- Modellenin den zentral erstellten Dokumenten berücksichtigt
15Fortschreiben des BIM-Projektabwick- lungsplans (BAP) in Abstimmung mit dem AG 2.4.3 BIM-Projek- tabwicklungsplanAN Bauunmittelbar nach Vergabe der BauleistungUnterstützung durch BIM-Bera- ternoch zu er- ledi- gen
16Einladung zu Bau- besprechungen am Modell mindestens alle 4 Wochen bis zum Ende der Pro- jektlaufzeit 2.4.9 Baubespre- chungen am Mo- dellProjektlei- tung bzw. Bauüber- wachungunmittelbar nach Vergabe BauleistungKürzere Fristen wöchentlich oder zweiwöchentlich je nach Komplexi- tät und Termin- zwangnoch zu er- ledi- gen
17Durchführung von Baubesprechun- gen anhand des Koordinationsmo- dells 2.4.9 Baubespre- chungen am Mo- dellAuftrag- nehmermit Baube- ginnLieferung des Ko- ordinationsmo- dells mindestens 2 Arbeitstage vor Baubesprechung, sofern dieses Er- gänzungen/An- passungen bein- haltetnoch zu er- ledi- gen

Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Ausführungsplanung und Bauausführung

2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan

2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Die BIM-Beratung für Projekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG erfolgt ausschließlich durch zertifizierte BIM-Berater. In Abstimmung mit I.IPM 4 erfolgt die BIM- Beratung durch einen zertifizierten internen BIM-Berater oder zertifizierten externen BIM-Berater. Die notwendigen Informationen zur Beauftragung von externen BIM-Beratern über den Rahmen- vertrag „BIM-Berater“ sind im SharePoint Baumanagement oder dem Einkaufswiki zusammen- gefasst. Bei komplexen Vorhaben (z.B. Großprojekte) sind immer vorab die Mitarbeiter von I.IPM 4 für das Betreuungskonzept der BIM-Beratung zu konsultieren bzw. entsprechen Anlage 1 Projekt- organisation in komplexen Projekten einen zertifizierten BIM-Manager zu binden

2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart können vorhandene Bestandsunterlagen durch die Projektleilei- tung (Portfolio bzw. Planung) beschafft werden. Hierfür kann das Starterpaket bei darauf spezia- lisierten Fachleuten für Sachanlagen einzelner Gewerke beauftragt werden.

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Der Leitfaden StarterPaket sowie die zugehörige Bestelltabelle stehen im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung.

2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zu- sammenarbeit im jeweiligen Projekt beschreibt. Er legt die Ziele, die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und definiert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten. Im Architekten-/Ingenieurvertrag unter dem Punkt „Für die Zuschlagskriterien zu liefernden Un- terlagen“ ist mit Angebotsabgabe vom Bieter (Auftragnehmer Planung) der ausgefüllter BIM-Pro- jektabwicklungsplan (siehe BIM–Projektabwicklungsplan (BAP)) abzufordern. Dabei werden vor- rangig der Workflow hinsichtlich der Zusammenführung mit den Ergebnissen der anderen Fach- planungen als auch Qualitätssicherung sowie die Kenntnisse und Erfahrungen des Bieters mit der BIM-Methodik eruiert. Der BIM-Projektabwicklungsplan muss hierfür von der Projektleitung gemeinsam mit dem BIM-Berater um Projektspezifika ergänzt und der Ausschreibung beigelegt werden. Zur Wertung des BIM-Projektabwicklungsplans im Rahmen der Angebotsabgabe ist die Zuschlagsmatrix zu verwenden. Die Zuschlagsmatrix und Erläuterungen zur Eignungsprüfung und Angebotswertung stehen im Formulartool e-Vergabe zur Verfügung. Für die Bauausführung wird analog vorgegangen. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist gemein- sam mit dem BIM-Berater zu erstellen und als Vertragsanlage im Bauvertrag sowie dem Ingeni- eurvertrag Bauüberwachung zu vereinbaren. Die Zuschlagsmatrix kann für die Wertung der Bie- ter der Bauausführung an die Projektspezifika entsprechend der Vorgaben der Wertungsmatrix Arbeitshilfe angepasst werden. Der vom Bieter im Entwurf vorliegende BIM-Projektabwicklungsplan ist im Rahmen des BIM-Kick- Offs zu besprechen und spätestens innerhalb der ersten 4 Projektwochen (nach Auftragsertei- lung) zu finalisieren, damit die BIM-Modelle entsprechend aufgebaut werden können. Der BIM- Projektabwicklungsplan ist im Projektverlauf vom AN fortzuschreiben, sodass die Grundlagen der BIM-basierten Zusammenarbeit zu jeder Zeit im Projektverlauf dem aktuellen Stand entsprechen.

2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung Nach Bindung des BIM-Beraters ist eine BIM-Projektstartbesprechung mit internen (Projektlei- tung, Portfoliomanagement, Infrastrukturmanagement, Fachspezialisten (soweit erforderlich), An- lagenmanagement, Bahnhofmanagement) und externen (z.B. Kommunen, Aufgabenträgern) Projektbeteiligten sowie dem BIM-Berater durchzuführen. Diese dient der Durchsprache der Auf- gabenstellung und der Festlegung des daraus resultierenden Leistungsumfanges. Auf dieser Ba- sis sind dann die Leistungs- und Vertragsplanung zu erstellen und die projektspezifischen BIM- Ziele und BIM-Anwendungsfälle festzulegen.

2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architek- ten-/ Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung Für die Anwendung der BIM-Methodik in Projekten muss in der Startphase des Projektes mehr Zeit eingeplant werden. Dies betrifft insbesondere die Grundlagenermittlung mit der BIM-Metho- dik, die die erforderliche gründliche Bestandsaufnahme inkl. 3D-Bestandserfassung inkl. erfor- derlicher Vermessungsleistungen als wesentliche Planungsgrundlage beinhaltet. Die Zeit, die in- nerhalb der Startphase eines Projektes mehr aufgewendet wird, wird im Verlauf des Projekts wieder aufgeholt, da durch die Anwendung von Baustandards und somit der Bauteilbibliothek schon zur Variantenentscheidung eine Ausführungsreife vorliegt. Darüber hinaus kann die Planungsphase, sofern die Variantenentscheidung lediglich Varianten zur Lage untersuchen soll, auch parallelisiert werden. Hierbei können für die Variantenentschei- dung zur Lage einfache Umgebungsmodelle, wie z.B. von Google Earth, Bauteile der Bauteilbib- liothek oder Bauteilen gem. der Mindestvorgabe zum LoG des Variantenentscheidungsmodells sowie -falls erforderlich Trassierungsdaten (aus z.B. IvL-Pläne, .mdb-Dateien o.Ä.). verwendet werden. Parallel dazu wird die vertiefte Grundlagenermittlung, Vermessung sowie die Erstellung LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 37

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des Grundlagenmodells durchgeführt. Die Vorzugsvariante wird somit im Ergebnis basierend auf dem Grundlagenmodell geplant und abgesichert. In §5 des Architekten-/Ingenieurvertrags sind daher die Liefertermine durch die Projektleitung (PL) so zu bestimmen, dass die Zeiten für die Ermittlung der Grundlagen, die planungsbeglei- tende Vermessung, die Erstellung des Grundlagenmodells, des Variantenentscheidungsmodells und des Planungsmodells ausreichend bemessen sind. Im SharePoint Baumanagement steht ein Musterterminplan ("BIM-Musterablaufplan Lph 1.mpp") eines Pilotprojekts als Orientierung zur Verfügung. Bei vergleichbaren einfachen Standardprojek- ten des Neubaus bzw. der Erneuerung von Verkehrsstationen kann auf dieses Beispiel für die Dauer der Vorplanung zurückgegriffen werden.

2.4.6 BIM-KickOff Zu Projektbeginn wird mit allen Fachplanern und weiteren Projektbeteiligten (Projektleitung, BIM- Berater, Vermesser usw.) ein BIM-KickOff durchgeführt. Für die Bauausführung wird dies gleich- ermaßen im Zusammenhang mit dem Bauauftaktgespräch durchgeführt, wobei die Agenda auf auftragsrelevante Inhalte reduziert wird (z.B. exklusive der Standardleistungsbeschreibungen BIM). Der BIM-Berater und die Projektleitung sind für die Vorbereitung und Durchführung des BIM- KickOffs verantwortlich. Ziel des KickOffs ist es, die Zusammenarbeit im Projekt festzulegen und hierzu den BIM-Projek- tabwicklungsplan fortzuschreiben. Hierzu gehört u.a.

 Austausch der Planer über die verwendete Planungssoftware und die Austauschformate der Planungsergebnisse  Festlegung des Datenlieferungsplans, wer liefert wem wann welche Daten in welcher Qualität  zusätzliche Festlegungen zu BIM-Zielen und BIM-Anwendungsfällen  die Anwendung der Baustandards bei der Planung  die Verwendung der Standard-Leistungsbeschreibungen  Festlegungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform, insbesondere die Zu- gänge, Einrichtung des Projektraumes und Verantwortlichkeiten etc.  Abstimmung der Vorgehensweise zum modellbasierten Nachweis der Regelkonformität durch den AN, z.B. Nachweis der Abstände in den getakteten BIM-Projektbesprechungen bzw. Baubesprechungen am Modell Eine entsprechende Tagesordnung ist in dem folgenden Bild dargestellt.

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Abbildung 7 BIM-KickOff Tagesordnung

2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams BIM-Projektbesprechungen bzw. Planungs- und Baubesprechungen anhand des BIM-Modells sollen auf Einladung der Projektleitung virtuell mittels BKU-Standard MS-Teams durchgeführt werden. Bei Bedarf erfolgen diese im BIM-Lab. Eine Kurzanleitung zu der Anforderung und Ein- richtung eines BIM-Labs steht zur Verfügung.

2.4.8 Getaktete BIM-Projektbesprechungen Die getaktete BIM-Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung. Die Einladung zu den ge- takteten BIM-Projektbesprechungen (min. alle 4 Wochen) initiiert die Projektleitung. Die Organi- sation und Durchführung der BIM-Projektbesprechungen erfolgt durch den Hauptauftragnehmer Planung über den Leistungszeitraum im Rahmen seiner Koordinationsleistungen während der Planungsphase. Beteiligte der Besprechung sind, neben Objektplaner und Fachplanern auch, die Projektleitung sowie, nach Erfordernis, weitere interne Projektbeteiligte, wie der TBQ und Fach- spezialisten oder auch BVB*. Durch das getaktete Zusammenführen der Planungsstände wird ein abgestimmter Projektfortschritt, die Koordination der Gewerke sowie eine planungsbeglei- tende Qualitätssicherung ermöglicht. Die Qualitätskontrolle erfolgt somit im Planungsverlauf, wodurch die Planungsverteidigung am Ende der Leistungsphase entfällt. Die getaktete BIM-Pro- jektbesprechung ist bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 die Planungsbesprechung. Grundlage der BIM-Projektbesprechungen ist unter anderem das Koordinationsmodell, in das alle Fachplanungen im aktuellen Bearbeitungsstand integriert sind. In Verkehrsstationsprojekten stellt der Hauptauftragnehmer dieses mindestens 2 Arbeitstage vor der BIM-Projektbesprechung den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform zur Verfügung. *Teilnahme mind. an der letzten BIM-Projektbesprechung In der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen wird die Aufgabenstellung anhand des 3D-Prototypen ebenfalls in der getakteten BIM-Projektbesprechung bis zur Bestätigung der Variante durchgesprochen. Hierfür sind alle relevanten internen und externen Projektbeteiligten, z.B. auch Aufgabenträger zur Besprechung und Abstimmung des 3D-Prototypen einzuladen. Die Entscheidung wird im Protokoll dokumentiert. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 39

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2.4.9 Baubesprechungen am Modell Die Einladung zu den Baubesprechungen (min. alle 4 Wochen) initiiert die Bauüberwachung. Das BIM-Modell wird in der Baubesprechungen zu Zwecken der Visualisierung und Protokollierung verwendet und am Anfang der Besprechung geöffnet. Der Hauptauftragnehmer Bauausführung führt durch das BIM-Modell. Beteiligte der Besprechung sind u.a. neben dem Hauptauftragneh- mer Bauausführung, die Bauüberwachung und die Projektleitung. Der Abgleich des geplanten zum gebauten Bestand erfolgt anhand des As-Built-Modells.

2.5 Vergabe von Planungsleistungen Die in diesen "Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik" beschriebene Planungsmethodik und die hierin enthaltenen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen Planung und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers für die Pla- nung voraus. Sofern abweichend von der Vorgabe von diesem Vergabemodell begründet abge- wichen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsbeschreibungen und Prozesse) anzupassen.

2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung Zur erfolgreichen Anwendung der BIM-Methodik setzt die Projektleitung das mit dem Einkauf ab- gestimmte Vergabekonzept projektspezifisch um. Kernpunkt des Vergabekonzeptes ist die Beauftragung der Planungsleistungen der Bestandser- fassung (z.B. Vermessung), Objektplanung inkl. aller Fachplanungen und des Bauvorlageberech- tigten (BVB) als Leistung eines Hauptauftragnehmers Planung. Die Vergabe erfolgt zusammen- hängend bis Lph 4 und optional von Lph 5-7. In größeren bzw. komplexen Projekten mit mehreren Planungsverträgen bzw. Einzelvergaben muss die BIM-(Gesamt-)Koordination explizit mit einem Objektplaner vertraglich vereinbart wer- den (insbesondere dann, wenn der Objektplaner bzw. Bauauftragnehmer nicht über die gesamte Projektlaufzeit hinweg gebunden sein sollte). Des Weiteren müssen die anderen Planungslose verpflichtet werden, dem BIM-(Gesamt-)Koordinator die jeweiligen Informationen zu liefern. Für komplexe Projekte, siehe auch Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Planer den erforderlichen Datenaustausch der Fachmo- delle organisieren können und damit alle Fachmodelle im Gesamtmodell konfliktfrei und mit hoher Qualität zusammengeführt werden. Des Weiteren kann der asynchrone Ablauf der Planungsleis- tungen der einzelnen Fachdisziplinen gem. Leistungsphasen der HOAI innerhalb dieses Verga- bekonzepts für die Erbringung der gesamten Planungsleistung besser organisiert werden. Die Haftung für die geschuldete Werkleistung, insbesondere der Richtigkeit und Vollständigkeit des BIM-Modells, ist eindeutig zuordenbar. Das Vergabekonzept der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen beinhaltet i.d.R. die gesamthafte Vergabe von Lph 1-7 an einen Hauptauftragnehmer Planung. Hierfür kann der Musterfördermittelvertrag verwendet werden. Für zusätzliche planungsbegleitende Maßnahmen, z.B. die Erstellung von Sondergutachten und Prüfungen, gibt es weitere Vertragsverhältnisse. Die Erstellung des Vergabekonzeptes und die Vorbereitung zur Vergabe von Planungsleistungen wird in drei Schritten (Leistungsplanung, Vertragsplanung und Vergabeplanung) durchgeführt (siehe Abbildung 8Abbildung 8). Die Umsetzung erfolgt durch die Projektleitung in Zusammenar- beit mit dem BIM-Berater umgehend mit Projektstart.

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Abbildung 8 Erstellung Vergabekonzept

2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag In der Leistungsplanung werden alle Planungsleistungen und Gutachten aufgeführt, die bis zur Beauftragung der Bauleistung notwendig sind. Mit der Leistungs- und Vertragsplanung wird das Ziel verfolgt, dass keine Leistungen vergessen werden. Zu Projektstart sind damit alle Leistungen der Planungsphase gebunden, so dass ge- meinsam, vernetzt und im Takt am BIM-Modell die Planung erstellt werden kann. Das Dokument Leistungs- und Vertragsplanung Baunebenleistungen listet sämtliche Leistungen inkl. zugehöriger Leistungsbeschreibung für die Erneuerung von Verkehrsstationen in Vorberei- tung auf die Bauausführung auf. Sie zeigt Zusammenhänge zwischen den Planungsphasen, BIM- Modellstufen sowie den jeweiligen Fachdisziplinen und zugeordneten Leistungen nach HOAI auf. Die Mindestleistungen für Verkehrsstationen sind gesondert gekennzeichnet. Die dort gezeigte Matrix ist für die Erneuerung von Verkehrsstationen bereits vorausgefüllt und ist von der Projektleitung projektspezifisch zu ergänzen. Die HOAI ist als Gebührenordnung nicht maßgeblich für die technische Projektabwicklung in Leis- tungsphasen, sondern dient als Rahmen der Vergütung für die erbrachten Planungsleistungen. Es hat sich herausgestellt, dass Ergebnisse der Leistungsphasen der einzelnen Gewerke nach HOAI nicht 1:1 die für den Abschluss der Leistungsphasen erforderlichen Ergebnissen genügen. Insbesondere bei den Ausrüstungsgewerken sind Ergebnisse späterer Leistungshasen bereits wesentlich früher erforderlich. Bei der Bearbeitung mit der BIM-Methodik und dem Zusammenführen der Gewerke wird diese Diskrepanz deutlich. So kann bspw. die statische Berechnung des Tragwerks in Lph 4 5 zu nachträglichen Anpassun- gen durch eine geänderte Dimensionierung der baulichen Anlage in Lph 5 führen, die schon in Lph 3 geplant wurde. Ein weiteres Beispiel ist die Dimensionierung der Wanddurchbrüche in Lph 5, die eine Anpassung der Brandschutzplanung und der Tragwerksplanung zur Folge haben kann. Die BIM-Methodik sieht vor, dass alle Planungsbeteiligten mit Projektstart vernetzt am BIM-Mo- dell zusammenarbeiten und die Planung gesamthaft bis zur Ausführungsreife entwickelt wird. Hierfür ist eine frühzeitige Planung der Leistungen und Einbindung aller Planungsbeteiligten in den Planungsprozess erforderlich, so dass nachträgliche Anpassungen der Planung durch später gebundene oder beplante Gewerke vermieden werden. Voraussetzung ist die projektvorbreitende Durchführung einer Leistungsplanung als Grundlage der Vertragsplanung bzw. der Umsetzung des Vergabekonzepts.

2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag

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In der Vertragsplanung werden diese Leistungen entsprechenden Verträgen zugeordnet. Die Planungsleistungen werden im Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG an ei- nen Hauptauftragnehmer Planung vergeben. Nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft ein zusammengefasstes Ergebnis der Leistungs- und Vertragsplanung, um die Systematik aufzuzeigen.

Vertrag- Nr.AuftragnehmerLeistung
(vom Projektleiter nach Vertragsab-
schluss zu ergänzen)
1Projektsteuerung
2Von I.IPM 4 zertifizierte BIM-BeraterBIM-Berater
3Hauptauftragnehmer Planung Planungsbegleitende Vermes- sung Objektplanung Verkehrsanlagen, Ing.-Bauwerke Technische Ausrüstung (50 Hz, OLA, LST, TK) Tragwerksplanung Ing. Bau Baugrundbeurteilung Bauvorlageberechtigter (BVB) etc.
4FS.R-XKampfmittel
5Schadstoffkartierung und BoVEK
6Leitungserkundung
7Brandschutzkonzept
8Materialuntersuchung
9Leistungen - DB InfraGO AG, GB Personenbahnhöfe
10Leistungen - DB InfraGO AG, GB Fahrweg
11Leistungen - DB Services GmbH
12Leistungen - DB KT
13Leistungen - DB Energie GmbH
14Bauüberwachung
15Sicherungsleistungen

Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung

2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag Die Vergabeplanung beinhaltet das beschriebene Vergabekonzept und die Erstellung der Aus- schreibungsunterlagen. Alle Leistungen, die für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 1 erforderlich werden, sind zu- sammenhängend zu vergeben (Leistungs- und Vertragsplanung für Baunebenleistungen). Diese Leistungen werden beim Hauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objektplaner, im Wesentlichen durch die Lph 1 bis 4 abgedeckt. Die weiteren Leistungsphasen werden optional beauftragt. Durch Anwendung der BIM-Methodik wird eine bessere und genauere Planungsgrundlage inner- halb der Grundlagenermittlung und detailliertere Planung in der frühen Phase der Planung im Vergleich zur konventionellen Projektabwicklung ermöglicht. Hierdurch wird der Planungsauf- wand in der späteren Phase der Planung gleichzeitig geringer. Die zusammenhängende Vergabe der Lph 1 bis 4 und die optionale Vergabe der weiteren Leistungsphasen gibt dem Hauptauftrag- nehmer die Möglichkeit zur Aussteuerung dieser Aufwandsverschiebung innerhalb seines Grund- honorars.

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Die Leistungen der Fachplaner sind so zu vergeben, dass die Ziele der Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung erreicht werden. Die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung in einem BIM-Projekt wird durch eine Verga- bebegründung unterstützt. Ein Muster für Vergabebegründungen steht im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung. Diese Vergabebegründungen sind projektspezifisch anzupassen. Im vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb oder in der Angebotserklärung sind folgende Eig- nungskriterien vom Auftragnehmer nachzuweisen: Für kleine bis mittlere Projekte kommen nachfolgend aufgeführte BIM-Eignungskriterien zur An- wendung*:  Vorhandensein von mindestens einem Arbeitsplatz mit BIM-fähiger CAD-Software (ob- jektorientiert)  Verfügbarkeit von mindestens einem in der BIM-Methodik und der BIM Software geschul- ten Mitarbeiter  Nachweis von mindestens einem BIM-Referenzprojekt  Verfügbarkeit von mindestens einem als BIM-Koordinator befähigten Mitarbeiter. Befähigt zum BIM-Koordinator sind zertifizierte/qualifizierte BIM-Koordinatoren oder Mitarbeiter mit mind. 2 Jahren Berufserfahrung als BIM-Koordinator Für Großprojekte und Projekte hoher Komplexität sind im Dokument „Erläuterung zur Eignungs- prüfung und Angebotswertung“ alternative Eignungskriterien beschrieben, die in diesen Projekten zur Anwendung kommen. Hierbei ist zu beachten, die vorausgefüllten Eignungskriterien im Ar- chitekten-/Ingenieurvertrag entsprechend anzupassen. Das Dokument „Erläuterung zur Eignungsprüfung und Angebotswertung“ beschreibt das Vorge- hen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs und der Angebote. Für die Bewertung von An- geboten ist durch die Projektleitung im Rahmen der Ausschreibung die Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien zu nutzen. Dokument und Zuschlagsmatrix sind im Formulartool eVergabe als Arbeitshilfen BIM abgelegt. Beide Dokumente stehen dem Projektleiter in der Ausschrei- bungsphase zur Verfügung. Die Ausschreibungsunterlagen für einen Hauptauftragnehmer Planung setzen sich aus Doku- menten sowie deren Unterdokumenten zusammen und werden Bestandteil des Architekten-/In- genieurvertrags.

  • Bei losweiser Vergabe erfolgt der Nachweis je Los.

2.5.2 Rahmenvertragsabrufe Wird im Projekt von einer Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung abgewichen bzw. wer- den, Rahmenvertragsabrufe erforderlich, ist im Rahmen des Abrufs über entsprechende Rege- lungen folgendes sicherzustellen bzw. zu überprüfen:  Nutzung der Projektkommunikationsplattform durch den AN vertraglich vereinbaren (Ver- einbarung der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplatt- form)  Vereinbarung der Anwendung der BIM-Methodik inkl. der aktuellen Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik  Bereitstellung des BIM-Projektabwicklungsplans  BIM-Eignung (in neuen BIM-Rahmenverträgen schon zentral geprüft) Darüber hinaus ist projektspezifisch zu prüfen, inwiefern der jeweilige Rahmenvertrag zur Erbrin- gung der BIM-Leistungen im Projekt geeignet ist sowie erforderlichenfalls:  die BIM-Koordination zusätzlich zu vereinbaren ist.

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 die Projekt-bzw. Vergabestruktur den einzelnen Vertragspartnern bereitgestellt werden sollte (Transparenz Projektaufwand) Die Rahmenverträge sind in EinkaufsWiki zu finden.

2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen Die BIM-spezifischen Leistungsbeschreibungen sowie der Architekten-/Ingenieurvertrag mit den entsprechenden Anlagen liegen vor und sind mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst abgestimmt. Die Unterlagen stehen im Formulartool eVergabe und AI-Tool zur Verfügung. Im Folgenden werden die wesentlichen Elemente der Ausschreibung der Planungsleistungen mit BIM-Methodik beschrieben.

2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag Im Architekten-/Ingenieurvertrag wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (An- lage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17), weitere Regelungen zu Urheber- rechten und dem Eigentum am digitalen Gesamtmodell sowie ein Passus zur Geheimhaltung und Vertraulichkeit in Abstimmung mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst als zusätzliche Anlagen aufgenommen.

2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen Zur Beauftragung von BIM-Leistungen stehen zusätzlich BIM-spezifische Leistungsbeschreibun- gen zur Verfügung. In den Vorbemerkungen wurden Festlegungen getroffen zu:

• Besprechungen, wie BIM-Kick-Off, BIM-Projektbesprechung

• EDV-Systemen, wie Projektkommunikationsplattform / CDE

• Anwendung der BIM-Methodik entsprechend Vorgaben und BIM-Projektabwicklungsplan

• Federführung und Mitwirkung bei Erstellung und Fortschreibung BIM-Projektabwicklungs- plan

• Qualitätssicherung Die Anforderungen an die Modelle in Hinsicht auf Detaillierungsgrad der Geometrie (LoG), den Informationsgehalt (LoI) und die Qualitätssicherung der Planer sind im BIM-Pflichtenheft be- schrieben.

2.6.3 Vermessungsleistungen Als Grundlage der Ausschreibung von Vermessungsleistungen wird die vermessungstechnische Aufgabenstellung in das Dokument Projektbeschreibung und Vorbemerkungen zur Leistungsbe- schreibung Vermessung BIM integriert. Die vermessungstechnische Aufgabenstellung besteht aus der Vermessungstechnischen Aufgabestellung für die Verkehrsanlage des Geschäftsbe- reichs Personenbahnhöfe der InfraGO AG und der Vermessungstechnischen Aufgabestellung für die Anlagen des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG. Die Vermessungstechnische Aufgabestellung für Anlagen des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG wird von der Projektleitung, z.B. über den vermessungstechnischen Ansprechpartner bei der regionalen Inge- nieurvermessung des Geschäftsbereichs Fahrweg der DB InfraGO AG angefragt und entspre- chend in die Leistungsbeschreibung Vermessung integriert. Anfragen zu vermessungstechni- schen Fragestellungen für Anlagen des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG können an I.IPM 11 gerichtet werden (dokumentation@deutschebahn.com). Ein Beispiel für die Vermessungstechnische Aufgabenstellung der Verkehrsanlage ist im SharePoint Bauma- nagement hinterlegt.

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Aufgrund der hohen Datenmengen der Punktwolkendaten werden Punktwolken gem. der Vorga- ben im 3.8.1 Datenlieferungsplan und 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke vom AN auf einem Datenträger an den AG übergeben. Die Anzahl der zu liefernden Datenträger kann pro- jektspezifisch reduziert werden, jedoch muss mind. 1 Datenträger für die Langzeitarchivierung durch die Projektleitung an I.IPM 1 übergeben werden. Der AN liefert das Dokument „Bestätigung Lieferung Punktwolke“ in der Projektkommunikationsplattform (z.B. unter P113.018 Punktwolke). Die Bestätigung dieses Dokuments erfolgt durch die Projektleitung mit Abnahme der Leistungen im vorbenannten Dokument und kann elektronisch in der PKP mittels Desktop-Connect durchge- führt werden. Anschließend sendet die Projektleitung das Übergabeblatt per PKP als Nachricht an dokumenta- tion@deutschebahn.com. Lieferanschrift für den Datenträger zur Langzeitarchivierung an I.IPM 1: DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Personenbahnhöfe I.IPM 1, Vermessung und Baudokumen- tation, Weilburger Straße 22, 60326 Frankfurt

2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung Die in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik beschriebene Methodik und die dazu- gehörigen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen bzw. Leistungsverzeichnisse und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers Bau vo- raus. Sofern abweichend von der Vorgabe von diesem Vergabemodell begründet abgewichen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsverzeichnisse und Prozesse) anzupas- sen.

