Umweltplanung und ökologische sowie bodenkundliche Baubegleitung für ein Hochwasserschutzprojekt

Status
Offen
Angebotsfrist
12.10.2026, 09:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Auftragswert
Nicht angegeben
Lose
1
Auftraggeber
Regierungspräsidium Karlsruhe, Ref. 53.1
Erfüllungsregion
Baden-Württemberg, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Aufruf
Auftragsart
Dienstleistung
Veröffentlicht
10.09.2026
Bekanntmachungsnummer
624151-2026
Verfahrensnummer
ab0a4174-30fd-4f2a-94b9-53cafbaf467f
CPV-Codes
71222000 · Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen; 71240000 · Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen; 71300000 · Dienstleistungen von Ingenieurbüros; 71313400 · Umweltfolgenabschätzung im Bau; 71313450 · Umweltüberwachung im BauMehr anzeigen

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Kurzbeschreibung

Das Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 53.1, beschafft Planungsleistungen für das Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt am Kraichbach in Ubstadt-Weiher. Der Leistungsumfang umfasst unter anderem Umwelt- und Freianlagenplanung, Maßnahmen zum Arten- und Bodenschutz, ökologische und bodenkundliche Baubegleitung, Monitoring sowie Kompensations- und Pflegekonzepte. Das Projekt liegt teilweise im Naturschutzgebiet „Bruch bei Stettfeld“ und erfordert besondere Schutzmaßnahmen; die Frist endet am 12. Oktober 2026.

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Leistungsbeschreibung

Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 53.1 realisiert das Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt in Ubstadt-Weiher, kurz: "HÖP Ubstadt_Weiher", entlang des Kraichbachs, für das der Planfeststellungsbeschluss vorliegt. Der Kraichbach ist in dem betroffenen Bereich ein Gewässer erster Ordnung. Zusammen mit den Hochwasserschutzmaßnahmen sind zur Umsetzung der Ziele nach EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) weitreichende gewässerökologische Verbesserungen vorgesehen. Und auch die Förderung des Feuchtgebietscharakters des Naturschutzgebietes "Bruch bei Stettfeld" ist mit dem Projekt verbunden. Das Projekt "HÖP Ubstadt-Weiher" führt somit zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in den Siedlungsgebieten von Ubstadt-Weiher, und leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Stettfelder Bruchs. Die ingenieurbautechnischen Maßnahmen umfassen im Wesentlichen den Neubau bzw. die Ertüchtigung von Hochwasserschutzdämmen sowie den Neubau einer Hochwasserschutzmauer, den gewässerökologischen Ausbau des Kraichbachs in einem sog. Entwicklungskorridor, den Neubau von Durchlassbauwerken und den Rückbau und Neubau einer Brücke. Das Projektgebiet liegt in weiten Teilen in dem Naturschutzgebiet "Bruch bei Stettfeld". Es handelt sich hier um einen äußerst sensiblen Naturraum mit einem überdurchschnittlichen Artenreichtum, u. a. mit dem Vorkommen von besonders und streng geschützten Arten. Das führt dazu, dass die Baumaßnahmen mit sehr hohen Anforderungen an den Arten- und Naturschutz auszuführen sind. Dies ist u. a. mittels einer komplexen Planung der Bauabwicklung und zahlreicher Regelungen zu gewährleisten, z. B. Bauzeitenregelungen, Schutzmaßnahmen für Bäume im Baufeld, Verfahrensweise für den Rückbau von Dämmen und Uferböschungen, Wiederverwendung von Böden, etc. Für die Überwachung der Schutzmaßnahmen kommen neben der Örtlichen Bauüberwachung eine Ökologische Baubegleitung und eine Bodenkundliche Baubegleitung zum Einsatz. Für die Dauer der Bauabwicklung sind zudem geeignete Maßnahmen für den Hochwasserschutz festzulegen und dauerhaft vorzuhalten. Weitere Besonderheiten bei dem Projekt sind Kampfmittelverdachtsflächen, die auf Grundlage einer Luftbildauswertung festgestellt wurde, sowie archäologische Kulturdenkmäler bzw. Prüffälle, die sich im Projektgebiet befinden und die nach dem Fund zu erfassen sind. Weiterhin gibt es Baumaßnahmen mit der Betroffenheit der angrenzenden Strecke der Deutschen Bahn AG. Zudem kreuzt die Trasse der Produktfernleitung Huttenheim-Heilbronn der Bundeswehr, sog. NATO-Pipeline, das Baufeld. Das Planungslos PL1 mit Leistungen zur "technischen Planung, darunter Objektplanung, Tragwerksplanung, Technischer Ausrüstung, Vermessung etc." wurden in dem Verfahren TED 226832-2026 vergeben. Gegenstand des vorliegenden Planungslos PL2 - sind Planungsleistungen zur Umweltplanung, Bodenkundliche und Ökologische Baubegleitung, Artenschutz, siehe nachfolgende Erläuterungen Es ist vorgesehen Leistungen zur "Geotechnik" in einem Planungslos PL3 auszuschreiben.

Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · HÖP Ubstadt-Weiher Planungslos 2

    Der Leistungsumfang der zu vergebenden Planungsleistungen gliedert sich in folgende Teilleistungen: Pos. 1) Objektplanung Freianlagen nach § 39 HOAI Leistungsphasen 5 bis 6, 7 bis 9 (Option) Pos. 2) Kompensations- und Vermeidungsmaßnahmen Pos. 3) Erfolgskontrolle (ökologische Wirksamkeit) Pos. 4) Ökologisches Monitoring Pos. 5) Maßnahmen für Bodenschutz Pos. 6) Bodenkundliche Baubegleitung Pos. 7) Ökologische Baubegleitung Pos. 8) Kompensationsverzeichnis Pos. 9) Unterhaltungs- und Pflegeplan Pos. 10) Ablauf- und Terminplan Pos. 11) Mitwirken bei der Öffentlichkeitsarbeit (Option) Pos. 12) Anfahrtspauschale für Ortstermine (Option) Pos. 13) Besondere Leistungen (Option) Für den Auftrag gelten: a) Vertragsabschluss und Leistungsbeginn vsl. 21.12.2026. b) Vorbereitende Maßnahmen / Baubeginn: Ziel 4. Quartal 2027 Diese Terminvorgaben werden im Auftragsfall Vertragsbestandteil, sofern vom AG im Verhandlungsverfahren keine geänderten Terminvorgaben mitgeteilt werden (z.B. Verschiebung Leistungsbeginn ohne Verkürzung der Gesamtlaufzeit). Unmittelbar nach Leistungsbeginn ist vom beauftragten Bieter ein entsprechender Terminplan für die Umsetzung im Entwurf aufzustellen und mit dem AG abzustimmen, der diese Terminvorgaben als Rahmentermine ausweist. Einzelheiten bzgl. der Abwicklung sind nach Leistungsbeginn mit dem AG abzustimmen. Die optionalen Leistungen werden in Abhängigkeit des Projektfortschrittes nach Bedarf und der Mittelbereitstellung für die Umsetzung vom Auftraggeber schriftlich abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung optionaler Leistungen besteht nicht. Der Auftraggeber behält sich vor, die Beauftragung optionaler Leistungen nicht in Anspruch zu nehmen oder auf Teilleistungen zu beschränken, wenn z. B. die Gesamtmaßnahme nicht mehr weitergeführt wird, einzelne Teilleistungen gemäß Projektfortschritt nicht mehr erforderlich werden, der Auftraggeber mit der Qualität der erbrachten Leistungen nicht zufrieden ist oder keine Einigung über eventuelle zusätzlich erforderliche Leistungen erzielt wird.

Anforderungen an deinen Betrieb

Zwingende bzw. fakultative Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB Folgende Unterlagen werden gemäß Teilnahmebedingungen nicht nachgefordert: - Teilnahmenantrag, ein nicht einreichen der genannten Unterlage führt zum Ausschluss vom Verfahren.

Vergabeunterlagen

26 Dateien laut Portal · Stand 10.09.2026
110 Ubersicht Unterlagen.pdfSonstiges509 KB
120_HOEP_UW_Hinweise PL2.pdfSonstiges563 KB
130_Verfahrenstermine_HOEP_UW_PL2_20260907_extern.pdfSonstiges157 KB
201_Vorlage Anschreiben TNA.docxAnschreiben22 KB
202 HOEP_UW VgV_Eigenerklaerung#.xlsxFormular676 KB
203 Form-Eignungskrit-Unternehmen_VgV PL2#.xlsxSonstiges26 KB
204_Erklärung Bietergemeinschaft_VHB_234_blanko.pdfFormular189 KB
205_Leistungen_anderer_Unternehmen_VHB_235_blanko.pdfSonstiges188 KB
206_Verpflichtungserkl anderer Untermehmen_VHB_236_blanko.pdfFormular188 KB
207 Eigenerklärung RUS Sanktionen.pdfFormular753 KB
208 LTMG Verpflichtungserkl.pdfFormular653 KB
210 Auswertbogen TN Beding HOEP UW_PL2.pdfSonstiges199 KB
211_HOEP UW Auswahlkrit PL2.pdfSonstiges204 KB
212_HOEP_UW_Zuschlagskrit PL2.pdfSonstiges286 KB
302_LB_HOEP_UW_PL2_20260904.pdfSonstiges692 KB
401 Vertrag HIV-Was MUSTER.pdfVertragsbedingungen248 KB
402 AVB-Ing-2014.pdfSonstiges145 KB
403_Weitere Bes Vertragsbeding AVB-ING v2.pdfVertragsbedingungen56 KB
404_ZVB_ING_WAS_EDV.pdfSonstiges10 KB
405_bes.Vertr.LTMG 20201102.pdfSonstiges19 KB
406 Vertraulichkeitsverpflichtung.pdfSonstiges397 KB
407 Datenschutzerklaerung_RPen.pdfFormular275 KB
408 ERechnung_Anleitung-LBG_010126.pdfSonstiges476 KB
409_Erklärung über die Verpflichtung HIV-WAS 2014.pdfFormular103 KB
501_I.2-01_UELP_Ubstadt-Weiher.pdfSonstiges1,3 MB
502_I.2-02_GLP_Ubstadt-Weiher.pdfSonstiges11 MB

Anforderungen

Zwingende bzw. fakultative Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB Folgende Unterlagen werden gemäß Teilnahmebedingungen nicht nachgefordert: - Teilnahmenantrag, ein nicht einreichen der genannten Unterlage führt zum Ausschluss vom Verfahren.

Änderungen und Bieterfragen

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Wer schreibt solche Vergaben aus?

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Regierungspräsidium Karlsruhe, Ref. 53.1

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