QCL-basiertes Infrarot-Mikrospektroskopie-System zur Mikroplastik-Analyse

Status
Vergeben
Angebotsfrist
Nicht angegeben
Geschätzter Auftragswert
Nicht angegeben
Lose
1
Auftraggeber
Helmholtz-Zentrum hereon GmbH
Erfüllungsregion
Schleswig-Holstein, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf
Auftragsart
Lieferleistung
Veröffentlicht
17.06.2026
Bekanntmachungsnummer
414384-2026
Verfahrensnummer
59a4f928-cd27-4b58-8626-6c4a2f69a545
CPV-Codes
38000000 · Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)

Passt diese Ausschreibung zu deinem Unternehmen?

Die KI prüft sie gegen deine eigenen Kriterien und zeigt dir Punkt für Punkt, was passt und wo es hakt.

14 Tage kostenlos testen

Kurzbeschreibung

Das Helmholtz-Zentrum hereon beschafft ein hochmodernes Infrarot-Mikrospektroskopie-System auf Basis der Quantenkaskadenlaser-Technologie (QCL). Das System dient der automatisierten Detektion, Identifizierung und Quantifizierung von Mikroplastikpartikeln in Umweltproben. Der Auftrag umfasst neben dem Messgerät auch das notwendige Zubehör sowie spezialisierte Software zur effizienten Datenauswertung.

KI-Zusammenfassung · Maßgeblich ist die Originalbekanntmachung.

Leistungsbeschreibung

LDIR Messpaket SOOP Mikroplastiklabor bestehend aus einem QCL-basierten System zur Infrarot-Mikrospektroskopie sowie entsprechendem Zubehör für die Detektion und Identifizierung von Mikroplastik Partikeln in Umweltproben sowie die chemische Bildgebung von Oberflächen. Mikroplastik, definiert als synthetische Polymerpartikel und- fasern im Größenbereich von 1 µm bis 5 mm, kann als ubiquitärer anthropogener Schadstoff angesehen werden. Für umweltanalytische Fragestellungen ist es notwendig, ein valides und einheitliches Monitoring mittels standardisierter Verfahren von der Probennahme über die Probenprozessierung bis hin zur Detektion zu gewährleisten. Nach der Matrixabtrennung und Probenaufbereitung ist die Identifizierung und Quantifizierung von Mikroplastikpartikeln erforderlich. Diese impliziert die Unterscheidung der partikulären und Faser-förmigen synthetischen Polymere von nicht abtrennbaren natürlichen Substanzen, ihre Identifizierung, ihre Größencharakterisierung sowie die Bestimmung ihrer individuellen Anzahl. Als das Forschungsfeld noch in den Kinderschuhen steckte, wurde dies mittels visueller Unterscheidung realisiert (Hellfeldmikroskopie), was allerdings erwiesenermaßen zu Fehlerquoten von 20% bis zu 70% führte und überdies keine Identifikation des jeweiligen Polymertyps ermöglicht. Analysetechniken aus der Molekülspektroskopie, die auf der Anregung spezifischer Energiezustände in Molekülen (Schwingungszustände) mittels infraroter Strahlung (Fourier-transformierte Infrarot-Spektroskopie, FTIR) oder inelastischer Streuung monochromatischen Laserlichts basieren (Ramanspektroskopie), haben sich diesbezüglich etabliert. Die jeweils abgeleiteten Mikroskopie-Techniken ermöglichen eine chemische Bildgebung (ortsaufgelöste Analytik) und somit die Genese von Informationen über die Anzahl an Mikroplastikpartikel in einer definierten Probe sowie deren Größe. Aufgrund ihrer besseren Verträglichkeit mit Fluoreszenz in der jeweiligen Probe und der Verfügbarkeit von Detektoren mit einem Gittermuster (focal plane array, FPA), was die Aufnahme mehrerer Tausend Spektren mit nur einer Messung ermöglicht (deutlich geringerer Zeitaufwand als bei Raman ceteris paribus), ist die FTIR-Mikroskopie derzeit als prädominante Routinemethode zur Erlangung von Partikelinformationen gesetzt. Eine neue Entwicklung für die IR basierte Mikroplastik-Analytik basiert auf der Quantenkaskadenlaser-Technologie (QCL) in Verbindung mit schnell-scannender Optik. Die entsprechenden Systeme ermöglichen im Vergleich zu den klassischen FTIR-Systemen eine sehr schnelle Analytik (bis Faktor 200 je nach Analyten und Gerät) und sind meistens mit einer Software verknüpft, welche die automatische Lokalisierung und Polymeridentifizierung von Mikroplastikpartikeln ermöglicht. Bezogen auf die technologischen Anforderungen, muss das zu beschaffende Gerätepaket bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen, um dem derzeitigen Stand der Technik gerecht zu werden und somit die Beantwortung aktueller Forschungsfragen im Bereich Mikroplastik gewährleisten zu können. Diese Anforderungen beziehen sich sowohl auf die Messtechnik selbst als auch die im Anschluss stattfindende Datenevaluierung, da ein hoher Automatisierungsgrad für den zeiteffizienten Abgleich der enormen Anzahl von auflaufenden Spektren (aufgrund der Bildgebung) mit den jeweiligen Datenbanken erforderlich ist. Um relevante methodische und statistische, sowie die bearbeiteten Umweltfragestellungen beantworten zu können, ist eine zeiteffiziente, einfache und vom Anwender unabhängige automatisierte Datenauswertung unabdingbar, um die benötigten umfangreichen Probensätze zeitnah bearbeiten zu können. Entsprechende IR-Systeme finden aktuell eine breite Anwendung in der medizinischen, pharmazeutischen, forensischen, chemischen, Polymer- und Werkstoffforschung. Das zu beschaffende Gerätepaket umfasst das Geräte inclusive einer definierten Grundausstattung an benötigtem Zubehör sowie für die Mikroplastikanalyse bestimmte Softwarelösungen, die eine entsprechende effiziente Bearbeitung und Datenauswertung umfangreicher Probensätze ermöglicht: Position QCL (Quantenkaskadenlaser) basiertes IR Imaging System

Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · automatisierte chemische Bildgebung zur Spektralanalyse

    Spezifikationen Position QCL (Quantenkaskadenlaser) basiertes IR-Imaging System Spektrometer - Spektralbereich: mindestens 1800 - 975 cm-1 - Spektrale Auflösung: besser als 0.5 cm-1 - Lebensdauer der IR-Quelle > 5 Jahre - Signal-zu-Rauchen-Verhältnis: ~ 50000:1 bei 5 s Messzeit (spektrale Auflösung 4 cm-1) oder besser QCL- basiertes oder kombiniertes FPA/QCL-basiertes IR Imaging System: - Analyse einer Fläche bzw. eines Filters mit 10 x 10 mm in etwa 6 h oder schneller - Detektorkühlung ohne flüssigen Stickstoff (thermoelektrische Kühlung favorisiert), da das Gerät auch mobil bzw. in Bereichen mit schlechter Infrastrukturanbindung (z.B. Forschungsschiffe, Forschungsstationen) eingesetzt werden soll - Leistungsfähige, robuste Optik mit entsprechend hoher optischer Vergrößerung im benötigten Spektralbereich zur Erstellung hochaufgelöster Übersichtsbilder und IR Bilder - Messung in Reflektion oder ATR - Räumliche Auflösung ~ 2 µm oder besser - Garantie mindestens 3 Jahre - Verfügbarkeit von Sample Holder, welcher die Messung auf speziellen IR-reflektiven (Transflektionsmessung) und/oder -transparenten (Transmissionsmessung) Filtern ermöglicht sowie von anderen Proben/Geometrien - Kompakter raumsparender Aufbau/Abmessungen - Leistungsfähige schnellbewegliche Stage mit hoher Wiederholpräzision zur schnellen Probenpositionierung und als Basis für eine reproduzierbare chemische Bildgebung - Laterale Auflösung bei der Detektion (Größen-Detektionslimit): Mindestens 10 µm - Möglichkeit Multi-Peak Imaging und Hyperspectral Imaging durchzuführen Datenauswertung Das zu beschaffende System muss mindestens die folgenden Bestandteile zur Datenauswertung enthalten: - Umfangreiche Spektrendatenbanken für die Identifizierung von unterschiedlichsten Polymertypen und anderen Komponenten - Leistungsfähiger Auswertungscomputer (mind. 64 GB Hauptspeicher, min. 1 TB Festplatte, Leistungsfähige CPU) HD Monitor und Softwarepaket für den automatisierten Abgleich der aufgenommenen Spektren und Identifizierung der Polymere oder anderer Verbindungen - Automatisierte Bildbearbeitungs- und Auswertesoftware für die Zusammensetzung der Spektren mit jeweiligen räumlichen (XY)-Informationen zu Partikeln bzw. Faser bzw. deren Größen- und Anzahlermittlung, sowie vollautomatisierte statistischer Datenauswertung bezüglich der detektieren Polymertypen, Partikelanzahl und Partikelgröße - Möglichkeit eigene Spektren- Bibliotheken anlegen zu können - Mikroplastik-spezifische sehr stark automatisierte Softwarelösung für die Erstellung von Statistiken direkt im Anschluss nach (idealerweise quasi-simultan) der Messung (Workflow für die Mikroplastikanalytik sollten enthalten sein) - Möglichkeit, nach der Messung Datenbankzuordnungen inkl. Hit Quality Werten, und geometrische Partikelparameter in gängigen Dateiformaten (z.B. CSV) zu exportieren. - Kostenlose regelmäßig Softwareupdates mindestens für die Dauer der erweiterten Garantiezeit

