Wilde_Rübe_Vergabeinformation.pdf

Architektenleistungen für Rückbau und Neubau einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 09:29 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

Zweistufiges Vergabeverfahren nach § 17 VgV Objektplanungsleistungen für den Rückbau und Neubau der Kinder- und Jugendfrei- zeiteinrichtung Wilde Rübe in Berlin-Neukölln

Vergabeinformation

  1. Beschreibung der Beschaffung

Für den Rück- und Neubau der Kinder- und Jugendeinrichtung „Wilde Rübe“ werden Architekten- leistungen nach § 34 HOAI, LP 1 bis 9, sowie besondere Leistungen vergeben. Die Objektplanung umfasst auch die Planung des Rückbaus.

Das Gebäude aus den 70er Jahren ist baulich veraltet, mit eingeschränkter Küchennutzung und schlecht belichteten Räumen ohne Gartenbezug. Auch die Sanitäranlagen sind veraltet und un- günstig angeordnet. Zudem kann das Gebäude aktuell nicht autark von der angrenzenden Kita betrieben werden. Die Medien, bspw. Heizung, sind mit der Kita verbunden, sodass Arbeiten dort direkte Folgen auf die Wilde Rübe haben. Daher sollen alle Medien getrennt verlegt und ange- schlossen werden. Die Konstruktion des Gebäudes sowie der Kita besteht aus Variel-Raumzellen mit Stahlbetonrahmen. Die Dachkonstruktion besteht aus Stahlträgern und Trapezprofilblechen. Gem. Gutachten wurden Schadstoffe im Gebäude identifiziert. Beim Neubau sind die Kosten für die fachgerechte Entsorgung belasteter Bauteile zu berücksichtigen. Die Raumzellen können voll- ständig abgerissen werden, ohne die Tragfähigkeit der Kita zu beeinträchtigen. Auch einzelne Zel- len können entfernt werden, da sie nur konstruktiv miteinander verbunden sind. Neue Durchdrin- gungen in der Bodenplatte werden als schwierig eingeschätzt, da der Spannstahl nicht unterbro- chen werden darf. Nichttragende leichte Innenwände und Fassadenausfachungen der Variel-Zel- len können abgebrochen werden. Die Fundamente sollten aus Kostengründen und wegen mögli- cher Setzungen erhalten bleiben.

Der Neubau soll einen Eingangsbereich als zentralen Verteiler mit funktional angeordneten Nut- zungsbereichen erhalten, die flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren können. Die Raumstruktur orientiert sich an einem offenen, teilbaren Hauptbereich, ergänzt durch moderne technische Ausstattung und eine voll ausgestattete Küche. Der Neubau soll von Beginn an auf Veränderbarkeit ausgelegt sein, mit Räumen, die flexibel auf die wandelnden Bedürfnisse, Interes- sen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen reagieren können – sowohl in der Nutzung als auch in Farbgestaltung, Materialwahl und Raumaufteilung.

Bei der geplanten Ausführung des Neubaus in Holzfertigteilbauweise liegt der Fokus auf ökologi- scher Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Der Neubau ist gemäß §10 EWG Berliner Energiestan- dards für öffentliche Gebäude so zu konzipieren und nachzuweisen, dass mindestens der Effizienz- hausstandard KfW 40 erreicht wird. Hierzu sind insbesondere eine hochwärmegedämmte und luft- dichte Gebäudehülle, eine energieeffiziente und bedarfsgerechte Anlagentechnik sowie der Ein- satz erneuerbarer Energien vorzusehen. Die Einhaltung der energetischen Kennwerte ist im wei- teren Verfahren prüffähig nachzuweisen und mit einem Energieberater abzustimmen. Langlebige, wartungsarme, schadstoffarme sowie rückbau- und recyclingfähige Baustoffe sind verbindlich ein- zusetzen. Eine BNB-Zertifizierung ist aufgrund des geringen Gebäudeumfangs nicht vorgesehen. Dennoch ist eine Anlehnung an die Zielsetzungen und wesentlichen Kriterien des BNB-Standards sicherzustellen.

1/8

[Seite 2]

Das Gebäude ist öffentlich zugänglich und deshalb barrierefrei auszubilden (siehe Handbuch - Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin). Es ist ein „Gesamtkonzept Barrierefreiheit" im Zuge der Bearbeitung der VPU vorzulegen.

