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Aufbau und Implementierung eines ISMS sowie Vorbereitung
der ISO/IEC-27001-Zertifizierung für die Berlin TXL
Management GmbH
11.08.2026 | 1.0
Inhalt
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Projektbeschreibung 1 1.1 Der Standort ...............................................................................................................................1 1.2 Die Berlin TXL Management GmbH ..........................................................................................2 1.3 Ziel der Ausschreibung und das Projekt der Berlin TXL Management GmbH ..........................2
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Art und Umfang der Leistung 3 2.1 Projektorganisation ....................................................................................................................3 2.2 Projektumfang ............................................................................................................................3 2.3 Rahmenvereinbarung ................................................................................................................3 2.4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers ....................................................................................4 2.5 Qualitätsmängel und vorzeitige Kündigung ...............................................................................4
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Leistungen des Auftragnehmers 4 3.1 Projektziel ...................................................................................................................................4 3.2 Zeitliche Planung ........................................................................................................................5 3.2.1 Berichts- und Steuerungswesen sowie Meilensteine .......................................................5 3.3 Aufgabenbereiche und zu erbringende Leistungen ...................................................................5 3.3.1 Abgrenzung der Leistungen ..............................................................................................8 3.3.2 Erwartete Arbeitsergebnisse und Deliverables .................................................................8 3.3.3 Abnahmekriterien und Qualitätsanforderungen ................................................................8 3.4 Telearbeit / Mobiles arbeiten ......................................................................................................9 3.5 Anforderungen an den Auftragnehmer ......................................................................................9
1. Projektbeschreibung
1.1 Der Standort
Am 8. November 2020 wurde der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen. Auf dem Areal entstehen dann in den folgenden Jahren ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien: Berlin TXL – The Urban Tech Republic sowie ein neues Wohnviertel: das Schumacher Quartier.
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1.2 Die Berlin TXL Management GmbH
Die Berlin TXL Management GmbH–eine 100%ige Tochtergesellschaft des Landes Berlin–wurde 2011 mit dem Ziel der Nachnutzung des Flughafens Tegel gegründet. Bis 2020 steuerte sie den breitangelegten Entwicklungsprozess der Ideen und Konzepte unter breit angelegter Beteiligung von Fachleuten und der Öffentlichkeit. 2021 übergab das Land Berlin die Zuständigkeit für das ehemalige Flughafenareal an das Unternehmen und damit den Auftrag zur Umsetzung der Urban Tech Republic, eines Forschungs- und Industrieparks für urbane Technologien, sowie des Schu- macher Quartiers als nachhaltiges und soziales Wohnviertel. Im gleichen Jahr starteten die bau- vorbereitenden Maßnahmen. Die Tegel Projekt GmbH ist Eigentümerin eines Großteils der Flächen der Urban Tech Republic. Parallel zum Planen, Bauen und Betreiben entwickelt sie ein strategi- sches Stakeholder-Netzwerk, akquiriert Investoren, vermietet Flächen und ist zuständig für Marke- ting und Öffentlichkeitsarbeit. Die Berlin TXL Management GmbH beschäftigt ca. 120 Mitarbeitende
1.3 Ziel der Ausschreibung und das Projekt der Berlin TXL Management GmbH
Aufgrund des öffentlichen Interesses an der Berlin TXL Management GmbH ist eine nachweisbar saubere, moderne und belastbare IT- und Informationssicherheit sicherzustellen. Hierzu soll für die gesamte GmbH ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) gemäß ISO/IEC 27001 aufgebaut, in bestehende Prozesse integriert und dauerhaft gelebt werden. Die Norm fordert dabei insbesondere einen risikobasierten Ansatz (u.a. Definition des Geltungsbereichs/Scope, Ermittlung und Behandlung von Informationssicherheitsrisiken, Festlegung von Rollen und Verantwortlichkei- ten), die Auswahl und Wirksamkeitsprüfung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen (Annex A inkl. Statement of Applicability), eine nachvollziehbare Dokumentation sowie regelmäßige interne Audits und Managementbewertungen mit kontinuierlicher Verbesserung einzuführen. Ziel ist es, das Si- cherheitsniveau der Organisation nachhaltig zu erhöhen und letztlich eine Zertifizierung nach ISO/IEC27001 zu erlangen.
