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Architektenleistungen für Umbau und Sanierung von Verwaltergebäude, Holzlege und Palmenhaus

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 19:16 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.deutsche-evergabe.de

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Schloss BA I: Verwaltergebäude / Holzlege Buchenau und Palmenhaus – Umbau und Sanierung

Bauherr: Förderkreis Schloss Buchenau e.V. vertr. durch den 1. Vorsitzenden Dr. Roman Eder Buchenau 69, 94227 Lindberg / Buchenau

Dr. Roman Eder, 1. Vorsitzender M: 0160 – 94600259 roman_eder@gmx.de

Objektplanung Gebäude § 34 HOAI – Aufforderung zur Teilnahme am Vergabeverfahren

Bau- und Renovierungsdaten Verwaltergebäude Palmenhaus

1856 – 1860 1856 – 1860 Errichtung

1933 – 1942 1933 – 1942 Nach dem Konkurs der Glashütte ist die Schlossanlage neun Jahre ungenutzt

1942 – 1982 1942 – 1982 Nach dem Kauf durch Kochbuch autorin Erna Horn und ihrem Mann deren Wohnsitz und kulturelles Zentrum bis zum Tod von Erna Horn

seit 2006 seit 2006 Renovierungen und Nutzung als Kulturzentrum durch Förderkreis Schloss Buchenau e.V.

Baubeschreibung Verwaltergebäude / Holzlege Das Verwaltergebäude, auch Kontorhaus genannt, wurde zwischen 1856 und 1860 errichtet. Während die Schlossfassade neugotisch gestaltet ist, wurde für das kleinere Verwaltergebäude ein Landhausstill gewählt, der es optisch den umliegenden Gebäuden des Ortes zuordnet. Der Baukörper ist ein zweigeschossiger Satteldachbau mit geringem Dachüberstand am Nordgiebel zur Straße, großem Dachüberstand am Südgiebel zum Schloss und an den Traufseiten. Giebelbalkone im 1. und 2. Dachgeschoss, sowie geschnitzte Pfettenköpfe und Bretter werten den Südgiebel zudem auf. Die Fassade ist spritzrauh verputzt, der Sockel und die Faschen glatt abgesetzt. Ursprünglich vorhandene Lisenen wurden später überputzt. Die Farbigkeit der Putz- und Holzoberfläche wechselte im Laufe der Zeit. Im Inneren sind teilweise alte Steinböden, Dielenböden, Türen und Treppen erhalten. Es wurden neue Teppichböden, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Bad und WC-Anlagen eingebaut. Nördlich des Verwaltergebäudes befindet sich eine eingeschossige Holzlege mit Satteldach aus der Zeit um 1900. Der Massivbau steht östlich im Hang, hat nach Westen eine Holzfassade mit Lattenverkleidung und nach Süden zwei bodentiefe Korbbogenöffnungen mit feststehenden, aufwendig gestalteten Holzläden. Verwalterhaus und Holzlege sind im Norden mit einem gemauerten Spitzbogentor mit schmiedeeisernen Flügeln verbunden.

Palmenhaus Das Palmenhaus wurde ebenfalls zwischen 1856 und 1860 errichtet. Der Baukörper ist optisch eingeschossig, im nördlichen Teil jedoch zweigeschossig ausgebaut. Das Dach ist ein flach geneigtes Satteldach mit Fußwalm nach Westen. Es bildet an den drei Traufseiten einen deutlichen Dachüberstand aus, während er am Nordgiebel minimiert ist. Das Dach ist mit rot gestrichenem Stehfalzblech gedeckt. Unter der Traufe des Fußwalms befindet sich eine ornamental geschnittene Zahnleiste. Die Süd- und Westfassaden weisen große Glasflächen auf, während die übrigen Fenster unterschiedliche Größen haben. Der Fassadenputz ist spritzrauh, mit vereinzelt glatt abgesetzten Fensterfaschen und Ecklisenen. Im Inneren sind noch historische Türen und Treppen, sowie eine Holzkassettendecke im Hauptraum vorhanden. Die Böden sind im Erdgeschoss teilweise mit Steinplatten, teilweise mit neuzeitlichen Fliesen belegt. Im Obergeschoss und Dachgeschoss sind Dielenböden vorhanden.