Die Baumaßnahme ist für Projekte der Kunst am Bau vorgesehen.

Es sind die gültigen Vorgaben/Vorschriften der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Woh- nen hinsichtlich dem Energie- und Nachhaltigkeitsaspekt zu beachten, u.a. Leitfaden „Ökologi- sches Bauen - Anforderungen an Baumaßnahmen“, die VwVBU, die EnEV-Durchführungsverord- nung, das GModG, Ermittlung der Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen nach der neuen DIN SPEC 91606 (gültig ab 1.1.2028 für alle neu zu errichtende Gebäude >1000 m², sowie ab 1.1.2030 gültig für alle weiteren Gebäude), Pflicht zur anlasslosen Ausstellung von Energiebedarfsauswei- sen gemäß § 80 Abs. 6 GModG, Regelung zur Einführung des Nullemissionsgebäudes ab 2028 für öffentliche Gebäude und ab 2030 für alle Neubauten im Zuge des GModG.

Das genehmigte Bedarfsprogramm für das Vorhaben geht von Gesamtbaukosten iHv rund 4,2 Mio € brutto aus, davon ca. 223 Tsd € für die KG 200, 1,5 Mio € für die KG 300 und ca. 1 Mio € für die KG 400 (einschl. UV und Rundung).

Planungsbeginn Ende 2026 / Anfang 2027, Beginn der Bauarbeiten Mitte 2029, Übergabe Ende 2031.

Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster IV 410.H F der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschließlich AVB (abrufbar unter: https://www.berlin.de/sen/sbw/service/rechtsvorschriften/bereich-bauen/anweisung-bau-abau/).

Verfahren: Durchgeführt wird ein 2-stufiges Verfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach §17 VgV. Die 1. Stufe, der Teilnahmewettbewerb, schließt mit der Auswahl von 3 geeigneten Büros ab. Nach Prüfung der Mindestanforderungen erfolgt die Auswahl anhand der mit der Bekanntmachung ver- öffentlichten Eignungskriterien. In der 2. Stufe (Verhandlungsverfahren) werden die ausgewählten Teilnehmenden aufgefordert, mit dem Angebot eine Ideenskizze zum Lösungsvorschlag einzureichen. Ziel ist die Entwicklung eines architektonischen und funktionalen Entwurfskonzeptes für Rück- und Neubau der „Wilden Rübe“. Die Ideenskizze soll nachvollziehbar darstellen, wie die Planungsaufgabe gestalterisch, funktional und wirtschaftlich gelöst werden kann, und dient als Grundlage für die weitere Planung. Die Aufwandsentschädigung beträgt 6.739,93 € netto je vollständig erbrachtem und im Verhand- lungsgespräch vorgestelltem Lösungsvorschlag. Näheres zur Aufgabenstellung kann Nr. 4 dieser Anlage „Vergabeinformation“ entnommen werden. Für den Teilnahmewettbewerb ist dies noch nicht relevant. Die Lösungsvorschläge sind NICHT mit dem Teilnahmeantrag einzureichen!

Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.

2/8

[Seite 3]

  1. Angebotsunterlagen

Für alle einzureichenden Unterlagen verweisen wir auf das Formular IV_211EUF_Aufforde- rung_zurAngabe_Angebot_EU.pdf auf der Vergabeplattform.

Für Ihr Preisangebot verwenden Sie bitte das auf der Vergabeplattform Berlin zur Verfügung ge- stellte Angebotsschreiben (IV 2131 F).

Die schriftliche Präsentation wird bereits mit dem Angebot eingereicht und soll maximal 15 Prä- sentationsfolien1 umfassen. Enthalten sein sollten Aussagen zum Zuschlagskriterium „Personal“ (Darstellung von Personalkonzept und -einsatzplan; Qualifikation u. Erfahrung der vorgesehenen Mitarbeiter; Sicherstellung der laufenden Verfügbarkeit eines auskunftsfähigen Ansprechpartners für den AG). Außerdem besteht die Möglichkeit, einzelne Aspekte und Details des Lösungsvor- schlags, unter Berücksichtigung der unten genannten, für die Erteilung des Zuschlags aufgestell- ten Kriterien, in der Präsentation zu erläutern (zusätzlich zu dem beim Bietergespräch aushän- genden DIN A0-Plan Ihres Lösungsvorschlags).