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2. Art und Umfang der Leistung
Die Leistungserbringung des Auftragnehmers (AN) hat insbesondere unter Berücksichtigung der im Folgenden benannten Rahmenbedingungen zu erfolgen. Die Aufstellung ist nicht abschlie- ßend.
2.1 Projektorganisation
Im Rahmen des Projekts wird eng mit dem internen IT-Security-Manager, den relevanten Fachbe- reichen, dem IT-Team sowie dem IT-Dienstleister des Unternehmens sowie potenziellen weiteren Dienstleistern der einzelnen Fachbereiche zusammengearbeitet. Ergänzend ist – abhängig von den jeweiligen Projektphasen – die Einbindung weiterer spezialisierter Dienstleister möglich. Die personelle Besetzung des Auftragnehmers hat dabei gemäß den Anforderungen unter C.4 mit fes- ten Ansprechpartnern und projektverantwortlichen Personen zu erfolgen.
Die technische Umsetzung der Maßnahmen soll durch den IT-Dienstleister der TXL in Zusammen- arbeit mit dem IT-Team der TXL erfolgen. Dokumentationsaufgaben werden durch den Auftragneh- mer in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der TXL übernommen. Weitere Maßnahmen und Um- setzungen werden bedarfsbedingt mit den jeweiligen Teams/ Bereichen der TXL umgesetzt.
Für generelle Dokumentationen ist der Einsatz von AI um Aufwände und Kosten zu sparen zulässig.
2.2 Projektumfang
Der Projektumfang erstreckt sich auf das gesamte Unternehmen der Berlin TXL Management GmbH. Hierzu zählen die Aufgaben im Bereich der TXL selbst, als auch die aktuellen Tätigkeiten die die TXL als Dienstleister / Vermieter von Gebäuden / Büroräumen auf dem Gelände erbringt.
Das ISMS soll die relevanten Prozesse, Aufgaben und organisatorischen Rahmenbedingungen der TXL erfassen, beschreiben und, soweit erforderlich, optimieren.
Dabei sind auch mögliche Anforderungen zu berücksichtigen, die sich aus der Rolle der TXL als Dienstleister für andere Unternehmen ergeben können, beispielsweise im Zusammenhang mit der Bereitstellung von IT-Leistungen.
2.3 Rahmenvereinbarung
Das Projekt ist vorerst auf eine Laufzeit von 24 Monaten ausgelegt. Sollte sich die Projektlaufzeit aufgrund von Vorfällen, zusätzlichen Aufwänden oder sonstigen projektrelevanten Umständen kurzfristig verlängern, sind die hierfür erforderlichen Änderungen über entsprechende Changes und Nachträge zum Vertrag gesondert festzulegen und schriftlich zu vereinbaren. Abstimmungen hierzu finden zeitnah vor Ende der Vertragslaufzeit statt.
Die Tätigkeiten können grundsätzlich remote ausgeführt werden. Für Abstimmungen sowie zur Verbesserung der Kommunikation wird die Leistungserbringung vor Ort in den Büros der TXL je- doch bevorzugt.
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2.4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber wirkt im für die ordnungsgemäße Leistungserbringung erforderlichen Umfang mit. Dies umfasst insbesondere die Benennung fachlicher und organisatorischer Ansprechpart- ner, die Bereitstellung relevanter Informationen und vorhandener Dokumentationen, die Sicher- stellung der Verfügbarkeit von Interview- und Workshopteilnehmenden, die zeitnahe Prüfung und Freigabe von Arbeitsergebnissen sowie die Mitwirkung bei Entscheidungen zu Scope, Priorisie- rung, Risiken und Maßnahmen. Verzögerungen oder Einschränkungen in der Mitwirkung können Auswirkungen auf Zeitplanung, Priorisierung und Leistungserbringung haben.