2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau Die von den Planern erstellten BIM-Modelle werden Bestandteil der Ausschreibung der Bauleis- tung. Der AN-Bau erhält neben dem BIM-Modell alle weiteren in der Planung erzeugten Ergeb- nisse. Zudem ist vertraglich festzuhalten, dass der AN-Bau die Fortführung des Modells vorzu- nehmen und ein As-Built-Modell an den AG zu übergeben hat. Die Beauftragung der Bauleistung hat, soweit möglich, an einen Hauptauftragnehmer Bau zu er- folgen. Bei der Vergabe an mehrere Unternehmer ist es für einen reibungslosen Kommunikati- onsablauf erforderlich, einen zentralen Ansprechpartner seitens der Unternehmen festzulegen und im Leistungsverzeichnis sind die BIM-Koordinationsleistungen zu beauftragen. Entsprechend der Planungsphase ist auch hier die BIM-(Gesamt-)Koordination an ein Unternehmen/Vertrags- partner zu vergeben, so dass die Koordinierung der Fachplanungen/Fachmodelle übergreifend sichergestellt wird. Für Projekte hoher Komplexität siehe auch Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten.

2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag In der Leistungsplanung werden alle Leistungen aufgeführt, die für die Realisierung des Projekts erforderlich sind. Die „Leistungs- und Vertragsplanung von Bauleistungen“ steht als Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK im SharePoint Baumanage- ment zur Verfügung. Die Matrix bildet die Grundlage für ein Vergabekonzept Bauausführung, in dem die Leistungen zu Vergabepaketen gebündelt werden. In Projekten einfacher und mittlerer Komplexität soll durch Bündelung von Leistungen, soweit möglich, die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Bau er- folgen. Die grundsätzliche Vorgehensweise entspricht der Erstellung einer Leistungsplanung (s. 2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag) und eines Vergabekonzeptes für den Architek- ten-/Ingenieurvertrag. (s. 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragneh- mer Planung)

2.7.3 BIM-Bauvertrag LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 45

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Die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 3.12), sowie die Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 3.14) und der 1 Allgemeine Pro- jektinformationen BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 3.12.1) werden als Anlage Be- standteil zum Vertrag AN-Bau. Der Baustandard Bauhilfsleistungen und die darin enthaltenen Standardleistungstexte, sind für Erstellung des Leistungsverzeichnisses zu verwenden; diese werden durch den Planer projekt- spezifisch angepasst. Des Weiteren sind die Zuschlagsmatrix bzw. die darin enthaltenen Zuschlagskriterien hinsichtlich der BIM-spezifischen Anforderungen an die Bauausführung anzupassen sowie die definierten Eignungskriterien anzuwenden (2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan). Die Qualitätssicherung des As-Built-Modell obliegt dem Bauauftragnehmer. Das As-Built-Modell ist Eigentum des AG.

2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BÜW) Im Ingenieurvertrag Bauüberwachung wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17) aufgenommen. Die Bau- überwachung ist damit ebenfalls zur Anwendung der BIM-Methodik verpflichtet. Der BIM-Projek- tabwicklungsplan dient hierbei weitestgehend der Information über die BIM-Projektabwicklung und ist der BAP, der vertraglich mit dem Hauptauftragnehmer der Bauausführung vereinbart wird. BIM-Anwendungsfälle, die von der Bauüberwachung umzusetzen sind, sind hierbei entweder so kenntlich zu machen, dass der Bieter bzw. AN Bauüberwachung sich darauf einrichten kann oder in einem zusätzlichen BIM-Projektabwicklungsplan speziell für die Bauüberwachung zu doku- mentieren und dem Vertrag beizufügen.

2.8 Übergabe in den Betrieb Die Übergabe der Projektdokumentation, hier Nutzungsaufnahmedokumentation (vormals Bau- akte Teil 2) erfolgt an das Bahnhofsmanagement des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG digital über die Projektkommunikationsplattform. Diese betriebsrelevante Doku- mentation wird aus der PKP digital übergeben. Das Bahnhofsmanagement prüft die übergebe- nen Dokumente und kann diese mit oder ohne Auflagen übernehmen oder eine Überarbeitung erwirken. Siehe auch Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform (nur für re- gistrierte Nutzer der Projektkommunikationsplattform sichtbar).

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3 BIM-Pflichtenheft

Das BIM-Pflichtenheft beinhaltet die fachlichen Vorgaben für die Projektbeteiligten. Es definiert die vom AN zu erbringenden Leistungen in Bezug auf Inhalt, Struktur, Detaillierungsgrad und Qualität. Hierzu gehören Rollen- und Verantwortlichkeiten des AN, alle Modellierungsvorgaben inkl. Level of Geometry (LoG), Level of Information (LoI) und Level of Accuracy (LoA), BIM-An- wendungsfälle, Sicherung der Modellqualität sowie Vorgaben zur Georeferenzierung.

3.1 Projektinformationsmodell Das Wissen der Projektbeteiligten im Projektfortschritt wird über die im Projekt vorliegenden In- formationen bestimmt. Die Verknüpfung von Informationen, deren Visualisierung und die einfache Verfügbarkeit erleichtern den Aufbau des Wissens der Projektbeteiligten und unterstützen sowohl die Entscheidungsprozesse als auch die Effizienz und Qualität der Planung. Die Informationen setzen sich aus der Auflösung des Bauwerks in geometrische Objekte, der Genauigkeit der Darstellung dieser Objekte, der Konkretisierung dieser Objekte mit Daten durch Attribuierung und weiteren Planungsergebnissen in Form von Dokumenten und Daten zusam- men.

Abbildung 9 Projektinformationsmodell

Das Projektinformationsmodell besteht aus dem BIM-Modell, sowohl inneren und äußeren Attri- buten als auch aus Dokumenten und der Verknüpfung der Informationsarten:  Das BIM-Modell beinhaltet Geometrie, z.B. Bauteile aus der Bauteilbibliothek der DB In- fraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe, und wird in CAD-Systemen geführt. Im Level of Geometry (LoG) wird die Genauigkeit der Geometrie des Modells beschrieben. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 47

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 Innere Attribute werden im BIM-Modell als Information am Bauteil geführt (nativ und IFC). Hierunter fallen planungs- oder projektrelevante Daten, die die geometrischen Objekte genauer beschreiben, z.B. ein Wärmedurchgangskoeffizient einer Wand. Diese sind pro- jektspezifisch festzulegen bzw. in Abhängigkeit von der jeweiligen Planungsaufgabe vom AN am Bauteil zu führen. Die Mindestvorgaben hierzu sind der Anlage A – Digitale Bau- teilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zu ent- nehmen.  Äußere Attribute werden nicht im BIM-Modell am Bauteil, sondern in einem separaten System, z.B. einer Datenbank, geführt. Hierunter fallen die für den Betrieb erforderlichen Daten, die die geometrischen Objekte genauer beschreiben, z.B. Informationen zum Her- steller, Gewährleistungsdauern etc. Bei der DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personen- bahnhöfe werden diese durch den Level of Information (LoI) definiert. Die Vorgaben hierzu sind der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur An- wendung der BIM-Methodik zu entnehmen.  Dokumente werden in der Projektkommunikationsplattform geführt. Dokumente können projekt-, genehmigungs- oder betriebsrelevant sein. Die SOLL-Dokumente eines Projekts ergeben sich insbesondere aus gesetzlichen Anforderungen und Anforderungen des Be- triebs und können durch die Abgabeplanung erzeugt werden. Zum Umsetzen der Verknüpfungen dieser unterschiedlichen Informationsarten in verschiedenen Systemen ist ein eindeutiger Identifier erforderlich. In Projekten des Geschäftsbereichs Perso- nenbahnhöfe der DB InfraGO AG ist dies die im Betrieb genutzte Equipmentnummer der An- lage. Die Equipmentnummer identifiziert die Anlage eindeutig im SAP-PM System. Im Projektinformationsmodell werden diese in der Art sehr unterschiedlichen Informationsausprä- gungen miteinander verknüpft. Durch diese Verknüpfungen können die Informationsausprägun- gen sehr transparent und leicht auf Konsistenz geprüft werden. Die Notwendigkeit dieser Ver- knüpfungen steigt mit der Komplexität des Projekts.

3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers Nachfolgend werden die BIM-spezifischen Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auf- tragnehmers dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten.

3.2.1 Verantwortlichkeiten des BIM-Koordinators Der BIM-Koordinator des AN (Rolle wird bei Projekten mit kleiner und mittlerer Komplexität durch Hauptauftragnehmer Planung wahrgenommen) ist verantwortlich für die Koordinierung aller Fachplanungen und die Integration dieser in die Koordinationsmodelle und das Gesamtmodell. Der BIM-Koordinator des AN dokumentiert die Qualität des Gesamtmodells.  Koordination, Zusammenführung der Einzelplanungen zu einem Koordinations-/Gesamt- modell  Verantwortlich für die Qualitätssicherung des Koordinations-/ Gesamtmodells (z.B. Mo- delldetaillierung, Informationsqualität (Attribute und kollisionsfreie Modellierung) gem. Vorgaben des AG aus Planung und Bauausführung und Ermöglichung einer kontinuierli- chen Qualitätsprüfung  Erstellung und Pflege der BIM-relevanten Dokumente, insbesondere des Qualitätssiche- rungsberichtes  Verantwortlich für die Projektvorlage und deren Fortschreibung  Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwendeten Software  Verpflichtung zur Durchführung und Dokumentation von getakteten BIM-Projektbespre- chungen und Baubesprechungen am Modell mit den wesentlichen Projektbeteiligten  Aufbereitung von Kollisionen und Konflikten vorbereitend auf die BIM-Projektbesprechun- gen LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 48

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 Verteilung und Nachverfolgung von Protokollen der BIM-Projektbesprechungen  Teilnahme an weiteren Besprechungsterminen mit den wesentlichen Projektbeteiligten  Fortschreibung und Abstimmung des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP) mit dem AG und allen relevanten Projektbeteiligten  genaue Kenntnis der AG-Anforderungen und Koordination des BIM-Prozesses  Überwachung einer termingerechten Informations- und Datenübergabe gem. Datenliefe- rungsplan, der Datensicherung und der Bestandsdokumentation  Koordinieren eines zu vereinbarenden Testlaufs zum Datenaustausch  Erstellung des As-Built-Modells (wenn nicht durch Baufirma erstellt)  Sicherstellung der Umsetzung des Anforderungsmanagements In Projekten hoher Komplexität, i.d.R. Großprojekte können auch auf Auftragnehmerseite erwei- terte Verantwortlichkeiten in Bezug auf die BIM-Koordination erforderlich werden. Deshalb wer- den die Aufgaben des BIM-Koordinators in die Rollen des BIM-Gesamtkoordinators und des BIM- Fachkoordinators aufgeteilt, die jeweils das Gesamtprojekt/-maßnahme bzw. die einzelnen Fach- disziplinen betreuen. Die erweiterten Rollen und Verantwortlichkeiten können Anlage 1 Projekt- organisation in komplexen Projekten entnommen werden.

3.2.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Modellerstellers Die Inhaber dieser Rollen arbeiten dem BIM-(Gesamt-)Koordinator bzw. BIM-Fachkoordinator des AN zu und betreuen jeweils eine Fachdisziplin. Sie erstellen neben den BIM-Fachmodellen weitere Daten in Form von Zeichnungen, Dokumenten sowie sonstigen Tabellen bzw. Kalkulati- onstabellen. Die wesentlichen Aufgaben des BIM-Modellerstellers sind:  Erstellung von BIM-Modellen oder Teilmodellen sowie Fachplanungen  Mitwirkung bei Koordinierung der BIM-Aufgaben in der jeweiligen Planungs- bzw. Fach- disziplin  Mitwirkung bei der Koordination und Abstimmung zur Integration des BIM-Modells (Fach- bzw. Teilmodells) in das Koordinations-/Gesamtmodell  verantwortlich für das jeweilige Fachmodell hinsichtlich der Einhaltung der BIM-Stan- dards, Richtlinien und Projektregeln, Archivierung und Bereitstellung zu Meilensteinen  Mitwirkung bei der Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwen- deten Software  Qualitätssicherung der Planungsdisziplin, der BIM-Berichterstattung, der planungsspezi- fischen BIM-Projektdokumentation und des Datenmanagements  Sicherstellung der Integrität und Richtigkeit des Modells, Prüfung der Modelle auf Unver- einbarkeiten und Konflikte bevor die Unterlagen dem BIM-(Gesamt)Koordinator bzw. BIM- Fachkoordinator übergeben werden  Teilnahme an BIM-Projektbesprechungen  Sicherstellung der Kompatibilität des 3D-Modells zur modellbasierten Mengenermittlung und LV-Erstellung  Umsetzen der Vorgabe für Detaillierungsgrad und Attribuierung (siehe LoI und LoG)  Lieferung von Fachmodellen an den BIM-(Gesamt-)Koordinator bzw. BIM-Fachkoordina- tor, Mitwirkung bei der Zusammenführung und Sicherstellung der Gesamtmodellkonsis- tenz

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3.3 Modellierungsrichtlinie Für die Erstellung von BIM-Modellen ist die Modellierungsrichtlinie zu beachten. Die Modellie- rungsrichtlinie (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) beschreibt softwareunabhängig die Erstel- lung von Bauteilen und Modellen.

3.3.1 Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG), definiert den geometrischen Detaillierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungstandes des Projekts. Grundsätzlich glie- dert sich der Detaillierungsgrad in 4 Stufen (LoG 100-400) und ist abhängig von der jeweiligen Planungsart, -phase und der konkreten Planungsaufgabe. Siehe 4.3 Level of Geometry (LoG).

3.3.2 Level of Information (LoI) Der Level of Information (LoI), ist der Grad des Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Mo- dells in Abhängigkeit des Entwicklungstandes des Projekts. Der Informationsgehalt gliedert sich in 4 Stufen (LoI 100-400) und ist abhängig von der jeweiligen Planungsart, Projektphase und konkreten Planungsaufgabe. Siehe Konkretisierung 4.4 Level of Information.

3.3.2.1 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM

Anlagenspezifische Attribute (äußere Attribute) müssen mindestens 2 Wochen vor Ab- nahme der Bauleistungen durch den AN-Bau in einer Übergabetabelle an den AG übergeben werden, damit diese in das SAP-PM-System des AG übernommen werden können. Als Überga- betabelle kann das auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK bereitge- stellte Muster (Arbeitshilfe Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabel- lenform) verwendet werden. Hierzu erfolgt die Attribuierung der äußeren Attribute der Anlagen und deren geforderte Ausprä- gungen planungs- und baubegleitend in einer separaten Liste bzw. Datenbank. Die Verknüpfung mit den Bauteilen des Modells erfolgt über eine Identifikationsnummer (sog. Matchkeys), die eine eindeutige Zuordnung der Informationen in der Datenbank zu den Bauteilen im Modell ermög- licht. Die zu übergebende Liste ist strukturiert nach den einzelnen Anlagentypen aufzubauen, die DB_Anlagentypen werden in der ersten Spalte für jedes einzelne Equipment aufgeführt. Die fol- genden Spalten enthalten die Attribute gemäß LoI. Die Ausprägung aller Attribute hat nach Vor- gaben des AG gem. der Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zu erfolgen. Eine Kennzeichnung zu inneren und äußeren At- tributen ist in dieser Anlage enthalten. Im Projekt kann die Identifikation der Anlage für den Bestand über die Equipmentnummer erfol- gen. Bei neuen oder zu ersetzenden Anlagen werden im Planungsverlauf andere Identifikatoren, wie die Planungsobjektnummer (PO), Nutzungsobjektnummer (NO) oder Schlafende Nutzungs- objektnummer (SNO) vergeben, die im BIM-Modell am Bauteil bzw. der Anlage zu führen ist. Über einen dieser Identifikatoren erfolgt dann die Identifikation während der Projektphase. Im Anschluss wird eine neue Equipmentnummer vergeben, welche schließlich im As-Built-Modell als Identifikator zu verwenden ist. Ein Workflow inkl. Tabelle zur Verknüpfung der äußeren Attribute mit dem BIM-Modell steht auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung und kann im Projekt verwendet werden.

DB_AnlagentypEquipmentnr.EquipmentnameKlasse
Sitzmobiliar
Wetterschutzsysteme
Fahrradparken

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Bahnsteigdach
Bahnsteigkorpus inkl. Entwässerung

Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM

3.3.3 Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy (LoA) definiert den Genauigkeitsgrad in Bezug auf die Mess-/Scangenau- igkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile des Bestands im Grundlagenmodell. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsaufgabe, der Bauaus- führung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist. Der Vermesser gibt den Genauigkeitsgrad für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand im BIM-Projektabwicklungsplan an. Für im Projekt- verlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls anzugeben und zu dokumen- tieren. Für die modellierten Bauteile des Bestands, insbesondere im Grundlagenmodell, muss der LoA ebenfalls im BIM-Projektabwicklungsplan angegeben werden. Siehe Konkretisierung 4.5 Level of Accuracy.

3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle ist Planer immer so zu wählen, dass sowohl die werkver- tragliche Planungsaufgabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvorgaben des AG für den Detaillierungsgrad erfüllt werden. Der vom AG vorgegebene LoG gem. nachfolgenden Darstellungen ist somit als Mindestmaß zu verstehen. Sofern damit keine Planungsentscheidung herbeigeführt werden kann, ist vom AN das nächsthöhere LoG zu wählen. Im Folgenden wird die Detaillierung im Planungsverlauf sowie deren Zuordnung zu den Modellen und Leistungsbeschreibungen dargestellt. Grundsätzlich gliedert sich die Detaillierung in 4 Stufen (100 – 400, siehe Anlage 2 Modellierungsrichtlinie). Die zum Ende jeder Planungsphase vorgeschriebenen Datenlieferungen richten sich nach den Vorgaben des LoG, LoI und LoA sowie der Modellierungsrichtlinie.

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Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA

Detaillierung der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen

Abbildung 11 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte

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Abbildung 12 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf

3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und Bauele- mente mit Anwenderfreigabe für Personenbahnhöfe anzuwenden. Der Baustandard ist in allen Leistungsphasen innerhalb seiner Anwendungsgrenzen, gemäß Anwenderleitfaden, verbindlich zu nutzen. Nicht zu jeder Planungsaufgabe existiert ein Baustandard; der vorhandene Baustan- dard ist allerdings, soweit möglich bzw. mindestens sinngemäß, anzuwenden. Sämtliche Unterlagen stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK unter dem Bereich Baustandards zur Verfügung. Für viele Baustandards, die bei im Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zur Anwendung kommen, existieren entsprechende Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek für Per- sonenbahnhöfe.

3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB Personenbahnhöfe Die Digitale Bauteilbibliothek enthält, die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderliche Bauteile mit dem geforderten geometrischen Detaillierungsgrad eines Gesamtmodells Stufe 2. Projektspezifische Ergänzungen bzw. Anpassungen sind dennoch in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe und der Örtlichkeit im Rahmen der Planung zu berück- sichtigen. Die Digitale Bauteilbibliothek ist Bestandteil dieser Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, wird laufend fortgeführt und ist im Rahmen der Planung und des Baus anzuwenden. Eine Über- sicht über die Bauteile der Digitalen Bauteilbibliothek wird vom AG in der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zur Verfü- gung gestellt. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß den konkreten Vorgaben im Projekt zu wählen (s. 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse bzw. Anlage 2 Modellierungsrichtli- nie). Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG stellt für Autodesk® Revit® sowie im ifc-Format eine Digitale Bauteilbibliothek zur Verfügung.

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3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen Eine verzerrungsfreie Darstellung beschreibt den Umstand, dass Längen und Abstände ei- ner Zeichnung oder eines Modells gegenüber der Realität ohne maßstäbliche Verzerrung defi- niert sind. Die Abbildung der Realität in das Modell erfolgt somit verzerrungsfrei.

3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Um die Abweichungen zu minimieren, wurde für jeden Personenbahnhof ein lokales Koordina- tensystem (inkl. Transformationsparameter), das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (kurz: VA-System), erstellt. Eine ausführliche Beschreibung kann in der Dokumentation Koordinaten- system VA nachgelesen werden. Eine Datenbank mit den Transformationsparametern für jeden Bahnhof wird auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK bereitgestellt. Durch eine örtliche Vermessung wird für das jeweilige Projekt das definierte lokale Koordinaten- system Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlichkeit realisiert. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabfrei (Maßstab Lagekoordinaten = 1) und dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Modellierung in der Autorensoftware und standardisiert die Koordination von Fachmodellen. Die Parameter in der für das Koordinatensystem Personenbahnhöfe erstellten Datenbank (VA- Datenbank) ermöglichen eine automatisierte Transformation zwischen den DB_REF Koordinaten und dem lokalen Koordinatensystem Personenbahnhöfe. Die Transformation der Koordinaten kann mit einer geeigneten Software wie (z.B. QGIS, Civil 3D, ArcInfo, etc.) durchgeführt werden.

3.6 BIM-Modelle Im Rahmen der Planung sind die in den nachfolgenden Abschnitten beschriebenen BIM-Modelle zu erstellen. Die BIM-Modelle sind gemäß den Leistungsbeschreibungen für den Architekten- /Ingenieurvertrag bzw. Bauvertrag durch den Auftragnehmer zu liefern. Der Detaillierungsgrad der Modelle ist Planer immer so zu wählen, dass sowohl die Planungsauf- gabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvorgaben des AG für den Detail- lierungsgrad erfüllt werden. In der Planung sind die Baustandards Personenbahnhöfe und die Digitale Bauteilbibliothek des Auftraggebers zu nutzen.

3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell Fachmodelle sind gewerkespezifische BIM-Modelle, die sich aus einzelnen Objekten zusam- mensetzen und somit die Gesamtheit aller fachspezifischen Bauteile und Bauteilinformationen enthalten. Fachmodelle können außerdem nach inhaltlichen Gesichtspunkten in Sub-Fachmodelle (z.B. Baugrundschichtenmodell des Fachmodells Baugrund) aufgeteilt werden. Ein Sub-Fachmodell enthält nur Bauteile oder Objekte einer bestimmten Art oder Kategorie. Die einzelnen Fachmodelle können in unterschiedlichen Programmen und Formaten erstellt wer- den. Der Abgleich der einzelnen Fachmodelle der Planung untereinander erfolgt während der Planungsphase in einem Koordinationsmodell durch eine Kollaborationssoftware. Die abschlie- ßend bearbeiteten Fachmodelle werden zu einem Gesamtmodell zusammengeführt. Das Gesamtmodell bildet den finalen Planungsstand aller Gewerke innerhalb der definierten Planungsgrenzen gesamthaft ab. Hierfür sind die Informationen aller Fachgewerke (Fachmo- delle, Umgebungsmodell, TGA-Modell, IVL-Plan…) konsistent zusammenzuführen. Das Gesamt- modell entspricht somit einem analogen Plansatz. Die Gesamtmodelle werden in folgende Stufen unterschieden:

 Gesamtmodell Stufe 1 – Entwurfsplanungs- und Genehmigungsplanung  Gesamtmodell Stufe 2 – Ausführungsplanung

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 As-Built Modell – Ende der Bauausführung Sowohl das Grundlagenmodell als auch das Variantenentscheidungsmodell sind Grundlagen für die Erstellung der Planung und werden daher nicht als Gesamtmodell bezeichnet. Gesamt- und Fachmodelle können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeit- lich in Teilmodelle aufgegliedert werden.

Abbildung 13 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1

Modelle anhand von BeispielenLeistungsbeschrei-
bung
Gesamtmodell Verkehrsstation inkl. UmgebungsmodellLB Objektplanung Ver- kehrsanlagen einschl. Technische Ausstattung
Fachmodell Bahnsteigausstattung und technische AusrüstungLB Objektplanung Ver- kehrsanlagen einschl. Technische Ausstattung

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LB Vermessung inkl. BIM

Grundlagenmodell als ein Ergebnis der 3D-Bestandserfassung (Inkl. farbiger Punktwolke, Bebauung und IVL-Pläne)

3.6.2 Koordinationsmodell Im Koordinationsmodell werden alle Fachplanungs- und Bestandsinformationen (inkl. Punkt- wolke) zusammengeführt. Hierzu wird eine Kollaborationssoftwareverwendet, die es ermög- licht, eine Vielzahl von Formaten der Fachplanungssoftware lagerichtig einzulesen und an- schließend integriert darzustellen. Das Koordinationsmodell bildet den jeweils aktuellen Arbeitsstand der BIM-Modelle ab und dient der Koordination der einzelnen Fachplanungen. Es wird u.a. dafür verwendet, die Voll- ständigkeit und Richtigkeit der Fachplanungen inkl. Bestandinformationen zu plausibilisieren, die lagerichtige Konsistenz (geometrische Widerspruchsfreiheit) der Fachplanungen unterei- nander durch eine Kollisionsprüfung zu überprüfen. Diese Kollisionsprüfung kann je nach ein- gesetzter Software auch automatisiert erfolgen. Die Federführung und die Verantwortung für das Koordinationsmodell liegen beim BIM-Koordinator. Das Koordinationsmodell ist zentraler Bestandteil der getakteten BIM-Projektbesprechung und wird entsprechend vereinbartem Takt im Projektverlauf vor jeder BIM-Projektbesprechung aktualisiert und entsprechend aktu- ellem Planungsstand bereitgestellt. Sobald am Koordinationsmodell keine Änderungen mehr erforderlich werden und dieses den finalen Stand erreicht hat, ist das Ergebnis das jeweilige BIM-Modell.

Abbildung 14 Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell

3.6.3 Punktwolken Eine Punktwolke ist eine Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum beschreibt. Die Erfassung erfolgt durch Aufnahmeverfahren wie Laserscanning oder Photogrammetrie. In Rahmen der Grundlagenermittlung ist immer eine Bestandserfassung mittels farbiger Punkt- wolke als Planaufsatz für alle Fachplaner zu erstellen. Punktwolken können darüber hinaus

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innerhalb der Planung und Bauausführung für die Umsetzung verschiedener BIM-Anwendungs- fälle angewendet werden. Sie sind damit Grundlage für:  Erstellung von 3D-Prototypen, Grundlagenmodelle und As-Built-Modelle  als Planaufsatz für alle Fachplaner  die Visualisierung des IST-Zustands im Koordinationsmodell  Beweissicherung  Baufortschrittskontrolle  Ausführungs- und Kontrollvermessung (z.B. Abgleich As-Built-Modell mit Bauausführung)  Dokumentation des gebauten Bauwerkes als Bestandsdokumentation etc.

3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken Die Übergabe von Dateien, deren Einzelgröße 10GB überschreiten, in die Projektkommunikati- onsplattform ist nicht möglich, weswegen für diesen Fall die Punktwolke im Koordinationsmodell referenziert werden muss. Bei der Erstellung des Koordinationsmodells ist darauf zu achten, dass die Punktwolke über den externen Datenträgerpfad referenziert wird. Damit die Nutzung des Koordinationsmodelles (*.nwd) ohne zusätzliches bzw. erneutes Referenzieren der Punktwolken- dateien beim Öffnen erfolgen kann, ist die folgende Pfadstruktur auf dem externen Datenträger abzubilden. Die Punktwolke ist gem. nachfolgendem Format auf dem Speichermedium abzule- gen. E: [Bahnhofsnummer]/Vermessung/Punktwolke/ReCap/[Aufnahmedatum]/[Dateiename] Die Informationen in den rechteckigen Klammern sollen projektspezifisch definiert werden. Der definierte Pfad ist mit der Projektleitung des AG festzulegen und im BAP zu dokumentieren. Erläuterung zum Pfad:

ELaufwerk der zugeordneten Festplatte oder sonstiger Datenträger
Bahnhofsnummeroffizielle Bahnhofsnummer der Station
VermessungGewerk
PunktwolkeAufnahmeformat
ReCapFormatbezeichnung
AufnahmedatumAufnahme- bzw. Erstelldatum der Punktwolkendateien

Beispiel: E: 2514/Vermessung/Punktwolke/ReCap/20191021/…

3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh Zusätzlich kann für die Visualisierung der Punktwolken die Erstellung einer Triangulation aus den Punktwolkendateien, auch Mesh genannt, genutzt werden. Mesh kommt aus dem Englischen und steht für die Erzeugung eines Polygonnetzes, in diesem Fall auf Basis von vermaschten Drei- ecken.. Durch die Verwendung von nur drei Punkten (Dreieck) reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ursprünglichen Datenmenge. Solche Meshes können aufgrund der geringeren Datenmenge in das Koordinationsmodell (z.B.) *.nwd-Datei) hineingeschrieben werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass durch die Reduzie- rung der Daten als Mesh die Darstellung nicht in jedem Punkt der tatsächlichen örtlichen Gege- benheit entspricht. Zu diesem Abgleich kann immer nur die originale Punktwolke herangezogen werden. Für die meisten Anwendungsfälle der Visualisierung ist die Darstellung jedoch genau genug.