Die Ideenskizze zum Lösungsvorschlag wird ebenfalls mit dem Angebot eingereicht. Die Aufga- benbeschreibung zum Lösungsvorschlag siehe unter 4.

Das Fehlen des Angebotsformulars, der schriftlichen Präsentation oder der Ideenskizze zum Lö- sungsvorschlag führt zum Ausschluss des Angebots.

  1. Angebotsabgabe

Die Frist für das Einreichen des Angebots (Preisangebot und schriftliche Präsentation) entnehmen Sie bitte der Vergabeplattform und dem Formular IV_211EUF_Aufforderung_zurAngabe_Ange- bot_EU.pdf.

Die Abgabe ist nur elektronisch über die Vergabeplattform im Menü ‚Angebot einreichen‘ möglich. Abgaben per Post oder E-Mail bzw. über die Bieterkommunikation der Vergabeplattform sind nicht zulässig.

Hinweis zur Angebotsabgabe: Es ist nicht ausreichend die geforderten Dokumente auf der Verga- beplattform nur hochzuladen! Um ein Angebot abzugeben, müssen Sie auf ‚Angebot einreichen‘ klicken. In der Statuszeile wechselt Ihr Status die Farbe auf blau und heißt dann „Angebot abge- geben“. Nach erfolgter Angebotsabgabe erhalten Sie eine Quittung als Bestätigung. Nur wenn eine Quittung vorliegt, ist das Angebot bei der Vergabestelle eingegangen. Bitte beachten Sie für Ihre Angebotsabgabe auch die folgende Seite: http://meinauftrag.rib.de/hilfe/angebot-abgeben- ohne-ava-sign.html.

Die Frist für Rückfragen zur Erstellung des Angebotes entnehmen Sie bitte ebenfalls der Vergabe- plattform. Eine Beantwortung von später gestellten Rückfragen ist aus organisatorischen Grün- den nicht mehr möglich! Rückfragen stellen Sie bitte schriftlich über die Vergabeplattform Berlin.

1 Die 15 Folien umfassen alle Seiten der Präsentation inkl. möglicher Titel- und Endfolien oder Inhalts- verzeichnis

3/8

[Seite 4]

Der Auftraggeber behält sich vor, die mit dem Angebot vorgelegten Unterlagen sowie die Beant- wortung der Rückfragen im Rahmen des Bietergesprächs, zu Vertragsbestandteilen zu machen.

  1. Aufgabenbeschreibung Ideenskizze zum Lösungsvorschlag

Ziel der Ideenskizze zum Lösungsvorschlag ist die Entwicklung eines architektonischen und funk- tionalen Konzeptes für den Rückbau und Neubau der „Wilden Rübe“. Der Lösungsvorschlag soll einen nachvollziehbaren Eindruck vermitteln, wie die Planungsaufgabe gestalterisch, funktional und wirtschaftlich gelöst werden kann und dient als Grundlage für die weitere Planung. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet:

4.1. Darstellungsumfang Die Darstellung soll die städtebauliche Einbindung, die architektonische Gestaltung sowie die funktionalen Zusammenhänge nachvollziehbar verdeutlichen. Der Entwurf ist in geeigneten Maßstäben darzustellen, soll auf max. einem Plan im Format DIN A0 erfolgen und ist digital entsprechend der Vergabeunterlagen einzureichen. Die Einreichung in Papierform ist nicht erforderlich. Im Rahmen der Bietergespräche werden die Lösungsvorschläge geplottet vorliegen und können während der Präsentation für Erläuterungen genutzt werden. Der Entwurf umfasst mindestens:

  • Lageplan
  • Grundrisse
  • Schnitte
  • Ansichten

Als inhaltliche Anforderungen an den Lösungsvorschlag sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Baukörpergestaltung
  • Konstruktion
  • Materialwahl
  • Erschließung
  • Funktionale Zuordnung
  • Räumliche Qualitäten
  • Raumzuschnitte
  • Barrierefreiheit

4.2. Erläuterungsbericht in Textform Die planerische Leitidee ist in einem Erläuterungstext darzustellen. Der Erläuterungsbericht soll einen Umfang von maximal 2-4 Seiten in der Schriftart Arial und Schriftgröße 11 pt umfassen. Der Text soll insbesondere Aussagen enthalten zu:

  • Entwurfskonzept und architektonischer Idee
  • Konstruktion und Materialität
  • Funktionalen Anforderungen und räumlicher Organisation
  • Nachhaltigkeitsaspekten gemäß ABau II 100.G
  • Barrierefreiheit
  • Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit

4.3. Es ist separat eine nachvollziehbare Flächenberechnung vorzulegen.

4.4. Kostenschätzung Die Teilnehmenden haben zu plausibilisieren, dass die vorgeschlagene Lösung innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens realisierbar ist.