2.5 Qualitätsmängel und vorzeitige Kündigung
Die Leistungen des Auftragnehmers sind in der fachlich geschuldeten Qualität, vollständig, nach- vollziehbar und im Einklang mit den in Kapitel C beschriebenen Anforderungen zu erbringen. Als maßgebliche Abnahmekriterien gelten insbesondere die in Kapitel C beschriebenen geforderten Leistungen, Arbeitsergebnisse, Deliverables, Qualitätsanforderungen und Abnahmekriterien so- wie ergänzende, zu Projektbeginn zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam festge- legte projektspezifische Abnahmekriterien.
Werden Leistungen qualitativ nicht zufriedenstellend, nicht fachgerecht, nicht prüffähig oder nicht in der vereinbarten Form erbracht, ist der Auftraggeber berechtigt, die Mängel gegenüber dem Auftragnehmer anzuzeigen und eine angemessene Frist zur Nachbesserung zu setzen. Der Auf- tragnehmer hat die beanstandeten Leistungen innerhalb dieser Frist auf eigene Kosten nachzu- bessern und so herzustellen, dass sie den vereinbarten Abnahmekriterien entsprechen.
Bleibt die Nachbesserung erfolglos, wird sie nicht fristgerecht vorgenommen oder treten wieder- holt qualitative Mängel auf, die eine ordnungsgemäße Projektdurchführung gefährden, kann der Auftraggeber das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund vorzeitig kündigen. Weitergehende ge- setzliche und vertragliche Rechte des Auftraggebers, insbesondere auf Minderung, Rücktritt, Schadensersatz oder Ersatzvornahme, bleiben hiervon unberührt.
3. Leistungen des Auftragnehmers
3.1 Projektziel
Projektziel ist der Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) für die TXL nach dem Standard der ISO/IEC 27001 sowie die Unterstützung der TXL bei der Etablierung die- ses Managementsystems im Unternehmen. Hierzu gehören insbesondere die Bereitstellung, Aus- gestaltung und Initialisierung der hierfür notwendigen Prozesse, Rollen, Dokumentationen und organisatorischen Grundlagen. Darüber hinaus soll die TXL bei der Vorbereitung, Begleitung und Durchführung der ISO/IEC-27001-Zertifizierung unterstützt werden, mit dem Ziel, dass die Zertifi- zierung im Idealfall bis zum Ende des Projekts erfolgreich erlangt wird.
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3.2 Zeitliche Planung
Das Projekt ist vorerst auf eine Laufzeit von 24 Monaten angelegt. In diesem Zeitraum ist eine gegebenenfalls abschließende Zertifizierung nicht zwingend enthalten, da sich deren Durchfüh- rung insbesondere aufgrund vergaberechtlicher Ausschreibungen sowie sonstiger externer Ein- flüsse zeitlich verzögern kann.
3.2.1 Berichts- und Steuerungswesen sowie Meilensteine
Zur Projektsteuerung sind regelmäßige Status- und Abstimmungstermine zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vorzusehen. Der Auftragnehmer berichtet fortlaufend über den Projektfort- schritt, wesentliche Risiken, offene Punkte, Entscheidungsbedarfe sowie Abweichungen von Zeit- und Maßnahmenplanung. Wesentliche Arbeitsergebnisse, Risiken und Priorisierungen sind in ge- eigneter Form nachvollziehbar zu dokumentieren und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Als fachliche Meilensteine sind insbesondere die abgeschlossene Bestandsaufnahme und Gap- Analyse, die abgestimmte Scope-Definition und Methodik, das initiale Asset- und Risikoregister, die abgestimmte SoA einschließlich wesentlicher ISMS-Dokumentation, die priorisierte Maßnah- men-Roadmap, die Herstellung der Audit-Readiness sowie die Vorbereitung und Begleitung der Zertifizierung zu berücksichtigen. Die konkrete zeitliche Einordnung der Meilensteine ist durch den Auftragnehmer im einzureichenden Konzept plausibel darzustellen.