Wie wird das Angebot bewertet?

Kriterien ohne Loszuordnung

Preis
100 %

Vergabeunterlagen

Keine abgerufenen Dateien hinterlegt. Über das Ursprungsportal konnten keine weiteren Unterlagen abgerufen werden.

Änderungen und Bieterfragen

0 Einträge

Keine Änderungen zur Bekanntmachung bekannt.

Vergleichbare Verfahren5vergeben oder Frist abgelaufen
Mit erfasstem Zuschlag2 verschiedene Auftragnehmer
ZuschlagssummeMedian
Zuschlag zu Schätzwertzu wenig Vergleichswerte

Ähnliche Verfahren, die du verpasst hast

Frist in den letzten 12 Monaten abgelaufen, nach Ähnlichkeit
Titel
Analytische Ultrazentrifuge für das Helmholtz-Institut HIPOLE JenaHelmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH (HZB)Berlin, Deutschland29.05.2026 -
Abstimmbares Lasersystem für den Sichtbaren und Nahinfrarot-BereichFriedrich-Schiller-Universität JenaJena, Deutschland13.05.2026 -
795-nm-Lasersystem mit zwei schmalbandigen Laserdioden für Rubidium-87Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)Köln, Deutschland31.08.2026 -

Wer gewinnt solche Vergaben?

Alle inhaltlich ähnlichen Verfahren im erfassten Bestand
Trend
TPTOPTICA Photonics SEGräfelfing2007.09.202630 Tsd. €steigend
TFThermo Fisher Scientific GmbHDreieich2003.07.2026 - steigend

Wer schreibt solche Vergaben aus?

Regionen: Thüringen (2) · Nordrhein-Westfalen (1) · Berlin (1) · Baden-Württemberg (1)

Laufende Rahmenverträge

bundesweit

Helmholtz-Zentrum hereon GmbH

Aktiv seit 2026 · 3 Verfahren
Profil öffnen
Verfahren pro Jahr3Ø seit 2026
Ø Auftragswertgeschätzt, laut Bekanntmachung
VergebenVerfahren mit Zuschlag
RahmenverträgeAnteil an Verfahren
Verfahren je Woche · 3 seit 2026Spitze KW 36 · 2026 · 2

Bisherige Auftragnehmer

Zuschläge dieses Auftraggebers, alle Leistungsbereiche
ATAgilent Technologies Deutschland GmbH117.06.2026184 Tsd. €

Laufende Rahmenverträge

nach voraussichtlichem Vertragsende

Keine laufenden Rahmenverträge dieses Auftraggebers bekannt.

Letzte Verfahren

neueste zuerst · Zuschlagsempfänger, wo veröffentlicht
02.09.2026Erneuerung eines hochverfügbaren Palo-Alto-Firewall-ClustersOffen - -
31.08.2026Einführung einer unternehmensweiten Dokumentenmanagement-PlattformOffen - -
17.06.2026QCL-basiertes Infrarot-Mikrospektroskopie-System zur Mikroplastik-AnalyseVergebenATAgilent Technologies Deutschland GmbH184 Tsd. €

Welche ähnlichen Ausschreibungen sind offen?

Alle ähnlichen Ausschreibungen anzeigen

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.