4/8

[Seite 5]

Hierfür ist eine Kostenschätzung nach DIN 276 vorzulegen, mindestens gegliedert nach der ers- ten Ebene der Kostengliederung unter Verwendung des ABau- Formblatts III 1322.H.F – Kosten- schätzung nach DIN 276 der ABau.

4.5. Präsentation Die Entwürfe sind im Rahmen des vorgesehenen Verhandlungsgesprächs vor einer fachkundigen Jury zu präsentieren und zu erläutern und werden gemäß der unter Punkt 6) genannten Kriterien bewertet.

4.6. Vergütung Für die Teilnahme an dem Vergabeverfahren erhalten die Teilnehmenden, die einen vollständi- gen Lösungsvorschlag gemäß Ziff. 4 abgeben und präsentieren, eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 6.739,93 € (inkl. NK pauschal, zzgl. Mehrwertsteuer).

Die Höhe der Aufwandsentschädigung wurde anhand der folgenden Parameter und der geforder- ten Grundleistungen berechnet:

Anrechenbare Baukosten: 1.776.557,04 €

Honorarzone III, Basishonorarsatz

Grundleistungen der VorplanungVorgabe max.Auftrag- nehmer
Teilleistungen der Leistungsphase 2 (Objektplanung)
a)Analysieren der Grundlagen und der übergebenen Unterla- gen; Abstimmen der Leistungen mit den fachlich an der Pla- nung Beteiligten;0,500,25
b)Abstimmen der Randbedingungen und Zielkonflikte unter Wahrung der Zielvorgaben;0,500,00
c)Erarbeiten der Vorplanung; Untersuchen, Darstellen und Be- werten von Varianten nach gleichen Anforderungen; Zeich- nungen im Maßstab nach Art und Größe des Objekts;3,502,00
d)Klären und Erläutern der wesentlichen Zusammenhänge, Vorgaben und Bedingungen: (zum Beispiel städtebauliche, gestalterische, funktionale, technische, bauphysikalische, wirtschaftliche, ökologische, energiewirtschaftliche - z.B. hin- sichtlich rationeller Energieverwendung und der Verwendung erneuerbarer Energien -, soziale, öffentlich-rechtliche, ar- beitsschutzrechtliche); Siehe auch Projektbeschreibung gemäß den ergänzenden Ausführungsvorschriften zu den AV zu § 24 Landeshaus- haltsordnung (LHO) Berlin, Richtlinie III 1321.H0,500,50
e)Bereitstellen der Arbeitsergebnisse als Grundlage für die an- deren an der Planung fachlich Beteiligten sowie Koordination und Integration von deren Leistungen;0,500,00
f)Vorverhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit;0,500,00
g)Kostenschätzung nach DIN 276:2018-12, gegliedert in die zweite Ebene der Kostengliederung, unter Verwendung des Formblatts III 1322.H F; Vergleich mit den finanziellen Rah- menbedingungen;0,500,50
h)Erstellen eines Terminplans mit den wesentlichen Vorgän- gen des Planungs- und Bauablaufs;0,250,00

5/8

[Seite 6]

i)Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ent- wicklungsschritte und Ergebnisse und Übergeben aller Vor- planungsunterlagen;0,250,25
j)Ergänzend bei Freianlagen mit weniger als 7.500 Euro anre- chenbarer Kosten:anteilig in übrigen Grundleis- tungen ent- haltenanteilig in übrigen Grundleis- tungen ent- halten
Summe7,003,50

Grundhonorar für 100 % der Grundleistungen: 192.569,44 € Leistungen des Lösungsvorschlags (3,50 %) 6.739,93 €

Summe netto: 6.739,93 €

(Hinweis: Auf den Abzug eines Anteils für Wagnis und Gewinn in Höhe von 10 bis 15 % wird ver- zichtet, da eine Kostenschätzung in der 2. Gliederungsebene gem. Formblatt ABau III 1322 H F erwartet wird).