3.3 Aufgabenbereiche und zu erbringende Leistungen
Die Leistungsbeschreibung orientiert sich grundsätzlich an den Anforderungen der ISO/IEC 27001. In der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung des ISMS ist es jedoch zulässig und aus- drücklich erwünscht, an geeigneten Stellen ergänzend Elemente des BSI-Grundschutzes heran- zuziehen, sofern hierdurch eine größere fachliche Tiefe, Nachvollziehbarkeit oder Strukturierung der Beschreibungen und Dokumentationen erreicht wird.
Dies kann insbesondere die Risikoanalyse betreffen, die sowohl nach den Anforderungen der ISO/IEC 27001 als auch unter Einbeziehung von Methoden des BSI-Grundschutzes erfolgen kann. Gleiches gilt für die Ausgestaltung der ISMS-Struktur, bei der geeignete Bausteine, Syste- matiken oder Vorgehensweisen des BSI-Grundschutzes ergänzend berücksichtigt werden kön- nen.
Von den potenziellen Bietern wird erwartet, für die nachfolgend beschriebenen Aufgabenbereiche ein Konzept einzureichen, das das beispielhafte Vorgehen während der Unterstützungsleistung darstellt und zugleich die fachliche Eignung sowie Qualifikation des Auftragnehmers für die Um- setzung nachvollziehbar belegt.
Die folgenden Aufgabenbereiche wurden für die Umsetzung identifiziert:
Aufgabenbereich 1: Initiierung, Bestandsaufnahme, Kontext & Scope
Ziel dieses Aufgabenbereiches ist den Rahmen zu setzen, die Ausgangslage im Unternehmen zu erfassen und die Grundlagen für das ISMS aufzustellen.
Zu den Kernaufgaben gehören hier folgende:
- Bestandsaufnahme & Gap Analyse a. Erhebung des Ist-Zustands (Dokumente, Prozesse, Technik, Organisation)
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b. Abgleich gegen die ISO27001 Anforderungen (erstellen einer Gap Liste) 2. Kontext / Stakeholder & Anforderungen a. Kontextanalyse (interne / externe Themen) b. Stakeholder Analyse und Bewertung c. Managementsensibilisierung d. Kommunikationswege und Matrizen für das Projekt und die TXL festlegen e. Anforderungsmanagement (gesetzlich, vertraglich, regulatorisch) 3. Scope & ISMS Geltungsbereich a. Definition des Scopes inkl. Standort, Systemen, Prozessen, Organisationseinhei- ten, Zielen b. Beschreibung der Schnittstellen, Abhängigkeiten, Ausnahmen 4. Strukturierung / Strukturanalyse a. Aufbau einer ISMS-Struktur (Domänen, Objekte, Prozesslandkarte) b. Festlegen der Methodiken (ISO, BSI, etc.), Rollen, ISMS-Organisation
Aufgabenbereich 2: Asset Register, Risikoanalyse und ISMS-Dokumentationsdesign
Ziel dieses Aufgabenbereiches ist es ein Risikobasiertes ISMS zu designen, sowie die erforderli- chen Dokumentationen und Richtlinien zu erstellen.
Zu den Kernaufgaben gehören hier:
- Asset Register / Informationsverbund a. Aufbau / Überarbeitung des Asset Register (Informationen, Systeme, Daten, Dienste, Lieferanten) b. Zuordnung zu Prozessen / Ownern und Eingliederung in die Schutzbedarfs/ Klas- sifizierungslogik,
- Risikoanalyse & Dokumentation aufsetzen a. Risko Methodik mit der TXL fe7tlegen und Dokumentieren (Kriterien, Skalen, Ak- zeptanz, Risikoeigner) b. Risikoinventar anlegen, Bewerten und einen Risiko-Maßnahmenplan erstellen
- SoA (Statement of Applicability) erstellen a. Ableitung anwendbarer Controls, Begründungen, Umsetzungsstatus und Nach- weise
- ISMS-Dokumentation a. Aus dem SOA und den Controls verlangte ISMS Policy, Leitlinien, Verfahren und Richtlinien anlegen oder kontrollieren (z.B: Incident Management, Kryptografie- Richtlinie, BCM-Schnittstelle) b. Rollen und Verantwortlichkeiten (ISMS Owner, Asset-Owner, Risk Owner) doku- mentieren
Aufgabenbereich 3: Maßnahmenplanung, Umsetzung, Operationalisierung & Inbetriebnahme
Ziel dieses Aufgabenbereiches ist es die Erkenntnisse aus den ersten beiden Bereichen zu ei- nem Maßnahmenplan zu entwickeln, dessen Umsetzung die Controls und Prozesse des ISMS „lebbar“ macht und im Betrieb etabliert.