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Nutzungskonzept Verwaltergebäude / Holzlege Das ehemalige Verwaltungsgebäude von Schloss Buchenau soll künftig als Seminar- und Veranstaltungshaus fungieren. Es entstehen eine Lehrküche, ein Speiseraum, ein Hofladen, Lagerräume, Toiletten und drei Gästezimmer zur Selbstversorgung. Damit wird das Angebot von Schloss Buchenau deutlich ausgebaut und aufgewertet. Insbesondere durch die Wiederbelebung von Kochrezepten der berühmten Schossherrin und Kochbuchautorin durch Kochkurse, Seminare, Teambuilding, Firmenschulung u. v. m. wird das Schloss Buchenau neue, zusätzliche Zielgruppen erschließen. Ein Gartencafé während der Sommermonate soll durch die Lage direkt am Wanderweg die Sichtbarkeit und öffentliche Wahrnehmung des Schlossareals verbessern und eine weitere Attraktion bieten. Eine Spülküche im Haus sowie zwei weitere WCs in der ehemaligen Holzlege verbessern die Veranstaltungsinfrastruktur für Großevents im Schlosspark und für das Gartencafé.

Palmenhaus Tagungen, Kurse oder regelmäßige Treffen örtlicher Vereine sind im Palmenhaus geplant. Der hohe, großflächig verglaste Hauptraum wird durch den Nebenraum mit Teeküche und Stauraum ergänzt. Im Verwaltergebäude befinden sich die notwendigen sanitären Anlagen für Gäste und Veranstalter. Für die Seminarteilnehmer sind die geplanten Apartments eine sinnvolle Ergänzung des Angebots.

Maßnahmenbeschreibung Verwaltergebäude / Holzlege Der Fassadenputz befindet sich in renovierungsfähigem Zustand. Nur an wenigen Stellen sind Putzausbesserungen oder Erneuerungen notwendig. Putz- und Holzoberflächen werden neu gestrichen. Die Balkone sind konstruktiv instand zusetzen. Die Dachdeckung wird an den Traufen abgenommen und nach der Sanierung des Dachstuhl wieder aufgebracht. Die Dachentwässerung wird vollständig erneuert. Der Dachstuhl muss gegen Holzschädlinge mit Heißluftverfahren behandelt werden. Im Erdgeschoss werden die WC-Anlagen sowie die Ölheizung ausgebaut. Die Böden werden abgebrochen und eine Bodenplatte mit Abdichtung eingebaut. Neue Wände zur Abtrennung neuer WCs, der Abstellräume und der Spülküche werden aufgemauert. Zwei Fenster werden zu Türen vergrößert, um das barrierefreie WC und die Spülküche von außen zugänglich zu machen. Putze werden wo nötig ausgebessert, Altanstriche abgenommen. Im Anschluss sind die Putzflächen mit einer Kalkglätte-Spachtelung zu überziehen, um homogene Oberflächen herzustellen. Diese werden schließlich neu gefasst. Im Erdgeschoss wird ein Estrich mit Dämmung eingebaut und mit Granitplatten belegt. Im Obergeschoss werden die Teppiche ausgebaut und die Dielenbeläge restauriert oder teilweise erneuert. Neue Wände im Obergeschoss, zur Abtrennung der Bäder, werden in Trockenbauweise erstellt. Die oberste Geschossdecke wird gedämmt, der Dachraum bleibt als Kaltraum erhalten. Historische Innentüren werden entlackt und neu gestrichen. Neue Türen werden nach Vorbild des Bestands als Füllungstüren hergestellt. Die Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation wird komplett erneuert. Die Holz- und Massivbauteile der ehemaligen Holzlege werden überarbeitet und eine Bodenplatte eingebaut. Die Wände erhalten zur statischen Stabilisierung eine innere Vorsatzwand sowie eine Decke mit Dämmung. Es werden zwei WCs eingebaut.

Palmenhaus Die Dacheindeckung und Dachentwässerung muss aufgrund ihres schlechten Zustands vollständig erneuert werden. Am Dachstuhl sind umfangreiche Verstärkungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Der Fassadenputz wurde bereits mehrfach unsachgemäß ausgebessert. Er muss vollständig entfernt und neu aufgebaut werden. Dabei werden die Fensterfaschen und Ecklisenen wieder konsequent hergestellt. Die historischen Fenster, Türen und Pfettenköpfe werden entlackt und neu gestrichen. Im Erdgeschoss werden die neuzeitlichen Fliesen und ihr Unterbau komplett zurückgebaut. Putze werden wo nötig ausgebessert, Altanstriche abgenommen. Im Anschluss sind die Putzflächen mit einer Kalkglätte- Spachtelung zu überziehen, um homogene Oberflächen herzustellen. Diese werden schließlich neu gefasst. Im Haupt- und Nebenraum wird ein Sichtestrich mit Dämmung eingebaut. Im Obergeschoss werden die Dielenbeläge restauriert. Die Elektro- und Heizungsinstallation wird komplett erneuert. Alle Fenster erhalten eine innere Isolierglasschicht, um den Wärmeschutz im Winter zu gewährleisten. Zudem wird die oberste Geschossdecke zum Dachraum gedämmt.

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Leistungsbeschreibung Die Leistungsphasen 1 bis 4 sind abgeschlossen. Diese wurden bereits in einem Vorprojekt durch das Architekturbüro Feil, Regensburg erbracht. Nun soll eine Umbau- und Instandsetzungsmaßnahme beider Gebäude in einem Bauabschnitt in den Jahren 2026 – 2028 erfolgen. Dafür sind die Leistungsphasen 5 bis 9 gemäß HOAI 2021 Teil 3 Objektplanung Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume zu erbringen.

Die schriftliche wie mündliche Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten im Planungs- und Bauprozess erfolgt in deutscher Sprache.

Zuschlagskriterien Die Bewertung der Bewerbungen erfolgt anhand folgender Kriterien und Schrittgrößen anhand der Bewertungsmatrix (siehe gesondertes Dokument).

Berufliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Bürogröße 1 – 3 Mitarbeiter 4 – 9 Mitarbeirer

10 Mitarbeiter

Jahresumsatz brutto bis 0,5 Mio im Mittel der letzten 0,5 – 0,75 Mio 3 Jahre > 0,75 Mio

Leistungsfähigkeit bezüglich technischer-, funktionaler-, gestalterischer- und denkmalpflegerischer Aspekte – 3 Referenzprojekte

Mindestanforderungen Fertigstellung: innerhalb der letzten 5 Jahre Nutzungen: Min. 2 verschiedene Nutzungen innerhalb der drei Projekte, aus: Veranstaltung, Gastronomie, Ausstellung, Wohnen Ursprungsbauzeit: vor 1930 Denkmalschutzstatus: Einzeldenkmal

Maßnahmenumfang: Teilinstandsetzung Gesamtinstandsetzung

Baukosten netto: 0,5 – 1,0 Mio (KG 300-400) 1,0 – 1,75 Mio

1,75 Mio

Bruttogeschossfläche: < 750 m² 750 – 1.250 m²

1.250 m²

Planerisch-/ denkmal- niedrige Aufwand * pflegerischer Aufwand, mittlerer Aufwand * gestalterische Qualität hoher Aufwand *

  • Die Einstufung erfolgt anhand von Plänen und Fotos des Vor-, Baustellen- und Endzustandes. Ausschlaggebend ist der Umfang des Umbaus, Sanierungsbedarfs und ggf. der Nutzungsänderung, sowie die denkmalpflegerische und gestalterische Qualität des Endzustandes.

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Honorarangebot

Mitzuverarbeitende Bausubstanz Die Berücksichtigung erfolgt durch prozentuale Erhöhung der anrechenbaren Kosten Honorarzone: III Honorarsatz: Leistungsumfang: Leistungsphase 5 – Ausführungssplanung Leistungsphase 6 – Vorbereitung der Vergabe Leistungsphase 7 – Mitwirkung bei der Vergabe Leistungsphase 8 – Objektüberwachung Leistungsphase 9 – Objektbetreuung Instandsetzungs- Prozentsatz der Leistungsphase 8 zuschlag:

Besondere Mitwirkung bei der Erstellung von Förderanträgen, Leistungen: Erstellung von Verwendungsnachweisen für Förder- mittelgeber, über die Kostenfeststellung hinaus, insgesamt 80 h

Stundensätze: Auftragnehmer

Mitarbeiter (Ingenieure, Dipl. Ing. / Master)

Mitarbeiter (Ingenieure, Bachelor)

Mitarbeiter (technische Zeichner, Bautechniker)

Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist:

Nebenkosten:

zzgl. der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer

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Wir bitten um Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen bestehend aus:

  • Bewerbungsbogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  • Nachweise zu Referenzprojekten 1, 2 und 3
  • Formblatt III-27 vollständig ausgefüllt und unterschrieben

bis spätestens Donnerstag, 01.10.2026, 10.00 Uhr digital über die Vergabeplattform.

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