6/8

[Seite 7]

  1. Präsentation des Lösungsvorschlags

Die Präsentation des Lösungsvorschlags im Rahmen der 2. Stufe des Vergabeverfahrens findet

am Datum wird zum Verhandlungsverfahren ergänzt statt. Ort: Ort wird zum Verhandlungsverfahren ergänzt

Das Bietergespräch wird etwa 70 Minuten dauern und gliedert sich wie folgt: Begrüßung durch das Wertungsgremium 5 Min Präsentation der Darstellungen zu den Qualitätskriterien 1 und 2: 25 Min R ückfragen zu den Darstellungen und zum Lösungsvorschlag: 15 Min Beantwortung von strukturierten Fragestellungen (Ad-hoc-Fragen): 15 Min Diskussion von weiteren Fragen zur Präsentation und zum Angebot 10 Min

Es wird darauf Wert gelegt, dass die Verhandlung durch die Mitarbeitenden, die die Leistung tat- sächlich erbringen sollen (insbesondere die/der vorgesehene Hauptbearbeiter:in und Bauleiter:in), vorgenommen wird.

Wir weisen darauf hin, dass zu Dokumentationszwecken im Bietergespräch ein Audiomitschnitt erfolgt und gespeichert wird.

  1. Zuschlagskriterien

Die Erteilung des Zuschlags erfolgt nach den folgenden Kriterien und Wichtungen:

QualitätskriteriumPunkteWichtungmaximale
Punkt-
zahl
1Darstellung von Personalkonzept und -einsatzplan; Qua- lifikation u. Erfahrung der vorgesehenen Mitarbeiter; Si- cherstellung der laufenden Verfügbarkeit eines aus- kunftsfähigen Ansprechpartners für den AG0 - 58 %40
2Lösungsvorschlag: - Städtebauliche Einbindung (5 %) - Architektonische Gestaltung (Baukörpergestaltung, Konstruktion, Material) (20 %) - Funktionale Anforderungen (Erschließung, funktio- nale Zuordnung, räumliche Qualitäten, Raumzu- schnitte, Barrierefreiheit) (20 %) - Berücksichtigung der im Raum- und Bedarfspro- gramm genannten Anforderungen an den Neubau (10 %) - Umsetzung der Anforderungen an das nachhaltige Bauen (ABau II 100.H) (Berücksichtigung von Krite- rien zur Nachhaltigkeit hinsichtlich Energieeffizienz, umweltfreundliche Materialverwendung (z.B. nach- wachsende Rohstoffe, Recyclingstoffe, etc.), Flä- chenverbrauch, Versieglungsgrad etc.) (5 %)0 - 565 %325

7/8

[Seite 8]

QualitätskriteriumPunkteWichtungmaximale
Punkt-
zahl
- Einhaltung der geplanten Baukostenobergrenze unter Berücksichtigung der Baukosten, Betriebs- und In- standhaltungskosten (5 %)
3Beantwortung auftragsspezifischer Fragen: Beantwor- tung von strukturierten Fragestellungen (Ad-hoc-Fra- gen) zu den Themen der Planungsaufgabe im Rahmen des Bietergesprächs/ Präsentation0 - 57 %35
Zwischensumme80 %400

0 Pkt. = nicht dargestellt 3 Pkt. = das Erwartbare wurde gezeigt (durchschnittlich) 1 Pkt. = nicht überzeugend 4 Pkt. = überzeugend (leicht überdurchschnittlich) 2 Pkt. = ansatzweise überzeugend 5 Pkt. = sehr überzeugend (überdurchschnittlich)

KostenkriteriumPunkteWichtungmaximale
Punkt-
zahl
4Angebot für die Gesamtleistung der Objektplanungsleis- tungen einschließlich Zuschläge, besonderer Leistun- gen, Nebenkosten0 - 515 %75
5Stundensätze0 - 55 %25
Zwischensumme20 %100

Punktschlüssel: Interpolation zwischen dem niedrigsten Gesamtangebot und einem fiktiven doppelt so hohen Angebot. Die berechneten Punkte werden automatisch auf zwei Nachkommastellen gerundet.

Weitere Informationen über den Leistungsumfang und die vorgesehene Beauftragung entnehmen Sie bitte den auf der Vergabeplattform Berlin zur Verfügung gestellten Unterlagen.

8/8

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung