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Praxistest
Die Angebotsmuster werden einem Erprobungsprogramm/Praxistest unterzogen. Die m-ATH-TH bzw. BUZSW wird durch jeweils drei Probandinnen/Probanden getestet. Da die m-ATH-TH bzw. BUZSW über einen langen Zeitraum, in der Regel Tag für Tag getragen werden, kommt der sog. Trageakzeptanz eine hohe Gewichtung zu. Eine positive Bewertung des Tragegefühls ist bei einem Bekleidungsstück, das der persönlichen Sicherheit dient, besonders wichtig. Es trägt entscheidend zu einer guten Arbeitsleistung und letztlich auch zur Gesundheit des/der Träger/Trägerin bei.
Ablauf
Der jeweilige Proband führt seine komplette Dienstausstattung (Uniform, Pistole, FEM) mit sich und legt die ATH bzw. BUZSW an.
Bewertung Anpassbarkeit:
Anlegen der ATH/BUZSW - Überprüfung der Gestaltung der individuellen Anpassbarkeit nach Bestückung mit ballistischen Schutzpaketen in der gefordenten Größe
Bewertung individuelle Anpassbarkeit:
Anpassbarkeit voll gegeben: Note 1 Anpassbarkeit mit leichten Einschränkungen: Note 2 Anpassbarkeit eingeschränkt: Note 6
Bewertung Bewegungsfreiheit:
Test zur Bewegungsfreiheit - Überprüfung Bewegungsfreiheit
Die Bewertung der Bewegungsfreiheit erfolgt in 5 verschiedenen Arbeitsbereichen (Stationen), die jeweils bewertet werden.
Bewegungsfreiheit voll gegeben: Note 1 Bewegungsfreiheit mit leichten Einschränkungen: Note 2 Bewegungsfreiheit mit störenden/noch akzeptablen Einschränkungen: Note 4 Bewegungsfreiheit eingeschränkt: Note 6
- Station: Büro-/Innendienst
Der Proband führt verschiedene alltägliche Bürotätigkeiten aus, die während eines Dienstes vorkommen können. Diese werden in stehende, sitzende und bückende/knieende Tätigkeiten untergliedert und werden wie folgt abgebildet: • Stehen - auf erhöhter Fläche im Wachleiterbereich/Tresen • Sitzen - Erstellen von Berichten/Anzeigenaufnahme am Computer • Bücken/knieen - Herausholen/Ablegen von Ordnern oder Führungs- und Einsatzmitteln (FEM) aus einem Regal
- Station: polizeiliche Maßnahme
An dieser Station wird eine Festnahmesituation simuliert, der sich der Festzunehmende mittels körperlicher Gewalt entziehen will. In der weiteren Folge soll die Handfessel angelegt und der Transport in die Arrestzelle erfolgen, sodass die Person im Anschluss von dem Probanden durchsucht werden kann.
- Station: Streifenfahrt
Eine weitere Station bildet die Streifenfahrt und das Handeln am Streifenwagen ab. Hierbei werden das Ein- und Aussteigen sowie das Autofahren an sich, ein-schließlich der Bedienung der verschiedenen Funktionselemente innerhalb des Fahrzeuges sowie das Herausholen und Verstauen von FEM wie bspw. Verkehrskegel und ballistische Schutzausstattung abgebildet.
- Station: dynamische Belastung (3 Durchgänge)
Zur Erprobung der dynamischen Situationen wird eine Verfolgungsszene simuliert. Die Verfolgung führt durch ein Treppenhaus (auf- und abwärts) und einem Sprung von erhöhter Position (dritte/vierte Stufe), weiter über eine Freifläche (ca. 50 m) zu einem Hindernis, welches überwunden werden muss (Höhe ca. 1 m - Simulation Zaun).
- Station: Gebrauch der Schusswaffe (3 Durchgänge)
An dieser Station werden verschiedene Szenarien mit der Dienstpistole und der Mitteldistanzwaffe der Thüringer Polizei durchgeführt. Der Ablauf ist dabei für jede Waffe gleich. Eine tatsächliche Schussabgabe erfolgt dabei nicht. Der Proband wird hierfür eine sogenannte Rotwaffe verwenden, die für derartige Szenarientrainings vorgehalten wird.
Der Proband wird hierbei die Kontrollübung gem. der PDV 211 absolvieren, bei der sowohl stehende und knieende Anschläge mit und ohne Deckung sowie ein Magazinwechsel mit der jeweiligen Waffe durchgeführt werden muss. Im Anschluss wird durch den Probanden der liegende Anschlag eingenommen. Das Wegstecken (Holstern) und Ziehen der Dienstpistole wird in diesem Zusammenhang ebenso abgebildet. Abschließend werden durch den Probanden die Anschlagsarten stehend, knieend und liegend an der Deckung inkl. eines Auslagenwechsels durchgeführt.