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Abbildung 15 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation

3.6.4 3D-Prototyp Der 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe anhand eines einfachen digitalen 3D-Modells skizziert und visualisiert. Es enthält nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Be- standsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell (aus Orthofotos, einfache Punkt- wolke, IVL- und Flimas-Plan als 2D oder 3D-Informationen. Der 3D-Prototyp ersetzt das Varian- tenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. der Pla- nungsaufgabe. Es handelt sich um ein 3D-Modell, das ohne bauteilorientierte Informationen in Form von Attributen und mithilfe von einfachsten Grundlagen erstellt wird. Der bestätigte 3D- Prototyp definiert das zu planende Bausoll zu Projektbeginn und dient mit der Grundlagenermitt- lung als Grundlage für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 2 in einer Einphasenplanung. Der 3D-Prototyp erfordert einen min LoG von 100 und LoI von 0. Für die Visualisierung der Umgebung können neben einfachen Punktwolken auch Umgebungs- daten von z.B. GoogleEarth o.Ä. verwendet werden. Die Trassierung kann erforderlichenfalls auch dem IVL-Plan (*.dwg) entnommen werden.

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Beispiel 3D-PrototypLeistungsbeschreibung
3D-Prototyp mit Punktwolke aus 360-Grad-Kamera und IVL-PlanBIM-LB Objektplanung Verkehrsan- lagen inkl. Technische Ausstattung
3D-Prototyp als GoogleEarth Export mithilfe einer KML-DateiBIM-LB Objektplanung Verkehrsan- lagen inkl. Technische Ausstattung
Der 3D-Prototyp dient der Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. Pla- nungsaufgabe und Variantenbestätigung.

3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen In- formationen über den Bestand, innerhalb der festgelegten Planungsgrenze und ist somit das Er- gebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme bzw. der Grundlagenermittlung. Das Grundlagenmodell ist das erste Koordinationsmodell und besteht aus Bestandsinformatio- nen, wie farbiger Punktwolken und 2D-Bestandsunterlagen, Umgebungsmodellen sowie dem mo- dellierten Bestand, die maßstabsgetreu und lagerichtig in einer Kollaborationssoftware zusam- mengeführt werden. Der Detaillierungsgrad im Grundlagenmodell ist abhängig von der Planungs- aufgabe und wird zwischen Planer und Vermesser festgelegt. Die Mindestanforderung an LoG und LoI ist in der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie festgelegt (siehe auch 3.4 Detaillierung im Pla- nungsverlauf und Planungsergebnisse). Die Nutzbarkeit vorhandener Bestandspläne ist mit dem Grundlagenmodell zu verifizieren. Das Grundlagenmodell bildet die zentrale Grundlage der da- rauffolgenden Planung. Eine explizite 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in dem Umfang und Detaillierungsgrad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Eine Genauigkeitsangabe (4.5 Level of Accuracy) ist für den modellierten Bestand vom AN zu liefern und zu dokumentieren. Bei einem vollständigen Rückbau und Neubau einer Anlage ist eine 3D-Modellierung entweder nicht erforderlich oder die Modellierung ist auf die Bestimmung von Rückbaumengen und Schnitt- stellen zum Bestand zu beschränken. Für weiter betriebene Bereiche und Bereiche, die nicht von der Maßnahme betroffen sind, ist die Visualisierung als Punktwolke bzw. Mesh im Grundlagen- modell ausreichend. Basis des Grundlagenmodells ist die Aufnahme der Bestandsinformationen. Die Bestandsauf- nahme umfasst eine vermessungstechnische Bestandserfassung und die Beschaffung von

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Informationen der Fachgewerke und der Umgebung. Zu möglichen Quellen für Bestandsinforma- tionen gehören auch vorhandene Unterlagen, die vor Planungsstart zu beschaffen sind. Für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderliche Eingangsdaten können neben Fach- und Teilmodellen des Bestands somit auch die Punktwolken, Vermessungen, Bodenuntersuchungen, Baugrundmodelle, Umgebungsdaten, Kernbohrungen, Suchschachtungen, Trassierungen, Auf- nahmen von Leistungswerten von TGA-Anlagen etc. sein. Die Bestandsunterlagen und -informationen werden durch den Abgleich mit den Punktwolken und weiteren Eingangsdaten im Koordinationsmodell auf ihre weitere Verwendbarkeit in der Planung untereinander verifiziert. Umgebungsmodelle, Punktwolken oder Fachmodelle innerhalb des Grundlagenmodells können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeitlich in Teilmodelle aufgegliedert werden.

Abbildung 16 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell

3.6.5.1 Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart sind die vorhandenen Bestandsunterlagen (Vermessungspläne, Spartenpläne, Bauakten, 2D und 3D georeferenzierte Daten) zu beschaffen und in das Grundla- genmodell zu integrieren und validieren.

3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke In der Bestandsaufnahme der Fachgewerke, wie z.B. Fördertechnik, TK, OLA und Elektro, sind vom AN die über die vermessungstechnische Bestandserfassung hinausgehenden Informationen zu ermitteln, die als Grundlage für die weitere Planung benötigt werden.

3.6.5.3 Baugrundinformationen Die Aufnahme von Baugrundinformationen beinhaltet die Aufnahme aller nicht sichtbaren Infor- mationen unterhalb der Oberfläche. Diese können anhand von Bohrungen oder anderen Techni- ken, wie z.B. Georadar, erfolgen und werden im Fachmodell Baugrund abgebildet (Vorgaben zum Fachmodell Baugrund in Anlage 2 Modellierungsrichtlinie). LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 60

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3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung Die erforderlichen Informationen sowie der notwendige Genauigkeitsgrad (LoA) der Bestandser- fassung (siehe 3.3.3 Level of Accuracy (LoA)) werden zu Projektbeginn zwischen Planer und Vermesser unter Einbindung der Projektleitung des AG sowie des BIM-Beraters abgestimmt.

3.6.5.5 Umgebungsmodell Im Rahmen der Erstellung des Grundlagenmodells ist ebenfalls ein Umgebungsmodell zu er- stellen und zu liefern. Das Umgebungsmodell führt Informationen über Flurstücksgrenzen, Be- wuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur, Gelände, Schutzgebiete, Bauleitplanung etc. zusam- men. Im Umgebungsmodell werden die zur Bewertung der Umgebung notwendigen Informationen im Planungsbereich, die zur Umsetzung der Planungsaufgaben erforderlich werden, zusammenge- führt. Das Umgebungsmodell enthält dafür insbesondere folgende Informationen:

InformationenQuelle
FlurstücksgrenzenALKIS-Daten, Flimas-Pläne, Ivl-Pläne
BewuchsSatellitenbilder, Luftbilder, Baumkataster und Orthopho- tos
BebauungOpen Streetmap, Satellitenbilder, 3D-Städtemodell
VerkehrsinfrastrukturOpen Streetmap
GeländeDigitales Geländemodelle (DGM) ggf. digitales Landschaftsmodell (DLM)
Schutzgebiete, Bauleitplanung etc.Naturschutzbehörden, kommunale Planung

Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell

Ein Großteil der Informationen ist unter http://www.adv-online.de/Startseite/ erhältlich. 3D-Städ- temodelle können bei den zuständigen Vermessungsämtern angefragt werden. Für die Varian- tenentscheidung zur Lage soll, sofern im Bundesland verfügbar, das DGM 1 verwendet werden. Ansonsten ist auf DGM 2 oder DGM 5 zurückzugreifen. Für den 3D-Prototypen ist zunächst die Darstellung der Umgebung, der Flurstücksgrenzen so- wie Bewuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur und Gelände mittels einfacher Punktwolken aus- reichend. Im Rahmen der Grundlagenermittlung, basierend auf den abgestimmten 3D-Prototyp, werden die für die Planung erforderlichen Grundlagen der Umgebung weiter ergänzt. Die Informationen dienen insbesondere als:  Grundlage für die weitere Planung  Variantenentscheidung zur Lage  Information für den AN-Bau im Rahmen der Ausschreibung  Präsentation in der Öffentlichkeit

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Umgebungsmodelle anhand von BeispielenLeistungsbeschrei-
bung
Gesamtmodell eingebettet in der Umgebung (Landschaft)LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Technische Ausstattung)
Digitales Geländemodell (DGM) Das DGM dient der Überprüfung des Ergebnisses der Bestandserfas- sung und als Ausgangspunkt für die Neuplanung. Insbesondere in Be- reichen von Böschungen, Dämmen oder Einschnitten.LB Vermessung inkl. BIM
Grundlagenmodell inkl. DGM und BebauungLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Techni- sche Ausstattung)
KatasterplanLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrslagen (inkl. Technische Ausstattung)

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Grundlagenmodelle und ihre Bestandteile anhand von Beispie-Leistungsbeschrei- bung
len
3D-Abbildung der Geländeoberfläche sowie aller topografischen, bau- lichen und technischen Anlagen (virtuell begehbarer Bestand), bspw. durch Laserscan (Punktwolke)LB Vermessung inkl. BIM
Grundlagenmodell inkl. Umgebungsmodell (DGM und Bebauung)LB Vermessung inkl. BIM und Anlage V/E, LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Technische Ausstattung)
Grundlagenmodell inkl. Mesh 3D-Visualisierung von Geländeoberflächen sowie topographischen, baulichen und technischen Anlagen des Bestandes und der Umge- bung durch Erzeugung eines Mesh mittels Laserscan oder Photo- grammetrie.LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung)

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Grundlagenmodell inkl. PunktwolkeLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung)
Grundlagenmodell inkl. 2D-Bestandsinformationen und Umge- bungsmodellLB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung)

3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) Das Variantenentscheidungsmodell entsteht im Rahmen der Vorplanung (Lph 2), die die Abstim- mung der Aufgabenstellung beinhaltet und somit das Planungskonzept für die Neuplanung inner- halb der definierten Planungsgrenzen liefert. Die Abstimmung der Aufgabenstellung beinhaltet unter anderem die Erarbeitung und Untersu- chung verschiedener Varianten durch den Hauptauftragnehmer Planung, welche schließlich die Grundlage für Abstimmungen mit den TÖB und der Öffentlichkeit sowie für die Variantenentschei- dung durch den Auftraggeber darstellen. Eine Variantenentscheidung kann hinsichtlich der Lage, z.B. von Bauwerken, Zuwegungen, Bau- teilen etc., oder des Bauwerks, z.B. Bahnsteigdächer, erforderlich werden. Für die Erstellung des Variantenentscheidungsmodells sind die Vorgaben des LoG und LoI zur Variantenentscheidung zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zur Lage erfordern einen Detaillierungsgrad von min. LoG 100. Für Variantenentscheidungen zum Bauwerk gilt min. LoG 200. Für die übersichtliche Zusammenstellung der Daten für eine Variantenentscheidung ist die Matrix Variantenentscheidung zu verwenden. Die Variantenentscheidung erfolgt auf Basis dieser Vari- antenentscheidungsmatrix und der Visualisierung von vereinfachten Modellen mit allen Projekt- beteiligten in einer BIM-Projektbesprechung an einem Koordinationsmodell. Bei Verwendung der Baustandards und ohne Variantenentscheidung der Lage, kann, soweit die Aufgabenträger zu- stimmen, auf Vorplanungshefte verzichtet werden. Das Variantenentscheidungsmodell bildet somit die Grundlage für die Kostenschätzung und alle notwendigen Abstimmungen und Entscheidungen.

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Variantenentscheidungsmodell anhand von Beispie-Leistungsbeschreibung
len
LB Objektplanung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstatt- tung)
Das Variantenentscheidungsmodell dient der Variantenentscheidung hinsichtlich Lage und Zuwegung des Bahnsteigs sowie der Ausstattungselemente für die Neuplanung (ggf. unter Berücksichtigung des DGM und des Bestandes).

3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung)

3.6.7.1 Entwurfsplanung Zur Entwurfsplanung ist ein BIM-Modell mit allen funktionalen Anforderungen zu erstellen sowie die Baubarkeit nach Regelwerk nachzuweisen. Das Gesamtmodell Stufe 1 stellt somit ein reali- sierbares Planungskonzept, das die projektspezifischen Belange berücksichtigt, dar. Das Ge- samtmodell enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe. Hierbei sind die Vorgaben des LoI 200 und min. LoG 200 zu berücksichtigen. Aus dem Modell können Mengen bzw. Volumen ermittelt sowie entsprechende Bauteilstücklisten erstellt werden. Auf dieser Basis kann der Kostenplan erstellt werden.

Beispiel Gesamtmodell Stufe 1Leistungsbeschreibung
LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung)

Das Gesamtmodell Stufe 1 dient der Prüfung der zusammengeführten Fachmodelle und stellt die gesamte Neuplanung innerhalb der Planungsgrenzen dar.

3.6.7.2 Genehmigungsplanung Die Anforderungen an die Genehmigungsplanung sind zum Projektstart abzustimmen. Die Ge- nehmigungsplanung enthält alle Leistungen, die zur Zusammenstellung eines Bauantrages erfor- derlich werden und wird auf der Grundlage der Entwurfsplanung erstellt. Die für die Genehmigungsplanung notwendigen Plandokumente sind aus dem BIM-Modell abzu- leiten und entsprechend des „Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung von Antragsunterlagen für

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Infrastrukturvorhaben der Eisenbahn des Bundes“ des Eisenbahnbundesamtes (EBA) aufzube- reiten. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Projektvorlage genutzt werden. Das Plandokument muss in Bezug auf den im Leitfaden genannten Detaillierungsgrad weiter re- duziert werden. Parameter, welche im Erläuterungsbericht (Genehmigungsplanung) bzw. dessen Anlagen ver- wendet werden (z.B. Formular zur Umwelterklärung), müssen mit dem BIM-Modell übereinstim- men. Ein Planungsheft sowie ein gerendertes BIM-Modell für die TÖB sind vorzulegen.

Abbildung 17 Genehmigungsplan aus Modell erstellt

3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) Das BIM-Modell wird auf Basis der Ergebnisse des genehmigten Entwurfs entsprechend LoI und min. LoG 300 fortgeschrieben und stellt eine ausführungsreife Lösung dar. Das Gesamtmodell Stufe 2 enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe sowie die für die Bauausführung notwendigen Informationen. Weiterhin ist zur Ausführungsplanung ein entspre- chendes Planungsheft vorzulegen. Aus dem Modell können die Mengen bzw. Volumen sowie entsprechende Bauteilstücklisten er- mittelt werden. Dies ist Voraussetzung für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse sowie den daraus abgeleiteten Kostenanschlag. Die ermittelten Mengen dienen ebenfalls als Abrechnungs- grundlage der Bauleistungen. Das Gesamtmodell Stufe 2 dient der Prüfung der zusammengeführten Fachmodelle und stellt die gesamte Neuplanung innerhalb der Planungsgrenzen dar. Zusätzliche/abweichende Anforderungen zum LoG 200:

 Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkomponen- ten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst).  Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built-Mo- dell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt.

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Beispiel Gesamtmodell Stufe 2Leistungsbeschreibung
LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung)

3.6.9 As-Built-Modell Das As-Built-Modell soll den tatsächlich gebauten Bestand abbilden und alle Informationen ent- sprechend des LoI 400 und min. LoG 300 bzw. mindestens dem LoG des Gesamtmodells Stufe 2 entsprechen. Im As-Built-Modell werden schematische Darstellungen der Einbauteile durch konkrete Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewichte) ersetzt. Das As-Built-Modell stellt eine Revision des Gesamtmodells Stufe 2 dar und wird darüber hinaus um betriebsrelevante Daten ergänzt. Projektrelevante Attribute, die z.B. zur Zuordnung einzelner Bauteile zu Baupha- sen im Projekt dienten, also der Projektabwicklung dienten, müssen aus dem As-Built-Modell entfernt werden. Als Grundlage der Erstellung und Fortschreibung des As-Built-Modells können Punktwolken genutzt werden (s. 3.6.3 Punktwolken). Das As-Built-Modell wird u.a. dazu genutzt, die für den Betrieb relevanten Daten zu übergeben. Das As-Built-Modell wird i.d.R. vom Hauptauftragnehmer Bau erstellt. In der Leistungsphase 8 der Leistungsbeschreibung Objektplanung kann die Erstellung des As-Built-Modells optional auch dem Objektplaner zugeordnet werden.

Beispiel As-Built-ModellLeistungsbeschreibung
Standardleistungstexte Leistungsverzeichnis Bauhilfsleistungen oder opt. LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung)

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3.7 BIM-Anwendungsfälle Nachfolgend werden Anwendungsfälle der BIM-Methodik näher beschrieben. Die Festlegung der vom AG geforderten BIM-Anwendungsfälle erfolgt vor Ausschreibung der Leistung im BIM-Pro- jektabwicklungsplan (BAP).

3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG In der folgenden Tabelle sind die BIM-Anwendungsfälle für ausgewählte Standardprojekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bewertet und festgelegt. Weitere Anwendungsfälle, die aus Sicht des Auftragnehmers Planung bzw. Bau erforderlich sind, um die qualitätsgerechte und genehmigungsfähige Planung gemäß Werkvertrag zu erreichen, sind vom Auftragnehmer Planung zu ergänzen. Hierzu gehören auch Anwendungsfälle, die mit dem Zusatz „AN“ gekennzeichnet sind, wenn diese nicht vom AG gefordert werden. Die Standardprojekte sind als Portfolio zu betrachten, beispielsweise beinhaltet die Erneuerung oder der Neubau einer Verkehrsstation durchaus auch den Neubau/die Erneuerung eines Aufzu- ges oder einer Fahrtreppe, Unterführung oder ähnliches. Dagegen ist ein Austauschprogramm der Fördertechnik zum Portfolio Aufzüge und Fahrtreppen zugehörig. Die Zugehörigkeit zu einem Portfolio und die damit einhergehende Festlegung der Anwendungsfälle wird nach dem Überwie- gend-Prinzip entschieden. Neubau (N): Neubau einer Verkehrsstation, eines Empfangsgebäudes oder einer sonstigen nicht vorhandenen Anlage. Erneuerung (E): Ersatz einer vorhandenen Anlage oder von vorhandenen Anlagenteilen, ge- kennzeichnet durch vorherigen Rückbau der Alt-Anlage(-teile) und darauf im zeitlichen Zusam- menhang folgenden baulich technischen Anlagenersatz (Synonyme: Sanierung, Instandsetzung, Ersatzneubau, Modernisierung, Austausch, grundlegende Erneuerung).

VertraglichVer- kehrs- stationPersonen- unterfüh- rung/-über- führungEmp- fangs- ge- bäudeAuf- züge, Fahrtr eppenDSA , ZIM, Vi- deo, WLA NEin- fach- BIM
vereinbarte
Anwen-
dungsfälle
der BIM-Me-
thodik (N-
Neubau, E-
Erneuerung,
AN)
Projekt- durchfüh- rungGetaktete BIM-Projekt- bespre- chung am ModellN,EN,EN,EN,EN,EN,E
Baubespre- chung am ModellN,EN,EN,EN,EN,EN,E
3D-Modellie- rung - Geo- metrie und AttributeN,EN,EN,EN,EANN,E
Öffentlich- keitsarbeit mit 3D-Visu- alisierungN,EN,EN,EANANN,E
Projektkom- munikation-ANANANANANAN

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Modellba- sierte digitale Protokollie- rung und Aufgaben- verwaltung
2D-Planab- leitungen aus den 3D- ModellenN,EN,EN,EN,EANN,E
Modellba- sierte Bauab- laufplanungANANANANANAN
3D-Kollisi- onsprüfungN,EN,EN,EN,EANN,E
Grundla- genermitt- lung, Pla- nung, Bau- rechtBestandser- fassung mit- tels Punkt- wolkeN,EN,EN,EN,EN,E*N,E
Grundlagen- modell als Planungs- grundlageN,EN,EN,EN,EANN,E
3D-Varian- tenentschei- dung (Lage und Bau- werk)N,EN,EN,EN,EANN,E
Abstim- mung der Genehmi- gungspla- nung mit 3D-Visuali- sierungN,EN,EN,EN,EANN,E bei Bedarf
Arbeits- und Gesundheits- schutz: Pla- nung und PrüfungANANANANANAN
Teilautoma- tisierte Men- genermitt- lung mit BIM-Model- lenN,EN,EN,EN,EANN,E
Teilautoma- tisierte LV- Erstellung mit BIM-Mo- dellenN,EN,EN,EN,EANN,E
Modellba- sierte Ab- stimmungANANANANANAN

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der Kosten- und Finan- zierungs- struktur
Modellba- sierte Aus- schreibung und VergabeN,EN,EN,EN,EANN,E
Bemessung und Nach- weisführungANANANANANAN
Teilautomati- sierte Prü- fung auf Re- gelkonformi- tätANANANANANAN
BauErstellen ei- nes As- Built-Mo- dellsN,EN,EN,EN,EANN,E
Digitale Übergabe von Bautei- linformatio- nenN,EN,EN,EN,EN,EN,E
As-Built-Er- fassung mit- tels Punkt- wolkeANANANANANAN
As-Built-Kon- trolleANANANANANAN

Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG

  • Aufnahme einfacher Punktwolken bzw. Nutzung bereits vorhandener Punktwolken

3.7.2 Getaktete BIM-Projektbesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Das parallele, getaktete Arbeiten aller Projektbeteiligten am Modell erhöht die Planungsqualität und beschleunigt die Planungsprozesse, indem bspw. Synergien der einzelnen Fachplanungen genutzt werden können bzw. Abstimmungsprozesse zwischen den Projektbeteiligten unmittelbar im Planungsverlauf geführt werden können. Ziel der getakteten BIM-Projektbesprechungen ist der Abgleich des Planungsstandes der Fachmodelle mit allen Projektbeteiligten. Die Getaktete BIM-Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung, die bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 durchgeführt wird. Hierfür lädt die Projektleitung des AG mit Planungs- start zu getakteten BIM-Projektbesprechungen ein. Die Taktung ist mindestens 4 Wochen. Je nach Komplexität oder Termindruck wird auf einen zweiwöchentlichen oder wöchentlichen Takt erhöht. Die Besprechungen erfolgen grundsätzlich online unter Nutzung des BKU-Standards MS-Teams. Zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechung ist das Koordinationsmodell, welches alle Pla- nungsstände der Fachmodelle und Bestandsinformationen beinhaltet. Das Koordinationsmodell dient u.a. der Feststellung des Planungsfortschritts, der Kollisionsprüfung und der Umsetzung der Aufgabenstellung.

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Der AN lädt hierfür vor jeder BIM-Projektbesprechung das Koordinationsmodell und die Fachmo- delle (für den Datenaustausch) sowie alle für die jeweilige BIM-Projektbesprechung benötigten Arbeitsstände (z.B. Erläuterungsbericht) auf die Projektkommunikationsplattform hoch. Zur getakteten BIM-Projektbesprechung am Modell hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Bereitstellung des Koordinationsmodells min. 2 Arbeitstage vor jeder BIM-Projektbespre- chung in der Projektkommunikationsplattform gem. Vorgaben der Ergänzenden Regelun- gen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform  Vorbereitung der BIM-Projektbesprechung (z.B. Aufbereitung des Koordinationsmodells durch voreingestellte Ansichtspunkte, Aufbereitung der Kollisionen, Verknüpfung von Kol- lisionen und Konflikten im Koordinationsmodell)  Organisation und modellgestützte Durchführung der BIM-Projektbesprechungen  Protokollierung und Verteilung der Ergebnisse der BIM-Projektbesprechung (z.B. BIM-Ko- ordinator)  Nachweis der Regelkonformität nach Ril 813 am Modell (z.B. Durchgangsbreiten, Ab- stände, Neigungen, Freiflächen, …) Es wird vom AN nicht erwartet, dass zum Termin eine konfliktfreie Planung vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Planungsstand aus und legen das weitere Vorgehen fest.

3.7.3 Baubesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (140 Baufortschrittskontrolle) Die Baubesprechung am Modell ist die reguläre Baubesprechung. Hierzu lädt die Bauüberwa- chung mit Start der Bauausführung ein. Das BIM-Modell ist somit Bestandteil der Baubesprechung. Das Gesamtmodell Stufe 2 visuali- siert dabei die zu realisierende Planung bzw. Bauausführung. Darüber hinaus kann eine regel- mäßige modellbasierte Abstimmung des Bauablaufs, Nachverfolgung des Baufortschritts sowie Abgleichs des jeweiligen Bauzustands mit allen Projektbeteiligten am Modell durchgeführt wer- den. Anhand des As-Built-Modells wird die Planung mit dem gebauten Bestand abgeglichen. Zur Baubesprechung mit BIM hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Durchführung durch das Modell inkl. Vorbereitung durch z.B. Aufbereitung voreingestellter Ansichtspunkte, Kollisionen etc.  Bereitstellung des As-Built-Modells mit Fertigstellung der Bauleistung in der Projektkom- munikationsplattform gem. Vorgaben der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Pro- jektkommunikationsplattform Es wird vom AN nicht erwartet, dass im Verlauf der Bauphase ein fertiggestelltes As-Built-Modell vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Bauzustand am BIM- Modell aus und legen das weitere Vorgehen fest. Nach Fertigstellung der Bauleistung wird das As-Built-Modell vom AN übergeben und spätestens in der letzten Baubesprechung final bespro- chen.

3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute (000 Grundsätzliches) Die Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert. Der geomet- rische Detaillierungsgrad (LoG) und die Attribuierung (LoI) hängen von der Projektart, der Pro- jektphase und den Anwendungsfällen ab. Hierfür sind die Modellierungsrichtlinie (s. Anlage 2

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Modellierungsrichtlinie), die Vorgaben zum LoG und LoI sowie die Anlage A – Digitale Bauteil- bibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als auch die Vor- gaben zur Modellstruktur (s. 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte) zu beachten. Detaillierungsgrad und Informationsgehalt des Modells müssen so gewählt werden, dass die im BIM-Projektabwicklungsplan festgelegten BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle umgesetzt wer- den können. Für 3D-Prototypen der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen entfallen die Vor- gaben zum LoI. Zur Umsetzung des Anwendungsfalls hat der AN insbesondere folgende Punkte zu beachten:  Festlegung der Modellstruktur  Abstimmung/Festlegung des geodätischen Datums sowie der Projektkoordinaten  3D-Modellierung gem. festgelegter Mindestvorgaben des AG  vollständige Attribuierung des 3D-Modells im nativen und IFC-Format gem. den Vorgaben zum LoI gem. Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Dies ist im IFC sowie im nativen Format umzusetzen.  Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx-Format in die Projektkommunikati- onsplattform je BIM-Modellstufe im Planungsverlauf (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM)

3.7.5 3D-Kollisionsprüfung (050 Koordination der Fachgewerke) Durch das getaktete Zusammenführen von Planungsständen der Fachmodelle in ein Koordinati- onsmodell zur Kollisionsprüfung und systematischen Konfliktbehebung wird die Planungsqualität systematisch erhöht. Die Kollisionsprüfung erfolgt planungsbegleitend durch ein regelmäßiges Zusammenführen aller Fachmodelle sowie Bestandsinformationen (z.B. Punktwolken, 2D-Be- standspläne, Vermessungsdaten etc.) in ein Koordinationsmodell und ist mit geeigneter Software durchzuführen. In dem Koordinationsmodell können Kollisionen der Gewerke untereinander bzw. die Einhaltung von räumlichen Normen, wie z. B. Durchgangsbreiten oder freizuhaltende Flächen, visuell oder auch automatisiert erkannt werden. Koordinationsmodelle werden vom Hauptauftragnehmer Pla- nung, in der Regel vom BIM-Koordinator, erstellt. Die BIM-Projektbesprechungen dienen zur Be- sprechung der Koordinationsmodelle sowie der Abstimmung zu Konflikten und Kollisionen. Fest- legungen zur Konfliktbehebung werden ebenfalls dort getroffen. Die Federführung und die Verantwortung für das BIM-Koordinationsmodell liegen beim Hauptauf- tragnehmer Planung (z.B. BIM-Koordinator).

Abbildung 18 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast

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Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle und der Bestandsinformationen zu ei- nem Koordinationsmodell, mindestens in Vorbereitung auf die BIM-Projektbesprechungen  Bereitstellung des Koordinationsmodells mindestens zwei Arbeitstage vor jeder BIM-Pro- jektbesprechung in der Projektkommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten  Durchsprache des Modells und Kollisionen in der BIM-Projektbesprechung  Festhalten von Lösungsansätzen und Zuordnung von Terminen und Verantwortlichkeiten  Lieferung des Qualitätssicherungsbericht inkl. Nachweis der Kollisionsprüfung

3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung) Aus BIM-Modellen können Visualisierungen für die Öffentlichkeitsarbeit abgeleitet werden. Visu- alisierungsvarianten können 3D-Renderings, Videos, VR/AR-Anwendungen, 3D-Drucke oder ein- fache Screenshots sein. Als einfachste Variante der Visualisierung können BIM-Modelle oder Screenshots des BIM-Mo- dells zur 3D-Visualisierung verwendet werden. 3D-Renderings können aus BIM-Modellen abgeleitet werden und werden in einfache (nicht nach- bearbeite) und hochauflösende (nachbearbeitete) 3D-Renderings unterschieden. Alternativ können auch Videos des BIM-Modells oder VR/AR-Anwendungen aus dem BIM-Modell erstellt werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG in Anhängigkeit des jeweiligen Verwendungszwecks festgelegt. Für Projekt der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind BIM-Modelle und Screenshots vom BIM-Modell ausreichend für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Folgenden werden verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten dargestellt.

Visualisierung anhand von BeispielenLeistungsbe-
schreibung
Einfache Visualisierung in einer Kollaborationssoftware oder in einem Modellviewer Modelldarstellung in NavisworksLB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstat- tung)
Rendering: Die Visualisierung der Planung anhand von realitätsnahen Bil- dern zur Präsentation bei Dritten. Die Standpunkte werden vorab mit der Projektleitung des AG abgestimmt.LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl.

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Technische Ausstattung)
Virtual-Reality (VR) ist die Visualisierung der Planung in einer interaktiven virtuellen Umgebung von einem oder mehreren Standpunkten aus (Stand- punkte werden vorab mit der Projektleitung des AG abgestimmt). Das Mo- dell kann auch ohne Standpunkte als Virtual-Reality-Anwendung komplett begehbar gemacht werden. Dient zur Präsentation bei Dritten und kann direkt aus der CAD-Software er- stellt werden. Rendering für die VR, z.B. in Revit® mit der Funktion „In Cloud rendern“, Festlegen einer Kameraposition und Start des Prozesses Virtual-Reality (VR) kann auch für die Öffentlichkeitsarbeit während der Bau- ausführung genutzt werden, indem diese über das Baustellenschild zugäng- lich gemacht wird und virtuell über das Bauvorhaben informiert. Die Visuali- sierung wird über einen QR-Code bereitgestellt. • QR-Code in ausreichender Größe (mindestens 15 x 15 cm) und Kontrast zur optimalen Lesbarkeit • QR-Code verlinkt auf eine URL, die eine für mobile Endgeräte optimierte Ansicht des VR-Modells ermöglicht • Zugang ohne Anmeldung oder zusätzliche Softwareinstallation (webba- siert) • Sicherstellen des Zugangs zum VR-Modell von Aufstellung bis Abbau BaustellenschildLB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstat- tung) In Verbindung mit Baustel- lenschild gem. Baustandard Bauhilfsleis- tungen

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Bsp. Visualisierung mit QR-Code auf Baustellenschild
3D-Druck ist die Visualisierung der Planung in Form einer Miniaturausgabe zur Präsentation bei Dritten. Maßstab und Qualität s. „Hinweise zum 3D- Druck“.LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstat- tung)

Hinweise zum Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:

 Oberflächen mit realitätsnahen Materialeinstellungen (Textur, Shader, Spiegelung)  Renderings mit realistischer Berechnung von Licht (volumetrisch), Schatten, Global Illu- mination, Ambient Occlussion  Lichtberechnung mit realer Himmelsausrichtung (realitätsnahe Sonnenstandsimulation)  Ergänzung des Renderings um Ausstattungsgegenstände und Personen  Darstellung der Umgebung:  Variante 1: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. 3.6.5.5 Umgebungsmodell in den räumlichen Grenzen, die sich aus den Vogelperspektiven ergeben)  Variante 2: Luftbildaufnahme als Grundlage mit drübergelegtem Rendering

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Umfang:  Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder)  Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind)  Bilder je Bahnsteig vom Bahnsteiganfang und vom Bahnsteigende  Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus, EG, Aufzüge…) Zusätzliche Leistungen:  realitätsnahe Berücksichtigung von Beleuchtungskörpern unter Verwendung von IES- Lichtdaten  weitere Sonnenstandsimulationen (Winter/Sommer) an ausgewählten Kamerapositionen (zur Prüfung von Verschattungen und Blendwirkung)  Animationsfilme (Rundflug, Bahnsteigbegehung) Zu verwendende Formate:  JPG, PNG (nach Bedarf auch AVI, MPEG)  Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi Hinweise zum vereinfachten Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:  Darstellung der Umgebung: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. 3.6.5.5 Umgebungsmodell in den räumlichen Grenzen z.B. aus GoogleEarth,)  Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder)  Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind)  Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus …) Zu verwendende Formate:  JPG, PNG  Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi - Abhängig von der erfor- derlichen Druckgröße Hinweise zum 3D-Druck Die Mindestanforderungen für den 3D-Druck werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:

 Maßstab 1:150 (Empfehlung für eine Standardverkehrsstation)  mehrfarbiger Druck oder Lackierung Zu verwendende Formate:  Umwandlung der bereitgestellten CAD-Datei (z.B. IFC, nativ) in ein 3D-druckbares Format

3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die Bestandserfassung ist die farbige Erfassung des IST-Zustands eines bestehenden Bauwerks und der Umgebung mittels georeferenzierten farbiger Punktwolken.

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Für die Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind einfache Punktwolken mit einer Genauigkeit von ±50-100mm zur reinen Visualisierung des Bahnsteigs und der Umgebung innerhalb des 3D-Prototypen ausreichend. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben im Datenlieferungsplan und berücksichtigt ins- besondere:  die zu übergebenden Formatvorgaben gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan  Lieferung des Übergabeblatts "Bestätigung Lieferung Punktwolke" in die Projektkommu- nikationsplattform  Angabe des Level of Accuracy gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) / 4.5 Level of Accuracy  Gewährleistung, dass die zu erstellenden Scans keine Informationen enthalten, die Rück- schlüsse auf bestimmte oder bestimmbare natürliche Personen ermöglichen könnten (z.B. Abbildungen von Personen an Bahnsteigen, KFZ- Kennzeichen)  Übergabe der farbigen Punktwolken an den AG auf einem Datenträger für die Langzeit- archivierung  Übergabe der farbigen Punktwolken an den AG auf zwei weiteren Datenträgern für die Verwendung im Projekt (Notwendigkeit projektspezifisch im BAP zu vereinbaren)  Einhaltung der Vorgaben zur Pfadbezeichnung auf dem Datenträger gem. 3.6.3.1 Refe- renzieren von Punktwolken  Bezeichnung der Laserscans gem. TM 2017-03 I.SBB, Anlage 813.0104A05 Dokumenta- tionsvorgaben Die Übergabe zur Langzeitarchivierung an I.IPM 1 erfolgt nach Abnahme der Vermessungsleis- tungen (Punktwolkendateien) durch die Projektleitung.

3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die BIM-Methodik bedarf einer für die Planungsaufgabe erforderlichen Bestandsaufnahme der Fachgewerke, der Umgebung und des Baugrunds, die in einem Grundlagenmodell zusammen- gefasst werden. Damit wird eine eindeutige Planungsgrundlage für den Aufsatz der Neuplanung erreicht (siehe 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme).

Hinweis: Eine 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in diesem Umfang und Detaillierungs- grad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Bedarfsgerechte Modellierung aus der Punktwolke  Angabe des LoA für den modellierten Bestand gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) /4.5 Level of Accuracy  Beschaffung weiterer/fehlender Bestandsunterlagen/-informationen  Erfassung von projektrelevanten Bestandsinformationen, z.B. Baugrund, Georadarauf- nahmen  lagerichtige Zusammenführung aller Eingangsdaten in einem Koordinationsmodell  Abgleich der Bestandsinformationen mit dem IST-Bestand  Übergabe des Grundlagenmodells in der PKP gem. den Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform

3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) (030 Planungsvarianten bzw. Erstellung haushaltsbegründender Unterlagen)

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Die Variantenentscheidung erfolgt im Rahmen der Vorplanung. Die Visualisierung als 3D-Modell erleichtert die Entscheidung für die Lage (z.B. der Bahnsteige) und das Bauwerk (z.B. Ausfüh- rungsvariante des Bahnsteigdach). Die Variantenentscheidung für die Lage kann auf Basis vereinfachter BIM-Modelle (Varian- tenentscheidungsmodell) erfolgen. Für dieses Modell können Bauteile aus der Bauteilbibliothek verwendet werden, die ggf. mit geringerem Detaillierungsgrad dargestellt werden oder es werden durch den Auftragnehmer selbst erstellte Volumenkörper abgebildet. Kundenwirksame Bauteile, z.B. Ausstattungselemente, werden so dargestellt, dass eine realistische Visualisierung möglich ist. Für die selbst erstellten Bauteile bzw. Volumenkörper sind die Vorgaben des LoI und min. LoG 100 zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zum Bauwerk (z.B. für Bahnsteigdächer) erfolgen auf der Grundlage detaillierterer Modelle. Für die erforderlichen Variantenstudien ist min. LoG200 einzuhalten. (s. 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung)) Der Detaillierungsgrad ist so zu wählen, dass sowohl die entscheidungsrelevanten Projektpara- meter (Kosten, Termine, Qualität) bestimmt werden können, als auch die Nutzer der Anlagen die Betriebs-, Instandhaltungstauglichkeit und Kundenfreundlichkeit bewerten können. Das Variantenentscheidungsmodell ist ergänzend zum Bestand in ein Umgebungsmodell so ein- gebettet, dass die Abhängigkeiten des geplanten Bauwerks zum Umfeld beurteilt werden können. (s. 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung)) Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ausgehend von einer groben Bestandsaufnahme eine Variantenentschei- dung mithilfe eines 3D-Prototyps mit allen Stakeholdern abgestimmt werden (siehe auch 1.6.1 EinfachBIM:Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einpha- senplanung).

3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen (080 Ableitung von Planunterlagen) In der BIM-Methodik erhalten die 3D-Fachmodelle die aktuellen Informationen über das Bauwerk. Die erforderlichen 2D-Pläne (z.B. Genehmigungspläne, Ausführungspläne) sind aus den 3D-Mo- dellen abzuleiten. (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) Grundriss-, Draufsicht-, Schnitt- und Ansichtspläne, Genehmigungspläne und erforderlicher Be- standsunterlagen für die Übergabe in den Betrieb werden somit ausschließlich aus dem BIM- Modell abgeleitet. Weitere Pläne, wie z.B. Brandschutzpläne werden ebenfalls aus dem BIM- Modell abgeleitet. Alle aus dem Modell auszugebenden Plandarstellungen müssen einem einheitlichen Format fol- gen. Hierbei ist die Ril 813.0104 für Projekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zu beachten. Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Die Übergabe einer dwg-Datei für 2D-Planableitung ist innerhalb der Planungsphase nicht erforder- lich. Ausnahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, frei- gegebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sichergestellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell den Zeichnungsstandards entspricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauausführung oder Bestandsunterlagen generieren kann. Hinweis: Das EBA fordert für die Planfeststellung bisher noch konventionelle Unterlagen; diese Pläne müssen aus dem 3D-Modell abgeleitet und entsprechend des „Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung von Antragsunterlagen für Infrastrukturvorhaben des Eisenbahn des Bundes“ des

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Eisenbahnbundesamtes (EBA) aufbereitet werden. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Revit-Projektvorlage genutzt werden.

3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung & 090 Genehmigungsprozess) Die 3D-Visualisierung führt zu einer erheblichen Erleichterung der Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange, wie Denkmalschutz, Kommune, Aufgabenträger, Behindertenverbände, An- lieger und dem Eisenbahnbundesamt. Für die Genehmigungsplanung sind in der Regel einfache Renderings und/oder die Möglichkeit der Betrachtung mit einer Virtual Reality-Anwendung, z.B. Google-Cardboard, ausreichend. Eine Beschreibung dieser Visualisierungsvarianten kann 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung entnommen werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG im BIM-Projek- tabwicklungsplan festgelegt.

3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen (100 Mengen- und Kostenermittlung) Die modellbasierte Mengenermittlung basiert auf der Ableitung von Mengen aus den Fachmodel- len, indem die in den Fachmodellen enthaltenen Bauteile und deren Informationen ausgewertet werden. Die Mengenermittlung stellt die Grundlage der Kostenermittlung je Leistungsphase sowie der LV-Erstellung dar. Es wird daher empfohlen, das Modell entsprechend der erforderlichen Kostenstruktur zu attribuieren, sodass eine strukturierte Mengenermittlung ermöglicht wird. Der Nachweis der Richtigkeit der Mengenermittlung und die Sicherstellung der Verwendung der Bauteile und Standardleistungstexte aus der Bauteilbibliothek der DB InfraGO AG muss durch den Auftragnehmer erfolgen. AN liefert in Rahmen des Anwendungsfalls ein Bericht /Nach- weis/Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden. Sofern eine Anwendung der Baustandards nicht möglich ist, sind durch den Planer auf Basis der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie Ergänzungen vorzunehmen. Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der Mengenermittlung in Form einer Excel-Liste oder GAEB-Datei an den AG erfolgt. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:

 Abstimmung der Kostenstruktur als Basis für die modellbasierte Mengenermittlung  Dokumentation der Mengenermittlung, insbesondere in Bezug auf die aus dem Modell abgeleiteten Mengen  VOB-konforme Ableitung der Mengen für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse  Nachweisführung in Form eines Berichtes oder einer Übersicht, welche Mengen modell- basiert ermittelt wurden

Abbildung 19 Arbeitsschritte Mengenermittlung

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3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung von Bauleistungen sind aus Fachmodellen abzu- leiten. Hierzu sind die Bauteile der Fachmodelle mit dem zugehörigen LV zu verknüpfen. Die Anwendung der Leistungsverzeichnisse der Baustandards ist vom AN sicherzustellen.

Abbildung 20 Arbeitsschritte LV-Erstellung

Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der GAEB-Dateien an den AG erfolgt. Der AN liefert in Rahmen des Anwendungsfalls eine Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden.

3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) (100 Mengen- und Kostenermittlung) Im Rahmen der Kostenermittlung obliegt dem AN die Abstimmung und Zuordnung zu Kontie- rungszielen (PSP-Elemente, AiB, Kostenstelle, Aufwand) und Finanzierungskennzeichen für das jeweilige Projekt. Durch Visualisierung von Kontierungszielen und Finanzierungskennzei- chen (sofern mehr als eine Finanzierungsart vorliegt) kann die Abstimmung wesentlich ver- bessert werden. Hierfür werden die Kontierungsziele und Finanzierungskennzeichen durch den AN als Attribut im BIM-Modell hinterlegt und mit den zuständigen Stellen modellbasiert abgestimmt.

Abbildung 21 PSP-Elementstruktur

3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Das BIM-Modell bildet die Planungswahrheit ab und stellt somit die Grundlage für die Erstellung aller Vergabeunterlagen dar. Das Modell, daraus erzeugte Planungsergebnisse sowie die Punkt- wolkendaten werden im Vergabeverfahren zusätzlich über das DB Vergabeportal zur Verfügung gestellt. Das BIM-Modell wird hierdurch zum Vertragsbestandteil. Der AN stellt dabei sicher, dass Ausschreibungsunterlagen, wie 2D-Planunterlagen, Mengen, Leistungsverzeichnisse aus dem BIM-Modell abgeleitet sind und nicht von diesem abweichen. Für die Bereitstellung des BIM-Modells im Vergabeverfahren hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:

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 Erstellung sämtlicher erforderlichen Unterlagen inkl. 2D-Planunterlagen für die Vergabe auf Grundlage des BIM-Modells (s. 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen)  Übergabe der Fachmodelle, des Gesamtmodells sowie Punktwolkendaten entsprechend den Vorgaben des Datenlieferungsplans Die Projektleitung des AG übergibt die BIM-Modelle (Gesamtmodell und Fachmodelle) inklusive Punktwolken sowie weitere Vergabeunterlagen in digitaler Form an den Einkauf. Hierbei werden BIM-Modelle im nativen sowie IFC-Format, Punktwolken im .e57 und Planunter- lagen oder Terminpläne in PDF und einem bearbeitbaren Format (z.B. DXF, DWG, MPP) über- geben.

3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt ein As-Built-Modell, das den IST-Zustand des errichteten Bauwerks abbildet. Das As-Built-Modell stellt in der Regel eine Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung des Gesamt- modells Stufe 2 dar. Als ergänzende Grundlage zur Erstellung des As-Built-Modells können auch Punktwolken verwendet werden. (s. 3.6.9 As-Built-Modell)

Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Revision des Gesamtmodells Stufe 2 durch Abgleich mit dem gebauten IST-Zustand  Modellierung des As-Built-Modells entsprechend den Vorgaben des AG  lagerichtige Zusammenführung aller revidierten Fachmodelle im As-Built-Modell  Übergabe des As-Built-Modells in der PKP gem. der Ergänzenden Regelungen zur Nut- zung der Projektkommunikationsplattform und des Datenlieferungsplans

3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt das As-Built-Modell und vervollständigt die Attribuierung der Bauteile entspre- chend den Vorgaben zum LoI und übergibt die äußeren Attribute inklusive des Attributs „Equipment“ in Form einer Übergabetabelle zwei Wochen vor Abnahme der Bauleistung an den AG. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:

 vollständige Attribuierung gem. den Vorgaben zum LoI inkl. der Anlage A – Digitale Bau- teilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Dies ist im IFC sowie im nativen Format umzusetzen.  Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx- Format in die PKP zum As-Built- Modell (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM)

3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Der AN kann die Regelkonformität des BIM-Modells mit Hilfe einer entsprechenden Software und den dort hinterlegten Regeln der Ril 813 überprüfen. Die Ril 813 ist vom AG so aufbereitet, dass die entsprechenden Anforderungen (z.B. einzuhaltende Abstände) in einer Prüfungssoftware um- gesetzt werden können.

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3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgabenver- waltung (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) In Projekten ist die modellbasierte digitale Protokollierung von Kollisionen, Aufgaben und Ände- rungen zentraler Bestandteil der BIM-Projektbesprechungen. Der Austausch des Protokolls unter den Projektbeteiligten erfolgt im standardisierten Austauschformat BCF durch den AN. Zusätzlich ist das Protokoll im Anschluss an jede BIM-Projektbesprechung als .pdf-Dokument in die Projekt- kommunikationsplattform zu laden. Folgende Anforderungen an die Erfassung und Verwaltung von Aufgaben, Änderungen und Kol- lisionen sind zu erfüllen:  Georeferenzierung (z.B. durch Viewpoints am Modell)  Bilddatei  Beschreibung der Aufgabe, Änderung, Kollision  Zuweisung Verantwortlichkeit  Zuweisung Datum (Erfassung, Frist)  Status  sonstige strukturierende Metadaten, wie z.B. Gewerk, Planungsabschnitt, Bauabschnitt  Export im BCF-Format bzw. einem für alle Projektbeteiligten zugänglichem und nutzbaren Format Die Verwaltung der Kollisionen, Aufgaben und Änderungen erfolgt in einer für alle Projektbetei- ligten zugänglichen Verwaltungssoftware. Dem Auftraggeber werden hierfür vom Hauptauftrag- nehmer Planung Zugänge für die gesamte Projektlaufzeit zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Zugänge wird vom AG vor Ausschreibung im BAP festgelegt. Dabei sind die Datenschutzbestim- mungen der DB InfraGO AG einzuhalten. Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Abstimmung der zu verwendenden Verwaltungssoftware  Bereitstellung von x-Zugängen zur Verwaltungssoftware für den AG  Protokollierung aller Kollisionen, Aufgaben und Änderungen im Koordinationsmodell im BCF-Format durch den Hauptauftragnehmer Planung (i.d.R. BIM-Koordinator)  Zuordnung von Viewpoints, Bilddateien, Zuständigkeiten, Beschreibung, Datum und sons- tige strukturierende Metadaten  Hochladen des Protokolls als PDF und BCF-Dateien in die Projektkommunikationsplatt- form sowie Verteilung an die Projektbeteiligten

3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) (120 Terminplanung der Ausführung & 130 Logistikplanung) Der AN kann die Baubarkeit seiner Planung unter der gegebenen Randbedingungen durch eine modellbasierte Bauablaufplanung überprüfen. Durch die Verknüpfung von Bauteilen eines oder mehrerer 3D-Modelle mit einem oder mehreren Terminplänen kann der Bauablauf am Modell visuell dargestellt werden (4D-Modell). Inwiefern provisorische Bauteile, Baubehelfe etc. im Bau- ablauf zu berücksichtigen sind, ist projektspezifisch abzustimmen. Der visualisierte Bauablauf kann für Sperrpausen-, Bauablauf-, und Logistikplanung sowie die Wegeleitplanung herangezogen werden. Der Verwendungszweck wird im BIM-Projektabwick- lungsplan festgehalten. Als Hilfestellung dazu dient die Arbeitshilfe Musterbauphasenplan V2.0.

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Sofern darüber hinaus eine Bauablaufsimulation erforderlich wird, ist diese dem AG als Video oder im .nwd-Format zu übergeben.

3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) (070 Bemessung und Nachweisführung) Der AN kann durch die Nutzung eines BIM-Modells für Bemessung und Nachweisführung die Baustatik nachvollziehbar erstellen. Des Weiteren können modellbasiert durch den AN Simulationen, wie Überflutung, Lärm- und Schadstoffausbreitung, Fahrgastlenkung, Personenstromsimulation, Flucht- und Rettungsweg, Energienachweis etc. als Grundlage zur Nachweisführung erstellt werden. Die genauen Anwen- dungen bzw. Simulationen ist im BAP zu beschreiben.

3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) Dem AN wird empfohlen, dass die Darstellung der Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (wie z.B. Sperrzonen, Zugangsbeschränkungen, Fluchtwege, Lotsen- punkte, Brandbekämpfung, Betriebsabläufe, Fußgängerzonen etc.) im Modell erfolgt. Diese Maß- nahmen sind ggf. in Zusammenhang mit temporären Bauzuständen oder Einrichtungen darzu- stellen. Darüber hinaus kann die Modellierung zusätzlicher Objekte, wie z.B. Gefahrenbereiche (Gleisbe- reich, Oberleitungsbereich, Flucht- und Rettungswege im Bestand etc.) projektspezifisch erfor- derlich werden. Die Objekte können als einfache Volumenkörper im Modell dargestellt werden. (z.B. 3D-Objekt für Abbildung des Lichtraumprofils, der entlang der Gleisachse abgeleitet wurde).

3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) (140 Baufortschrittskontrolle) (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Erfassen des gebauten IST-Zustands eines Bauwerks und der Umgebung mittels farbiger geore- ferenzierter Punktwolken (siehe auch 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke)

Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Regelmäßige Erfassung des Bauzustandes inkl. Erfassung überbauter bzw. unterirdi- scher Bereiche mittels Punktwolke  Lagerichtige Zusammenführung der Punktwolken im Koordinationsmodell  Gewährleistung, dass die zu erstellenden Scans keine Informationen enthalten, die Rück- schlüsse auf bestimmte oder bestimmbare natürliche Personen ermöglichen könnten (z.B. Abbildungen von Personen an Bahnsteigen, KFZ- Kennzeichen) Die Genauigkeit der Punktwolken, die im Laufe der Bauausführung punktuell erstellt werden (z.B. Bauzustände, überbaute Bereiche), können in Abstimmung mit dem AG in einer geringeren Ge- nauigkeit erfasst werden. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben in 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punkt- wolke.

3.7.24 As-Built-Kontrolle (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Die As-Built-Kontrolle ist ein Bearbeitungsschritt, bei dem das geplante 3D-Modell der gefer- tigten IST-Geometrie sowie allen geometrischen und nicht-geometrischen Attributen eines Bauteils oder Bauwerks gegenübergestellt wird. Dabei wird der IST-Zustand mittels Punkt- wolke erfasst (siehe 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN)) und innerhalb eines Validierungssystems mit dem As-Built-Modell überlagert und abgeglichen. Hierdurch wird ein einfacher visueller Abgleich geschaffen, der es ermöglicht die IST-Geometrie einzelner Bau- zustände bzw. dem Endzustand zum As-Built-Modell zu validieren.

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Darüber hinaus erfolgt ein Abgleich der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Mo- dells (Level of Information).

Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:  Lagerichtige Integration der Punktwolken des IST-Zustands in das Koordinationsmo- dell  Abgleich und Validierung des As-Built-Modells anhand definierter Bautoleranzen  Abgleich und Validierung der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Modells (LoI) zum gebauten Endzustand  Einarbeitung und Dokumentation von Abweichungen zwischen IST-Zustand und As- Built-Modell

Abbildung 22 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punktwolke) mit der Planung (BIM-Modell)*

*Grün -Abweichung mit zulässiger Toleranz, rot – Abweichung außerhalb der Toleranzgrenzen

3.8 Datenaustausch und Datenlieferung

3.8.1 Datenlieferungsplan Die Datenübergabe der Punktwolken erfolgt in den gem. nachfolgendem Datenlieferungsplan geforderten Formaten: Die Übergabe von Punktwolken an den AG erfolgt aktuell auf Datenträgern (z.B. Festplatte). Vom AN sind die Punktwolkendaten grundsätzlich in 3-facher Ausführung auf jeweils einem Daten- träger an den AG zu übergeben, wobei die Anzahl projektspezifisch in Abstimmung mit dem AG angepasst werden kann. Dabei ist zu beachten, dass mind. eine Ausführung auf einem Datenträ- ger für die Langzeitarchivierung an den AG zu übergeben ist. Die Dateibezeichnung der einzelnen Punktwolken ist gem. Dokumentationsrichtlinie 813.0104 (Anlage A05) vorzunehmen. Anstelle der Punktwolkendateien wird in der Projektkommunikationsplattform ein Dokument gem. Vorga- ben des AG vom AN hochgeladen. Der AN liefert das Dokument „Bestätigung Lieferung Punkt- wolke“ in der Projektdokumentation (z.B. unter P113.018 Punktwolke), welches der AG mit der Abgabeplanung angelegt hat. Der Erhalt der Punktwolkendaten wird im Übergabeblatt "Bestäti- gung Lieferung Punktwolke" vom AG dokumentiert (z.B. mittels elektronischer Signatur in der PKP per Desktop Connect). Details zur Vorgehensweise können dem Anwendungsfall 3.7.7 Be- standserfassung mittels Punktwolke entnommen werden. Die Datenübergabe des BIM-Modells, Punktwolken und der Planunterlagen haben in den fol- genden Formaten zu erfolgen:  natives Format (BIM-Modell)  ifc-Format (BIM-Modell)  nwd-Format (BIM-Modell)  e57-Format (Punktwolke)  rcp/rcs-Format (Punktwolke)  dwg-Format (Planunterlagen), ggf. auch im dgn-Format

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 pdf-Format (BIM-Modell und Planunterlagen)  GAEB (Kostenpläne und LV) Die Datenübergabe erfolgt in der Projektkommunikationsplattform (s. 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform). Es ist vom AN ein Datenlieferungsplan zu erstellen, der zur Abstimmung zwischen AN und AG gem. Vorgabe im BIM-Projektabwicklungsplan zu liefern ist. In diesem muss auch die technische Art der Übergabe des BIM-Modells klar definiert werden. Zur Dokumentation des Informations- und Datenaustausches im Projekt dient folgendes Muster. Die nachstehende Tabelle enthält gleichzeitig die Mindestanforderungen an die Datenlieferung in Bezug auf Formate und Übergabezeitpunkte.

KATEGORIELPHFREQUENZ/MEILENSTEINLIEFERFORMATE
Punktwolken1-8nach Erstellung Punktwolkee57 und rcp/rcs
Mesh (optional)1-8nach Erstellung Punktwolkefbx, obj
Bestätigung Lieferung Punktwolke1-8nach Erstellung Punktwolke.pdf
Fachmodelle1-8mit Übergabe Gesamtmodell je Modell- stufe Die Frequenz für die Übergabe der na- tiven Formate können in Abhängigkeit der Anwendungsfälle und Erfordernis im Projekt mit der Projektleitung und BIM-Beratung festgelegt werden.ifc, natives For- mat3
BIM-Modell (Gesamt- modell)1-8mit Abschluss der jeweiligen Leistungs- phase.ifc, natives For- mat1, .nwd (inkl. Bestandteile, wie z.B. .nwc., .nwf).
Koordinationsmodell (BIM-Projektbespre- chungen)1-8min. im 4-Wochen-Takt.nwd
Qualitätssicherungsbe- richt inkl. bestätigtem Nachweis Kollisions- prüfung1- 5,8mit Übergabe BIM-Modell je Modell- stufe und ggf. definierten Zwischenab- gaben.pdf
BIM-Projektabwick- lungsplan1-8Angebotsabgabe, 4 Wochen nach Auf- tragserteilung, fortlaufend im Projekt.docx, .pdf
Projektdokumentation1-9projektbegleitend, spätestens mit Ab- schluss der Lph.pdf2
2D-Planableitungen/- unterlagen (Bestand- teil der Projektdoku- mentation)1-8projektbegleitend, spätestens mit Ab- schluss der Lph.pdf, .dwg/.dng
Kostenermittlung2-5mit Abschluss der Leistungsphase.xlsx, .pdf, GAEB
Mengenermittlung2-8mit Abschluss der Leistungsphase.xlsx, .pdf, GAEB
Ausschrei- bung/Vergabe6-7mit Abschluss der Leistungsphase.ifc, natives For- mat3, .pdf, GAEB
Bauablaufsimulation2-5projektspezifisch.mpeg/.avi, natives Format (z.B. für Navisworks .nwd)
3D-Visualisierung1- 5,8projektspezifischnatives Format, VR- Anwendung, .jpg/.png,

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Dokumentation des Koordinatensystems (CAD-Datei)2-54 Wochen nach Auftragserteilung.dwg/.dng
1 trifft zu, wenn die Fachmodelle in einem einheitlichen Format erstellt wurden und die Dateigröße verarbeitbar ist 2 siehe 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 3 z.B. Revit (.rvt), ALLPLAN (.NDW), ProVI, CARD1, usw.

Tabelle 7 Datenübergabeformate

3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform Die Datenübergabe erfolgt projektbegleitend auf der bereitgestellten gemeinsamen Datenplatt- form, der Projektkommunikationsplattform. Die Projektkommunikationsplattform dient als Daten- austausch und somit Kommunikationsplattform im jeweiligen Projekt. Hier werden die für den Datenaustausch im Projekt notwendigen Informationen, insb. Planungs- und Projektstände aus- getauscht, so dass zu jeder Zeit im Projekt jeder Projektbeteiligte, über die für ihn aktuellen Infor- mationen verfügt und in der eigenen Planung bzw. Realisierung berücksichtigen und anwenden kann. Die Projektkommunikationsplattform ist somit die Datendrehscheibe im Projekt und stellt den aktuellen Stand der Projektbearbeitung dar. Der fehleranfällige Austausch per E-Mail oder anderer Medien im Projekt entfällt damit. Hierdurch wird die Projektdokumentation sukzessive und projektbegleitend entwickelt, so dass zum Ende der Projektlaufzeit eine vollständige Projektdokumentation vorliegt und an Betrieb, Ar- chive und Folgeprojekte übergeben werden kann. Gleichzeitig können Unterlagen für die Frei- gabe der Ausführungsunterlagen, Abnahmen oder Inbetriebnahme automatisch aus den einzeln abgegebenen Unterlagen zusammengestellt werden. Die Nutzung der Projektkommunikationsplattform ist für alle Projektbeteiligten verpflichtend, siehe auch Ergänzende Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform. Voraussetzung für die Nutzung sind die Beschaffung von Lizenzen, Teilnahme an der verpflichtenden Schulung und Einrichtung von Zugängen. Jeder Projektbeteiligte lädt die jeweils erzeugten und aktuellen Planungsergebnisse, – stände und Bauunterlagen (Modelle, Pläne, Dokumente, Berechnungen etc.) sowie weiteren Lieferge- genstände gem. Dokumentationsvorgaben im entsprechenden Projektraum hoch. Die Projekt- kommunikationsplattform schafft somit für alle Projektbeteiligten einen transparenten Zugang zu den für die jeweilige Rolle vorhandenen Projektinformationen. Dokumente (Pläne, Erläuterungsbericht etc.) und Modelle, welche Gegenstand der BIM-Projekt- besprechung sind, müssen mind. 2 Arbeitstage vorab in der Projektkommunikationsplattform al- len Projektbeteiligten bereitgestellt werden. Diese Dokumente und Modelle stellen den Arbeits- stand dar, an dem der Planungsfortschritt besprochen werden soll. Die finalen Lieferobjekte der Projektdokumentation (Dokumente, Pläne und Modelle etc.) werden sukzessive mit Fertigstellung, jedoch spätestens mit Ende der jeweiligen Planungs- bzw. Bau- phase, vom Ersteller als Projektunterlagen hochgeladen. Durch das kontinuierliche Füllen der Struktur mit Dokumenten entsteht im Projekt sukzessive die Projektdokumentation. Die Benennung der Dateien gem. Ril 813.0104 entfällt durch Nutzung der Projektkommunikati- onsplattform. Für Pläne und Modelle ist im Modul Plan-/Modellmanagement der Konfigurationen 7.2 absteigend noch eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Hierfür ist die Ril 813.0104 zu beachten. Ausnahme davon bildet die Abgabe von Koordinationsmodellen. Darüber hinaus sind die Vorgaben der TM 2019-02 zur Archivierung von Papieroriginalen zu be- achten. Die notwendigen Dokumente zur Nutzung, Anmeldung und Schulung finden Sie unter: www.deutschebahn.com/PKP

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Handbücher, ein Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform und Videotutorials stehen den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform sowie auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung

Abbildung 23 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen

Login zur Projektkommunikationsplattform hier.

3.8.3 Software und Datenaustauschformate Die einzelnen Planungs- bzw. Fachdisziplinen stimmen im Rahmen der Erstellung des BIM-Pro- jektabwicklungsplans die für den jeweiligen Verwendungszweck erforderlichen Informationen, Datenaustauschformate und Zeitpunkte des Datenaustauschs für die gesamte Projektlaufzeit ab. Der Informations- und Datenaustausch wird im BIM-Projektabwicklungsplan vom AN dokumen- tiert. Der Datenaustauschprozess ist vom AN zu Projektbeginn zu testen und im BIM-Kick-Off zu de- monstrieren und zu dokumentieren. Wenn der AN beabsichtigt, während des Verlaufes des ge- samten Projekts seine Softwareversion oder die Software zu wechseln, ist dies von Seiten des AG zustimmungspflichtig. Die entsprechenden Angaben sind durch den AN im BIM-Projektab- wicklungsplan (BAP) zu pflegen.

3.9 Sicherung Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Digitalen Bauteilbibliotheken der DB InfraGO AG. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen:  korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell  Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente)  inhaltliche Richtigkeit der Daten  Kollisionsfreiheit im BIM-Modell Dies ist im Rahmen der getakteten BIM-Projektbesprechungen vom AN nachzuweisen sowie durch einen Qualitätssicherungsbericht zu bestätigen und wird bauherrenseitig stichprobenartig geprüft.

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 87

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Abbildung 24 Qualitätssicherungsprozess Planung Vom Hautauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) ist ein ausführliches Qualitätssicherungs- konzept gem. Anforderungen des BIM-Projektabwicklungsplans vorzulegen, das Bezug auf die Einhaltung der festgelegten Qualitätskriterien nimmt. Die Verantwortung für die fachdisziplinübergreifende Sicherung der Modellqualität obliegt dem Hauptauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) und ist von einer internen, unabhängigen Stelle des AN durchzuführen. Die Sicherung der Modellqualität der einzelnen Fachmodelle/-beiträge obliegt dem zuständigen Fachplaner gleichermaßen. Es wird darauf hingewiesen, dass:

 die Eingangsprüfung des Objektplaners niemals die Ausgangsprüfung des Fachplaners ersetzen kann  die Daten jederzeit vom Auftraggeber verlangt und überprüft werden können Die Qualitätskriterien richten sich nach folgenden Kriterien:  Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen  Überprüfung der Projektanforderungen  Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell  Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen  Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz Die Sicherung der Modellqualität ist durch den Hauptauftragnehmer sowohl für die Objektplanung als auch die Fachplanungen im Qualitätssicherungsbericht gegenüber dem AG nachzuweisen. Der Qualitätssicherungsbericht steht als bearbeitbares PDF-Formular auf der Informationsplatt- form Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung. Im Qualitätssicherungsbericht werden die gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. Anlage A Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards sowie der Modellierungsvorschrift definier- ten Anforderungen an die Qualität und Lieferung der geforderten auftragsgegenständlichen Leis- tungen durch den Auftragnehmer nachgewiesen. Als BIM-Modell werden im Qualitätssicherungsbericht die gem. Beauftragung und Projektstatus zu liefernden BIM-Modelle entsprechend der definierten Modellstufen der Vorgaben zur LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 88

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Anwendung der BIM-Methodik betitelt. Im Qualitätssicherungsbericht ist auf die aktuelle Modell- stufe des Berichtsgrunds Bezug zu nehmen. Der Qualitätssicherungsbericht ist projektbegleitend durch den Auftragnehmer zu befüllen und wird während der getakteten BIM-Projektbesprechungen bzw. Baubesprechung am Modell als Hilfsmittel zur Qualitätssicherung genutzt. Der BIM-Berater kann anhand dieses Qualitätssicherungsberichts parallel und somit projektbe- gleitend den Fortschritt und die Qualität des jeweils aktuellen BIM-Modells prüfen. Die Endfassung des Qualitätssicherungsberichts ist zu festgelegten Zwischenabgaben sowie mit Übergabe des jeweiligen fertiggestellten BIM-Modells als Endabgabe durch den Auftrag- nehmer zu liefern und wird zusammen mit dem BIM-Modell auf der Projektkommunikationsplatt- form bereitgestellt. Die Erfüllung der einzelnen Kriterien werden projektbegleitend stichprobenartig durch den AG überprüft und sind vom Auftragnehmer gleichermaßen projektbegleitend nachzuweisen.

3.10 BIM-Lab auf AN-Seite Der Hauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objektplaner, richtet einen Raum ein, in dem Planungs- und Baubesprechungen anhand des BIM-Modells durchgeführt werden können. Einen Vorschlag für die Einrichtung eines BIM-Labs kann der Kurzanleitung Anforderung und Einrichtung BIM-Lab entnommen werden.

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 3 BIM-Pflichtenheft 89

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Abkürzungsverzeichnis

A
AGAuftraggeber
ANAuftragnehmer
AN-BauAuftragnehmer Bau
AVAAusschreibung, Vergabe und Abrechnung
B
BAPBIM-Projektabwicklungsplan
BCFBIM Collaboration Format
BIMBuilding Information Modeling
BoVEKBodenverwertungskonzept
BQSBIM-Qualitätssicherung
Bauüberwachung
BÜBBauüberwachung Bahn
BVBBauvorlageberechtigter
C
CADComputer-Aided-Design (computergestütztes Entwerfen)
CAFMComputer Aided Facility Management
CARD/1Planungssoftware
CDECommon Data Environment
D
DB AGDeutsche Bahn AG
DB E&CDB Engineering & Consulting
DWGDateiformat von AutoCAD-Dateien
DXFDateiaustauschformat von Autodesk®
E
EBAEisenbahnbundesamt
EGEmpfangsgebäude
EIUEisenbahninfrastrukturunternehmen
F
FBXAustauschformat aus Revit®
FEMFinite Elemente Methode
F&EForschung & Entwicklung
G
GAEBAustauschformat (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen)
GBGeschäftsbereich
GEGrundlagenermittlung
GISGeoinformationssystem
GRADateiformat mit Informationen zur Gradiente
H
HANHauptauftragnehmer
HOAIHonorarordnung für Architekten und Ingenieure
HpHaltepunkt
I
IBVInbetriebnahmeverantwortlicher
IFCAustauschformat (Industry Foundation Classes)
INGIngenieur
ISDInfraStrukturDaten
ITInformationstechnik
ITKInformationstechnologie und Kommunikationstechnik
iTWO®von der DB AG eingesetzte BIM-fähige AVA-Software
K

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 Abkürzungsverzeichnis 90

[Seite 91]

L
LBLeistungsbeschreibung
LCCLebenszykluskosten (Life Cycle Cost)
LeiVLeistungsvereinbarung
LoALevel of Accuracy (Genauigkeitsgrad)
LoDLevel of Detail (Grad der Detaillierung)
LoGLevel of Geometry (Grad der geometrischen Detailierung)
LoILevel of Information (Grad der Information)
LphLeistungsphase entsprechend HOAI
LuFVLeistungs- und Finanzierungsvereinbarung
LSTLeit- und Sicherungstechnik
LVLeistungsverzeichnis
M
MdbDatenbankformat (MS Access)
N
NwcDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
NwdDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
NwfDateiformat (Autodesk® Navisworks®)
O
OLAOberleitungsanlagen
P
PIMProjektinformationsmodell
POVPlanungsobjektverwaltung
ProVIPlanungssoftware für Infrastruktur- und Verkehrsplanung
PLProjektleiter
PstProjektsteuerung
Q
QTOQuantity Takeoff (Software von Autodesk® mit Formeln zur Mengenermittlung)
R
RBRegionalbereich
RIB„Recheninstitut im Bauwesen“ – Softwarehersteller
RVRahmenvertrag
RvtFormat des Autodesk®-Produkts Revit®
S
SAPSoftware-Hersteller (Software zur Abwicklung von Geschäftsprozessen)
SAP PMSAP Plant Maintenance (Modul für das Anlagenmanagement)
T
TBQTechnischer Beauftragter Qualität
TEIVTranseuropäische-Eisenbahn-Interoperabilitätsverordnung
TGATechnische Gebäudeausrüstung
TLKTeilleistungskatalog
TKTelekommunikation
TÖBTräger öffentliche Belange
TRADateiformat mit Informationen zur Trasse
TSITechnische Spezifikationen für die Interoperabilität
U
uPvaunterirdische Personenverkehrsanlage
V
VSTVerkehrsstation
VAVerkehrsanlage
W
Z

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, I.IPM 4, 28.02.25 Abkürzungsverzeichnis 91

[Seite 92]

Anlage 1

Projektorganisation in

komplexen Projekten

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 93

Index 94

Geltungsbereich 95

Abbildungsverzeichnis 96

1 Projektorganisation in komplexen Projekten 97 1.1 Rollen und Verantwortlichkeiten 97 1.1.1 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Managers 97 1.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Gesamtkoordinators (Auftragnehmer) 98 1.1.3 Verantwortlichkeiten des BIM-Fachkoordinators (Auftragnehmer) 99 1.2 Projektorganisation 99

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 Inhaltsverzeichnis 93

[Seite 94]

Index

Nr.:Version:Datum:Änderung:Verfasser:
011.028.02.2025ErstausgabeI.IPM4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 Index 94

[Seite 95]

Geltungsbereich

Dieses Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte
des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG. Bei komplexen Projekten sind
die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und projektspezifisch zu ergänzen.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei-
lige Rolle im Projekt zu beachten.
Die vorliegende Anlage Projektorganisation in komplexen Projekten ist urheberrechtlich
geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesem Dokument das ausschließliche und unein-
geschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der
Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge-
schäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 Geltungsbereich 95

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 26 BIM-Organigramm Gesamtvergabe an Hauptauftragnehmer 99 Abbildung 27 BIM-Organigramm losweise Vergabe 100

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 Abbildungsverzeichnis 96

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1 Projektorganisation in komplexen Projekten

Dieses Dokument enthält Vorgaben zur Projektorganisation sowie zur Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten für Projekte hoher Komplexität. Solche Projekte sind in der Regel Großpro- jekte, die sich durch eine lange Projektdauer, einen umfangreichen Projektinhalt und spezielle vergaberechtliche Anforderungen von Standardprojekten unterscheiden. Nachfolgend werden mögliche Projektstrukturen beschrieben, die insbesondere auf Auftragneh- merseite erweiterte Rollen und Verantwortlichkeiten erfordern können. Diese Rollen und Verant- wortlichkeiten müssen vom Auftragnehmer projektspezifisch im BIM-Projektabwicklungsplan do- kumentiert und mit der Angebotsabgabe eingereicht werden. Sie sind im Projektverlauf stets ak- tuell zu halten. Auch auf Auftraggeberseite entstehen aufgrund der Komplexität und Projektdauer zusätzliche Rollen und Verantwortlichkeiten, da eine reine BIM-Beratung hier nicht ausreicht.

1.1 Rollen und Verantwortlichkeiten Für Standardprojekte im Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG gibt es zahl- reiche Standards zur BIM-Implementierung und Projektabwicklung. Aufgrund der hohen Standar- disierung sowie die vergleichsweise geringe Anzahl an Projektbeteiligten und Schnittstellen kön- nen diese Projekte meist durch eine punktuelle Beratung eines zertifizierten BIM-Beraters umge- setzt werden. Komplexe Projekte (i.d.R Großprojekte) weisen einen höheren Grad an Komplexität auf. Kenn- zeichnend dafür sind zahlreiche Projektbeteiligte, umfangreiche Schnittstellen, ein großer Pro- jektumfang und -dauer, vergaberechtliche Anforderungen sowie ein eher geringerer Standardi- sierungsgrad. Für diese Projekte ist eine zentrale Steuerung für die BIM-Implementierung und Projektdurchführung über die gesamte Projektlaufzeit erforderlich. Diese zentrale Steuerung wird durch das BIM-Management durch mindestens einen BIM-Manager sichergestellt. Auch auf Auftragnehmerseite sind erweiterte Rollen und Verantwortlichkeiten erforderlich. Ein einzelner BIM-Koordinator kann die Anforderungen in Bezug auf Projektdauer, Umfang und die Vielzahl an Schnittstellen mitunter nicht allein bewältigen. Deshalb werden die Aufgaben des BIM- Koordinators in die Rollen des BIM-Gesamtkoordinators und des BIM-Fachkoordinators auf- geteilt, die jeweils das Gesamtprojekt/-maßnahme bzw. die einzelnen Fachdisziplinen betreuen und koordinieren. Die erweiterten Verantwortlichkeiten für komplexe Projekte sind im Folgenden definiert.

1.1.1 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Managers Der BIM-Manager übernimmt organisatorische Aufgaben im Zusammenhang mit der Implemen- tierung, Umsetzung und Dokumentation der BIM-Prozesse für das Gesamtprojekt/-maßnahme. Dabei ist er insbesondere für die Einhaltung der BIM-Standards und die Steuerung der BIM-spe- zifischen Schnittstellen zuständig. Er unterstützt die Projektleitung bei der Anwendung der BIM- Methodik und verantwortet die BIM-Prozesse im Gesamtprojekt/-maßnahme. Ein BIM-Manager für Projekte des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe muss über eine gültige Zertifizierung zum BIM-Berater verfügen. Weitere Qualifikationsvoraussetzungen können dem Leitfaden BIM-Berater entnommen werden. Die wesentlichen Aufgaben der Steuerung des BIM-Managers sind insbesondere:  Kosten: Sicherstellen einer wirtschaftlichen Anwendung der BIM-Methodik gemäß den definierten projektspezifischen BIM-Zielen  Qualität: Überwachen der Qualität und Abnahme von BIM-Liefergegenständen (z. B. Mo- delle, Anwendungsfälle).  Termine: Koordination von Terminen, Datenlieferungen und Fristen im BIM-Kontext. Zusätzlich setzt der BIM-Manager ein durchgängiges Datenmanagement auf und steuert dessen Umsetzung über die gesamte Projektlaufzeit hinweg bis zur Übergabe in den Betrieb. Dies

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 97

[Seite 98]

umfasst die Verwaltung und Bereitstellung von Dokumenten, BIM-Modellen und IT-Werkzeugen, die über zentral und standardmäßig bereitgestellte Plattformen hinausgehen. Die zentralen Aufgaben des BIM-Managers in komplexen Projekten umfassen, zusätzlich zu den Tätigkeiten eines zertifizierten BIM-Beraters, die nachfolgend aufgeführten Aufgaben für das Ge- samtprojekt bzw. die gesamte Maßnahme.

Projektvor- bereitung Unterstützung der Projektleitung bei der Erstellung von BIM-spezifischen Terminplänen und Ausführungsfristen  Ableitung und Festlegung von BIM-spezifischen Meilensteinen, z. B. in Bezug auf Liefergegenstände wie BIM-Modelle und Anwendungsfälle.  Erstellung einer Übersicht zu Meilensteinen sowie den fachlichen und räumlichen Schnittstellen im BIM-Prozess  Mitwirkung bei der Vergabekonzeption und dem Aufbau der Projektstruk- tur, einschließlich der vertraglichen Regelungen, z. B. der Zuordnung der BIM-Gesamtkoordination in der Vergabe  Festlegung und Dokumentation des Datenmanagements sowie der er- forderlichen IT-Werkzeuge (sofern kein Standard vorgegeben ist) für das gesamte Projekt, einschließlich der vertraglichen Verankerung  Einrichtung und Administration der vorgegebenen Standardsoftware, z. B. der Projektkommunikationsplattform  Festlegung der Nutzung zusätzlicher IT-Werkzeuge, einschließlich der projektspezifischen Einrichtung sowie des Zugangs- und Rechtemana- gements  Sicherstellung der Einhaltung von Datenschutz-, Datensicherheits- und IT-Sicherheitsvorgaben der DB AG bei der Nutzung von IT-Werkzeugen.  Zuarbeit zum Projekthandbuch, insbesondere zu BIM-spezifischen Pro- jektstandards  Ergänzung von projektspezifischen Anforderungen, die über die allge- meinen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik hinausgehen  Gegebenenfalls Erarbeitung, Kommunikation und Durchsetzung eines projektspezifischen BIM-Implementierungskonzepts
Projekt- durchfüh- rung Mitwirkung bei der Zusammenführung der BIM-Projektabwicklungspläne der Bietenden eines Projekts (z. B. bei fachlosweiser Vergabe) zu einem einheitlichen BAP  Fortschreibung des Projekthandbuchs mit BIM-relevanten Inhalten.  Überwachung der Einhaltung der festgelegten BIM-Standards  Aktualisierung der Übersicht zu Meilensteinen sowie zu fachlichen und räumlichen Schnittstellen im BIM-Prozess  Unterstützung bei Abstimmungen zwischen den Fachdisziplinen, insbe- sondere in Bezug auf Schnittstellen, Datenübertragung, Regeln und Ko- operation  Mitwirkung bei der Abstimmung von BIM-Modellen aus Schnittstellenpro- jekten, um die Passfähigkeit im Gesamtprojekt sicherzustellen  Unterstützung bei der Übergabe definierter Daten an Archive, Systeme und den Betrieb  Abstimmung zur weiteren Nutzung des BIM-Modells für zusätzliche An- wendungsfälle nach der Baufertigstellung

1.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Gesamtkoordinators (Auftragnehmer) Der BIM-Gesamtkoordinator des Auftragnehmers (AN) ist verantwortlich für die Koordination der Fachplanungen im Gesamtprojekt bzw. der gesamten Maßnahme. Zudem dokumentiert und ge- währleistet der BIM-Gesamtkoordinator die Qualität des BIM-Modells. Zusätzlich zu den grundlegenden Aufgaben des BIM-Koordinators übernimmt der BIM-Gesamt- koordinator mindestens folgende zusätzlichen Aufgaben:

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 Zusammenführung der verschiedenen BIM-Projektabwicklungspläne der Bieter eines Projekts (bei z.B. fachlosweiser Vergabe) zu einem BAP  Steuerung und übergreifende Koordination der BIM-Fachkoordinatoren maßnahmen-/pro- jektübergreifend  Abstimmung von Schnittstellen durch Integration von BIM-Modellen aus angrenzenden Projekten, um die Passfähigkeit im Gesamtprojekt bzw. der Maßnahme sicherzustellen.

1.1.3 Verantwortlichkeiten des BIM-Fachkoordinators (Auftragnehmer) Der BIM-Fachkoordinator ist für die Koordination der jeweiligen Fachdisziplin(en) verantwortlich und übernimmt grundsätzlich die gleichen Aufgaben wie ein BIM-Koordinator – jedoch speziell bezogen auf seine Fachdisziplin. Dies umfasst:  Koordination und Zusammenführung der Einzelplanungen der Fachdisziplin zu einem konsistenten Fachmodell.  Mitwirkung bei Erstellung und Fortschreibung des BAP für die Inhalte seiner Fachdisziplin  Koordination der BIM-Aufgaben bzw. BIM-Modellersteller in der jeweiligen Fachdisziplin  Aufbereitung von Kollisionen und Konflikten innerhalb der Fachdisziplin, als Vorbereitung für die Zusammenführung im Koordinationsmodell oder für BIM-Projektbesprechungen  Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwendete Software  Teilnahme an BIM-Projektbesprechungen, je nach Erfordernis  Teilnahme an weiteren Besprechungsterminen mit den wesentlichen Projektbeteiligten  Koordination und Bereitstellung eines fachlich korrekten Fachmodells  Sicherstellung der Qualität des Fachmodells und Prüfung auf Konformität zu abgeleiteten Plänen

1.2 Projektorganisation Die nachfolgenden BIM-Organigramme zeigen mögliche Projektorganisationen inkl. der BIM-spe- zifische Rollen, die in komplexen Projekten zur Anwendung kommen können.

Abbildung 25 BIM-Organigramm Gesamtvergabe an Hauptauftragnehmer

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 99

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Abbildung 25 zeigt ein Organigramm, das für komplexe Projekte mit einem Hauptauftragnehmer Planung oder Bauausführung entwickelt wurde. Diese Projektorganisation ist besonders geeig- net, wenn die Planungs- bzw. Bauphasen der einzelnen Fachdisziplinen zeitlich aufeinander ab- gestimmt sind. Dadurch können die Projektbeteiligten, insb. der BIM-Gesamtkoordinator inner- halb der vertraglich festgelegten Projektdauer die Koordination aller Planungen sicherstellen (z. B. bei in sich geschlossenen Planungs- oder Bauabschnitten). Die Verantwortung für die Erstellung des BIM-Modells liegt beim Hauptauftragnehmer für Planung bzw. Bauausführung, in der Regel beim Objektplaner oder Bauauftragnehmer. Der Hauptauftrag- nehmer übernimmt hierbei die Aufgabe der BIM-Gesamtkoordination und damit die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators auf der Seite des Auftragnehmers. Der BIM-Gesamtkoordinator trägt die Verantwortung für die Zusammenführung und die übergrei- fende Qualitätssicherung des BIM-Modells, das aus den verschiedenen Fachplanungen bzw. Fachmodellen besteht. Die fachliche Koordination und Qualitätssicherung der Fachmodelle ob- liegt dem jeweiligen BIM-Fachkoordinatoren der Fachdisziplinen.

Abbildung 26 BIM-Organigramm losweise Vergabe

Abbildung 26 zeigt ein Organigramm, das für komplexe Projekte entwickelt wurde, bei denen Einzelverträge durch losweise Vergaben (z. B. Fachlose oder Teillose) für Planungs- bzw. Bau- leistungen erforderlich sind. Diese Projektorganisation eignet sich – analog zur Gesamtvergabe – insbesondere, wenn die Planungs- bzw. Bauphasen der einzelnen Fachdisziplinen zeitlich auf- einander abgestimmt sind. So kann die Koordination aller Fachplanungen durch die Projektbetei- ligten, insb. die BIM-Gesamtkoordination innerhalb der vertraglich festgelegten Projektdauer ge- währleistet werden.

Die Verantwortung für die Erstellung des BIM-Modells liegt bei einem Auftragnehmer, in der Regel bei der Objektplanung bzw. dem Bauauftragnehmer. Dieser übernimmt die Aufgabe der BIM- Gesamtkoordination und somit die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators auf Seiten der Auftragneh- mer.

Der BIM-Gesamtkoordinator ist verantwortlich für die Zusammenführung und übergreifende Qua- litätssicherung des BIM-Modells, das aus den verschiedenen Fachplanungen bzw. Fachmodellen besteht. Die fachliche Koordination und Qualitätssicherung der Fachmodelle sowie deren Liefe- rung an den BIM-Gesamtkoordinator obliegt den jeweiligen BIM-Fachkoordinatoren der einzelnen

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 100

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Fachdisziplinen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Koordination der einzelnen Lose bzw. ein- zelvertraglichen Leistungen durch die BIM-Gesamtkoordination erfolgt.

LP05-06-V01 Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten, I.IPM 4, 28.02.25 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 101

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Anlage 2

Modellierungsrichtlinie

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 103

Index 105

Geltungsbereich 106

Abbildungsverzeichnis 107

Tabellenverzeichnis 108

1 Anwendungsbereich 109

2 Anforderungsmanagement 110

3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 111 3.1 Modellierungssoftware 111 3.1.1 Revit 111 3.1.2 Allplan 111 3.1.3 card_1 111 3.1.4 ProVI 111 3.2 Revit-Vorlagedateien 111 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek 111 3.2.2 Revit-Projektvorlage 111 3.2.3 Beispielprojekt 112 3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei 112

4 Anforderungen an BIM-Modelle 113 4.1 Modellierungsgrundsätze 113 4.2 Modell- und Bauteileinheiten 113 4.3 Level of Geometry (LoG) 113 4.4 Level of Information (LoI) 115 4.5 Level of Accuracy (LoA) 115 4.6 IFC und Property Sets 116 4.7 Projektnullpunkt 117 4.8 Phasendarstellung 117 4.9 Koordinationskörper 117 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte 118 4.11 Kollisionsfreiheit 119 4.12 Dateikennzeichnung 120 4.13 Dateigrößen 120

5 Anforderungen an Bauteile 121

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Inhaltsverzeichnis 103

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5.1 Bauteilbezeichnung 121 5.2 Material, Texturen und Schraffuren 121 5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen 121

6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 122 6.1 Fachmodellstruktur 122 6.2 Verkehrsanlage 123 6.2.1 Oberbau 123 6.2.2 Gleisachse 123 6.2.3 Lichtraumprofil 124 6.2.4 Oberleitungsbereich 125 6.3 Hochbau 125 6.3.1 Ebenen 125 6.3.2 Achsraster 126 6.3.3 Raumbezeichnung 126 6.4 Baugrund 127 6.4.1 Ziele 127 6.4.2 Modellstruktur 127 6.4.3 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse 128 6.4.3.1 Anwendungsgrenzen 128 6.4.3.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 128 6.4.3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 129 6.4.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 129 6.4.4.1 Anwendungsgrenzen 129 6.4.4.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 129 6.4.4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 131 6.4.5 Sub-Fachmodell Grundwasser 131 6.4.5.1 Anwendungsgrenzen 131 6.4.5.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry) 131 6.4.5.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 131

7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz 132 7.1 Schematische Darstellungen 132 7.2 Darstellung der Ausführungsdetails 132 7.3 Symbolische Repräsentationen 132 7.4 Plankopf 132 7.5 Beschriftungen und Bemaßungen 133 7.6 Layerkennzeichnung 133

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Inhaltsverzeichnis 104

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Index

Nr.:Ver-Datum:Änderung:Verfas-
sion:ser:
011.015.10.2015ErstausgabeI.SBB (3)
021.127.11.2015I.SBB (3)
031.215.12.2015I.SBB (3)
041.326.04.2016Ergänzung UrheberrechtspassusI.SBB (3)
051.401.10.2016I.SBB (3)
061.522.12.2016Ergänzung Umgebungsmodell (Abschnitt 3.1) Ergänzung Anforderungen an die Modellierungs- genauigkeit (Abschnitt 3.7) Zusammenfassung der Abschnitte 3 und 4I.SBB (3)
071.610.05.2017Ergänzung LoD/LoI 500 im Abschnitt „Zusammen- spiel der einzelnen Dokumente“I.SBB (3) I.NP
081.701.11.2019Änderung des Geltungsbereiches ausschließliche Anwendung der Vorgaben für DB Station&Service AG Projekte Löschung der DB Netz AG bezogenen fachlichen In- halteI.SPM (S)
091.829.01.2021Abschnitt 3.1 verschoben in BIM-Pflichtenheft (BIM- Modelle) Abschnitt 3.5 integriert im BIM-Pflichtenheft (Modellie- rungsvorschrift) Abschnitt 3.6 integriert in Anlage 10 LoII.SPM(S)
102.015.11.2023Vollständige Überarbeitung: Anpassung Gliederung, Präzisierung der Anforderun- gen an Modelle und Bauteile (IFC und Property Sets, Projektnullpunkt, Phasendarstellung, Koordinations- körper), ergänzende Anforderungen Fachmodelle Verkehrsanlage (Darstellung Oberbau, Gleisachse, Lichtraumprofil, Oberleitungsbereich) und Hochbau (Ebenendefinition), Ergänzung Level of Accuracy (LoA), Einführung Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmo- dell BaugrundI.SPM 4
112.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AG Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM- Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Modellierungs- richtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Bau- grund (Abschnitt 1)I.IPM 4
122.228.02.2025Ergänzung Kapitel 6.1 Fachmodellstruktur; Integra- tion des Anhang 1: Fachmodell Baugrund in Kapitel 6.3 „Baugrund“ der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie; Änderung 4.7 Projektnullpunkt im Koordinatensystem Personenbahnhöfe; 4.4 Attributierung in IFC und nati- vem FormatI.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Index 105

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Geltungsbereich

Dieses Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte
des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG und ist verbindlich anzuwenden.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei komplexen Projekten sind die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und pro-
jektspezifisch zu ergänzen.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei-
lige Rolle im Projekt zu beachten.
Die Modellierungsrichtlinie ersetzt nicht die allgemein anerkannten Regeln der Technik, son-
dern ist als ergänzendes Dokument für die Modellerstellung zu betrachten.
Die vorliegende Modellierungsrichtlinie ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG
steht an diesem Dokument das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der
Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge-
schäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Geltungsbereich 106

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 28 Schematische Darstellung LoG-Stufen ............................................................... 114 Abbildung 29 Messgenauigkeit Punktwolke ............................................................................. 116 Abbildung 30 Modellierungsgenauigkeit Bauteil ....................................................................... 116 Abbildung 31 Pset "DB" ............................................................................................................ 117 Abbildung 32 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau ............................................................ 117 Abbildung 33 Koordinationskörper ............................................................................................ 118 Abbildung 34 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten ...................................................... 119 Abbildung 35 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen ............ 121 Abbildung 36 Beispiel Fachmodell- und Sub-Fachmodellstruktur ............................................ 123 Abbildung 37 SOLL-Gleislage .................................................................................................. 124 Abbildung 38 IST-Gleislage ...................................................................................................... 124 Abbildung 39 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig .................................................................... 124 Abbildung 40 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich .............................................. 125 Abbildung 41 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01 ...................................................... 125 Abbildung 42 Bezeichnungen der Hauptebenen ...................................................................... 126 Abbildung 43 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund ......................................................... 128 Abbildung 44 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse ............................... 129 Abbildung 45 Zulässige Interpolation ........................................................................................ 130 Abbildung 46 Unzulässige Extrapolation .................................................................................. 130 Abbildung 47 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten ................................... 130 Abbildung 48 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser ............................................ 131 Abbildung 49 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt .......................................................... 132 Abbildung 50 Darstellung Detail 1 ............................................................................................ 132

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Abbildungsverzeichnis 107

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Tabellenverzeichnis

Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten ..................................................................................... 113 Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit ...................................................... 115 Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle . 119 Tabelle 11 Übersicht Fachmodelle DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe ..... 123

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 Tabellenverzeichnis 108

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1 Anwendungsbereich

Die Modellierungsrichtlinie enthält die allgemeine Methode zur Ermittlung der Anforderungen an ein Projektinformationsmodell, das aus den Modellen und den mit diesen Modellen verknüpften Daten und Dokumente besteht. Vom AN sind die zur Erfüllung des Planungsauftrags erforderlichen, zusätzlichen Anforderungen nach der dargestellten Methode selbstständig zu entwickeln und anzuwenden. Abweichungen von den Anforderungen des AG durch z. Bsp. geänderte Planungsmethoden, zu- sätzliche projektspezifische Anforderungen oder neue Erkenntnisse sind abzustimmen und be- dürfen der Zustimmung des AG. Die Abweichungen sind vollumfänglich im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren. Die Modellierungsrichtlinie richtet sich an alle Auftragnehmer, die vorgefertigte bzw. bereitge- stellte Bauteile einsetzen oder neue Bauteile für den reibungslosen Planungsablauf projektspezi- fisch erstellen. Die Modellierungsrichtlinie ist als Leitfaden und zugleich als Vorgabe zur Model- lierung zu verstehen. Abweichungen durch z.B. geänderte Planungsmethoden oder neue Erkenntnisse sind vor Pro- jektbeginn mit allen Projektbeteiligten abzustimmen. Während eines laufenden Planungsprozes- ses sind Abweichungen oder Änderungen von der Modellierungsrichtlinie nur dann zulässig, wenn alle Projektbeteiligten dem zustimmen. Diese Änderungen sind vollumfänglich zu dokumen- tieren, damit überprüft werden kann, ob es sinnvoll ist die Modellierungsrichtlinie für zukünftige Projekte entsprechend anzugleichen.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 1 Anwendungsbereich 109

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2 Anforderungsmanagement

Die Anforderungen des AG an BIM-Modelle und Bauteile ergeben sich aus den Zielen und An- wendungsfällen der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Projektspezifisch können Ziele und Anwendungsfälle ergänzt werden. Sollte dies der Fall sein, so sind auch die Anforderungen an Modelle und Bauteile neu zu bewerten und nach Bedarf ebenfalls zu ergänzen. Projektspezi- fika sind nach gemeinsamer Abstimmung zwischen dem AN und dem AG im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren. Der AN ist verpflichtet die Modellierungsgenauigkeit auf die Erfüllung der Planungsaufgabe aus- zurichten. Die Modellierungsgenauigkeit ist mindestens so wählen, dass die Ziele und Anwen- dungsfälle des AG erfüllt werden. Sollten durch andere Fachplanungen im Sinne der reibungslo- sen kollaborativen Zusammenarbeit erhöhte Anforderungen erforderlich werden, so ist dies ge- meinsam möglichst frühzeitig abzustimmen und eben falls im BIM-Projektabwicklungsplan zu do- kumentieren. Projektbeispiel: Im Rahmen des Projekts wird eine Bahnsteigverlängerung geplant. Ein Oberleitungsabspanner ist in der Nähe des Baufelds und es ist unklar, ob dieser von der Maßnahme betroffen ist. Kon- krete Anforderungen des AG zur geometrischen Modellierung liegen nicht vor. Es wird lediglich eine „exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen Bestand und Planung zur Beurteilung der Abhängigkeiten“ gefordert. Unabhängig von den Anforderungen des AG ist der AN im Rahmen der Erfüllung der Planungs- aufgabe verpflichtet den Oberleitungsabspanner vereinfacht zu modellieren, da das Risiko be- steht, dass dieser im Baufeld liegt bzw. eine Rolle im Rahmen des Bauablaufs spielen kann. Der AN Bau kann ebenfalls eigene Ziele zur Anwendung der BIM-Methodik verfolgen, etwa um den Bauablauf zu simulieren und die Logistik darauf auszurichten oder um Abrechnungen erleich- tert durchzuführen. Diese Anwendungsfälle können zu spezifischen Anforderungen an die Mo- delle und Bauteile führen. Das Anforderungsmanagements ermittelt die funktionalen Voraussetzungen, Verantwortlichkei- ten, Zeiträume und Lieferungsformate (Geometrie, Attribute oder Dokumente). Das Ergebnis ist eine Liste der prüfbaren Anforderungen an die Modelle und Bauteile, durch die Beantwortung der folgenden Fragen:

 Wer hat eine Anforderung?  Was wird gefordert?  Warum wird es gefordert? Welcher Nutzen ergibt sich?  Wie wird die Erfüllung der Anforderung nachgewiesen? (mit Geometrien, Attributen oder Dokumenten?)

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 2 Anforderungsmanagement 110

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3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien

3.1 Modellierungssoftware 3.1.1 Revit Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG stellt für Autodesk® Revit® eine Digitale Bauteilbibliothek, eine Projektvorlage, eine Gemeinsam-Genutzte-Parameter-Datei so- wie ein Beispielprojekt zur Verfügung (s. 3.2 Revit-Vorlagedateien). 1 3.1.2 Allplan Die ALLPLAN Deutschland GmbH stellt eine Projektvorlage für Verkehrsstationen des Geschäfts- bereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bereit. Die Vorlage beinhaltet Bauteile und Aus- stattung in Form intelligenter Objekte, die bereits über alle benötigten Parameter und Informatio- nen verfügen. 2 3.1.3 card_1 Die IB&T Software GmbH bietet dem Anwender der Software card_1 die Möglichkeit zur Berech- nung von Bahnsteigkanten und der Erzeugung von 3D-Objekten für den Bahnsteig. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Autodesk® Revit®. 3.1.4 ProVI Die Software ProVI deckt alle Aufgaben der Bahnplanung von der Übernahme von Bestandsda- ten über die Trassierung bis zur Abrechnung ab. Aus der Software können Lage- und Höhen- pläne, Querschnitte sowie zahlreiche andere Auswertungen wie Absteckung oder Massenberech- nung erzeugt werden. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Auto- desk® Revit®. 1Hinweis: Bei größeren Versionsupdates in Revit empfiehlt sich ein schrittweises Heraufstufen von Revit-Versionen, sowie eine vollumfassende Prüfung der neuen Revit-Datei. ² Hinweis: Der Softwarehersteller ist selbst dafür verantwortlich, dass die in der Software verwen- deten Bauteile dem geltenden Stand des BIM-Contents der DB InfraGO AG entsprechen. Es erfolgt keine Überprüfung seitens der DB InfraGO AG. Da der Auftragnehmer für die Richtigkeit der vertraglich geschuldeten Leistung verantwortlich ist, sollte dieser sich vor Verwendung von der Übereinstimmung der Inhalte überzeugen.

3.2 Revit-Vorlagedateien Alle nachfolgend genannten Vorlagedateien sind auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK veröffentlicht. 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek Die Digitale Bauteilbibliothek des Geschäftsbereichs der DB InfraGO AG beinhaltet die digital vorliegenden Baustandards in Form von Bauteilen für das CAD-Programm Revit®. Durch die Verwendung der Bauteilbibliothek können die benötigten Bauteile individuell in das jeweilige Pro- jekt geladen werden. Sofern die standardisierten Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek, ergänzt um die dazuge- hörigen Regelzeichnungen der Baustandards Personenbahnhöfe, verwendet werden, liegt eine ausführungsreife Planung. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß 4.3 Level of Geometry zu wählen. 3.2.2 Revit-Projektvorlage

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 111

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Zur Erstellung des BIM-Modells und zur 2D-Planungsableitung wird eine Projektvorlage vom Auf- traggeber für das Programm Revit® bereitgestellt. Falls Revit® zur Bearbeitung verwendet wird, sollte diese Vorlage verwendet werden. Die Projektvorlage beinhaltet voreingestellte Filter, Bauteillisten, Legenden sowie Planvorlagen und Planköpfe. Die Projektvorlage ist zu Beginn eines Projektes in Revit® zu importieren.

3.2.3 Beispielprojekt Das Beispielprojekt zeigt die Umsetzung der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik in Be- zug auf die Modellierung in Revit® inklusive musterhafter Pläne. Das Beispiel beinhaltet einen Außenbahnsteig mit zahlreichen Bauteilen aus der Bauteilbibliothek.

3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei Es wird eine Textdatei zu den in Anlage A definierten Attributen in korrekter Schreibweise und Benennung der korrekten Attributtypen als Datei zu gemeinsam genutzten Parametern (Autodesk Revit®) bereitgestellt.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 112

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4 Anforderungen an BIM-Modelle

4.1 Modellierungsgrundsätze Folgende allgemeine Modellierungsanforderungen gelten:  die Geometrie aller Bauteile muss in Bezug auf Form, Größe (Länge, Breite, Höhe, Flä- che, Volumen), Verortung und Ausrichtung exakt sein  Bauteile sind als geschlossene Volumenkörper zu erstellen  jedes Bauteil besitzt eine eindeutige GUID (Global Unique Identifier), die nicht verändert werden darf  exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen dem Bestand, der nicht von der Pla- nung betroffen ist und dem Planungsbereich, damit alle wechselseitigen Abhängigkeiten beurteilt werden können.  ebenenbasierte Modellierung und Vermeidung von Bauteilversätzen  Vermeidung nicht relevanter Daten im BIM Modell (Duplikate, Referenzen, nicht genutzte Bauteilfamilien, …)  verzerrungsfreie Modellierung durch Nutzung eines lokalen maßstabsfreien Koordinaten- systems (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) Prinzipiell können die von der BIM-Erstellungssoftware gestellten nativen Bauteile verwendet werden. Bauteile, welche sich nicht klar klassifizieren lassen, werden den am nächsten, kommen- den Kategorien zugeordnet. Falls dies nicht möglich ist, sind sie als generische Objekte zu mo- dellieren. Alle Bauteile sollten somit mit den vorgesehenen Komponenten und Werkzeugen modelliert wer- den, d.h. Wände mit Wand-Werkzeugen, etc. Wenn das spezifische Werkzeug nicht verfügbar oder es nicht geeignet ist, wird die Komponente mit einer geeigneten Methode modelliert.

4.2 Modell- und Bauteileinheiten Alle Modelle und Bauteile müssen metrisch erstellt und abhängig von ihrem Gewerk in den fol- genden Einheiten modelliert werden.

AnforderungenEinheit
Längenmetrischmm, cm, m
Flächenmetrisch
Volumenmetrisch

Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten

4.3 Level of Geometry (LoG) Der Detailierungsgrad (Level of Geometry, LoG) liefert genaue Informationen über die geforderte geometrische Modellierungsgenauigkeit von Bauteilen der jeweiligen Detaillierungsstufe. Vereinfachte und gröbere Darstellungen, die jedoch in ihrer äußeren Abmessung hinreichend genau sind, werden hauptsächlich im Rahmen eines Variantenentscheidungsmodells und des Gesamtmodells Stufe 1 (Genehmigungsplanung) verwendet. Für die Erstellung eines Gesamt- modells Stufe 1 (Entwurfsplanung) und Gesamtmodells Stufe 2 (Ausführungsplanung) wird die Modellierungsgenauigkeit weiter verfeinert.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 113

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Abbildung 27 Schematische Darstellung LoG-Stufen

LoG 100 Anforderungen an Bauteile:  Bauteile müssen in ihrer exakten Lage abgebildet sein  Bauteile müssen optisch als solche identifizierbar sein  Bauteile müssen in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein LoG 200 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 100:  Liegen Bauteile in unterschiedlichen Ausprägungen vor, muss der gewählte Ausprä- gungstyp (z.B. Aufzug) eindeutig identifizierbar sein  Bauteile müssen in ihrer exakten Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein. Ausgenom- men hiervon sind technische Anlagen (TGA). Diese können im Normalfall in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein (projektspezifisch kann eine höhere Detaillie- rung erforderlich sein).  Bauteile müssen in ihrer exakten Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein  Bauteile müssen in ihrer Oberflächenstruktur (Farbe und Material) realistisch abgebildet sein  Geplante Bauteile müssen herstellerneutral abgebildet werden  Bauteile müssen hinsichtlich der Ausschreibungseinheit mengengenau sein  Bauteile müssen untereinander kollisionsfrei sein LoG 300 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 200:

 Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkomponen- ten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst)  Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built-Mo- dell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt LoG 400 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 300:

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 114

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 Darstellung von Verbindungselementen (z.B. Schraubenverbindungen und Schweiß- nähte)

4.4 Level of Information (LoI)

Jeder Planungsphase sind sogenannte Level of Information (LoI) zugeordnet:  100 (Grundlagenmodell, Variantenentscheidungsmodell)  200 (Gesamtmodell Stufe 1)  300 (Gesamtmodell Stufe 2)  400 (As-Built-Modell) Die Attribuierung erfolgt entsprechend Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Die Attribuierung ist am BIM-Modell im nativen als auch IFC-Format vorzunehmen.

4.5 Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy (LoA) definiert den Genauigkeitsgrad in Bezug auf die Mess-/Scangenau- igkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile eines Grundlagenmodells. Die Relevanz für die Angabe des Genauigkeitsgrads resultiert aus:  begrenzter Messgenauigkeit des jeweiligen Mess-/Scanverfahrens  Generalisierung bei der Modellierung zum Ausgleich von Abweichungen der realen zur idealen Geometrie (z.B. Ebene, rechtwinklige Oberfläche) Der LoA basiert auf der Standardabweichung, die mit der Klassifizierung der Messgenauigkeit der DIN18710-Ingenieurvermesssung übereinstimmen. Man unterscheidet in fünf Genauigkeits- grade, wobei die Stufe LoA 50 den höchsten Genauigkeitsgrad beschreibt.

LevelUnterer Bereich (2σ1)Oberer Bereich (2σ1)
LoA1050mmbenutzerdefiniert
LoA2015mm50mm
LoA305mm15mm
LoA401mm5mm
LoA5001mm

Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit 1 eine statistische Regel, die besagt, dass etwa 95 % aller Messwerte innerhalb einer Standardab- weichung um den Mittelwert liegen Dabei ist zwischen der Genauigkeit des Aufmaßes (Messgenauigkeit) und der Modellierung (Mo- dellierungsgenauigkeit) zu unterscheiden. Somit wird der LoA sowohl auf die gemessene Genau- igkeit als auch die modellierte Genauigkeit angewendet. Innerhalb eines Projekts können unter- schiedliche LoA-Stufen für unterschiedliche Bereiche des Aufmaßes bzw. der Bauteile eines BIM- Modells angewendet werden. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsaufgabe, der Bauausführung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist. Der Ver- messer gibt die Genauigkeit und Genauigkeitsgrad für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand an. Die Messgenauigkeit für die Bestandser- fassung mittels Punktwolke ist mit dem Mindestgenauigkeitsgrad für Projekte festgelegt (LoA 40, EinfachBIM= LoA 10). Für im Projektverlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls anzugeben und zu dokumentieren.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 115

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Abbildung 28 Messgenauigkeit Punktwolke

Jedes Bauteil eines Grundlagenmodells, das aus einem Bestandsaufmaß (z.B. Punktwolke) ent- wickelt wurde, sollte Angaben zur Genauigkeit besitzen, um belastbare Aussagen zur Überein- stimmung der Modellierung des Bestands mit der Realität treffen zu können. Die Modellierungsgenauigkeit wird vom AN bezogen auf den modellierten Bestand im BIM-Pro- jektabwicklungsplan dokumentiert.

Abbildung 29 Modellierungsgenauigkeit Bauteil Genauigkeitsangaben sind entscheidend für eine korrekte Einordnung und Interpretation von Messungen, Modellierungen und Informationen. Sie bieten in vielen Bereichen einen klaren Mehr- wert, da sie Präzision, Zuverlässigkeit, Entscheidungsgrundlage, Vergleichbarkeit, Risikoab- schätzung und Reproduzierbarkeit bewerten und aufzeigen.

4.6 IFC und Property Sets

Grundsätzlich muss im Projekt mindestens mit der Version IFC 4 gearbeitet werden. Es ist dabei sicherzustellen, dass der Datenaustausch mit allen Projektbeteiligten und Softwareanwen- dungen jederzeit gewährleistet ist. Sollte dies nicht möglich sein, so ist auch die Verwendung der Version IFC 2X3 zulässig. Die Festlegung hierüber erfolgt im BIM-Projektabwicklungsplan. Die gem. 4.4 Level of Information geforderten Attribute sind im PropertySet (PSet) „DB“ zu hin- terlegen.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 116

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Abbildung 30 Pset "DB"

4.7 Projektnullpunkt Ein einheitlicher Projektnullpunkt kann grundsätzlich auf den Koordinaten des Projektnullpunktes des Koordinatensystems Personenbahnhöfe (i.d.R. x,y,z = 5000,10000,0) definiert werden. Der Projektnullpunkt darf während der Planungsphase, der Realisierungsphase und der Bewirtschaf- tung nicht verändert werden.

4.8 Phasendarstellung Zur Abbildung der Bauphasen im BIM-Modell müssen alle Bauteile durch Attribute und eine farb- liche Darstellung in den Ansichtspunkten gekennzeichnet werden. Die Zuordnung der Bauphasen erfolgt über das Attribut „Zustand“ (xs:TEXT):  Wertebereich: Neubau, Bauzeitlich, Bestand, Rueckbau In den 3D-Ansichtspunkten gem. 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte müssen folgende Farbcodierungen für die verschiedenen Bauzustände der Bauteile genutzt werden:  Neubau: Rot (RGB-Code: 255-000-000)  Abbruch: Gelb (RGB-Code: 255-191-000)  Bauzeitlich: Blau (RGB-Code: 020-050-220)  Bestand: Modellfarbe Zur besseren Darstellung können die Bauteile zusätzlich transparent eingefärbt werden.

Abbildung 31 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau

4.9 Koordinationskörper Zur Modellkoordination und Prüfung der Lagerichtigkeit der BIM-Modelle ist der in der Digitalen Bauteilbibliothek (ifc, rvt) bereitgestellte Koordinationskörper zu nutzen. Dieser ist an der Stelle des Projektnullpunktes in allen Fach- und Teilmodellen zu integrieren. LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 117

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Abbildung 32 Koordinationskörper

4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte Das BIM-Modell wird gem. geforderter Modellstufe übergeben und besteht aus 2D- und 3D- In- formationen. Projektspezifisch kann es erforderlich sein, dass Fachmodelle in Teilmodelle aufge- teilt werden. Dies ist zwischen dem AN und dem AG zum Projektstart abzustimmen und als Mo- dellstruktur im BAP festzulegen. Durch den AN sind voreingestellte Ansichtspunkte gem. nach- folgender Mindestvorgabe je Modellstufe anzulegen. Für das Grundlagenmodell:  Bestandsdaten mit Punktwolken  Bestandsdaten ohne Punktwolken Für das Variantenentscheidungsmodell sowie die Gesamtmodelle Stufe 1 und 2:  Endzustand  Bestand, Rück- und Neubau  Bestand und Neubau  Bestand und Rückbau  Neubau Gewerk/Fachdisziplin 1-n entsprechend der in der Planungsaufgabe enthaltenen Gewerke  Zusammenhangsmaßnahmen, wie z.B. Behelfsbahnsteig entsprechend Planungsauf- gabe und Abstimmung mit dem AG  Draufsichten  Endzustand  weitere Übersichtspläne in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe (z.B. Kabeltrasse, Lei- tungen) und Abstimmung mit dem AG  Schnitte  Schnitte, z.B. zum Nachweis freizuhaltender Bereiche (z.B. Lichtraumprofil, Oberleitungs- bereich)  weitere Schnitte in Abhängigkeit von der Planungssaufgabe und Abstimmung mit dem AG  2D-Planableitungen lagerichtig im Modell referenziert Für die Varianten 1 bis n sowie für Bauphasen bzw. Bauzustände sind die Ansichtspunkte ent- sprechend vorbenannten Vorgaben analog anzulegen.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 118

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Weitere gesondert anzulegende Ansichtspunkte sind in Abstimmung mit der Projektleitung in Ab- hängigkeit von der Planungsaufgabe anzulegen. Für das As-Built Modell:  Endzustand

Abbildung 33 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten

4.11 Kollisionsfreiheit Für die Kollisionsprüfung in einem Projekt ist es notwendig, dass alle real existierenden Bauteile mit ihren Abmessungen hinreichend genau dreidimensional abgebildet werden. Der Nachweis der Einhaltung der festgelegten Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkei- ten muss z.B. mittels Kollisionsprüfbericht erbracht werden. Projektspezifisch kann eine höhere Genauigkeit erforderlich sein.

ModellstufeFestgelegte KollisionstoleranzLoA-Ansatz (Modellierungs-
zwischen Bauteilengenauigkeit)
Grundlagenmodell-wird vom AN angegeben (gem. 4.5 Level of Accuracy)
Variantenentschei- dungsmodell5 cm-
Gesamtmodell Stufe 11 cm-
Gesamtmodell Stufe 21 cm-
As-Built Modell1 cm-

Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 119

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4.12 Dateikennzeichnung Für das BIM-Modell ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Fachmodell, Gewerk, …) des BIM-Modells möglich sein.

4.13 Dateigrößen Die Dateigröße für Bauteildateien ist bei voller Funktionalität und sonstiger Anforderung so klein wie möglich zu halten. Die Dateien müssen bereinigt abgespeichert werden. Dies gilt sowohl für native Dateiformate, als auch für IFC-Dateien. Ggf. sind Gesamtmodelle bzw. Fachmodelle in Teilmodelle aufzuteilen, um eine ausreichende Performance in den Softwareapplikationen sicher- zustellen.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 4 Anforderungen an BIM-Modelle 120

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5 Anforderungen an Bauteile

5.1 Bauteilbezeichnung Für das Bauteil ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Kategorisierung, Typ, Material, …) des Bauteils möglich sein. Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sollen grundsätzlich nicht umbenannt werden. Sollte dies dennoch erforderlich werden, so können Präfixe oder Suffixe ergänzt werden.

5.2 Material, Texturen und Schraffuren Alle Bauteile sind mit entsprechenden Materialzuweisungen zu definieren. Die Farbgebung muss realitätsnah und eindeutig sein. Texturen und Schraffuren müssen in ihrer Art und Größe den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sind mit vordefinierten Materialien, Texturen und Schraffuren versehen.

5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen Bevor die Modelle an die Projektbeteiligten und andere Disziplinen zum vereinbarten Zeitpunkt ausgeliefert werden, müssen alle nicht-relevanten Teile und Komponenten aus dem Modell ent- fernt werden. Dies gilt auch für alle Referenzmodelle aus anderen Disziplinen. Die an den Ob- jektplaner zu übergebenden Fachmodelle dürfen nur die Modellelemente beinhalten, die von der jeweiligen Disziplin erstellt oder hinzugefügt wurden.

Abbildung 34 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 28.02.25 5 Anforderungen an Bauteile 121

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6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle

6.1 Fachmodellstruktur BIM-Modelle bestehen aus einem oder mehreren Fachmodellen. Die Fachmodellstruktur ermög- licht einen einheitlichen und somit standardisierten Aufbau der BIM-Modelle und unterstützt der Umsetzung weiterer Anwendungsfälle, wie z.B. Getaktete BIM-Projektbesprechung am BIM-Mo- dell. Die Bezeichnungen und Abkürzungen der für den Geschäftsbereich der DB InfraGO AG gängigen Fachmodelle sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

FachmodellbezeichnungKurzbezeichnung
Fachmodell
OberbauOB
KabeltiefbauKTB
StrassenbauSB
BahnuebergangBUE
EntwaesserungEW
VerkehrsstationVST
TunnelTU
Konstruktiver IngenieurbauKIB
Tragwerk*TW
Brandschutz*BS
Bauphysik*BP
ArchitekturARC
FassadeFAS
Leit- und SicherungstechnikLST
OberleitungsanlagenOLA
TelekommunikationsanlagenTK
Foerder- und MaschinentechnikFMT
ITK-AnlagenITK
Heizung-Lueftung-SanitaerHLS
ElektroenergieanlagenEEA
GebaeudeautomationGA
Blitzschutz- und ErdungsanlagenBLI
FreianlagenFA
BaugrundBG
UmweltUW

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 122

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Baulogistik LOG

Tabelle 11 Übersicht Fachmodelle DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

  • müssen keine eigenständigen Fachmodelle sein. Planungs- und ausführungsrelevante Informationen können über Attribute in an- dere Fachmodelle integriert werden.

! Fachmodelle müssen nicht zwingend in getrennten Dateien (z.B. IFC) im BIM-Modell eingefügt werden. Die Filterung und Sortierung der Modellstruktur erfolgt über das Attribut „Fachmodell“. Die in der Tabelle angegeben Kurzbezeichnungen sind hierfür als einzutragende Werte am Ob- jekt vorzusehen. Die im Projekt festgelegte Fachmodellstruktur wird vom AN im BAP dokumen- tiert. Fachmodelle können in weitere Sub-Fachmodelle untergliedert werden. Bspw. kann das Fach- modell Heizung-Lueftung-Sanitaer in drei Sub-Fachmodelle Heizung, Lueftung und Sanitaer auf- geteilt werden. Die Aufteilung in Sub-Fachmodelle liegt im Ermessen und der Arbeitsweise des AN.

Abbildung 35 Beispiel Fachmodell- und Sub-Fachmodellstruktur

Innerhalb der einzelnen Fachmodelle werden sog. Objektklassen definiert. Diese entsprechen einer Bauteilklassifizierung innerhalb des jeweiligen Fachmodells. Die Anforderungen an den Le- vel of Information (LoI) können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards ent- nommen werden.

6.2 Verkehrsanlage 6.2.1 Oberbau Die Modellierung des Oberbaus erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Gleislage. Der Oberbau kann als Regelfahrbahnquerschnitt gem. RIL 800.0130 dargestellt werden. Die Länge des Ober- baus orientiert sich an der Vermessungsgrenze des Projekts. Die Modellierung des Oberbaus wird erforderlich ab der Modellstufe:  Grundlagenmodell 6.2.2 Gleisachse

Die Modellierung der Bahngleisachse erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Gleislage. Die Achsen dienen als Basis für diverse Planungsaufgaben, sowie der Überprüfung von Abstän- den fester Einbauten zum Gleis. Zur Modellierung der Bahngleisachsen werden 3D-Polylinien verwendet (d.h. eine durchge- hende Kette von 3D-Linien). Damit werden nicht nur die Lage der Gleisachse in den X- und

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 123

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Y-Achsen, sondern auch die Höhe durch die Z-Achse berücksichtigt. Die SOLL-Gleislage ist in Rot und die IST-Gleislage in Gelb darzustellen. Die Länge der Gleisachsen orientiert sich an der Vermessungsgrenze des Projekts. Die Modellierung der Gleichsachse wird erforderlich ab der Modellstufe:  Grundlagenmodell

Abbildung 36 SOLL-Gleislage Abbildung 37 IST-Gleislage

6.2.3 Lichtraumprofil Das Lichtraumprofil ist ein standardisierter Querschnitt der Bahninfrastruktur und bildet den Raum ab, welcher für die uneingeschränkte Durchfahrt von Fahrzeugen freizuhalten ist. Die Modellierung dieses freizuhaltenden Raums wird durch eine Verdrängung des anzuwenden- den Lichtraumprofils gem. RIL 800.0130 erreicht. Dabei wird die Unterkante des Profils vom Lichtraumprofil auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt. Die Mittellinie des Profils wird anhand der Gleisachse ausgerichtet. Das Lichtraumprofil ist entlang der SOLL-Gleisachse als Volumen- körper zu modellieren. Die Länge des Lichtraumprofils orientiert sich an der Vermessungsgrenze im Projekt. Die Modellierung des Lichtraumprofils wird erforderlich ab der Modellstufe:

 Variantenentscheidungsmodell

Abbildung 38 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 124

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Abbildung 39 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich

6.2.4 Oberleitungsbereich Die Modellierung des Rissbereichs der Oberleitung (Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01) ist durch die Verdrängung eines vordefinierten Profils zu erreichen. Bei der Verdrängung des Profils muss die Basis des dreieckigen Profils auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt werden. Die Mittellinie des Profils wird anhand der SOLL-Gleisachse ausgerichtet und der Volumenkör- per in das BIM-Modell eingefügt. Die Modellierung des Oberleitungsbereichs wird erforderlich ab der Modellstufe:

 Gesamtmodellstufe 1

Abbildung 40 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01

6.3 Hochbau 6.3.1 Ebenen Im Modell müssen eindeutige Ebenen definiert werden. Die Hauptebenen definieren die Oberkante Rohfußboden (OKRFB) der jeweiligen Geschosse, sofern diese bekannt sind. Im Bestand kann aufgrund der örtlichen Gegebenheiten hiervon ab- gewichen werden, da der Fußbodenaufbau oftmals unbekannt ist. Beim Bauen im Bestand kann deshalb auch die Oberkante des Fertigfußbodens als Hauptebene festgelegt werden. Hieraus ergeben sich exemplarisch bezogen auf die Gebäudegeschosse gem. TM2017-03 813.0104A06 Codierungsliste nachfolgende Ebenenbezeichnungen: LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 125

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Abbildung 41 Bezeichnungen der Hauptebenen

[Geschossbezeichnung = Ebenenbezeichnung], links: Neubau, rechts: Bestand

Hinsichtlich des IFC-Exportes ist zu gewährleisten, dass die Geschosse bzw. Ebenen wie oben beschrieben, dargestellt sind.

6.3.2 Achsraster Die Verwendung eines zu vereinbarenden Achsrasters ist von der Objektplanung in Übereinstim- mung mit der Vermessung festzulegen und im BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) zu dokumen- tieren. Das Achsraster kann in einer separaten Datei oder in den jeweiligen Grundrissen gezeichnet werden. Die Z-Höhe der Raster ist auf das Niveau des Grundrisses (OKRFB) einzustellen. 6.3.3 Raumbezeichnung Für die Bezeichnung der Räume gelten die nachfolgenden Nomenklaturen. Diese kommt nur dann zur Anwendung, wenn es nicht bereits ein funktionierendes (eindeutiges) System vor Ort gibt. Somit wäre in diesen Fällen die Kongruenz zwischen Bestandsplan, EDV-Systemen und dem Türschild vor Ort gewährleistet.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 126

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6.4 Baugrund Das BIM-Fachmodell Baugrund ist eine Ergänzung zum Baugrundgutachten und den dort enthal- tenen Anlagen. Das Fachmodell ersetzt weder das Baugrundgutachten noch zugehörige Anlagen. Das BIM-Fachmodell Baugrund ist folglich ausschließlich im Zusammenhang mit dem zugehörigen Baugrundgutachten zu betrachten. Das Beispielmodell BIM-Fachmodell Baugrund zeigt die Umsetzung anhand von IFC-Beispielda- teien. 6.4.1 Ziele Das BIM-Fachmodell Baugrund wird im Rahmen der Grundlagenermittlung erstellt. Es ist Be- standteil des Grundlagenmodells und verfolgt die folgenden Ziele in den Verkehrsstationsprojek- ten:  Übergreifende Darstellung der Baugrundsituation über den gesamten Projektbereich (Vi- sualisierung)  Erhöhung der Planungsqualität durch bessere Bewertung der Baugrundsituation  Hilfsmittel zur Ermittlung von Gründungsarten und -tiefen  Vereinfachte Ermittlung des Erdaushubs je Baugrundschicht bzw. Homogenbereich durch (teilautomatisierte) Verschneidung mit 3D-Fachmodellen der Planung (z.B. Personenun- terführung) 6.4.2 Modellstruktur Das BIM-Fachmodell Baugrund besteht aus bis zu drei Sub-Fachmodellen:  Baugrundaufschlüsse  Baugrundschichten  Grundwasser

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 127

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Abbildung 42 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund

Je nach Projektgröße und -umfang können innerhalb der Sub-Fachmodelle weitere Teilmodelle erforderlich sein. Alle Sub-Fachmodelle bzw. Teilmodelle müssen physisch voneinander getrennt sein, d.h. es handelt sich um jeweils einzeln ladbare Dateien. ! Auf die Definition eines separaten Homogenbereichsschichtenmodells wird verzichtet, da dieses bereits über eine entsprechende Attribuierung des Baugrundschichtenmodells abgeleitet werden kann. 6.4.3 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse

6.4.3.1 Anwendungsgrenzen Das Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse stellt die Mindestanforderung an das BIM-Fachmo- dell Baugrund dar und ist standardmäßig zu erstellen. Für Maßnahmen mit geringer Komplexität und/oder Bauvorhaben mit sehr eng begrenzten Bau- feldern ist die Modellierung der Baugrundaufschlüsse ausreichend:

 Ersatzneubau / Neubau Außenbahnsteig als Einzelbaumaßnahmen  Neubau Aufzüge als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Bahnsteigdächer als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Unterführung als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Überführung als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude bis Bahnhofskategorie 3 als Einzelbaumaß- nahmen Für Maßnahmen, die über diesen Umfang hinaus gehen sind weitere Sub-Fachmodelle erforder- lich (s. 6.4.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten und 6.4.5 Sub-Fachmodell Grundwasser).

6.4.3.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Das Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse besteht aus mind. einem Baugrundaufschluss  Das Aufschlussintervall ist ein modellierter Volumenkörper (Zylinder) innerhalb eines Bau- grundaufschlusses  Abbildung der Aufschlussintervalle in exakter Lage und Tiefe  Die Farbdarstellung des Aufschlussintervalls soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 128

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Abbildung 43 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse

6.4.3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LoI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards entnommen werden.

6.4.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten

6.4.4.1 Anwendungsgrenzen Für Maßnahmen, die über die Anforderungen der geringen Komplexität hinausgehen und/oder Bauvorhaben mit erweiterten Baufeldern ab einer Breite von 7,0 m (z.B. Bahnsteig, Empfangs- gebäude) ist zusätzlich das Sub-Fachmodell Baugrundschichten erforderlich. Anwendungsbeispiele:  Ersatzneubau / Neubau von breiten Mittelbahnsteigen als Einzelbaumaßnahmen  Ersatzneubau / Neubau mehrerer Bahnsteige und/oder Sachanlagen in einem Bahnhof mit erweitertem Baufeld  Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude Bahnhofskategorie 1 und 2 als Einzelbau- maßnahmen

6.4.4.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Das Sub-Fachmodell Baugrundschichten besteht aus mind. einer Baugrundschicht  Die Baugrundschicht ist ein modellierter Volumenkörper innerhalb des Baugrundschich- tenmodells  Abbildung der Baugrundschichten in erkundeter Tiefe gem. der Baugrundaufschlüsse  Die Farbdarstellung der Baugrundschichten soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen  Modellierter Bestand (z.B. Fundamente, Personenunterführung, Bahnsteige) muss aus dem Sub-Fachmodell Baugrundschichten ausgeschnitten werden  Nicht vom Baugrund umschlossene Bereiche (Luftbereiche) sind aus dem Baugrund- schichtenmodell auszusparen (z.B. Gleisbereich zwischen zwei Mittelbahnsteigen)  Modellgrenzen:  obere Begrenzung durch Digitales Geländemodell bzw. Digitales Oberflächenmodell

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 129

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 untere Begrenzung durch maximal erreichte Aufschlusstiefen

 zulässige Interpolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen innerhalb

der äußersten Aufschlusspunkte. Das Sub-Fachmodell Baugrundschichten ist

räumlich zu interpolieren (blaue Fläche)

Abbildung 44 Zulässige Interpolation

 unzulässige Extrapolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen

außerhalb der äußersten Aufschlusspunkte (gestrichelter Rahmen). Extrapolationen

des Sub-Fachmodells Baugrundschichten sind nicht zugelassen

Abbildung 45 Unzulässige Extrapolation

Abbildung 46 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 130

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6.4.4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LOI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards entnommen werden. 6.4.5 Sub-Fachmodell Grundwasser

6.4.5.1 Anwendungsgrenzen Sofern Informationen zum Bemessungswasserstand vorliegen, so ist auch die Modellierung des Sub-Fachmodells Grundwasser erforderlich.

6.4.5.2 Anforderungen LoG (Level of Geometry)  Darstellung des Bemessungswasserstandes gem. Aufgabenstellung (z.B. HGW 100)  Sub-Fachmodell Grundwasser besteht aus mind. einem Bemessungswasserstand  Abbildung des Bemessungswasserstandes in Lage und Tiefe (Modellierung als 2D-Fläche ausreichend)  Die Farbdarstellung des Bemessungswasserstandes erfolgt in Blau (RGB 0, 0, 255)

Abbildung 47 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser

6.4.5.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LOI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards entnommen werden.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 6 Ergänzende Anforderungen Fachmodelle 131

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7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz

7.1 Schematische Darstellungen Alle schematischen 2D-Darstellungen und Beschreibungen, welche nicht direkt aus dem Modell abgeleitet werden können, können mit einer beliebigen Software erstellt werden (z.B. Schacht- protokolle, Anlagenschemata, Funktionsschemata, Stromlaufpläne etc.). Die Dokumente sind mit dem BIM-Modell zu verknüpfen.

7.2 Darstellung der Ausführungsdetails Bei der Darstellung im BIM-Modell ist immer die lagegenaue Abbildung von Bauteilen sicher- zustellen. Spezifische Details, wie z.B. Schraubverbindungen, produkt- und herstellerspezifi- sche Formgebung etc., können als Ausführungsdetails an die entsprechenden Bauteile im BIM-Modell angefügt werden. Sollten allerdings diese Ausführungsdetails erforderlich sein, um die weiteren Planungsaufga- ben zu erfüllen, z.B. als Eingangsgröße für ein Tragwerksmodell oder aufgrund von beengten Platzverhältnissen, ist eine Abbildung im BIM-Modell erforderlich. Hinweis: Ausführungsdetails sind auf den Planunterlagen darzustellen.

Abbildung 48 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt Abbildung 49 Darstellung Detail 1

7.3 Symbolische Repräsentationen Generell gilt, dass für alle behördlichen Genehmigungsverfahren aller am Projekt beteiligten Fachdisziplinen, 2D-Symboliken darzustellen sind, sofern dies durch Regelwerke/Normen defi- niert ist. Alle Bauteile sind mit entsprechenden Symbolzuweisungen zu definieren. Weiterhin gilt, dass symbolische Repräsentationen dort weiterhin zu verwenden sind, in denen es für die Lesbarkeit von Plänen üblich und unabdingbar ist. Die Plandarstellung muss immer aus dem Modell abgeleitet werden. Symbole müssen in ihrer Art und Größe den Regelwerken/Normen entsprechen.

7.4 Plankopf Die Vorgaben zur Gestaltung des Planschriftkopfes werden dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt.

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7.5 Beschriftungen und Bemaßungen Die Inhalte der Bauteilbeschriftungen und der -bemaßungen auf der Plandarstellung müssen mit den Parametern, den Attributen und der Geometrie der jeweiligen Bauteile übereinstimmen.

7.6 Layerkennzeichnung Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Aus- nahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, freigegebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sicherge- stellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell weitestgehend den Zeichnungsstandards ent- spricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauausführung oder Bestandsunterlagen generieren kann.

LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie I.IPM 4, 31.01.24 7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz 133

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Anlage 3

Vermessung und Georeferenzierung im

Koordinatensystem Personenbahnhöfe

BIM–Methodik

Digitales Planen und Bauen

DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe

I.IPM

Europaplatz 1, 10557 Berlin

134

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 135

Index 136

Geltungsbereich 137

Abbildungsverzeichnis 138

1 Einleitung 139

2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 140 2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 140

3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 142 3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Normalfall) 142 3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Sonderfall) 142 3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe 144

4 Umgang mit Trassendaten 145 4.1 Transformation der Trasse als Polylinie 145 4.2 Transformation der Trassenelemente 146

5 Vorgehen in Projekten 147 5.1 Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF 147

135 LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, I.IPM4, 28.02.25 Inhaltsverzeichnis

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Index

Nr.Ver-DatumÄnderungVerfas-
sionser
011.015.11.2023ErstausgabeI.SPM4
021.131.01.2024Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AGI.IPM 4
031.228.02.2025Redaktionelle AnpassungenI.IPM4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe I.IPM 4, 28.02.25 Index 136

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Geltungsbereich

Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digitales
Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten.
Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden.
Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind die
Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik als Basis anzuwenden und hinsichtlich der
Ziele und Anwendungsfälle gemäß dem BIM-Einführungsplans zu erweitern.
Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei-
lige Rolle im Projekt zu beachten.
Die vorliegende Anlage Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem
Personenbahnhöfe ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen
Vorgaben das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu.
Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der
Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge-
schäftsverantwortliche Stelle.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe I.IPM 4, 28.02.25 Geltungsbereich 137

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 51 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System .................................... 141 Abbildung 52 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall ........................................................ 142 Abbildung 53 DB_REF Netzverdichtung Sonderfall ................................................................. 143 Abbildung 54 Transformation Trassendaten in Polylinie .......................................................... 145

LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe I.IPM 4, 28.02.25 Abbildungsverzeichnis 138

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1 Einleitung

In den vergangenen Jahren hat die barrierefreie Erneuerung der 5400 Personenbahnhöfe erheb- lich an Fahrt aufgenommen und wird auf hohem Niveau fortgesetzt. Für die effiziente Umsetzung der Maßnahmen ist die Anwendung der Methode des Building Information Modelling (BIM) in Projekten der Personenbahnhöfe ist seit 01.01.2017 verpflichtend. Die dreidimensionale Planung und Modellkoordination von Teil- und Fachmodellen ist neben dem Informationsmanagement das wesentliche Moment des BIM. Die dreidimensionale Vermessung des vorhandenen Baubestandes bildet die Grundlage der dreidimensionalen Modellierung. Aller- dings arbeitet die in der BIM Methode eingesetzten 3D Autoren- und Koordinationssoftware nicht mit geodätischen Koordinaten, die für die Trassierung und in Geoinformationssystemen (GIS) zu verwenden sind, sondern mit „normalen“ kartesischen Koordinatensystemen oder - überspitzt for- muliert: „BIM denkt, die Erde sei eine Scheibe“. Die systematischen Abweichungen zum DB_REF von bis zu 15 cm pro 1 km entstehen derzeit, weil 3D-Planungssoftware die Erdkrümmung nicht berücksichtigt. Im lokalen Bereich, zum Beispiel bei der Planung von Baumaßnahmen an Personenbahnhöfen oder einer Brücke ist es allerdings unabdingbar, dass kartesische Koordinatensysteme verwendet werden, weil diese die Grundlage der Planungssoftware von Architekten sowie Bau-, Elektro-, und Maschinenbauingenieuren ist. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Volu- menkörper der CAD/BIM-Software zukünftig mathematisch korrekt mit den gekrümmten Gauß- Krüger Koordinaten modelliert werden können. Die Aufgabe besteht also darin, die notwendige geodätische Sichtweise für qualifizierte Trassie- rung zur Durchführung von schnellen Zugfahren (DB_REF; GIS-Systeme), mit der ebenso not- wendigen kartesischen Sichtweise der Planung (3D; CAD-Systeme) lokal begrenzter Bauwerke ineinander zu übersetzen. Die Lösung liegt darin, dass die geodätischen Koordinaten so umgeformt werden, dass die sys- tematische Abweichung zwischen 3D-Planung und Vermessung durch die optimale Definition ei- nes Koordinatenbezugssystems minimiert wird. Für diese Umrechnung wurde ein systemati- sches, standardisiertes Verfahren entwickelt und getestet, welches prinzipiell für alle Verkehrs- anlagen (VA) sinnvoll ist. Mit dem neuen Verfahren wurde für jeden Personenbahnhof ein lokales Koordinatenreferenzsys- tem erstellt. Dieser Typ von Koordinatenreferenzsystem wird lokales Koordinatensystem Perso- nenbahnhöfe (kurz VA-System) genannt. In dem Dokument "Georeferenzierung bei DB Perso- nenbahnhöfen in BIM-Projekten" wird detailliert auf die Herleitung und Umsetzung der Koordina- tensysteme Personenbahnhöfe eingegangen. Die Umformung der lokalen Koordinatensysteme Personenbahnhöfe (VA-Systeme) zum DB_REF ist einfach anzuwenden und standardisiert. Das geodätische Datum und die hohe Netzqualität des DB_REF bleiben erhalten. Statt einer globalen Gauß-Krüger Abbildung mit 3°- Meridianstreifen findet beim Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) pro Personen- bahnhof eine lokal optimierte kartographische Projektion statt. Das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe nutzt als Grundlage das DB einheitliche Referenzsystem DB_REF. Dadurch ist insbesondere der Trassenbezug garantiert. Hauptgegenstand ist die einheitliche Definition ei- nes lokalen Koordinatenreferenzsystem für einen Maßnahmenbereich. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe dient:  der Vermeidung von systematischen Abweichungen  einer maßstabsfreien und verzerrungsfreien BIM-Modellierung  einem standardisierten Vorgehen zur Georeferenzierung in BIM-Projekten  dem Verzicht im Umgang mit großen Koordinatenwerten  das lagerichtige direkte Abstecken des Bauvorhabens aus dem Modell

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2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System)

Für die vermessungstechnische Bestandserfassung für Maßnahmen an DB Personenbahnhöfen wird eine örtliche Vermessung durchgeführt. Diese umfasst sowohl die tachymetrische Vermes- sung als auch eine Bestandserfassung mittels Punktwolken des Vermessungsbereichs. Durch diese örtliche Vermessung wird für das jeweilige Projekt das definierte lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlich- keit realisiert. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabfrei (Maß- stab Lagekoordinaten = 1) und dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Modellierung in der Autorensoftware und standardisiert die Koordination von Fachmodellen. Das Koordinatensystem Personenhahnhöfe (VA-System) wird in der Örtlichkeit durch ein VA- Sondernetz[1] realisiert. Mithilfe von den einheitlichen Parametern, die als Datenbank bereitgestellt werden der Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Datenbank, können die Koor- dinaten zwischen DB_REF und dem Koordinatensystem (VA-System) umgewandelt werden. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) sollte über den gesamten Bahnhofsbereich und angrenzende Gleisanlagen das führende System für Vermessung, BIM-Modellierung, Geo- datenintegration und Absteckung sein, weil...  Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabsfrei (Maßstab La- gekoordinaten = 1). Alle topographischen Elemente und Bauteile können in ihrer tatsäch- lichen Größe vermessen, modelliert, koordiniert und abgesteckt werden. Hierfür sind keine besonderen und ggf. fehleranfälligen Softwareprogramme nötig.  Das neu vermessene und ausgeglichene VA-Sondernetz enthält keine Spannungen. Diese Netzspannungen ergeben sich bei großflächigen geodätischen Gebrauchssyste- men aufgrund historischer Messfehler und -ungenauigkeiten.  Ein geodätisches VA-Sondernetz kann in der Örtlichkeit einfach und zeitlich getrennt vom DB_REF ergänzt werden.  Das VA-Sondernetz ist durch eindeutige Transformationsparameter zum DB_REF be- schrieben. Diese Transformationsparameter können von jeder Vermessungs- und GIS Software interpretiert werden.  Bauwerkskoordinatensysteme (z.B. in Modellierungssoftware Revit) können einfach so- wie spannungsfrei und ohne Maßstab in ein Sondernetz transformiert werden. Für diese 3+1-Transformation (X0, Y0, Nordrichtung + Höhenniveau) ist keine Spezialsoftware nö- tig.  Der Höhenanschluss soll über DB_REF2016 erfolgen[2]. Für die 3D-Modellierung kann die vertikale Normalhöhe H (Vermessung) mit der kartesischen Höhe Z (3D-Software/BIM-Modellierung) gleichgesetzt werden. Das kartesische Z in der dreidi- mensionalen CAD/BIM-Software wird als H interpretiert. [1] Das VA-Sondernetz darf nicht mit dem Bauwerkskoordinatensystem verwechselt werden. Je- des Bauwerk kann ein eigenes Bauwerkskoordinatensystem enthalten, das im Projektursprung (Gebäudeecke, Schnitt Achsen A-1, ...) die Verortung (e0, n0, Nordrichtung, Höhenniveau) des Gebäudesystem im VA-Sondernetz angibt. [2] Diese Forderung ist nicht mathematisch begründet. Allerdings wurde festgestellt, dass einige CAD Programme die Z-Verschiebung, die in den WKT-Strings standardkonform angegeben ist, nicht richtig ausführen.

2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Es wird eine Datenbank (Koordinatensystem VA-Datenbank) für über 5400 Personenbahnhöfe bereitgestellt, die die Transformationsparameter vom DB_REF zum Koordinatensystem Perso- nenbahnhöfe (VA-System) und zurück enthält. Die Umformung der Koordinaten kann mithilfe von Standardsoftware durchgeführt werden. In der Datenbank sind bahnhofsweise Transformations- parameter in unterschiedlichen Formaten für unterschiedliche Softwareanwendungen hinterlegt.

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Abbildung 50 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System

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3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe

3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Normalfall) Um systematische Abweichungen zwischen Vermessung und 3D-Modellierung zu minimieren, wird eine Umformung der Koordinaten DB_REF → VA-System zwischen Netzverdichtung und anlassbezogener Vermessung im Maßnahmenbereich empfohlen.

  1. Verdichtung des DB_REF Festpunktfeldes (wenn notwendig). Die Netzverdichtung erfolgt nach allen Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften der Ril 883; die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Dies erfolgt nur, wenn ein gleisgeo- metrischen Projekt Bestandteil der Aufgabenstellung ist, welches mit der Vermessung für den Geschäftsbereich Fahrweg (Ingenieurvermessung) im Vorhinein abzustimmen ist.
  2. Umformung DB_REF → Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Die Fest- punkte werden mit dem jeweiligen Transformationsparametersatz in das VA-System der Verkehrsstation überführt. Hierfür stellt die VA-System-Datenbank Parameter für alle Ver- kehrsstationen der DB InfraGO AG bereit.
  3. Projektbezogene Verdichtung des Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt nach ingenieurgeodätischen Erfordernissen im maßstabsfreien VA-System, die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert.
  4. Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA-System ge- messen. Dies erfolgt bei Projekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AG in der Regel mittels Laserscanning mit dem Ergebnis einer Punktwolke. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Modellierung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwischen Vermessung und Modellierung in 3D-Software.