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Kernaufgaben hier sind:
- (Risiko)Maßnahmenplanung a. Erstellen eines Maßnahmenkatalogs aus Risiko und Gap Analyse b. Priorisierung, Roadmap und Umsetzungsplanung dieses mit der TXL
- Umsetzung und Inbetriebnahme a. Technische und organisatorische Implementierung der Controls b. Nachweißführungen (Evidenzen), Dokumentation der Wirksamkeitskriterien und Überführung in den Betrieb
- ISMS-Operationalisieren a. Den Regelbetrieb durch dokumentierte Prozesse, Verantwortlichkeiten und Routi- nen herstellen b. KPI / Messkonzepte zur Erhaltung des ISMS-Standards einführen i. Z.B. Definition von Sicherheitskennzahlen wie Awareness-Quoten, Patch- Coverage
- Schulungen / Awareness schaffen a. ISMS spezifische Schulungen erstellen b. Bestehendes Schulungskonzept bewerten
Aufgabenbereich 4: Auditvorbereitung, Management-Review und KVP
Ziel dieses Aufgabenbereichs ist es, das ISMS auf ein internes Audit vorzubereiten und zugleich einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess auf Basis der in Aufgabenbereich 3 definierten KPIs zu etablieren. Dadurch sollen der erreichte Reifegrad des ISMS nachhaltig gesichert, Abwei- chungen frühzeitig erkannt und geeignete Steuerungs- und Verbesserungsmaßnahmen abgelei- tet werden.
Das interne Audit selbst wird durch einen weiteren externen Dienstleister durchgeführt; der Auf- tragnehmer unterstützt den Auftraggeber dabei fachlich und organisatorisch bei der Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung des Audits.
Kernaufgaben hier sind:
- Internes Audit a. Das interne Audit wird durch einen weiteren externen Dienstleister durchgeführt. Dieses Audit soll dennoch vom AN begleitet werden.
- Management-Review a. Vorhandene Management-Review Agenda gemaß ISO27001 Anforderungen (Sta- tus, KPI, Risiken, etc.) prüfen b. Dokumentation des Managementreviews prüfen
- Nonconformity & Corrective Actions / Kontinuierliche Verbesserung a. Prozess für Abweichungen, Ursachenanalyse und Korrektur/ Vorbeugemaßnah- men schaffen b. KVP-Prozess etablieren, inkl. Lessons learned o.ä.
Aufgabenbereich 5: Zertifizierungsvorbereitung und Begleitung
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Ziel ist die Auditfähigkeit des Unternehmens herzustellen und die Zertifizierung strukturiert vorzu- bereiten.
Dieser Bereich beinhaltet folgende Aufgaben:
- Zertifizierungsvorbereitung a. Readiness-Check, Evidenzmapping, Interviewvorbereitung
- Begleitung Stage 1 & Stage 2 a. Unterstützung in den Audits, Bereitstellung von Nachweisen
- Abschluss und Übergabe a. Abschlussbericht des Projekts erstellen
3.3.1 Abgrenzung der Leistungen
Die Leistung des Auftragnehmers umfasst die fachliche, methodische und organisatorische Un- terstützung beim Aufbau, der Implementierung und der Weiterentwicklung des ISMS sowie bei der Vorbereitung und Begleitung der ISO/IEC-27001-Zertifizierung. Nicht Gegenstand der Leis- tung ist die eigentliche Zertifizierung durch eine Zertifizierungsstelle. Ebenso sind die Durchfüh- rung des internen Audits durch den Auftragnehmer, soweit dieses durch einen gesonderten exter- nen Dienstleister erfolgt, sowie die vollständige technische Umsetzung sämtlicher Maßnahmen durch den Auftragnehmer nicht geschuldet, sofern dies nicht im Einzelfall ausdrücklich vereinbart wird. Der Auftragnehmer schuldet eine qualifizierte Unterstützungsleistung zur Herstellung von Zertifizierungsreife und Auditfähigkeit, jedoch keinen garantierten Zertifizierungserfolg.
3.3.2 Erwartete Arbeitsergebnisse und Deliverables
Zu den im Projekt mindestens zu erwartenden Arbeitsergebnissen gehören – jeweils soweit für den Projektstand fachlich erforderlich – insbesondere eine dokumentierte Bestandsaufnahme und Gap-Analyse, eine Kontext- und Stakeholderanalyse, eine abgestimmte Scope-Beschrei- bung, eine Beschreibung der ISMS-Organisation und Methodik, ein Asset- bzw. Informationsre- gister, eine dokumentierte Risikomethodik, ein Risikoregister einschließlich Maßnahmenplan, eine Statement of Applicability, erforderliche ISMS-Richtlinien und Verfahrensdokumentationen, geeignete Nachweise zur Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen, Unterlagen zur Auditvorberei- tung, Management-Review-Unterlagen sowie ein Abschluss- und Übergabedokument. Die kon- krete Ausgestaltung der Arbeitsergebnisse erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber unter Be- rücksichtigung des Projektfortschritts und der tatsächlichen Erforderlichkeit.
3.3.3 Abnahmekriterien und Qualitätsanforderungen
Arbeitsergebnisse des Auftragnehmers gelten als erbracht, wenn sie fachlich vollständig, nach- vollziehbar, in sich konsistent und für die weitere Verwendung im Projekt geeignet sind sowie dem Auftraggeber in einem nutzbaren und bearbeitbaren Format übergeben wurden. Soweit für einzelne Ergebnisse erforderlich, sind diese mit dem Auftraggeber fachlich abzustimmen und durch diesen freizugeben. Die Dokumentation hat sich an den Anforderungen der ISO/IEC 27001 sowie den projektspezifisch abgestimmten methodischen Vorgaben zu orientieren und in einer Form zu erfolgen, die eine revisionssichere und auditgeeignete Nachvollziehbarkeit ermöglicht.
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3.4 Telearbeit / Mobiles arbeiten
Der Auftraggeber stellt dem Personal des Auftragnehmers Zugang zu den Büroräumlichkeiten der TXL zur Verfügung. Nach vorheriger Abstimmung und in Abhängigkeit von den jeweiligen Aufga- beninhalten kann die Leistungserbringung seitens des Auftragnehmers auch im mobilen Arbeiten erfolgen, sofern hierdurch die ordnungsgemäße Umsetzung der Leistungen nicht beeinträchtigt wird. Erforderliche Vor-Ort-Termine sind entsprechend wahrzunehmen.
3.5 Anforderungen an den Auftragnehmer
Die Leistungserbringung ist auf Basis eines vom Auftraggeber bereitgestellten Stundenzettels der TXL zu dokumentieren. Die erbrachten Leistungen sind dort durch den Auftragnehmer im Halb- stundentakt mit möglichst aussagekräftigen Kommentaren zu den jeweiligen Tätigkeitsinhalten zu erfassen. Der vollständig ausgefüllte Stundenzettel ist vor einer Rechnungsstellung dem verant- wortlichen Projektleiter auf Seiten der TXL zur Prüfung und Unterzeichnung vorzulegen. Eine Rechnungsstellung darf erst nach erfolgter Unterzeichnung des Stundenzettels durch den verant- wortlichen Projektleiter der TXL erfolgen.
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