Abbildung 51 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall

Die übergeordnete Netzverdichtung und Trassierung finden im DB_REF statt. Die Festpunkte werden dann in das VA-System umgeformt. Für die lokale Verdichtung, Objektvermessung und Modellierung sind keine geodätischen Korrekturen aufgrund des Maßstabes notwendig: Das VA- System hat den Maßstab = 1.

3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Sonderfall) Aus organisatorischen Projektzwängen kann die Situation entstehen, dass die Objektvermessung und Modellierung zeitlich vor einer DB_REF2016-Ertüchtigung erfolgen muss. Dies ist vor allem

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der Fall, wenn kein DB_REF Festpunktfeld vorhanden ist. Dieser Sonderfall erfordert einen zu- sätzlichen Transformationsschritt wenn DB_REF einmal ertüchtigt wird. Um den Normalfall VA- System von diesem Sonderfall zu unterscheiden wird dieser Typ von Koordinatenreferenzsyste- men mit „VA+“ bezeichnet.

  1. Erstellung oder projektbezogene Verdichtung eines Festpunktfeldes . Eine[1] Netz- verdichtung bzw. Erstellung erfolgt nach ingenieurgeodätischen Erfordernissen maß- stabsfrei . Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Einige wenige Punkte werden mittels GNSS-Messungen in DB_REF2016 ermittelt. Diese Messungen sollten mit mit mindestens 10 Minuten Messlänge und zwei unterschiedlichen Höhen er- folgen. Diese DB_REF2016 Punkte werden dann mittels der VA-Transformationsparame- ter in das VA-System überführt. Der exakte Höhenanschluss erfolgt im DB_REF2016 über Nivellement oder in Ausnahmefällen über GNSS-Messungen weniger Punkte. Die Grund- lagen für das VA-System sind somit hergestellt. Alle Messungen werden im VA-System ausgeglichen. Als Abschluss werden die ausgeglichenen Passpunkte in das DB_REF2016 Koordinatensystem transformiert und dokumentiert.
  2. Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA System ge- messen. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Modellie- rung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwischen Vermessung und Modellierung in 3D-Software.
  3. Verdichtung des DB_REF Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt zeitlich nach der Objektvermessung nach allen Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften der DB Fahrwege. Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Es muss si- chergestellt sein, dass ausreichend[2]und gut verteilte Passpunkte[3] von den projektbezo- genen benutzen Passpunkten im DB_REF2016 Festpunktfeld mit enthalten sind.
  4. Ermittlung der Unterschiede und Anpassung des Transformationsparameter Sat- zes. Die neu gemessenen DB_REF2016 Passpunkte werden in das VA-System überführt. Im VA-System werden die Parameter für die Translation und Rotation gleichen Punkte ermittelt und der Transformationsparametersatz wird angepasst, durch eine zusätzliche Affintransformation.
  5. Datenbank Aktualisierung zu VA+System. Der neu erstellte Transformationsparame- tersatz wird an BIM_Personenbahnhoefe@deutschebahn.com gesendet.

Abbildung 52 DB_REF Netzverdichtung Sonderfall

Beim VA+ Sonderfall wird die Objektvermessung und Modellierung zeitlich vor der DB_REF Netz- verdichtung durchgeführt. Dies erfordert Passpunkte (rot) und eine zweistufige Koordinatentrans- formation aus VA-Umformung und zusätzlicher Affin-Transformation.

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[1] Hier müssen die anerkannten Regeln der Vermessungstechnik eingehalten werden. Es ist eine freie und dynamische Netzausgleichung durchzuführen. Die Lagerungspunkte der dynami- schen Netzausgleichung werden über GNSS-Messungen im DB_REF2016 ermittelt und an- schließende transformiert ins VA-System. [2] Es sollten mindestens sechs identische Punkte (Passpunkte, Kontrollpunkte) vorliegen. [3] Passpunkte sind in der Örtlichkeit identische Punkte, die sowohl im lokalen ingenieurgeodäti- schen VA System als auch im übergeordneten DB_REF vermessen und ausgeglichen wurden. Die Passpunkte sind gut verteilt, wenn Sie das Projektgebiet gleichmäßig am Rand umschließen, also wenn die Restklaffen in den Objektpunkten nur interpoliert, nicht extrapoliert werden.

3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe Das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) wird in der jeweiligen Anwen- dungssoftware angelegt, indem die bereitgestellten Transformationsparameter für den jeweiligen Personenbahnhof eingelesen werden. Geodaten aus dem DB_REF können mit nativen Funktio- nen in der jeweiligen Software transformiert und rücktransformiert werden. Es muss beachtet werden, dass sich die Koordinatenumrechnung nur auf die Lage bezieht. Wenn die Eingangspunkte eine Z-Koordinate, bzw. eine Höhe H führen, wird diese unverändert in den transformierten Datensatz übernommen.[1] Das genaue Vorgehen hierfür ist für einige Softwareanwendungen detailliert im Dokument "Geo- referenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM-Projekten" beschrieben.

SoftwareAnle-Wie?Um-Ex- portRücktrans- formation
genrech-
CRSnung
QGISCRS/WKT- oder Proj-String
ESRI Ar- cGIS Pro✓ ✓*.prj-Datei mit WKT String (Esri Di- alekt)✓ ✓✓ ✓✓ ✓
Autodesk Civil3D/ Map3DXML Import
Korfinüber Eingabemaske
Card_1✓ ✓Erfolgt softwareseitig über Ablage der CSV Liste im richtigen Ordner✓ ✓✓ ✓✓ ✓
ProVIErfolgt softwareseitig auf Basis der Bahnhofsliste
Autodesk Revit#Koordinaten und Nordrichtung an PBP angeben
Autodesk Navisworks#Alle Daten müssen bereits im glei- chen CRS vorliegen
Desite md pro#Alle Daten müssen bereits im glei- chen CRS vorliegen

Tabelle 12 Anwendungssoftware für VA-System Geosoftware kommt mit dem VA-System problemlos zurecht. Bei der BIM-Modellierungssoftware und BIM-Kollaborationssoftware kann eine Georeferenzierung nur als Workaround konzeptuali- siert werden. [1] Einige Software führt die die Umformung der Höhe nicht durch, auch wenn eine Höhentrans- formation im CRS/WKT-String definiert wurde.

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4 Umgang mit Trassendaten

Die Trassierung inkl. Änderung an der Trassierung sind im projizierten DB_REF System durch- zuführen. Nachfolgend werden zwei Möglichkeiten beschrieben, wie Trassendaten vom DB_REF in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe transformiert werden können. Die maßgeblichen Parameter der Ril883 in Bezug auf die Trassierung bleiben von der Transformation unberührt. Im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt keine Trassierung und somit auch keine gleisgeometrische oder fahrdynamische Prüfung.

4.1 Transformation der Trasse als Polylinie

Dieses Vorgehen beschreibt die Transformation der Trasse mit dem Ergebnis einer Polylinie im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Grundlagen sind die bereitgestellten Tras- sendaten, welche i.d.R. als Elemente im .mdb Format bereitgestellt werden.  Erstellung einer Polylinie (Segmentierung) aus der Trasse, so dass der Abstand zwischen Polylinie und beigestellten Trassendaten kleiner 1mm beträgt  Überführung der Polylinienpunkte in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-Sys- tem) durch Umformung der Einzelpunkte mittels Transformationsparameter in das Koor- dinatensystem Personenbahnhöfe

Abbildung 53 Transformation Trassendaten in Polylinie

Zur Überprüfung der Ergebnisse sollte anschließend ein Abgleich des Abstands zwischen Polyli- nie und beigestellter Trassendaten durchgeführt werden. Um Trassenelementinformationen auch in der Polylinie bereitzustellen, können diese als Attribute an die Einzelpunkte der Polylinie ange- hangen werden:  Trassennummer  Kilometrierung  Überhöhung  Trassenelement (Gerade, Kreisbogen …)  Informationen zum Trassenelement (Radius im DB_REF)

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4.2 Transformation der Trassenelemente Das Vorgehen beschreibt die Transformation einzelner Trassenelemente von DB_REF in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Hierbei müssen sowohl Winkeländerung als auch der Skalierungsfaktor berücksichtigt werden, d.h. aus einem Radius von „7.000,0 m“ wird, je nach Höhe und Abstand des Bezugsmeridians vom Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) zum DB_REF, ein Radius von z.B. „7000,0658 m“. Die Änderungen betreffen:  Radien in Kreisbögen  Start- und Endkrümmungen bei Übergangsbögen  Halbmesser der Gradienten  stationsabhängigen Daten, wie die Station zum Überhöhungsanfang, Überhöhungsende. Die Transformation in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt element- weise, d.h. jedes Trassenelement wird für sich genommen transformiert. Somit bleibt die Elemen- tabfolge erhalten. Hierbei sollen die Hauptpunkte der Achse (die Elementübergänge) ohne Trans- formationsfehler abgebildet werden. Die Transformation erfolgt über ein Trassierungspaket aus  Gleisachse und Gleisgradiente mit interner Stationierung (die Gleisgradiente bezieht ihre Stationen aus der Gleisachse) oder  Streckenachse, Gleisachse und Gleisgradiente mit Fremdstationierung (die Gleisgradi- ente bezieht sich über ihre Stationen über die Streckenachse inklusive Stationssprün- gen). Eine Überprüfung mit der Polylinien-Transformation sollte als Qualitätssicherung erfolgen und dokumentiert werden. Außerdem sollten die transformierten Trassenelemente auch wieder in das DB_REF mit demselben Workflow transformiert werden, um die Richtigkeit des Workflows in beide Richtungen sicherzustellen.

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5 Vorgehen in Projekten

In diesem Abschnitt wird auf den Umgang der im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA- System) erstellten BIM-Modelle und deren Koordination, anhand von Beispielen, eingegangen.

5.1 Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF Für die Planung der Verkehrsstation wird eine Soll-Trasse verwendet, die im DB_REF vorliegt. Die Trasse sowie alle weiteren Grundlagen, wie z.B. IVL-Plan, DGM werden in das Koordinaten- system Personenbahnhöfe (VA-System) überführt. Die Planung (3D-Modellierung) erfolgt im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) der jeweiligen Verkehrsstation. Für den Datenaustausch vom VA-System zum DB_REF kann nachfolgendes Vorgehen angewendet werden:

  1. Erstellung von 2D-Planunterlagen im Koordinatensystem Personenbahnhöfe
  2. Transformation der Planunterlagen mittels Transformationsparameter zum DB_REF (z.B. mit Autodesk Civil 3D). Hiermit wird sichergestellt, dass Pläne die aus Punkten, Linien und Symbolen bestehen, lagerichtig transformiert werden.
  3. Der Austausch von BIM-Modellen, die im VA-System geplant wurden mit BIM-Modellen, die in einem vermeintlichen DB_REF geplant wurden, muss mittels Translation und Rota- tion zum vermeintlichen DB_REF transformiert werden. D.h. im Beispiel der Integration eines BIM-Modells aus dem VA-System in ein vermeintliches DB_REF-System würde das BIM-Modell verschoben und rotiert werden. Eine Planung im ver- meintlichen DB_REF hat einen Projektbasispunkt (Projektnullpunkt) nahe der zu planenden An- lage. Es werden gleiche Punkte (nach Möglichkeit mindestens 5 gut verteilte Punkte) in der ver- meintlichen DB_REF Planung sowie in der Verkehrsanlagenplanung im VA-System ausgewählt. Anhand dieser Punkte werden die Transformationsparameter (Translation und Rotation) berech- net (der Maßstab ist 1, da jede 3D Modellierungssoftware in diesem Maßstab arbeitet). Diese können anhand der Koordinaten bezüglich des Projektbasispunktes gewählt werden. Zu beach- ten sind Unterschiede zwischen dem vermeintlichen DB_REF und dem wahren DB_REF auf- grund der Abbildungsvorschriften und deren Skalierungsfaktors. Eine Beschreibung des Workflows in Autodesk Civil 3D sowie weiteren Programmen können im Dokument "Georeferenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM-Projekten" nachgelesen wer- den.

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Änderungshistorie

Nr.:Ver-Datum:Änderung:Verfas-
sion:ser:
011.015.10.2015ErstausgabeI.SBB (3)
021.127.11.2015I.SBB (3)
031.215.12.2015I.SBB (3)
041.327.04.2016Ergänzung der Vorlage eines BIM-Projektabwick- lungsplans Ergänzung der Abbildung „Übersicht Informationsin- halte“ Ergänzung der Abschnitte Ableitung von Plandarstel- lung aus dem BIM-Modell, Darstellung von Ausfüh- rungsdetails im BIM-Modell und 3D-Visualisierungs- varianten für die Anwendungsfälle der BIM-Methodik Ergänzung einer SoftwareübersichtI.SBB (3)
051.401.10.2016Ergänzung der BIM - Leistungsbeschreibungen Ergänzung der Tabelle zur Leistungs- Vertragspla- nung Ergänzung von Revit® -Beispielprojekten Ergänzung der modellbasierten LV-Erstellung in iTWO® 5DI.SBB (3)
061.522.12.2016Ergänzungen zum Abschnitt „Umgebungsmodell“ Ergänzung „Kurzanleitungen für Softwareprodukte auf Bauherrenseite“ Ergänzung des Abschnitts „BIM-Projektraum auf Bauherrenseite“I.SBB (3)
072.010.05.2017Erweiterung der BIM-Vorgaben um die Anforderun- gen an Brückenbauwerke Ergänzung der „Anleitung zum digitalen Informations- austausch zwischen Revit und relux Ergänzung Abschnitt „Terminplanung Grundlagener- mittlung“ Ergänzung Abschnitt „Vereinfachte Planung durch Anwendung von Baustandards“ Ergänzung Abschnitt „Grundlagenermittlung aus Ar- chiven“ Ergänzung Abschnitt „Verzerrungsfreie Abbildung des Bestandsmodells“ Ergänzung Abschnitt „Gesamtmodell und Fachmo- delle“ Ergänzung Abschnitt „Werk- und Montageplanung (Gesamtmodell Stufe 3)“ Ergänzung Abschnitt „Datenaustausch und BIM-Ko- ordinationsmodell der Planer“ Ergänzung Abschnitt „Anforderungen an Ingenieur- bauwerke und Projekte der DB Netz AG“I.SBB (3) I.NPM(G)
082.103.07.2017Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung Abschnitte „Bestandserfassung und -dar- stellung“, „Baugrundinformationen“I.SBB (3) I.NPM(G)
092.216.10.2017Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung des Pflichtenheft-LoI /LoG DB Netz AGI.SBB (3) I.NPM(G)
102.307.08.2018Ergänzung Variantenentscheidungsmatrix Ergänzungen hinsichtlich StarterPaket Abschnitt „Projektinformationsmodell“ eingefügt Änderungen im Abschnitt „BIM-Modelle“I.SBB (3)

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik I.IPM 4, 28.02.25 148 Änderungshistorie

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112.401.11.2019Änderung des Geltungsbereiches Löschung der DB Netz AG bezogenen auf die fachli- chen Inhalte Überarbeitung der LOD (LOD 500 entfällt) Überarbeitung der AnwendungsfälleI.SPM(S)
122.4105.06.2020Aktualisierung der BIM-Leistungsbilder Berichtigung der Tabelle 3I.SPM(S)
132.529.01.2021Übergreifende redaktionelle Überarbeitung der Kapi- tel 1-3 in Bezug auf: Dokumentenstruktur, inhaltlicher Zuordnung, Zusammenfassung von redundanten In- halten sowie Ergänzungen in einzelnen Abschnitten; Wesentliche Ergänzungen: detaillierte Beschreibung der BIM-Anwendungsfälle, zusätzliche BIM-Anwen- dungsfälle, zusätzliche Abschnitte „Umgang mit Tras- sierungsdaten“, „Umgang mit großen Koordinaten- werten“, „Verzerrungsfreie Darstellung von BIM-Mo- dellen“, „Datenübergabe von Punktwolken“ Anpassung Anlage 1, 2, 9 und 10I.SPM(S)
142.601.11.2021Auflösung der Anlagen 9 bis 11 und Integration in Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ sowie einer neuen Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik Neu: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken, Leit- faden Starterpaket; 2.1.2 StarterPaket, 2.2.2 Rah- menvertragsabrufe Ergänzende Hinweise: Abschnitt 1.5; Abschnitte 3.3.1 und 3.3.2; Abschnitte 3.9.2 und 3.9.7; Ab- schnitte 3.10.2,3.10.3, 3.10.4 3.10.9, 3.13 Ergänzung: Abschnitt 1.2.2 – verpflichtende Anwen- dungsfälle „Projektkommunikation -Gemeinsame Da- tenplattform“, „Getaktete BIM-Projektbesprechun- gen“; Abschnitt 1.4 zu Anwendung Baustandards und Ausführungsfristen, Abschnitt 1.7 Ergänzung/Zusam- menfassung Verantwortlichkeiten BIM-Koordinator (Quelle: Kapitel 3 – BIM-Pflichtenheft inkl. Anlagen) Überarbeitung: Abschnitt 1.6, Abschnitt 2.2.1.3 BIM- Eignungskriterien, Abschnitt 3.4 Modellstruktur Änderung: BIM-Einführungsplan Planung – Ände- rung von „nach Projektauftrag“ zu „zu Projektstart“ Korrektur: Abschnitt 3.6 Umgang mit Trassierungs- daten Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM-Projek- tabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und Vertrags- planungI.SPM (S)
152.717.05.2022Änderung: Integration des Leitfadens zum Umgang mit Punktwolken, Abschnitt 1.5.1 Abgabeplanung: Zeitpunkte und Lieferant optional, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung: Übergabe von Punktwolken (projekt- spezifische Reduzierung der Anzahl an Datenträ- gern) Ergänzung: Verzeichnis der Kurzanleitungen: Erläu- terungen zur Eignungsprüfung und Angebotswer- tung, Abschnitt 1.1 um Hauptauftragnehmer Bauaus- führung, um Entfall Planungsverteidigung, AbschnittI.SPM 4

LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik I.IPM 4, 28.02.25 149 Änderungshistorie

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1.7.1 Hauptauftragnehmer Bauausführung, Abschnitt 2.1.3 BIM-Projektabwicklungsplan, Abschnitt 2.1.7 Getaktete BIM-Projektbesprechung, Abschnitt 2.4.1 BIM-Einführungsplan Ausführung, Position 1 "BIM- Berater" inkl. Anlage 1 Abschnitt 3.9.2.1 Referenzie- ren von Punktwolken, Abschnitt 3.10.5 3D-Kollisions- prüfung-Nachweis der Kollisionsprüfung, Abschnitt 3.10.7 Bestandserfassung mittels Punktwolken (In- tegration der Vorgaben des Leitfadens zum Umgang mit Punktwolken), Abschnitt 3.10.26 (Bau-)Zustandsüberprüfung mittels Punktwolke um Ausführungs- und Kontrollvermes- sung, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung Punktwolken, Datenlieferungsplan ergänzt um Projektdokumenta- tion inkl. 2D-Planunterlagen/-ableitungen Korrektur: Abschnitt 2.4.1 BIM-Einführungsplan Ausführung, Position 6 "Fortschreiben" zu "Erstellen" inkl. Anlage 1 Neu: Abschnitt 3.9.2.2 Visualisierung der Punktwol- ken als Mesh, Abschnitt 2.3.2.1 Vermessungsleistun- gen, Abschnitt 3.8.2 Grundlagen der verzerrungs- freien Planung im Projekt Anlagen: 1 – BIM-Einfüh- rungsplan, 2 –BIM-Projektabwicklungsplan Entfällt: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken (in Abschnitt 3.10.8 bereits integriert)
162.824.11.2022Änderung: Begriffsänderungen: LoD → LoG, Be- standsmodell→ Grundlagenmodell; Anordnung der Abschnitte 1.3.1.5-1.3.1.6, 2.1 - 2.6, 3.9.3-3.9.4, 1.3.1.5-1.3.1.6; 1.4.1. Vereinfachter BIM-Projektab- lauf durch Einphasenplanung; Abbildung 2; Abschnitt 2.6.1 teilweise in 2.6.3 integriert; Abschnitt 3.6: Über- nahme Vorgaben der Ril 883; Abschnitt 3.7: Kür- zung; Abschnitt 3.8: Verzerrungsfreie Darstellung von BIM-Modellen umfasst nun Koordinatensystem Verkehrsanlage; Anlage 1: BIM-Einführungsplan Bauausführung; Anlage 2: BIM-Projektabwicklungs- plan: 8.2 Koordinatensystem; Anlage 6: 2.2. Integra- tion des Koordinatensystems Verkehrsanlage; Aktua- lisierung der Verlinkungen zur Informationsplattform und SharePoint Baumanagement DB S&S Ergänzung: AWF Bezeichnung: "Projektkommunika- tion - Modellbasierte Digitale digitale Protokollie- rung und Aufgabenverwaltung"; Abschnitt 1.4.1; Ab- schnitt 1.6: Ergänzung der BIM-relevanten Doku- mente; Abschnitt 3.9.1: Spezifikation Gesamtmodell; Abschnitt 3.9.3.1: Ergänzung zur Dokumentation der des Dateipfads Punktwolke im BAP; Abschnitt 3.9.4: Spezifikation Grundlagenmodell; Abschnitt 3.10.7: um einfache Visualisierung in der Kollaborations- plattsoftware oder Model Viewer; Abschnitt 3.10.12: Ergänzung Variantenentscheidung am Prototyp; Ab- schnitt 3.11.1: Dokumentation des Koordinatensys- tems (CAD-Datei); Definition "As-Built Modell" Neu: Definition "Koordinatensystem Verkehrsan- lage"; Definition: "Parameter"; "Kurzanleitung zurI.SPM 4

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Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabellenform"; Abschnitt 2.6.3 BIM Bau- vertrag; Abschnitt 2.6.4 BIM Ingenieurvertrag Bau- überwachung; Abschnitt 3.8: Koordinationssystem Verkehrsanlage, Abschnitt 2.3.8 & 3.10.3: AWF Bau- besprechung mit BIM, , Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM-Projek- tabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und Vertrags- planung; 6 - Modellierungsvorschrift
172.909.05.2023Änderung: Nummerierung Anlagen Ergänzung: Abschnitt 1.2.2: „Baubesprechung mit BIM“ und „Anwendung der Baustandards und An- wendung digitale Bauteilbibliothek“ als zwingend er- forderlicher Anwendungsfall; Abschnitt 1.6: Ergän- zung Rahmenverträge; Abschnitt 2.2: Ergänzung BIM-Einführungsplan "Fortschreibung BAP für Bau- phase"; Abschnitt 3.4: Modellstruktur; Abschnitt 3.8.1: Ergänzung Information zum Koordinatensys- tem VA+; Abschnitt 3.10.5: Entfall Attribuierung für 3D-Prototyp; Abschnitt 3.10.7: Hinweise einfaches Rendering; Neu: Spezifika für die Projektart EinfachBIM (Ab- schnitte 1.2.1, 1.3, 1.4.1, 2.4.1, 2.3.7, 3.3., 3.9.4.1, 3.10.5., 3.10.7, 3.10.8); Definitionen "EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen“; „3D-Proto- typ“; Abschnitt 3.9.4: 3D-Prototyp; BIM-Anwendungs- fall „As-Built Kontrolle“ Entfällt: Anlage 1 – BIM-Einführungsplan (in Kap. 2 enthalten und Veröffentlichung auf Informationsplatt- form und im SharePoint Baumanagement); Anlage 3 – Mustertagesordnung BIM-KickOff (in Abschnitt 2.3.5 integriert); Anlagen 4 und 5 (Veröffentlichung auf Informationsplattform und im SharePoint Bauma- nagement) Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Ab- schnitt 2.1, Ergänzung BIM-Ziel für Projektart Ein- fachBIM; Abschnitt 2.2, Ergänzung BIM-Anwen- dungsfall "As-Built-Kontrolle"; Abschnitt 3.3, Anpas- sung der Tabelle für Projektbeteiligtenliste Anlage 2 - Modellierungsvorschrift: Abschnitt 1.4: Än- derungen "Grobkostenschätzung" zu "Kostenermitt- lung" Anlage 4 - Vorgaben für die Qualitätssicherung: Ab- schnitt 4.2: Ergänzung planungsbegleitende Quali- tätssicherung; Änderung Abbildung "Qualitätssiche- rungsprozess"I.SPM 4
183.005.11.2023Änderung: Kapitel 1 ist Überblick (vormals Grunds- ätze); inhaltliche Zuordnung einzelner Abschnitte aus Kapitel 1-"Grundsätze" zu Kapitel 2 und Kapitel 3; Geltungsbereich für Ingenieur- und Bauvertrag: Kapi- tel 1 entfällt; Kap. 2: BIM-Einführungsplan Planung und Bauaus- führung; 2.3.6 BIM-KickOff: Ergänzung Tagesord- nungspunkt; 2.7 Übergabe in den Betrieb

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Kap 3: Integration LoG, LoI, Ableitung von Plä- nen, Darstellung Ausführungsdetails, Modellstruktur und Ansichtspunkte, Projektvorlage und Umgang mit Großen Koordinatenwerten, Beispielprojekt in Anlage 2 - Modellierungsvorschrift; BIM-Anwendungsfälle "Alle arbeiten am Modell" und "Getaktete BIM-Pro- jektbesprechung" zu BIM-Anwendungsfall "Getaktete BIM-Projektbesprechung" verschmolzen; BIM-An- wendungsfälle "3D-Variantenentscheidung zur Lage" und "3D-Variantenentscheidung zum Bauwerk" zu BIM-Anwendungsfall "3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage)" verschmolzen; 3.7.24: BIM-An- wendungsfall (Bau-)Zustandsüberprüfung umbe- nannt zu As-Built-Erfassung; Integration Anlage 4 - Vorgaben der Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung Modellqualität; Integration 3.13 Projektdokumentation in 3.8.2 Ergänzung: 3.9.3 Punktwolken: Ergänzung Be- schreibung und Nutzen von Punktwolken; 3.8 Daten- austausch und Datenlieferung: Ergänzung 3.8.2 Da- tenaustausch und -lieferung - Projektkommunikati- onsplattform; BIM-Anwendungsfälle: Zuordnung zu standardisierten Bezeichnungen BIM-Deutschland Neu: Kap 3: Level of Accuracy(LoA); BIM-Anwen- dungsfall "Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur(AN)"; Anlage 2 - Modellie- rungsrichtlinie: Steckbrief Fachmodell Baugrund Entfällt: 1.6: BIM-relevante Dokumente, 2.8 Hard- und Software; 3.6 Umgang mit Trassierungsdaten, 3.9.5.1 Bestandsunterlagen und deren Quellen; 3.10.4: "Projektkommunikation - Gemeinsame Daten- plattform", 3.10.10: "Optimierter Datenaustausch der Fachgewerke" und 3.10.21: Digitale Übergabe der Projektdokumentation in den Betrieb als BIM-Anwen- dungsfall; Anlage 3- Bestandsunterlagen und deren Quellen Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Ent- fall Kap. 8.3 (Abbildung Bauphasen) und Angabe Ko- ordinationskörper in Kap. 8.2, Ergänzung Abschnitt 8.4 (Level of Accuracy) Anlage 2 - Modellierungsrichtlinie: vollständige Über- arbeitung, Ergänzung Anhang 1: Steckbrief BIM- Fachmodell Baugrund Anlage 3 - Qualitätssicherungsbericht: Vorgaben zur Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung der Modellquali- tät integriert, vollständige Überarbeitung des Quali- tätssicherungsberichts Anlage 4 - Erstausgabe "Vermessung und Georefe- renzierung im Koordinatensystem Personenbahn- höfe"
193.0131.01.2024Änderung: Umfirmierung zu DB InfraGO AG, GB PersonenbahnhöfeI.IPM 4

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Korrektur: Abschnitt 3.7.1 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Per- sonenbahnhöfe der DB InfraGO AG Entfällt: nicht relevante Kurzanleitungen Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM- Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Modellierungs- richtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Bau- grund (Abschnitt 1)
203.115.05.2024Versionsupdate des Hauptdokuments im Zuge der Änderungen in „Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards“. Keine inhaltlichen Änderungen.I.IPM 4

Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.

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